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March 6, 2016

Mehr als 20 Männer mit Migrationshintergrund belästigten drei Mädchen in Kiel

Mehr als 20 Männer mit Migrationshintergrund belästigten drei Mädchen in Kiel

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Veröffentlicht: 00:26, 6. März 2016 (CET)
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Kiel (Deutschland), 06.03.2016 – Nach Polizeiberichten hat eine Gruppe von Männern mit Migrationshintergrund am vergangenen Donnerstag junge Mädchen im Alter zwischen 15 und 17 Jahren in einem Einkaufszentrum belästigt. Es wurden vier Täter verhaftet. Anfänglich hatte nur zwei Männer aus Afghanistan die Mädchen bedrängt. Die Mädchen wurden gegen ihren Willen fotografiert und gefilmt. Die Bilder wurden dann von den Männern übers Internet verschickt und lockten etwa 20 bis 30 weitere Männer an, von denen sich die Mädchen verfolgt fühlten. Unbeteiligte Zuschauer des Geschehens riefen zunächst den Wachdienst des Einkaufszentrums und schließlich die Polizei.

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January 17, 2013

Landesmusikrat Schleswig-Holstein kürt Gitarre zum Instrument des Jahres 2013

Landesmusikrat Schleswig-Holstein kürt Gitarre zum Instrument des Jahres 2013

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Veröffentlicht: 17:51, 20. Jan. 2013 (CET)
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Classical Guitar two views.jpg

Kiel (Deutschland), 17.01.2013 – Bei der Wahl zum Instrument des Jahres 2013 überzeugte den Landesmusikrat Schleswig-Holstein in diesem Jahr zum ersten Mal ein Zupfinstrument: die Gitarre. Seit 2008 soll das „Instrument des Jahres“ den Blick der Öffentlichkeit auf die Vielfalt musikalischen Lebens im nördlichsten Bundesland Deutschlands lenken. Jeweils ein Instrument und die Vielseitigkeit seiner Ausdrucksformen stehen dabei für ein Kalenderjahr im Mittelpunkt. Für die Schirmherrschaft werden renommierte Solisten gewonnen, die sich im besonderen Maße für den künstlerischen Nachwuchs und die Verbreitung ihres Instrumentes einsetzen.

Nach der Posaune und dem Fagott steht 2013 nun die Gitarre im Mittelpunkt der musikfördernden Aktivitäten des Landesmusikrats. Schirmherr ist Professor Dieter Kreidler. Durch die Konzeption seiner Gitarrenschule „Gitarre spielen mit Spaß und Fantasie“ gilt er als einer der profiliertesten deutschen Gitarrenpädagogen. Darüber hinaus tritt Dieter Kreidler gemeinsam mit dem Lübecker Gitarrenprofessor Albert Aigner seit mehr als 25 Jahren in Deutschland und Europa als Gitarrenduo Duett Konzertant auf. „Die Geschichte der Gitarre ist spannend und abwechslungsreich. Sie liest sich wie eine Erfolgsstory“, so Kreidler über „sein“ Instrument.

Während es im letzten Jahr beim Fagott darum ging, neue Begeisterte für ein „Mangelinstrument“ zu gewinnen, liegt das Ziel aller Aktivitäten des Gitarrenjahres eher in der Vernetzung verschiedener Interessengruppen der Musikszene zu einem gemeinsamen Projekt. Konzerte, Workshops, Festivals und andere wesentliche Impulse gehen dabei von den Mitgliedsverbänden des Landesmusikrates, wie dem Landesverband Nord der European Guitar Teacher Association (EGTA) oder den Musikschulen, aus. So werden auch das 25. Sylter Gitarrenseminar und das 2. Norddeutsche Zupfmusikfestival für Gitarrenensembles und Zupforchester Solo- und Ensemblegitarristen verschiedener Genres und Altersklassen zusammenbringen. Viele weitere Veranstaltungen unterschiedlicher Stilrichtungen stehen auf dem Programm und sollen die Vielseitigkeit der Gitarre demonstrieren.

