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June 27, 2005

Neue Anklagepunkte im Mordfall Bochum-Hordel

Neue Anklagepunkte im Mordfall Bochum-Hordel

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Bochum (Deutschland), 27.06.2005 – Im Mordprozesss gegen den 24-jährigen Bochumer Altenpflege-Azubi Christian A. kamen neue Anklagepunkte zur Sprache: Der Angeklagte A. soll seine auf dem Sofa schlafende Ehefrau (26) erwürgt und sich anschließend an ihr vergangen haben. Die Kriminalpolizei hatte A. zwei Tage nach der Tat im November 2004 in Hamburg gefasst, nach Bochum überführt und verhört.

Während des Verhandlungstages am Freitag, dem 24. Juni 2005, wurden nun Aussagen des Angeklagten aus dem Polizeiprotokoll zitiert. Er hatte damals der Polizei gestanden, dass es nach der Tötung auch kurz zum Geschlechtsverkehr gekommen sei. Nach der Tat sei er nach Hamburg geflüchtet, um sich auf St. Pauli ein letztes Mal zu berauschen und anschließend mit Tabletten zu vergiften. Als Tatmotiv hatte A. Geld- und Beziehungsprobleme, Zukunfts- und Versagensängste angegeben.

Das Gericht muss nun klären, ob ein Mordfall aus Heimtücke und zur Befriedigung des Geschlechtstriebes vorliegt. Des Weiteren liegt eine „Störung der Totenruhe“ vor. Christian A. droht somit weiterhin lebenslänglich.

Während der Verlesung des Polizeiprotokolls gab A. an, sich an viele Aussagen nicht mehr erinnern zu können. Auf die Frage des Richters Hans-Joachim Mankels, ob A. die Tat verdränge, antwortete dieser: „Davon geh’ ich aus.“ Der nächste Verhandlungstag ist auf Montag, den 4. Juli 2005 gesetzt.

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June 1, 2005

Angeklagter Ehemann schweigt beim Prozessauftakt im Mordfall Bochum-Hordel

Angeklagter Ehemann schweigt beim Prozessauftakt im Mordfall Bochum-Hordel

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Bochum (Deutschland), 01.06.2005 – Ein 24-jähriger Auszubildender soll seine 26-jährige Ehefrau im Schlaf erwürgt haben. Zum Prozessauftakt am 24. Mai 2005 in Bochum wies der vorsitzende Richter Hans-Joachim Mankel den 24-jährigen Christian A. ausdrücklich darauf hin, dass außer dem Mordmerkmal der Heimtücke aus der Anklage auch das Mordmerkmal der „Befriedigung des Geschlechtstriebes“ in Betracht kommen könne. Dem Angeklagten droht „lebenslänglich“.

Die Tat ereignete sich in der gemeinsamen Wohnung des Ehepaares in Bochum-Hordel am 23. November 2004. Der Angeklagte Christian A. hatte dort seine auf dem Sofa schlafende Frau erwürgt und war mit dem gemeinsamen Personenkraftwagen nach Hamburg geflohen. Dort hatte ihn die Polizei kurze Zeit später in einer Bar der Vergnügungsmeile St. Pauli festgenommen und nach Bochum überführt.

Die Staatsanwaltschaft wirft Christian A. vor, die Arg- und Wehrlosigkeit seiner Frau bewusst ausgenutzt zu haben. Somit sei das Mordmerkmal der Heimtücke gegeben, weshalb die Anklage von „Totschlag“ in „Mord“ umgewandelt wurde.

Christian A. schweigt zur Tat. Bei der Polizei hatte er ausgesagt, seine Frau aus „einer momentanen Verstimmung“ heraus erwürgt zu haben. Er habe eine persönliche Lebenskrise und hohe Schulden, von Mord wolle er nichts wissen. Daher bleibt das Motiv weiterhin unklar, zumal A. sich auch beim Prozessauftakt nicht zur Tat äußern wollte.

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