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March 1, 2006

Geringe Veränderungen im Sicherheitsranking der 50 größten Fluggesellschaften

Geringe Veränderungen im Sicherheitsranking der 50 größten Fluggesellschaften

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Artikelstatus: Fertig 15:29, 1. Mrz. 2006 (CET)
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Hamburg (Deutschland), 01.03.2006 – Der neueste Sicherheitsbericht des Hamburger „Jet Airliners Crashes Evaluation Centres“ (J.A.C.D.E.C.) vom Februar 2006 wurde in der Märzausgabe des Fliegermagazins „Aero International“ veröffentlicht. In Flugkreisen ist der jährlich erscheinende Bericht des deutschen Flugunfall-Untersuchungsbüros unter der Bezeichnung „JACDEC-Safety-Ranking“ bekannt und gilt für die Zivilluftfahrt. Nicht berücksichtigt sind Flüge mit Militärmaschinen, Charter- und Frachtmaschinen sowie Flüge von Regionalfluglinien.

Für die Analyse werden die jeweils 50 größten Fluggesellschaften weltweit herangezogen. Berücksichtigt wurde der zurückliegende Zeitraum vom 1. Januar 1973 bis einschließlich 31. Dezember 2005. In dem Bericht werden nur Flüge von Zivilmaschinen erfasst, die zum Zeitpunkt des Unfalls zahlende Passagiere an Bord hatten. Der neueste Bericht weist relativ wenige Veränderungen im Vergleich zum vorangehenden Bericht auf. Daraus kann der Schluss gezogen werden, dass sich mit Maschinen der 50 größten Fluggesellschaften nur wenige Flugunfälle ereignet haben. Angegeben werden die Rankingzahlen nicht in ganzen Zahlen, sondern mit zwei Nachkommastellen. Das kommt daher, dass sich die Zahlen aus mehreren Faktoren errechnen. So wird eine Zahl errechnet, die neben der Flugleistung in Kilometern beziehungsweise Meilen die Anzahl der Passagiere an Bord sowie die Anzahl der Toten an Bord berücksichtigt. Tote, die sich nicht an Bord befanden, sondern in Häusern oder auf Straßen, werden nicht berücksichtigt. Ebenfalls nicht berücksichtigt sind verletzte Personen an Bord.

Boeing 747 der Qantas Airways

Spitzenreiter des Rankingberichtes ist wie in den Vorjahren die australische Qantas Airways. Sie besitzt eine der modernsten Flotten in der Zivilluftfahrt. Ihre Maschinen weisen ein Durchschnittsalter von sieben Jahren auf. Zu einer der sichersten Fluggesellschaften Deutschlands zählt die 1979 gegründete Air Berlin. Sie landete mit einer Unfallrate von 0,00 auf dem sechsten von 50 Plätzen. Vor ihr liegen neben der Qantas Airways noch die Finnair, Cathay Pacific, EL AL und All Nippon Airways. Auch sie haben eine Unfallrate von 0,00, sind aber schon länger im Flugbetrieb als die Berliner Fluggesellschaft und kommen daher auf einen besseren Rankingplatz. Die Deutsche Lufthansa ist in der Rankingliste auf Platz 18 zu finden. Seit Beginn der Analysen hat die Lufthansa 61 Tote zu verzeichnen.

Gleich dahinter auf Platz 19 liegt die österreichische Fluglinie Austrian Airlines (AUA). Sie lag in den vorhergehenden Rankingberichten auf einem Spitzenplatz, den sie jedoch nicht halten konnte. Schuld daran war die Notlandung einer AUA-Fokker 70, ausgelöst durch einen Triebwerkschaden. Die Notlandung erfolgte Anfang Januar 2004 zwei Kilometer vom Münchener Flughafen entfernt auf einem Feld und forderte einige Leichtverletzte.

Das „JACDEC-Safety-Ranking“ berücksichtigt ausschließlich die erfolgten Flugunfälle. Nicht zur Beurteilung herangezogen werden die Schuldfragen bei den Unfällen. Daher kann laut JACDEC kein Schluss gezogen werden, ob die Fluggesellschaften auch weiterhin zuverlässig sein werden. Das Ranking bezieht sich ausschließlich auf die Vergangenheit.

