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April 13, 2012

Arbeitslosigkeit in der Eurozone erreicht Rekordniveau

Arbeitslosigkeit in der Eurozone erreicht Rekordniveau

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Veröffentlicht: 00:49, 13. Apr. 2012 (CEST)
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Luxemburg (Luxemburg), 13.04.2012 – Die Zahl der Arbeitslosen hatte im Februar 2012 seinen Höchststand seit der Einführung der Gemeinschaftswährung Euro im Jahr 1999 erreicht. Das statistische Amt der Europäischen Union Eurostat schätzt, dass im Februar 2012 in den 27 Ländern der Europäischen Union insgesamt 17,134 Millionen Menschen ohne Arbeit waren. Das entspricht einem saisonbereinigten Anteil von 10,8 Prozent der Gesamtbevölkerung im Alter zwischen 15 und 74 Jahren. Am stärksten betroffen sind mit 21,6 Prozent junge Erwachsene unter 25 Jahren. Die höchste Arbeitslosenquote hatte Spanien mit 23,6 Prozent, die niedrigste Quote verzeichnete Österreich mit einem Erwerbslosenanteil von 4,2 Prozent.

Bei den unter 25-Jährigen lag die Zahl im Euroraum (EU27) bei 24,5 Millionen Arbeitslosen. In Spanien ist jeder zweite im Alter von 15 bis 24 Jahren arbeitslos, Portugal sowie die Slowakei haben 35 Prozent Jugendarbeitslosigkeit, gefolgt von Belgien und Italien mit 32 Prozent. Deutschland und Österreich weisen mit 8,2 und 8,3 Prozent die geringste Jugendarbeitslosigkeit in der Eurozone auf. Unter Jugendarbeitslosigkeit wird bei Eurostat die Altersgruppe von 15 bis 24 Jahren erfasst.

Für die Europäische Union ist Besserung vorerst nicht in Sicht. Auch die EU-Kommission rechnet nicht mit einer absehbaren Erholung: Aufgrund des schwachen Wirtschaftswachstums werde die Arbeitslosigkeit im laufenden und im kommenden Jahr nicht fallen, heißt es im letzten Beschäftigungs-Jahresbericht der Brüsseler Behörde.

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  • Portal:Arbeit und Soziales (Europa)

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February 18, 2012

Europäischer Gerichtshof entscheidet gegen Filtersysteme bei sozialen Netzwerken

Europäischer Gerichtshof entscheidet gegen Filtersysteme bei sozialen Netzwerken

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Veröffentlicht: 11:31, 18. Feb. 2012 (CET)
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Sitzungssaal im EuGH

Luxemburg (Luxemburg), 18.02.2012 – Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass soziale Netzwerke nicht verpflichtet sind, Filtersysteme zu entwickeln, mit denen die Verbreitung illegaler Musikdownloads verhindert wird. Der belgische Musikrechte-Verwerter SABAM hatte vor dem Gerichtshof geklagt, um durchzusetzen, dass die niederländische Internetplattform Netlog zur Entwicklung eines solchen Filtersystems verpflichtet wird. Die Luxemburger Richter lehnten diese Klage ab.

In der Urteilsbegründung gaben die Richter mehrere Gründe für ihre Entscheidung an. Zum einen würde dadurch eine permanente Überwachung aller Nutzer und solcher sozialen Netzwerke geschaffen, und diese würden identifiziert. Eine solche Maßnahme verstoße jedoch gegen die EU-Richtinie über den elektronischen Geschäftsverkehr. Zum anderen sei ein angemessenes Gleichgewicht zwischen dem Schutz der Urheberrechte und dem Schutz der in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union verankerten Grundrechte zu beachten. Eine solche präventive Überwachung durch ein Filtersystem verstoße gegen das Recht des freien Empfangs und der freien Sendung von Informationen. Außerdem werde das Grundrecht auf den Schutz von personenbezogenen Daten verletzt, meinten die Richter. Darüberhinaus sah das Gericht in der Forderung SABAMs eine erhebliche einseitige Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Interessen der Beklagten, da diese das Filterungssystem auf eigene Kosten hätten einrichten sollen.

