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February 7, 2013

Fluggesellschaften müssen Betreuungsleistungen erbringen

Fluggesellschaften müssen Betreuungsleistungen erbringen

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Veröffentlicht: 15:59, 7. Feb. 2013 (CET)
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Ausbruch des Eyjafjallajökull (Archivbild vom 17. April 2010)

Luxemburg (Stadt) (Luxemburg), 07.02.2013 – Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat am 31. Januar 2013 in einem Urteil gegen die Fluggesellschaft Ryanair entschieden, dass auch dann Betreuungsleistungen von den Fluggesellschaften zu erbringen sind, wenn Flüge wegen „außergewöhnlicher Umstände“ annulliert werden müssen. Zu den Betreuungsleistungen gehört die Kostenübernahme durch die Fluggesellschaft für die Unterbringung in einem Hotel, Mahlzeiten, Erfrischungen und ein Telefonat. Es gibt zwar keine Zeit- oder Kostengrenze, allerdings müssen die Kosten notwendig, angemessen und zumutbar sein. Auch Auslagen der Fluggäste müssen zurückerstattet werden.

In dem verhandelten Gerichtsfall ging es darum, ob die Fluggesellschaft Ryanair aufgrund der Annullierung von Flügen wegen des Ausbruchs des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull im Frühjahr 2010 die gestrandeten Fluggäste hätte betreuen müssen. Ryanair wies diese Forderung als absurd zurück, weil die Ticketpreise nur 30 Euro betrugen. Dies sah das Gericht nicht so, denn derartige Kosten seien kalkulierbar und ließen sich auf den Flugpreis umlegen. Bei den Kosten für die Betreuung handele es sich nach Auffassung des Gerichtes nicht um Entschädigungen (Aktenzeichen: C-12/11).

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Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Ausbruch des Eyjafjallajökull 2010“.
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March 10, 2009

EuGH. Nicht im EU-Amtsblatt veröffentlichte gesetzliche Bestimmungen sind ungültig

EuGH. Nicht im EU-Amtsblatt veröffentlichte gesetzliche Bestimmungen sind ungültig

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Veröffentlicht: 23:51, 10. Mär. 2009 (CET)
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Luxemburg (Stadt) (Luxemburg), 10.03.2009 – Gesetzliche Bestimmungen wie Verordnungen oder Richtlinien der Europäischen Union, die nicht vollständig im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht wurden, sind unwirksam. Dieses Grundsatzurteil wurde heute im Zusammenhang mit einer Klage eines österreichischen Tennisspielers vom Gerichthof der Europäischen Union (EuGH) gesprochen, der gegen die Verweigerung der Beförderung von Tennisschlägern im Handgepäck geklagt hatte. Begründung des Gerichts: Nur Anweisungen, die vollständig für den Rest der Bevölkerung transparent seien, seien bindend. Konkret war die Richtlinie zur Beförderung gefährlicher Güter im Flugzeug in die Mühlen der Justiz geraten, da der Anhang nicht veröffentlicht worden war. Den Einwand der Geheimhaltung ließ der EuGH nicht gelten.

Themenverwandte Artikel

  • Portal: Europäische Union
  • Portal: Gerichtsurteile
  • Portal:Europäischer Gerichtshof

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October 25, 2007

Neue Fangquoten für die Fischerei in der Ostsee

Neue Fangquoten für die Fischerei in der Ostsee

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Veröffentlicht: 12:34, 25. Okt. 2007 (CEST)
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Luxemburg (Luxemburg), 25.10.2007 – Die EU-Staaten einigten sich am Dienstag in Luxemburg auf neue Höchstmengen für den Fang bestimmter Fischarten in der Ostsee.

Diese sehen eine Verringerung der Fangquoten für den Dorsch (Gadus morhua) in den östlichen Regionen der Ostsee auf 38.765 Tonnen (minus 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr) vor. Für die westlichen Bereiche der Ostsee wird die Fangquote für den Dorsch sogar um 19.221 Tonnen gesenkt, was einem Prozentsatz von 28 entspricht. Außerdem wird die Anzahl der Fangtage für die einzelnen Länderfangflotten gesenkt.

