WikiNews de

June 19, 2012

Augsburg: Katholische Kirche verliert Rechtsstreit wegen Kündigung einer lesbischen Erzieherin

Augsburg: Katholische Kirche verliert Rechtsstreit wegen Kündigung einer lesbischen Erzieherin

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 20:58, 19. Jun. 2012 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.
Datei:Kindergartenfrankfurt.jpg
Bild einer Kindergartengruppe in Frankfurt am Main

Augsburg (Deutschland), 19.06.2012 – Heute fand die mündliche Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht in Augsburg statt: Verhandelt wurde der Fall einer lesbischen Erzieherin, deren Arbeitsverhältnis von der katholischen Kirche wegen ihrer sexuellen Orientierung während der Elternzeit gekündigt worden war. Das Gericht entschied: Während der Elternzeit steht die Mitarbeiterin unter besonderem Schutz, so dass die Kündigung unwirksam war.

Die 39-jährige Frau war Leiterin eines Kindergartens im Landkreis Neu-Ulm. Als sie wegen der Geburt ihres Kindes ihre Elternzeit beantragte, teilte sie der Pfarrkirchenstiftung als Betreiberin des Kindergartens mit, dass sie in einer Lebenspartnerschaft mit einer anderen Frau lebe. Die Pfarrkirchenstiftung sah hierin einen Verstoß gegen die katholische Glaubens- und Sittenlehre und möchte die Kündigung des Arbeitsverhältnisses aussprechen. Wegen des besonderen Kündigungsschutzes während der Elternzeit, benötigt sie hierzu die Zustimmung des Gewerbeaufsichtsamts, die aber nicht erteilt worden war. Deshalb kam es zum Rechtsstreit vor dem Verwaltungsgericht: Die Pfarrkirchenstiftung klagte gegen den die Regierung von Oberbayern auf Erteilung der Zustimmung zu der Kündigung.

Das Verwaltungsgericht Augsburg hat die Klage abgewiesen (Az.: Au 3 K 12.266 vom 19.06.2012). Der Präsident und Pressesprecher des VG Augsburg Ivo Moll führte aus: Auch wenn die Kirche das Verhalten der Frau als schwerwiegenden Loyalitätsverstoß einstufe, so rechtfertige dies nicht die Aufhebung der besonderen Schutzbestimmungen für Mütter in der Elternzeit: „Staatliches Recht kann mit kirchlichem kollidieren“. Die Mitarbeiterin sei seit 13 Jahren als Leiterin des Kindergartens tätig gewesen. Ihr Interesse „an einem kontinuierlichen Erwerbsleben und an der Einhaltung der Kündigungsfrist nach Ablauf der Elternzeit sei höher zu bewerten als das Interesse der Kirche, das Arbeitsverhältnis bereits während der Elternzeit zu beenden.“ Das staatliche Recht sehe Lebenspartnerschaften ausdrücklich vor. Außerdem habe nicht die Mitarbeiterin, sondern die Kirche die Lebenspartnerschaft öffentlich gemacht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Bistumssprecher Markus Kremser erklärte hierzu: „Aus Sicht der Diözese handelt es sich um einen so schwerwiegenden Verstoß gegen die Loyalitätspflicht eines Mitarbeiters, dass eine Kündigung keinen Aufschub duldet.“ Bekannt wurde der Kirche die gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaft, da die Frau eine Bescheinigung über ihre „Heirat“ abgegeben hatte. Sie war sich dabei bewusst, dass die Kirche, als ihr Arbeitgeber, dies vermutlich nicht dulden würde.

Die kirchenkritische Laienbewegung „Wir sind Kirche“ äußerte sich kritisch zur Kündigung: „Die Moral wird durchgefochten – koste es, was es wolle“.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Römisch-katholische Kirche
Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Arbeitsrecht der Kirchen“.

