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February 6, 2014

Mexiko legalisiert die Bürgerwehren

Mexiko legalisiert die Bürgerwehren – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Mexiko legalisiert die Bürgerwehren

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Veröffentlicht: 08:55, 6. Feb. 2014 (CET)
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Mexikanisches Militär im Kampf im Bundesstaat Michoacán (2007)

Mexiko-Stadt / Morelia (Mexiko), 06.02.2014 – Im Kampf gegen die Drogenkartelle hat sich die mexikanische Regierung einer Grundsatzfrage angenommen: Sollten die Sicherheitsbehörden mit militanten Bürgerwehren in den Problemgebieten Mexikos in Kooperation treten? Bisher ließ die Regierung sie lediglich gewähren, eine offizielle Unterstützung gab es nicht. Dies ändert sich nun. Die mexikanische Regierung und Bürgermiliz der Provinz Michoacán verständigten sich auf einen Kompromiss. Die Mitglieder der Bürgermiliz sollen in Einheiten gefasst und unter polizeiliche Kontrolle gestellt werden. Zudem sollen alle Mitglieder und Waffen der Bürgerwehren registriert werden. Danach besteht die Möglichkeit, diese Einheiten durch Ausrüstung zu unterstützen oder auch komplett in die reguläre Polizei zu integrieren. Nach Angaben der Bürgerwehren stehen von ihnen etwa 20.000 Mann unter Waffen.

Michoacán

Das in Michoacán ansässige Drogenkartell Los Caballeros Templarios, zu Deutsch: Die Tempelritter, ist eine der größten kriminellen Vereinigungen und wirbt seit Jahren um eines der am stärksten umkämpften Gebiete Mexikos. Bereits 2006 entsandte die Regierung 6.500 Soldaten zur Stabilisierung des Bundesstaates. Ein großes Problem stellt dabei die Korruption dar. Ganze Polizeistationen sollen durch das Kartell bestochen worden sein. Korruption, der Drogenschmuggel, anhaltende Entführungen und die Erpressung der Einwohner ließen diese das Vertrauen in Ihre Politiker verlieren. Anfang 2013 formierten sich die ersten „Selbstverteidigungsgruppen“ – mit großem Anklang. Die Milizen gehen dabei professionell vor, geplante Offensiven, gute Ausrüstung sowie der Rückhalt der Bevölkerung machten es möglich, den großen Kartellen den Kampf anzusagen.

Die Regierung hingegen beharrte auf Ihrem Standpunkt, für die Sicherheit der Bevölkerung zu sorgen, unterliege alleine dem Staat. Wer illegale Waffen trage, müsse demnach mit Strafen rechnen. Die Milizen beriefen sich hingegen auf das bisherige Versagen der Regierung, für Sicherheit zu sorgen, und wollten dem Kampf erst aufgeben, wenn die Regierung ihrer Verantwortung auch praktisch nachkomme. Mit dem neugeschaffenen Vertrag wurde nun zumindest ein Kompromiss erzwungen, der für Mexiko nicht noch einen zusätzlichen Konfliktherd öffnet.

Die heftigen Kämpfe in der Unruheprovinz Michoacán veranlassten die Regierung Anfang Januar, etwa 10.000 Soldaten in den Bundesstaat zu schicken, um die Kontrolle wiederherzustellen. In Anbetracht der Tatsache, dass es offensichtlich einen derart großen Einsatz von Soldaten benötigt, um die staatliche Kontrolle durchzusetzen, ist daher die Entscheidung, wie mit Bürgermilizen umzugehen ist, längst überfällig. Im Grunde bleibt aber auch Mexikos Regierung keine andere Wahl, als mit den Milizen zu kooperieren. Der seit 2000 anschwellende Konflikt, dem die mexikanische Regierung lange passiv begegnete, konnte auch durch militärische Präsenz nicht an Schwung verlieren. An eine rein militärische Lösung ist kaum mehr zu denken, vielmehr ist es notwendig, jungen Mexikanern Perspektiven zu bieten und den korrupten Staatsapparat zu reorganisieren.

