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May 5, 2016

Das Rauchen: Eine negative Seite der Emanzipation

Das Rauchen: Eine negative Seite der Emanzipation

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Rostock (Deutschland), 05.05.2016 – Eine wissenschaftliche Studie weist auf die Nachteile bei der Emanzipation der Frauen hin. Untersucht wurde die Entwicklung der Lebenserwartung der dänische Bevölkerung im Vergleich zu der in Schweden und Norwegen. In den 1980er Jahren stieg in Schweden und Norwegen die Lebenserwartung, während sie in Dänemark stagnierte. Roland Rau von der Universität Rostock erklärte dazu: „Wir konnten feststellen, dass dafür die Lebensführung der dänischen Frauen, die zwischen 1915 und 1945 geboren wurden, verantwortlich war.“ Auffällig war eine Tendenz bei den zwischen 1925 und 1934 geborenen Frauen, hier lag die Lebenserwartung um 3,5 Jahre niedriger.

Eine weitere Studie weist auch auf mögliche langfristige Folgen für Kinder hin, wenn die Mutter während der Schwangerschaft raucht.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Studie zeigt: Rauchen bei Jugendlichen out (27.02.2011)

Quellen[Bearbeiten]

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May 26, 2015

Bundesfamilienministerin Schwesig (SPD) will E-Zigaretten-Verkauf an Kinder und Jugendliche verbieten

Bundesfamilienministerin Schwesig (SPD) will E-Zigaretten-Verkauf an Kinder und Jugendliche verbieten

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Veröffentlicht: 03:06, 6. Juni 2015‎
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E-Zigaretten der dritten Generation

Hamburg (Deutschland), 26.05.2015 – Familienministerin Manuela Schwesig will den Verkauf von E-Zigaretten an Kinder und Jugendlichen verbieten. Erwachsenen ist es erlaubt, damit ihre Gesundheit zu ruinieren, wenn nicht andere Menschen damit hineingezogen werden. Passivrauchen ist deshalb gesetzlich geregelt. Das gilt aber nur für Tabakerzeugnisse. Die Flüssigkeit, die von E-Zigaretten verdampft wird, kann auch Nikotin enthalten. Eine umfassendere rechtliche Handhabe zum Schutz der Gesundheit von Minderjährigen fehlt jedoch bisher.

Nach derzeit geltendem Recht fallen die elektrischen Glimmstängel auch nicht unter das Nichtraucherschutzgesetz. Inzwischen fordern daher Forscher, Ärzte und Verbände eine entsprechende gesetzliche Regelung. Ob sich die Anwendung von E-Zigaretten bei Jugendlichen durch ein Verbot verringern wird, bleibt abzuwarten. Zu groß ist die Vorbildfunktion der Erwachsenen.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Portal:Gesundheit

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July 31, 2014

China: Klage gegen Konversionstherapie von Gericht angenommen

China: Klage gegen Konversionstherapie von Gericht angenommen

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Veröffentlicht: 31.07.2014, 03:30 (CEST)
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LGBT flag map of the People's Republic of China.svg

Peking (China), 31.07.2014 – Ende Juli wird ein für chinesische Verhältnisse sensationeller Prozess in Peking vor Gericht gebracht. Der Mann, der sich selbst als „Xiao Shen“ gegenüber den Medien vorstellte, klagt gegen die Anwendung der Reparativtherapie (auch als Konversionstherapie bekannt), die ihn – so der Anspruch der Ärzte – von seiner Homosexualität heilen sollte.

Homosexualität wurde in China 2001 von der Liste der psychischen Krankheiten gestrichen, doch die Vorurteile sind tief in der Gesellschaft verankert, und selbst chinesische Ärzte sehen die sexuelle Orientierung immer noch als durch medizinische Eingriffe als korrigierbar an. Deshalb scheuen sich viele chinesische Homosexuelle, ärztliche Hilfe bei psychologischen Problemen zu suchen, weil sie ein erzwungenes Outing befürchten. Doch rund 10 Prozent der chinesischen Homosexuellen haben bereits eine Therapie in Betracht gezogen, und viele beugen sich dem Druck vor allem ihrer Familien und unterziehen sich der in China offen beworbenen Behandlung. Eine Art der Behandlung sieht therapeutische Gespräche vor, doch die Behandlungsmethode, die jetzt vor Gericht verhandelt werden soll und einige tausend Euro kosten kann, besteht darin, die Patienten mit Elektroschocks zu behandeln. Der Kläger fand die Behandlung nach der ersten Sitzung so unerträglich, dass er sie nach nur einer Sitzung abbrach und die Klage gegen diese Therapieform anstrebte, um weiteren Betroffenen eine derartige Therapie in Zukunft zu ersparen.

