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November 1, 2012

Neuseeland: Kim Schmitz will Anfang 2013 den Nachfolger von Megaupload starten

Neuseeland: Kim Schmitz will Anfang 2013 den Nachfolger von Megaupload starten

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Veröffentlicht: 10:53, 2. Nov. 2012 (CET)
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Kim Schmitz (1996)

Wellington (Neuseeland), 01.11.2012 – Im Januar diesen Jahres wurde Kim Schmitz alias „Kim Dotcom“ in seiner Wahlheimat Neuseeland festgenommen. Vermögenswerte die er mit seiner Internetseite Megaupload angehäuft hatte waren beschlagnahmt worden. Die Vereinigten Staaten begehren seine Auslieferung, er ist auf Kaution auf freiem Fuß. Jetzt kündigt er seinen Neustart für den 20. Januar 2013 mit dem Internetportal „Mega“ an.

140 Millionen Euro soll er mit dem Dienst Megaupload illegal verdient haben. In den Vereinigten Staaten drohen ihm wegen Urheberrechtsverletzungen bis zu 20 Jahre Haft. Bei Megaupload konnten die Nutzer Dateien ins Internet hochladen und mit anderen Nutzern teilen, was grundsätzlich nicht strafbar ist. Der Dienst wurde jedoch massiv dafür genutzt urheberrechtlich geschützte Filme, Musik und Programme unter Umgehung der Rechte der Urheber zur Verfügung zu stellen. Dafür machen die Vereinigten Staaten Kim Schmitz verantwortlich.

Für seine neue Seite sucht Schmitz Investoren, um den Dienst kostenlos anbieten zu können. Weiter sucht er Server, mindestens 60 sollen es sein. Auf diese Server sollen die Daten von den Nutzern verschlüsselt hochgeladen werden. Betreiber dieser Server will er über seine Seite „Mega“ derzeit finden. Da das Verschlüsseln schon vor dem Hochladen erfolgen soll, rechnet er sich aus, dass er als Betreiber nicht mehr für die Inhalte, die über die Seite verteilt werden, verantwortlich gemacht werden kann. Der einzelne Nutzer trüge dann die Verantwortung.

Bereits in den 90-iger Jahren trat Schmitz als Weiterverbreiter von Software-Schwarzkopien in Erscheinung. Später will er über einen Bekannten von Schwachstellen im GSM-Netz erfahren haben, für sein Schweigen darüber erhielt er einen Beratervertrag bei DeTeMobil. 2001 und 2002 wurden Schmitz Insidergeschäfte von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, in Folge wurde er deshalb zu Freiheitsstrafen verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurden.

Themenverwandte Artikel

  • Urteil zur Musik-Tauschbörse „KaZaA“: Betreiber tragen Mitschuld an Copyright-Verletzungen (05.09.2005)

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January 7, 2012

Neuseeland: Elf Menschen beim Absturz eines Heißluftballons getötet

Neuseeland: Elf Menschen beim Absturz eines Heißluftballons getötet

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Veröffentlicht: 19:25, 7. Jan. 2012 (CET)
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Heißluftballon (Archivaufnahme)

Carterton (Neuseeland), 07.01.2012 – Polizei und Gesundheitsbeamte teilten mit, dass ein Heißluftballon, besetzt mit elf Personen, in der Nähe der im Süden gelegenen Stadt Carterton abgestürzt sei. Alle Personen starben bei dem Unglück.

Das Wetter am Samstag war gut. Die Unfallursache ist noch unklar. Die Polizei vermutet, dass der Ballon eine Stromleitung streifte und dabei Feuer fing. Nach der Aussage eines Augenzeugen war am Korb des Luftfahrzeugs Feuer ausgebrochen; plötzlich habe es eine zehn Meter hohe Stichflamme gegeben. Der Absturz erfolgte aus einer Höhe von 150 Metern. Die zuständige Unfalluntersuchungsbehörde TAIC hat die Ermittlungen aufgenommen.

Ein Sprecher des Ministeriums für Kultur und Nationales Erbe sagte: „Es handelt sich um den folgenschwersten Luftfahrtunfall seit 1963 im Land.“ Damals waren bei einem Flugzeugabsturz in der Region Kaimai Range 23 Menschen ums Leben gekommen.

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August 3, 2011

Neuseeland: Sensationeller Fund eines frühen Hitchcock-Films

Neuseeland: Sensationeller Fund eines frühen Hitchcock-Films

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Veröffentlicht: 20:17, 3. Aug. 2011 (CEST)
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Alfred Hitchcock (1956)

Wellington (Neuseeland), 03.08.2011 – Der Hitchcock-Film „The White Shadow“ von 1923 galt seit langem als verschollen. In einem neuseeländischen Filmarchiv wurden drei der sechs Rollen von Archivaren entdeckt. Es dürfte sich um eines der ältesten erhaltenen Werke des 1980 verstorbenen britischen Filmregisseurs handeln.

