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December 11, 2011

Massenproteste gegen Wahl in Russland

Massenproteste gegen Wahl in Russland – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Massenproteste gegen Wahl in Russland

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Veröffentlicht: 19:51, 11. Dez. 2011 (CET)
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Wladimir Putin vor der Staatsduma (Bild aus dem Jahr 2000)

Moskau (Russland), 11.12.2011 – Mehrere zehntausend Menschen haben in Moskau gegen das Ergebnis der Parlamentswahl und den umstrittenen Wahlsieg von Wladimir Putins Partei Geeintes Russland protestiert. Bei Kälte und leichtem Schneetreiben kamen nach Polizeiangaben 25.000 Demonstranten zum Bolotnaja-Platz auf der Bolotny-Insel in der Moskwa. Die Veranstalter sprachen von 100.000 Teilnehmern. Die Demonstranten beschuldigen die russische Regierung der Wahlfälschung. Vier Parteien hatten bei der Wahl zur Staatsduma am 4. Dezember die Siebenprozenthürde übersprungen, Putins Geeintes Russland sowie die Kommunistische Partei Russlands, die Partei Gerechtes Russland und die Liberaldemokratische Partei.

Die Protestveranstaltung war von der Moskauer Stadtverwaltung genehmigt worden. Der Ort der Kundgebung sei von den Behörden vorgeschlagen worden, „um die Sicherheitsmaßnahmen einhalten zu können“, zitierte RIA Novosti den stellvertretenden Moskauer Bürgermeister Alexander Gorbenko. Bei nicht genehmigten Demonstrationen waren nach der Wahl vom 4. Dezember bei Protesten in Moskau, Sankt Petersburg und einigen anderen Städten zahlreiche Demonstranten verhaftet worden. So seien bei der nicht genehmigten Demonstration in Moskau am 5. Dezember rund 300 Teilnehmer und zwischen dem 4. und 8. Dezember bei ebenfalls ungenehmigten Protesten in Sankt Petersburg rund 500 Menschen festgenommen worden, schrieb die russische Nachrichtenagentur.

Der Bolotnaja-Platz war für 30.000 Demonstrationsteilnehmer zugelassen, sei jedoch überfüllt gewesen, berichteten Augenzeugen. Die Polizei schritt nicht ein. Insgesamt waren 52.000 Sicherheitskräfte im Einsatz, der Rote Platz und andere symbolisch wichtige Orte wurden abgeriegelt, damit Demonstranten dorthin nicht vordringen konnten. Polizeiabsperrungen sicherten auch das Hauptquartier des russischen Geheimdienstes an der Lubjanka.

Der Kreml hatte versucht, die Menschen vom Protest abzuhalten. So wurden am Samstag im ganzen Land für die neunten, zehnten und elften Klassen zentrale Prüfungen für 15 Uhr angesetzt. Die Nachrichtenagentur Interfax meldete, man werde nach jungen Männern Ausschau halten, die sich vor dem Wehrdienst gedrückt haben, um sie zur Armee einzuziehen. Eine Empfehlung besagte, man solle nicht zu Großveranstaltungen gehen, um eine Grippe-Epidemie zu vermeiden.

Demonstranten in Moskau am 10. Dezember

Foto: Dmitry A. Mottl

„Russland ohne Putin“ skandierten die Demonstranten und bezeichneten in Sprechchören die Vorgänge als „Schande“. Der stellvertretende Wahlleiter Stanislaw Wawilow von der Zentralen Wahlkommission hat die Wahl als gültig bezeichnet, für eine Überprüfung des Wahlergebnisses gebe es keinen Anlass.

Zu Demonstrationen kam es am Samstag auch in Sankt Petersburg, wo etwa 10.000 Menschen gegen die Duma-Wahl protestierten. In Wladiwostok kamen nach Angaben der Veranstalter etwa tausend Menschen zu einer Demonstration. Auch hier machten die Behörden deutlich niedrigere Angaben. Protestiert wurde auch in Chabarowsk an der chinesischen Grenze, wo nach Angaben von RIA Novosti 20 Teilnehmer in Polizeigewahrsam genommen wurden und in einigen weiteren Städten Russlands, darunter in Archangelsk, Irkutsk, Krasnojarsk, Nowosibirsk und Omsk.