In Europa und Amerika wird die Konversionstherapie schon länger nicht mehr von seriösen Ärzten oder Therapeuten angewendet, obwohl sie gerade in evangelikalen Kreisen noch immer als sinnvoll gelobt und praktiziert wird. Der Weltärztebund hat 2013 die Konversionstherapie in einem Beschluss als unwirksam und unter Umständen sogar gesundheitsschädlich strikt abgelehnt.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • „Lieber Papa, bitte akzeptiere, dass ich eine Lesbe bin.“ (31.01.2014)

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May 19, 2014

WHO rechnet mit 75 Prozent mehr Krebstoten innerhalb von zehn Jahren

WHO rechnet mit 75 Prozent mehr Krebstoten innerhalb von zehn Jahren

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Veröffentlicht: 19:05.2014, 00:50 (CEST)
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Die Weltgesundheitsorganisation ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen

Das Rauchen ist eine der Hauptursachen für Krebserkrankungen

1984 – vor 30 Jahren wies eine Briefmarke der Deutschen Bundespost auf die Gefahren des Rauchens hin

Genf (Schweiz), 19.05.2014 – Chris Wild, Direktor des Internationalen Zentrums für Krebsforschung Weltgesundheitsorganisation (WHO), erklärte gegenüber dem britischen Fernsehsender BBC die Ergebnisse des neuen UN-Krebsreports. 2012 gab es weltweit schätzungsweise 8,2 Millionen Krebstote. Diese Zahl wird in den nächsten beiden Jahrzehnten voraussichtlich auf fast 25 Millionen ansteigen. Das entspricht einer Steigerung um 75 Prozent innerhalb von zehn Jahren.

Das Ziel der WHO besteht darin, allen Völkern zur Erreichung des bestmöglichen Gesundheitszustandes zu verhelfen. Die größten Erfolge hat die WHO bei der Bekämpfung von Infektionskrankheiten erzielt. Der bisher einzige unter Federführung der WHO erarbeitete völkerrechtliche Vertrag ist das WHO-Rahmenübereinkommen zur Eindämmung des Tabakgebrauchs. Das Rahmenübereinkommen ist entstanden aus der Erkenntnis, dass die weltweite Ausbreitung des Tabakkonsums schwerwiegende Folgen für die öffentliche Gesundheit hat. Zu diesen Folgen gehören auch Krebserkrankungen wie etwa Lungenkrebs. 1987 wurde der Weltnichtrauchertag von der WHO ins Leben gerufen, und in den Folgejahren wurden wiederholt Kampagnen gestartet.

Weltweit sind 25 Prozent aller bösartigen Tumore Bronchialkarzinome, wobei Männer am häufigsten betroffen sind. Hauptursache ist der Tabakrauch. Demgegenüber habe die Atomkatastrophe in Japan das Krebsrisiko für die dortige Bevölkerung nicht erhöht. Der erste UN-Krebsreport erschien 2003, der zweite 2008. Die drei Länder mit den weltweit höchsten Krebsraten sind Dänemark, Frankreich und Australien. Deutschland steht an 18. Stelle der Weltliste.