Mit Unterstützung des Schirmherrn bildet der schleswig-holsteinische Landesmusikrat erstmals zum Jahr der Gitarre ein Jugendauswahlorchester. Dazu vereint der Landesmusikrat nach Vorbild seiner drei bereits existierenden Jugendensembles die besten jugendlichen Gitarristen des Landes. Geplant sind mehrere Konzerte in Schleswig-Holstein, unter anderem eine Uraufführung eines vom Schirmherrn komponierten Werkes zum Gitarrenjahr 2013.

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Originäre Berichterstattung
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July 1, 2012

Löbnitz: 51 Verletzte durch Blitzeinschlag bei Heavy-Metal-Festival

Löbnitz: 51 Verletzte durch Blitzeinschlag bei Heavy-Metal-Festival

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Veröffentlicht: 21:54, 1. Jul. 2012 (CEST)
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Löbnitz (Deutschland), 01.07.2012 – In Roitzschjora, einem Stadtteil der sächsischen Stadt Löbnitz schlug in der Nacht zu Sonntag auf einem Heavy-Metal-Festival ein Blitz ein, wodurch 51 Menschen verletzt wurden. Eine Sprecherin des Landratsamtes Nordsachsen sagte, dass neun Menschen schwer verletzt wurden. Drei Personen wurden am Unfallort reanimiert. Jedoch bestehe für keinen der Verletzten Lebensgefahr.

Um die Festivalbesucher so schnell wie möglich zu versorgen, aktivierte das Krankenhaus in Delitzsch noch in der Nacht den Notfallplan und forderte zusätzliche Ärzte an. Angaben zufolge wurden alle Verletzte bereits bis zum Morgen in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Laut dem Landratsamt schlug der Blitz gegen zwei Uhr morgens in der Nähe der Cocktailbar in einen Turm ein. Ob Das Konzert noch in Gang war und wo sich die verletzten Besucher zu dem Zeitpunkt befanden, konnte eine Sprecherin zunächst nicht sagen. Der Veranstalter des Festivals war bis jetzt noch nicht zu erreichen. Das drei Tage laufende Festival „With Full Force“ zieht jedes Jahr tausende Besucher auf den Flugplatz Roitzschjora. Das Heavy-Metal-Festival konnte nach Aussage einer Sprecherin des Landratsamtes fortgesetzt werden.

Am vergangenen Wochenende gab es ein heftiges Gewitter nach dem anderen. Millionenschäden wurden durch Sturmböen, Blitze, Starkregen und Hagel verursacht. Streckenweise kam der Bahnverkehr zum Stillstand. Zahlreiche Bäume stürzten auf Gleise und Oberleitungen. Vor allem war der Regionalverkehr betroffen, aber auch der Fernverkehr. Die ICE-Strecke München-Stuttgart war stundenlang bis Sonntagmittag gesperrt. Bevor die Züge umgeleitet wurden, saßen die Passagiere in drei Zügen zwischen Stuttgart und Ulm längere Zeit fest. Die Strecke Hamburg-Berlin wurde schon am Freitagabend durch heftige Gewitter zeitweise lahmgelegt.

Es wurden auch 18 Besucher eines Kulturfestivals in Bayern durch herumfliegende Äste verletzt. Auch eine Frau wurde durch einen von orkanartigen Gewitterböen entwurzelten Baum erschlagen.

In Baden-Württemberg wurden mindestens 29 Menschen zum Teil schwer verletzt. Im Landkreis Heidenheim fegte der Sturm die Zelte auf einem Rockfestival weg. 10 Leute wurden durch umherwirbelnde Gegenstände verletzt.

In Berlin tobten zwei Nächte hintereinander schwere Unwetter. Kiels Altstadt stand teilweise unter Wasser. In Hessen kämpft eine Golferin, die am Freitag vom Blitz getroffen wurde, immer noch um ihr Leben.