Der staatlich kontrollierte Sender N-TW, der zu 69 Prozent dem Energiekonzern Gazprom gehört sowie der erste und zweite russische Kanal berichteten über die Demonstrationen. Studenten, Rentner, Angestellte oder Arbeiter kamen zu Wort, sie prangerten die Wahlmanipulationen an. Dies ist ungewöhnlich für diese Medien, die sonst sehr staatsfreundlich berichten. Nach einer Meldung des regierungskritischen Radiosenders „Echo-Moskwy“ hatte Präsident Dimitrij Medwedjew eine objektive Berichterstattung über die Ereignisse angeordnet.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Russland
Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Proteste nach den russischen Parlamentswahlen 2011“.

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March 2, 2011

Gazprom: Russischer Gasgigant expandiert

Gazprom: Russischer Gasgigant expandiert

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Veröffentlicht: 15:18, 2. Mär. 2011 (CET)
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Moskau (Russland), 02.03.2011 – Die Lieferungen von Gazprom nach Europa sollen 2011 von 140 Milliarden Kubikmeter auf über 152 Milliarden Kubikmeter steigen. Der Preis je 1.000 Kubikmeter soll von 308 Dollar auf künftig 352 Dollar (258 Euro) steigen. Das gab ein Konzernsprecher am 11. Februar 2011 in Moskau bekannt.

Europa deckt 25 Prozent seines Gasbedarfs mit russischem Gas. Bei der Preisgestaltung orientiert sich der Konzern am Ölpreis; dieser stieg nach den Unruhen im Nahen Osten auf 115,50 Dollar je Barrel. Die Preise am Spotmarkt will Gazprom bei dieser Berechnung nicht einbeziehen. Der Endverbraucher muss sich daher auf deutliche Preiserhöhungen einstellen.

Am Dienstag, dem 1. März 2011, wurde bei einer Auktion ein Gasfeld in Sibirien zum Preis von 560 Millionen Euro erworben. Damit sichert sich der Konzern die Förderrechte zu einem Bruchteil des in der Branche üblichen Preises. Ab 2015 soll der Markt in China von hier mit Gas versorgt werden. Peking will jährlich bis zu 68 Milliarden Kubikmeter russisches Gas abnehmen. Gazprom wird dann weniger abhängig vom europäischen Markt sein.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Russland

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March 8, 2009

Ukraine: Weitere Entwicklung nach der NAK Naftohas Razzia

Ukraine: Weitere Entwicklung nach der NAK Naftohas Razzia

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Veröffentlicht: 18:14, 8. Mär. 2009 (CET)
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Kiew (Ukraine), 08.03.2009 – Nach der Besetzung der Konzernzentrale des Gaskonzerns NAK Naftohas Ukrajiny am Mittwoch, den 4. März 2009 durch Spezialeinsatzkräfte des Inlandsgeheimdienstes Sluschba bespeky Ukrajiny (SBU) hat sich der Machtkampf zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wiktor Juschtschenko und der Premierministerin Julia Timoschenko am Donnerstag wieder etwas entspannt.

Präsident Juschtschenko lobte am Abend des Einsatzes den SBU-Einsatz bei der NAK Naftohaz: „Der Geheimdienst agiert absolut rechtmäßig und im Rahmen seiner gesetzlich verankerten Kompetenzen.“

Nachdem ein Stadtbezirksgericht in Kiew den Einsatz des Inlandsgeheimdienstes SBU gegen die NAK Naftohaz für illegal erklärt hatte, wurde der am Dienstag verhaftete Zollbeamte Taras Schepitko am Mittag des 5. März wieder freigelassen.

Premierministerin Julija Timoschenko zeigte sich am Rande ihres Staatsbesuches beim französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy in Paris empört über den Einsatz des SBU-Geheimdienstes. Es steckten korrupte Staatsmänner hinter diesen Ermittlungen gegen Naftohaz. Sie wollten alle ihre Druckmittel einschließlich der Sicherheitsbehörden einsetzen. Durch den Einsatz sollten die Aktivitäten von NAK Naftohaz gelähmt und die Gasversorgung der Ukraine wieder vereitelt werden. Ihre Regierung werde das aber nicht zulassen. Sie werde allen empfindlich auf die Finger klopfen, die sich am Staatseigentum vergreifen würden.