Der 1989 verstorbene Filmvorführer Jack Murtagh war ein fanatischer Sammler von frühen Kinofilmen. Nach seinem Tod vermachte er seine Schätze einem Filmarchiv. Hier lagen sie lange Zeit ungesichtet. Jetzt diese Entdeckung, die von Filmkritikern als Sensation betitelt wird. 2009 waren in seinem Nachlass bereits 75 amerikanische Filme gefunden worden.

Der Film, der in deutscher Übersetzung den Titel „Der Weiße Schatten“ trägt, ist ein wildes Melodrama. Von ungleichen Schwestern, die das Gute und das Böse verkörpern, handelt der Filmstreifen. Hitchcock schrieb das Drehbuch, entwarf die Ausstattung, schnitt das Rohmaterial und assistierte dem britischen Regisseur Graham Cutts. Mit Cutts soll es während der Drehzeit zu Spannungen gekommen sein.

Am 22. September ist „The White Shadow“ in Beverly Hills zu sehen.

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June 4, 2011

Neuseeland wird Gastland der Frankfurter Buchmesse 2012

Neuseeland wird Gastland der Frankfurter Buchmesse 2012

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Veröffentlicht: 10:52, 4. Jun. 2011 (CEST)
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Maorische Skulptur

Frankfurt am Main (Deutschland), 04.06.2011 – Neuseeland wird Gastland der Frankfurter Buchmesse 2012. Das wurde am 2. Juni 2011 in einem Vertrag vereinbart, den der Direktor der Buchmesse Juergen Boos und der Staatssekretär im neuseeländischen Kulturministerium Lewis Holden in Auckland geschlossen haben. Die Unterzeichnung, an der auch der neuseeländische Kulturminister Christopher Finlayson teilgenommen hatte, fand während eines Staatsbesuchs von Bundesaußenminister Guido Westerwelle statt, in dessen Begleitung Boos gereist war.

Die neuseeländische Literatur ist in Deutschland bisher nur wenig bekannt geworden. Beherrschend sind Schriften in englischer Sprache, daneben gibt es aber auch Werke in der Sprache der Maori, den polynesischen Ureinwohnern der Insel, die südöstlich von Australien im Pazifischen Ozean gelegen ist. Bekannte neuseeländische Autoren sind insbesondere Katherine Mansfield (The Garden Party and other short stories, 1922) und Keri Hulme, die für ihren Roman The Bone People (Unter dem Tagmond, 1984) im Jahr 1985 den Booker Prize, den wichtigsten britischen Literaturpreis, erhalten hatte. Als bedeutendster Autor, dessen Bücher in der Maori-Sprache verfasst sind, gilt Witi Ihimaera.

Boos wies bei der Vertragsunterzeichnung darauf hin, dass multimediale Formen typisch für die neuseeländische Kultur seien. Er erwarte deshalb, dass sich dies auch auf die Präsentation der neuseeländischen Literatur auf der Buchmesse auswirke.

Die Messe wird vom 10. bis 14. Oktober 2012 stattfinden.

Die Einladung an die neuseeländischen Verlage wurde vergleichsweise spät ausgesprochen. Bereits vor einem Jahr stand fest, dass Island im Jahr 2011, Brasilien 2013 und Finnland im Jahr 2014 Gastländer sein würden. Neuseeland ist nach Indien (1986 und 2006) und Irland (1996) das dritte englischsprachige Gastland der Frankfurter Buchmesse.

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  • Portal:Kultur
  • Portal:Kultur in Deutschland
  • Portal:Literatur
  • Portal:Frankfurt am Main
  • Portal:Ozeanien

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May 3, 2011

Neuseeland: Zwei Tote durch Tornado in Auckland

Neuseeland: Zwei Tote durch Tornado in Auckland

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Veröffentlicht: 23:39, 3. Mai 2011 (CEST)
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Schäden durch den Tornado in Albany, Auckland

Foto: Nard Louws

Auckland (Neuseeland), 03.05.2011 – Durch die Auswirkungen eines Tornados wurden in Auckland, Neuseeland zwei Personen getötet und etwa dreißig weitere verletzt. Zehn der Verletzten erlitten schwere Verletzungen, drei davon befinden sich in einem kritischen Zustand. Der Tornado jagte durch den Vorort Albany. Augenzeugen zufolge klang der Wirbelsturm „wie ein riesiger Staubsauger“. Er stürzte Bäume und Autos um und wirbelte Teile von Dächern durch die Gegend. Peter Kreft vom neuseeländischen Wetterdienst Metservice sagte im neuseeländischen Hörfunksender Radio New Zealand, der Schlot des Tornados habe am Boden einen Durchmesser von zehn Metern gehabt. Der Sturm sei ohne Vorwarnzeit aufgetreten.

Auckland liegt im Norden der neuseeländischen Nordinsel.

Nach Angaben der Feuerwehr gingen 74 Notrufe ein, die Polizei rückte zu 15 Einsätzen aus. Gary Davey, der amtierende Polizeidirektor für den Waitemata-Distrikt sagte der Presse, dass ein Dutzend Fahrzeuge von dem Tornado umgestürzt wurden und die Insassen geborgen werden mussten. Eine Augenzeugin berichtete „One News“ des neuseeländischen Fernsehens, dass der Tornado innerhalb von 200 Metern an der Pinehill-Schule vorbeikam, wo Eltern ihre schulpflichtigen Kinder abholen wollten.

