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December 2, 2012

Katar setzt ein Zeichen: Produktion von Solarzellen soll 2013 beginnen

Katar setzt ein Zeichen: Produktion von Solarzellen soll 2013 beginnen

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Veröffentlicht: 17:33, 2. Dez. 2012 (CET)
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Polykristallines Silizium, Rohstoff für Solarzellen

Doha (Katar), 02.12.2012 – Katar, das kleine Land am Persischen Golf, will im kommenden Jahr mit der Produktion von Solarzellen beginnen. Bereits am 29. Mai 2012 hatte Qatar Solar Technologies eine Vereinbarung zur Finanzierung einer Solarfabrik unterzeichnet. Die Kosten werden auf etwa eine Milliarde US-Dollar (798 Millionen Euro) geschätzt.

Es sollen polykristalline Solarzellen hergestellt werden. Das sind Siliziumscheiben, die nicht überall die gleiche Kristallorientierung aufweisen. Sie können z. B. durch ein verhältnismäßig einfaches Schmelz- und Gießverfahren gewonnen werden, der Kristallisationsprozess braucht weniger Zeit, und es können dabei gebrauchte Zellen wiederverwendet werden. Dadurch ist die Produktion preiswerter als bei anderen Verfahren.

Silizium ist das zweithäufigste chemische Element auf der Erde und steht praktisch unbegrenzt zur Verfügung. Der Großteil der Sandvorkommen besteht aus Siliciumdioxid SiO2. Das Herstellungsverfahren von hochreinem Solarsilizium erfordert jedoch wesentlich mehr Energie als z.B. die Herstellung von Aluminium.

Katar hat nach Russland und Iran mit einem Anteil von 14 Prozent die weltweit drittgrößten Erdgasreserven. Etwa 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts werden bisher noch mit den fossilen Naturschätzen Gas und Erdöl erwirtschaftet.

Im Jahr 2014 will das arabische Emirat 20 Prozent seines Energiebedarf aus erneuerbaren Energien decken und sieht die Ankündigung zum Produktionsbeginn der Solarfabrik nicht nur als ersten Schritt zum Aufbau einer eigenen Solarindustrie, sondern auch als wichtiges Zeichen im Rahmen der UN-Klimakonferenz, die vor wenigen Tagen in der Hauptstadt Doha begonnen hat.


Die Wüste in Katar – unter anderem hier liegt das kostenlose Ausgangsmaterial für Silizium

Solarmodule zur Erzeugung elektrischen Stroms sind in Ländern nahe dem Äquator besonders effektiv


Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Katar 2012: Die Wende in der globalen Klimapolitik? (29.12.2012)

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March 19, 2011

Springreiten: Brasilianer gewinnt erste Station der Global Champions Tour

Springreiten: Brasilianer gewinnt erste Station der Global Champions Tour

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Veröffentlicht: 13:25, 20. Mär. 2011 (CET)
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Der Start in die neue Global Champions Tour-Saison fand in Doha statt.

Doha (Katar), 19.03.2011 – Der brasilianische Springreiter Álvaro Affonso de Miranda Neto hat mit seinem Sieg im Großen Preis von Doha die sechste Saison der Global Champions Tour eingeläutet.

De Miranda Neto, Ehemann der Milliardenerbin Athina Onassis de Miranda, bleib mit seinem Pferd, dem Schimmel Ashleigh Drossel Dan, als einziger Reiter sowohl in beiden Umläufen als auch im Stechen fehlerfrei. Er erhielt für diesen Sieg ein Preisgeld von 150.000 €. Obwohl de Miranda Neto regelmäßig an Prüfungen der Global Champions Tour teilnimmt und die Saison 2010 auf Rang 15 abschloss, war dies sein erster Sieg in einer Wertungsprüfung dieser Turnierserie.

Auf den zweiten Rang kam der ehemalige Weltranglistenerste Pius Schwizer. Schwizer, der für die Schweiz im Sport antritt, trat im Stechen als dritter und letzter Teilnehmer an. Ein Abwurf und eine langsamere Zeit als de Miranda Neto brachten Schwizer und seiner Stute Carlina Rang Zwei und 100.000 € Preisgeld ein. Auf Rang Drei folgt die gebürtige US-Amerikanerin und für Deutschland startende Meredith Michaels-Beerbaum mit ihrem bereits 18-jährigen Wallach Shutterfly.