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May 9, 2012

6. Mai 2012: Wahltag in Schleswig-Holstein, Frankreich und Griechenland

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Veröffentlicht: 15:15, 9. Mai 2012 (CEST)
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Kiel (Deutschland), 09.05.2012 – Neben den zukunftsweisenden Wahlereignissen in Frankreich und Griechenland verblassen die bisher nicht sonderlich aussagekräftigen Wahlergebnisse aus dem beschaulichen Schleswig-Holstein geradezu.

Während sich in Europa eine absehbare Trendwende in der Politik abzeichnet, haben die Verschiebungen bei den Wähleranteilen der Parteien im nördlichsten Bundesland Deutschlands zu keinem klaren Ergebnis geführt. CDU und SPD kommen beide auf knapp über 30 Prozent. Überraschender Gewinner, aber im Vergleich zur letzten Wahl auch gleichzeitig Verlierer, ist die FDP (8,2 Prozent), die zusammen mit den Grünen (13,2 Prozent), den Piraten (8,2 Prozent) und dem SSW (4,6 Prozent) im Landtag vertreten sein wird. Nach den ersten Stellungnahmen strebt der Kieler Oberbürgermeister Torsten Albig (SPD) eine Regierungskoalition mit den Grünen und dem SSW an. Diese Koalition wird als „Dänen-Ampel“ bezeichnet. Die Linkspartei schaffte mit 2,2 Prozent nicht mehr den Einzug in den Kieler Landtag. Die Wahlbeteiligung lag mit 60,1 Prozent um 13,5 Prozentpunkte niedriger als bei der letzten Landtagswahl im Jahr 2009.

In Frankreich ist das Ergebnis klar. Der Sozialist François Hollande hat die Präsidentschaftswahl mit knapp 52 Prozent gegen Nicolas Sarkozy gewonnen und kündigt unter anderem einen Richtungswechsel in der EU-Politik an. Bereits im Vorfeld der Wahl sprach er von einer möglichen Neuverhandlung des im Dezember 2011 beschlossenen EU-Fiskalpaktes. Hollande erklärte nach seiner Wahl: „Ich bin sicher, dass in dem Moment, als das Wahlergebnis bekanntgegeben worden war, in vielen europäischen Ländern Erleichterung und Hoffnung darüber aufkam, dass die Sparpolitik kein Schicksal ist.“ Hollande ist der erste sozialistische Ministerpräsident in Frankreich seit dem Ende der Amtszeit von François Mitterand im Jahr 1995. Der Amtswechsel markiert das Ende der als Merkozy bezeichneten deutsch-französischen Zusammenarbeit in der Euro-Krise. Angela Merkel hat François Hollande für den 16. Mai 2012 zu einem Gespräch nach Berlin eingeladen, bevor er sich in Washington mit Barack Obama treffen wird. Obama bedankte sich bei Sarkozy für die gute Zusammenarbeit.

In Griechenland ist die Lage weniger gut überschaubar. Auch hier wandten sich die Wähler von der Sparpolitik infolge der Eurokrise ab. Die beiden traditionellen Regierungsparteien Nea Dimokratia und PASOK erlitten bei den vorgezogenen Wahlen zum Parlament Verluste im zweistelligen Prozentpunktebereich und erreichen zusammen keine Mehrheit mehr (Nea D. 18,8 Prozent, PASOK 13,2 Prozent). Insgesamt zeichnet sich aber auch hier ein deutlicher Links-Trend ab. Zweitstärkste Kraft ist das Bündnis der Radikalen Linken (SYRIZA) mit 16,8 Prozent und die Kommunistische Partei Griechenlands kommt auf 8,5 Prozent. Der Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone steht damit zur Disposition. Ein erster Versuch des konservativen Politikers Antonis Samaras, eine Regierung zu bilden, scheiterte noch am selben Abend binnen weniger Stunden.

An den Finanzmärkten in Asien fiel der Euro bis zum darauffolgenden Morgen infolge der französischen und griechischen Wahlergebnisse auf den tiefsten Stand seit drei Monaten. Demgegenüber äußerte der Wirtschafts-Nobelpreisträger Paul Krugman in der New York Times, die Überlebenschancen des Euros hätten sich wesentlich verbessert, weil nun die Möglichkeit bestehe, eine expansionistische Wirtschaftspolitik in Europa durchzusetzen.

