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December 7, 2014

Jemen: Zwei westliche Geiseln sind tot

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Jemen: Zwei westliche Geiseln sind tot

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Veröffentlicht: 19:37, 8. Dez. 2014 (CET)
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Lage des Gouvernements Schabwa

Washington D.C. (Vereinigte Staaten) / Aden (Jemen), 07.12.2014 – Der US-amerikanische Journalist britischer Herkunft Luke Somers und eine weitere westliche Geisel von al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel, der südafrikanische Lehrer Pierre Korkie, sind tot. Das sagte der noch amtierende US-Verteidigungsminister Chuck Hagel bei einem Besuch in Kabul, Afghanistan. Die beiden Männer wurden während einer Befreiungsaktion im jemenitischen Gouvernement Schabwa getötet. Der Einsatz der US-amerikanischen Spezialkräfte fand in der Nacht von Freitag auf Samstag statt und hatte nicht den gewünschten Erfolg. Einer der Geiselnehmer musste den Berichten zufolge austreten und entdeckte die US-Soldaten bei ihrem Vorrücken auf das Versteck der Terroristen. Es kam zu einem Schusswechsel zwischen den Soldaten und den Terroristen, in dessen Verlauf einer der al-Qaida-Angehörigen in das Gebäude rannte, in der die beiden Geiseln festgehalten wurden, und Schüsse auf Somers und Korkie abfeuerte. Einer der beiden verstarb dann im Hubschrauber, der andere auf der Lazarettstation des US-Kriegsschiffes „Makin Island“ vor der Küste des Landes.

Zehn al-Qaida-Angehörige wurden durch die US-Sondereinheit getötet. Dass die beiden Geiseln eventuell während des rund halbstündigen Schusswechsels durch Friendly Fire zu Schaden kamen, ist nach US-Angaben nicht möglich.

US-Präsident Barack Obama nannte die Tötung Somers′ einen „barbarischen Mord“. Obama verwies auf das Video, in dem mit der Tötung von Somers gedroht worden war, falls die amerikanische Regierung Forderungen von al-Qaida nicht erfüllen würde, und weil auch „andere Informationen andeuteten, dass Lukes Leben in unmittelbarer Gefahr war“, habe er den Befreiungsversuch genehmigt. Nach Angaben von Generalmajor Ali al-Ahmadi, des nationalen Sicherheitschefs des Jemen, hätten die Terroristen Somers am Sonntag töten wollen.

Die südafrikanische Hilfsorganisation „Gift of the Givers“ sagte, dass Korkies Freigabe nur einen Tag später hätte stattfinden sollen. Das hätten Verhandlungen mit al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel ergeben, in deren Verlauf auch ein Lösegeld bezahlt worden sei. Korkie und seine Frau waren im Mai 2013 in die Gewalt der Terroristen gelangt. Seine Frau war bereits am 10. Januar freigelassen worden. Ein nichtbenannter US-Regierungsangehöriger sagte gegenüber der BBC, man habe nicht gewusst, dass Korkie und Somers gemeinsam festgehalten wurden.

Eine Geiselbefreiungsaktion Ende November führte nicht zur Befreiung Somers′, weil dieser mit einer weiteren Geisel nur wenige Tage zuvor weggebracht worden war. Bei der Aktion wurden jedoch acht andere Geiseln aus der Hand ihrer Entführer befreit.

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Quellen[Bearbeiten]

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June 30, 2009

Komoren: Airbus ins Meer gestürzt

Filed under: Aden,Luftfahrt allg.,Themenportal Unfall,Veröffentlicht — admin @ 5:00 am

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Komoren: Airbus ins Meer gestürzt

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Veröffentlicht: 19:35, 30. Jun. 2009 (CEST)
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Lage der Komoren vor Afrika

Aden (Jemen) / Moroni (Komoren), 30.06.2009 – Ein Airbus A310-304 der jemenitischen Fluggesellschaft Yemenia ist auf dem Flug von Sana nach Moroni kurz vor der Landung gegen 1:50 Uhr Ortszeit ins Meer gestürzt. Die Zahl der Opfer ist unklar. Zwar wurden schon Leichen geborgen, jedoch konnte ein Kleinkind lebend aus dem Meer gerettet werden. Insgesamt waren 142 Passagiere und 11 Besatzungsmitglieder in dem Flugzeug.