Der Weltnichtrauchertag am 31. Mai steht in diesem Jahr in Deutschland unter dem Motto Gesundheit auf der Kippe. International appelliert die WHO an ihre Mitgliedsstaaten, die Tabaksteuer zu erhöhen. Weltweit sterben jährlich 6 Millionen Menschen durch den Konsum von Tabak, worunter 600.000 Nichtraucher sind, die den Qualm unfreiwillig einatmen.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Gesundheit

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April 5, 2014

China: Umweltschutzproteste führen zu Gewalt

China: Umweltschutzproteste führen zu Gewalt

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Veröffentlicht: 05.04.2014. 14:48 (CEST)
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Lage von Guandong in China

Lage von Maoming in Guandong

Maoming (China), 05.04.2014 – Demonstrationen in China sind selten, bedürfen sie doch einer offiziellen behördlichen Genehmigung. In der Stadt Maoming in der südchinesischen Provinz Guandong hat es aber trotzdem in den letzten Tagen eine Reihe von öffentlichen Protesten gegeben. Stein des Anstoßes ist eine geplante Chemiefabrik, die para-Xylol herstellen soll. Der Stoff wird vor allem in der Kunststoffindustrie verwendet und sowohl als gesundheitsgefährdend wie auch als wassergefährdend (WGK2) eingestuft. Die Einwohner der Stadt, die bereits ein Zentrum der chemischen Industrie ist, klagen schon jetzt über gesundheitliche Beeinträchtigungen durch die Abgase der lokalen Fabriken und befürchten, dass die Umweltbedingungen sich durch die geplante Anlage nur noch weiter verschlechtern.

Einzelheiten der Vorgänge sind nur bruchstückhaft an die Öffentlichkeit gelangt, da die Polizei bereits vor Ort versucht hat, mögliche Zeugen einzuschüchtern und Fotos zu löschen. Die offiziellen Medien stehen ohnehin unter staatlicher Kontrolle, und auch im chinesischen Internet ist dementsprechend wenig Kritisches zu lesen, denn das was veröffentlicht wird, wird von Zensoren schnell entfernt. So bleiben unbestätigte Aussagen, die gegenüber ausländischen Pressevertretern direkt gemacht wurden und die dürren offiziellen chinesischen Aussagen zu den Vorgängen. Klar ist dabei, dass die Proteste am Sonntag (30. März) vor der Bezirksverwaltung von Maoming begannen. Es begann mit dem Werfen von Plastikflaschen auf das Gebäude, entwickelte sich dann aber rasch zu einem gewaltätigen Protest, bei dem mindestens ein Privatauto – angeblich das Auto des Bürgermeisters – und ein Polizeiauto in Brand gesteckt wurden. Die Polizei ging, dies scheinen Bilder zu belegen, mit einem massiven Schlagstockeinsatz gegen die Demonstranten vor. Auch vom Einsatz von Tränengas ist die Rede. Zahlreiche Verletzte sollen im örtlichen Krankenhaus behandelt worden sein. Ein Mann soll getötet worden sein, als er bei einer Verfolgung durch die Polizei mit seinem Motorrad verunglückte. Die Polizei wollte dies zunächst ebenso wenig bestätigen, wie sie eine Zahl von Verletzten bekannt gab. Allein die Zahl von etwa 1.000 Demonstraten wurde von offizieller Seite genannt. Die Proteste sollen am Dienstag (1. April) in kleinem Maßstab auch auf die Provinzhauptstadt Guangzhou übergriffen haben, wird von Augenzeugen berichtet.

Die ersten offiziellen Reaktionen auf die Proteste waren eine klare Verurteilung der illegalen Aktion und Versuche, die Produkte der geplanten Fabrik als unbedenklich darzustellen. Das erregte zumindest die Internetnutzer weiter, die nur Hohn und Spott für derartige Beschwichtigungsversuche übrig hatten, und es wurde deutlich darauf hingewiesen, dass es hier nicht um eine Fabrik ansich, sondern um die Art und Weise gehe, mit der diese durchgesetzt werden solle, nämlich ohne Rücksicht auf die Interessen oder Meinungen der betroffenen Anwohner. Die örtliche Verwaltung soll sich im Gegenteil bereits vor dem Beginn konkreter Planungen von den Einwohnern eine Erklärung unterschreiben haben lassen, in der diese versicherten, keinen Widerstand in irgendeiner Form gegen das Projekt zu leisten.

Dass die Mischung aus Straßenprotesten und Druck der öffentlichen Meinung im chinesischen Internet erste Erfolge zu zeigen schien, vermeldeten zuerst ausländische Medien. Ausländischen Berichten zu Folge soll die lokale Regierung erklärte haben, dass das Projekt nicht vorangetrieben werde, ehe nicht ein vollständiger Konsens mit der Bevölkerung hergestellt sei. Proteste gegen ähnliche Fabriken in Dalian im August 2011 und in Ningbo im Oktober 2012 führten jedenfalls zur Einstellung der jeweiligen Projekte, so dass man auch hier auf die weitere Entwicklung gespannt sein darf.