Beobachter sehen in dem Luxemburger Urteil eine Stärkung der Freiheit sozialer Netzwerke. Nach Ansicht des Kölner Medienrechtsanwaltes Christian Solmecke gibt das Urteil auch sogenannten One-Click-Hostern Aufwind. „Bislang haben einige Gerichte in Deutschland, etwa das OLG Köln, die Meinung vertreten, dass solche globalen Filtersysteme selbst dann eingeführt werden müssten, wenn dadurch das Geschäftsmodell eines Hosting-Anbieters gefährdet würde. Diese Urteile dürften nun nicht mehr haltbar sein.“ Oliver Süme, Vorstand Politik, Recht und Regulierung des Verbands der deutschen Internet-Wirtschaft Eco, begrüßte das Urteil, da es Rechtssicherheit für europäische Provider bringe. Es bestätige ausdrücklich, dass Provider nicht für Inhalte haften würden, von denen sie keine Kenntnis hätten.

Auswirkungen dürfte das Urteil auch auf das umstrittene internationale Handelsabkommen zur Bekämpfung von Produkt- und Markenpiraterie Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) haben. In dem Abkommen, das von den meisten EU-Mitgliedsstaaten unterzeichnet wurde, ist vorgesehen, dass die Behörden Provider dazu zwingen können, Kundendaten offenzulegen. Die Ratifizierung des Abkommens ist in den letzten Tagen aufgrund weltweiter öffentlicher Proteste ins Stocken geraten.

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October 22, 2011

Europäischer Gerichtshof verbietet Patente auf menschliche embryonale Stammzellen

Europäischer Gerichtshof verbietet Patente auf menschliche embryonale Stammzellen

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Veröffentlicht: 15:40, 22. Okt. 2011 (CEST)
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Luxemburg (Luxemburg), 22.10.2011 – Der Europäische Gerichtshof verkündete am Dienstag ein Grundsatzurteil nach dem aus menschlichen Embryonen gewonnene Stammzellen und darauf aufbauende Forschungsergebnisse in Europa nicht patentiert werden können. Die Zerstörung der Embryonen, argumentierten die Richter, verstoße gegen die Menschenwürde. Entscheidend für die Urteilsfindung war die Frage, ab wann ein Embryo menschliches Leben darstellt. Die Richter vertraten die Ansicht, dass schon das Stadium der Befruchtung einen menschlichen Embryo darstellt und daher totipotente Zellen, die die Fähigkeit haben sich zu einem vollständigen Menschen zu entwickeln, rechtlich als Embryonen anzusehen wären. Auch unbefruchtete Eizellen, in die ein Zellkern einer menschlichen Zellen eingesetzt wurde oder die durch Parthenogenese zur Zellteilung veranlasst wurden, wären als Embryonen anzusehen, wenn totipotente Zellen so gewonnen werden könnten. Es sei aber Sache des nationalen Gerichts „im Licht der technischen Entwicklung festzustellen“, ob die Stammzellen einer Blastozyste nach fünftägiger Entwicklung als menschlicher Embryo anzusehen wären, also den Prozess der Entwicklung eines Menschen in Gang setzen könnten. Einzelne pluripotente embryonale Stammzellen werden nicht als Embryonen angesehen. Die Süddeutsche Zeitung wies darauf hin, es werde hier mit zweierlei Maß gemessen, da es bereits Patente auf Zellen menschlicher Föten gäbe, die um die zwölfte Woche der Schwangerschaft abgetrieben würden.

Die Medizin erhofft sich von Stammzellen Heilmittel für Krankheiten und Behinderungen wie Parkinson, Herzinfarkt, Querschnittslähmung und Multiple Sklerose. Anthony Ho vom Universitätsklinikum Heidelberg äußerte gegenüber dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel die Befürchtung, dass das Urteil die Forschung mit humanen embryonalen Stammzellen hemmen werde. Der Erfinder des Klon-Schafes Dolly, Professor Sir Ian Wilmut, von der Universität Edinburgh äußerte gegenüber der BBC, dass die Ansicht der Richter „sehr bedauerlich“ sei, Investitionen der Pharmaindustrie in europäische Forschung zu Stammzellen würden dadurch gehemmt.

