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April 23, 2011

Mekongstaudamm in Laos: Länderkonferenz findet keinen Konsens

Mekongstaudamm in Laos: Länderkonferenz findet keinen Konsens

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Veröffentlicht: 15:55, 23. Apr. 2011 (CEST)
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Mekong in Laos

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Vientiane (Laos), 23.04.2011 – Die zwischenstaatliche Mekong River Commission (MRC) konnte in der laotischen Hauptstadt Vientiane keine Einigung über die Zukunft des laotischen Staudammprojekts, des Xayaburi-Staudamms über den Mekong-Fluss erzielen. Vertreter der Länder Laos, Thailand, Kambodscha und Vietnam saßen am Verhandlungstisch. Jetzt sollen die Minister der Länder im Oktober oder November 2011 eine Entscheidung treffen.

Die MRC hat sich zur Aufgabe gestellt, die nachhaltige Entwicklung des Mekong und seiner Einzugsgebiete zu fördern. China, das mehrere Staudämme am Oberlauf baut, ist nicht in der Kommission vertreten. Eine verbindliche Entscheidung kann die MRC nicht treffen, deshalb kann Laos das Projekt auch ohne Zustimmung der Kommission verwirklichen. Bei einem Bau des Damms werden gravierende Umweltschäden und erhebliche Nachteile für die am Fluss lebenden Menschen befürchtet.

Die vietnamesische Seite forderte eine zehnjähre Verschiebung des Bauprojekts. Diese Zeit solle man nutzen, um die Folgen für Mensch und Natur genau zu erforschen. In dieser Zeit müssten Lösungen für die Fischer, Bauern sowie die zu erwartenden Umweltschäden gefunden werden. Martin Geiger vom World Wide Fund For Nature (WWF) geht davon aus, dass die Fischwanderung im Fluss unterbrochen wird, die Fischer der Region könnten dadurch ihre Einkommensquelle verlieren. Gleiches gelte für die landwirtschaftlichen Flächen am Mekong, die mit dem Wasser aus dem Fluss bewässert werden. Aviva Imhof von der Organisation International Rivers hält die Folgen für unabsehbar.

Der geplante Staudamm mit angeschlossenem Wasserkraftwerk soll 1260 Megawatt Strom liefern. Der Bau würde umgerechnet 3,5 Milliarden US-Dollar kosten. Der produzierte Strom soll hauptsächlich nach Thailand exportiert werden.

Der Mekong wird mit seiner Länge von 4.350 Kilometern auch die „Mutter aller Flüsse“ genannt. Das Wasser fließt dabei über einen Höhenunterschied von 5.200 Meter von der Quelle bis zur Mündung. Mehr als 1.200 Fischarten leben im Fluss.

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April 22, 2011

Mehrstündiges Feuergefecht zwischen Thailand und Kambodscha

Mehrstündiges Feuergefecht zwischen Thailand und Kambodscha

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Veröffentlicht: 17:31, 22. Apr. 2011 (CEST)
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Bild einer Tempelanlage in der Region (Prasat Ta Muen Thom)

Bangkok (Thailand) / Phnom Penh (Kambodscha), 22.04.2011 – Vier tote Soldaten und acht Verwundete auf thailändischer Seite sowie drei tote kambodschanische Soldaten – das ist die Bilanz eines fünfstündigen bewaffneten Grenzkonflikts an der thailändisch-kambodschanischen Grenze im Bezirk Phanom Dong Rak in der Provinz Surin.

Nach thailändischen Angaben begannen die bewaffneten Auseinandersetzungen um 6:30 Uhr (Ortszeit) in der Nähe von Tempelanlagen im Bezirk Phanom Dong Rak. Die thailändische Seite wirft der kambodschanischen Armee vor, ein Abkommen verletzt zu haben, wonach es keiner Seite erlaubt ist, einen umstrittenen Hügel in der Region mit bewaffneten Einheiten zu überqueren. Die kambodschanische Seite soll demnach versucht haben, die Kontrolle über den Hügel zu übernehmen. Die Aufforderung von thailändischer Seite war von den kambodschanischen Soldaten mit der Eröffnung des Feuers auf die thailändischen Stellungen beantwortet worden – so die thailändische Darstellung. Die kambodschanische Seite gibt den thailändischen Truppen jedoch die Schuld am Beginn der Kampfhandlungen. Demnach sollen thailändische Soldaten am Morgen auf kambodschanisches Gebiet vorgedrungen sein.