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

June 18, 2011

Internationale Arbeitsorganisation verabschiedet erstmals Arbeitsnorm für Hausangestellte

Internationale Arbeitsorganisation verabschiedet erstmals Arbeitsnorm für Hausangestellte

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 20:22, 18. Jun. 2011 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Genf (Schweiz), 18.06.2011 – Die sozialen Rechte von schätzungsweise 50 bis 100 Millionen Hausangestellten weltweit werden durch ein neues Abkommen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), einer Sonderorganisation der Vereinten Nationen, besser geschützt. Die Internationale Arbeitskonferenz, das oberste beschlussfassende Organ der ILO, verabschiedete auf ihrer 100. Tagung in Genf am 16. Juni eine neue Arbeitsnorm, die Hausangestellten grundsätzlich die gleichen Rechte einräumt wie Arbeitern und Angestellten in regulären Arbeitsverhältnissen. Dazu gehören Regelungen der Arbeitszeiten, darunter ein verbindlicher arbeitsfreier Tag pro Woche, Regelungen der Arbeitsbedingungen und die Garantie gewerkschaftlicher Organisationsfreiheit. Diese Rechte wurden bisher Hausangestellten systematisch vorenthalten. Die Vorbereitungen zum Erlass des Abkommens hatten drei Jahre gedauert.

Human Rights Watch weist darauf hin, dass dieser Berufsgruppe grundlegende Menschenrechte bisher vorenthalten wurden, wodurch sie häufig besonders schweren Formen der Ausbeutung bis hin zu sexuellem Missbrauch, Menschenhandel und Zwangsarbeit ausgesetzt waren. Rund 83 Prozent der Hausangestellten sind Mädchen und Frauen, darunter viele Migrantinnen, die in vielfacher Weise diskriminiert werden. Die Organisation weist darauf hin, dass die neue Regelung vor allem von den Vereinigten Staaten, Australien, Brasilien und Südafrika unterstützt worden sei, während die Europäische Union vielfach Bedenken dagegen geäußert habe und sich für weniger weitreichende Rechte der Betroffenen ausgesprochen habe.

Die neue Norm tritt ein Jahr nach der Ratifizierung durch mindestens zwei der 183 ILO-Mitgliedsstaaten in Kraft. Die Regierungen werden dadurch verpflichtet, die Hausangestellten durch ihre nationale Gesetzgebung zu schützen.

Die Aufgabe der ILO besteht darin, internationale Arbeitsstandards zu erarbeiten und in Form von völkerrechtlichen Abkommen zu beschließen. Die ILO ist die einzige Organisation der Vereinten Nationen, in der neben den Mitgliedsstaaten auch die Gewerkschaften und die Arbeitgeberverbände Sitz und Stimme haben.

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „International labor standards“.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Arbeit und Soziales

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

May 6, 2011

Kardinal Meisner entzieht schwulem Theologen die Lehrerlaubnis

Kardinal Meisner entzieht schwulem Theologen die Lehrerlaubnis

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 22:49, 6. Mai 2011 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Köln (Deutschland), 06.05.2011 – Dem Lektor der Päpstlichen Glaubenskongregation und in Lublin habilitierten Neuthomisten David Berger entzog der Kölner Kardinal Joachim Meisner dessen letztes Kirchenamt. Meisner begründete diese Entscheidung damit, dass sein Vertrauen in Bergers Übereinstimmung von Lehre und Lebensführung mit den moralischen und gesetzlichen Normen der Kirche zerstört sei. Der Bischof von Köln gab Berger keine Gelegenheit – entsprechend der juristischen Regel audiatur et altera pars – seinen Standpunkt darzustellen[1]. Berger hatte sich als homosexuell geoutet[2] und ein Buch mit dem Titel „Der heilige Schein“ veröffentlicht.

Themenverwandte Artikel

Belege

  1. Samstag ist ein guter Tag, : Kardinal Meisner entzieht schwulem Theologen Lehrerlaubnis
  2. David Berger: “Ich darf nicht länger schweigen”, Frankfurter Rundschau, 22. April 2010

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

February 8, 2008

Krankenstand in Deutschland steigt wieder

Krankenstand in Deutschland steigt wieder

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 13:39, 8. Feb. 2008 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Hamburg (Deutschland), 08.02.2008 – Nachdem die Krankenkassen seit Jahren sinkende Krankenstände berichtet haben, vermeldete die Techniker Krankenkasse wieder steigende Krankenstände. Die Techniker Krankenkasse hat den Krankenstand unter ihren 2,6 Millionen Versicherten ausgewertet und am Montag, den 4. Februar 2008, als erste Krankenkasse veröffentlicht.

Danach ist der Krankenstand von 2,9 Prozent im Jahre 2006 auf 3,0 Prozent im Jahre 2007 leicht angestiegen. Die Beschäftigten waren im Jahre 2007 durchschnittlich elf Tage krank geschrieben, fast einen halben Tag länger als noch im Vorjahr 2006. Die Fehlzeiten haben sich damit um 4,3 Prozent erhöht.

