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March 17, 2013

Finanzkrise in Detroit – der Niedergang einer Stadt

Finanzkrise in Detroit – der Niedergang einer Stadt

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Veröffentlicht: 13:04, 17. Mär. 2013 (CET)
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Detroit (Vereinigte Staaten), 17.03.2013 – Die US-amerikanische Stadt Detroit befindet sich in einer dramatischen Situation. Nach dem Ergebnis der Finanzprüfung vom 19. Februar ist der Haushalt in einer Notlage, und es wurde ein Krisenmanager gesucht. Rick Snyder, der Governeur des Bundesstaates Michigan, hat auch schon einen Kandidaten gefunden. Nach Presseberichten haben die finanziellen Probleme solch ein großes Ausmaß, dass diese die bisher größte kommunale Insolvenz in den Vereinigten Staaten auslösen könnten. Die Schulden belaufen sich auf schätzungsweise 8 Milliarden US-Dollar, die Arbeitslosenquote liegt bei 18 Prozent. Die Kriminalität ist erschreckend hoch: Hier gibt es nach offiziellen Angaben 11-mal so viele Morde wie in New York City. Vor diesem Hintergrund wirken die widersprüchlichen Angaben zum Personal bei der Polizei geradezu grotesk. So seien nach Angaben der Stadtverwaltung von den 2030 Polizisten nur ein Drittel auf Streife, während die Polizeiführung erklärte, es seien doppelt soviele auf Streife und 15 Prozent seien mit Ermittlungen beschäftigt.

Detroit war einst fünftgrößte Stadt in den Vereinigten Staaten. Hier residieren die Automobilkonzerne Ford, General Motors und Chrysler. Durch die Automobilproduktion wuchs die Einwohnerzahl der Stadt bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts auf rund 1,85 Millionen. Doch durch die allgemeine Wirtschafts-, Immobilien- und Automobilkrise in den USA verloren viele Menschen ihren Arbeitsplatz und verließen die Stadt, so dass die Bevölkerung auf rund 700.000 Einwohner schrumpfte. Gegenwärtig liegt die Arbeitslosenrate bei 18 Prozent und damit mehr als doppelt so hoch wie der Durchschnitt in den USA mit rund 8 Prozent. Etwa 83 Prozent der Detroiter Bevölkerung sind Afroamerikaner, teilweise Nachkommen von Sklaven, die bereits seit der frühen Kolonialzeit von den europäischen Einwanderern gehalten wurden oder später aus Afrika kamen. Detroit ist die US-Großstadt mit dem höchsten Anteil von Afroamerikanern.

Zu der afroamerikanischen Bevölkerungsgruppe, die 12 bis 13 Prozent Anteil an der Gesamtbevölkerung der Vereinigten Staaten hat, gehört auch der amtierende US-Präsident Barack Obama von der Demokratischen Partei. Im Gegensatz dazu ist die Regierung des Bundesstaates Michigan überwiegend von weißen Republikanern besetzt, sodass von einigen Beobachtern darin ein mögliches zusätzliches Konfliktpotential gesehen wird. Das Manager Magazin befürchtet nicht nur einen Rassenkonflikt in diesem Fall, sondern eine Ausweitung der Krise auf andere Städe in den USA.


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November 17, 2009

Im dritten Quartal 2009: Weniger Verluste für General Motors als erwartet

Im dritten Quartal 2009: Weniger Verluste für General Motors als erwartet

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Veröffentlicht: 22:20, 17. Nov. 2009 (CET)
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Detroit (Vereinigte Staaten) / Berlin (Deutschland), 17.11.2009 – General Motors, Mutter des Opel-Konzerns und größter Autobauer in den Vereinigten Staaten, fuhr im dritten Quartal 2009 noch immer ein Minus von 1,15 Milliarden US-Dollar – das sind etwa 800 Millionen Euro – ein, reduzierte damit aber seine Verluste auf ein niedrigeres Niveau, als bislang von Experten erwartet wurde. Im Jahre 2008 waren die Verluste noch mehr als doppelt so hoch.