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August 21, 2012

Mexiko-Stadt: 348 Polizisten am internationalen Flughafen ausgetauscht

Mexiko-Stadt: 348 Polizisten am internationalen Flughafen ausgetauscht

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Veröffentlicht: 06:26, 21. Aug. 2012 (CEST)
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Mexiko-Stadt (Mexiko), 21.08.2012 – Ende Juni wurden beim Versuch der Festnahme von zwei mutmaßlichen Rauschgifthändlern am Flughafen von Mexiko-Stadt (AICM) drei Polizisten getötet. Wie sich herausstellte, handelte es sich bei den Tätern ebenfalls um Polizisten. Der regionale Sicherheitschef Luis Cardenas Palomino gab am Sonntag bekannt, dass alle 348 Polizeibeamte des Flughafens durch Bundesbeamte ersetzt sind, die besonders überprüft wurden.

Von den drei Beamten, die des Mordes verdächtigt sind, befindet sich einer in Haft; die beiden anderen sind auf der Flucht. Die Polizisten, die am Flughafen bisher ihren Dienst verrichteten, sind in verschiedene Teile des Landes versetzt worden. Der Aeropuerto Internacional de la Ciudad de México (AICM) wird von den Drogenbanden zunehmend als Drehscheibe für den Schmuggel von Kokain in andere Länder genutzt; beteiligt sind dabei auch Polizisten und Angestellte. Der Drogenkrieg in Mexiko hat bereits 55.000 Menschen das Leben gekostet. Immer wieder werden Verwicklungen von Polizei und Militär festgestellt.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Organisierte Kriminalität
Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Drogenkrieg in Mexiko“.

Quellen

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March 3, 2012

Mexiko City: Die letzten VW-Käfer nehmen ihren Abschied als Taxi

Mexiko City: Die letzten VW-Käfer nehmen ihren Abschied als Taxi

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Veröffentlicht: 21:45, 3. Mär. 2012 (CET)
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Grünes VW-Käfer-Taxi in Mexiko City im Einsatz

Mexiko-Stadt (Mexiko), 03.03.2012 – Im Jahr 2006 fuhren auf den Straßen von Mexiko City 50.000 VW Käfer, die als Taxi eingesetzt waren. 2012 sind es noch 3.500 Fahrzeuge, die von den Einheimischen „Vochos“ genannt werden. Auch die letzten Kugeltaxis werden am Ende des Jahres von den Straßen verbannt sein.

Eine Regelung schreibt vor, dass Taxis nicht älter als acht Jahre sein dürfen. Für die Käfer gibt es eine Ausnahmeregelung: Diese dürfen zehn Jahre Fahrgäste transportieren. 2002 gab es die letzten Lizenzen für das Fahrgastgewerbe, die den Einsatz des Kultautos vorsahen. Hintergrund war, dass ab dem Jahr 2003 nur noch Fahrzeuge als Taxis genehmigt wurden, die vier Türen haben, die der VW-Käfer nicht bieten konnte. Vielfach wurde von den Fahrern der Beifahrersitz ausgebaut, um den Fahrgästen das Ein- und Aussteigen zu erleichtern. Ein Sicherheitsrisiko, da eine nicht angeschnallte Person bei einer Vollbremsung schnell von der Rücksitzbank aus abhebt und Richtung Frontscheibe fliegt. Die Stadtverwaltung will die letzten Besitzer eines VW-Käfertaxi mit einem Kredit von 15.000 Peso (890 Euro) unterstützten. Die Finanzspritze können die Taxifahrer zur Anschaffung eines anderen Fahrzeugs nutzen, um so weiter im Beruf bleiben zu können, wenn die eigenen Finanzmittel nicht ausreichen.