Diese Mengenbeschränkungen beim Fang dieser Fischart sollen zu einer Erholung der Bestände beitragen. Die EU-Kommission hält den Zustand dieser beiden Dorschbestände für „weiterhin besorgniserregend“. Die EU-Kommission stützt sich bei ihren Vorschlägen auf Gutachten der ICES (übersetzt etwa: „Internationaler Rat für die Erforschung der Meere“), einer wissenschaftlichen Kommission, die die Bestandsentwicklung akribisch erfasst und jährlich Vorschläge zur weiteren Bewirtschaftung der europäischen Meere vorlegt.

Mit ihren bereits im September vorgelegten Vorschlägen konnte sich die Kommission jedoch wegen des Widerstandes aus Deutschland und Dänemark nicht in vollem Umfang durchsetzen. Diese Länder sehen die wirtschaftlichen Überlebenschancen ihrer Fischfangflotten bedroht. Ernst-Wilhelm Rabius vom schleswig-holsteinischen Landwirtschaftsministerium bewertete die Beschlüsse mit den Worten: „Wir rechnen für das kommende Jahr insbesondere bei den kleinen Kutterbetrieben mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten.“

Kritik wurde vor allem an den polnischen Fischern geübt, denen vorgeworfen wird, sich nicht an die getroffenen Absprachen zu halten und falsche Zahlen über gefangene Fische angegeben zu haben. Sie seien damit wesentlich für die Überfischung der Dorschbestände in der Ostsee verantwortlich zu machen. Die EU will daher entsprechende Kontrollmechanismen verstärken. Im Juli war den polnischen Fischern der weitere Fang von Kabeljau in der Ostsee bis Jahresende untersagt worden.

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March 6, 2007

Europäischer Gerichtshof schwächt Position staatlicher Wettmonopole

Europäischer Gerichtshof schwächt Position staatlicher Wettmonopole

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Artikelstatus: Fertig 18:01, 6. Mär. 2007 (CET)
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Luxemburg (Luxemburg), 06.03.2007 – Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat heute ein wichtiges Urteil (Az. C-338/04, C-359/04, C-360/04) zu den in verschiedenen EU-Mitgliedsstaaten bestehenden staatlichen Glücksspielmonopolen gesprochen. Gegenstand des Urteils ist die Frage, ob ein Staat die Nichterfüllung einer gesetzlichen Auflage, beispielsweise das Fehlen einer für das Anbieten von Glücksspielen nötigen Konzession, mit Strafe belegen darf. Der EuGH entschied, dass dies nicht rechtens sei, wenn der Staat die Erfüllung der Auflagen selbst verhindere, beispielsweise durch entsprechende Gesetze oder Verweigerung der Genehmigung.

Hintergrund des Urteils ist der „Placanica“-Fall. Mehrere Wettbürobetreiber in Italien hatten für einen britischen Anbieter Sportwetten vermittelt. Der italienische Staat ging dagegen vor und versagte den Betreibern eine Konzession. Der EuGH wurde daraufhin von mit dem Fall befassten italienischen Gerichten um eine Einschätzung der Rechtslage gebeten. Das nun ergangene Urteil könnte auch für das Glückspielmonopol in Deutschland Folgen haben. Erst im vergangenen Dezember war durch 15 der 16 Bundesländer ein Staatsvertrag beschlossen worden, der den Ländern für vier weitere Jahre ein Monopol auf Lotterien, Sportwetten und Spielbanken einräumt.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Europäischer Gerichtshof