In den USA testen Pharmafirmen bereits Medikamente auf Basis embryonaler Stammzellen bei Patienten, und auch in Schweden, Belgien und Großbritannien sind die nationalen Gesetzgebungen deutlich liberaler als in Deutschland und die Stammzellenforschung ist dort daher weiter entwickelt.

Ob induzierte pluripotente Stammzellen, also aus entwickelten menschlichen Zellen gewonnene Stammzellen, echte Stammzellen in der Forschung ersetzen können, bleibt noch unklar. Hans Schöler vom Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin bemerkte, dass induzierte pluripotente Stammzellen geeignet seien, um Krankheiten im Labor zu untersuchen und Medikamente zu testen, aber menschliche embryonale Stammzellen noch notwendig seien, um Verfahren zu entwickeln, mit denen bestimmte Zelltypen in Kulturschalen produziert werden könnten. Ein Verfahren, das nicht durch ein Patent geschützt sei, könne von amerikanischen oder asiatischen Firmen eingesetzt werden, ohne dem Erfinder Einnahmen zu bringen; überspitzt formuliert unterstütze also der deutsche Steuerzahler US-Unternehmen.

Auslöser des Verfahrens war ein Patentstreit zwischen Greenpeace und dem Direktor des Instituts für Rekonstruktive Neurobiologie der Universität Bonn, Oliver Brüstle, der 1997 ein Patent auf nervliche Vorläuferzellen einreichte, das ein Verfahren beschreibt, mit dem möglicherweise auch neurologische Krankheiten wie Parkinson und Multiple Sklerose behandelt werden könnten. Laut Brüstle würden „die Früchte jahrelanger transnationaler Forschung europäischer Wissenschaftler in einem Handstreich weggewischt und dem außereuropäischen Ausland überlassen“. Bereits angemeldete Patente aus Schweden oder Großbritannien würden wertlos.

Bereits 2006 hob das deutsche Patentgericht das Patent nach einer Klage durch Greenpeace auf. Der Wissenschaftler legte daraufhin Berufung beim deutschen Bundesgerichtshof ein, welcher im November 2009 beschloss, die Entscheidung über eine Patentierung menschlicher embryonaler Stammzellen dem Europäischen Gerichtshof zu überlassen; der Bundesgerichtshof muss sich daher jetzt an das Grundsatzurteil des Europäischen Gerichtshofs halten. Der Europäische Gerichtshof wurde gebeten den Begriff „menschlicher Embryo“ zu präzisieren, der in der Richtlinie 98/44/EG über den rechtlichen Schutz biotechnologischer Erfindungen (Biotechnologierichtlinie) nicht definiert wird. In der Urteilsbegründung heißt es, der Unionsgesetzgeber habe jede Möglichkeit der Patentierung ausschließen wollen, sobald die der Menschenwürde geschuldete Achtung dadurch beeinträchtigt werden könnte. Daraus folge, dass der Begriff des menschlichen Embryos weit auszulegen sei.

In Deutschland ist die Forschung an Embryonen ohnehin durch das Embryonenschutzgesetz stark eingeschränkt; Projekte, die durch die EU-Forschungsförderung gefördert werden, können daher in Deutschland verboten sein. Es ist absehbar, dass das Grundsatzurteil erneut ethische Grundsatzfragen in die Diskussion über EU-Forschungsförderung für Forschung an Embryonen bringen wird.

In einer Stellungnahme bemerkte Greenpeace, dass die Organisation in der Ausweitung des Patentrechtes auf die belebte Natur einen Missbrauch und eine Fehlentwicklung des Patentrechtes sehe. Christoph Then, Berater für Greenpeace in Patentfragen, äußerte sich, dass der Europäische Gerichtshof den Schutz des menschlichen Lebens gegenüber den Interessen der Wirtschaft deutlich gestärkt habe. Das menschliche Leben müsse in allen Phasen vor kommerzieller Verwertung geschützt werden, also auch in der Petrischale. Auch der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, begrüßte die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs: „Das heutige Urteil des EuGH schützt menschliches Leben vor kommerziellem Handeln und sorgt für Rechtssicherheit in Europa“, sagte er dem Deutschen Ärzteblatt.