Für die Fahrgäste wird es nach dem Umstieg auf andere Kfz-Marken teurer werden. Meist kommen nur große US-Fahrzeuge zum Einsatz, die einen höheren Preis im Unterhalt haben. Einigen Nostalgikern wird es sicher schwer ums Herz werden, doch die Zeit ließ sich noch nie aufhalten.

Ab 1959 wurde der VW-Käfer auch in Mexiko in São Bernardo do Campo gefertigt. Nachdem 3,3 Millionen Fahrzeuge hergestellt worden waren, wurde die Produktion 1986 eingestellt; 1993 wurde sie wieder für drei Jahre aufgenommen, und vereinzelt wurden Fahrzeuge nach Europa exportiert. 46.000 Exemplare wurden in dieser Zeit hergestellt.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:VW
  • Portal:Mexiko

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January 24, 2012

Mexikanischer Präsident verkündet Notfallplan wegen extremer Trockenheit

Mexikanischer Präsident verkündet Notfallplan wegen extremer Trockenheit

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Veröffentlicht: 20:11, 24. Jan. 2012 (CET)
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Mädchen aus der indigenen Ethnie der Tarahumara

Mexiko-Stadt (Mexiko), 24.01.2012 – Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gab es in Mexiko nie eine so extrem langanhaltende Trockenperiode wie jetzt. Präsident Felipe Calderón will zwei Milliarden Euro (umgerechnet) für die Bekämpfung der Folgen ausgeben.

Betroffen sind 1300 Gemeinden in 19 mexikanischen Bundesstaaten; vor allem denen im Norden. Seit vielen Monaten fehlt der Regen in diesen Gebieten. Bei einem Besuch in Zacatecas verkündete er: „Keine Familie wird Wasser- oder Lebensmittelmangel erleiden“. In entlegenen Gebieten werden insbesondere indigene Völker durch die Regierung mit dem Notwendigen versorgt.

Das Jahr 2010 war eines der regenreichsten Jahre seit 1958, im letzten Jahr begann die extreme Trockenperiode.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Mexiko
  • Portal:Wetter
  • Portal:Naturkatastrophen

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December 1, 2011

Mexiko: Menschenrechtsaktivist Moreno Nuñez in Hermosillo erschossen

Mexiko: Menschenrechtsaktivist Moreno Nuñez in Hermosillo erschossen

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Veröffentlicht: 22:20, 1. Dez. 2011 (CET)
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Javier Sicilia (Mai 2011)

Hermosillo (Mexiko), 01.12.2011 – Am Montag wurde der Menschenrechts-Aktivist Moreno Nuñez im Stadtteil Centenario der nordmexikanischen Grenzstadt Hermosillo durch fünf Schüsse getötet. Ein unbekannter Mann war an sein Fahrzeug herangetreten und hat das Feuer auf ihn eröffnet.

Nuñez hatte das Verschwinden von Menschen erfasst, darunter auch das seines eigenen Sohnes. Er hatte öffentlich die Vermutung geäußert, dass sein Sohn von der Polizei festgehalten wird. Nuñez war Aktivist der „Menschenrechtsbewegung für Frieden, Gerechtigkeit und Würde“ des mexikanischen Dichters und Journalisten Javier Sicilia. Sicilia hatte nach der Ermordung seines Sohnes den Kampf gegen die Gewalt in Mexiko aufgenommen. Er macht den Gouverneur des Bundesstaates Sonora für den Tod von Nuñez verantwortlich, da dieser die Bitte nach Personenschutz abgelehnt hatte, obwohl er Drohungen erhalten hatte.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

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September 21, 2011

Mexiko: 35 Tote verteilt auf zwei Lastwagen entdeckt

Mexiko: 35 Tote verteilt auf zwei Lastwagen entdeckt

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Veröffentlicht: 21:43, 21. Sep. 2011 (CEST)
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Straße in Veracruz

Veracruz (Mexiko), 21.09.2011 – Die Leichen von 23 Männer und zwölf Frauen hat die Polizei in der Hafenstadt Veracruz entdeckt. Nach einem Bericht der Zeitung „Reforma“ haben die Mörder ein Bekennerschreiben hinterlassen. Danach ist ein neues Kartell mit dem Namen „Gente Nueva“ verantwortlich für die Tat, es soll mit dem Chef des Sinaloa-Kartells in Verbindung stehen.