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February 13, 2007

EU-Gerichtsgutachter: VW-Gesetz verstößt gegen Europarecht

EU-Gerichtsgutachter: VW-Gesetz verstößt gegen Europarecht

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Artikelstatus: Fertig 18:54, 13. Feb 2007 (CET)
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Luxemburg (Luxemburg) / Hannover (Deutschland), 13.02.2007 – Das 47 Jahre alte VW-Gesetz, das der Verhinderung feindlicher Übernahmen dienen soll, verstößt nach Ansicht des Generalanwalts des Europäischen Gerichtshofes, Damazo Ruiz-Jarabo Colomer, gegen europäisches Recht. Insbesondere sieht er in seinem heute bekanntgegebenen Gutachten darin eine Behinderung des freien Kapitalverkehrs innerhalb der Europäischen Gemeinschaft. Colomer empfahl dem Gericht, der vor zweieinhalb Jahren angestrengten Klage der EU-Kommission gegen die Bundesrepublik Deutschland stattzugeben. Porsche als größter Aktionär hält 27,4 Prozent der Aktien und unterstützt die EU-Behörde.

Die Klage der EU-Kommission ist bereits seit dem März 2005 anhängig. In ihrer Argumentation gegen das VW-Gesetz stützt sich die Kommission vor allem auf drei Punkte: Die Sonderrechte von Bundesregierung und der Landesregierung Niedersachsens, die zurzeit mit 20 Prozent nach Porsche zweitgrößter Anteilseigner bei Volkswagen ist, je zwei Aufsichtsratsmitglieder in das höchste Entscheidungsgremium des Unternehmens zu entsenden; die Beschränkung der Stimmrechtsanteile von Anlegern auf maximal 20 Prozent unabhängig von der tatsächlichen Höhe der Aktienanteile; das besondere Quorum für Abstimmungen in der Hauptversammlung des Konzerns – danach sind 80 Prozent der Stimmen für Mehrheitsentscheidungen erforderlich. Nach Ansicht des Generalanwalts schreckt die Beschränkung der Stimmrechte von Anlegern potentielle Interessenten davon ab, weitergehende Firmenanteile zu erwerben. Der Generalanwalt kritisierte das VW-Gesetz ebenso wie die Haltung der deutschen Bundesregierung in seinem Gutachten in scharfer Form: Das Gesetz beschränke den freien Kapitalverkehr und die deutsche Bundesregierung betreibe eine „zu weite und wirklichkeitsferne Argumentation, die keine zwingenden Gründe des öffentlichen Interesses für sich in Anspruch nehmen könne“.

VW-Werk in Wolfsburg

Offenbar steht ein anderer deutscher Automobilhersteller im Hintergrund des Verfahrens gegen das VW-Gesetz, der Sportwagenhersteller Porsche. Der Vorstandschef der Porsche AG, Wendelin Wiedeking, hat sich nach Angaben der EU-Kommission in schriftlicher Form sowohl an die deutsche Bundesregierung als auch an den EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy gewandt, um sie zu Schritten zur Beseitigung des VW-Gesetzes zu bewegen. Wie der Bevollmächtigte der EU-Kommission, Gerald Braun, in Luxemburg mitteilte, sieht Wiedeking in dem Gesetz eine Benachteiligung und Rechtsverletzung gegenüber dem VW-Anteilseigner Porsche. Die Firma Porsche hält zurzeit 27,4 Prozent der VW-Anteile, die mittelfristig auf 29,9 Prozent aufgestockt werden sollen. Wegen des VW-Gesetzes kann Porsche seinen Einfluss gegenwärtig jedoch nicht über den gesetzlich festgelegten 20-prozentigen Stimmenanteil hinaus ausdehnen. Außerdem ist Porsche daran gelegen, den Einfluss des Landes Niedersachsen auf die Unternehmenspolitik des VW-Konzerns zurückzudrängen. Wiedeking sagte: „Die Politik sollte sich aus den Bereichen der Wirtschaft heraushalten, die sich im internationalen Wettbewerb behaupten müssen und bei Marktversagen mit der Sanktion der Pleite bestraft werden.“ Entsprechend positiv fiel die Reaktion der Firma Porsche auf das Plädoyer des Generalanwalts aus. Ein Porschesprecher erklärte am Dienstag: „Das bestätigt unsere Haltung zum VW-Gesetz. Wir gehen davon aus, dass sich das Gericht der Position des Generalanwalts anschließen wird.“ Tatsächlich spricht die Praxis bisheriger Beschlüsse des EuGH mit hoher Wahrscheinlichkeit für ein Ende des VW-Gesetzes. Schutzklauseln, wie sie das VW-Gesetz enthält, hat das Gericht nur in wenigen Ausnahmefällen für zulässig erklärt, zum Beispiel wenn es um eine Beeinträchtigung zentraler nationaler Interessen wie der Aufrechterhaltung der Energieversorgung geht.

