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March 11, 2011

München: High nach 30 Stunden Fahrt auf dem Truck

München: High nach 30 Stunden Fahrt auf dem Truck

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Veröffentlicht: 21:39, 11. Mär. 2011 (CET)
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München (Deutschland), 11.03.2011 – Am Donnerstagnachmittag stoppte die Münchner Polizei einen britischen Lkw. Der 23-jährige irische Fahrer war von Streatham (England) nach München gefahren. Auf der 1500 km langen Fahrt legte er lediglich die Zwangspause zum Übersetzen über den Ärmelkanal ein. Als die Beamten drogentypische Merkmale feststellten folgte ein Test, bei dem Tetrahydrocannabinol (THC) festgestellt wurde. THC ist der Hauptwirkstoff von Marihuana. Damit war der Mann aus Irland unter dem Einfluss eines Joints am Steuer.

Im Institut für Rechtsmedizin wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Wegen der Lenkzeitüberschreitung und Trunkenheit im Verkehr (§ 316 StGB) wurde eine Sicherheitsleistung von 2000 Euro erhoben. Anschließend konnte er sich ausschlafen, da ihm die Weiterfahrt erst nach 24 Stunden gestattet wurde. Das Geld musste er sich aus England überweisen lassen.

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March 9, 2011

Enda Kenny zum neuen Premierminister Irlands gewählt

Enda Kenny zum neuen Premierminister Irlands gewählt

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Veröffentlicht: 23:55, 9. Mär. 2011 (CET)
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Enda Kenny, 2007

Dublin (Irland), 09.03.2011 – Irland hat einen neuen Premierminister. Der Vorsitzende der Fine-Gael-Partei, Enda Kenny (59), wurde am Mittwoch vom irischen Parlament mit 117 der insgesamt 166 Stimmen im irischen Unterhaus zum Nachfolger von Brian Cowen (Fianna Fáil) gewählt. Nur 27 Abgeordneten stimmten gegen ihn. Fine-Gael verfügt über 76 Abgeordnete.

Kenny führt eine Koalitionsregierung mit der Labour-Partei, die über 37 Sitze im Parlament verfügt. Das größte innen- wie außenpolitische Problem Irlands ist die hohe Staatsverschuldung. Wie bekannt wurde, hat sich die Koalition darauf geeinigt, das Haushaltsdefizit bis 2015 wieder unter die in der Europäischen Union geltende Obergrenze von drei Prozent der Wirtschaftsleistung zu bringen. Dieses Sparziel soll vor allem durch Einsparungen im Haushalt erzielt werden. Auch der Verkauf von Staatsvermögen zum Abbau der Verschuldung ist geplant. Im Öffentlichen Dienst ist außerdem die Streichung von rund 25.000 Stellen vorgesehen. Die Europäische Union und der Internationale Währungsfonds hatten Irland im Gegenzug für die Umsetzung eines drastischen Sparprogramms ein Rettungspaket in Höhe von 85 Milliarden Euro gewährt. Neuer Finanzminister wird Michael Noonan von der Partei Fine Gael.

Die irische Wirtschaft war im Zuge der internationalen Bankenkrise in Schwierigkeiten geraten. Das Land stand kurz vor einem Staatsbankrott.

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November 28, 2010

Irland: Proteste gegen Sparpolitik

Irland: Proteste gegen Sparpolitik – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Irland: Proteste gegen Sparpolitik

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Veröffentlicht: 15:18, 28. Nov. 2010 (CET)
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Dublin (Irland), 28.11.2010 – In der irischen Hauptstadt haben zwischen 50.000 und 150.000 Menschen gegen die angekündigte Sparpolitik der amtierenden Regierung Cowen demonstriert. Die Sparmaßnahmen sind notwendig, um die beantragten Kredite aus dem Euro-Rettungsschirm zu erhalten. Das irische Bankensystem steht vor dem Bankrott und gefährdet damit die europäische Gemeinschaftswährung. Für den Staat ist die Refinanzierung über die Finanzmärkte äußerst schwierig geworden (Wikinews berichtete).