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October 14, 2011

Daten aus Luxemburg – wieder zittern die Steuerhinterzieher

Daten aus Luxemburg – wieder zittern die Steuerhinterzieher

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Veröffentlicht: 13:42, 14. Okt. 2011 (CEST)
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Düsseldorf (Deutschland), 14.10.2011 – Vier Millionen Euro hat das Finanzministerium von Nordrhein-Westfalen für eine CD mit brisantem Material bezahlt. 3000 Steuersündern, die ihr Geld in Luxemburg bei der britischen Großbank HSBC anlegten, droht ein Besuch durch die Steuerfahndung. Eine Großrazzia ist für November geplant, sie wird sich nicht nur auf NRW beschränken.

Die Zahlen stammen aus den Medien, das Ministerium und die Staatsanwaltschaft in Bochum, die sich intensiv mit der CD befasst, wollen sich dazu nicht äußern. Die Auswertung erfolgt unter größter Geheimhaltung. Der Kaufpreis von vier Millionen Euro ist vermutlich gut investiert. Schon in der Vergangenheit konnten die Finanzämter derartige Daten in viele Millionen Euro Steuernachzahlungen verwandeln. Zahlreiche Steuersünder zogen in der Vergangenheit eine Selbstanzeige vor, um ein Strafverfahren gegen sich abzuwenden. Aus Behördenkreisen hört man, dass die Ermittlungen in den jetzt anstehenden Fällen so weit fortgeschritten sind, dass Selbstanzeigen nicht mehr zur Straffreiheit verhelfen können. Im Jahr 2010 wurden mit ähnlichen Daten Einnahmen von einer Milliarde Euro erzielt, bei Ausgaben von wenigen Millionen Euro.

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January 8, 2010

Brauerei Anheuser-Busch InBev will jede zehnte Stelle in Europa streichen

Brauerei Anheuser-Busch InBev will jede zehnte Stelle in Europa streichen

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Veröffentlicht: 16:57, 8. Jan. 2010 (CET)
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Brauerei Beck’s in Bremen

Bremen (Stadt) (Deutschland), 08.01.2010 – Die größte Brauerei der Welt, Anheuser-Busch InBev, will in Europa 800 von insgesamt 8000 Arbeitsplätzen an verschiedenen Standorten streichen. Von Stellenstreichungen sind Standorte in Belgien, Deutschland, Großbritannien, Luxemburg und den Niederlanden betroffen. Allein in Bremen, dem Sitz der Beck’s-Brauerei, sollen 262 der insgesamt rund 1500 Stellen wegfallen. Weitere Standorte in Deutschland, an denen Stellenstreichungen vorgesehen sind: die Gildebrauerei in Hannover (41 Stellen), Minden, bei Hasseröder in Wernigerode (35 Stellen), München (32 Arbeitsplätze) und Issum. Über die bevorstehenden Stellenstreichungen wurde die Belegschaft des Standortes Bremen heute von der Geschäftsführung von Anheuser-Busch InBev in Deutschland in einer „Mitarbeiterinformation“ informiert. Darin heißt es, geplant sei eine Umstrukturierung des Außendienstes sowie eine Umstellung der Gastronomiebetreuung auf telefonische Betreuung. Service- und Verwaltungsfunktionen sollen stärker zentralisiert werden. Betriebsrat Schäfer hofft, die Zahl betriebsbedingter Kündigungen durch Maßnahmen wie Altersteilzeit abfedern zu können.