Ausfälle aufgrund psychischer Erkrankungen sind auf durchschnittlich zwei Tage bei Frauen und einen Tag bei Männern angestiegen. Auch schwangerschaftsbedingte Fehlzeiten sind um über 20 Prozent angestiegen, weil mehr Kinder zur Welt gekommen sind. Einen großen Anteil machen immer noch Atemwegserkrankungen aus.

Die krankheitsbedingten Ausfallzeiten sind mit Ausnahme von Bremen in allen Bundesländern angestiegen: Berlin hatte mit 1,3 Prozent den geringsten Zuwachs, während Sachsen-Anhalt mit 6,7 Prozent den größten Zuwachs hatte. In Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sind die Beschäftigten mit 13 Tagen am längsten, in Baden-Württemberg mit neun Tagen am kürzesten krank geschrieben.

Nach Aussagen des Bundesgesundheitsministeriums zeigten die vorläufigen Daten für die gesamte gesetzliche Krankenversicherung jedoch einen weiteren Rückgang des Krankenstandes von 3,3 Prozent im Jahre 2006 auf nur noch 3,2 Prozent im Jahre 2007 hin.

Der durchschnittliche Krankenstand schwankt von Kasse zu Kasse, je nach Zusammensetzung der Versicherten. Die Techniker Krankenkasse habe einen höheren Anteil an Akademikern, die sich seltener krank meldeten als Versicherte der anderen Krankenversicherungen.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

April 23, 2007

Kolpingwerk verliert Arbeitsgerichtprozess gegen schwulen Mitarbeiter

Kolpingwerk verliert Arbeitsgerichtprozess gegen schwulen Mitarbeiter

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 08:02, 23. Apr. 2007 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Frankfurt am Main (Deutschland), 23.04.2007 – Nachdem das katholische Kolpingwerk der Diözese Limburg einem langjährigen und schwulen Mitarbeiter fristlos gekündigt hatte, hat am 18. April 2007 das Arbeitsgericht Frankfurt dies für unwirksam erklärt. Anlass für die Kündigung war das Bekanntwerden eines Chatprofils des Mitarbeiters in einem Internetportal für Schwule.

Der 53-Jährige Sozialpädagoge arbeitete seit gut 10 Jahren für das Kolpingwerk und leitete ein Wohnheim des Vereins für Auszubildende in Frankfurt. Laut Darstellung des Kolpingwerks begann der Fall im September 2006 als ein Mitarbeiter des Kolpingwerks auf der Internetseite GayRomeo das Kontaktprofil des Heimleiters entdeckte und darüber mit einer Kollegin sprach. Diese meldete sich dann mit den Daten ihres jungen Kollegen an, verabredete sich mit dem Heimleiter in einer Schwulenkneipe und sagte später das Date wieder ab. Der Vorstand des Vereins erfuhr Anfang Oktober vom Chatprofil, und kündigte den Mitarbeiter außerordentlich, nachdem dieser zugegeben hatte die Daten ins Internet gestellt zu haben.

Der Anwalt des Kolpingwerks Klaus Baumann, welcher auch Vorsitzender des Frankfurter Kolpinghauses, dem Trägerverein des Wohnheims ist, führte bei der Verhandlung aus, dass so ein Chatprofil nicht mit der katholischen Sittenlehre zu vereinbaren ist. Mehrfach betont er, dass der Heimleiter nicht gekündigt wurde, weil er schwul sei, sondern man habe die Heimbewohner vor möglichen sexuellen Kontakten mit dem schwulen Heimleiter schützen müssen und weiters habe sich der Sozialpädagoge erpressbar gemacht. Besonders angekreidet wurden von Baumann die konkreten Einträge im Profil: „In unseren Augen ist das würdelos. […] Er hat sein Geschlechtsteil öffentlich als Schwanz bezeichnet und beschrieben, welche sexuellen Praktiken er bevorzugt.“ Das sage auch etwas über den Menschen aus und sei nicht vereinbar mit dem Erziehungsauftrag des katholischen Vereins.[1] Weiters berief sich der Anwalt auf den Tendenzschutz und Sonderstatus von Kirchen als Arbeitgeber. Nach Kolping-Geschäftsführer Arnold Tomaschek habe sich der Heimleiter auch nackt mit einem Foto präsentiert. Zudem habe er Partner im Alter von 18 bis 28 Jahren für “Sexdates” gesucht.[2] Nach Angabe des Klägers war das “Nacktfoto” nur ein Bild mit freiem Oberkörper.[3]