Insgesamt zog der Tornado eine rund fünf Kilometer lange Spur der Verwüstung durch den Vorort Aucklands. In Auckland kommt es ein- bis zweimal jährlich zu einem Tornado. 2004 starben zwei Bewohner der Stadt, als ein Tornado ein Haus im Stadtviertel Taranaki zerstörte. Im gesamten Land ereignen sich pro Jahr etwa zwanzig dieser Wirbelstürme, zumeist auf der Nordinsel. Die meisten Tornados in Neuseeland sind bedeutend schwächer als in den Vereinigten Staaten, wo in den vergangenen Wochen mehr als 350 Menschen in einer Tornadoserie zu Tode kamen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Wetter
  • Portal:Naturkatastrophen

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April 25, 2011

Neuseeland: Jäger erlegen 23.000 Kaninchen und 1.000 Feldhasen

Neuseeland: Jäger erlegen 23.000 Kaninchen und 1.000 Feldhasen

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Veröffentlicht: 11:21, 25. Apr. 2011 (CEST)
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Sloughi hunt Sahara Festival.jpg

Neuseeland, 25.04.2011 – Wie jedes Jahr zu Ostern fand dieses Wochenende in Neuseeland die „Große Osterhasenjagd“ statt. Mehr als 500 Jäger stellten den Langohren nach. 23.000 Kaninchen und 1.000 Feldhasen hauchten dabei ihr Leben aus.

Der Veranstalter Dave Ramsay: „Das Ziel von 25.000 Tieren wurde nicht erreicht; der Regen hat die Jagd behindert.“

Kaninchen und Feldhasen haben keine natürlichen Feinde in Neuseeland. Sie wurden von Siedlern auf die Insel gebracht. Vor allem von Landwirten werden sie als Schädlinge betrachtet. Seit 20 Jahren findet diese Jagd an Ostern statt. Tierschützer kritisieren die Veranstaltung: „Es wird eine Party-Atmosphäre geschaffen, in der den Kaninchen Leid zugefügt wird.“

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  • Portal:Tiere

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February 22, 2011

Mehrere Dutzend Tote bei Erdbeben in Neuseeland

Mehrere Dutzend Tote bei Erdbeben in Neuseeland

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Veröffentlicht: 20:08, 22. Feb. 2011 (CET)
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Ein zerstörtes Gebäude in Christchurch

Foto: Schwede66

Christchurch (Neuseeland), 22.02.2011 – Ein Erdbeben mit Epizentrum in der Nähe von Christchurch auf der Südinsel Neuseelands hat mindestens 65 Menschenleben gefordert. Dies bestätigte der neuseeländische Premierminister John Key. Key hat sich vor Ort über die Situation informiert und sprach von einer „vollständigen Zerstörung“. Seiner Ansicht nach „sind wir wohl Zeugen von Neuseelands schwärzestem Tag“. Das Erdbeben erreichte eine Momenten-Magnitude von 6,3 Mw. Es war das bisher stärkste Nachbeben seit dem Erdbeben vom vergangenen September, das jedoch trotz seiner größeren Intensität glimpflicher abgelaufen war, weil sein Zentrum weiter entfernt von der zweitgrößten Stadt des Südpazifik-Staates lag. Angaben über Sachschäden liegen noch nicht vor, doch dürften diese erheblich umfangreicher sein als beim letzten Beben. Damals wurden rund 100.000 Häuser beschädigt und der Gesamtschaden wurde auf 2,2 Milliarden Euro geschätzt.

In Christchurch und Umgebung wurden zahlreiche Gebäude zerstört oder schwer beschädigt. Der Kirchturm der Kathedrale von Christchurch ist teilweise eingestürzt. Nach Angaben von Peter Beck, dem Dekan, befanden sich zum Zeitpunkt des Erdbebens, das sich um 12:51 Uhr Ortszeit (0:51 Uhr MEZ) ereignete, Besucher in der Spitze des Turmes. Derzeit ist unklar, ob noch Menschen in den Trümmern der Kirche verschüttet sind. „Es ist erschütternd, was mit der Kathedrale passierte, aber das Wichtigste im Moment sind nicht die Bauten, es sind die Menschen, und wir müssen einander die Hand reichen – hier in Christchurch und Canterbury – und alles Menschenmögliche tun, um mit den Verletzten, den Toten und ihren Hinterbliebenen fertig zu werden“, sagte Beck. „Die Menschen hier sind traumatisiert. Das ist eine große, große Katastrophe.“

Der Bürgermeister von Christchurch, Bob Parker, teilte am Abend (Ortszeit) nach der Katastrophe mit, dass bis zu dem Zeitpunkt etwa 120 Personen aus den Trümmern gerettet worden seien, doch würden viele Verschüttete noch um ihr Leben kämpfen. Unter den Opfern des Erdbebens sind möglicherweise auch Ausländer. Rund 440 Australier leben in der 390.000-Einwohner-Stadt. Vermisst werden derzeit auch zwölf Schüler aus der japanischen Stadt Toyama, die sich in Christchurch aufhielten. Zwei ihrer Lehrer und neun weitere Schüler konnten gerettet werden, berichtete die japanische Zeitung Sankei Shimbun.

