WikiNews de

February 18, 2013

Moskau: Leiche eines Lokalpolitikers im Zementfass entdeckt

Moskau: Leiche eines Lokalpolitikers im Zementfass entdeckt

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 19:56, 18. Feb. 2013 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Fabrik am Kljasmafluss in Noginsk

Moskau (Russland), 18.02.2013 – Seit einer Woche war der 36-jährige Lokalpolitiker Michail Pachomow vermisst. Jetzt wurde seine Leiche einbetoniert in einem Fass aufgefunden.

Das Fass stand in einer Garage in Noginsk, etwa 50 Kilometer von Moskau entfernt. Vermutlich hatte der Lokalpolitiker bei seinem Verschwinden 10.000 Euro bei sich. Medien berichteten, dass er in zwielichtige Geschäfte im Zusammenhang mit der Ausstattung von Neubauwohnungen verwickelt war. Der frühere Vize-Wohnungsbauminister des Gebiets Moskau und zehn weitere Verdächtige sind festgenommen.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Organisierte Kriminalität

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

November 3, 2012

Moskau: Medwedew ist für die Freilassung der der inhaftierten Sängerinnen von „Pussy Riot“

Moskau: Medwedew ist für die Freilassung der der inhaftierten Sängerinnen von „Pussy Riot“

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 22:35, 3. Nov. 2012 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Dmitri Medwedew 2007

Moskau (Russland), 03.11.2012 – Der Ministerpräsident von Russland Dmitri Anatoljewitsch Medwedew, der selbst Jurist ist, hat nicht die Meinung, dass die Sängerinnen der Punkband „Pussy Riot“ in ein Straflager gehören. Am Freitag sagte er der Agentur Interfax: „Wäre ich Richter, ich hätte sie nicht zur Haft verurteilt, einfach weil ich es nicht für richtig halte, dass sie durch Freiheitsentzug bestraft werden“. Für ihren Protest gegen Wladimir Putin, seien sie genug gestraft.

Pussy Riot ist eine feministische Punkrock-Band aus Moskau. Die Gruppe ist ein loser Zusammenschluss von etwa zehn Frauen. Weltweite Aufmerksamkeit erlangte die Band durch eine Aktion gegen Putin im zentralen Gotteshaus der russisch-orthodoxen Kirche (ROK), der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau am 21. Februar 2012. Sie stürmten den Ambo der Kathedrale und sangen vor dem Altar ein „Punk-Gebet“ gegen die Vertreter der russisch-orthodoxen Kirche. In diesem Lied waren heftige Beleidigungen enthalten. Die Frauen von Pussy Riot protestierten mit ihrem Auftritt dagegen, dass der Patriarch der russisch-orthodoxen Kirche, Kyrill I., ihren Worten nach dazu aufgerufen hatte, Wladimir Putin bei den Präsidentschaftswahlen zu wählen. Ihre Verhaftung im März 2012 löste zahlreiche Debatten in den russischen und internationalen Medien über Kunst, Religion und Politik aus.

Drei der Sängerinnen wurden zu zwei Jahren Straflager verurteilt. Das Berufungsgericht hob die Freiheitsstrafe gegen eine der Frauen auf. Die beiden anderen befinden sich in einem Straflager.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

September 11, 2012

Sibirien: Mann löscht seine Familie aus und tötet sich dann selbst

Sibirien: Mann löscht seine Familie aus und tötet sich dann selbst

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 11:30, 11. Sep. 2012 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Der Fluss Abakan in Chakassien

Podsinee (Russland), 11.09.2012 – Ein 43-jähriger Mann hat seine vier und neun Jahre alten Söhne, seine 38-jährige Ehefrau und seine Schwiegereltern im Dorf Podsinee in der Teilrepublik Chakassien in Südsibirien erschossen.

Hintergrund der Tat dürfte ein „Rosenkrieg“ sein. Die Frau hatte sich von ihrem Mann getrennt und war mit den Kindern zu ihren Eltern in das sibirische Dorf gezogen. Vor kurzem war auch ihr Mann wieder aufgetaucht und es war immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen den Eheleuten gekommen.