Das Stechen knapp verpassten der Ire Denis Lynch und die Portugiesin Luciana Diniz. Die beiden in Deutschland lebenden Reiter hinderte ein Zeitfehler im ersten bzw. zweiten Umlauf an der Stechteilnahme.

Das CSI 5*-Turnier in Doha stellte für viele Pferde eine Herausforderung dar. Nach der Hallensaison, die noch bis zum Weltcupfinale Ende April läuft, waren die Prüfungen in Katar für Pferde und Reiter mit die ersten Parcours unter freiem Himmel, was mit deutlich längeren Galoppierstrecken als in der Halle verbunden ist. Zudem fanden die Prüfungen in Doha im Wüstenklima weitgehend unter Flutlicht statt. Dennoch kam es, bis auf den zweiten Umlauf des Großen Preises, kaum zu Runden mit hohen Fehlerzahlen, was auch auf das sehr starke Starterfeld zurückgeführt werden kann.

Die nächste Etappe der Global Champions Tour steht am 8. Mai 2011 in Valencia (Spanien) an.

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February 6, 2011

Palästinensische Autonomiebehörde wirft Al-Dschasira wegen der „Palästina-Papiere“ Fälschung vor

Palästinensische Autonomiebehörde wirft Al-Dschasira wegen der „Palästina-Papiere“ Fälschung vor

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Veröffentlicht: 01:02, 6. Feb. 2011 (CET)
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Ramallah (Palästinensische Autonomiegebiete) / Doha (Katar) / London (Vereinigtes Königreich), 06.02.2011 – Angeblich dem arabischen Nachrichtensender Al-Dschasira zugespielte Dokumente, die seit 23. Januar veröffentlicht werden, haben die Verärgerung der Palästinensischen Autonomiebehörde hervorgerufen. Die Berichte von Al-Dschasira und der britischen Zeitung The Guardian, die die Dokumente ebenfalls veröffentlichte, enthielten „Lügen und Halbwahrheiten“, erklärte der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat der im Jemen erscheinenden Zeitung Al-Ayyam. Man sei bereit, die Unterlagen des palästinensischen Ministeriums für die Verhandlungen mit Israel zu veröffentlichen, um zu beweisen, dass die Dokumente nicht echt seien. Aus Kreisen des Umfeldes von Abbas war zu hören, Al-Dschasira betreibe eine Schmierenkampagne.

Die rund 1.600 Dokumente sollen aus der Zeit von 1999 bis 2000 stammen. Einigen der Dokumente zufolge soll die palästinensische Seite alle israelischen Siedlungen in Ostjerusalem, mit Ausnahme von Har Choma, akzeptiert haben. Führende PLO-Mitgliieder hätten einen Tausch des Gebietes um Sheikh Jarrah gegen Land an anderer Stelle sowie eine gemeinsame Verwaltung des Tempelbergs angeboten. Am Streit um den Tempelberg waren im Jahr 2000 die Gespräche von Camp David gescheitert, weil der damalige PLO-Führer Jassir Arafat kategorisch abgelehnt hatte, dass die Palästinenser die Souveränität über das Gelände um Felsendom und Al-Aqsa-Moschee abgeben sollten.

Zu diesen Zugeständnissen soll es Ende 2008 nach der von US-Präsident George W. Bush initiierten Konferenz von Annapolis gekommen sein. Diese Gespräche wurden schließlich abgebrochen, weil es zu einem dreiwöchigen Krieg im Gazastreifen kam. Kurze Zeit später stürzte die Regierung unter Ehud Olmert wegen Korruptionsvorwürfen gegen den Ministerpräsidenten.

