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February 8, 2008

Gazprom droht Ukraine erneut mit Gas-Lieferstopp

Gazprom droht Ukraine erneut mit Gas-Lieferstopp

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Veröffentlicht: 13:42, 8. Feb. 2008 (CET)
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Moskau (Russland) / Kiew (Ukraine), 08.02.2008 – Der russische Energiekonzern Gazprom hat der Ukraine erneut mit einem Gas-Lieferstopp gedroht. Grund seien angeblich ausstehende Zahlungen für erhöhte Gaslieferungen.

Im Januar 2006 war es bereits zu einem russisch-ukrainischen Gasstreit gekommen, in dessen Folge es auch zu Engpässen bei den Gaslieferungen nach Westeuropa gekommen war.

Die Ukraine müsse ab Montag, den 11. Februar 2008, mit einer Unterbrechung der Gasversorgung rechnen, kündigte der Gazprom-Sprecher Sergej Kuprijanow am Donnerstagmittag im russischen Staatsfernsehen an. Russland hatte zuvor mehrfach einen Lieferstopp angedroht.

Nachdem die Lieferungen von relativ billigem Erdgas aus Turkmenistan und Zentralasien in die Ukraine verringert wurden, musste die Ukraine mehr von dem relativ teuren russischen Erdgas einkaufen, wodurch sich der Gesamtpreis erhöhte.

Die Ukraine fordert von Russland derzeit mehr Geld für die Weiterleitung von russischem Erdgas in den Westen. Obwohl die Ukraine derzeit für russisches Erdgas etwa dreieinhalb Mal mehr als noch 2006 zahlen müsse, seien die Einnahmen aus dem Transit von russischem Erdgas nach Europa unverändert geblieben.

Daher will die neue ukrainische Ministerpräsidentin Julija Tymoschenko neue Gasverträge mit Russland aushandeln. Dazu soll der ukrainische Staatspräsident Wiktor Juschtschenko am Dienstag, den 12. Februar 2008, Gespräche über die Gasverträge in Moskau führen.

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August 16, 2006

Russland und Ukraine im Prinzip einig über Erdgasmodalitäten

Russland und Ukraine im Prinzip einig über Erdgasmodalitäten

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Artikelstatus: Fertig 15:45, 16. Aug. 2006 (CEST)
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Moskau (Russland) / Kiew (Ukraine), 16.08.2006 – Russland und die Ukraine konnten in Gesprächen auf Regierungsebene offenbar Einigungen über wichtige Fragen der Erdgaslieferungen zwischen beiden Ländern erzielen. Der ukrainische Ministerpräsident Wiktor Janukowytsch, der sich mit seinem russischen Amtskollegen Michail Fradkow in dem russischen Ferienort Sotschi am Schwarzen Meer getroffen hatte, teilte außerdem mit, im beiderseitigen Einvernehmen sei die Wiederauffüllung der ukrainischen unterirdischen Erdgaslager beschlossen werden, aus denen auch Westeuropa versorgt wird. Wie die amtliche russische Nachrichtenagentur RIA Novosti heute meldete, geht Russland von den Preisvereinbarungen aus, die Anfang des Jahres 2006 getroffen worden waren.

Dem Gespräch zwischen den beiden Ministerpräsidenten waren mehrere Kontakte zwischen den beiden Gaskonzernen vorausgegangen: auf russischer Seite dem Gazprom-Konzern und auf ukrainischer Seite dem Energieversorger Naftohas.

Nach dem Regierungswechsel in der Ukraine im Rahmen der so genannten orangenen Revolution hatte sich das Verhältnis zwischen den beiden Staaten stark verschlechtert, da der neue Ministerpräsident Wiktor Juschtschenko einen westlich orientierten Kurs steuerte. Der Anfang August wiedergewählte ehemalige Ministerpräsident Wiktor Janukowytsch gilt als russlandfreundlich. Anfang 2006 war es zu dem so genannten russisch-ukrainischen Gaskrieg gekommen. Gazprom hatte damals die Lieferungen an die Ukraine wegen Unstimmigkeiten über die Preisvereinbarungen vorläufig gestoppt. Dies hatte auch zu Irritationen in Westeuropa geführt, weil Westeuropa über Erdgasleitungen versorgt wird, die über ukrainisches Gebiet verlaufen.

Die Verhandlungen über weitere Details der Erdgaslieferungen zwischen beiden Staaten werden in den nächsten Wochen fortgesetzt.

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