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) ist der Ansicht, dass das VW-Gesetz zu einer relativ geringen Produktivität des Konzerns führe, da das Land Niedersachsen seinen nicht unbeträchtlichen Einfluss vor allem zur Sicherung der Arbeitsplätze einsetze, wodurch das Unternehmen durch vergleichsweise hohe Kosten belastet würde.

Die niedersächsische Landesregierung will dagegen am VW-Gesetz festhalten. Wie der niedersächsische Finanzminister Hartmut Möllring am Dienstag in Hannover erklärte, sieht die Landesregierung in dem Gesetz „kein Hindernis für den freien Kapitalverkehr“. Der Einstieg von Porsche bei VW sei als Beleg für diese These zu bewerten.

Nach Ansicht von Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) ist mit der Empfehlung von Generalanwalt Colomer jedoch noch keine Vorentscheidung gefallen. „Es ist nur eine gutachterliche Stellungnahme. Der Europäische Gerichtshof ist in der Vergangenheit häufig von den Gutachten abgewichen.“ Aber auch wenn das Gesetz fallen solle, bestünde keine Gefahr, dass der Volkswagenkonzern zerschlagen werden könnte. Porsche und das Land Niedersachsen als Großaktionäre könnten dies jederzeit verhindern.

Der VW-Betriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh hat die EU-Kommission wegen ihres Vorgehens gegen das VW-Gesetz scharf angegriffen. In dem Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof sieht Osterloh einen „Angriff gegen die Belegschaft“, es stehe im Gegensatz zur „sozialen Marktwirtschaft“.

Das Urteil des in Straßburg ansässigen Europäischen Gerichtshofes wird im Sommer 2007 erwartet.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:VW
  • Portal:Europäischer Gerichtshof

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December 4, 2006

Eurostat meldet Rückgang der Arbeitslosigkeit in der EU

Eurostat meldet Rückgang der Arbeitslosigkeit in der EU

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Artikelstatus: Fertig 18:22, 4. Dez. 2006 (CET)
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Luxemburg (Luxemburg), 04.12.2006 – Das Statistische Amt der Europäischen Gemeinschaft, kurz Eurostat, veröffentlichte am Freitag die neusten Zahlen für den europäischen Arbeitsmarkt. Demnach fiel die saisonbereinigte Arbeitslosenquote in der Eurozone im Oktober auf 7,7 Prozentpunkte, dies ist 0,1 Prozent weniger als im vorherigen Monat. Im vergangenen Jahr lag sie im selben Monat noch bei 8,5 Prozent. In der gesamten Europäischen Union, also auch in Ländern, die bisher nicht den Euro als offizelles Zahlungsmittel verwenden, sank die Quote von 8,6 Prozent im Oktober des letzten Jahres auf 7,9 Prozentpunkte.

In Dänemark verzeichnet man im Moment die niedrigste Arbeitslosenquote mit nur 3,5 Prozent, gefolgt von den Niederlanden, 3,9 Prozent, Estland und Irland, beide 4,2 Prozent, und Österreich mit 4,7 Prozent. Die höchste Quote wurde mit 14 Prozent aus Polen gemeldet. In drei Staaten hat die Arbeitslosigkeit zugenommen, darunter Großbritannien, Ungarn und Luxemburg, in Malta blieb sie stabil, und die restlichen Mitgliedsstaaten meldeten einen Rückgang. Den stärksten relativen Rückgang verzeichnete Estland mit 3,2 Prozent seit September 2005.

