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March 21, 2010

Vulkanausbruch: Ausnahmezustand auf Island ausgerufen

Vulkanausbruch: Ausnahmezustand auf Island ausgerufen

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Veröffentlicht: 17:30, 21. Mär. 2010 (CET)
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Der Þórsmörk- und Eyjafjallajökull-Gletscher auf Island

Reykjavík (Isand), 21.03.2010 – In der Nähe des Eyjafjallajökull-Gletschers auf Island ist kurz nach Mitternacht ein Vulkan ausgebrochen. Die Behörden des Landes riefen für einige Gemeinden im Süden vorsorglich den Notstand aus. Zeitweilig mussten 700 Bewohner der Ortschaften in der Nähe des Gletschers ihre Wohnungen verlassen. Die Behörden rechneten mit der Möglichkeit von Überschwemmungen durch geschmolzenes Gletschereis. Im Laufe des Tages wurde klar, dass das Zentrum des Vulkanausbruchs nicht unter dem Gletscher, sondern jenseits der Eisgrenze bei dem Ausflugsgebiet Fimmvörduhals lag.

Bei Fljótshlíð soll es Berichten des Radiosenders RUV zufolge zu Ascheregen gekommen sein. Einwohner sollen von gleißenden Lichterscheinungen aus dem Gletscher berichtet haben. Geologen, die den Gletscher im Laufe des Vormittags überflogen, berichteten von einem Riss, der durch die Vulkanaktivitäten unter dem Gletscher entstanden sei. Außerdem wird mit einem bevorstehenden Ausbruch des Vulkans Katla gerechnet.

Der Flugverkehr von und nach Island wurde für mehrere Stunden eingestellt. Der internationale Flughafen Keflavík war von der Schließung des Flugbetriebes ebenso betroffen wie die nationalen Flughäfen Reykjavík und Akureyri. Drei Flugzeuge der Icelandair mussten umdrehen und wurden zu Flughäfen in den USA zurückbeordert, wo sie gestartet waren.

Die Insel Island besteht praktisch aus den Auswürfen von Vulkanen, aus denen sie einst entstanden ist. Größter Vulkan auf der Insel ist Hekla, der zuletzt vor zehn Jahren ausgebrochen war. Der Vulkan unter dem Eyjafjallajökull-Gletscher war zuletzt 1823 ausgebrochen.

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Quellen

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March 24, 2005

Färöer: Glimpfliche Notlandung auf dem Sørvágsvatn

Färöer: Glimpfliche Notlandung auf dem Sørvágsvatn

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Vágar

Flughafen Vágar (Färöer), 24.03.2005 – Kurz nach Mittag wollte ein US-amerikanischer Privatpilot bei seiner Alleinüberquerung des Atlantik von Norwegen nach den USA regulär auf den Färöern zwischenlanden. Allerdings klemmte das Fahrwerk der einmotorigen Maschine. Als er der färöischen Flugsicherung meldete, dass es sich aber um ein Wasserflugzeug handele, wurde die Notlandung auf dem größten See der Färöer, dem Sørvágsvatn, eingeleitet.

Der sechs Kilometer lange See diente schon während der britischen Besetzung der Färöer im Zweiten Weltkrieg als Wasserflugplatz, bevor unmittelbar an seinem Ufer der heutige Flughafen gebaut wurde. Der Flieger wurde sicher in die „alternative Landebahn“ eingewiesen und anschließend von der Flughafenwehr zur Reparatur an Land geschleppt – an den historischen Wasserflugplatz der Briten in Vatnsoyrar. Weder Menschen noch die Maschine kamen zu Schaden.

Techniker von Atlantic Airways reparierten die Maschine unter Zuhilfenahme eines Wagenhebers und kräftiger Hände. Frisch aufgetankt startete die Maschine noch am gleichen Nachmittag wie sie gekommen war – auf dem „Vatnið“. Einheimische können sich nicht erinnern, dass hier eine Flugzeugwasserung seit dem Zweiten Weltkrieg erfolgte.

Vágar hat die kürzeste Jetlandebahn Europas. Hier dürfen nur Piloten mit besonderer Ausbildung und Passagierjets mit besonderen Bremsen landen – ansonsten besteht die Gefahr, dass sie in besagtem See landen.

Unglücke am Flughafen Vágar:

  • 1970 stürzte eine Maschine der Icelandair auf der vorgelagerten Insel Mykines ab und zerbrach in zwei Teile. Die Dorfbewohner konnten acht Menschen nur noch tot bergen.
  • 1996 stürzte eine dänische Militärmaschine beim Anflug auf Vágar ab. An Bord kam der Oberbefehlshaber der dänischen Streitkräfte ums Leben.

Themenverwandte Artikel

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Quellen

  • portal.fo: „unbekannt“ (Färöischsprachige Quelle400" data-file-height="180" />) (ohne Datum) B stop.svg160" data-file-height="160" /> Quelle nicht mehr online verfügbar
  • Portal.fo: „(Fotostrecke)“ (Färöischsprachige Quelle400" data-file-height="180" />) (ohne Datum)

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