Der stellvertretende Vorsitzende des Geheimdienstes SBU, Walerij Choroschkowski, erklärte am Nachmittag des 5. März zu den Ermittlungen, der SBU wolle die Gasgeschäfte zwischen Russland und der Ukraine keineswegs beeinträchtigen. Er verstehe seine Verantwortung gegenüber den europäischen Verbrauchern. Sein Dienst habe die Anordnungen des Stadtbezirksgerichtes erfüllt und die Ermittlungen gegen NAK Naftohaz ausgesetzt. Im Interesse des Staates werde gegen einige korrupte Staatsbeamte ermittelt. Dabei würden auch einige Verordnungen der Regierungschefin Julia Timoschenko überprüft, deren direkte Verwicklung in rechtswidrige Machenschaften aber vorerst nicht zu beobachten sei.

Ungeachtet der SBU-Ermittlungen hat NAK Naftohaz am Nachmittag des 5. März noch ausstehende Zahlungen von 360 Millionen US-Dollar für Gaslieferungen im Februar 2009 an die russische Gazprom gezahlt.

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March 5, 2009

Ukraine: Machtkampf zwischen Präsident und Ministerpräsidentin verschärft sich

Ukraine: Machtkampf zwischen Präsident und Ministerpräsidentin verschärft sich

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Veröffentlicht: 17:45, 5. Mär. 2009 (CET)
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Viktor Juschtschenko

Julia Timoschenko

Kiew (Ukraine), 05.03.2009 – Der Machtkampf zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wiktor Juschtschenko und der Premierministerin Julia Timoschenko hat sich am Mittwoch erheblich verschärft:

Am Mittwoch Mittag waren etwa 20 bewaffnete und vermummte Mitarbeiter des Inlandsgeheimdienstes Sluschba bespeky Ukrajiny (SBU) in die Konzernzentrale des Gaskonzerns NAK Naftohas Ukrajiny eingedrungen. Bei den SBU-Spezialkräften handelt es sich um Einheiten, die dem Präsidenten Wiktor Juschtschenko unterstehen. Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens hätten die SBU-Kräfte die Originaltexte der jüngsten Gasverträge zwischen Russland (Gazprom) und der Ukraine (NAK Naftohas) gesucht, hieß es später. Diese sollten die mutmaßliche Entwendung des RosUkrEnergo Transitgases durch NAK Naftohas beweisen.

Zu den Hintergründen: Die RosUkrEnergo, ein russisch-ukrainischer Gashändler mit Sitz in der Schweiz, hatte Mitte Januar 2009 etwa elf Milliarden Kubikmeter Erdgas in unterirdischen ukrainischen Zwischenspeichern. RosUkrEnergo hatte erhebliche Schulden bei der russischen Gazprom. Im Rahmen der Einigung im russisch-ukrainischen Gasstreit hatte Premierministerin Julia Timoschenko angeblich mit Gazprom vereinbart, dass die ukrainische NAK Naftohas Ukrajiny diese elf Milliarden Kubikmeter Erdgas für 1,7 Milliarden US-Dollar kaufen könne.

Nach der Anweisung vom Timoschenko hatte sich der ukrainische Zollchef Walerij Choroschkowski geweigert, die Gasvorräte an NAK Naftohas zu übertragen, weil nur RosUkrEnergo über das eingelagerte Erdgas verfügen dürfe. Daraufhin wurde Choroschkowski am 28. Januar 2009 entlassen und durch Taras Schepitko ersetzt.

Der regionale Zollbeamte Taras Schepitko wurde am Dienstag den 3. März 2009 nunmehr wegen der illegalen Aneignung von Transitgas der RosUkrEnergo vom SBU-Inlandsgeheimdienst verhaftet. Die ukrainische Zollbehörde forderte inzwischen vom SBU-Inlandsgeheimdienst Erklärungen über die Festnahme. Auch das ukrainische Parlament (Werchowna Rada) forderte Auskünfte vom SBU.

Premierministerin Timoschenko wirft dem SBU-Inlandsgeheimdienst und dem dahinter stehenden Präsidenten Juschtschenko inzwischen groß angelegte Repressalien gegen den Zollbeamten Schepitko vor.