Der Sprecher der thailändischen Armee, Sirijan Ngathong, erklärte, die kambodschanischen Truppen hätten zwei Tage vor dem heutigen Zusammenstoß damit begonnen, schwere Waffen in die Region in der Nähe der Tempelanlage von Prasat Ta Kwai zu bringen.

7.500 Einwohner in der Region auf thailändischer Seite wurden vorsichtshalber aus 20 Dörfern evakuiert. Zwischen beiden Seiten wurde Gewehr- und Artilleriefeuer ausgetauscht. Nach thailändischen Angaben detonierten in dem Dorf Santisuk mehrere Artilleriegranaten. Die zweite thailändische Armeedivision ordnete die Schließung eines Grenzübergangs im Kap Choeng-Distrikt zur kambodschanischen Seite auf unbestimmte Zeit an.

Bei den Streitigkeiten an der thailändisch-kambodschanischen Grenze handelt es sich um einen seit Jahrzehnten schwelenden Grenzkonflikt. Insbesondere geht es dabei um die Frage, welche Seite die Besitzrechte an berühmten Tempelanlagen in der Region für sich beanspruchen kann. Als besonders umstritten gilt die Tempelanlage bei Preah Vihear, die 900 Jahre alt ist.

Derweil wies ein thailändischer Armeesprecher Gerüchte zurück, wonach das Militär Thailands einen Putsch plane. Anfang Juli finden in Thailand Parlamentswahlen statt.

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Grenzkonflikt um Prasat Preah Vihear“.

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February 7, 2011

Grenzkonflikt zwischen Kambodscha und Thailand

Grenzkonflikt zwischen Kambodscha und Thailand

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Veröffentlicht: 17:24, 7. Feb. 2011 (CET)
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Tempel Preah Vihear

Preah Vihear (Kambodscha), 07.02.2011 – Die Entscheidung des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag von 1962 war klar: Die Ruinen von Preah Vihear gehören Kambodscha, auch wenn der Haupteingang des Tempels auf thailändischem Gebiet liegt. Montag zwei Uhr Ortszeit: ein erneuter Schusswechsel zwischen den Soldaten Thailands und Kambodschas. Der vierte seit Freitag. Schon fünf Menschen sind tot, obwohl man sich bereits am Samstag auf eine Waffenruhe geeinigt hatte. Ergebnis des thailändischen Artilleriefeuers: Ein Seitenflügel des Tempels ist eingestürzt.

Der kambodschanische Ministerpräsident Hun Sen forderte am Sonntag den UN-Sicherheitsrat zu einer Dringlichkeitssitzung auf, um die „Aggression“ Thailands zu stoppen. Panitan Wattanayagorn ein Sprecher der thailändischen Regierung, weist die Schuld den Kambotaschanern zu. Sie hätten angegriffen, Thailand habe lediglich seine Souveränität verteidigt.

Der Tempel sorgt seit Jahrzehnten für Spannungen zwischen Phnom Penh und Bangkok. Es handelt sich um einen Hindutempel der Khmer aus dem 10. bis 12. Jahrhundert. Er steht auf einem 525 Meter hohen Felshügel in den Dongrek-Bergen, deren Wasserscheide die Grenze zwischen der thailändischen Provinz Si Saket und Kambodscha bildet. Im Jahre 2008 wurde der Tempel als Weltkulturerbe der UNESCO eingetragen.