Die im Gazastreifen regierende Hamas und „Falken in der arabischen Welt“ werfen Palästinenserpräsident Mahmud Abbas schon lange zu große Nachgiebigkeit im Umgang mit Israel vor. Ihnen zufolge habe die palästinensische Regierung viel zu nachgiebig mit Israel verhandelt. Die Regierung Abbas′ zerstöre „die gerechte palästinensische Sache“. Die Enthüllungen gelten daher als schädlich für Abbas. „Diese Führung ist nicht ehrlich“, kommentierte Osama Hamdan für Hamas gegenüber Al-Dschasira. Hamas lehnt Verhandlungen mit Israel ab.

In Gaza-Stadt haben sich nach der Bekanntgabe des Inhaltes der Dokumente durch Al-Dschasira tausende von Anhängern der Hamas versammelt und gegen Mahmud Abbas demonstriert. Sie verbrannten Poster mit dessen Konterfei und bejubelten den Emir von Katar, dem der Nachrichtensender gehört. Der Hamasabgeordnete Salah Bardawil verlangte vor den Demonstranten, dass „diese Verräter und jeder, der eines unserer Rechte zum Gegenstand von Kompromissen macht“ vor Gericht gestellt werden sollte. Im Westjordanland wiederum gingen mehrere tausend Anhänger der Fatah auf die Straße. Hier wurden Bilder von Hamas-Funktionären verbrannt, es erklangen Sprechchöre gegen Al-Dschasira und zur Unterstützung des palästinensischen Präsidenten Abbas.

Doch auch auf israelischer Seite führten die Enthüllungen zu Kritik. Der rechtskonservative Außenminister Avigdor Lieberman kritisierte die Vorgängerregierung unter Ministerpräsident Ehud Olmert und Außenministerin Tzipi Liwni. „Selbst die Regierung der Linken von Olmert und Liwni haben es nicht geschafft, zu einem Friedensabkommen zu gelangen, trotz der vielen Zugeständnisse“, sagte Lieberman im israelischen Rundfunk.

Al-Dschasira hat nicht bekannt gegeben, auf welche Weise der Sender an die Dokumente gelangt ist. Der palästinensische Verhandlungsführer Saeb Erekat hat Frankreich, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten um Amtshilfe gebeten. Bei der Untersuchung, wo das Informationsleck entstanden sei, möchte man einen ehemaligen britischen Spion, einen amerikanischen Journalisten und einen französischen Staatsbürger befragen.

Weblinks

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Nahostkonflikt
  • Portal:Palästinensische Autonomiegebiete

Quellen

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February 15, 2010

US-Außenministerin Clinton sieht den Iran auf dem Weg in eine Militärdiktatur

US-Außenministerin Clinton sieht den Iran auf dem Weg in eine Militärdiktatur

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Veröffentlicht: 22:10, 15. Feb. 2010 (CET)
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Doha (Katar), 15.02.2010 – Zum Auftakt ihrer Nahostreise im Scheichtum Katar erklärte die Außenministerin der Vereinigten Staaten, Hillary Clinton, der Iran steuere auf eine Militärdiktatur zu. Zugleich plädierte Clinton für weitergehende Sanktionen gegen die islamische Republik. Als Hauptgefahr für das politische System des Iran bezeichnete Clinton den wachsenden Einfluss der so genannten Revolutionsgarden, die den Staat unterwandern würden.

Die islamischen Revolutionsgarden gelten als wichtigste Machtstütze des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadineschad. Bei den Revolutionsgarden oder -wächtern handelt es sich um eine 125.000 Mann starke Eliteeinheit, die innerhalb des Wirtschaftslebens des Iran stark verankert ist. Die Garden verfügen über ein Netz von Firmen, Banken und anderen Einrichtungen. Sie bilden auch die entscheidende Triebkraft hinter dem iranischen Atomprogramm. Die von den USA geplanten Sanktionen sollten sich daher speziell gegen die Machtbasis der Revolutionsgarden richten, so zum Beispiel gegen Unternehmen, die von ihnen kontrolliert werden wie Unternehmen der Energieversorgung, der Raketenproduktion und in der Telekommunikation.

Der Besuch Clintons in Katar ist Teil einer diplomatischen Offensive im Nahen Osten, bei der die Länder der Region für härtere Sanktionen gegen den Iran gewonnen werden sollen.