Nach den SBU-Spezialeinsatzkräften sind auch einige Abgeordnete des Timoschenko Blocks in die NAK Naftohas Konzernzentrale gelangt. Die Abgeordneten wollten beweisen, dass die SBU-Ermittlungen rechtswidrig seien. Die SBU-Ermittlungen wurden auch von Alexander Jefremow, stellvertretendem Fraktionschef der oppositionellen Partei der Regionen des ehemaligen Präsidenten Leonid Kutschma, scharf kritisiert.

Ein Stadtbezirksgericht in Kiew hat die Besetzung und Untersuchung der NAK Naftohas Konzernzentrale und die Beschlagnahmung von Dokumenten inzwischen für illegal erklärt.

Unterdessen ist auch der russische Energiekonzern Gazprom besorgt, dass durch den bewaffneten Geheimdiensteinsatz in der NAK Naftohas Konzernzentrale die ausstehenden Raten von 400 Millionen US-Dollar bis zum 7. März 2009 gefährdet werden.

Der Gasstreit um RosUkrEnergo und NAK Naftohas und die Ermittlungen durch den SBU-Inlandsgeheimdienst werden als Eskalation des schwelenden Machtkampfes zwischen dem Präsidenten Wiktor Juschtschenko und der Premierministerin Julia Timoschenko angesehen.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Ukraine
  • Ukraine: Droht neue Gaskrise mit Gazprom? (04.03.2009)

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February 8, 2008

Gazprom droht Ukraine erneut mit Gas-Lieferstopp

Gazprom droht Ukraine erneut mit Gas-Lieferstopp

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Veröffentlicht: 13:42, 8. Feb. 2008 (CET)
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Moskau (Russland) / Kiew (Ukraine), 08.02.2008 – Der russische Energiekonzern Gazprom hat der Ukraine erneut mit einem Gas-Lieferstopp gedroht. Grund seien angeblich ausstehende Zahlungen für erhöhte Gaslieferungen.

Im Januar 2006 war es bereits zu einem russisch-ukrainischen Gasstreit gekommen, in dessen Folge es auch zu Engpässen bei den Gaslieferungen nach Westeuropa gekommen war.

Die Ukraine müsse ab Montag, den 11. Februar 2008, mit einer Unterbrechung der Gasversorgung rechnen, kündigte der Gazprom-Sprecher Sergej Kuprijanow am Donnerstagmittag im russischen Staatsfernsehen an. Russland hatte zuvor mehrfach einen Lieferstopp angedroht.

Nachdem die Lieferungen von relativ billigem Erdgas aus Turkmenistan und Zentralasien in die Ukraine verringert wurden, musste die Ukraine mehr von dem relativ teuren russischen Erdgas einkaufen, wodurch sich der Gesamtpreis erhöhte.

Die Ukraine fordert von Russland derzeit mehr Geld für die Weiterleitung von russischem Erdgas in den Westen. Obwohl die Ukraine derzeit für russisches Erdgas etwa dreieinhalb Mal mehr als noch 2006 zahlen müsse, seien die Einnahmen aus dem Transit von russischem Erdgas nach Europa unverändert geblieben.

Daher will die neue ukrainische Ministerpräsidentin Julija Tymoschenko neue Gasverträge mit Russland aushandeln. Dazu soll der ukrainische Staatspräsident Wiktor Juschtschenko am Dienstag, den 12. Februar 2008, Gespräche über die Gasverträge in Moskau führen.

Themenverwandte Artikel

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January 25, 2006

Kaltes Winterwetter bringt Einschränkungen und Tote

Kaltes Winterwetter bringt Einschränkungen und Tote

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Artikelstatus: Fertig 16:51, 25. Jan. 2006 (CET)
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Berlin (Deutschland), 25.01.2006 – Die eiskalte Winterluft, die mit Hoch „Claus“ von Russland nach Mitteleuropa gezogen ist, brachte Erfrierungen, Kältetote und wirtschaftliche Einschränkungen mit sich. Meteorologen erwarten jedoch nicht, dass der Kälterekord vom 21.07.1983 eingestellt wird. Damals wurden minus 89,2 Grad Celsius an der russischen Antarkis-Station Wostok gemessen.

In Deutschland ist die Kälte vor allem im Osten und Südosten stark. So liegen die kältesten Orte Deutschlands mit weniger als minus 30 Grad Celsius in Bayern. In Westdeutschland hingegen sind die Temperaturen nicht so tief.