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November 23, 2010

Kambodscha: Über 300 Tote bei Massenpanik in Phnom Penh

Kambodscha: Über 300 Tote bei Massenpanik in Phnom Penh

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Veröffentlicht: 17:39, 23. Nov. 2010 (CET)
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Phnom Penh (Kambodscha), 23.11.2010 – Mindestens 378 Tote gab es am Montag um 21.30 Uhr Ortszeit bei einer Massenpanik in der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh. Ein Regierungssprecher sprach außerdem von 755 Verletzten. Ministerpräsident Hun Sen bezeichnete den Vorgang als die „größte Tragödie seit 31 Jahren nach dem Pol-Pot-Regime“.

Menschenmassen, die sich zum traditionellen Wasserfest in der Hauptstadt aufhielten, gerieten offenbar auf einer Brücke über den Mekong in Panik. Gegenüber AFP berichtete ein 23-jähriger Augenzeuge: „Wir haben gerade die Brücke zu der Insel überquert, als jemand von der anderen Seite gedrückt hat.“ Daraufhin gerieten die Menschen in Unruhe und begannen „zu rennen und sind übereinander gefallen. Ich bin auch hingefallen und habe nur überlebt, weil mich jemand hochgezogen hat.“ Viele Menschen sollen bei dem Vorfall von der Brücke gefallen sein oder wurden totgetrampelt. Die meisten Opfer starben durch Erstickung oder an inneren Blutungen infolge der Massenansammlung vieler Menschen auf engstem Raum.

Anlässlich des Wasserfestes erwarten die Behörden bis zu vier Millionen Menschen in der Hauptstadt. Nach Behördenschätzungen waren zwei Millionen Menschen zum Zeitpunkt des Unglücks in der Stadt.

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November 6, 2009

Thailand: Botschafter aus Kambodscha abgezogen

Thailand: Botschafter aus Kambodscha abgezogen

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Veröffentlicht: 22:21, 6. Nov. 2009 (CET)
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Golf von Thailand

Bangkok (Thailand) / Phnom Penh (Kambodscha), 06.11.2009 – Die Beziehungen zwischen den benachbarten ostasiatischen Ländern Kambodscha und Thailand sind erneut belastet. Nachdem die Regierung in Phnom Penh am Donnerstag, dem 5. November, im Vorfeld des Gipfeltreffens der ASEAN-Staaten in Tōkyō, das am heutigen Freitag begann, bekannt gegeben hatte, sie habe dem ehemaligen thailändischen Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra politisches Asyl in Kambodscha gewährt und ihn zum Regierungsberater in Wirtschaftsfragen ernannt, zog die thailändische Regierung ihren Botschafter aus Kambodscha ab. Dieser Schritt wurde von der kambodschanischen Regierung im Gegenzug mit der sofortigen Abberufung ihres Botschafters aus Thailand beantwortet.

Thaksin Shinawatra war im Jahr 2006 durch einen Militärputsch in Thailand gestürzt und 2008 von dem höchsten Gericht des Landes wegen Korruption und Amtsmissbrauch zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Thaksin hatte sich der Vollstreckung des Urteils jedoch entzogen, in dem er sich ins Ausland absetzte. Der kambodschanische Ministerpräsident Hun Sen bezeichnete Thaksin jedoch als politisch Verfolgten und verglich ihn mit der in Myanmar inhaftierten Oppositionspolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi.

Wegen eines seit Jahren andauernden Streits um die Besitzrechte an der Tempelanlage von Preah Vihear sind die Beziehungen zwischen den beiden Ländern angespannt. Nach der Entscheidung über die Berufung Thaksins als Wirtschaftsberater überlegt die thailändische Regierung jetzt, auch die Verhandlungen mit Kambodscha über die gemeinsame Nutzung des Festlandsockels im Golf von Thailand, in dem Erdöl- und Erdgasvorkommen vermutet werden, aufzukündigen. Dabei geht es um ein Gebiet mit sich überlappenden Grenzen von rund 26.000 Quadratkilometern. Das teilte der thailändische Außenminister Kasit Piromya am Rande des ASEAN-Gipfels mit. Wie der Minister weiter sagte, stagnierten die Verhandlungen seit acht Jahren ohne nennenswerte Fortschritte. Thailand werde nun versuchen, die rechtlich ungeklärte Situation im Golf von Thailand auf anderem Weg entsprechend internationalem Recht zu lösen.