Karte der Erdbebenregion

Kartographie: USGS

Das Gebäude des Privatsenders Canterbury Television wurde durch das Erdbeben beschädigt und steht in Flammen. In dem Gebäude wurden möglicherweise 50 Menschen eingeschlossen. Abgeschnitten sind auch Personen in einigen Hochhäusern. So berichtete Gary Moore telefonisch im neuseeländischen Fernsehen, er warte im zwölften Stock des Forsyth-Barr-Buildings mit etwa zwanzig Arbeitskollegen auf Rettung. Er sei jedoch zuversichtlich, da die Feuerwehr bereits einige Leute aus dem 17. Stock gerettet hätte.

In den Stunden nach dem Erdbeben kam es zu mehreren Nachbeben, von denen zwei die Magnituden Mw=5,6 und Mw=5,5 erreichten. Diese Nachbeben behindern und gefährden die Katastrophenhelfer.

Australien ließ 74 Katastrophenhelfer aus New South Wales nach Christchurch fliegen und will in den nächsten Stunden weitere 74 Helfer aus Queensland in die Erdbebenregion schicken. Wie die Premierministerin von Queensland, Anna Bligh, erklärte, habe sie den Zivilschutz ihres Bundesstaates in Bereitschaft versetzt, um Neuseeland zu helfen. Queensland sei Neuseeland wegen seiner Unterstützung bei der Überschwemmungskatastrophe nach Zyklon Tasha zu Dank verpflichtetet: „Sie haben uns Hilfsmannschaften geschickt, einschließlich von Rotkreuz-Freiwilligen, Ärzten und Katastrophenhelfern, und wir werden ihnen genauso helfen, mit einigen unserer besten und cleversten Leute.“ Unterstützung haben auch die Vereinigten Staaten, Japan und die Europäische Union angeboten.

Das Staatsoberhaupt Neuseelands, die britische Königin Elisabeth II., bat Premierminister Key, ihre „tiefe Anteilnahme den Familien und Freunden derjenigen zu übermitteln, die getötet wurden“. Sie sei „vollkommen geschockt“ über das Geschehen, sagte die britische Königin, ihre „Gedanken sind bei allen, die von diesem grässlichen Ereignis betroffen sind“.

Das Erdbeben ist eine der schlimmsten Katastrophen in der Geschichte Neuseelands. Bei einem Flugzeugabsturz am Mount Erebus starben 1979 in der Antarktis 257 Personen. 1931 kamen durch das Napier-Erdbeben 256 Menschen um und die Städte Napier und Hastings wurden dem Erdboden gleichgemacht. Im Jahr 1863 ertranken beim folgenschwersten Schiffsuntergang des Landes 189 der 259 Personen, die sich an Bord der HMS Orpheus befunden hatten, die britische Soldaten transportierte. 1953 kamen am Heiligen Abend beim schlimmsten Zugunglück Neuseelands 151 Passagiere um, als ein Zug in den Whangaehu River stürzte, weil eine Eisenbahnbrücke unter ihm zusammenbrach.

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Christchurch-Erdbeben von 2011“.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Naturkatastrophen

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June 29, 2010

Fußball-WM: Italien spielt unentschieden gegen Neuseeland

Fußball-WM: Italien spielt unentschieden gegen Neuseeland

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Veröffentlicht: 22:56, 29. Jun. 2010 (CEST)
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Bloemfontein / Nelspruit / Johannesburg (Südafrika), 29.06.2010 – Italien hat sich mit dem Unentschieden im Spiel gegen Neuseeland in eine ungünstige Ausgangsposition für das letzte Gruppenspiel gegen die Slowakei gebracht. Diese Mannschaft hat ihr Spiel gegen Paraguay klar verloren. Ebenso eindeutig war der Sieg der brasilianischen Nationalmannschaft gegen die Mannschaft von der Elfenbeinküste. Auch nach der Suspendierung des französischen Nationalspielers Nicolas Anelka kommt die „Équipe Tricolore“ nicht zur Ruhe.

Slowakei – Paraguay
0:2 (0:1)

26.643 Zuschauer sahen im Free-State-Stadion von Bloemfontein das von Schiedsrichter Eddy Maillet von den Seychellen geleitete Spiel, in dem es vier Gelbe Karten gab: drei für die Slowaken und eine für einen Paraguayer. Paraguays Trainer Gerardo Martino zeigte sich nach dem Spiel zufrieden mit dem Punktgewinn, es sei „in einer solch ausgeglichenen Gruppe sehr wichtig, vier Punkte zu haben“.