In diesem Ergebnis sieht der Konzern „ein Zeichen für den Beginn der Trendwende“, da die Verluste auch geringer als in den Quartalen zuvor gewesen seien. Wie GM-Chef Fritz Henderson mitteilte, will General Motors im Jahre 2010 wieder an die Börse gehen. Gleichzeitig sollen die Staatshilfen schneller als ursprünglich geplant zurückgezahlt werden: So will GM im Dezember eine erste Rate in Höhe von 1,2 Milliarden US-Dollar an die Vereinigten Staaten und Kanada überweisen. Insgesamt sollen bis 2011 an die Regierung der Vereinigten Staaten Kredite in Höhe von 6,7 Milliarden US-Dollar zurückgezahlt werden. Auch die noch ausstehenden 400 Millionen US-Dollar Schulden aus dem Überbrückungskredit der deutschen Bundesregierung für Opel will GM im November dieses Jahres begleichen. Als General Motors Anfang Juni dieses Jahres Insolvenz anmelden musste, beliefen sich die Verluste seit 2005 auf eine Höhe von 90 Milliarden US-Dollar. Von einem Großteil konnte sich der Autobauer im Rahmen der Insolvenz befreien. Außerdem erhielt General Motors 50 Milliarden US-Dollar Staatshilfen.

Für die Sanierung von Opel hofft GM-Chef Henderson weiterhin auf Staatshilfen aus Deutschland. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) hatte jedoch die Zahlung von Geldern aus Bundesmitteln bereits strikt abgelehnt. Er sagte, General Motors könne höchstens von den vier Bundesländern mit Opel-Standorten unterstützt werden. Für seine harte Haltung gegen Staatshilfen für Opel erhielt der Bundeswirtschaftsminister auch Rückendeckung von regierungsexternen Beratern. Der 35-köpfige wissenschaftliche Beirat des Ministeriums sprach sich gegen solche Subventionen aus. Die einhellige Meinung des Beirates sei, dass der Staat nicht in den Strukturwandel eingreifen und insbesondere nicht einzelne Unternehmen mit viel Geld stützen dürfe. Rainer Brüderle fühlt sich nicht an frühere Vereinbarungen mit General Motors über Staatshilfen gebunden. Denn: „Der Aufsichtsratschef von GM hat ja erklärt, dass er aus eigener Kraft eine Opel-Sanierung stemmen kann. Damit sind frühere Vereinbarungen und Zusagen für Opel hinfällig“, äußerte sich der FDP-Politiker gestern zu dem Thema. Unterstützung für seine Position erhielt Brüderle auch aus dem Wirtschaftsflügel der CDU: Der CDU-Mittelstandspolitiker Michael Fuchs erklärte gegenüber der Bild-Zeitung, es sei „nicht unbedingt Sache des deutschen Steuerzahlers, ein US-Unternehmen zu stützen“.

Der flämische Ministerpräsident Kris Peeters betonte dagegen, das Angebot seiner Regierung, die Rettung von Opel mit bis zu 500 Millionen Euro zu unterstützen, bestehe weiterhin. Dem Opel-Werk in Antwerpen droht eine Schließung bereits im März 2010. Peeters erwartet, dass am 3. Dezember innerhalb des EU-Wettbewerbsrates, dem die Wirtschaftsminister der 27 EU-Staaten angehören, über die Zukunft von Opel und Vauxhall beraten wird.

Darüber, welche europäischen Opelwerke geschlossen werden, soll Fritz Henderson zufolge innerhalb der nächsten zwei Wochen entschieden werden.