Beobachter vermuten, mit der Ernennung Thaksins als Regierungsberater in Kambodscha werde sowohl von interessierter kambodschanischer Seite als auch von Anhängern Thaksins in Thailand eine Strategie verfolgt, mit der der Boden für eine Rückkehr Thaksins in die thailändische Politik bereitet werden solle. Das Interesse Kambodschas an einer erneuten politischen Machtübernahme durch Thaksin ist durch die Hoffnung begründet, so könnte es Kambodscha gelingen, einen größeren Anteil bei der Förderung der vermuteten Öl- und Erdgasreserven im Golf von Thailand herauszuholen, berichtet die Bangkok Post.

Innenpolitisch verhalf die Entscheidung, den Botschafter Thailands aus dem Nachbarland zurückzurufen, dem amtierenden Ministerpräsidenten Abhisit Vejjajiva zu einem rasanten Anstieg seiner laut Umfragen ermittelten Popularitätswerte. Laut der in Bangkok erscheinenden englischsprachigen Zeitung „The Nation“ stiegen die Zustimmungswerte zur Politik des Ministerpräsidenten in kurzer Zeit um fast das Dreifache.

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April 25, 2008

Kambodscha: Kölner wegen Kindesmissbrauchs zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt

Kambodscha: Kölner wegen Kindesmissbrauchs zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt

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Veröffentlicht: 19:42, 25. Apr. 2008 (CEST)
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Phnom Penh (Kambodscha), 25.04.2008 – „Ich habe nichts Böses in Kambodscha gemacht. Ich habe kambodschanischen Mädchen das Leben gerettet.“ So soll ein 61-jähriger Deutscher, der Anfang November des vergangenen Jahres von der Polizei zusammen mit einem 14 Jahre alten Mädchen zusammen in seinem Hotelzimmer erwischt wurde, die nun anstehenden zwei Jahre Gefängnis kommentiert haben. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Jopen Reimund Hubert aus Köln Prostituierte im Alter zwischen 14 und 15 Jahren bezahlt hatte, um sexuelle Handlungen an ihnen zu begehen. Auf dem Laptop des Mannes soll kinderpornographisches Material gefunden worden sein.

Der Verurteilte muss neben der Haftstrafe, die er in Kambodscha absitzen wird, eine Entschädigungszahlung in Höhe von 2.000 US-Dollar leisten.

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November 2, 2007

Verdacht auf Kindesmissbrauch: 61-jähriger Kölner verhaftet

Verdacht auf Kindesmissbrauch: 61-jähriger Kölner verhaftet

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Veröffentlicht: 17:47, 2. Nov. 2007 (CET)
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Luftbild von Phnom Penh

Phnom Penh (Kambodscha), 02.11.2007 – Nachdem Polizisten sein Hotelzimmer durchsucht und ihn zusammen im Bett mit einer 14-Jährigen gefunden hatten, wurde am gestrigen Donnerstag ein Deutscher in Phnom Penh verhaftet. Jetzt wird dem 61-jährigen Hubert J. R. Ausschweifung vorgeworfen, ein Vergehen, das eine ganze Reihe sexueller Straftaten beinhaltet. Im Falle einer Verurteilung drohen dem Deutschen bis zu 20 Jahren Gefängnis.

Es ist nach wie vor unklar, was der 61-jährige Mann mit dem Mädchen gemacht hatte, als die Polizisten in sein Hotelzimmer eindrangen. Eine Polizeiquelle gab an, dass Reimund in Unterwäsche schlafend neben dem Mädchen vorgefunden wurde. Weiterhin wird er verdächtigt, bereits zuvor mehrere Male mit der 14-Jährigen sexuelle Kontakte gehabt zu haben. Das Mädchen bestätigte dies später der Polizei.

Samleang Seila, der Leiter der französischen Organisation „Pour Les Enfants“ in Kambodscha, gab gegenüber der Nachrichtenagentur AFP an, Reimund schon seit 2006 zu beobachten und diesen häufig in Begleitung junger Mädchen angetroffen zu haben. „Kambodscha ist noch sehr labil. Geld ist hier sehr wichtig und mit Geld kann jeder machen was er will“, verweist ein UNICEF-Mitarbeiter auf die Methoden der Pädophilen. Durch Armut und Mangel an Bildung ist es für Pädophile relativ einfach, Opfer zu verführen.