Themenverwandte Artikel

Quellen

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May 21, 2008

Libanon: Einigung zwischen Konfliktparteien – Weg frei zur Präsidentenwahl

Libanon: Einigung zwischen Konfliktparteien – Weg frei zur Präsidentenwahl

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Veröffentlicht: 23:44, 21. Mai 2008 (CEST)
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Doha (Katar) / Beirut (Libanon), 21.05.2008 – Nach 18 Monaten Stillstand haben sich in der katarischen Hauptstadt Doha Vertreter von Regierungskoalition und Opposition im libanesischen Parlament geeinigt, die Regierungskrise im Libanon zu beenden. Das Treffen in Doha, das fünf Tage andauerte, war durch Vermittlung der Arabischen Liga zustande gekommen. Das Ergebnis der zähen Verhandlungen sieht die Wahl von Michel Sulaiman zum libanesischen Staatspräsidenten noch in dieser Woche vor. Zuvor waren 19 angesetzte Wahltermine verstrichen, ohne dass sich das Parlament zu einem Wahlgang versammelt hatte. Das Amt war vakant geworden, nachdem die Amtszeit des früheren Präsidenten Émile Lahoud im November ausgelaufen war. Die Wahl ist für Sonntag, den 25. Mai 2008 angesetzt.

Regierung und Opposition hatten sich schon vor Monaten auf den derzeitigen Generalstabschef der libanesischen Armee Sulaiman als Kompromisskandidat geeinigt, konnten sich jedoch nicht über die Bedingungen einigen, nach denen die Opposition der Wahl Sulaimans zustimmt. Zwar reicht für die Präsidentenwahl die einfache Parlamentsmehrheit; für die Gültigkeit der Wahl ist es aber erforderlich, dass zwei Drittel der Mitglieder der libanesischen Nationalversammlung an der Wahl teilnehmen.

Im Rahmen der Übereinkunft, die durch das Eingreifen des Staatsoberhauptes des Emirates Scheich Hamas Bin-Khalifa al-Thani nach einem Treffen des Golfkooperationsrates in der Nacht zum Mittwoch herbeigeführt wurde, vereinbarten die zerstrittenen Seiten außerdem eine Änderung des Wahlgesetzes, um eine gleichmäßigere Verteilung der Parlamentssitze auf die offiziell zugelassenen Glaubensgemeinschaften zu ermöglichen und die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit, bei der die von Hisbollah geführte Opposition elf Ministerposten erhält (statt bisher sechs) und die prowestliche Koalition des 14. März 16 Kabinettsmitglieder stellt. Damit erhält die Opposition de facto ein Vetorecht, da nach der Verfassung das Kabinett nur beschlussfähig ist, wenn zwei Drittel seiner Mitglieder anwesend sind. Daran ändert sich auch nichts durch die Vereinbarung, dass nach der Wahl Sulaimans zum Präsidenten dieser drei weitere Kabinettsmitglieder nach seiner Wahl ernennt.

Die Einzelheiten waren durch den Minister für Post und Telekommunikation Marwan Hamadeh bekanntgegeben worden. Nach seinen gegenüber Associated Press geäußerten Worten gibt es aufgrund der Vereinbarungen keine Verlierer. „Libanon ist der Gewinner“, so Hamadeh.

In einer ersten Stellungnahme hat der französische Außenminister Bernard Kouchner die Einigung begrüßt. „Diese Wahl, die von Frankreich und seinen Partnern seit langem gefordert wurde, muss endlich das lang erwartete Zeichen setzen für die Rückkehr zu einem normalen Funktionieren der Institutionen des Landes“, sagte Kouchner. Nicolas Sarkozy bezeichnete die Einigung als „einen großen Erfolg für Libanon“. Der syrische Außenminister begrüßte ebenfalls die Einigung. „Libanons Sicherheit und Stabilität sind wichtig und entscheidend für die Sicherheit und Stabilität Syriens“, erklärte der Minister. Zustimmung signalisierten auch Saudi-Arabien, das die pro-westliche Regierung unterstützt, sowie Iran.