Zwölf Männer und elf Frauen sind als Bandenmitglieder identifiziert. Reynaldo Escobar, der Generalstaatsanwalt von Veracruz: „Sie alle haben zuvor Verbrechen begangen wie Entführung, Mord, Drogenhandel“. Für die zunehmende Gewalt in Veracruz soll das Kartell „Los Zetas“ verantwortlich sein. In dem durch den Krieg der Drogenbanden erschütterten Land ist die Lage unübersichtlich, Morde sind an der Tagesordnung.

In der Nähe des Fundortes der Leichen fand eine Tagung von Staatsanwälten statt, die berieten über die Bekämpfung der alltäglichen Gewalt auf den Straßen. Eine Zeitung kommentiert: „Die Organisierte Kriminalität hat die Staatsanwälte mit einer besonderen Provokation empfangen“. Der seit dem Jahr 2006 herrschende Drogenkrieg hat schon über 35.000 Menschen das Leben gekostet.

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July 25, 2011

Ciudad Juárez: Massenfestnahme bei Razzia gegen Menschenhandel

Ciudad Juárez: Massenfestnahme bei Razzia gegen Menschenhandel

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Veröffentlicht: 12:01, 25. Jul. 2011 (CEST)
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Prostituierte in Mexiko

Ciudad Juárez (Mexiko), 25.07.2011 – Am Freitag (22. Juli) und Samstag (23. Juli) fand eine großangelegte Razzia gegen Menschenhändler in der nordmexikanischen Grenzstadt Ciudad Juárez statt. Die mexikanische Bundespolizei erklärte am Sonntag, dem 24. Juli, es seien 500 Männer und 530 Frauen festgenommen worden. 20 minderjährige entführte Mädchen konnten befreit werden.

2010 wurden allein in der Stadt Ciudad Juárez 59 Mädchen verschleppt, im Bundesstaat Chihuahua 48 weitere Frauen und Mädchen. Menschenrechtsgruppen hatten schon lange auf die unhaltbaren Zustände hingewiesen. Jahrelang war das Schicksal entführter Frauen im alltäglichen Drogenkrieg untergegangen.

Die Frauen werden als billige Arbeitskräfte verkauft oder der Prostitution zugeführt. Oft endet ihr Schicksal mit dem Tod. Mord ist in Ciudad Juárez alltäglich – bei durchschnittlich sieben Tötungsdelikten am Tag.

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July 10, 2011

Ciudad Juárez: In keiner Stadt der Welt ist das Risiko größer ermordet zu werden

Ciudad Juárez: In keiner Stadt der Welt ist das Risiko größer ermordet zu werden

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Veröffentlicht: 17:50, 14. Jul. 2011 (CEST)
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Kokain steht im Hintergrund der Morde

Ciudad Juárez (Mexiko), 10.07.2011 – 21 Morde an einem Tag, das ist ein trauriger Rekord für das Jahr 2011 in der Stadt Ciudad Juárez. 8,5 Morde waren es durchschnittlich am Tag im Jahr 2010, mehr als in jeder anderen Stadt der Welt, gemessen an den Einwohnern.

Ciudad Juárez liegt an der Grenze zum US-Bundesstaat Texas. 40 Prozent des Kokains für den US-Markt nimmt seinen Weg durch diese Stadt. Drei Jahre bereits kämpfen die Drogenkartelle Juárez und Sinaloa um die Vorherrschaft. In den schmutzigen Krieg sind korrupte Vertreter des Staates tief verwickelt.

Präsident Felipe Calderón hat nach seiner Machtübernahme 2006 das Militär in den Drogenkrieg geschickt. Sehr viele Tote hat es seitdem gegeben. Das Land kommt nicht mehr zur Ruhe, auch die kürzlichen Proteste der Bevölkerung änderten nichts an der Situation.