Das südostasiatische Land hat nach wie vor einen eher schlechten Ruf als ein relativ sicheres Gebiet für Pädophile – trotz etlicher Verurteilungen von Ausländern in der Vergangenheit. Erst im März dieses Jahres wurden zwei deutsche Männer für schuldig befunden, sich an vietnamesischen Mädchen im Alter zwischen zehn und 14 Jahren vergangen zu haben, und müssen nun eine langjährige Haftstrafe absitzen. Im April verurteilte das gleiche Gericht den 61-jährigen Deutschen Walter Muze aus Stuttgart wegen sexueller Kontakte mit einem 13-jährigen kambodschanischen Mädchen.

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June 26, 2007

Kambodscha: Flugzeug vom Radarschirm verschwunden

Kambodscha: Flugzeug vom Radarschirm verschwunden

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Veröffentlicht: 10:50, 26. Jun. 2007 (CEST)
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Siem Reap (Kambodscha), 26.06.2007 – Ein Flugzeug des Typs Antonov AN-24, das am 25. Juni am frühen Morgen in Siem Reap in der Nähe der antiken Tempelanlage Angkor Wat gestartet war, verschwand einige Stunden später gegen elf Uhr Ortszeit, fünf Minuten vor dem geplanten Landezeitpunkt, von den Radarschirmen. Insgesamt sollen nach letzten Angaben der ARD-Tagesschau 27 Personen an Bord gewesen sein, darunter außer der kambodschanischen Crew ein russischer Kopilot, drei Tschechen und 13 Südkoreaner. Ziel des Fluges war die Küstenstadt Sihanoukville.

Es wird befürchtet, dass die Maschine abgestürzt ist und es möglicherweise keine Überlebenden gibt. Suchmannschaften suchten in der Region Kampot, einem gebirgigen Dschungelgebiet etwa 150 Kilometer südlich von Pnom Penh, nach dem Flugzeug. Nach Angaben des Gouverneurs Thach Khorn haben Rettungskräfte inzwischen Teile der Maschine gefunden. Rettungsfahrzeuge seien nach Khorns Angaben auf dem Weg zur Absturzstelle.

Die Antonov gehörte der kleinen kambodschanischen Fluglinie PMT Air, die seit Januar Linienflüge zwischen Siem Reap und Sihanoukville anbietet.

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January 13, 2007

Führer der südostasiatischen Staaten treffen sich auf den Philippinen

Führer der südostasiatischen Staaten treffen sich auf den Philippinen

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Artikelstatus: Fertig 17:48, 13. Jan. 2007 (CET)
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Cebu (Philippinen), 13.01.2007 – Bei dem alljährlich stattfindenden Treffen der Mitgliedsstaaten der ASEAN vereinbarten die Regierungschefs der Länder eine engere wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit. Die im Jahr 1967 gegründete Organisation ist ein Zusammenschluss von zehn Ländern in Südostasien und hat zusammen über 530 Millionen Einwohner.

Die Führer erklärten sich bereit, Informationen zur Terrorismusbekämpfung auszutauschen und die Rechte von Immigranten besser zu schützen. Die Schaffung einer Freihandelszone ist bis 2015 geplant, fünf Jahre früher, als ürsprünglich vorgesehen. China, Japan und Südkorea, die ab morgen an einem erweiterten Treffen teilnehmen werden, könnten ebenfalls in eine solche aufgenommen werden. Weitere Themen waren die Bekämpfung der Armut in der Region und gemeinsame Maßnahmen gegen Grenzkriminalität.