Frankreich hat Flugzeuge und Schnellboote von den französischen Besitzungen Mayotte und Reunion aus an die Absturzstelle geschickt, um die Bergungsarbeiten zu unterstützen. Außerdem erhielten mehrere Fregatten Frankreichs und Italiens, die im Rahmen der Operation Atalanta am Horn von Afrika eingesetzt werden, Befehl, Kurs auf die Absturzstelle zu nehmen. Diese liegt nach Angaben von Ibrahim Kassim, einem Vertreter der afrikanischen Luftsicherheitsbehörde Asecna, fünf bis zehn Kilometer von der Hauptinsel der Komoren entfernt.

Die Mehrzahl der Passagiere sollen Franzosen oder Bürger der Komoren sein. Dem Auswärtigen Amt in Berlin liegen keine Erkenntnisse vor, dass Deutsche an Bord waren. Aus inoffiziellen Quellen am Flughafen in Moroni wurde bekannt, dass 66 Franzosen an Bord gewesen seien. Auf den Flughäfen in Paris und Marseille, wo die meisten Passagiere von Flug 626 am Montag eingecheckt hatten, wurden Krisenzentren eingerichtet.

Zum Zeitpunkt des Absturzes herrschte auf den Komoren schlechtes Wetter. Einer der Manager der Fluggesellschaft erklärte, dass am Boden eine Windgeschwindigkeit von 61 km/h gemessen wurde.

Die 19 Jahre alte Maschine gehörte bereits mehreren Fluggesellschaften und wurde seit September 1999 von Yemenia eingesetzt. Insgesamt soll das Flugzeug mehr als 17.000 Starts- und Landungen und etwa 51.900 Flugstunden absolviert haben.

Der französische Verkehrsminister Dominique Bussereau erklärte im Radiosender Europe 1: „Das Unglück hat nichts mit dem Flugzeug zu tun“ und machte schlechte Wartung durch die Fluggesellschaft für den Unfall verantwortlich. Die Fluggesellschaft besitzt nach den Angaben auf ihrer Website vier Maschinen des verunglückten Typs. Es handelt sich um den ersten tödlichen Unfall der Airline, allerdings kam es schon zweimal zu einem Überschießen der Landebahn. Die Fluggesellschaft wird derzeit nicht auf der Schwarzen Liste der Europäischen Union geführt, allerdings wurden durch die französische Luftfahrtbehörde bei dem verunglückten Flugzeug im Jahr 2007 Mängel festgestellt. Es wurde seitdem nicht mehr in der EU eingesetzt.

Bei dem Unglück handelt es sich um den zweiten Airbus, der innerhalb eines Monats über dem Meer abstürzte.

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Yemenia-Flug 626“.

Themenverwandte Artikel

Quellen

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October 27, 2008

Nach Unwettern Überflutungen im Jemen

Nach Unwettern Überflutungen im Jemen – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Nach Unwettern Überflutungen im Jemen

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Veröffentlicht: 20:52, 27. Okt. 2008 (CET)
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Die Überreste der Deep Depression ARB 02 über dem Golf von Aden

Aden (Jemen), 27.10.2008 – Mindestens 65 Tote und 20.000 Menschen, die ihre Häuser verlassen mussten, sind die Bilanz der Starkregenfälle im Südosten des Jemen. Die Zahl der Opfer kann noch steigen. Nach dem Landfall eines tropischen Tiefdruckgebietes hatte tagelanger Dauerregen vor allem in den armen Gouvernements Hadramaut und al-Mahra für Überflutungen gesorgt. Mindestens 1700 Häuser wurden nach Regierungsangaben zerstört. Der jemenitische Staatspräsident Ali Abdullah Salih hatte am Freitag, den 24. Oktober 2008 in den beiden Gouvernements den Notstand ausgerufen.

Hadramaut war am stärksten von dem Unwetter betroffen.

Die zum UNESCO-Welterbe gehörende Stadt Schibam wurde ebenfalls überschwemmt. Die oft besuchten mittelalterlichen Hochhäuser im „Manhattan der Wüste“ drohen einzustürzen, weil das Wasser den Lehm auflöst, aus dem sie gebaut sind. Mit Hubschraubern wurden Touristen aus Ayfan ausgeflogen. Straßen wurden überschwemmt, so dass die abgeschnittenen Menschen durch Hubschrauber mit Lebensmitteln, Trinkwasser und Medikamenten versorgt werden mussten.

Die Betroffenen machen die Behörden für das Desaster verantwortlich. So hätten korrupte Behörden den Bau von Häusern in Überschwemmungsgebieten zugelassen, und jetzt fehle es an Unterstützung durch Regierungsbeamte. „Sie sind weg, und sie werden weder heute noch in 100 Jahren hier auftauchen“, kommentierte der etwa 60-jährige Jaslam bin Tarki, ein Bewohner der betroffenen Gebiete, wenig hoffnungsvoll.

