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October 7, 2009

Falschmeldung von einem Rücktritt Wolfgang Schäubles auf einer CDU-Website

Falschmeldung von einem Rücktritt Wolfgang Schäubles auf einer CDU-Website

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Veröffentlicht: 19:29, 7. Okt. 2009 (CEST)
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Gengenbach (Deutschland), 07.10.2009 – Für kurze Zeit war heute auf der Website des CDU-Stadtverbandes Gengenbach zu lesen, dass Wolfgang Schäuble als Bundesinnenminister zurückgetreten sei und für dieses Amt in der kommenden Regierung nicht mehr zur Verfügung stehe. Gengenbach ist Wolfgang Schäubles Wohnort. Wie sich bald herausstellte, handelte es sich um eine Falschmeldung, die Hacker auf der Website platzieren konnten. Nun schreibt die Gengenbacher CDU, die Meldung sei frei erfunden und entbehre jeglicher Grundlage.

Die Falschmeldung enthielt Anspielungen auf Wolfgang Schäubles Politik als Innenminister. So wurde unter anderem folgendes erfundene Zitat auf die Internetseite gestellt: „Auf einer Sitzung des CDU-Stadtverbandes Gengenbach erklärte der Politiker seine Entscheidung mit der immer lauter werdenden Kritik der letzten Monate, die er ‚sich sehr zu Herzen genommen habe‘“. Außerdem stand in der gefälschten Nachricht, Schäuble habe eingesehen, den Bogen überspannt zu haben und die Bürger Deutschlands unter Generalverdacht gestellt zu haben.

Quellen

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June 6, 2007

G8-Proteste: dpa-Falschmeldung findet weite Verbreitung, wird aber kaum korrigiert

G8-Proteste: dpa-Falschmeldung findet weite Verbreitung, wird aber kaum korrigiert

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Artikelstatus: Fertig 21:59, 6. Jun. 2007 (CEST)
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Rostock (Deutschland), 06.06.2007 – „Wir müssen den Krieg in diese Demonstration reintragen“, soll ein Redner auf der Großdemo gegen den G8-Gipfel in Rostock gesagt haben. Diese Aussage wurde im Zusammenhang mit den späteren Ausschreitungen in verschiedenen Medienberichten als Aufruf zur Gewalt bei Demonstrationen um Heiligendamm gewertet. Medien in ganzen deutschsprachigen Raum übernahmen diese Meldung. Doch das Ganze stellt sich nun anscheinend als Übersetzungsfehler heraus.

Demo-Mitveranstalter attac widersprach inzwischen vehement dieser Darstellung. Es geht dabei um ein Zitat des philippinischen Globalisierungskritikers und Trägers des Alternativen Nobelpreises, Walden Bello. Seine auf englisch gehaltene Rede soll die Worte „Today, we do not marginalize the issue of war […], but make it central to our demands. We say, the US and Britain must withdraw from Iraq immediately“ enthalten haben. Gemeint war damit also, „dass es nötig ist, das Thema Krieg in die G8-Proteste einzubeziehen. Gemeint war der Krieg im Irak. Die Aussage bezog sich nicht auf die Auseinandersetzungen zwischen Protestteilnehmern und der Polizei am Rande der Kundgebung“, so attac und bat eindringlich um eine klarstellende Berichterstattung.

Bisher haben nur wenige Zeitungen diese Falschmeldung korrigiert, unter ihnen Spiegel Online: „SPIEGEL ONLINE bedauert, die fehlerhafte Übersetzung von dpa übernommen zu haben.“

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