Nachdem der Mann die fünf Personen getötet hatte, steckte er durch den Zaun des Nachbarn einen Zettel in dem er um ein Begräbnis für die Toten bat, dazu legte er umgerechnet etwa 5.000 Euro. Anschließend tötete er sich selbst.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Tötungsdelikte

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

August 19, 2012

Weltweite Empörung über das Moskauer Urteil gegen die Punkband Pussy Riot

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 09:58, 19. Aug. 2012 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Punkband Pussy Riot

Nadeschda Tolokonnikowa, Gericht in Moskau, Juni 2012

Moskau (Russland), 19.08.2012 – Den drei Bandmitgliedern von „“ im Alter von 22, 24 und 30 Jahren, zwei von ihnen Mütter kleiner Kinder, wurde grobe Störung der öffentlichen Ordnung und Ruhe, offenkundig mangelnder Respekt vor der Gesellschaft, Hooliganismus, Hass und Feindseligkeit vorgeworfen. Die Richterin Marina Syrewa am Chamovnichesky-Bezirksgericht im Stadtzentrum Moskaus verurteilte Nadeschda Tolokonnikova, Maria Aljokhina und Jekaterina Samutsewitsch wegen „Rowdytum aus religiösem Hass“ zu zwei Jahren Straflager. Die Untersuchungshaft von fünf Monaten wird angerechnet.

Pussy Riot ist eine feministische Punkrock-Band aus Moskau. Die Gruppe ist ein loser Zusammenschluss von etwa zehn Frauen. Weltweite Aufmerksamkeit erlangte die Band durch eine Aktion im zentralen Gotteshaus der russisch-orthodoxen Kirche (ROK), der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau am 21. Februar 2012. Sie stürmten den Ambo der Kathedrale und sangen vor dem Altar ein „Punk-Gebet“ gegen die Vertreter der russisch-orthodoxen Kirche. In diesem Lied waren heftige Beleidigungen enthalten. Auch Ministerpräsident Wladimir Putin wurde geschmäht. Die Frauen von Pussy Riot protestierten mit ihrem Auftritt dagegen, dass der Patriarch der russisch-orthodoxen Kirche, Kyrill I., ihren Worten nach dazu aufgerufen hatte, Wladimir Putin bei den Präsidentschaftswahlen zu wählen. Ihre Verhaftung im März 2012 löste zahlreiche Debatten in den russischen und internationalen Medien über Kunst, Religion und Politik aus.

Im Verlauf des Prozesses wurde von den Angeklagten eine Erklärung abgegeben. Sie prangerten an, dass sie im Verlauf der Untersuchungshaft gefoltert wurden. Sie seien überlangen Verhören ausgesetzt gewesen, und man habe sie daran gehindert zu schlafen. Im Prozess wiederholten die Frauen ihre Kritik an Putin, die beabsichtigte abschreckende Wirkung scheint ins Leere gelaufen zu sein. Es wird erwartet, dass die Anwälte der Frauen das Urteil nicht annehmen werden, damit würde es zu einer Berufungsverhandlung kommen. Die Richterin befürchtete einen Anschlag während der Verkündung des Urteils, die Polizei sperrte die Umgebung des Gerichts ab. Die Höchststrafe für die Anstiftung zu religiösem Hass sind sieben Jahre. In Deutschland wäre das Verhalten der Bandmitglieder als Störung der Religionsausübung strafbar und könnte mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bestraft werden; allerdings ist davon auszugehen, dass eine Geldstrafe für das Verhalten der Täterinnen ausgesprochen worden wäre.

In Russland gibt es 50 russische Straflager für Frauen. Ungefähr 60.000 Häftlinge sitzen dort ein. Die Härte des Vollzugs ist unterschiedlich und wird bereits im Urteil festgelegt. Im Urteil gegen die Frauen wurde auf „normale Unterbringung“ entschieden. Jeder Gefangenen stehen dabei drei Quadratmeter Platz zur Verfügung und damit deutlich mehr als in den gefürchteten Sammelzellen im Männervollzug. Im Lager dürfen sie sich frei bewegen und es mit Erlaubnis auch kurzzeitig verlassen. Sechs kurze und vier lange Besuche sind erlaubt. Im Jahr dürfen sechs Pakete an eine Gefangene geschickt werden, und bei guter Führung ist nach sechs Monate eine Verlegung in den „erleichterten Vollzug“ möglich.

