WikiNews de

October 2, 2012

Demonstration und Aktionsaufruf Umfairteilen 2012

Demonstration und Aktionsaufruf Umfairteilen 2012

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 12:36, 2. Okt. 2012 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Aktivist mit einem Warenkorb für Hartz-IV-Empfänger: Wieviel können Sie für Bildung ausgeben (Aktionstag UMfairTeilen – Reichtum besteuern, 2012)

Berlin (Deutschland), 02.10.2012 – In mehr als 40 Städten forderten am Samstag 40.000 Teilnehmer der Demonstration „Umfairteilen“ die Einführung von Vermögens- und Finanztransaktionssteuer (bzw. einer „Reichensteuer“). Zu der Demonstration hatten Gewerkschaften, Parteien, Wohlfahrtsverbände, Hilfswerke und Initiativen aufgerufen, darunter auch Attac, die Occupy Bewegung, der Appell für eine Vermögensabgabe und die Initiative „Vermögensteuer jetzt!“.

Bühne der Demonstration in Hannover

Der Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion, Dr. Gregor Gysi, sagte am Donnerstag im Bundestag: „Sie machen sich hier Sorgen um die Reichen; das ist überhaupt nicht auszuhalten. … Die Reichen- und Vermögenssteuern liegen EU-weit bei 2,1 Prozent. Übrigens in Großbritannien bei 4,2 Prozent, in Frankreich bei 3,4 Prozent, in Deutschland nur bei 0,9 Prozent; das ist die Realität. Selbst in den USA liegen diese Steuern bei 3,3 Prozent.“

Der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Ulrich Schneider, kommentierte in Köln: „Die überwältigende Resonanz auf unseren Aufruf zeigt, dass die Sorge um die Zukunft unseres Sozialstaats und die Einsicht in die Notwendigkeit einer wieder gerechten und solidarischen Steuerpolitik endlich in der Mitte der Bevölkerung angekommen sind. Mit dem heutigen Tage steht fest, dass die Verteilungspolitik in Deutschland im Wahlkampf 2013 ein zentrales Thema sein wird.“

Der Vorsitzende der Gewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, sagte in Frankfurt: „Rund 30 Jahre Neoliberalismus mit der Deregulierung unter anderem von Finanz- und Arbeitsmärkten haben die Kluft zwischen Arm und Reich vergrößert. In der Wirtschafts- und Finanzkrise haben die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler die Rettungsschirme bezahlt und damit die Vermögen der Reichen überhaupt erst gesichert. Es ist an der Zeit, dass diejenigen, die davon profitiert haben, jetzt auch ihren Beitrag leisten. Es müssen diejenigen für die Krise zahlen, die es sich am ehesten leisten können, und nicht die Schwächsten.“

Uwe Grund, der Vorsitzende des DGB Hamburg bemerkte, dass die vermögensstärksten zehn Prozent der Haushalte über 53 Prozent des gesamten Reichtums verfügten, aber die untere Hälfte der Bevölkerung dagegen nichts hätte. Jürgen Trittin, der Fraktionschef der Grünen, bezeichnete es als eine schreiende Ungerechtigkeit, wenn Kitas, Schulen, Polizisten und Lehrer unter den Folgen der Krise litten, aber die privaten Vermögen verschont blieben.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

October 16, 2005

„PRO-Sozial-Förderpreis 2005“ geht an das „Senioren Mentoring-Projekt“

„PRO-Sozial-Förderpreis 2005“ geht an das „Senioren Mentoring-Projekt“

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Euskirchen (Deutschland), 16.10.2005 – Der „PRO-Sozial-Förderpreis 2005“, ausgeschrieben vom Verlag PRO Sozial, wurde an ein Projekt der Arbeiterwohlfahrt (AWO) im Kreis Euskirchen verliehen. Der mit 2.000 Euro dotierte Preis würdigt das „Senioren Mentoring-Projekt“, das Jugendlichen zum Beginn des Berufslebens ältere Menschen als Mentoren zur Seite stellt. Die Jugendlichen sollen von den berufserfahrenen Erwachsenen – ehemalige Personalchefs, Ingenieure, Geschäftsführer, Büroleiter, Handwerksmeister und Pädagogen – beim Weg in den Beruf unterstützt und beraten werden. Insgesamt 51 jugendliche „Problemfälle“ werden im Moment durch das Projekt betreut.