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November 22, 2010

Irland will nun doch Hilfe vom Euro-Rettungspaket annehmen

Irland will nun doch Hilfe vom Euro-Rettungspaket annehmen

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Veröffentlicht: 18:05, 22. Nov. 2010 (CET)
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Dublin (Irland), 22.11.2010 – Nach Angaben des irischen Finanzministers Brian Lenihan will die Republik Irland nun doch, anders als bisher verlautbart, Kredite des so genannten Euro-Rettungsschirms in Anspruch nehmen, um das übermäßig angewachsene Haushaltsdefizit auszugleichen und das Bankensystem vor dem Kollaps zu bewahren. Es wird mit zehn- bis elfstelligen Eurobeträgen gerechnet. Im Gegenzug wird sich Irland in Abstimmung mit den Geldgebern einen mehrjährigen Austeritätsplan auferlegen, der die Einnahmen und Ausgaben des Staatshaushalts wieder in ein Gleichgewicht bringen soll. Die Regierung beabsichtigt dabei, die ungewöhnlich niedrige Körperschaftssteuer von derzeit 12,5 Prozent nicht anzutasten.

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Regierungskrise in Irland

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Regierungskrise in Irland

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Veröffentlicht: 22:53, 22. Nov. 2010 (CET)
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Die Republik Irland an der westlichen Peripherie des europäischen Kontinents ist zusätzlich zur Finanz- nun auch von einer politischen Krise betroffen

Dublin (Irland), 22.11.2010 – Nachdem die irische Regierung entgegen den bisherigen Plänen Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm annehmen will (Wikinews berichtete), haben sowohl die wichtigsten Oppositionsparteien als auch der grüne Juniorpartner in der Koalition Neuwahlen gefordert. Das Rettungspaket ist an die Bedingung geknüpft, dass sich Irland mit den Kreditgebern auf einen für mehrere Jahre angelegten Austeritätsplan einigt, der den Staatshaushalt wieder in ein Gleichgewicht bringen soll. Damit stehen deutliche Budgetkürzungen und Steuererhöhungen an.

Die Grünen sind der Meinung, dass vor solch drastischen Einschnitten das Volk gehört werden sollte. Dem haben sich die Labour-Partei und Fine Gael (dt. „Familie der Iren“) angeschlossen. Die Koalition aus Fianna Fáil (dt. „Ritter des Schicksals“) und den Grünen unter Taoiseach (Premierminister) Brian Cowen verfügt über eine knappe Mehrheit von drei Stimmen im Dáil, dem Repräsentantenhaus der irischen Republik. Während die Grünen eine Neuwahl nach der anstehenden Verabschiedung des Staatshaushaltes für das Fiskaljahr 2011 anstreben, fordert die Fianna Fáil, dass bereits vorher das neue Dáil gewählt werden soll.

Angesichts der politischen Ereignisse ist der Euro-Kurs auf den Devisenmärkten gesunken, und auf den Euro-Anleihemärkten verzeichneten sich Renditezuwächse (Kursverluste): offensichtlich sind die Märkte um den Wert der europäischen Gemeinschaftswährung besorgt.

In Dublin kam es zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Demonstranten, die Sitzblockaden vor Regierungsgebäuden durchführten, um gegen die wohl anstehenden Budgetkürzungen Stellung zu beziehen.

In Griechenland, wo ebenfalls zur Abwendung eines Staatsbankrotts Rettungskredite mit einer drastischen Austeritätspolitik, die vor allem aus Kürzungen im öffentlichen Dienst und bei Sozialleistungen bestehen, einhergehen, manifestiert sich bereits seit Wochen Widerstand von Teilen der Bevölkerung auf der Straße. Die Republik Portugal und das Königreich Spanien betreiben ebenfalls, allerdings bisher ohne die Inanspruchnahme von Rettungskrediten, eine Politik drastischer Budgetkürzungen, um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen.

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November 18, 2010

Euro-Staaten bereiten Irland-Rettung vor

Euro-Staaten bereiten Irland-Rettung vor

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Veröffentlicht: 08:33, 18. Nov. 2010 (CET)
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Brüssel (Belgien), 18.11.2010 – Eine finanzielle Rettungsaktion für Irland scheint bevorzustehen. Die Finanz- und Wirtschaftsminister der Euro-Gruppe erklärten am Dienstag dazu, dass Mittel für Maßnahmen zur Sicherung der Stabilität des Euro bereit stünden. Irland hat in konkrete Gepräche mit dem Ecofin-Rat der EU eingewilligt, die heute beginnen sollen. Noch am Montag hatte der irische Premierminister Brian Cowen eine Rettung abgelehnt.