International hagelte es Kritik an dem Urteil. Man geht davon aus, dass die Entscheidung über die Höhe der Strafe nicht im Gericht sondern im Kreml gefällt wurde. Die Richterin, die sich bislang mit unspektakulären Fällen befasst hatte und dafür bekannt ist, täglich zehn bis 15 Urteile zu fällen, war erstmals mit einem Prozess betraut, der sie in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rückte. Stundenlang begründete sie die Entscheidung.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach von einem „unverhältnismäßig harten Urteil“, es stehe nicht im Einklang mit Europäischen Werten wie Rechtsstaatlichkeit und Demokratie. Josh Earnest, ein Sprecher des Weißen Hauses, sagte: „Die Vereinigten Staaten sind über das Urteil enttäuscht, einschließlich der unverhältnismäßigen Strafen, die erteilt wurden.“ US-Außenministerin Hillary Clinton geht davon aus, dass es negative Auswirkungen auf die Meinungsfreiheit in Russland geben wird. Der deutsch-russische Schriftsteller Wladimir Kaminer erklärte in einem Zwischenruf, die Menschen hätten gesehen, wovor dieser Staat Angst habe: „vor singenden Mädchen. Nicht vor der Finanzkrise, nicht vor der politischen Opposition, sondern vor singenden Mädchen.“ Amnesty International fand ebenfalls eindeutige Worte: „Zwei Jahre Straflager für eine vielleicht provokante, aber friedliche Protestaktion: Das ist erschütterndes, politisch motiviertes Unrecht. Das Urteil ist nicht nur der Versuch, die drei jungen Frauen zum Schweigen zu bringen. Es soll auch eine Warnung an alle anderen sein, die es wagen, Präsident Putin und seine Regierung zu kritisieren.“

In vielen europäischen Metropolen kam es zu öffentlichen Protesten gegen das Urteil. Mehrfach waren nach der Festnahme und im Verlauf des Verfahrens Stimmen in den Medien zu vernehmen, die sinngemäß vom möglichen Anfang des Endes des Putin-Regimes sprachen. So äußerte sich beispielsweise „de Volkskrant“ (Amsterdam), „Der Standard“ (Wien) und „Die Welt“.

Der Stein des Anstoßes:

DAS PUNKGEBET

Mutter Gottes, Du Jungfrau, vertreibe Putin! Vertreibe Putin, vertreibe Putin!
Schwarzer Priesterrock, goldene Schulterklappen
Alle Pfarrkinder kriechen zur Verbeugung
Das Gespenst der Freiheit im Himmel
Homosexuelle werden in Ketten nach Sibirien geschickt.
Der KGB-Chef ist Euer oberster Heiliger,
Er steckt die Demonstranten ins Gefängnis.
Um den Heiligsten nicht zu betrüben
Müssen Frauen gebären und lieben.
Göttlicher Dreck, Dreck, Dreck!
Göttlicher Dreck, Dreck, Dreck!
Mutter Gottes, Du Jungfrau, werde Feministin, Werde Feministin, werde Feministin!
Kirchlicher Lobgesang für die verfaulten Führer –
Kreuzzug aus schwarzen Limousinen.
In die Schule kommt der Pfarrer,
Geh’ zum Unterricht – bring ihm Geld.
Der Patriarch glaubt an Putin.
Besser sollte er, der Hund, an Gott glauben.
Der Gürtel der Seligen Jungfrau ersetzt keine Demonstrationen –
Die Jungfrau Maria ist bei den Protesten mit uns!
Mutter Gottes, Du Jungfrau, vertreibe Putin! Vertreibe Putin, vertreibe Putin!