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March 1, 2012

Kiel: Werft soll größte Segeljacht der Welt bauen

Filed under: Kiel,Rekord,Themenportal Wirtschaft,Veröffentlicht — admin @ 5:00 am

Kiel: Werft soll größte Segeljacht der Welt bauen

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Veröffentlicht: 19:13, 01. Mär. 2012 (CET)
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Blick über die ehemalige HDW Gaarden

Kiel (Deutschland), 01.03.2012 – Es ist ein riesiger Auftrag für die Werft Abu Dhabi Mar Kiel (ADMK). Laut den „Kieler Nachrichten“ in einem Bericht vom heutigen Donnerstag soll die frühere HDW Gaarden die größte Segeljacht der Welt bauen. Dies sei ein geheimes Projekt, und offizielle Informationen gebe es bis jetzt noch keine. Doch wie die Zeitung berichtet, soll der Auftraggeber aus Russland kommen. Dabei soll es sich um den Milliardär Andrey Melnichenko handeln, der in Kiel auch schon sehr bekannt ist, da er sich zwischen 2006 und 2008 seine Megajacht „A“ bei der ehemaligen HDW Gaarden hat bauen lassen.

Informationen über die technischen Details sind rar. Das Luxusschiff solle zwischen 120 und 140 Meter lang werden, so vermelden es die „Kieler Nachrichten“. Die Jacht wird zwar in Kiel bei der ADMK gebaut, die Baupläne kommen jedoch von der Werft Nobiskrug in Rendsburg. Für die Werft ist es der erste Schiffbauauftrag, seitdem sie im letzten Jahr von der arabischen Werftengruppe Abu Dhabi Mar übernommen wurde.

Es wird vermutet, dass die Jacht den Namen „White Pearl“ tragen wird. Der Wert des Auftrags soll möglicherweise im hohen dreistelligen Millionenbereich liegen.

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Quellen[Bearbeiten]

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January 8, 2011

Dioxinskandal: Vertrauen in die Kontrollmechanismen erschüttert

Dioxinskandal: Vertrauen in die Kontrollmechanismen erschüttert

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Veröffentlicht: 12:09, 8. Jan. 2011 (CET)
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Kennzeichnung von Hühnereiern (roter Aufdruck), hier ein Bio-Ei mit der leitenden Null

Berlin / Uetersen / Kiel (Deutschland), 08.01.2011 – Verbraucher in Deutschland reagieren verunsichert auf die jüngsten Nachrichten über dioxinverseuchte Lebensmittel. Supermärkte verzeichnen einen starken Rückgang im Verkauf von Eiern aus konventioneller Landwirtschaft. Bio-Eier dagegen verzeichnen eine wachsende Nachfrage, da sie bislang als unbelastet gelten.

Bundesweit sind nach Angaben des Bundesverbandes der Lebensmittelkontrolleure (BVLK) 2.500 Überwacher für 1,1 Millionen Betriebe zuständig. Nach Meinung von Verbandschef Müller fehlen bundesweit rund 1.500 Kontrolleure, um den „notwendigen Überwachungsdruck auf die Branche“ zu erzielen. Krisenexperten bezeichneten das Vertrauen der Verbraucher in die gegenwärtigen Kontrollmechanismen als „erschüttert“.