Eine potentielle Erpressbarkeit ergibt sich erst aus dem Umstand, dass Arbeitgeber so eine Kündigung aussprechen, wie man zum Beispiel bei der Bundeswehr und der British Army inzwischen eingesehen hat. Warum der Sozialarbeiter gerade Beziehungen zu Jugendlichen in einem Abhängigkeitsverhältnis eingehen soll, die klarerweise auch bei heterosexuellen Personen vorkommen können, ist unklar. Auch eine in konservativen Kreisen öfters angenommene „Verführung zur Homosexualität“ wird heute von den meisten Sexualwissenschaftlern zurückgewiesen. Zum Sonderstatus der Kirche als Arbeitgeber sei darauf hingewiesen, dass das Kolpingwerk der Diözese Rottenburg-Stuttgart in einem Prozess um Bezahlung nach dem für den klagenden Arbeitnehmer günstigeren diözesanen Arbeitsrecht im Jahre 2001 von sich aus angegeben hat nicht unter der Kontrolle der Kirche zu stehen und auch evangelische und konfessionslose Mitarbeiter zu beschäftigen.[4] Es gibt bei Gayromeo die Möglichkeit von öffentlichen Profilen, wobei diese nur bei externer Verlinkung von Suchmaschinen erfasst werden. Sonst kann man nur innerhalb GayRomeos über verschiedene Kriterien nach Gleichgesinnten suchen. Die von Gayromeo vorgegebene Bezeichnung „Schwanz“ erscheint automatisch im Profil, sobald man die ungefähre Größe oder den Beschneidungsstatus angibt.

Schon zu Beginn stellte der Richter die Frage „Warum konnte man den Kläger nicht auffordern, sein Profil rauszunehmen und es damit gut sein lassen?“[1] Weiters erkannte er keinen konreten Bezug des Chatprofils zum Arbeitsverhältnis, stellte klar dass Sexuelle Orientierung und sexuelle Vorlieben Privatangelegenheit des Arbeitnehmers seien und damit liege kein wichtiger Kündigungsgrund vor.

Der Vorstand des Vereins will jetzt prüfen, ob er in Berufung geht. Was weiter mit dem Sozialpädagogen geschieht ist unklar, da das Kolpingwerk derzeit keine vergleichbare Stelle frei hat und die alte schon neu vergeben wurde.

Manfred Bruns, der Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) begrüßt dieses Urteil, die Ansicht des Gerichts über Privatangelegenheiten und ‚außerdienstliches Verhalten‘ und unterstreicht, dass niemand gekündigt werden darf, weil er homosexuell ist und dazu steht. Weiters meinte er:

„Diesen selbstverständlichen Grundsatz will die römisch-katholische Kirche nicht anerkennen. Deshalb hatten die Verantwortlichen vom Diözeseverband Limburg ihre Kündigung damit begründet, dass der Mitarbeiter in einem Chatprofil nach Kontakten zu anderen Homosexuellen gesucht hatte. Aber auch wenn sich der Mitarbeiter fest gebunden hätte und eine Lebenspartnerschaft eingegangen wäre, hätte ihm dies nichts geholfen. Dann wäre ihm erst recht gekündigt worden.

Wir sind sehr froh, dass der römisch-katholischen Kirche durch dieses Urteil bescheinigt wurde, dass ihre diskriminierende Praxis gegenüber ihren lesbischen und schwulen Mitarbeitern rechtswidrig ist.“ LSVD-Pressemeldung[5]

Themenverwandte Artikel

Quellen

  1. 1,0 1,1 fr-online.de: „Schwuler Sozialpädagoge bekommt Recht – Katholische Kündigungsgründe“ (19.04.2007)
  2. spiegel.de: „Heimleiter darf trotz Partnersuche weiterarbeiten“ (18.04.2007)
  3. queer.de: „Chatprofil rechtfertigt keine Kündigung – Kommentar Michael am 19.04.2007, 16:41:20 Uhr“ (19.04.2007)
  4. lexitus.com: „BAG, Urteil vom 26. 7. 2001 – 6 AZR 350/ 00“ (Lexetius.com/2001,2760 [2002/5/1203]) (26.07.2001)
  5. lsvd.de: „Sexuelles Verhalten ist kein Kündigungsgrund – Zum Urteil im Kolpingwerkprozess“ (LSVD-Pressemeldung) (19.04.2007)

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

July 22, 2006

T-Mobile kündigte Fahrervertrag mit Jan Ullrich

T-Mobile kündigte Fahrervertrag mit Jan Ullrich

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 12:19, 22. Jul. 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Bonn (Deutschland), 22.07.2006 – Gestern hat das Radteam von T-Mobile seinem bisherigen Kapitän Jan Ullrich eine außerordentliche Kündigung seines Fahrervertrags zugeschickt. Die Kündigung durch T-Mobile erfolgte auf Anraten von deren Anwälten.