Themenverwandte Artikel

Artikel kommentieren


Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

July 12, 2012

Russische Wikipedia protestiert gegen geplante Internetzensur

Russische Wikipedia protestiert gegen geplante Internetzensur

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 14:40, 12. Jul. 2012 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Startseite der russischen WIKIPEDIA am 10. Juli 2012

Moskau (Russland), 12.07.2012 – Am Dienstag 10. Juli 2012 war die russische Version der Online-Enzyklopädie Wikipedia für 24 Stunden nicht erreichbar. Dies war als Protest gegen ein geplantes Gesetz der russischen Regierung gedacht. Kritiker befürchten eine weitergehende Zensur und eine Einschränkung der Informationsfreiheit. Bisher seien vor allem regierungskritische Aktivisten oder Medien Opfer von Hackerangriffen geworden. Der Mediendirektor der Internetfirma SUP, Anton Nossik, bezweifelt die Wirkung des Gesetzes in der jetzigen Form und glaubt, es sei nur ein erster Schritt „um herauszufinden, wie solche Maßnahmen in der Zukunft umgesetzt werden können.“ Die russische Regierung selbst gab keine Erklärung zu dem Gesetzesvorhaben ab.

Auf der russischen Startseite von Wikipedia erschien ein schwarzer Zensurbalken über dem Logo und ein kurzer Text informierte über das Gesetz genau an dem Tag, an dem es im Parlament in erster Lesung beraten werden sollte. Abgeordnete des Parlaments erklärten, es ginge darum kinderpornografische Inhalte, Anleitungen für Selbsttötungen oder Informationen über Drogen im Internet zu blockieren. Die Organisatoren des Protestes befürchten eine willkürliche Internetzensur durch die Regierung nach chinesischem Vorbild. Dadurch würde die Arbeit der Opposition weiter eingeschränkt, wie dies bereits durch die Änderung des Demonstrationsrechts erfolgt sei, wodurch Nichtregierungsorganisationen behindert würden.

Gestern am Mittwoch wurde das Gesetz in zweiter Lesung vom russischen Parlament beschlossen. Es soll im November in Kraft treten.

WikiMedia Proejkts1.jpg

In diesem Artikel wird die Wikimedia Foundation oder eines ihrer Projekte erwähnt.
Auch Wikinews ist ein Projekt der Wikimedia Foundation.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Russland
  • Portal:Internet
  • Wikipedia ist aus Protest 24 Stunden nicht erreichbar (18.01.2012)

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

November 9, 2011

Nekrophilie in Russland: Forscher hortet die Leichen von 29 Frauen und Mädchen in der Wohnung

Nekrophilie in Russland: Forscher hortet die Leichen von 29 Frauen und Mädchen in der Wohnung

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 06:08, 9. Nov. 2011 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Nischni Nowgorod (Russland), 09.11.2011 – In der Millionenstadt Nischni Nowgorod hat der Kelten- und Namensforscher Anatolij M. in seiner 3-Zimmer-Wohnung die mumifizierten Leichen von 29 Frauen und Mädchen, welche er als Puppen dekoriert hatte, aufbewahrt. Offenbar hatte er die Leichen auf verschiedenen Friedhöfen ausgegraben.

Der Forscher gibt an, in den vergangenen Jahren 752 Friedhöfe besucht und dort aus Wasserpfützen getrunken und in Gräbern geschlafen zu haben. Bewusst sei ihm seine Sehnsucht nach dem Tod 1979 geworden. Damals habe er als Pionier der Sowjetunion Altpapier gesammelt und sei zufällig bei der Beerdigung eines 11-jährigen Mädchens anwesend gewesen. Gemäß einem ihm bis dahin nicht bekannten Ritual habe er die Leiche des Mädchens auf die Lippen geküsst. Das Erlebnis habe ihn seitdem in seine Träume verfolgt.

Die Polizeisprecherin Swetlana Kowylina sagte über ihn: „Der Mann ist ein anerkannter Wissenschaftler – durchaus bekannt in Fachkreisen und bei Lehrern an Hochschulen – und Autor zahlreicher Bücher“. Die Polizei hat von dem zerzausten grauhaarigen Mann mit Stoppelbart und seiner Wohnung Bilder veröffentlicht. Anatolij M. wurde festgenommen und sitzt wegen Störung der Friedhofsruhe in Untersuchungshaft. Die sichergestellten Leichen sollen nach der rechtsmedizinischen Untersuchung zurück in ihre Gräber gebracht werden.