Die Slowaken konnten den Sieg der Südamerikaner zu keiner Zeit in Gefahr bringen. Die erste Torchance hatten die Paraguayer durch Roque Santa Cruz in der dritten Spielminute, doch sein abgefälschter Schuss wurde von Ján Mucha abgewehrt. Die Südamerikaner waren zwar überlegen, konnten aber nicht nahe genug an das slowakische Tor gelangen. Die Schüsse von Cristian Riveros in der 16. Minute, von Lucas Barrios in der 23. Minute und Nelson Valdez zwei Minuten später wurden entweder abgewehrt, waren zu hoch oder gingen neben das Tor. In der 27. Minute war Mittelfeldspieler Vera schließlich erfolgreich. In der 39. Minute hatte Santa Cruz das 2:0 auf dem Fuß, doch der slowakische Torhüter konnte seinen Flachschuss mit dem Fuß parieren.

Die „Albirroja“ störten das slowakische Spiel schon in deren eigener Spielhälfte, sodass die Slowaken den Ball oft weit ins gegnerische Spielfeld droschen, um sich etwas Luft zu verschaffen. Dieser Spielverlauf setzte sich auch in der zweiten Halbzeit fort. Nur das zweite Tor für die Südamerikaner ließ auf sich warten, bis schließlich in der 86. Minute Riveros mit dem 2:0 den Endstand herstellte.

Italien – Neuseeland
1:1 (1:1)

Mit dem zweiten 1:1 in Folge hat sich der amtierende Weltmeister Italien in eine ungünstige Ausgangsposition im letzten Grupppenspiel gegen die Slowakei gebracht. 38.230 Zuschauer im Mbomela-Stadion von Nelspruit sahen das vom guatemaltekischen Schiedsrichter Carlos Batres geleitete Spiel, der drei Neuseeländer mit Gelben Karten bedachte. „Wenn wir weiterkommen wollen, müssen wir mehr zeigen“, stellte Italiens Trainer Marcello Lippi nach dem Spiel selbstkritisch fest. Neuseeland und Italien sind nach dem zweiten Gruppenspiel immer noch punkt- und torgleich.

Die „Squadra Azzurra“ lief ohne Andrea Pirlo und Torhüter Gianluigi Buffon, den Rückenprobleme zu schaffen machen. Die „All Whites“ vom anderen Ende der Welt gingen überaschend in der siebten Minute in Führung. Nachdem Winston Reid, der im Spiel gegen Slowenien den Ausgleich für die Neuseeländer erzielt hatte, einen Freistoß in Richtung Strafraum weiterleitete, konnte dort nach einem Abpraller von Fabio Cannavaro der in der australischen Liga spielende Shane Smeltz den Ball ungehindert an Ersatztorhüter Federico Marchetti vorbei ins Netz der Italiener befördern. Zwar stand Smeltz in abseitsverdächtiger Position, doch Schiedsrichter Batres entschied auf Tor.

Vorläufige Tabelle der Gruppe F
Rang Land Tore Punkte
1 Paraguay Paraguay 3:1 4
2 Italien Italien 2:2 2
2 Neuseeland Neuseeland 2:2 2
4 Slowakei Slowakei 1:3 1

Die Italiener drängten nun häufig in Richtung neuseeländisches Tor, das von Mark Paston gehütet wurde. Riccardo Montolivos Schuss in der 27. Minute ging an den Pfosten. In der 29. Minute zog Tommy Smith den für AS Rom Spielenden Daniele De Rossi am Trikot. Dieser ließ sich fallen und Schiedsrichter Batres deutete auf den Elfmeterpunkt. Der Strafstoß wurde von Vincenzo Iaquinta problemlos verwandelt. Nach dem Ausgleichstor ließen die Italiener es gut sein mit der Offensive.

Nach der Pause war der Drehschuss des in der Pause eingewechselten Antonio Di Natale in der 49. Minute zunächst die einzige nennenswerte Torchance der Italiener. Erst nach über einer Stunde Spielzeit gelangte Iaquinta in eine gute Schussposition, konnte seinen Versuch aus 13 Meter Torentfernung nicht erfolgreich abschließen. Nach der Einwechslung von Giampaolo Pazzini wurden die Italiener stärker und die Neuseeländer waren in die Defensive gedrängt. Nach Ivan Vicelichs Fernschuss auf das italienische Tor, der abgewehrt wurde, konterte Italien. Der Konter in der 63. Minute endete endete mit einem Kopfball von Giorgio Chiellini neben das neuseeländische Tor. In der 70. Minute stellte Montolivo Neuseelands Schlussmann Paston auf die Probe. Die letzte Tormüglichkeit für Italien setzte Di Natale in der 81. Minute am linken Torposten vorbei ins Aus. Die Chance, das Spiel noch zu gewinnen, hatten auch die Kiewis, als in der 83. Minute Chris Wood sehr knapp das italienische Tor nicht traf.

Brasilien – Elfenbeinküste
3:1 (1:0)

In der mit 84.455 Zuschauer ausverkauften Soccer City in Johannesburg schien der französische Schiedsrichter Stéphane Lannoy mit dem teils ruppigen Spielverlauf überfordert und der sich vom Torschützen zum 2:0 verschaukeln ließ, als er ihn befragte, ob er den Ball mit der Hand gespielt habe. „Vielleicht war es die heilige Hand Gottes“, spielte Luís Fabiano nach dem Spiel auf Diego Maradonnas Viertelfinaltreffer gegen England bei der Weltmeisterschaft 1986 an. Mit dem Sieg gegen die Ivorer sicherten sich die Brasilianer bereits nach dem zweiten Spiel den Einzug ins Achtelfinale.