In Deutschland beschäftigt das Unternehmen zurzeit 3000 Arbeiter und Angestellte. Als Grund des geplanten Stellenabbaus gab das Unternehmen an, in Deutschland werde zu wenig Bier getrunken. Unternehmenssprecher Oliver von Oehsen: „Der Biermarkt in Deutschland ist rückläufig, wir unterliegen einem enormen Preiskampf und auch der Export ist rückläufig.“ Dieter Nickel, Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in der Region Bremen-Weser-Elbe, wies diese Darstellung zurück: „Einzige Antriebsfeder für die Manager ist die weitere Steigerung des Profits und vor allem auch der eigenen Boni“. Die Gewerkschaft kündigte Widerstand gegen die Pläne an. InBev sei ein „hochprofitables Unternehmen“. In Bremen herrsche aufgrund der guten Auftragslage sogar Urlaubssperre, sagte Günter Schäfer vom Betriebsrat der zum Konzern gehörenden Bremer Brauerei Beck & Co.

In Belgien, wo das Bierimperium die Marke Stella-Artois produziert, sollen 263 der rund 2700 Stellen wegfallen. Das Werk in Luxemburg, wo die Marke Diekirch hergestellt wird, soll das Werk ganz geschlossen werden.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Arbeit und Soziales (Europa)
  • Portal:Bremen (Stadt)

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January 5, 2010

Skype Beta 4.2 mit HD-Videotelefonie und auf dem Fernseher

Skype Beta 4.2 mit HD-Videotelefonie und auf dem Fernseher

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Veröffentlicht: 20:56, 5. Jan. 2010 (CET)
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Luxemburg (Luxemburg), 05.01.2010 – Die neue Skype-Softwareversion Beta 4.2 (für Windows-PC) bringt nun echtes HD-Video in 720p (Auflösung von 1280×720 Bildpunkten) und bis zu 30 Bilder pro Sekunde und bringt den Video-Anruf auch bald auf den Fernseher.

Um einen Video-Anruf in HD zu machen, benötigt man mindestens einen 1.8-Gigahertz-Dual-Core-Prozessor und die aktuelle Skype-Software Beta 4.2 sowie eine HD-fähige Webcam. Ähnlich wie beim vorherigem High-Quality-Video-Modus benötigt man auch für den HD-Modus spezielle von Skype-zertifizierte Webcams. Die ersten Anbieter sind „faceVsion“ und „In Store Solutions“. Beide Firmen werden auf der in dieser Woche startenden Messe Consumer Electronics Show (CES) ihre Webcams der Öffentlichkeit vorstellen.

Die „Skype Certified HD“-Webcams müssen das Encoden und Bearbeiten der in H.264 komprimierten Videos bereits intern vornehmen können, um den PC zu entlasten.

FaceVsion entwickelte die „FV TouchCam N1“, die es in zwei Versionen – mit und ohne Mikrofon für 69 beziehungsweise 99 US-Dollar ab Februar 2010 – geben wird. „In Store Solutions“ wird die „FREETALK HD PRO“ (120 USD) und FREETALK HD PRO PLUS (140 USD) ab März 2010 anbieten.

Zur Übertragung und Empfang der HD-Videoanrufe empfiehlt Skype einen Internetanschluss von symmetrischen 1 Mbit/s.

Zusätzlich gab Skype Technologies bekannt, Internet-Videotelefonie inklusive der vorgstellten HD-Videoanrufe auf Fernseher anzubieten. Dazu arbeite man mit LG Electronics und Panasonic zusammen.

Diese HDTV-Fernsehgeräte werden ähnliche Skype-Features nutzen:

  • Kostenlose Skype-zu-Skype (Video-)Anrufe
  • Anrufe ans Festnetz und ins Mobiltelefonnetz mit geringen Datenraten
  • Skype Voicemails, wenn es eingerichtet ist
  • Konferenzschaltungen mit bis zu 24 Teilnehmern
  • Unterstützung bis zu 720p HD-Videoanrufen, wenn der passende Internetanschluss und eine HD-Webcam vorhanden sind.

Panasonic wird seine 2010-er Serie der VIERA CAST-ausgestatteten HDTV-Display und LG wird 26 neue LCD- und Plasma-HDTVs mit NetCast-Entertainment-Access mit Skype-Unterstützung ausstatten. Beide Hersteller werden eigene Webcam-Lösungen für ihre Geräte anbieten.