Aber auch die Aufmerksamkeit internationaler Medien läßt letztendlich die chinesischen Medien nicht unbeeindruckt, denn schließlich wurden die Vorgänge auch von dem offiziellen englischsprachigen chinesischen Auslandsprogramm von China Radio International (CRI) aufgegriffen. CRI berichtet nun von einer Pressekonferenz des stellvertretenden Leiters der Polizei und des stellvertretenden Bürgermeisters in Maoming. Nach den Angaben der Polizei soll bei den Protesten niemand getötet worden sein. Die Zahl der Verletzten soll sich auf 15, darunter vier Polizisten, belaufen, was früheren Berichten von hunderten von Verletzten und einem Toten entgegenspricht. Sieben Verletzte sollen sich aber noch im Krankenhaus befinden. Des Weiteren wurden 18 Personen wegen Störung der öffentlichen Ordnung festgenommen. Der stellvertretende Bürgermeister betonte vor den Pressevertretern erneut die Bedeutung des Projekts für den Ort, wo 10.000 Arbeitsplätze geschaffen werden sollen. Er versprach, so wird nun auch von chinesischer Seite vermeldet, einen Dialog mit den Einwohnern von Maoming und versuchte, deren Bedenken bezüglich Gesundheitsgefahren und Umweltbelastung zu beruhigen. Der Beitrag von CRI nutzt dann aber auch gleich noch die Gelegenheit, die Position der zukünftigen Betreiber deutlich zu machen. Das chinesische Mineralöl- und Chemieunternehmen Sinopec weist darauf hin, dass China seinen Bedarf an para-Xylol 2013 nur zu 47 Prozent selbst decken konnte, es also einen dringenden Bedarf für diese Fabrik gebe.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal: Umwelt
  • Portal: Gesundheit

Quellen[Bearbeiten]

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December 14, 2013

Die seltsame Sicht der Welt in asiatischen Medien

Die seltsame Sicht der Welt in asiatischen Medien

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Veröffentlicht: 15:05, 14.Dezember 2013 (CET)
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Sonnenuntergang in Shanghai im Smog

Shanghai (China), 14.12.2013 – Dass chinesische Medien nicht frei über Ereignisse berichten können, ist nichts Neues, doch was sich dort in den letzten beiden Wochen abspielte, wäre zum Lachen, wenn es nicht so gefährlich wäre.

Weite Teile des östlichen Chinas hingen Anfang Dezember 2013 unter einer Dunstglocke, wie es sie dort noch nicht gegeben hat. Smog über Beijing oder im Nordosten des Landes kennt man, die Frage nach dem Feinstaubgehalt in der Luft gehört dort zu den Alltäglichkeiten wie die Frage nach der Temperatur. Dass jedoch weite Teile vor allem weiter im Süden des Landes von einer solchen Verschmutzung erstickt wurden, war dann doch einmal ein berichtenswertes Ereignis für die nationalen chinesischen Medien und Thema Nummer eins für die Diskussion chinesischer Internetnutzer.

Die örtlichen Behörden in Nanjing, der Hauptstadt der Provinz Jiangsu, hielten es für zu gefährlich für die Gesundheit kleiner Kinder, sie bei dem dort herschenden Grad an Luftverschmutzung hinaus zu schicken, und schlossen kurzfristig Kindergärten und Grundschulen. Auch in anderen Orten der Provinz sah es nicht besser aus, obwohl derartige Maßnahmen dort nicht ergriffen wurden. Die Belastung der Luft lag teilweise über 500 Mikrogramm Feinstaub – sowohl für Teilchen der Kategorie 10 µm (10 Mikrometer) als auch der besonders feinen und gefährlichen Kategorie 2,5 µm. Das sind Werte, die um das mehr als 20-Fache über dem von der Weltgesundheitsorganisation als erträglich bezeichneten Wert von 25 Mikrogramm liegen. Die entsprechenden Werte des Air Pollution Index (API) der Environmental Protection Agency (EPA) lagen damit über 500, teilweise wurden in Shanghai auch Werte von deutlich über 600 erreicht.