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June 1, 2009

General-Motors-Insolvenz soll Weg frei machen für ein „neues GM“

General-Motors-Insolvenz soll Weg frei machen für ein „neues GM“

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Veröffentlicht: 22:50, 1. Jun. 2009 (CEST)
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GM-Logo auf einem durchgerosteten GM-Truck

New York / Detroit (Vereinigte Staaten), 01.06.2009 – Das einstige Flaggschiff der US-Automobilindustrie, General Motors (GM), stellte heute vor einem Gericht in Manhattan einen Insolvenzantrag. Der Schritt erfolgte nach einem 60-Tage-Ultimatum des neu gewählten US-Präsidenten Barack Obama im März des Jahres, während dessen GM einen Restrukturierungsplan für das angeschlagene Unternehmen vorlegen oder in die Insolvenz gehen sollte. Der damalige GM-Chef Wagoner war von Obama mehr oder weniger zum Rücktritt gezwungen worden. Mit dem geordneten Insolvenzverfahren nach Paragraph 363 des US-Insolvenzrechts will sich der Autobauer neu aufstellen und die unprofitablen Teile des Konzerns mitsamt der milliardenschweren Schuldenlast abstoßen.

Dieser Schritt war nur möglich geworden durch staatliche Finanzhilfen seitens der US-Regierung in Höhe von weiteren 30 Milliarden US-Dollar. Bereits vorher waren von der US-Regierung Finanzhilfen in Höhe von 20 Milliarden US-Dollar bereitgestellt worden. Auch die kanadische Regierung ist mit einem Anteil von 12,5 Prozent an der Abwicklung der GM-Schulden beteiligt. Weiterer Verhandlungspartner waren GM-Gläubiger sowie die mächtige Automobilarbeitergewerkschaft United Auto Workers (UAW), die einem neuen Tarifvertrag zustimmen musste, der einen Abbau von Sozialleistungen für die Beschäftigten und ehemaligen GM-Mitarbeiter vorsieht.

Das Engagement der US-Regierung, die Steuergelder in bisher nicht gekannter Höhe für die Rettung des Automobilherstellers zur Verfügung stellt, erklärt sich vor dem Hintergrund der großen Bedeutung von GM für die US-Wirtschaft. Zurzeit sind in den USA noch 92.000 Beschäftigte für GM tätig, hinzu kommen etwa 500.000 ehemalige Beschäftigte, die Rentenleistungen von GM beziehen. Obama erklärte in einem Interview mit dem US-Sender NBC vor einigen Tagen: „Meine Präferenz wäre es gewesen, da ganz draußen zu bleiben. Das würde aber die Liquidation und den Bankrott bedeuten, bei dem eine großen Institution mit wichtiger Bedeutung für unsere Wirtschaft in Scherben liegt.“

Ziel des Verfahrens ist der Aufbau eines „neuen GM“ innerhalb einer Frist zwischen 60 und 90 Tagen. Das neue GM wird wesentlich „schlanker“ sein. Es wird mit dem Abbau von 21.000 Arbeitsplätzen in den GM-Fabriken gerechnet. Elf Fabriken sollen geschlossen werden. Die profitabelsten Marken sollen an das neue Unternehmen verkauft werden: Chevrolet, Cadillac, Buick und GMC. Unprofitable Marken – darunter Hummer, Opel, Pontiac, Saab, Saturn und Vauxhall – sollen abgestoßen werden. Für einige dieser Marken sind bereits Verkaufsverhandlungen im Gang.

Der GM-Vorstand kündigte in einer Erklärung heute außerdem an, mit einer neuen Unternehmensphilosophie antreten und so Marktanteile zurück erobern zu wollen. Dazu zählt der Bau kleinerer Modelle, die durch den Einsatz neuer Technologien weniger Energie verbrauchen sollen. 2012 sollen beispielsweise 14 neue Hybrid-Modelle in Produktion gehen. Bis 2012 sollen 65 Prozent der von GM hergestellten Autos mit alternativen Treibstofftechnologien vom Band rollen. Im kommenden Jahr soll der Chevrolet Volt als Elektroauto mit größeren Reichweite auf den Markt gebracht werden.