Die Arabische Liga hatte zu dem Treffen eingeladen, nachdem sich ein Streik am 6. Mai zu Straßenkämpfen in Westbeirut zwischen Schiiten auf der einen Seite und Sunniten andererseits ausgeweitet hatte. Im Verlauf der mehrtägigen bewaffneten Unruhen wurden mindestens 65 Personen getötet.

An dem Treffen nahmen neben dem sunnitischen Ministerpräsidenten Fuad Siniora auch Drusenführer Walid Dschumblat, der frühere maronitische Armeegeneral Michel Aoun und der schiitische Parlamentssprecher Nabih Berri teil. Der Verhandlungsführer von Hisbollah war Muhammad Raad. Generalsekretär Hassan Nasrallah nahm an den Gesprächen nicht teil.

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Quellen

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December 3, 2006

Katar unterstützt Palästinenser monatlich mit über 20 Millionen US-Dollar

Katar unterstützt Palästinenser monatlich mit über 20 Millionen US-Dollar

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Artikelstatus: Fertig 21:30, 3. Dez. 2006 (CET)
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Lage Katars am persischen Golf

Doha (Katar) / Ramallah (Palästinensische Autonomiegebiete), 03.12.2006 – Der palästinensische Ministerpräsident Ismail Haniyeh gab heute bekannt, dass Katar die Gehälter der 40.000 Mitarbeiter im Bildungssektor für die kommenden Monate übernehmen werde. Haniyeh sagte zu Reportern in Katars Hauptstadt Doha, dass dafür monatlich 22,5 Millionen US-Dollar bereit gestellt würden und die Finanzhilfe sofort anlaufe. Zusätzlich untersuche Doha, ob monatlich weitere sieben Millionen US-Dollar für das palästinensische Gesundheitswesen bezahlt werden könnten.

In zehn Tagen soll eine Delegation aus dem Golfstaat nach Palästina reisen und den Aufbau einer Bank diskutieren, die mit 50 Millionen US-Dollar ausgestattet werden soll. Später kommt noch einmal der gleiche Betrag dazu. Das bedeutet Entspannung für die derzeit finanziell angespannte Lage in den besetzten Gebieten, nachdem die Europäer ihre Gelder nach der Regierungsübernahme der radikal-islamischen Hamas gesperrt hatten.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas möchte die internationale Isolation seines Landes überwinden, sagte aber nicht, ob er die Hamasregierung auflösen werde, welche internationale Forderungen nach Gewaltverzicht und der Anerkennung Israels ablehnt. Die derzeit laufenden Verhandlungen zwischen Fatah und Hamas über die Bildung einer gemeinsamen Regierung der nationalen Einheit sind jedoch letzte Woche ins Stocken geraten.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Palästinensische Autonomiegebiete

Quellen

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July 26, 2006

WTO-Verhandlungen wurden ausgesetzt – Rückschlag für Entwicklungsländer

WTO-Verhandlungen wurden ausgesetzt – Rückschlag für Entwicklungsländer

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Artikelstatus: Fertig 13:47, 26. Jul. 2006 (CEST)
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Hier stand einmal ein Bild von Peter Mandelson, das von den Commons aus eingebunden wurde, dort aber gelöscht wurde.

Peter Mandelson kritisiert die Unnachgiebigkeit der US-Delegation

Doha (Katar), 26.07.2006 – Der Generaldirektor der Welthandelsorganisation (WTO), Pascal Lamy, hat am 24. Juli die WTO-Verhandlungen der Doha-Runde für gescheitert erklärt. Bis zuletzt hatten die Vertreter Indiens, Brasiliens, der EU, der USA, Japans und Australiens (G6) versucht, sich auf einen Kompromiss zu einigen. Ziel der seit November 2001 andauernden Gespräche war die Liberalisierung der Weltmärkte. Eine entsprechende Einigung hätte laut Medienberichten vor allem den ärmeren Staaten zu Gute kommen sollen. Der indische Handelsminister Kamal Nath deutete an, die Aussetzung der Gespräche könne Monate oder Jahre dauern. Von allen Verhandlungsbeteiligten wurde das Ergebnis als schwerwiegender Rückschlag bezeichnet. Pascal Lamy zeigte sich enttäuscht und sagte auf einer Pressekonferenz: „Wir haben eine sehr wichtige Möglichkeit verpasst, zu beweisen, dass Multilateralismus funktioniert. Entwicklungsländer haben diesen Abend das Gefühl von Frustration, Bedauern und Ungeduld einmütig zum Ausdruck gebracht.“