Nach Angaben des Polizeichefs von Hadramaut, Hamid al-Charaschi, werden noch viele Menschen vermisst. Vor der Hafenstadt Naschtun lief aufgrund des Sturmes ein Frachter auf Grund, die Insassen konnten gerettet werden.

Quellen

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December 28, 2005

Fünfköpfige deutsche Familie im Jemen entführt

Fünfköpfige deutsche Familie im Jemen entführt

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Artikelstatus: Fertig 00:00, 29. Dez. 2005 (CET)
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Lage des Jemen

Sanaa (Jemen), 28.12.2005 – Im Jemen wurde eine fünfköpfige Familie aus Deutschland entführt. Dabei handelt es sich um die Familie des ehemaligen Staatssekretärs im Auswärtigen Amt, Jürgen Chrobog.

Die fünf Personen, die sich seit dem 24. Dezember in dem Land aufhalten, waren Teil einer größeren Gruppe, die mit einem Konvoi unterwegs waren. Die Familie war mit einem eigenen Fahrzeug unterwegs und blieb aus bisher unbekannten Gründen hinter der Gruppe zurück. Der Reiseveranstalter informierte am Mittwoch die deutsche Botschaft in Sanaa, die wiederum das Auswärtige Amt informierte, welches daraufhin einen Krisenstab einrichtete. Eine Entführung wurde zu dem Zeitpunkt schon nicht ausgeschlossen, was sich kurze Zeit später bestätigte.

Ein Sprecher der jemenitischen Regierung sagte danach, die fünf Deutschen seien auf der Fahrt von der Hafenstadt Aden in die östliche Provinzhauptstadt Schabwa, rund 460 Kilometer östlich von Sanaa, entführt worden. Nach Angaben jemenitischer Behörden wurde Jürgen Chrobog, zusammen mit seiner Frau und seinen drei Söhnen, am Mittwochmittag (Ortszeit) zusammen mit ihrem jemenitischen Fahrer und dem Reiseleiter aus einem Restaurant verschleppt. Die genauen Umstände der Entführung sind noch unklar. Verschiedene Medien berichten davon, dass die beiden Geländewagen der Familie Chrobog von Soldaten begleitet wurden. Die Soldaten hätten sich im Ort El Aram zum Mittagessen zurückgezogen, wodurch die Entführung möglich wurde.

Die Entführer, vermutlich bewaffnete Stammensangehörige, haben nach Angaben des jemenitischen Regierungssprechers noch keine Forderungen gestellt. Die fünfköpfige Familie hat nach Angaben des Reiseveranstalters „Studiosus“ den Jemen auf Einladung des ersten stellvertretenden jemenitischen Außenministers, der früher Botschafter seines Landes in Deutschland war, bereist.

Jürgen Chrobog (1995)

Einer der Entführer sagte in einem Telefonat mit der Nachrichtenagentur Reuters, dass das Leben der Geiseln nicht gefährdet sei. Der Entführer bezeichnete die Geiseln als „Gäste unseres Stammes“. Offenbar fordern die Entführer die Freilassung von fünf Stammesangehörigen, die wegen verschiedener Verbrechen, darunter auch Mord, eine Haftstrafe verbüßen.

Der letzte Entführungsfall geschah genau heute vor einer Woche: Am 21. Dezember wurden zwei Österreicher in der Provinz Marib verschleppt und kamen am Heiligabend wieder frei. Bereits 1997 und 1999 waren Bundesbürger von Entführungen in Jemen betroffen. Vier Touristen waren 1997 bei einem Abenteuerurlaub östlich der Stadt Maarib verschleppt worden, zehn Tage später wurden sie befreit. 1999 wurden ebenfalls vier Deutsche vier Wochen lang im Jemen festgehalten. Seit 1990 wurden zirka 200 Touristen gekidnappt. In den meisten Fällen hatten die Entführer von der jemenitischen Regierung Gegenleistungen für die Freilassung der Geiseln gefordert.

Das Auswärtige Amt rät in einem Sicherheitshinweis vom 27.12.2005, Reisen im Jemen immer durch eine Reiseagentur organisieren zu lassen und von Einzelreisen durch das Land dringend abzusehen.

Jürgen Chrobog war im Jahr 2003 als Leiter des Krisenstabes an den Verhandlungen über die Freilassung deutscher Touristen beteiligt, die in der Sahara im Süden Algeriens verschleppt worden waren.

Themenverwandte Artikel

  • Jürgen Chrobog mit Familie in Köln eingetroffen (03.01.2006)
  • Familie Chrobog ist frei (31.12.2005)
  • Verhandlungen über die Freilassung von Jürgen Chrobog und seiner Familie (29.12.2005)

Quellen

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