Mitte der 1950-er Jahre arbeitete über ein halbe Million Beschäftigte für GM. Der Abstieg des „alten“ GM, dessen Höhepunkt in den 1960er-Jahren liegt, als jedes zweite in den USA zugelassene Fahrzeug das GM-Zeichen auf der Haube trug, begann mit der Ölkrise in den 1970-er Jahren. Japanische Kleinwagen, die wesentlich weniger Benzin verbrauchten, eroberten den US-Markt. Die Stellung der spritfressenden SUVs und Pickup-Trucks, die die Platzhirsche in den GM-Verkaufsräumen waren, blieb aber weitgehend unangetastet. Infolge dieser verfehlten Modellpolitik setzte dann den letzten Jahren die Abwärtsspirale der Verkaufszahlen dramatisch ein, zuletzt noch verstärkt durch die Auswirkungen der Finanzkrise. Bereits 2005 machte GM 88 Milliarden US-Dollar Verlust. Im letzten Quartal „verbrannte“ GM täglich 111 Millionen US-Dollar. Der Aktienkurs des Unternehmens fiel in den Keller, er verlor in den letzten zwölf Monaten 95 Prozent seines Wertes. Am Montag stand die Aktie bei 48 US-Cents – ein historischer Tiefststand, der zuletzt bei der Weltwirtschaftskrise Ende der 1920-er Jahre erreicht wurde. Es gilt bereits als beschlossen, dass GM aus dem Dow-Jones-Index herausfallen wird. Nachfolger im Leitindex der US-Börse ist Cisco Systems, Inc., ein Unternehmen der Telekommunikations- und IT-Branche.

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April 1, 2009

General-Motors-Chef Rick Wagoner zurückgetreten

General-Motors-Chef Rick Wagoner zurückgetreten

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Veröffentlicht: 22:00, 1. Apr. 2009 (CEST)
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Detroit / Auburn Hills (Vereinigte Staaten) / Rüsselsheim (Deutschland), 01.04.2009 – Die angeschlagenen Konzerne General-Motors und Chrysler kommen aus eigener Kraft aus den roten Zahlen nicht heraus, was auf Misswirtschaft der Unternehmensführungen zurückzuführen ist. Der Chef von General Motors Rick Wagoner (56) ist auf Bestreben des US-amerikanischen Präsidenten Barack Obama zurückgetreten. Wagoner macht den Platz frei für seinen Nachfolger Fritz Henderson (50). Der Rücktritt von Rick Wagoner war Bedingung für weitere Finanzhilfen. Kent Kresa wird Interims-Chairman. Außerdem wurde beiden Unternehmen ein Ultimatum (General Motors: 60 Tage; Chrysler: 30 Tage]] gestellt, um ein tragfähiges Sanierungskonzept vorzulegen. Andernfalls drohe eine saubere Insolvenz, um frei von Altlasten mit durch die US-Regierung aufgestockten Mitteln frisch zukunftsfähig zu werden. Chrysler soll eine Allianz mit Fiat eingegangen sein. Insgesamt scheint sich ein Umbau von weiten Teilen der US-Automobilbranche anzubahnen.

Der Chef des Opel-Gesamtbetriebsrats Klaus Franz begrüßte den personellen Wechsel an der Führungsspitze und spricht in diesem Zusammenhang von einem Versagen des bisherigen Amtsinhabers. Er soll das Unternehmen regelrecht „verbrannt“ haben, begründete er seine Meinung. Unterschwellig kritisierte er auch dessen Geschäftsgebaren: Henderson soll sich im Gegensatz zu Wagoner nach Angaben des Gesamtbetriebratschefs an einmal gemachte Zusagen halten und hatte Henderson direkt auf eine mögliche Abtrennung von Opel vom Europageschäft angesprochen. Diese scheint wahrscheinlich, wenn das Ultimatum nicht die geforderten tragfähigen Rettungspläne bringt und eine Teilinsolvenz des Mutterkonzerns General Motors droht. Nach neuesten Informationen solle der Mutterkonzern General Motors sich schon auf eine Insolvenz eingestellt haben.

Unterdessen haben die hessische Landesregierung und die deutsche Bundeskanzlerin finanzielle Unterstützung durch eine Staatsbürgschaft zugesichert, wenn ein Investor für Opel gefunden und erfolgreich einsetzt worden sei. Um Opel zu helfen, müssen Mitarbeiter laut IG Metall-Bezirksleiter Armin Schild Zugeständnisse bringen. Dies geht aus einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hervor.