Strittige Punkte waren die Subventionierung der amerikanischen Landwirtschaft durch die US-Regierung und die europäischen Importzölle auf Agrarprodukte. Außerdem forderten die USA von Schwellen- und Entwicklungsländern wie Brasilien und Indien eine weitergehendere Öffnung ihrer Wirtschaftsmärkte.

Mitglieder der World Trade Organisation

„Wir haben auf der Autobahn die letzte Ausfahrt verpasst“, so kommentierte der EU-Handelskommissar Peter Mandelson den Ausgang des Verhandlungsmarathons. Er kritisierte die Position der Vereinigten Staaten scharf, die nicht bereit gewesen seien, einem Kompromiss zuzustimmen; der französische Handelsminister schloss sich der Kritik an der US-Regierung an. Demonstrativ lobte Mandelson die Zusammenarbeit mit den anderen Ländern. Zudem warnte er vor einer Schwächung der Welthandelsorganisation.

Der harte Kurs der amerikanischen Delegation unter der US-Handelsbeauftragten Susan Schwab wurde unterdessen von Kongressabgeordneten begrüßt.

Trotz der gescheiterten Verhandlungen bekräftigten alle G6-Mitglieder, weiterhin an einer Einigung interessiert zu sein und an dem multilateralen Handelssystem festzuhalten. Jedoch scheinen eine Schlichtung der Differenzen und eine Verständigung auf Eckpunkte schwierig, da das Verhandlungsmandat von US-Präsident George W. Bush, das ihm erlaubt, Verträge abzuschließen, die vom Kongress nur angenommen oder abgelehnt, nicht jedoch abgeändert werden dürfen, im Jahr 2007 ausläuft.

WEED (World Economy, Ecology & Development) und Attac begrüßten das Scheitern der Gespräche und bezeichneten die Verhandlungen als „Mogelpackung“. Den in der Doha-Runde vertretenen Staaten sei es nicht um die Bekämpfung der weltweiten Armut gegangen, sondern das vorrangige Ziel sei es gewesen, die Märkte von Dritte-Welt-Ländern zu öffnen, um die eigenen kapitalistischen Interessen zu verfolgen. Attac und WEED hoffen, dass das Ende der Gespräche nun die Ausgangslage für eine weltweite Handelspolitik bietet, die sich an der Umwelt, Entwicklung sowie Menschen- und Arbeitsrechten orientiert.

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April 24, 2006

Hamas distanziert sich von Bin Laden-Botschaft

Hamas distanziert sich von Bin Laden-Botschaft

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Artikelstatus: Fertig 21:42, 24. Apr. 2006 (CEST)
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Doha (Katar), 24.04.2006 – In einer Tonbandbotschaft des weltweit gesuchten Terroristen Osama bin Laden, die von dem arabischen Sender Aljazeera mit Sitz in Katar am Sonntag ausgestrahlt wurde, hatte der Al-Qaida-Führer die Entscheidung des Westens, die Hilfsgelder für die Autonomiebehörde der Palästinenser nach der Übernahme der Regierungsgeschäfte durch die Hamas zu streichen, als Beleg dafür zitiert, dass der Westen einen „Kreuzzug gegen den Islam“ führe. Diese Äußerung ist von der palästinensischen Organisation Hamas zurückgewiesen worden. Hamas-Sprecher Sami Abu Zuhri sagte, die Ideologie der Hamas sei eine vollständige andere als die Osama Bin Ladens.