Heute wurde bekannt, dass die Firma Harles & Jentzsch in Uetersen (Kreis Pinneberg), die als Verursacher des gegenwärtigen Dioxinskandals gilt, die verseuchten Futtermittel schon über einen längeren Zeitraum als bisher angenommen verkauft hat. Schon am 19. März 2010 hatte ein von der Firma beauftragtes privates Labor Futtermittelproben von Harles & Jentsch untersucht. Dabei war eine Überschreitung der Grenzwerte für Dioxin festgestellt worden. Die zuständigen Behörden waren von der Firma jedoch nicht darüber informiert worden. Erst am 27. Dezember hat das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein von dem Dioxinproblem bei Harles & Jentsch erfahren. Am 4. Januar stellte das Ministerium Strafanzeige gegen die Firma. Die Staatsanwaltschaft Itzehoe ermittelt. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur sagte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU): „Wenn sich der Verdacht erhärtet, dass das verantwortliche Unternehmen bereits seit Monaten von der Dioxin-Belastung wusste und trotzdem nicht die zuständigen Landesbehörden informiert hat, ist das hochgradig kriminell und völlig unverantwortlich.“ Außerdem wurde bekannt, dass seitens Harles & Jentsch eine Partnerspedition, die Firma Lübbe in Bösel [1], benutzt wurde, um sich gezielt der staatlichen Kontrolle der verkauften Futtermittel zu entziehen. In Schleswig-Holstein seien nach Ministeriumsangaben 61 Landwirte mit dioxin-verseuchten Futtermitteln beliefert worden, teilte das Ministerium weiter mit.

Bei der Firma Lübbe in Bösel wurden im Auftrag von Harles & Jentsch Fette unterschiedlicher Zusammensetzung, darunter technische Fette, pflanzliche Fette und tierische Fette in Tanks gelagert und dann nach Bedarf gemischt. Die kontaminierten Fette der Firma Lübbe seien dann an sieben Mischfutterhersteller in Niedersachsen sowie an je einen Hersteller in Sachsen-Anhalt und Hamburg geliefert worden, erklärte das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung zusammenfassend. Als Grund für die Kontamination mit Dioxin gab die Firma Lübbe „menschliches Versehen“ an. Aus einem Tank sei ein technisches Fett mit Futtermittelfett vermischt worden. Eine Probe dieses Fettes war hoch belastet. Die Untersuchung ergab 123 Nanogramm Dioxin pro Kilogramm Fett.

Das Landwirtschaftsministerium von Schleswig-Holstein gab heute weitere Ergebnisse bisher untersuchter Rückstellproben der Firma vom März bekannt. Die Dioxingehalte der 18 analysierten Proben lagen zwischen 0,66 und 58,17 Nanogramm. Der zulässige Höchstwert von 0,75 Nanogramm wurde in neun Fällen überschritten. Nach Einschätzung des Ministeriums sind die bisher ermittelten 18 Proben wegen der Überschreitung der Höchstwerte für die Futtermittelherstellung nicht geeignet.

Am gestrigen Donnerstag wurden außerdem Untersuchungsergebnisse aktueller Proben mitgeteilt. Diese enthielten bis zu 10,05 Nanogramm Dioxin und damit mehr als das Zehnfache des zulässigen Höchstwertes von 0,75 Nanogramm.

Bundesweit sind rund 4.700 betroffene Betriebe wegen der Belieferung mit belasteten Futtermitteln gesperrt. 95 Prozent davon liegen in Niedersachsen. Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) gab heute Erzeuger-Kennzeichnungen von Hühnereiern bekannt, bei denen eine Überschreitung der zulässigen Dioxin-Höchstwerte festgestellt wurde. Diese Nummern sind auf die Eier meist in roter Farbe direkt aufgedruckt. Es handelt sich um die Nummern 2-DE-0355461, 3-DE-0312141, 2-DE-0312142, 2-DE-0312151 und 2-DE-0350384.[2].

Nach Angaben des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums wurden von der Firma Lübbe insgesamt 2.482 Tonnen Futtermischfette hergestellt, die an 20 verschiedene niedersächsische Futtermittelunternehmer geliefert wurden. Das Ministerium geht weiterhin davon aus, dass diese Fette in Mengen zwischen zwei und 10 Prozent mit anderen Futtermitteln vermischt wurden, so dass sich ihr Dioxingehalt entsprechend gegenüber dem kontaminierten Ausgangsfett verringerte. Das Ministerium hat außerdem errechnet, dass in Niedersachsen eine mit Dioxin belastete Futtermittelmenge von 25.000 bis 125.000 Tonnen an Tiere verfüttert worden ist.