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May 10, 2010

Vulkanasche und kein Ende: Flughäfen in Südeuropa betroffen

Vulkanasche und kein Ende: Flughäfen in Südeuropa betroffen

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Veröffentlicht: 12:02, 10. Mai 2010 (CEST)
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Madrid (Spanien) / Rom (Italien), 10.05.2010 – Erneut wurde der Flugverkehr in Europa am Wochenende durch Vulkanasche in Spanien und Italien behindert. Die Aschewolke, die bereits am Wochenanfang zu Behinderungen im Flugverkehr auf den britischen Inseln führte, ist weiter nach Süden gezogen. In Spanien und Portugal mussten am Samstag zahlreiche Flughäfen geschlossen werden. In Spanien waren dies die Flughäfen Asturias, A Coruña, Barcelona, Bilbao, Burgos, Girona, Huesca, Leon, Logrono, Pamplona, San Sebastian, Sabadell, Santander, Santiago de Compostela, Vigo und Vitoria.

Von der Aschewolke betroffen waren auch Flughäfen im Südwesten Frankreichs und in Italien sowie sechs schottische Flughäfen. Der Flughafen Porto im Norden Portugals wurde ebenfalls geschlossen. In der Nähe der Pyrenäen haben Flugzeuge Asche in einer Flughöhe von 35.000 Fuß (rund 10.500 Metern) gemeldet. Die hochreichende Aschewolke behindert auch den transatlantischen Flugverkehr. Um dieses zu vermeiden, müssen Flugzeuge einen Umweg fliegen, so dass zahlreiche Verbindungen über den großen Teich stundenlang verspätet sind.

Die meisten spanischen Flughäfen wurden inzwischen wieder freigegeben. Am längsten dauerte die Schließung der Flughäfen A Coruña, Santiago und Vigo, wo die Wiederaufnahme des Flugverkehrs am Sonntag für 11:00 Uhr MESZ geplant war.

In Italien wurden am Sonntagmorgen um 8:00 Uhr alle norditalienischen Flughäfen geschlossen – mit Ausnahme der Flughäfen von Rimini, Triest und Venedig. Die Sperrung sollte bis 14:00 Uhr MESZ andauern, so die italienische Zivilluftfahrbehörde ENAC. Von diesen Schließungen ist auch der Flugverkehr in Deutschland betroffen. Am Frankfurter Flughafen fielen am Sonntagvormittag 15 ankommende und elf abgehende Flüge aus, meist Verbindungen nach Italien. Europaweit fielen am Wochenende mehrere hundert Flüge aus.

Eingestellt wurde am Sonntagnachmittag um 15:00 Uhr auch der Flugverkehr in München, Augsburg, Memmingen und Stuttgart. Die Flugsicherungsbehörden hatte mitgeteilt, dass das Flugverbot in Süddeutschland für alle Flüge sowohl nach dem Instrumentenflugverfahren als auch nach dem Sichtflugverfahren gelte. In Stuttgart wurde der Flugverkehr für drei Stunden unterbrochen, in München bis 23:00  Uhr. Eine Stunde früher durfte bereits in Augsburg und Memmingen wieder geflogen werden. Die Flughäfen in Innsbruck, Salzburg, Linz und Wien wurden zu diesem Zeitpunkt ebenfalls wieder freigegeben. Die Meteorologen erwarten jedoch, dass Regen die Aschekonzentration verringert, so dass in Deutschland und Österreich für den Montag nicht mit Behinderungen gerechnet wird.

Nach Angaben des Meteorologischen Instituts in der isländischen Hauptstadt Reyjkavik stößt der Vulkan Eyjafjallajökull derzeit jedoch deutlich weniger Asche aus als Mitte der Woche. Ein Ende der Eruptionen sei jedoch noch nicht in Sicht, sagten Vulkanologen, obwohl die ausgestoßene Aschemenge sehr viel niedriger sei als im April, als der europäische Flugverkehr fast eine Woche nahezu vollständig gestoppt wurde. Der historisch letzte Ausbruch des Vulkans dauerte zwischen 1821 und 1823 fast zwei Jahre an.

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May 6, 2010

Neue Vulkanaschewolke stört Flugverkehr in Schottland und Nordirland

Neue Vulkanaschewolke stört Flugverkehr in Schottland und Nordirland

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Veröffentlicht: 20:25, 6. Mai 2010 (CEST)
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Glasgow / Belfast (Vereinigtes Königreich) / Dublin (Irland), 06.05.2010 – Gut zwei Wochen nach dem Ende des Flugverbotes, das aufgrund einer großen Vulkanaschewolke nach dem Ausbruch des Eyjafjallajökull auf Island verhängt wurde, hat erneut Vulkanasche für eine Störung des Flugverkehrs gesorgt.