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March 9, 2009

US-Autoabsatz bricht im Februar 2009 dramatisch ein

US-Autoabsatz bricht im Februar 2009 dramatisch ein

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Veröffentlicht: 23:30, 9. Mär. 2009 (CET)
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Berlin (Deutschland) / Detroit (Vereinigte Staaten), 09.03.2009 – Der Mutterkonzern von Opel, General Motors, hat im Gespräch mit dem Bundeswirtschaftsminister anlässlich des Rettungsplanes zugesichert, offene Fragen beantworten zu wollen. Die Klärung könne sich jedoch noch ein wenig hinziehen. Für Irritationen hatten Berichte gesorgt, wonach Opel-Patente, die sich zurzeit im Besitz der GM-Tochter GTA befinden, an das US-Finanzministerium verpfändet worden sein sollen. Opel-Aufsichtsratsmitglied Armin Schild relativierte diese Berichte. Beide Unternehmen besäßen künftig einen lizenzfreien Zugriff auf die Patente. Der US-Automobilabsatz ist im Februar 2009 massiv eingebrochen. Die großen Automobilhersteller verbuchten Einbußen von etwa 50 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres.

Der Absatz von General Motors brach 53 Prozent ein, Ford verzeichnete Verluste von 48 Prozent, sogar Toyota verbuchte einen Absatzrückgang von 37,5 Prozent. Das sind ungewöhnlich hohe Verluste im US-amerikanischen Automobilmarkt.

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February 27, 2009

GM meldet fast 31 Milliarden US-Dollar Jahresverlust für 2008

GM meldet fast 31 Milliarden US-Dollar Jahresverlust für 2008

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Veröffentlicht: 18:24, 27. Feb. 2009 (CET)
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Detroit (Vereinigte Staaten), 27.02.2009 – Der US-Autokonzern General Motors (GM) hat für das Jahr 2008 einen Verlust von 30,9 Milliarden US-Dollar (24,2 Milliarden Euro) gemeldet. Alleine im vierten Quartal 2008 betrug der Verlust 9,6 Milliarden US-Dollar. Laut dem Finanzvorstand Ray Young hat der Konzern nur eine Zukunft, wenn er Kredite vom Staat bekommt. Diesbezügliche Verhandlungen sollen im Laufe des Tages weiterlaufen.

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January 22, 2009

Toyota wird weltgrößter Automobilhersteller

Toyota wird weltgrößter Automobilhersteller

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Veröffentlicht: 22:42, 22. Jan. 2009 (CET)
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Detroit (Vereinigte Staaten), 22.01.2009 – Wie bekannt wurde, war die japanische Toyota Motor Corporation 2008 erstmals der weltgrößte Automobilhersteller vor dem stark angeschlagenen Konzern General Motors. G.M. veröffentlichte am Mittwoch seine Verkaufszahlen, nach denen der Konzern 2008 insgesamt 8,35 Millionen Autos verkauft hat. Damit blieben sie um 620.000 Fahrzeuge hinter dem Konkurrenten aus Japan zurück, der 2008 8,97 Millionen Autos verkaufen konnte. G.M. hatte aufgrund der Finanzkrise einen Verlust von elf Prozent während Toyota nur vier Prozent verlor.

Mit diesem Rückgang wurde General Motors, der seit 1931 Weltmarktführer im Automobilbau war, erstmals auf den zweiten Platz verbannt. Der Konkurrent Toyota, erst 1933 gegründet, war lange Zeit Zweitplatzierter und konnte sich im Gegensatz zu G.M. international Märkte sichern während der Marktführer sein Geschäft vor allem in den USA stärkte. Bereits 2007 wurde angenommen, dass G.M. hinter Toyota zurückbleibt – entgegen den Erwartungen konnte der Konzern jedoch 3.000 Autos mehr absetzen als sein Konkurrent.

Die Finanzkrise 2008 traf beide Konzerne und weltweit gingen die Produktionszahlen um 3,5 Millionen Fahrzeuge zurück. Besonders hart trafen G.M. die Rückgänge im letzten Quartal 2008, in dem der weltweite Absatz um 26 Prozent auf 1,7 Millionen Fahrzeuge fiel. Die Verkäufe der Kernmarke Opel in Europa sanken 2008 um sieben Prozent, die Verkäufe des letzten Quartals brachen um 21 Prozent auf rund 420.000 Wagen ein.