Die Slowakei und Südkorea haben inzwischen ein Importverbot für Eier und Geflügelfleisch aus Deutschland verhängt. In Südkorea erstreckt sich das Einfuhrverbot auch auf deutsches Schweinefleisch. Dioxin-verseuchte Eier waren auch in die Niederlande gelangt. Über den Umweg der Mayonnaiseherstellung waren belastete Lebensmittel von den Niederlanden auch nach Großbritannien gelangt. In weitere Länder wurden nach bisherigem Kenntnisstand keine dioxin-belasteten Produkte aus Deutschland geliefert.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. ml.niedersachsen.de
  2. laves.niedersachsen.de

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September 4, 2010

Schleswig-Holstein: Mehrheit der Bürger will schnell Neuwahlen

Schleswig-Holstein: Mehrheit der Bürger will schnell Neuwahlen

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Veröffentlicht: 20:06, 4. Sep. 2010 (CEST)
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Kiel (Schleswig-Holstein), 04.09.2010 – Nach dem Urteil des Landesverfassungsgericht Schleswig-Holstein, demnach das Wahlrecht des nördlichsten deutschen Bundeslandes nicht verfassungsgemäß ist, wollen die Schleswig-Holsteiner offensichtlich eine schnelle Neuwahl. Laut dem Gericht muss eine Neuwahl bis zum 30. September 2012 abgeschlossen sein, ein neues, verfassungsgemäßes, Wahlgesetz muss bis Mai 2011 stehen.

Einer Umfrage zufolge wollen 70 Prozent der Bürger bereits im Frühjahr 2011 eine Neuwahl, nur 27 Prozent sind für eine Neuwahl 2012. Die Umfrage stammt vom Meinungsforschungsinstituts Forsa und entstand im Auftrag der „Lübecker Nachrichten“.

Das Problem entstand bei der Landtagswahl im September 2009, als SPD, Grüne, Linke und SSW zusammen rund 27.000 Stimmen mehr als CDU und FDP erreichten. Trotzdem reichte es am Ende nicht für eine Regierungsbildung, da CDU und FDP wegen der Direktwahl in vielen Wahlkreisen 11 Überhangmandate erlangte. Eine Unklarheit im Wahlgesetz führte dann dazu, dass es am Ende nur acht Ausgleichsmandate für SPD, Grüne, Linke und SSW gab. Dadurch hatten CDU und FDP eine knappe Mehrheit von einem Mandat und bildeten die Regierung.

Unter anderem die Grünen reichten daraufhin Beschwerde beim Landesverfassungsgericht Schleswig-Holsteins ein und bekamen Recht.

Themenverwandte Artikel

  • Portal: Politik in Schleswig-Holstein

Quellen

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July 8, 2010

Uni gegen Uni – Pläne zur Einstellung der Medizinerausbildung stammen von Kieler Dekan

Uni gegen Uni – Pläne zur Einstellung der Medizinerausbildung stammen von Kieler Dekan

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Protestbanner am Holstentor

Veröffentlicht: 09:03, 8. Jul. 2010 (CEST)
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Kiel (Deutschland), 08.07.2010 – Nach einem Bericht der Lübecker Nachrichten vom 7. Juli 2010 wurden die Pläne zur Verlagerung der Lübecker Medizinstudienplätze an die Universität Kiel von dem vormaligen Dekan der Medizinischen Fakultät Prof. Michael Illert 2009 noch zu Zeiten der CDU/SPD Landesregierung erarbeitet und in einem Geheimtreffen in Kiel vorgestellt. Das Treffen mit dem damaligen Staatssekretär und heutigen Wissenschaftsminister Jost de Jager sowie seinem damaligen Minister Werner Marnette kam nach dem Bericht auf Initiative des ehemaligen Damp-Chefs und UKSH-Sanierers Staatsekretär a.D. Carl Hermann Schleifer zustande. Die Medizinische Fakultät in Kiel und das Reha-Zentrum in Damp sind eingespielte Kooperationspartner. Bei dem Geheimtreffen soll nach dem Protokoll des Wissenschaftsministeriums insbesondere von Illert und Schleifer ausgehend eine gegen Lübeck gerichtete Stimmung geherrscht haben. Das Protokoll wurde durch die LN veröffentlicht, nachdem die Kieler Universität gestern alternative Sparkonzepte aus der Hansestadt scharf als „Piraterie“ zurückgewiesen hatte. Kiels Uni-Präsident Gerhard Fouquet sprach laut LN von einem „unberechtigten Eingriff einer Uni in die Strukturen einer anderen Universität.“ Lübecks Uni-Präsident Peter Dominiak hatte am 6. Juli 2010 die Lübecker Einsparpläne der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Süddeutsche Zeitung hatte bereits zuvor drastische Worte für die Wissenschaftspolitik des Landes Schleswig-Holstein gefunden und diese im Bundesvergleich „am Hintern der Nation“ verortet.