Im Bezug auf die Lage in Myanmar herrschte trotz guter Gespräche zwischen den Parteien Uneinigkeit bei den Treffen im Shangri-La-Hotel. Indonesiens Präsident Yudhoyono fragte auf der gestrigen Eröffnungsveranstaltung: „Wie können wir helfen, wenn es keine Fortschritte gibt?“ Bereits diese Woche hatten die Außenminister der Organisation größere Anstrengungen bei Fragen wie der nationalen Aussöhnung und Verbesserung demokratischer Verhältnisse gefordert. Einige Staaten sind der Meinung, dass in die inneren Angelegenheiten des vom Militär regierten Landes nicht eingegriffen werden solle, andere verweisen auf Menschenrechtsverletzungen in Myanmar. Ein Sprecher von ASEAN kommentierte die Stimmung gegenüber Pressevertretern mit den Worten: „Die Organisation ist ziemlich zerstritten in dieser Frage.“

Mitgliedstaaten der ASEAN

Erst am Freitag war eine von den Vereinigten Staaten in den UN-Sicherheitsrat eingebrachte Resolution gegen Myanmar mit den Forderungen, alle politischen Gefangenen freizulassen und die Angriffe auf Minderheiten und die Verfolgung der Opposition im Land zu stoppen, an den Vetostimmen von China und Russland gescheitert.

Auch die Schaffung einer Charta könnte zu einer Herausforderung werden. Einige südostasiatische Staaten unterstützen schon seit längerer Zeit eine gemeinsame Satzung. Aber die vorgeschlagenen Zusätze, Abstimmungen durchzuführen anstatt Entscheidungen im Konsens zu fällen, und die mögliche Ausschließung von Mitgliedern bei ersthaften Regelverstößen, könnten besonders für die Militärjunta in Myanmar schwer zu verkraften sein, da es die Mitgliedschaft des Landes gefährden könnte, wenn weiterhin demokratische Veränderungen blockiert werden.

Mehr als 8.000 Polizisten und Soldaten wurden mobilisiert, um das Treffen zu sichern. Trotzdem gelang es gestern Demonstranten, die Absperrungen zu durchbrechen und in Richtung des Veranstaltungsortes vorzudringen, bevor sie von Sicherheitskräften aufgehalten wurden. Für den heutigen Samstag wurden ebenfalls Proteste angekündigt. Im Vorfeld war es schon zu drei Bombenanschlägen im südlichen Teil der Philippinen gekommen, die insgesamt sieben Menschen in den Tod rissen.

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July 21, 2006

Ta Mok, der „Schlächter“ der Roten Khmer, ist tot

Ta Mok, der „Schlächter“ der Roten Khmer, ist tot

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Artikelstatus: Fertig 23:25, 21. Jul. 2006 (CEST)
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Phnom Penh (Kambodscha), 21.07.2006 – Der berüchtigte „Schlächter“ der Roten Khmer, der sich das Pseudonym „Ta Mok“ zugelegt hatte, verstarb am Freitagmorgen (Ortszeit) in einem Militärkrankenhaus in der Hauptstadt Kambodschas, Phnom Penh, im Alter von 82 Jahren nach mehrtägigem Koma. Er wurde seit Ende Juni wegen Tuberkulose, Atemnot und Bluthochdruck behandelt.

Dies gab sein Anwalt am Freitag bekannt. Ta Mok ist seit 1998 in Haft (nach anderen Angaben seit 1999). Erst vor zehn Tagen waren von der Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen ihn aufgenommen worden. Er sollte im Zusammenhang mit einem Sondertribunal zur Untersuchung der Verbrechen der Roten Khmer angeklagt werden, dessen Eröffnung für 2007 geplant ist. Von 1975 bis 1979 hatte er als Militärchef eine führende Position im Machtapparat der Roten Khmer inne. Unter der Führung des 1998 ebenfalls verstorbenen Pol Pot wurde in dem südostasiatischen Land ein unvergleichliches Blutbad angerichtet, dem nach Schätzungen etwa zwei Millionen Kambodschaner im Namen des „Kommunismus“ zum Opfer gefallen sind. Wenn die Menschen nicht direkt hingerichtet wurden, starben sie durch Hunger und menschenunwürdige Lebensumstände. Im Jahr 1979 machte das vietnamesische Militär der Herrschaft der Roten Khmer ein Ende.

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