Bei den unter 25-Jährigen wurde ebenfalls eine Verminderung der Arbeitslosigkeit festgestellt. Im Oktober 2006 waren nur noch 16,6 Prozent in der Eurozone und 17,3 Prozent in der EU25-Zone arbeitslos, im Vergleich zu 17,6 Prozent (Eurozone) und 18,4 Prozent (EU25), wobei in Polen immer noch fast ein Drittel der Arbeitssuchenden ohne Stelle ist und in Griechenland jeder Vierte. Insgesamt schätzt Eurostat, dass es im Oktober 2006 in der Eurozone 11,4 Millionen Menschen gab, die keine Arbeit hatten und 17,2 Millionen in Europäischen Union. Damit hat die Quote den niedrigsten Stand, seit dem Beginn der Erfassung des Luxemburger Amtes.

Im Vergleich zu anderen wichtigen Wirtschaftsregionen der Welt liegt die Arbeitslosenquote noch relativ hoch, zum Teil bedingt durch die gesetzlichen Regelungen des Arbeitsmarktes in Europa. In den Vereinigten Staaten waren im Oktober 4,4 Prozent ohne Job und in Japan sogar nur 4,2 Prozent.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Arbeit und Soziales
  • Portal:Europäische Union

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December 2, 2006

Blauzungenkrankheit erstmals in Luxemburg festgestellt

Blauzungenkrankheit erstmals in Luxemburg festgestellt

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Artikelstatus: Fertig 21:16, 2. Dez. 2006 (CET)
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Schafe auf Weide

Luxemburg (Luxemburg), 02.12.2006 – Wie das Landwirtschaftsministerium mitteilte, wurde in einem Rinderbetrieb bei Hüpperdingen (auf luxemburgisch Hëpperdang) ein Fall von Blauzungenkrankheit in einem Rinderbetrieb festgestellt. Das infizierte Rind, das zweieinhalb Jahre alt ist, wurde vor kurzem von einer in Belgien liegenden Weide nach Hüpperdingen zurückgebracht.

Die Blauzungenkrankheit ist eine saisongebundene, nicht ansteckende, seuchenhaft auftretende Erkrankung. Als Überträger können Stechmücken (Culicoides), Mosquitos oder Zecken fungieren. Die Blauzungenkrankheit tritt bei Schafen, Ziegen sowie anderen Haustieren und Wildwiederkäuern auf. Für Menschen besteht keine Ansteckungsgefahr – weder durch den Kontakt noch durch den Verzehr des infizierten Fleisches.

Die Krankheit wurde erstmals in Südafrika festgestellt und von dort in andere Teile Afrikas übertragen. Später gab es Seuchenausbrüche in arabischen, asiatischen, europäischen und nordamerikanischen Ländern. In Europa gab es Seuchenausbrüche in Südeuropa (Griechenland, Kroatien, Mazedonien, Italien, Albanien), und in den Jahren 2001 und 2002 wurden Fälle auf dem Territorium des ehemaligen Jugoslawiens, aus Tunesien und aus Singapur gemeldet. Im August 2006 wurden infizierte Schafe in den Niederlanden und in Belgien gemeldet. Im gleichen Monat trat die Krankheit auch zum ersten Mal in Deutschland auf. Der nun aufgetretene Fall ist der erste bislang bekannte Fall in Luxemburg. Die luxemburgischen Gesetze sehen in einem solchen Fall eine provisorische Sperre des infizierten Rinderbetriebes sowie die Ausweisung einer Infektionszone über einen Radius von 20 Kilometern vor. Tiertransporte sind in dieser Zone nur noch unter gewissen Auflagen erlaubt. Das Landwirtschaftsministerium hat angekündigt, die Einfuhr von Tieren künftig strenger zu kontrollieren.