Quelle

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

October 5, 2005

Jena: Kritik am Beschluss zur Schließung des Jugendzentrums Eastside

Filed under: AWO,Jena,Themenportal Europa — admin @ 5:00 am

Jena: Kritik am Beschluss zur Schließung des Jugendzentrums Eastside

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche

Jena (Deutschland), 05.10.2005 – Die Mitglieder der AG Jugendarbeit in Jena kritisierten den Beschluss des Geschäftsführers der AWO Frank Albrecht, das Jugendzentrum „Eastside“ in Jena-Ost zu schließen. Die freien Träger der Jugendarbeit in Jena kritisierten, dass auch anderen Einrichtungen das Geld gekürzt wurde und nicht nur von der Stadt Geld für die Projekte zu erwarten seien. Albrecht hingegen sagte, „als Geschäftsführer der AWO muss ich meine wirtschaftliche Verantwortung für unsere gemeinnützige Organisation wahr nehmen.“ Er sieht das Risiko für die weitere Betreibung des Jugendzentrums jedoch zu hoch. Er betonte auch noch einmal, dass es ihm lieber gewesen wäre, wenn man die Fachmeinung des Jugendamtes umgesetzt hätte. Jedoch haben auch die Vertreter der AG, welche er als befangen bezeichnete, für den Vorschlag von Ralf Kleist gestimmt.

Themenverwandte Artikel

  • Jugendzentrum Eastside wird geschlossen, „Junge Gemeinde Stadtmitte“ bekommt mehr Geld als geplant (30.09.2005)

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

September 30, 2005

Jugendzentrum Eastside wird geschlossen, „Junge Gemeinde Stadtmitte“ bekommt mehr Geld als geplant

Filed under: AWO,Jena,Themenportal Europa,Wikinews:Originalbericht — admin @ 5:00 am

Jugendzentrum Eastside wird geschlossen, „Junge Gemeinde Stadtmitte“ bekommt mehr Geld als geplant

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche

Jena (Deutschland), 30.09.2005 – Am Mittwochabend wurde die Verteilung eines Sockelbetrages für die Jenaer Jugendarbeit vom Jugendhilfeausschuss beschlossen. Der Sockelbetrag soll eine finanzielle Unterstützung für die Jugendarbeit unabhängig von sonstigen möglichen Zuschüssen in dem Zeitraum 2006-2008 in Höhe von 860.000 Euro sein.

Für die Verteilung wurde vom Jugendamt ein Schlüssel vorgelegt, der von der CDU, der FDP und der SPD favorisiert wurde. Jedoch wurde eine Alternativliste von Ralf Kleist (Bürger für Jena) durch die PDS und die Grünen mit acht zu sechs Stimmen durchgesetzt. Laut dieser Liste ist es nun aber der Arbeiterwohlfahrt (AWO) nicht mehr möglich das Jugendzentrum „Eastside“ im Stadtteil Jena-Ost zu betreiben. Damit, so der AWO-Sprecher, fiel die Jugendarbeit in Jena-Ost und Jena-Nord weg, wobei diese Stadtteile die höchste Zuwachsrate an Jugendlichen hat.

Auf Unverständnis in der Bevölkerung stieß die Erhöhung des Beitrags gegenüber dem Schlüssel des Jugendamtes für die „Junge Gemeinde Stadtmitte“. Die Gemeinde ist im Jenaer Stadtzentrum angesiedelt und fiel immer wieder unangenehm durch Aktionen oder das Herumlümmeln von Jugendlichen in den Eingangsbereichen der Geschäfte in der unmittelbaren Umgebung auf. Auch Eltern beschwerten sich, dass Jugendliche erst durch die „Junge Gemeinde“ in das Milieu der Straßenkinder abstürzten. Andererseits wird immer wieder bekräftigt, dass die „Junge Gemeinde“ bisher der einzige Anlaufpunkt für die Gruppe der Jugendlichen wäre.

Trotz der Erhöhung für die „Junge Gemeinde“ ist diese trotzdem nicht erfreut, da immer noch eine Kürzung um 60.000 Euro besteht.

In der kommenden Woche soll noch einmal die Verteilung Thema im Stadtrat werden, da die Minderbeteiligung für das „Eastside“ und für die Sportkoordinatoren unberechtigt erscheinen. Gerade die Sportkoordinatoren betreuen im Jahr bis zu 7.000 Kinder.

Quellen

Originäre Berichterstattung
Plume ombre.png
Dieser Artikel enthält Journalismus aus erster Hand. Siehe auch die Diskussionsseite für Details.

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.