Weitere Informationen sind unter Skype.com/go/tv einsehbar und die Fernsehhersteller werden Skypes neuen Service auch auf der CES an den Ständen von Panasonic (Central 9405) und LG (Central 8205) vorstellen.

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March 9, 2007

RTL-Gruppe verbuchte 2006 ein Rekordjahr

RTL-Gruppe verbuchte 2006 ein Rekordjahr

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Artikelstatus: Fertig 12:50, 9. Mär. 2007 (CET)
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London (Vereintes Königreich), 09.03.2007 – Wie Vorstandschef Gerhard Zeiler in London mitteilte, konnte die RTL Group im vergangenen Geschäftsjahr 2006 ein Rekordergebnis vorweisen. So konnte das Nettoergebnis, in das jedoch auch Beteiligungsverkäufe als einmaliger Effekt einflossen, um 80 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro gesteigert werden. Vor Firmenwertabschreibungen, Steuern und Zinsen stieg das Resultat um 12,3 Prozent.

Als Gründe für dieses Ergebnis, das sich auch durch eine Umsatzsteigerung um 10,3 Prozent auf 5,46 Milliarden Euro bemerkbar macht, sieht das Unternehmen laut dessen Vorstandschef Gerhard Zeiler ein erfolgreiches Jahr für die deutschen Fernsehsender des Unternehmens (unter anderem RTL und Vox). Diese hätten einen Marktanteil von annähernd 32 Prozent erreicht, gegenüber dem großen Konkurrenten ProSieben/Sat1 Anteile gewonnen und keine Verluste dieser Anteile gegenüber den öffentlich-rechtlichen Sendern erreicht.

Auch mit anderen Tochterunternehmen ist man zufrieden. So konnte der französischer Fernsehsender M6 laut der Gruppe positiv zum Ergebnis beitragen. Auch mit Freemantle, einer Tochter, die sich auf Fernsehproduktionen spezialisiert hat, konnte man verbesserte Zahlen vorlegen und erwirtschaftete einen Ergebnisbetrag von 128 Millionen Euro. Dagegen hofft man bei den britischen Unternehmungen der Firma noch auf solche guten Nachrichten, die der Sender Five noch nicht verbuchen konnte.

Auch in Zukunft plant das Unternehmen, weiter zu wachsen, so hieß es. Dabei sollen insbesondere neue Technologien wie Handy-Fernsehen und das Videoportal im Internet des Unternehmens eine Rolle spielen.

Quellen

  • dpa via hz-online.de: „RTL Group mit Rekordjahr“ (08.03.2007)
  • dpa via abendzeitung.de: „RTL Group mit Rekordjahr“ (08.03.2007, 11:55 Uhr) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar

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December 2, 2006

Blauzungenkrankheit erstmals in Luxemburg festgestellt

Blauzungenkrankheit erstmals in Luxemburg festgestellt

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Artikelstatus: Fertig 21:16, 2. Dez. 2006 (CET)
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Schafe auf Weide

Luxemburg (Luxemburg), 02.12.2006 – Wie das Landwirtschaftsministerium mitteilte, wurde in einem Rinderbetrieb bei Hüpperdingen (auf luxemburgisch Hëpperdang) ein Fall von Blauzungenkrankheit in einem Rinderbetrieb festgestellt. Das infizierte Rind, das zweieinhalb Jahre alt ist, wurde vor kurzem von einer in Belgien liegenden Weide nach Hüpperdingen zurückgebracht.

Die Blauzungenkrankheit ist eine saisongebundene, nicht ansteckende, seuchenhaft auftretende Erkrankung. Als Überträger können Stechmücken (Culicoides), Mosquitos oder Zecken fungieren. Die Blauzungenkrankheit tritt bei Schafen, Ziegen sowie anderen Haustieren und Wildwiederkäuern auf. Für Menschen besteht keine Ansteckungsgefahr – weder durch den Kontakt noch durch den Verzehr des infizierten Fleisches.