Ullrich wurde einen Tag vor Beginn der diesjährigen Tour de France wegen Dopingverdachts von ihr ausgeschlossen. Die Ermittlungen gegen ihn laufen.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

January 3, 2006

Rekord: Noch nie gab es in Deutschland so wenig Krankmeldungen wie 2005

Rekord: Noch nie gab es in Deutschland so wenig Krankmeldungen wie 2005

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 14:13, 3. Jan. 2006 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Berlin (Deutschland), 03.01.2006 – Die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall sichert jedem Beschäftigten in Deutschland gesetzlich einen Anspruch auf Entgelt im Falle einer Krankheit zu. Seit der Einführung des Gesetzes im Jahre 1970 hat es noch nie so einen niedrigen Krankenstand gegeben wie im Jahr 2005: 3,3 Prozent stellen einen historischen Tiefststand dar. Nur bei psychischen Erkrankungen fehlten die Arbeitnehmer länger als 2004.

Die Zahl rechnet sich als prozentaler Anteil der Krankgeschriebenen an den Beschäftigten je Kalendertag. Diese Zahl lag in den 70-er und 80-er Jahren häufig über fünf Prozent der Beschäftigten. Im Jahr 2003 sank der Prozentwert im Jahresmittel erstmals unter die Vier-Prozent-Marke, um im Jahre 2004 bei 3,4 Prozent anzukommen. Mit 3,3 Prozent im vergangenen Jahr 2005 ist also eine historische Rekordmarke erreicht worden. Im ersten Halbjahr 2005 habe der Krankenstand aber zunächst höher als im Vorjahreszeitraum gelegen. Die Zahlen stammen vom Bundesgesundheitsministerium.

Mehrere Gründe werden für den Rückgang der Zahlen verantwortlich gemacht. Der Bundesverband der Betriebskrankenkassen verweist auf eine Verjüngung der Altersstruktur der Belegschaften sowie auf den „anhaltende[n] Nachfragedruck am Arbeitsmarkt“ (Reuters). Damit spielt der Verband auf die Tatsache an, dass es viele Menschen gibt, die lieber heute als morgen eine Arbeit aufnehmen würden. Das erhöht den Druck auf die Beschäftigten, ihre Personalakte „sauber“ zu halten. Dazu gehört eben auch die Zahl der Fehltage durch Krankheit. Weiterhin wird ein Trend zum relativen Wachstum des Dienstleistungssektors in Deutschland konstatiert, der zur Verringerung der Krankenstatistik beiträgt, weil im produzierenden Gewerbe durch die höhere Arbeitsbelastung ein traditionell höherer Krankenstand vorhanden ist.

Der anhaltende Druck des Arbeitsmarktes sowie die beschriebenen langfristigen Trends bescheren den Unternehmen eine Senkung des Kostendrucks im Sinne sinkender Lohnnebenkosten und den Krankenkassen geringere Ausgaben. Bereits im Jahre 2004 waren die durch das Gesetz zur Lohnfortzahlung entstehenden Kosten für die Unternehmen um eine Milliarde Euro gesunken. Die Aufwendungen der Krankenkassen sanken in den ersten neun Monaten des Vorjahres um 358 Millionen Euro, das entspricht einer Verringerung der Ausgaben um 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

July 27, 2005

Todesfall nach verweigerter Bluttransfusion

Todesfall nach verweigerter Bluttransfusion

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Landau an der Isar (Deutschland), 27.07.2005 – In Landau ist eine 33-jährige Frau bei der Geburt ihres Kindes verstorben. Sie ist verblutet, weil sie aufgrund einer schriftlich niedergelegten Patientenverfügung eine Bluttransfusion verwehrt hatte. Die Frau gehörte den Zeugen Jehovas an, die aufgrund ihres religiösen Verständnisses bestimmte medizinische Behandlungen ablehnt.