Und wie gehen die chinesischen Medien mit diesem Umweltproblem um? Sie scheinen Monty Python zu folgen und sehen in dieser Umweltkatastrophe noch gute Seiten. So berichteten sowohl die Global Times als auch das staatliche Fernsehen von den Vorteilen des Smogs. So soll der Smog militärisch von Vorteil für China sein, weil er die Steuerung feindlicher Raketen beeinflusst, er soll die Menschen gleich machen und sie enger zusammenrücken lassen sowie auch für Bildung sorgen, da man nun mehr über das Wetter wisse, und schließlich fördere es den Humor der Menschen, denn nun machten sie Witze über den Smog. Die chinesischen Bürger nahmen das aber keineswegs mit Humor und entluden einen Shitstorm über die betroffenen Medien, die sich gezwungen sahen, die entsprechenden Berichte zurückzuziehen.

Nach einer Woche zog eine Kaltfront von Norden her über das Land und brachte frischere Luft, und ein Aufatmen ging durch die Bevölkerung. Auch die Medien verspürten nun eine neue Chance, dem Smog etwas Positives abgewinnen zu können, und berichteten über die Kinder, die wieder in die Schule gehen konnten, nur, um dort zu zeigen, wie sie gegen die Luftverschmutzung vorgehen würden – mit Kampfsport. Und um zu zeigen, dass man nicht allein von dicker Luft betroffen ist, schob man noch ein paar Bilder aus London hinterher, dessen Nebel ja weltberühmt ist.

Ist die Luft in China damit wieder unbedenklich? Wohl kaum. Aber für Chinesen gilt: “Was ich nicht sehen kann, existiert auch nicht.” “Die Luft ist nur schmutzig, wenn ich nichts sehen kann, ansonsten ist sie sauber”, ist scheinbar die chinesische Einschätzung vieler Menschen. Dass die Messwerte etwas anderes sagen, wen interessiert das schon, denn man kann die Sonne wieder sehen. Ein API mit über 400 als kurzzeitigem Höchstwert und viele Werte deutlich über 200 sind noch immer gesundheitsgefährdend, aber wenn man die Sonne noch sieht, dann kann der Mundschutz wieder unten bleiben, sagen sich die Menschen.

Die Chinesen stehen aber keineswegs alleine da mit ihrer Vorstellung davon, dass das, was man nicht sieht, nicht existiert. Vietnamesische Medien berichteten sehr ausführlich über die Proteste in Kiew bis zu dem Zeitpunkt, als dort eine Leninstatuete vom Sockel geholt wurde. Dann war plötzlich nichts mehr über die Ereignisse in der Ukraine zu finden – bis auf Kommentare, die das Vorgehen der Protestler in Kiew scharf verurteilten. Offenbar eine Warnung an alle, die an Ähnliches in Vietnam mit Lenin oder dem allgegenwärtigen Ho Chi Minh dachten. Vietnamische Bürger wurden aber scheinbar erst durch diese auffällige Leerstelle in der Berichterstattung aufmerksam auf die Vorgänge in der Ukraine und äußerten ihren Unmut über derartige staatliche Eingriffe im Internet.

Ein World Wide Web mit Webfehlern oder Lücken wird auch in Asien immer weniger von den Menschen einfach so akzeptiert, und Zensur alleine kann die Meinungs- und Deutungshoheit der Herrschenden nicht so einfach mehr sichern.

Originäre Berichterstattung
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Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

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June 24, 2012

Chinesischer EM-Fan stirbt nach 11 Fußball-Nächten

Chinesischer EM-Fan stirbt nach 11 Fußball-Nächten

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Veröffentlicht: 23:57, 24. Jun. 2012 (CEST)
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Peking (Volksrepublik China), 24.06.2012 – Britische und asiatische Zeitungen berichteten übereinstimmend, dass der 26-Jährige Jiang Xiaoshan ein großer Fan der englischen Nationalmannschaft war. Am gestrigen Samstag wurde erst bekannt, dass Xiaoshan am vergangenen Dienstag in Changsha starb.