Die Ermittler hatten zunächst einen politischen Hintergrund vermutet, da besonders Gräber von Musliminnen betroffen waren. Deshalb wurde eine Sondereinheit für Extremismusbekämpfung mit dem Fall beauftragt. Sichergestellte Pläne von Friedhöfen, Schuh- und Fingerspuren von den Tatorten sowie das Geständnis zeigen die Täterschaft des Mannes auf, der die Grenzen der Moral überschritten und sich dadurch strafbar machte.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Russland
  • Portal:Straftaten und Ermittlungsverfahren

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

April 29, 2011

Moskau: Falsche Geheimdienstgeneräle verkaufen Staatsposten

Moskau: Falsche Geheimdienstgeneräle verkaufen Staatsposten

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 16:16, 29. Apr. 2011 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

FSB-Emblem

Moskau (Russland), 29.04.2011 – In Russland deckte die Kriminalpolizei eine Bande von Kriminellen auf. Die Betrüger traten unter falschen Namen auf und gaben sich als Generäle des russichen Geheimdienstes, Federalnaja sluschba besopasnosti Rossijskoj Federazii (FSB) aus. Gegen entsprechende Bezahlung boten sie hochrangige Staatsposten an.

Laut russischem Innenministerium wurden drei Personen festgenommen, darunter auch der 53-jährige Anführer der Bande. Die Festnahme erfolgte, als das Opfer, ein russischer Geschäftsmann, die erste Rate von drei Millionen Rubel (etwa 73.000 Euro) übergab.

Die Masche ist nicht neu. Bereits im Jahr 2009 hatten angebliche Generäle Staatsposten für mehrere Hunderttausend Euro an gutgläubige Russen verkauft.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Russland

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

March 11, 2011

Moskau: Nagelbomben detonieren vor Geheimdienstgebäude

Moskau: Nagelbomben detonieren vor Geheimdienstgebäude

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 23:40, 11. Mär. 2011 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Moskau (Russland), 11.03.2011 – Am Freitagnachmittag explodierten zwei Sprengsätze in Moskau vor einem Wohnhaus, das vom Inlandsgeheimdienst Federalnaja sluschba besopasnosti Rossijskoj Federazii (FSB) genutzt wird. Die USBVs waren mit Metallstücken versetzt, dies steigert die Gefahr für in der Nähe befindliche Personen.

Autos und Fenster von Wohnhäusern wurden beschädigt. Schon am Mittwoch war ein Sprengsatz vor einem Ausbildungszentrum des FSB in Moskau explodiert. Ob ein Zusammenhang zwischen den Anschlägen besteht, ist nicht bekannt. Eine islamistische Gruppierung aus dem Kaukasus bekannte sich zu dem Anschlag.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Terrorismus

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

January 29, 2011

Ermittlungsbehörde: Terroranschlag auf dem Moskauer Flughafen Domodedowo aufgeklärt

Ermittlungsbehörde: Terroranschlag auf dem Moskauer Flughafen Domodedowo aufgeklärt

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 18:12, 29. Jan. 2011 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Moskau (Russland), 29.01.2011 – Unter Berufung auf das russische Untersuchungskomitee des Terroranschlags auf den Moskauer Flughafen Domodedowo vom 25. Januar berichtet die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti heute, der mutmaßliche Täter sei identifiziert worden. Demnach teilte der Sprecher der Ermittlungsbehörde, Wladimir Markin, heute mit, bei dem Täter habe es sich um einen 20-jährigen Mann aus einer der Nordkaukasus-Republiken (Tschetschenien, Inguschetien und Dagestan) gehandelt.

Bei dem Bombenanschlag des Selbstmordattentäters waren am 25. Januar im internationalen Ankunftsbereich des Flughafens 35 Menschen getötet und über 100 verletzt worden. Der Sprecher der Ermittlungsbehörde wies darauf hin, dass der Anschlag wahrscheinlich direkt gegen Ausländer gerichtet war: „Die Terroraktion ist nicht von ungefähr in der Ankunftshalle für internationale Flüge verübt worden. Wie die Ermittler vermuten, war der Terroranschlag vor allem gegen ausländische Bürger gerichtet.“

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

January 25, 2011

Blutbad auf Moskauer Flughafen Domodedowo durch Bombenanschlag

Blutbad auf Moskauer Flughafen Domodedowo durch Bombenanschlag

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 21:00, 25. Jan. 2011 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