Bis Mittwoch wurden nach Angaben der europäischen Koordinierungsbehörde für Flugsicherheit Eurocontrol in Maastricht rund 300 Flüge gestrichen. Nach Anweisung der Civil Aviation Authority (CAA) werden seit dem 5. Mai, 8:00 Uhr MESZ (7:00 Uhr Ortszeit) keine Fluge von und nach Barra, Benbecula, Campbeltown, Derry, Glasgow, Inverness, Islay, Prestwick, Stornoway und Tiree durchgeführt, zwei Stunden später galt das Flugverbot auch für Dublin. Von 14:00 Uhr MESZ an waren auch die Flughäfen in Belfast und Edinburgh betroffen. Im Tagesverlauf wurde ein Flugverbot auch für Ronaldsway, Lands End und die Isles of Scilly verhängt. In Inverness wurde die Schließung bereits am Mittwoch Nachmittag aufgehoben. In Aberdeen wurde der Flugverkehr nicht unterbrochen. Bereits am Dienstag, dem 4. Mai war der Flugverkehr auf den britischen Inseln für sechs Stunden eingeschränkt. Im Laufe des frühen Donnerstags, dem 6. Mai, wurde das Flugverbot auf den Britischen Inseln stufenweise aufgehoben.

Unser Archivbild zeigt den Eyjafjallajökull am 17. April 2010.

Foto: Árni Friðriksson

Aufgrund von derzeit herrschenden Ostwindes bleibe das europäische Festland von der neuen Aschewolke vorraussichtlich unbeeinflusst, hieß es am Dienstag. „Die Wolke zieht nicht weiter nach Deutschland oder Mitteleuropa“, erklärte Andreas Beck vom Deutschen Wetterdienst in Hamburg. Auch der Südosten Englands mit den verkehrsreichen Flughäfen in London bleibe von der neuen Aschewolke voraussichtlich verschont. Nach den Berechnungen vom Mittwochnachmittag solle die Aschewolke gemäß der Neuen Zürcher Zeitung indessen über den Atlantik und vielleicht nun doch über Deutschland hinwegziehen, letzteres hat sich nicht bewahrheitet.

Nach Auskunft der Geophysikerin Sigrun Hreinsdottir von der Universität Reykjakvik stieß der Vulkan am Dienstag Asche bis in eine Höhe von 6.000 Meter aus und blieb damit deutlich hinter der Intensität zurück, mit der Aschepartikel im April bis zu 9.000 Meter hoch in die Atmosphäre ausgestoßen wurden. Dennoch ist die Gefahr keineswegs gebannt, die vulkanische Aktivität des benannten Vulkans bleibt ungebrochen.

Der Vulkan hatte Europa bereits zwischen dem 17. und 22. April in ein nie dagewesenes Verkehrschaos gestürzt, als wegen zu hoher Aschekonzentration rund 40.000 Flüge in Europa ausfielen. In Deutschland und seinen Nachbarstaaten kam der Flugverkehr mehr als vier Tage lang vollständig zum Erliegen. Die Flugausfälle verusachten einen Ausfall von 1,26 Milliarden Euro, teilte der internationale Luftfahrtverband IATA mit.

Die Verhängung des Flugverbotes durch die Verkehrsminister der Europäischen Union wurde von den Fluggesellschaften als übertrieben kritisiert. Die Verkehrsminister der Europäischen Union hatten gestern verbindliche Grenzwerte beschlossen, bei deren Überschreitung der Flugverkehr eingestellt werden muss. Sie folgten damit den Vorschlägen von Eurocontrol in Maastricht und dem Volcanic Ash Advisory Center des Met Office in London. Die Regelung trat sofort in Kraft und stößt aber, wegen der immensen Kosten durch die Luftraum-Sperrungen verbreitet auf Mißmut und Ratlosigkeit der betroffenen Airlines, die um ihre wirtschaftliche Lage fürchten.

Ein absolutes Flugverbot gilt nach den neuen Regeln in Gebieten, in denen die Aschekonzentration höher als zwei Milligramm pro Kubikmeter Luft erreicht, wobei eine Pufferzone von 60 Seemeilen (rund 110 Kilometer) gilt. Für Flugzeuge, die in Gebiete mit mehr als 0,2 Milligramm pro Kubikmeter Luft einfliegen, werden durch die neuen Bestimmungen zusätzliche Wartungen angeordnet. Der deutsche Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer zeigte sich nach den Beratungen in Brüssel befriedigt: „Ich glaube, dass wir damit im Interesse von Verantwortung und Sicherheit erhebliche Fortschritte erzielt haben.“ Bis zum nächsten Ministertreffen in Luxemburg am 24. Juni sollen die Voraussetzungen für die Einführung eines europaweit einheitlichen Messsystems geschaffen werden.