Wegen der Zeitverschiebung konnten Xiaoshan und seine Freunde die Fußball-EM erst mitten in der Nacht sehen. Der 26-Jährige Chinese ging tagsüber trotzdem wie gewohnt zur Arbeit. Nach 11 Nächten war sein Körper zu sehr überlastet und machte das alles nicht mehr mit.

Seinen Ärzten in Changsha zufolge hatten der ständige Schlafmangel, der erhöhte Konsum von alkoholischen Getränken und das Rauchen sein Immunsystem angegriffen. Jiang Xiaoshans Tod ist auf Herzversagen zurückzuführen.

Quellen[Bearbeiten]

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February 22, 2008

Deutschland: Warnstreiks im Gesundheitswesen

Deutschland: Warnstreiks im Gesundheitswesen

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Veröffentlicht: 20:57, 22. Feb. 2008 (CET)
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Potsdam (Deutschland), 22.02.2008 – Die Tarifverhandlungen 2008 im öffentlichen Dienst sind ohne erkennbare Annäherung von Arbeitgebern und Gewerkschaften am 12. Februar 2008 vertagt worden. Nachdem die Arbeitgeber in der dritten Verhandlungsrunde kein verbessertes Angebot gemacht haben, haben die Gewerkschaften bereits ab Donnerstag, den 14. Februar 2008, erste Warnstreiks im Bereich der Krankenhäuser, Kindergärten, Müllabfuhr und weiteren Bereichen angekündigt.

Schwerpunkt der Warnstreiks waren am 14. Februar 2008 vor allem die kommunalen Gesundheitseinrichtungen: Über zwanzigtausend Beschäftigte an über 150 Krankenhäusern und Pflegeheimen bundesweit legten ihre Arbeit am Donnerstag nieder. Ein Streikschwerpunkt lag in Nordrhein-Westfalen, wo an 50 Krankenhäusern etwa fünftausend Beschäftigte zeitweise ihre Arbeit nieder legten.

In Baden-Württemberg beteiligten sich rund 1.500 Beschäftigte [1] an kommunalen Kliniken in Friedrichshafen, Karlsruhe, Lörrach, Mannheim, Reutlingen, Tauberbischofsheim und Tuttlingen. Eine zentrale Veranstaltung fand am 14. Februar 2008 in Schwäbisch Gmünd statt. Dort trafen sich Beschäftigte der Stadtverwaltung, der Stadtwerke, der Kreissparkasse Schwäbisch Gmünd. [2] Schwerpunkte am 15. Februar 2008 sollen in Ulm, Aalen und Heidenheim liegen. So soll das Ostalbklinikum in Aalen, aber auch die Stadtverwaltung, die Stadtwerke, das Landratsamt und die Sparkasse in Aalen bestreikt werden. In Heidenheim sollen die Stadtverwaltung, Kläranlage, Städtische Betriebe, Landratsamt, Straßenmeisterei und Sparkasse bestreikt werden. Auch die Kreiskliniken in Esslingen, Emmendingen und das Seniorenheim in Ortenau werden am Freitag bestreikt. [3]

Der Fachbereich Gesundheit der ver.di Bayern unter Dominik Schirmer hatte Beschäftigte in 53 Kliniken in Bayern zum Warnstreik aufgerufen. Am Donnerstag waren über 4.500 Beschäftigte im Ausstand. [4] Am Freitag haben sich über 3.200 Beschäftigte aus 20 Kliniken an den Warnstreiks beteiligt. Dominik Schirmer kritisierte auf einer zentralen Kundgebung vo über 500 Beschäftigen des Städtischen Klinikums München, dass die finanzielle Krise der Krankenhäuser nicht mehr durch einen Verzicht der Beschäftigten gelöst werden könne. [5] Am Freitag wurden vor allem Kliniken in Franken, so in den Kliniken in Ansbach, Fürth und Schwabach für etwa zwei Stunden bestreikt. Am Klinikum Nürnberg-Nord kamen ca. 800 Beschäftigte zu einer zentralen Kundgebung zusammen. [6] Eine weiteren Warnstreik gab es am Isar-Amper-Klinikum in Haar (bei München), wo auch die Gewerkschaft für das Gesundheitswesen in Bayern (LBB) im deutschen beamtenbund ihre Beschäftigten zu Protestaktionen aufgerufen hat. [7]