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January 14, 2009

Detroit Autoshow: Toyota stellt Neuheiten und Pläne vor

Detroit Autoshow: Toyota stellt Neuheiten und Pläne vor

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Veröffentlicht: 21:13, 14. Jan. 2009 (CET)
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Der Toyota „Prius“ in der Frontansicht

Detroit (Vereinigte Staaten), 14.01.2009 – Auf der US-amerikanischen Messe „North American International Auto Show“ (NAIAS) in Detroit, die am 11. Januar eröffnet wurde und noch bis 25. Januar stattfindet, hat Toyota die dritte Version seines Hybridautos „Prius“ vorgestellt und die Entwicklung eines reinen und selbstproduzierten Elektroautos angekündigt.

Der „Prius“ wurde erstmals im Jahr 1997 gebaut, sieben Jahre später folgte die zweite Generation. Bis heute wurde das Modell über eine Million mal verkauft. Nun wird die dritte Generation im Frühjahr in den Vereinigten Staaten und im Sommer in den europäischen Autohäusern stehen. Verstärkt wurde unter anderem der Verbrennungsmotor, der nun einen Hubraum von 1,8 Litern und 98 PS hat. Die Hybridkomponenten wurden zu großen Teilen neu entwickelt sowie leichter und platzsparender gemacht. Beispielsweise ist der Gepäckraum größer geworden. Der Elektromotor des Hybridsystems leistet 80 PS. Trotz der höheren Leistung konnte insgesamt der Verbrauch gesenkt werden. Nach europäischen Maßstäben verbraucht der „Prius“ 4,7 Liter auf 100 Kilometern, beim Vorgängermodell betrug der Verbrauch noch 5,1 Liter. Neu ist auch die Möglichkeit, zwischen vier Fahrmodi zu wählen. So kann der Fahrer neben dem Standardbetrieb wahlweise besonders kraftvoll, sparsam oder ganz ohne Verbrennungsmotor fahren. Im reinen Elektrobetrieb beträgt die Reichweite 1,6 Kilometer. Angeboten wird auch ein neues Solar-Schiebedach. Es lässt die Luft auch im Stand zirkulieren.

Die Energiespeicher der dritten Version bestehen nach wie vor aus Nickel-Metallhydridbatterien. Erst in der nächsten Version werden Lithium-Ionen-Akkus eingebaut werden. Toyotas Pläne sehen in diesem Zusammenhang für Ende 2009 vor, 500 Modelle als Plug-in-Version an gewerbliche Kunden zu verleasen. Bei dieser Version können die Batterien manuell im Stromnetz aufgeladen werden.

Bei dem Elektroauto, das am 12. Januar vom Vizepräsident der Konzern-Entwicklungssparte, Masatami Takimoto, vorgestellt wurde, soll es sich um einen Kleinwagen handeln. Zielgruppe sind Pendler in Großstädten. Im Jahr 2012 soll es in den Vereinigten Staaten, Japan und Europa in den Verkauf gehen. Definitive Leistungs- oder Fahrdaten wurden nicht bekannt, die Reichweite soll aber mindestens 80 Kilometer betragen. Bereits heute produziert Toyota das Viersitzer-Modell iQ, eine umgebaute Version zeigte der Konzern nun auf der Show in Form einer Studie, die sich „FT-EV“ nennt.

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December 19, 2008

Detroit: Eine Stadt stirbt den Auto-Tod

Detroit: Eine Stadt stirbt den Auto-Tod – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Detroit: Eine Stadt stirbt den Auto-Tod

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Veröffentlicht: 11:11, 19. Dez. 2008 (CET)
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Der Booktower in Detroit

Detroit (Vereinigten Staaten), 19.12.2008 – Erschreckende und dramatische Zahlen und Fakten vermelden die Medien aus der so genannten Auto-Stadt Detroit. Laut einem Bericht, den Focus Online verbreitet, leben zurzeit 18.000 Obdachlose in der Stadt, mit steigender Tendenz. Jeder zehnte Hausbesitzer ist von der Zwangsvollstreckung bedroht, womit der Wert weit über dem Durchschnitt der Vereinigten Staaten liegt. Und nur wenige Minuten vom Stadtzentrum entfernt, so schreibt der Journalist, seien ganze Straßenblocks verwüstet.