Die erste Torchance hatten nach 48 Sekunden die Südamerikaner. Robinho zog aus 30 Metern ab, traf jedoch knapp über das von Boubacar Barry gehütete Tor der Ivorer. Diese bemühten sich zunächst erfolgreich, die Brasilianer gar nicht erst in die Nähe des ivorischen Tores zu lassen. Nur bei Standardsituationen konnten die Brasilianer die gut gestaffelte Abwehr der Westafrikaner durchdringen. Schließlich ließ Kaká in der 25. Minute durch ein Dribbling zwei Abwehrspieler aussteigen und spielte im Strafraum zu dem freistehenden Luís Fabiano, der den Ball aus spitzem Winkel unter die Torlatte zielte.

Bis zur Pause hatten die Brasilianer keine zwingenden Tormöglichkeiten mehr, die Ivorer konnten ihrerseits die Führung der Südamerikaner nicht gefährden. Didier Drogba wurde offenbar durch die Manschette behindert, die er wegen seines Armbruches Anfang Juni trug und war wenig sichtbar. Die besten Gelegenheiten für die Elfenbeinküste konnte Aruna Dindane in der 38. und 39. Minute erspielen. Zunächst versuchte er es mit einem Volleyschuss nach Vorlage von Guy Demel, doch dieser wurde abgeblockt, eine Minute später konnte Trohüter Júlio César einen Aufsetzer Dindanes aus 18 Metern problemlos unter Kontrolle bringen.

In der 51. Minute spielte Luis Fabiano drei ivorische Abwehrspieler aus, wobei er zweimal seinen Oberarm zu Hilfe nahm, dann schloss er mit einem harten Schuss mit links die Aktion zum 2:0 ab. „Schade, dass der Schiedsrichter das nicht gesehen hat. Es ist schon so schwierig, Luís Fabiano auszuschalten – es ist noch schwieriger, wenn er vor dem Tor seine Hand benutzt“, meinte Sven-Göran Eriksson, der Trainer der Ivorer nach dem Spiel. Das 2:0 lähmte die Ivorer, die danach nur durch Drogba in der 54. Minute gefährlich werden konnte, doch dessen Kopfball verfehlte das Tor knapp. In der 61. Minute fiel dann die endgultige Entscheidung mit dem 3:0 durch Elano, der eine Vorlage von Kaká verwerten konnte.

Die Schlussphase des Spieles war von Hektik und ruppiger Spielweise geprägt. Nach einem Foul von Cheik Tioté musste Elano mit der Tragbahre vom Platz getragen werden. Kaká setzte kurz vor Schluss gegen Abdulkader Keita seine Ellenbogen ein und wurde in der 88. Minute mit Gelb-Rot vom Platz gewiesen. Der Ehrentreffer der Ivorer in der 79. Minute kam zu spät, um das Spiel noch herum zu reißen.

Anarchie in Frankreichs Team

Auch ohne den inzwischen durch Entscheidung des französischen Fußballverbandes (FFF) nach Hause geschickten Nicolas Anelka hat sich die Stimmung im französischen Team nicht verbessert. Beim Training der Mannschaft kam es am Samstag, dem 19. Juni, zu einem Disput zwischen Mannschaftskapitän Patrice Evra und dem für Fitness zuständigen Trainer Robert Duverne, in den Nationaltrainer Raymond Domenech eingriff. Die Spieler brachen daraufhin das Training ab und kehrten in ihre Unterkunft zurück. Teammanager Jean-Louis Valentin bezeichnete das Verhalten der Spieler als einen „Skandal für Frankreich, das Team und den Verband“. Die Spieler verweigerten, so Valentin, das Training aus Unzufriedenheit über die Suspendierung Anelkas. Er sei „empört“ und „angewidert“ und erkläre deswegen seinen sofortigen Rücktritt. Valentin sprach es, stieg in sein Auto und fuhr davon.

„Alle Spieler, ohne Ausnahme, protestieren gegen die Entscheidung der FFF, Nicolas Anelka zu suspendieren“, hieß es in einer von Domenech verlesenen Erklärung der Spieler. Der Verband bezeichnete das Handeln der Spieler als „inakzeptabel“, man werde sich nach dem Turnier mit den Konsequenzen befassen. Verbandsvizepräsident Christian Teinturier verlangte, Anelka dürfe „nie wieder das französische Trikot tragen“.

Anelka wurde nach Hause geschickt, nachdem die französische Sportzeitung „L′Équipe“ eine Beschimpfung des umstrittenen Trainers Domenech durch Anelka wiedergegeben hatte. Mannschaftskapitän Evra und Bayern-Spieler Franck Ribéry sind der Auffassung, dass der Zwischenfall von einem „Verräter“ an die Presse weitergegeben worden sein muss. Dieser müsse gefunden und aus dem Team geworfen werden, erklärte Evra. Ribéry stellte klar, „die Sachen, die in der Kabine passieren, müssen auch in der Kabine bleiben“.