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April 13, 2010

Irland und die Konzern-Gruppe Renault-Nissan schließen Abkommen zu Elektroautos

Irland und die Konzern-Gruppe Renault-Nissan schließen Abkommen zu Elektroautos

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Veröffentlicht: 11:38, 13. Apr. 2010 (CEST)
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Paris (Frankreich) / Dublin (Irland), 13.04.2010 – Bis Ende 2010 sollen in Irland für Elektroautos 30 Schnell-Ladezentren sowie 3.500 Ladestationen bis 2011 entstehen. Das sieht ein neues Abkommen vor, das vom Staat Irland, der Konzern-Gruppe Renault-Nissan sowie dem Energieversorger ESB geschlossen wurde. Zusätzlich werden Fahrer von Elektroautos von der Kraftfahrzeugsteuer befreit und erhalten je Fehrzeug einen Kaufanreiz in Höhe von 5.000 Euro. In Dublin sind die ersten Stromtankstellen bereits im Betrieb, weitere folgen kurzfristig in Cork, Galway, Waterford und Limerick. „Da sich die Bevölkerung Irlands überwiegend in den großen städtischen Gebieten von Dublin, Cork, Limerick, Galway und Waterford zentriert, und durchschnittlich 75 Kilometer pro Tag zurücklgen, eigenen sich Elektrofahrzeuge ideal zur Bewältigung der täglichen Bedürfnisse sowohl private wie auch geschäftlich“, sagte Eric Basset, Geschäftsführer von Renault Deutschland

Ziel der Projektbeteiligten ist es, den Anteil von Elektrofahrzeugen am gesamten Fahrzeugbestand bis zum Jahr 2020 auf 20 Prozent zu erhöhen. Den Anfang wird der Konzern im Jahr 2011 machen, dann sollen 2000 Autos mit reinem Elektroantrieb ausgeliefert werden. Es steht auch schon konkret fest, welche Modelle mit Lithium-Ionen-Batterien der Firma NEC ausgeliefert werden sollen: das fünfsitzige Schrägheckmodell „Leaf“ Anfang 2011, danach der Transporter Kangoo Z.E. und Fluence.

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  • Portal:Wirtschaft

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March 20, 2010

Missbrauchsskandal in Irland: Papst räumt „schwerwiegende Fehler“ ein

Missbrauchsskandal in Irland: Papst räumt „schwerwiegende Fehler“ ein

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Veröffentlicht: 19:37, 20. Mär. 2010 (CET)
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Vatikanstadt, 20.03.2010 – Papst Benedikt XVI. hat wegen der Fälle von Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche in Irland einen „Hirtenbrief an die Katholiken in Irland“ geschrieben, der heute vom Vatikan veröffentlicht wurde. Darin entschuldigt er sich bei den Opfern. Den Bischöfen der römisch-katholischen Kirche in Irland wies er dabei eine Mitschuld an den Vorgängen zu. Diese hätten bei der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle „schwerwiegende Fehler“ begangen. Die Reaktionen auf den Hirtenbrief fielen unterschiedlich aus.

In dem Brief wendet sich der Papst auch direkt an die Priester in Irland, die sich in diesem Zusammehang schuldig gemacht haben: „Ihr habt das Vertrauen, das von unschuldigen jungen Menschen und ihren Familien in Euch gesetzt wurde, verraten und Ihr müsst Euch vor dem allmächtigen Gott und vor den zuständigen Gerichten dafür verantworten.“ Als konkrete Maßnahme kündigte der Papst eine Apostolische Visitation einiger Bistümer Irlands an. Die Kirche in Irland forderte er auf, die „schwere Sünde gegen schutzlose Kinder vor Gott“ offen zuzugeben.

Irische Missbrauchsopfer äußerten sich enttäuscht über den Hirtenbrief. Der Papst gebe die Schuld nur den rangniederen irischen Priestern, während die Verantwortung des Vatikans nicht thematisiert werde.

Lobend äußerte sich der Moraltheologe Michael Rosenberger von der Diözese Linz. Rosenberger zeigte sich beeindruckt vom Fingerspitzengefühl des Papstes für die Situation der Opfer: „Der Papst zeigt, dass er deren Nöte auch im Detail wahrnimmt. Das Mitgefühl mit den Opfern zieht sich durch das gesamte Dokument.“ Positiv hob er ebenfalls hervor, dass der Papst erstmals in dieser Deutlichkeit die volle Zusammenarbeit mit der weltlichen Justiz gefordert habe.

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