Aus medizinischer Sicht wäre der Tod der Frau vermeidbar gewesen. Zwei oder drei Blutkonserven hätten ausgereicht um das Leben der Frau zu retten. Die Ärzte und Krankenschwestern waren jedoch verpflichtet, den Willen der Frau zu respektieren. Sie mussten tatenlos das Sterben der Frau mit ansehen. Die emotionale Belastung für das Krankenhauspersonal war hoch und wird psychologische Nachsorge nötig machen.

Auf dem Totenschein wurde eine nichtnatürliche Todesursache angegeben. Dies bedeutet automatisch die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens durch die zuständige Staatsanwaltschaft Landshut. Die Frau wurde inzwischen obduziert. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass kein Fremdverschulden vorliegt. Der amtshabende Oberstaatsanwalt Alfons Obermeier hat dem Krankenhauspersonal trotz aller widrigen Umstände vorbildliches Verhalten attestiert.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

July 26, 2005

Indien: Schwere Zusammenstöße zwischen Polizisten und streikenden Arbeitern

Indien: Schwere Zusammenstöße zwischen Polizisten und streikenden Arbeitern

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Neu-Delhi (Indien), 26.07.2005 – Nachdem es in Gurgaon, einem Stadteil der indischen Hauptstadt Neu-Delhi, bereits gestern zu schweren Zusammenstößen zwischen Polizisten und streikenden Arbeitern eines Honda-Werks gekommen ist, gehen die Unruhen am heutigen Dienstag weiter.

Die Arbeiter des Unternehmens „Honda Motorcycles and Scooters India Ltd“, das zum japanischen Honda-Konzern gehört, verlangen die Wiedereinstellung von entlassenen und beurlaubten Mitarbeitern und höhere Löhne. Am Montag (25. Juli) blockierten Arbeiter des Werks, in dem Motorräder hergestellt werden, eine Schnellstraße nach Neu-Delhi. Dabei warfen sie mit Steinen und Ziegeln, Fahrzeuge der Regierung und der Polizei wurden in Brand gesteckt. Laut indischen Medienberichten haben die etwa tausend Arbeiter auch Polizisten angegriffen. Die Polizisten schlugen darauf mit Bambusstöcken auf die Demonstranten ein. Nach offiziellen Angaben wurden bei den Zusammenstößen hundert Arbeiter verletzt. Medien und indische Politiker sprechen von einer wesentlich höheren Zahl an Verletzten. Bereits zu Beginn des Monats gab es Proteste im Honda-Werk, als eine Produktionssteigerung angekündigt wurde.

Indiens Premierminister Manmohan Singh missbilligte das Verhalten der Polizei in Gurgaon, das im Haryana-Bundesstaat liegt, in dem Singhs Kongresspartei regiert. Singh beschwerte sich in einem Telefonat bei der Regierung von Haryana über das „falsche Verhalten“ der Polizei.

Heute brachten Oppositionspolitiker die Unruhen in Gurgaon auf die Tagesordnung der Sitzung des indischen Parlaments. Einige Oppositionspolitiker verlangten den Rücktritt der Regierung des Bundesstaates Haryana. Sonia Gandhi, die Vorsitzende der Kongresspartei, kündigte an, Gurgaon zu besuchen.

Beobachter sind der Meinung, dass nach den schweren Unruhen das veraltete Arbeitsrecht und das Verhältnis zwischen Management und Angestellten, besonders in multinationalen Konzernen, überprüft werden müsse. Die Unruhen in Gurgaon könnten abschreckend auf japanische Investoren wirken. In Gurgaon haben 70 Prozent aller japanischen Unternehmen ihre Niederlassungen in Indien. Naohoko Munakata, von Mitsubishi sagte: „Diese Unruhen geschehen wegen Unterschieden in der Kultur und im Management in Indien und Japan. Man kann dies mit einem vernünftigen Dialog zwischen dem Management und den Arbeitern lösen.“

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

July 24, 2005

Pfarrer beurlaubt

Pfarrer beurlaubt – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Pfarrer beurlaubt

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche

Gifhorn / Hildesheim (Deutschland), 24.07.2005 – Pfarrer Christoph Müller aus der Pfarrei St. Altfrid Gifhorn/Meine wurde beurlaubt. Laut seiner eigenen Aussage im Gemeindebrief, weil er sich durch die neuen Gemeindezusammenlegungen völlig überfordert fühlte. Die katholische Kirchenzeitung begründete es dagegen mit „Problemen in der priesterlichen Lebensweise“. Es gab bisher keine Stellungnahme seitens des Bistums Hildesheim.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.
Older Posts »