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November 30, 2006

Roter Löwe versus Schwarzes Rindvieh

Roter Löwe versus Schwarzes Rindvieh – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Roter Löwe versus Schwarzes Rindvieh

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Artikelstatus: Fertig 20:20, 30. Nov. 2006 (CET)
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Der rote Löwe (De roude Léiw)

Luxemburg (Luxemburg), 30.11.2006 – Der Luxemburger Flaggenstreit geht in eine weitere Runde und erhält nun auch eine satirische Note. Wie Wikinews bereits berichtete, (Luxemburger Flaggenstreit erhitzt Gemüter (16.11.2006) und Neue Nationalfahne für Luxemburg (08.10.2006)), haben sich im Großherzogtum zwei Bürgerinitiativen gebildet, von denen eine fordert, dass Luxemburg mit dem „Roude Leiw“ eine neue Nationalflagge erhalten sollte, während sich die andere Bürgerinitiative dagegen wehrt.

Die beiden Initiativen bekommen nun eine sich selbst nicht ganz ernst nehmende Konkurrenz in Form der „Initiativ Schwaarzt Rendvei“ (Initiative schwarzes Rindvieh), die eine ganz neue Art von Nationalflagge vorschlägt. Unter Anspielung auf die Parteizugehörigkeit des „Roude-Leiw“-Befürworters und Vaters der entsprechenden Gesetzesinitiative, Michel Wolter (CSV-Christlich Soziale Volkspartei), fordern die Initiatoren eine Flagge mit dem Bild einer schwarzen Kuh in Löwenpose.

Die Trikolore (aktuelle Landesflagge Luxemburgs)

So amüsant solche Initiativen auch sein mögen, so scheinen die Luxemburger selbst den Vorschlag von Michel Wolter jedoch ganz ernst zu nehmen. Immerhin haben zur Zeit (Stand: 30. November 2006, 1:00 Uhr MEZ) bereits 22.255 Bürger die Unterschriftenliste zugunsten des „Roten Löwen“ unterzeichnet, während die Gegeninitiative lediglich 1.030 Unterschriften auf ihrem Konto verbuchen kann.

Unterdessen nutzen auch Luxemburger Prominente die Gunst der Stunde, um sich ins Rampenlicht zu stellen, indem sie den populären Vorschlag von Michel Wolter unterstützen. So haben sich laut der Tageszeitung „d’Wort – Luxemburger Wort für Wahrheit und Recht“ neben den Tennisspielern Gilles Muller und Mandy Minella, den Radsportprofis Fränk Schleck und Andy Schleck auch die Sängerin und Fernsehmoderatorin Thorunn Egilsdottir sowie der Präsident des nationalen Feuerwehrverbandes, Jean-Pierre Hein, auf die Unterschriftenliste des „Roten Löwen“ eingetragen.

Der Gesetzesvorschlag zur Flaggenänderung wurde unterdessen der zuständigen staatlichen Kommission vorgelegt, die demnächst ein Gutachten abgeben wird.

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Spekulationen um 54 Jahre alten Olympiasieg von Josy Barthel

Spekulationen um 54 Jahre alten Olympiasieg von Josy Barthel

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Artikelstatus: Fertig 20:36, 30. Nov. 2006 (CET)
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Luxemburg (Luxemburg), 30.11.2006 – In Luxemburg kennt jedes Kind seinen Namen. Das größte Fußballstadion des Großherzogtums, ein Gymnasium und zahlreiche Straßen, Räumlichkeiten oder Plätze tragen seinen Namen. Wenn ein Sportler so etwas wie eine nationale Vorbildfunktion erfüllen kann, dann trifft das zweifellos auf Joseph „Josy“ Barthel (1927–1992) zu. Um so größer war der Aufschrei der Luxemburger Presselandschaft, als der „Berliner Tagesspiegel“ in seiner Sonntagsausgabe einen Artikel über eben diesen Josy Barthel veröffentlichte, in dem dieser des Dopings beschuldigt wurde. Josy Barthel hatte 1952 bei den XV. Olympischen Spielen von Helsinki als erster die Ziellinie des 1.500-Meter-Laufes erreicht. Er ist damit bis heute der einzige Luxemburger, der offiziell eine olympische Goldmedaille gewonnen hat. (1900 hatte der Luxemburger Michel Théato bereits auf umstrittene Art und Weise eine Goldmedaille im Marathon gewonnen. Dieser Sieg wird aber bis heute offiziell von Frankreich für sich beansprucht.) Später wurde Barthel zuerst Präsident des luxemburgischen Olympischen Komitees und dann als Minister, zuständig für verschiedene Ressorts, sogar Mitglied der großherzoglichen Regierung.