Die Krankheit wurde erstmals in Südafrika festgestellt und von dort in andere Teile Afrikas übertragen. Später gab es Seuchenausbrüche in arabischen, asiatischen, europäischen und nordamerikanischen Ländern. In Europa gab es Seuchenausbrüche in Südeuropa (Griechenland, Kroatien, Mazedonien, Italien, Albanien), und in den Jahren 2001 und 2002 wurden Fälle auf dem Territorium des ehemaligen Jugoslawiens, aus Tunesien und aus Singapur gemeldet. Im August 2006 wurden infizierte Schafe in den Niederlanden und in Belgien gemeldet. Im gleichen Monat trat die Krankheit auch zum ersten Mal in Deutschland auf. Der nun aufgetretene Fall ist der erste bislang bekannte Fall in Luxemburg. Die luxemburgischen Gesetze sehen in einem solchen Fall eine provisorische Sperre des infizierten Rinderbetriebes sowie die Ausweisung einer Infektionszone über einen Radius von 20 Kilometern vor. Tiertransporte sind in dieser Zone nur noch unter gewissen Auflagen erlaubt. Das Landwirtschaftsministerium hat angekündigt, die Einfuhr von Tieren künftig strenger zu kontrollieren.

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November 30, 2006

Roter Löwe versus Schwarzes Rindvieh

Roter Löwe versus Schwarzes Rindvieh – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Roter Löwe versus Schwarzes Rindvieh

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Artikelstatus: Fertig 20:20, 30. Nov. 2006 (CET)
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Der rote Löwe (De roude Léiw)

Luxemburg (Luxemburg), 30.11.2006 – Der Luxemburger Flaggenstreit geht in eine weitere Runde und erhält nun auch eine satirische Note. Wie Wikinews bereits berichtete, (Luxemburger Flaggenstreit erhitzt Gemüter (16.11.2006) und Neue Nationalfahne für Luxemburg (08.10.2006)), haben sich im Großherzogtum zwei Bürgerinitiativen gebildet, von denen eine fordert, dass Luxemburg mit dem „Roude Leiw“ eine neue Nationalflagge erhalten sollte, während sich die andere Bürgerinitiative dagegen wehrt.

Die beiden Initiativen bekommen nun eine sich selbst nicht ganz ernst nehmende Konkurrenz in Form der „Initiativ Schwaarzt Rendvei“ (Initiative schwarzes Rindvieh), die eine ganz neue Art von Nationalflagge vorschlägt. Unter Anspielung auf die Parteizugehörigkeit des „Roude-Leiw“-Befürworters und Vaters der entsprechenden Gesetzesinitiative, Michel Wolter (CSV-Christlich Soziale Volkspartei), fordern die Initiatoren eine Flagge mit dem Bild einer schwarzen Kuh in Löwenpose.

Die Trikolore (aktuelle Landesflagge Luxemburgs)

So amüsant solche Initiativen auch sein mögen, so scheinen die Luxemburger selbst den Vorschlag von Michel Wolter jedoch ganz ernst zu nehmen. Immerhin haben zur Zeit (Stand: 30. November 2006, 1:00 Uhr MEZ) bereits 22.255 Bürger die Unterschriftenliste zugunsten des „Roten Löwen“ unterzeichnet, während die Gegeninitiative lediglich 1.030 Unterschriften auf ihrem Konto verbuchen kann.

Unterdessen nutzen auch Luxemburger Prominente die Gunst der Stunde, um sich ins Rampenlicht zu stellen, indem sie den populären Vorschlag von Michel Wolter unterstützen. So haben sich laut der Tageszeitung „d’Wort – Luxemburger Wort für Wahrheit und Recht“ neben den Tennisspielern Gilles Muller und Mandy Minella, den Radsportprofis Fränk Schleck und Andy Schleck auch die Sängerin und Fernsehmoderatorin Thorunn Egilsdottir sowie der Präsident des nationalen Feuerwehrverbandes, Jean-Pierre Hein, auf die Unterschriftenliste des „Roten Löwen“ eingetragen.

Der Gesetzesvorschlag zur Flaggenänderung wurde unterdessen der zuständigen staatlichen Kommission vorgelegt, die demnächst ein Gutachten abgeben wird.