Deutschland beklagt bereits fünf Kältetote. Das erste Todesopfer war in Salzwedel zu beklagen. Der Mann befand sich nach Polizeiangaben in der Nacht zum Sonntag leicht bekleidet auf dem Weg von einer Feier, als er erfor. Ein weiteres Opfer wurde aus Hameln gemeldet. Hier erfor am Sonntagmorgen ein angetrunkener Mann zirka zehn Meter von seiner Haustür entfernt. Er hatte sich in einer Hecke und in Stacheldraht verfangen, stürzte und konnte sich nicht mehr befreien. Eine gehbehinderte Frau stürzte im Vorgarten ihres Hauses in Wolfen, als sie zum Briefkasten gehen wollte, sie erfor. Das vierte Opfer ist ein Obdachloser, den Spaziergänger am Montag in einer Schutzhütte im Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kostheim am Rheinufer fanden. Als fünftes Opfer wurde ein 63-jähriger Mann aus Brandenburg gemeldet. Er erfror in seiner Wohnung. Die Polizei sagte, in seiner Wohnung hätten minus 15 Grad Celsius geherrscht.

Neben den Todesopfern gab es mehrere kleine bis große Unfälle. So versuchte ein Mann, seine eingefrorene Heizung mit einem Haartrockener wieder in Gang zubringen. Als er für kurze Zeit den Raum verließ, geriet die Wohnung in Brand. Ein Schüler blieb mit seiner Zunge an einem Laternenmast kleben. Die Zunge musste von Einsatzkräften mit warmen Wasser wieder gelöst werden. Der Junge erlitt einen Schrecken und blutige Lippen.

Die zweistelligen Minustemperaturen brachten aber nicht nur den Ärzten mehr Arbeit. Der ADAC sagte: „Wir werden zu fast doppelt so vielen Pannen gerufen wie normalerweise.“ Der Schiffsverkehr musste auch teilweise eingestellt werden. So ist die Oder nicht mehr schiffbar, und der Main-Donau-Kanal wurde zwischen Nürnberg und Mühlhausen gesperrt. Trotz der Eisschichten auf den Flüssen warnten die Behörden in Hamburg dennoch vor dem Betreten des Eises. Die Eisschicht sei noch zu dünn.

Nicht nur Deutschland hat mit den Temperaturen zu kämpfen. In Paris erfor ein Obdachloser. In Polen forderte „Claus“ bereits 39 Tote. Die Ukraine meldete bisher 77 Opfer. Um Erfrierungen entgegenzuwirken, wurden in Polen für Obdachlose und Mitarbeitern der Stettiner Werft Kohlebecken zum Wärmen aufgestellt. In Masuren, in Nordpolen fiel die Gasheizung aus. In Teilen des Landes wurde der Schulbetrieb eingestellt.

In Bulgarien wurden neben unbeheizten Schulen auch der Flughafen von Plowdiw und der Donauhafen Russe geschlossen. Griechenland musste Inlandsflüge, den Fährbetrieb auf der Ägäis und den Tourismus auf der Akropolis einstellen.

In Polen wurde am Sonntag an der Pumpstation Drozdowicze ein Ausfall von 34 Prozent gemeldet. Die Pumpstation pumpt russisches Erdgas aus der Pipeline an der ukrainischen Grenze ab. Russland selbst hatte schon zuvor angekündigt, dass es auf Grund der starken Kälte, zu Problemen beim Gas-Export kommen könne. Polen hat nun die Gaslieferung für die Wirtschaft etwas eingeschränkt, damit es keine Probleme bei der Lieferung an die Haushalte gibt. Grund für den Druckabfall war eine Entnahme der Ukraine aus der Pipeline. Gasprom hatte schon die Einspeisung für die europäischen Abnehmer um 35 Millionen Kubikmeter pro Tag erhöht, jedoch soll die Ukraine in den letzten vier Tagen bis zu 226 Millionen Kubikmeter zusätzlich abgezapft haben.

Auch Georgien kämpft mit Gasproblemen. Durch die Kälte ist die Nachfrage gestiegen, jedoch wurden die Pipelines zwischen Russland und Georgien zerstört. Nun wird Gas über das Nachbarland Aserbeidschan importiert. Es deckt aber dennoch nicht die Nachfrage.