So meldete sich zum Beispiel nach Erscheinen der neuesten Analyse ein Sprecher der AUA zu Wort und wies auf das Ergebnis der Schuldfrage im Abschlussbericht der deutschen Flugunfallkommission hin. Demnach war nach Ansicht der Österreicher weder die AUA noch der Pilot für die Notlandung verantwortlich. Die Untersuchung hätte ergeben, dass sich die Maschine vor Beginn des Fluges technisch in einem einwandfreien Zustand befunden habe. Dank des souveränen Verhaltens des Piloten sei kein größerer Schaden entstanden. Die AUA zählt sich trotz Platz 19 weiterhin zu den sichersten Fluglinien der Welt, schließlich gab es in der über 40-jährigen Geschichte der AUA keinen einzigen Todesfall.

Dass die Veränderungen im Sicherheitsranking relativ gering ausgefallen sind, liegt daran, dass bei den 50 größten Fluggesellschaften nur wenige Todesopfer zu beklagen sind. Zwar hat sich Zahl der Toten im zivilen Flugverkehr von 2004 auf 2005 mehr als verdoppelt, aber von schweren Unfällen betroffen waren 2005 überwiegend kleinere Fluggesellschaften. 2004 gab es 516 Tote, 2005 waren 1.054 zu beklagen.

Folgende im Sicherheitsranking enthaltenen Fluggesellschaften weisen eine Unfallrate von 0,00 auf (alphabetische Sortierung):

  • Air Berlin
  • All Nippon Airways
  • Cathay Pacific
  • Easyjet
  • El Al
  • Emirates
  • Eva Air
  • Jet Blue Airways
  • Qantas Airways
  • Ryanair
  • Virgin Atlantic Airways

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Luftfahrt

Quellen

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September 24, 2005

Notlandung des Airbus womöglich wegen eines Konstruktionsfehlers

Notlandung des Airbus womöglich wegen eines Konstruktionsfehlers

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Artikelstatus: Fertig 09:41, 24. Sep. 2005 (CEST)
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Landung des Jet-Blue-Airbuss

Los Angeles (USA), 24.09.2005 – Einen Tag nach der Notlandung des A 320 der Billigfluglinie „jetBlue“ wurden weitere Zwischenfälle mit diesem Flugzeugtyp bekannt. Der Chef der Nationalen Verkehrssicherheitsbehörde, Howard Plagens, sagte gestern, es habe bereits in den vergangenen Jahren zwischen drei und sechs technische Defekte ähnlicher Art an diesen Flugzeugen gegeben.

Plagens ist auch der Chef der Kommission, die die gestrige Notlandung des Airbus untersucht. Seinen Angaben zufolge sind bereits mehrmals Probleme speziell mit dem Bugfahrwerk dieses Airbustyps aufgetreten.

Den Defekt am Bugfahrwerk hatten die Piloten festgestellt, als sie nach dem Start die vorderen Räder nicht einwandfrei einfahren konnten. Die Reifen standen im 90-Grad-Winkel quer und fingen bei der Notlandung Feuer. Der ganze Vorgang wurde dabei live im US-Fernsehen übertragen.

US-Zeitungen hatten dann auch in ihren heutigen Ausgaben nähere Details zu den aufgetreten Problemen beschrieben. So seien die Defekte an den Fahrwerken auf Wartungsarbeiten zurückzuführen, die mit dem hydraulischen Steuerungssystem zusammenhingen. Bereits im Jahr 2002 ereigneten sich zwei Vorfälle, bei denen ein Airbus der United Airlines notlandete.

Fragen an Airbus bezüglich der Häufung dieser Vorfälle wich der Flugzeughersteller zunächst aus. Ein Airbus-Sprecher äußerte sich dann doch gegenüber dem Online-Magazin „Der Spiegel“: „Wir können noch nicht sagen, ob der aktuelle Vorfall etwas mit vorherigen Ereignissen zu tun hat.“ Gestern hatte Airbus ein Team von Technikern nach Los Angeles zur Klärung der Schadensursache entsandt. Airbus betonte, dies sei nichts Außergewöhnliches, sondern bei jedem Vorfall mit einem ihrer Flugzeuge so üblich.

Ein weiterer Bericht in den US-Medien kam von der Tageszeitung „LA Times“. Sie verwies auf eine Studie aus Kanada, aus der hervorgeht, dass in den letzten fünfzehn Jahren 67 Zwischenfälle mit einem Airbus aus der A320er-Gruppe aufgetreten seien.