In Hamburg waren Beschäftigte des Gesundheitswesens am 14.Februar 2008 um 16:00 Uhr zu einer zentralen Kundgebung unter dem Motto “Harte Arbeit muss gut bezahlt werden – billig ist krank!” auf dem Hamburger Gänsemarkt aufgerufen. Am Freitag sind die Beschäftigten zu einer aktiven Mittagspause vor dem Hauptzollamt in der Süderstraße 63 aufgerufen. [8]

Die Beschäftigten des öffentlichen Gesundheitswesens waren auch in Hessen aufgerufen. So beteiligten sich etwa 4.500 Beschäftigte in Nordhessen, Darmstadt, Fulda, Frankfurt am Main, Hanau, Wiesbaden und Wetzlar am Donnerstag an den Warnstreiks. Bei einer zentralen Kundgebung in Hanau verurteilte der Landesbezirksleiter Hessen, Jürgen Bothner, vor ca. 1.500 Demonstranten das bisherige Verhalten der Arbeitgeber als Zumutung. In der nächsten Woche sollen in Hessen auch die Stadtverwaltungen, Entsorgungsbetriebe, Kindertagesstätten und der Nahverkehr bestreikt werden. [9]

Im Gesundheitswesen von Mecklenburg-Vorpommern waren die Beschäftigten des Kreiskrankenhauses Wolgast und des Klinikums Südstadt in Rostock zu Warnstreiks aufgerufen. [10]

Im Gesundheitswesen von Niedersachsen kam es an 21 Krankenhäusern zu Warnstreiks und an 19 weiteren Krakenhäusern zu Protestaktionen. Über 3000 Beschäftigte beteiligten sich in Bremen, Bremerhaven, Oldenburg, Hannover, Norden-Aurich und Wolfsburg. [11]Joachim Lüddecke von der ver.di-Streikleitung in Niedersachsen sprach auf einer zentralen Kundgebung in Bremerhaven. [12]

In w:Nordrhein-Westfalen waren über 5.000 Beschäftigte an 51 Kliniken und Altenpflegeeinrichtungen an den Warnstreikaktionen beteiligt. Ein Schwerpunkt war am Donnerstag in den Mühlenkreiskliniken mit ihren ca. 4.300 Beschäftigten in Ostwestfalen, insbesondere in Minden, Oeynhausen und Lübbecke. Statt der geplanten 450 waren es dort fast eintausend Beschäftigte, die an den Warnstreiks teilnahmen. [13] Weitere Warnstreiks in NRW fanden an den Kliniken in Köln, Duisburg, Leverkusen, Solingen, Dormagen und Langenfeld statt. Eine weitere große Demonstration fand am Klinikum Dortmund mit seinen ca 4.200 Beschäftigten statt. [14]

In Rheinland-Pfalz waren Worms und Idar-Oberstein am Freitag, den 15. Februar 2008, die Schwerpunkte. Bei einer zentralen Kundgebung im Hagenbräu in Worms sprechen ver.di Vorsitzender Frank Bsirske, Landesvorsitzender Uwe Klemens und seine Stellvertreterin Christine Gothe vor über 700 Beschäftigten, insbesondere aus dem Gesundheitswesen. Bsirske lehnte eie Verlängerung der Arbeitszeit ab, zumal zahlreiche Beschäftigte vor allem im Klinikbereich, ohnehin schon eine enorme Arbeitsbelastung hätten. Bei einer zweiten zentralen ver.di Veranstaltung in Idar-Oberstein legten ca. 300 Beschäftigte des städtischen Klinikums in Idar-Oberstein ihre Arbeit nieder. [15]

Im Saarland beteiligten sich Beschäftigte der Völklinger Verkehrsbetriebe GmbH und der Müllabfuhr in Saarbrücken an den Warnstreiks. Auch im Knappschaftskrankenhaus Sulzbach beteiligten sich ca. 350 Beschäftigte an Warnstreiks. [16] Bei einer zentralen Kundgebung vor dem Saarbrücker Rathaus waren über 1.100 Beschäftigte der Stadtverwaltung, kommunalen Kliniken und der Verkehrsbetriebe. [17]