Im Artikel des Tagesspiegels war zu lesen, der spätere Sportminister von Luxemburg sei durch eine Doktorarbeit von Oskar Wegener des Dopings überführt worden. Zwar habe Wegener den Namen Barthels erst vor Kurzem bekannt gegeben, doch habe er bereits in den Jahren 1952 bis 1954 in seiner Arbeit „Die Wirkung von Dopingmitteln auf den Kreislauf und die körperliche Leistung“ über ihn berichtet; Zitat: „So wurde einem Leichtathleten, wie Trainer Gerschler berichtete, auf der Londoner Olympiade…“ (1948) „… nach der Gabe eines solchen Mittels so schlecht, dass er Mühe hatte, die Krämpfe auf seiner Laufsrecke zu überstehen. Vier Jahre später errang er nach gründlicher körperlicher Vorbereitung die Goldmedaille.“ Dieser Artikel wurde in den vergangenen Tagen in Luxemburg harscher Kritik unterworfen. Zum einen wurde dem Autor Erik Eggers schlampige Recherche vorgeworfen – Barthel war nie Sportminister – zum anderen war es der zitierte Dr. Oskar Wegener selbst, der in einem Interview mit RTL Radio Lëtzebuerg die Aussagen Eggers widerlegte. „… wenn er das jetzt so behauptet, dann hat er mir das in den Mund gelegt… das ist unverständlich.“ „Das würde ich nach meinem Wissen von damals nie behaupten“, sagte Wegener dem Sender gegenüber. Über Eggers sagte er des Weiteren „ich habe auch nicht mit ihm zusammengearbeitet… das“ (diese Behauptung) „ist unverschämt“.

Tatsache ist, dass 1952 Doping kaum als Mogelei angesehen wurde. So bestätigte der schwedische Arzt und langjährige Präsident der Medizinischen Kommission des Leichtathletik-Weltverbands und ehemalige Hochspringer Arne Ljungqvist in einem Interview mit der Luxemburger Tageszeitung „d’Wort-Luxemburger Wort für Wahrheit und Recht“, dass bereits kurz nach dem Krieg Amphetamine und andere leistungssteigernde Mittel in Sportlerkreisen häufig genommen wurden. „Damals stellte man keine Fragen und niemand hat sich daran gestört“, sagte Ljungqvist gegenüber dem „Wort“.

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  • Portal:Luxemburg

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November 17, 2006

Studentenstreik in Luxemburg-Stadt und Esch-Alzette

Studentenstreik in Luxemburg-Stadt und Esch-Alzette

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Luxemburg (Luxemburg), 17.11.2006 – Mehrere Schülerausschüsse Luxemburger Gymnasien und Hauptschulen haben für heute zu einer nationalen Streikaktion aufgerufen. Hauptsächlich betroffen sind die Hauptstadt Luxemburg-Stadt und die Süd-Metropole Esch/Alzette. Mehrere Schülerausschüsse aus anderen Regionen des Landes haben die Schüler ihrer Schulen jedoch aufgefordert, sich nicht an den Streikaktionen zu beteiligen.

Der Protest der Jugendlichen richtet sich gegen den Gesetzentwurf 5611, der unter anderem eine Reform der Beschäftigungsmaßnahmen vorsieht. Unterstützung finden die Jugendlichen vor allem durch linke Jugendbewegungen sowie durch die Studentenvertretung der Universität Luxemburg.

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