Anelka hat inzwischen in einem Interview der Tageszeitung „France Soir“ erklärt, er habe „eine lebhafte Diskussion“ mit dem Trainer gehabt, machte jedoch deutlich, die von „L′Équipe“ gedruckte Beschimpfung seien nicht seine Worte. Die Zeitung teilte inzwischen mit, „mehr als einen Zeugen“ für Anelkas Streit mit Domenech zu haben.

Themenverwandte Artikel

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Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Fußball-Weltmeisterschaft 2010“.

Quellen

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June 17, 2010

Fußball-WM: Brasiliens Turnierauftakt nicht berauschend

Fußball-WM: Brasiliens Turnierauftakt nicht berauschend

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Veröffentlicht: 11:59, 17. Jun. 2010 (CEST)
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Rustenburg / Port Elizabeth / Johannesburg (Südafrika), 17.06.2010 – Brasilien mühte sich, kam aber über ein 2:1 gegen Nordkorea nicht hinaus. Das zweite Spiel der als „Todesgruppe“ titulierten Gruppe G zwischen Portugal und der Elfenbeinküste endete torlos. Unentschieden trennten sich auch die Slowakei und Neuseeland; hier bescherte der Ausgleich in der dritten Minute der Nachspielzeit den Neuseeländern den historischen ersten Punkt bei einer Weltmeisterschaftsendrunde.

Neuseeland – Slowakei
1:1 (0:0)

Die Begegnung zwischen der Slowakei und Neuseeland vervollständigte die erste Spielrunde in der Gruppe F – und macht die Situation verworren. Alle vier Teams sind punkt- und torgleich. Das Spiel in Rustenburg sahen rund 20.000 Zuschauer. Es wurde vom einheimischen Schiedsrichter Jerome Damon geleitet, der beide Mannschaften mit je einer Gelben Karte belohnte. „Unser Land hat heute einen Grund zu feiern. Dieser Punkt bedeutet sehr viel für den Fußball bei uns“, erklärte Neuseelands Trainer Ricki Herbert glücklich. Sein Gegenüber, der slowakische Trainer Vladimír Weiss sieht das Abschneiden seiner Mannschaft hingegen als „kleine sportliche Tragödie“.

Von dem recht langweiligen Spiel im Royal-Bafokeng-Stadion Rustenburgs gibt es wenig zu berichten. Die Slowaken brauchten eine gute halbe Stunde, um ihr Spiel zu finden, kontrollierten jedoch den Gegner. Vladimír Weiss, der Sohn der Trainers und Enkel des ehemaligen Fußballprofis Vladimír Weiss, gab in der 28. Minute eine Vorlage an Stanislav Šesták (VfL Bochum). Der traf das Tor allerdings nicht. Zwei Minuten später segelte Neuseelands Torwart Mark Paston am Ball vorbei, der zu Róbert Vittek gelangte. Der ex-Nürnberger konnte die Möglichkeit zum Torerfolg jedoch nicht nutzen.

Fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff gelang Vittek dann doch noch ein Torerfolg. Er stand in abseitsverdächtiger Position, als er den Ball mit dem Kopf ins Tor stieß. Der bei SSC Neapel unter Vertrag stehende Kapitän der Slowaken, Marek Hamšík, nutzte in der 64. Minute seine Chance nicht, um auf 2:0 zu erhöhen. Am Spielstand änderte sich in der regulären Spielzeit allerdings nichts, obwohl in der Schlussphase das slowakische Team spielbestimmend war. Dann kam die dritte Minute der Nachspielzeit, die Slowaken waren wohl mental bereits mit einem knappen Sieg in der Kabine, als Abwehrspieler Winston Reid für die „All Whites“ per Kopfball den Ausgleich herstellte.

Elfenbeinküste – Portugal
0:0
Vorläufige Tabelle der Gruppe F
Rang Land Tore Punkte
1 Italien Italien 1:1 1
1 Paraguay Paraguay 1:1 1
1 Neuseeland Neuseeland 1:1 1
1 Slowakei Slowakei 1:1 1

Auch das Spiel Elfenbeinküste gegen Portugal war wenig ansehnlich, trotz der Stars, die in diesem Spiel aufeinander trafen. Auf Seiten der Elfenbeinküste wurde in der 66. Minute Didier Drogba eingewechselt. Er konnte ebensowenig eine Entscheidung erzwingen, wie der portugiesischen Stardribbler Cristiano Ronaldo. Das von Jorge Larrionda aus Uruguay geleitete Spiel in Port Elizabeth sahen 31.034 Zuschauer, Gelbe Karten sahen zwei Westafrikaner und ein Portugiese.

Ronaldos Pfostenschuss aus 30 Metern, nachdem er Yaya Touré durch einen Hackentrick umspielt hatte, knallte nur an den Pfosten. Die Aktion war die einzige nennenswerte Torchance der ersten Halbzeit.