International Terminal am Flughafen Domodedo

Moskau (Russland), 25.01.2011 – Auf dem Moskauer Flughafen Domodedowo kam es am Montagnachmittag nach Angaben eines Behördenvertreters um 16:32 Uhr Moskauer Zeit (13:32 UTC) zu einer Bombenexplosion in der Nähe eines Cafés im internationalen Ankunftsbereich des Flughafens. 35 Menschen wurden bei dem Anschlag getötet, mindestens 100 verletzt. Laut ITAR-TASS eröffnete die für die Untersuchung von Straftaten im Bereich des Transportwesens zuständige Behörde eine Untersuchung mit dem Verdacht auf einen terroristischen Anschlag.

Im Terminal sollen sich nach der Detonation entsetzliche Szenen abgespielt haben. Die Neue Zürcher Zeitung zitiert einen Augenzeugen mit den Worten: „Hier laufen Menschen mit Verbrennungen herum und Leichenteile liegen auf Bahren.“ Ein anderer Zeuge berichtete gegenüber dem Sender Rossija 24 von schreienden Menschen und herunterfallenden Plastikpaneelen.

Über Täter und Motive des Anschlags gibt es bisher nur Mutmaßungen. Laut Medienberichten soll es sich um einen Selbstmordanschlag eines Attentäters gehandelt haben. Der russische Präsident Dmitri Medwedew sprach von einem „Terrorangriff“. Offenbar wurde die Bombe in der Nähe der Gepäckausgabe beim Übergang zum Ausgang, wo Menschen auf die Reisenden warteten, gezündet. Unter den Wartenden gab es auch die meisten Verletzten. In diesem Bereich des Flughafens, wo die Menschen auf Angehörige warten, die gerade angekommen sind, hatte der Täter offenbar leichtes Spiel mit den Sicherheitseinrichtungen, da Besucher, die von außen in den Flughafen kommen, hier nicht kontrolliert werden, während Fluggäste beim Einchecken diverse Kontrollpunkte passieren müssen. Laut Interfax wird nach drei Verdächtigen gefahndet, die im Zusammenhang mit dem Attentat stehen. Bekennerschreiben zu dem Anschlag lagen zunächst nicht vor.

Augenzeugen berichteten von zwei Detonationen im Bereich der Gepäckausgabe in der Ankunftshalle. Am Montagabend dementierte das russische Innenministerium, dass es sich um zwei Explosionen gehandelt habe. Medien berichteten, die Bombe, deren Sprengkraft laut Angaben von Nachrichtenagenturen zwischen sieben und 10 Kilogramm TNT lag, sei mit Schrauben und Metallkugeln gefüllt gewesen. RIA Novosti berichtete unter Berufung auf Polizeiangaben, eine Frau habe eine Tasche geöffnet, als die Bombe explodierte. Sie und ein sie begleitender Mann, dessen Kopf am späten Nachmittag gefunden wurde, seien bei der Explosion getötet worden. Bei dem männlichen Attentäter handelt es sich um einen Mann im Alter zwischen 30 und 35 Jahren mit „arabischem Aussehen“, gab ein Ermittler bekannt. Man könne nach dem derzeitigen Ermittlungsstand nicht ausschließen, dass der Sprengsatz zu früh explodierte oder ferngezündet wurde.

Die Moskauer Polizei wurde in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt, die Sicherheitsmaßnahmen in der Stadt verschärft. Der Inlandsgeheimdienst FSB schaltete sich auf Anordnung von Staatspräsident Dmitri Medwedew in die Ermittlungen ein. Er ordnete für die Sicherheitskräfte an allen Verkehrsknotenpunkten Alarmbereitschaft an. Für internationale Flüge war der Flughafen am Montag kurzzeitig gesperrt, der Flugbetrieb wurde inzwischen wieder aufgenommen.

Medienberichte, wonach die Sicherheitsbehörden im voraus von den Plänen unterrichtet gewesen seien, wurden am gestrigen Abend dementiert. Der Sprecher der Moskauer Innenbehörde, Viktor Birjukow, sagte gegenüber Journalisten: „Wir erklären offiziell, dass der Miliz keine Informationen über den geplanten Anschlag zur Verfügung standen.“

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Terrorismus

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.
Older Posts »