Als weiteres Beispiel für den gegen den Islam gerichteten Kreuzzug des Westens nannte Bin Laden die in der sudanesischen Provinz Darfur entstandene Krise. Die Mudschahedin im Osten Afrikas und benachbarter arabischer Länder rief er dazu auf, sich auf einen langen Krieg gegen die „westlichen Kreuzzugsräuber“ im Westen Sudans einzustellen. Ahmed Hussein, Führer einer sudanesischen Rebellenarmee sagte: „Wir weisen diese Erklärungen kategorisch zurück.“ Bin Ladens Worte zeigten, dass er von den Realitäten in Darfur keine Kenntnis habe. Während Bin Laden seine amerikanisch-zionistischen Verschwörungstheorie verbreite, entstünden die wirklichen Probleme durch die Regierung in Khartoum, die eine moslemische Regierung ist, die andere Muslime tötet.

Auf die in Dänemark veröffentlichten Mohammed-Karikaturen ging Bin Laden ebenfalls ein. Er rief in seiner Ansprache zur Tötung der Zeichner auf. Ketzer und Atheisten, die gegen Gott und seinen Propheten vorgingen, könnten nur mit dem Tod gestoppt werden, sagte Bin Laden laut Reuters.

CNN zufolge sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Scott McClellan, die neue Botschaft Bin Ladens sei als echt einzustufen. Der demokratische Herausforderer bei den Präsidentschaftswahlen der USA, John Kerry, nahm die neueste Bin-Laden-Botschaft zum Anlass, den in letzter Zeit wiederholt laut gewordenen Rücktrittsforderungen gegenüber dem amerikanischen Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, eine erneute Rücktrittsforderung hinzufügen. Bei der Stürmung der Talibanfestung Tora Bora im Afghanistankrieg (Dezember 2001) habe eine zu geringe Anzahl von US-Soldaten dazu geführt, dass der meist gesuchte Terrorist der Welt entkommen konnte.

Die letzte Botschaft Bin Ladens liegt mehr als drei Monate zurück.

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December 7, 2005

Verwirrung um Video-Ausstrahlung von Al-Dschasira

Verwirrung um Video-Ausstrahlung von Al-Dschasira

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Doha (Katar), 07.12.2005 – Um die Video-Ausstrahlung des arabischen Fernsehsenders Al-Dschasira gab es seit heute Nachmittag unter den Medien Verwirrung. Der Sender zeigte eine Botschaft von Al-Qaida, in der Aiman az-Zawahiri, der Stellvertreter Osama bin Ladens, unter anderem zu Anschlägen auf die Ölpipelines aufrief.

Alle wichtigen Medien interpretierten das Video als neu und meldeten sinngemäß: „Osama bin Laden lebt.“ Dabei handelte es sich jedoch um ein altes Band. Ahmed Scheich, der Chef-Redakteur des Senders, entschuldigte sich für die Panne und bestätigte eine vormalige Ausstrahlung eines anderen Teils des Bandes am 19. September.

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Osama bin Laden nach Angaben von Al-Qaida angeblich am Leben

Filed under: Al-Qaida,Artikelstatus: Fertig,Doha,Themenportal Asien — admin @ 5:00 am

Osama bin Laden nach Angaben von Al-Qaida angeblich am Leben

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Artikelstatus: Fertig 22:12, 7. Dez. 2005 (CET)
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Doha (Katar), 07.12.2005 – Aus einer Videobotschaft der Terrororgansiation Al-Qaida ist indirekt die Behauptung zu entnehmen, dass Osama bin Laden noch am Leben ist. Das Band wurde heute morgen vom arabischen TV-Sender Al-Dschasira ausgestrahlt, auf dem der Terrorist und Stellvertreter von Bin Laden Aiman az-Zawahiri zu sehen und zu hören ist. Dort führt er unteren anderem aus, dass Osama bin Laden den „Heiligen Krieg“ weiter anführen würde.

Der Nachrichtensender n-tv zitiert Zawahiri auf seiner Internetseite weiter mit den Worten: „Ich rufe die Gotteskrieger auf, sich bei ihren Aktionen auf das gestohlen Öl zu konzentrieren, denn die Gewinne kommen größtenteils den Feinden des Islam zu Gute. Deshalb sollt ihr es nicht den Plünderern überlassen, die unsere Länder regieren.“

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