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January 5, 2006

Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine beigelegt

Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine beigelegt

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Moskau (Russland) / Kiew (Ukraine), 05.01.2006 – Der Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine ist beigelegt. Dies teilten die beiden Chefs der Energiekonzerne Russlands, Alexej Miller (Gasprom), und der Ukraine, Olexij Iwtschenko (Naftogaz), auf einer Pressekonferenz mit.

Der Konflikt hatte die internationale Gemeinschaft um die Jahreswende in Atem gehalten, weil Russland nach der Weigerung der Ukraine, die neuen von Gasprom geforderten Weltmarktpreise zu zahlen, kurzerhand die Erdgaseinleitungen stoppte, wodurch auch in Europa ein Rückgang der Versorgung feststellbar war. Russland exportiert das russische Gas durch die Ukraine nach Westeuropa und zahlt dafür an die Ukraine Durchleitungsgebühren von bisher 1,09 US-Dollar. Ein Teil des Kompromisses besteht in der Erhöhung der Durchleitungsgebühren. Die Ukraine erhält jetzt 1,65 US-Dollar für die Durchleitung des russischen Gases nach Westeuropa. Rund ein Viertel des westeuropäischen Gasbedarfs wird aus russischen Lieferungen gedeckt.

Weitere Bestandteile der Einigung sind die Verringerung des Direktimportes von russischem Gas durch die Ukraine, die dafür aber den geforderten Preis von 230 US-Dollar je 1.000 Kubikmeter rückwirkend zum ersten Januar zahlen muss. Gleichzeitig erhöht die Ukraine die Importe aus Turkmenistan und Kasachstan, die wesentlich preisgünstiger liefern können. Der Durchschnittspreis für Erdgas steigt dadurch für die Ukraine lediglich auf 95 US-Dollar je 1.000 Kubikmeter. Das Geschäft wird über einen Zwischenhändler abgewickelt. Dabei handelt es sich um die Firma RosUkrEnergo, einem Unternehmen, an dem sowohl eine Gazprom-Tochter als auch die österreichische Raiffeisen Zentralbank (RZB) Anteile besitzen.

Beide Seiten zeigten sich zufrieden mit dem Kompromiss. Auch der österreichische Wirtschaftsminister, Martin Bartenstein (ÖVP), äußerte sich für die EU-Ratspräsidentschaft wohlwollend über die gefundene Lösung. „Wir hoffen, dass die Vereinbarung auch in Zukunft die langfristige Sicherheit der Gasversorgung in die Europäische Union sicherstellen wird“, sagte Bartenstein auf einem Krisentreffen mit Energievertretern von 25 EU-Mitgliedsstaaten. Man werde jedoch aus diesem Vorgang politische Lehren ziehen. Man wollen sich unabhängiger von Zulieferern machen und die Energiepolitik auf eine breitere Basis stellen. Im Gespräch ist der Bau einer Erdgaspipeline aus dem Nahen Osten und Zentralasien über die Türkei nach Österreich. Ein Termin für den möglichen Baubeginn einer solchen Erdgasleitung wurde bereits genannt: 2011.

Der Ölmarkt hatte auf den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine sensibel reagiert. Die Ölpreise waren gestiegen. Gegenüber gestern gab der Preis nun für die Ölsorte Brent um 32 Cent je Barrel wieder nach. Der Preis lag heute bei 61,03 US-Dollar. Das leichtere Öl aus den USA fiel auf 62,90 US-Dollar je Barrel. Das entspricht einem Abschlag von 24 US-Cent je Barrel.

Themenverwandte Artikel

  • Russischer Energiekonzern Gasprom stoppt Gaslieferung an die Ukraine (01.01.2006)
  • Portal:Ölpreis

Quellen

  • Reuters.com: „Russland und Ukraine legen Gasstreit bei“ (04.01.2006) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar

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January 1, 2006

Russischer Energiekonzern Gasprom stoppt Gaslieferung an die Ukraine

Russischer Energiekonzern Gasprom stoppt Gaslieferung an die Ukraine

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Artikelstatus: Fertig 00:18, 2. Jan. 2006 (CET)
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Moskau (Russland) / Kiew (Ukraine), 01.01.2006 – Der russische Energiekonzern Gasprom hat heute morgen um 10:00 Uhr Moskauer Zeit (8:00 Uhr MEZ) die Gaslieferungen an die Ukraine eingestellt. Der Sprecher des Energiekonzerns Sergej Kuprijanow sagte, sie seien „gezwungen, die Lieferungen zu stoppen“. Gleichzeitig betonte er, dass die Staaten der Europäischen Union weiterhin Gas in vollem Umfang erhalten sollen. Er wies aber darauf hin, dass er keinen Einfluss auf die Maßnahmen der ukrainischen Regierung habe, die sie aufgrund der Einstellung der Lieferung an die Ukraine ergreifen würde. Von den insgesamt fünf Leitungen, über die das Gas in die Ukraine geliefert wird, wurden zwei abgeschaltet. Die verbleibenden drei Leitungen dienen zur Versorgung der Kunden in Westeuropa.

Gasprom hatte von der Ukraine ab dem 01.01.2006 den marktüblichen Preis von 230 US-Dollar pro 1.000 Kubikmeter Gas verlangt. In dem bisherigen Vertrag, der Ende 2005 auslief, waren niedrigere Preise festgelegt worden. Da der marktübliche Preis um knapp das Vierfache höher ist als der bisher in den Verträgen festgelegte Preis von 50 US-Dollar (43 Euro), wollte die ukrainische Regierung nicht auf ein Kreditangebot des russischen Präsidenten Wladimir Putin eingehen, um die Lieferungen bezahlen zu können. Die Ukraine hätte ein Höchstmaß von 80 US-Dollar akzeptiert. Journalisten sehen in der Erhöhung der Gaspreise einen Machtkampf, in dem die ukrainische Regierung unter der Führung von Staatspräsident Wiktor Juschtschenko eine „Quittung für ihre Westpolitik bekommen“ solle. Besonders die ehemaligen Sowjetrepubliken, die sich von Moskau ab- und der EU zuwandten, bekämen den Einfluss Russlands bei der Lieferung und den Preisen des Energiekonzerns zu spüren.

Die Ukraine hat inzwischen einen Druckverlust in ihren Pipelines gemeldet, geht jedoch davon aus, dass Industrie und Privathaushalte weiterhin in genügendem Umfang mit Gas versorgt werden können. Das sagte noch gestern ein Sprecher des staatlichen Energieversorgers Neftegas Ukrainy der Agentur Itar-Tass. Die Ukraine wird vorläufig, bis ein neuer Vertrag mit Gasprom verhandelt und abgeschlossen sein wird, auf ihre eigenen Ressourcen und Importe aus Turkmenien zurückgreifen.

Quellen

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December 9, 2005

Neuer Job für Schröder: Aufsichtsrat bei North European Gas Pipeline

Neuer Job für Schröder: Aufsichtsrat bei North European Gas Pipeline

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Artikelstatus: Fertig 21:03, 9. Dez. 2005 (CET)
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Gerhard Schröder

Wologda (Russland), 09.12.2005 – Nachdem der ehemalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) sein Bundestagsmandat niedergelegt hatte und ankündigte, wieder als Rechtsanwalt arbeiten zu wollen, war vor einigen Tagen zunächst bekannt geworden, dass der Schweizer Medienkonzern Ringier Schröder als Berater für den Ausbau seines Auslandsgeschäfts engagieren wolle. Heute wurde ein weiteres Tätigkeitsfeld Schröders bekannt. Der Vorstandsvorsitzende des russischen Gasriesen Gazprom, Alexej Miller, sagte, Schröder werde Aufsichtsratschef der deutsch-russischen Gesellschaft für Bau und Betrieb der neuen Ostsee-Gaspipeline, der North European Gas Pipeline (NEGP).

Die Bekanntgabe dieser Entscheidung erfolgte beim heutigen ersten Spatenstich für die neue Gaspipeline, über die Deutschland ab dem Jahr 2010 mit Erdgas aus Sibirien versorgt werden wird. Im Endausbau wird die Pipeline eine Länge von 1.200 Kilometern haben. Die North European Gas Pipeline (NEGP) ist ein Joint-Venture, an dem der russische Gaskonzern Gazprom mit 51 Prozent beteiligt ist. Die deutschen Konzerne E.ON und BASF halten jeweils 24,5 Prozent der Anteile. Aufgabe der Firma ist die Koordination von Bau und Betrieb der neuen Pipeline.