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Spekulationen um 54 Jahre alten Olympiasieg von Josy Barthel

Spekulationen um 54 Jahre alten Olympiasieg von Josy Barthel

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Artikelstatus: Fertig 20:36, 30. Nov. 2006 (CET)
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Luxemburg (Luxemburg), 30.11.2006 – In Luxemburg kennt jedes Kind seinen Namen. Das größte Fußballstadion des Großherzogtums, ein Gymnasium und zahlreiche Straßen, Räumlichkeiten oder Plätze tragen seinen Namen. Wenn ein Sportler so etwas wie eine nationale Vorbildfunktion erfüllen kann, dann trifft das zweifellos auf Joseph „Josy“ Barthel (1927–1992) zu. Um so größer war der Aufschrei der Luxemburger Presselandschaft, als der „Berliner Tagesspiegel“ in seiner Sonntagsausgabe einen Artikel über eben diesen Josy Barthel veröffentlichte, in dem dieser des Dopings beschuldigt wurde. Josy Barthel hatte 1952 bei den XV. Olympischen Spielen von Helsinki als erster die Ziellinie des 1.500-Meter-Laufes erreicht. Er ist damit bis heute der einzige Luxemburger, der offiziell eine olympische Goldmedaille gewonnen hat. (1900 hatte der Luxemburger Michel Théato bereits auf umstrittene Art und Weise eine Goldmedaille im Marathon gewonnen. Dieser Sieg wird aber bis heute offiziell von Frankreich für sich beansprucht.) Später wurde Barthel zuerst Präsident des luxemburgischen Olympischen Komitees und dann als Minister, zuständig für verschiedene Ressorts, sogar Mitglied der großherzoglichen Regierung.

Im Artikel des Tagesspiegels war zu lesen, der spätere Sportminister von Luxemburg sei durch eine Doktorarbeit von Oskar Wegener des Dopings überführt worden. Zwar habe Wegener den Namen Barthels erst vor Kurzem bekannt gegeben, doch habe er bereits in den Jahren 1952 bis 1954 in seiner Arbeit „Die Wirkung von Dopingmitteln auf den Kreislauf und die körperliche Leistung“ über ihn berichtet; Zitat: „So wurde einem Leichtathleten, wie Trainer Gerschler berichtete, auf der Londoner Olympiade…“ (1948) „… nach der Gabe eines solchen Mittels so schlecht, dass er Mühe hatte, die Krämpfe auf seiner Laufsrecke zu überstehen. Vier Jahre später errang er nach gründlicher körperlicher Vorbereitung die Goldmedaille.“ Dieser Artikel wurde in den vergangenen Tagen in Luxemburg harscher Kritik unterworfen. Zum einen wurde dem Autor Erik Eggers schlampige Recherche vorgeworfen – Barthel war nie Sportminister – zum anderen war es der zitierte Dr. Oskar Wegener selbst, der in einem Interview mit RTL Radio Lëtzebuerg die Aussagen Eggers widerlegte. „… wenn er das jetzt so behauptet, dann hat er mir das in den Mund gelegt… das ist unverständlich.“ „Das würde ich nach meinem Wissen von damals nie behaupten“, sagte Wegener dem Sender gegenüber. Über Eggers sagte er des Weiteren „ich habe auch nicht mit ihm zusammengearbeitet… das“ (diese Behauptung) „ist unverschämt“.

Tatsache ist, dass 1952 Doping kaum als Mogelei angesehen wurde. So bestätigte der schwedische Arzt und langjährige Präsident der Medizinischen Kommission des Leichtathletik-Weltverbands und ehemalige Hochspringer Arne Ljungqvist in einem Interview mit der Luxemburger Tageszeitung „d’Wort-Luxemburger Wort für Wahrheit und Recht“, dass bereits kurz nach dem Krieg Amphetamine und andere leistungssteigernde Mittel in Sportlerkreisen häufig genommen wurden. „Damals stellte man keine Fragen und niemand hat sich daran gestört“, sagte Ljungqvist gegenüber dem „Wort“.

Themenverwandte Artikel

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Originäre Berichterstattung
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