Die Ivorer gelangten erst in der zweiten Hälfte vor das Tor von Portugals Torhüter Eduardo, doch gefährlich genug waren weder Gervinho in der 47. Minute noch Salomon Kalou in der 54. Minute. Die Entscheidung hatte dann doch noch Drogba auf dem Fuß. Doch statt in der Nachspielzeit unweit des Tores direkt zu schießen, passte er quer – ins Leere.

Brasilien – Nordkorea
2:1 (0:0)

Auch das dritte Spiel des Tages war enttäuschend. Statt spielerischer Überlegenheit der Brasilianer im Samba-Stil sahen die 54.331 Zuschauer in Johannesburg eine kämpferisch eingestellte Mannschaft aus Nordkorea, mit der die Südamerikaner ihre Mühe hatten. Das Spiel wurde vom ungarischen Schiedsrichter Viktor Kassai geleitet. Es gab eine Gelbe Karte für den Brasilianer Ramires. Insgesamt dürfte der Spielverlauf die Kritik an Brasiliens Trainer Carlos Dunga nicht verringert haben.

Die erste Chance hatten die Brasilianer durch Kaká nach rund einer Minute Spielzeit; Kaká wurde allerdings von zwei Abwehrspielern gestoppt. Zwei weitere Schussversuche durch Kaká und Robinho in der sechsten Minute verfehlten das Tor deutlich. Auf der Gegenseite hatte Jong Tae-se, ein in Japan geborener und spielender Koreaner die erste Möglichkeit für Nordkorea. Brasiliens Torhüter Júlio César konnte den Schuss aus rund sechzehn Metern jedoch abwehren. Das Mittelfeld gehört den Südamerikanern, doch vor dem Strafraum Nordkoreas verhinderten zwei kompakte Abwehrketten ein Durchkommen effektiv. Erst in der 35. Minute gelangte ein brasilianischer Angriff mit spielerischer Finesse in eine torgefährliche Position. Robinho dribbelte rechts außen um zwei Abwehrspieler herum und gab zu Michel Bastos ab, dessen abgefälschter Schuss ans Außennetz ging. Die letzte Chance der ersten Halbzeit war eine verunglückte Flanke von Bastos, die knapp am oberen Eck des langen Torpfostens vorbeisegelte.

Bastos war es auch, dem die erste Chance in der zweiten Halbzeit gehörte. Sein Freistoß ging jedoch ebenso knapp vorbei wie ein Schuss von Robinho in der gleichen Minute. Die Ballkünstler Robinho und Kaká blieben auch weiterhin mit ihren Dribbelversuchen gegen die kompakte nordkoreanischen Abwehr erfolglos. Dagegen erspurtete Abwehrspieler Maicon einen Ball von Elano. Praktisch von der Torauslinie passte er jedoch nicht nach innen, wie es Torhüter Ri Myong-guk wohl erwartete hatte, sondern schob den Ball ins kurze Eck. Stürmer Luís Fabiano konnte kurze Zeit später beinahe erhöhen, traf aber nur knapp über das Gebälk. In der 72. Minute fiel dann die Entscheidung. Einen hervorragend gespielten Pass von Robinho verwandelte Elano mit einem diagonal ins lange Eck gezirkelten Schuss, bei dem Torhüter Ri keine Abwehrmöglichkeit hatte. Elano wurde danach ausgewechselt. In der 89. Minute wurde schließlich doch noch der Kampfgeist der Nordkoreaner belohnt. Der mit nach vorne gestürmte Abwehrspieler Ji Yun-nam konnte sich gegen zwei Brasilianer durchsetzen und den Ball an Brasiliens Schlussmann vorbei im Tor versenken.

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September 12, 2008

Termin für Neuwahlen in Neuseeland steht fest

Termin für Neuwahlen in Neuseeland steht fest

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Veröffentlicht: 22:46, 12. Sep. 2008 (CEST)
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Wellington (Neuseeland), 12.09.2008 – Die amtierende neuseeländische Premierministerin Helen Clark kündigte am Freitag Nachmittag in einer Pressekonferenz Neuwahlen für den 8. November an, nachdem es zuvor wochenlang Gerüchte über den endgültigen Term gegeben hatte. Demnach soll das Parlament am 3. Oktober aufgelöst und am 14. Oktober die Kandidaten nominiert werden.

„Es geht bei diesen Wahlen um Vertrauen“, sagte die 58-Jährige, die sein 1999 im Amt ist, in einer elfminütigen Ansprache, die auch im Fernsehen übertragen wurde. Für die kommenden Wochen kündigte Clark neue Vorschläge in „kritischen Bereichen wie Gesundheit, Bildung und Wohnungsbau“ an. Den letzten Umfragen zu Folge liegt ihre Labour Party jedoch mit 37 Prozent klar hinter den 51 Prozent der National Party.

John Key, der Vorsitzende der Nationalen Partei, versprach nach der Bekanntgabe des Termines einen fairen Wahlkampf. „Es geht um die Zukunft von Neuseeland, darum die Möglichkeiten des neuen Jahrhunderts optimistisch und positiv anzupacken.“

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