Wie es aus russischen Wirtschaftskreisen heißt, habe die Empfehlung Wladimir Putins dazu beigetragen, dass sein alter Freund Schröder den Job bekommt. Damit solle der Beitrag Schröders beim Zustandekommen der Zusammenarbeit für die neue Pipeline gewürdigt werden, hieß es.

Die neue Pipeline wird vom russischen Hafen Wyborg aus durch die Ostsee bis nach Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern verlegt werden. Das Gasvorkommen mit dem Namen „Juschno Russkoje“ wird auf 700 Milliarden Kubikmeter Erdgas geschätzt. Angesichts steigender Weltmarktpreise für Erdöl kommt dem russischen Erdgas ein wachsender Stellenwert zu.

Bei den Grünen stieß die neue berufliche Perspektive Schröders weitgehend auf Ablehnung. Parteichef Reinhard Bütikofer sagte gegenüber dem Tagesspiegel: „Das stinkt“. Gazprom stütze sich auf die Macht der autoritären russischen Regierung. In der Kritik steht das Projekt, weil anstatt der billigeren Variante mit einer Pipeline durch polnisches Gebiet lieber eine Führung der Leitung durch die Ostsee bevorzugt wird.

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September 8, 2005

Ab 2010 strömt Erdgas aus Sibirien nach Deutschland

Ab 2010 strömt Erdgas aus Sibirien nach Deutschland

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Artikelstatus: Fertig 22:15, 8. Sep. 2005 (CEST)
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Dies ist ein Artikel, der für einen Wettbewerb eingereicht wurde. Falls ein Einspruch eingelegt wird, bitte Schiedsrichter Cyper davon unterrichten.

Berlin (Deutschland), 08.09.2005 – Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder und der russische Präsident Wladimir Putin wohnten heute der Unterzeichnung eines deutsch-russischen Kooperationsabkommens zum Bau einer Erdgaspipeline von Russland durch die Ostsee nach Deutschland bei.

Am Bau der 1.200 Kilometer langen Pipeline, die vom russischen Ostseehafen Wyborg durch die Ostsee in die Region Greifswald führen wird, sind die deutschen Firmen E.ON und BASF sowie der russische Konzern Gasprom beteiligt, die dazu ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet haben. Die Kosten für den Bau der Erdgasleitung werden auf 5,7 Milliarden Euro beziffert. Die Inbetriebnahme der neuen Pipeline mit einer Transportkapazität von 27,5 Milliarden Kubikmetern Erdgas ist für das Jahr 2010 geplant. Später soll sogar die doppelte Menge geliefert werden. Es sind auch Abzweigungen von der Hauptleitung nach Schweden, Finnland und zu der russischen Stadt Kaliningrad geplant.

Der Bundeskanzler würdigte das Abkommen als historischen Schritt, der die Versorgung Deutschlands mit Energie auf Jahrzehnte sichern werde.

Beim polnischen Ministerpräsidenten Aleksander Kwasniewski und in den baltischen Staaten stieß das deutsch-russische Abkommen auf Kritik, weil sie nicht an den Verhandlungen beteiligt waren. Auch Wolfgang Schäuble, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, kritisierte die Pläne als deutsch-russischen Alleingang, die Bundesregierung hätte mit den baltischen Staaten und Polen über das Projekt reden müssen. Diese Kritik aufgreifend sagte Schröder bei der Unterzeichnung des Abkommens in Berlin: „Diese Zusammenarbeit ist gegen niemanden gerichtet, sondern dient deutschen Interessen und dient russischen Interessen.” Nach einem Zusammentreffen Putins mit der Kanzlerkandidatin der CDU/CSU, Angela Merkel äußerte sich die CDU-Vorsitzende, anders als der außenpolitische Sprecher ihres Wahlkampfteams, Wolfgang Schäuble, positiv gegenüber dem deutsch-russischen Erdgasabkommen. Sie sagte, dies sei ein guter Tag für die deutsch-russischen Beziehungen.

Nach Angaben der Bundesregierung werden zurzeit 95 Milliarden Kubikmeter Erdgas in Deutschland verbraucht. Durch die neue Pipeline werde die Versorgungssicherheit im Nordwesten Europas erhöht. Der Bundeskanzler wies in diesem Zusammenhang auch auf die wachsende Unsicherheit auf den weltweiten Ölmärkten hin.

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