Als grundsätzliches Problem bezüglich der Flugsicherheit der Maschinen bezeichnete Plagens die Vorfälle nicht. Als Begründung gab er an, solche Vorkommnisse gäbe es auch mit Flugzeugen anderer Hersteller. Es wäre wegen solch eines Vorfalles auch noch nie ein Flugverbot für einen Airbus erlassen worden. Sehr wohl werde die Kommission während der kommenden Ermittlungen die bisherigen Schadensfälle mit Bugfahrwerken näher in Betracht ziehen. Sollten sich dann durchgehende Ursachen herauskristallisieren, versprach Plagens zu handeln.

Themenverwandte Artikel

  • US-Fernsehen berichtete live über die Notlandung eines Jet-Blue-Airbusses (23.09.2005)
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Quellen

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September 23, 2005

US-Fernsehen berichtete live über die Notlandung eines Jet-Blue-Airbusses

US-Fernsehen berichtete live über die Notlandung eines Jet-Blue-Airbusses

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Artikelstatus: Fertig 11:03, 23. Sep. 2005 (CEST)
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Siehe dazu die Richtigstellung


Landung des Jet-Blue-Airbus

Los Angeles (USA), 23.09.2005 – In den USA wurde gestern die Notlandung eines Passagierflugzeuges mit 139 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern an Bord erstmals live im Fernsehen übertragen.

Die Maschine, ein Airbus A 320 der US-amerikanischen Billigfluglinie „jetBlue“ mit dem Namen „Canyon Blue“ und der Flugnummer 292, befand sich auf dem Weg von Burbank in Kalifornien und sollte in New York landen.

Kurz nach dem Start bemerkte der Pilot einen Defekt am Bugfahrwerk, das vordere Fahrwerk inklusive der Reifen hatte sich seitlich verdreht. Der Pilot entschloss sich zur Notlandung. Die Luftsicherheitseinsatzkräfte wählten dazu den Flughafen in Los Angeles (LAX) aus. Dort existiert eine wesentlich längere Landebahn als in Burbank.

Nach der Genehmigung zur Notlandung durch die Luftsicherung bereitete der Pilot den Landevorgang sorgfältig vor. Mit einem Zusammenbrechen des defekten Bugrades musste er rechnen, andererseits war das Hauptfahrwerk intakt. Zunächst nahm der Pilot Kurs auf den Pazifik. Dort ließ er über dem Meer Kerosin ab, damit die Maschine beim Aufsetzen möglichst wenig Treibstoff an Bord hatte, das sich entzünden könnte. Am vorgesehenen Flughafen in Los Angeles bereiteten sich inzwischen Sanitäter und rund 100 Feuerwehrleute auf die Notlandung vor.

Während der Landevorbereitungen sahen die Passagiere über den Bord-TV-Sender einen Live-Bericht im amerikanischen Fernsehen, in dem über die bevorstehende Notlandung berichtet wurde. Auch der Landevorgang selbst wurde im Fernsehen übertragen, den Passagieren an Bord wurde jedoch wenige Minuten vor der Landung der Sender abgestellt.

Die Maschine setzte dann trotz des defekten Bugrades um 03:20 Uhr MESZ sicher auf der Landebahn auf. Das defekte Bugrad fing noch während des Landevorganges Feuer und ein Funkenregen sprühte unter der Maschine auf, es brach jedoch entgegen den Befürchtungen nicht zusammen. Glücklicherweise sprangen die Funken nicht von den Reifen auf die Maschine über. Die Passagiere konnten das Flugzeug über die regulären Treppen verlassen. Verletzt wurde niemand. Alle Passagiere wurden mit anderen Maschinen weitertransportiert.

Flugexperten bezeichneten die Landung des Piloten als Meisterleistung. Er hatte die Maschine während des Landevorganges mit dem vorderen Teil solange wie nur möglich in der Luft gehalten, um so wenig Druck wie möglich auf den defekten Reifen zu haben. Nach der geglückten Notlandung wurde eine Ermittlungskommission gegründet, die die Ursachen für das Verdrehen der Bugreifen eruieren soll. Die Kommission setzt sich aus der Federal Aviation Administration (FAA), dem National Transportation Safety Board und Vertretern von Airbus zusammen. Airbus gab noch am gleichen Tag bekannt, die Baureihe A 320 sei so gebaut worden, dass sie auch landen könne, wenn das Bugfahrwerk defekt sei. Die Fluglinie „jetBlue“ besitzt insgesamt 81 Flugzeuge des Typs A 320.

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