WikiNews de

July 3, 2006

Tschads Ex-Präsident Hissène Habré muss sich vor Gericht verantworten

Tschads Ex-Präsident Hissène Habré muss sich vor Gericht verantworten

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 22:15, 3. Jul. 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Banjul (Gambia), 03.07.2006 – Der Ex-Präsident des Tschad, Hissène Habré, muss sich in Senegal wegen schwerer Menschenrechtsvergehen vor Gericht verantworten. Diesen endgültigen Entscheid trafen die Staatschefs der Afrikanischen Union (AU) bei ihrem Gipfeltreffen in Gambias Hauptstadt Banjul.

Der senegalesische Präsident Abdoulaye Wade gab den Beschluss bekannt. Ein Sprecher der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch begrüßte die Entscheidung. Mit dem Beschluss übernahmen die Staatschefs der AU die Verantwortung und stellten sich so gegen ein Gerichtsverfahren in Belgien, wo der Ex-Präsident Habré zuerst vor Gericht gestellt werden sollte. In Belgien gibt es ein Gesetz, das der nationalen Justiz die Strafverfolgung bei Vergehen gegen die Menschlichkeit wie Folter oder Völkermord ermöglicht, auch wenn die Taten außerhalb des Landes verübt wurden.

Dem Ex-Präsidenten wird unter anderem vorgeworfen, er habe eventuell tausende seiner Gegner foltern und töten lassen. Hissène Habré wurde im vergangenen Jahr im Senegal verhaftet.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

November 17, 2005

Gambia: Erneuter Appell an Staatspräsident Jammeh

Gambia: Erneuter Appell an Staatspräsident Jammeh

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 19:33, 17. Dez. 2005 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Yahya Jammeh

Banjul (Gambia), 17.11.2005 – Am 16. Dezember 2004 wurde der gambische Journalist, Korrespondent sowie Mitbegründer und Herausgeber der gambischen Tageszeitung „The Point“, Deyda Hydara, ermordet. Die freie Organisation Reporter ohne Grenzen hat ein Jahr danach zum wiederholten Male an den gambischen Staatspräsidenten Yahya Jammeh appelliert, die Aufklärung des Mordes voranzubringen.

Hydara, der auf dem Nachhauseweg auf der Straße erschossen wurde, galt in Gambia als kritischer Journalist. Seine Zeitung „The Point“ war die erste unabhängige Tageszeitung des westafrikanischen Landes. Kurz vor seinem Tod erhielt Hydara Morddrohungen, nachdem er in seiner Zeitung die neu verabschiedeten repressiven Pressegesetze des westafrikanischen Landes kritisiert hatte.

Gestern hielt der gambischen Journalistenverbandes in der Hauptstadt Banjul eine Konferenz ab. Darin wurde unter anderem an Hydara erinnert. RoG nahm an der Konferenz nicht teil. Den offiziellen Vertreter der Organisation wurde die Einreise verweigert, nachdem die Behörden Gambias die Ausstellung der Visa verzögerten.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.