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June 6, 2011

Buskolonne durch Mexiko: Eine Demonstration gegen die Gewalt

Buskolonne durch Mexiko: Eine Demonstration gegen die Gewalt

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Veröffentlicht: 18:44, 6. Jun. 2011 (CEST)
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Gobernacionplatz in Cuernavaca

Cuernavaca (Mexiko), 06.06.2011 – Am Sonntagmorgen starteten in der Stadt Cuernavaca 15 Busse. 300 Mexikaner wollten 3.000 Kilometer bis nach Ciudad Juárez fahren und damit ein Zeichen gegen die Gewalt der Drogenkartelle setzen. Sie sind der Meinung, dass der Anti-Drogen-Krieg der Regierung gescheitert ist. Aufgerufen zu der langen Fahrt hatten der Dichter und Journalist Javier Sicilia, dessen Sohn Juan Francisco im März mutmaßlich von Drogenbanden ermordet worden ist.

In Cuernavaca war die Leiche von Juan Francisco gefunden worden. Das Ziel der Buskarawane ist Ciudad Juárez – die Stadt, die wohl am meisten unter den Verhältnissen in Mexiko zu leiden hat. Eine Stadt, in der es vermutlich mehr Morde bezogen auf die Einwohnerzahl gibt als in jeder anderen Stadt. 3.000 Morde waren es im Jahr 2010. Bei der Ankunft soll ein Pakt für den Frieden unterzeichnet werden.

100.000 Menschen hatten in Mexiko-Stadt Anfang Mai auf einem zentralen Platz demonstriert. Zu der Versammlung hatte ebenfalls Javier Sicilia aufgerufen. Die Menschen sehnen sich nach Frieden und Sicherheit. Auch hier wurde ein Ende des Drogenkrieges gefordert, der seit dem Amtsantritt von Präsident Felipe Calderón bereits mehr als 37.000 Menschenleben gefordert hat.

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Drogenkrieg in Mexiko“.

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May 23, 2011

Mexikanischer Notenbank-Präsident will Nachfolge von Strauss-Kahn beim IWF antreten

Mexikanischer Notenbank-Präsident will Nachfolge von Strauss-Kahn beim IWF antreten

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Veröffentlicht: 21:16, 23. Mai 2011 (CEST)
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Agustin Carstens

Mexiko-Stadt (Mexiko), 23.05.2011 – Agustín Carstens, Leiter der mexikanischen Notenbank, ist der zweite Bewerber um das Amt des geschäftsführenden Direktors des Internationalen Währungsfonds (IWF). Er tritt somit in Konkurrenz gegen die französische Finanzministerin Christine Lagarde, die von europäischen Politikern als mögliche Nachfolgerin des zurückgetretenen Dominique Strauss-Kahn ins Spiel gebracht wurde.

Der Vorschlag wird vom mexikanischen Finanzminister Ernesto Cordero kommen, so das Ministerium. Carstens sei der ideale Kandidat, da er bereits Erfahrungen an den Internationalen Finanzmärkten gesammelt habe. Von 2003 bis 2006 war er der stellvertretende Direktor des IWF, bevor er Finanzminister wurde. Seit 2010 ist er Leiter der mexikanischen Notenbank. Die mexikanische Seite wünscht sich ein offenes, transparentes und an der Qualifikation ausgerichtetes Vorgehen bei der Vergabe des Postens.

Als aussichtsreichere Bewerberin gilt die Französin Lagarde. Carstens gilt als zu USA-freundlich. Bis zum 10. Juni können weitere Kandidaten benannt werden. Die Entscheidung über die Nachfolge von Strauss-Kahn wird Ende Juni fallen. Wegen eines Vergewaltigungsvorwurfs war Strauss-Kahn von dem Posten zurückgetreten. Er ist erst kürzlich in den Vereinigten Staaten unter strengen Auflagen aus der Untersuchungshaft entlassen worden.

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