Und das sind nicht die einzigen Probleme, mit denen die Stadt der „Großen Drei“, wie die Automobilhersteller General Motors, Chrysler und Ford genannt werden, zu kämpfen haben. Es gibt Rassenprobleme, auch nach der Wahl von Barack Obama zum US-Präsidenten. Weiße, die der Mittelschicht angehören, zogen in die Vororte, im Zentrum blieben die Schwarzen zurück. Das führte somit zu einer Art künstlichen Rassentrennung.

Die volle Aufrechterhaltung der öffentlichen Verwaltung macht ebenfalls Probleme. Subventionen des Staats könnten verloren gehen, da die Schülerzahl keine 100.000 mehr beträgt. Das Haushaltsdefizit beträgt 125 Millionen US-Dollar.

In einem Artikel der Netzeitung steht wörtlich folgende Beschreibung der Szenerie: „4000 leeren Bauten – verlassen, verbrettert, vermauert. Straßenschilder rosten. Auf Bürgersteigen wächst Gras, wilde Hunde streunen“. Der Rückgang der Einwohnerzahl ist tatsächlich dramatisch, jedoch nicht erst seit der Finanzkrise. Waren es im Jahr 1950 noch 1,85 Millionen Einwohner, leben heute keine Millionen Menschen mehr in der Stadt. 200.000 Bewohner sind unmittelbar bei einem der drei Automobilhersteller und deren Zulieferer beschäftigt.

Aber es gibt auch Versuche, die Stadt am Leben zu erhalten. So wurden neue Vergnügungsmöglichkeiten wie ein Spielcasino errichtet und neue Sportstätten gebaut. Angelockt werden soll auch die Künstlerszene.

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July 17, 2008

Auch Chrysler setzt in Zukunft auf Elektroautos

Veröffentlicht: 17:56, 17. Jul. 2008 (CEST)
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Detroit (Vereinigte Staaten), 17.07.2008 – Nach Berichten der Nachrichtenagentur Reuters setzt nun auch die Firma Chrysler auf Elektroautos. Demnach bestehe laut Nick Cappa, einem Sprecher des Unternehmens, die Absicht, in den nächsten drei bis fünf Jahren derartige Modelle auf den Markt zu bringen. Zudem arbeitet der Autokonzern an einer neuen Generation von Hybridautos, die Lithium-Ionen Akkumulatoren einsetzen. Dennoch hat Chrysler bislang noch keine Zusammenarbeit mit einem der großen Hersteller von Akkumulatoren bekannt gegeben.

Der Hybridmarkt in den Vereinigten Staaten, den Chrysler neuerdings im Visier hat, soll in Zukunft stark wachsen. Das sagt zumindest eine Studie der „J.D. Power an Associated projects“ voraus. Demnach werden im Jahr 2008 etwas über 400.000 Modelle verkauft werden, wovon Chrysler einen Anteil von 2.357 Fahrzeugen haben würde. Im Jahr 2013 soll sich die Anzahl der verkauften Hybridfahrzeuge in den Vereinigten Staaten schon auf fast 1,2 Millionen erhöht haben. Die Zahl der Chrysler-Fahrzeuge hingegen betrage demnach gerade einmal 75.000 Exemplare. Die Studie sagt somit bisher voraus, dass das Chrysler mit dem Wachstum beim Hybridmarkt momentan nicht mithalten kann.

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  • Portal:Elektroautos

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  • reuters.com: „Chrysler aims to have electric cars in three to five years“ (14.07.2008, 16:27 Uhr EDT) englischsprachige Quelle
  • freep.com: „Chrysler plans electric vehicles, could be ready in 3-5 years“ (14.07.2008) englischsprachige Quelle
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