Die Beschäftigten des Städtischen Krankenhauses in Kiel waren am Donnerstag, die Beschäftigten der Regio Kliniken Itzehoe, der Stadtverwaltung und des Bauhofes Itzehoe und der Städte Pinneberg, Bönningstedt und Ellerbek waren für Freitag, den 15. Februar 2008, zu Warnstreiks aufgerufen. [18]

Bei einer zentralen Veranstaltung in Zwickau in Sachsen waren am 14. Februar 2008 über 1.500 Beschäftigte zusammen gekommen. Ver.di Landesbezirksleiter Thomas Voß kündigte an, dass am nächsten Dienstag, den 19. Februar 2008 Warnstreiks in Thüringen und Sachsen-Anhalt und am nächsten Donnerstag in Sachsen und am Freitag in Sachsen-Anhalt statt finden sollten. Es sollten vor allem die Stadtverwaltungen, die Entsorgungsbetriebe, die Kindertagesstätten aber auch Bundesämter bestreikt werden. [19]

In Berlin will ver.di zunächst die neue Verhandlungsrunde bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) und der Berlin Transport (BT) am 18.Februar 2008 abwarten und dann über weitere Streikmaßnahmen im Berliner Nahverkehr entscheiden. [20] In Berlin und Brandenburg sollen erst in der nächsten Woche die Warnstreiks anlaufen.

Themenverwandte Artikel

Quellen

  1. verdi.de – Aktivitäten vor Ort – vom 15.02.2008
  2. bawue.verdi.de – Tarifrunde ÖD 2008 – Auch am Freitag weitere Warnstreiks im Südwesten geplant – vom 15.02.2008
  3. bawue.verdi.de – Tarifrunde ÖD 2008 – Auch am Freitag weitere Warnstreiks im Südwesten geplant – vom 15.02.2008
  4. bayern.verdi.de – ver.di startet morgen Warnstreikwelle in Bayern an über 30 kommunalen Krankenhäusern – vom 14.02.2008
  5. bayern.verdi.de – Tarifrunde öffentlicher Dienst – Falbisoner: Äußerst zufrieden mit Auftakt – vom 15.02.2008
  6. BR-Online – Hohe Beteiligung an Warnstreiks – vom 15.02.2008
  7. dbb.de – Warnstreik im Klinikum München-Haar – vom 15.02.2008
  8. hamburg.verdi.de – Tarifrunde Krankenhäuser – Harte Arbeit muss gut bezahlt werden – billig ist krank! – vom 13.02.2008
  9. hessen.verdi.de – Erster Warnstreiktag im Öffentlichen Dienst in Hessen: – vom 14.02.2008
  10. nord.verdi.de – Tarifrunde Öffentlicher Dienst: ver.di ruft zu Warnstreiks in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern auf – vom 14.02.2008
  11. nds-bremen.verdi.de – ver.di Bezirk Weser-Ems ruft in seiner Region zu Warnstreik in Krankenhäusern auf – vom 14.02.2008
  12. nds-bremen.verdi.de – Hohe Beteiligung am ersten Warnstreik in Krankenhäusern – vom 14.02.2008
  13. nrw.verdi.de – Über 5.000 bei Warnstreiks in NRW – vom 14.02.2008
  14. komba-nrw.de – komba nrw startet mit Warnstreikaktionen im Krankenhaus – vom 14.02.2008
  15. rlp.verdi.de – Auftakt in Idar-Oberstein und Worms – Warnstreiks im Öffentlichen Dienst Rheinland-Pfalz – vom 14.02.2008
  16. verdi.de – Aktivitäten vor Ort – vom 15.02.2008
  17. dbb-tarifunion.de – Warnstreikaktionen im Saarland – vom 14.02.2008
  18. nord.verdi.de – Tarifrunde Öffentlicher Dienst: ver.di ruft zu Warnstreiks in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern auf – vom 14.02.2008
  19. ssat.verdi.de – 14. Februar: Auftakt- Demonstration in Zwickau – vom 14.02.2008
  20. bb.verdi.de – Öffentlicher Dienst in Berlin und Brandenburg – vom 15.02.2008

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