Themenverwandte Artikel

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January 23, 2010

Schwarz-gelbe Mehrheit in Kiel schmilzt

Schwarz-gelbe Mehrheit in Kiel schmilzt – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Schwarz-gelbe Mehrheit in Kiel schmilzt

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Veröffentlicht: 11:44, 23. Jan. 2010 (CET)
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Der Wahlkreis 3 (Husum-Eiderstedt)

Kiel (Deutschland), 23.01.2010 – Die Koalition aus CDU und FDP im schleswig-holsteinischen Landtag besitzt nur noch eine Mehrheit von einer Stimme. Eine Neuauszählung von 928 Wahlzetteln durch den Landeswahlausschuss am Freitag hat ergeben, dass die Partei „Die Linke“ deutlich mehr Stimmen erhalten hatte als angegeben. Für die Linke waren in dem Wahlkreis 41 Zweitstimmen abgegeben worden und nicht nur 9. Warum 32 Stimmen nicht für die Linkspartei angerechnet wurden, ist unklar. Ein Landtagsmandat fällt somit an die Linkspartei, während die FDP gleichzeitig ein Mandat verliert.

Am 27. September 2009 wurden neben dem Landtag in Schleswig-Holstein auch der Bundestag gewählt. Die Partei Die Linke hatte die Neuauszählung des Wahlkreises Husum 003 beantragt. Sie hatte dem Ergebnis des Wahlkreises misstraut, da sie bei der Bundestagswahl im selben Wahlkreis deutlich mehr Stimmen erreicht hatte und landesweit nur vier zusätzliche Stimmen benötigte, um ein weiteres Mandat zu bekommen.

Das neue Linken-Mandat wird Björn Thoroe wahrnehmen, während das Mandat der FDP-Abgeordneten Christina Musculus-Stahnke ruhen wird.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Die Linke
  • Portal:Politik in Schleswig-Holstein

Quellen

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July 24, 2009

Schleswig-Holstein: Peter Harry Carstensen verliert Vertrauensfrage: Weg für Neuwahlen ist frei

Schleswig-Holstein: Peter Harry Carstensen verliert Vertrauensfrage: Weg für Neuwahlen ist frei

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Veröffentlicht: 16:33, 24. Jul. 2009 (CEST)
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Kiel (Deutschland), 24.07.2009 – Nachdem der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) am Donnerstag die Vertrauensfrage im Landtag verloren hat, ist der Weg zu Neuwahlen am 27. September 2009, den die CDU anstrebt, nun frei.

Der Abstimmung war ein massiver Streit in der Koalition aus CDU und SPD vorangegangen. Ein Auflösungsantrag Carstensens war am Freitag letzter Woche an den Stimmen des SPD-Koalitionspartners gescheitert. Daraufhin sah sich Carstensen gezwungen auf dem Weg einer Vertrauensfrage den Landtag zur Auflösung zu zwingen. Außerdem hatte der Ministerpräsident am vergangenen Freitag alle vier SPD-Minister entlassen. Dieses Verhalten stieß auf Kritik seitens der SPD. So sagte sein Kontrahent Ralf Stegner (SPD): „Ihr Rücktritt wäre der ehrliche Weg gewesen“. Umfragen zufolge würde die SPD bei einer Neuwahl erhebliche Verluste erleiden.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Politik
  • Portal:Schleswig-Holstein

Quellen

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