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November 18, 2012

Morgen ist Welttoilettentag 2012

Morgen ist Welttoilettentag 2012 – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Morgen ist Welttoilettentag 2012

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Veröffentlicht: 16:02, 18. Nov. 2012 (CET)
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Toilette

Singapur (Singapur), 18.11.2012 – Der 19. November ist der Welttoilettentag. Im Jahr 2001 wurde er erstmals von der Welttoilettenorganisation ausgerufen. Der Tag soll eine Mahnung sein: Es fehlen hygienische Sanitäreinrichtungen für mehr als 37 Prozent der Weltbevölkerung, das sind rund 2,6 Milliarden Menschen.

Auch dieses Jahr wird es einen WC-Gipfel geben; er findet im südafrikanischen Durban statt. Im Jahr 2006 fand er in Bangkok unter dem Motto „Happy toilet, healthy life“ statt. Die Folgen der Mangelversorgung, besonders in den Entwicklungsländern, sind gravierend: 7,5 Millionen Menschen sterben jährlich an Durchfallerkrankungen, vor allem Kinder unter fünf Jahren. Besonders schlecht sieht es in den weltweit bestehenden Flüchtlingslagern aus, in denen sich Millionen Menschen aufhalten, die vor Krieg, Naturkatastrophen oder aus politischen Gründen geflohen sind.

Die am weitesten entwickelte Kultur in Sachen menschlicher Bedürfnisse scheint bei den Japanern vorzuherrschen. Die blankgewienerten öffentlichen Toiletten können kostenlos benutzt werden, das gilt auch für die Sanitärräume in Gaststätten, Bahnhöfen und Einkaufszentren. Viele davon sind Luxustoiletten mit beheizter Klobrille und diversen Zusatzfunktionen, so auch eine künstliche Geräuschkulisse zum Übertönen der menschlich erzeugten Geräusche.

Die „German Toilet Organization“ ruft am Welttoilettentag zu einem bundesweiten Schülerwettbewerb zur Verbesserung von Schultoiletten und Waschräumen auf.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Unplanmäßige Landung eines Lufthansa-Jumbos wegen defekter Toilette (21.11.2006)
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Quellen[Bearbeiten]

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July 14, 2011

Pyeongchang richtet Olympische Winterspiele 2018 aus

Pyeongchang richtet Olympische Winterspiele 2018 aus

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Veröffentlicht: 11:01, 14. Jul. 2011 (CEST)
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So sieht das Skigebiet von Pyeongchang aus.

Durban (Südafrika) / Pyeongchang (Südkorea), 14.07.2011 – Die Olympischen Winterspiele 2018 finden im südkoreanischen Pyeongchang statt, dies entschied am Nachmittag des 6. Juli 2011 das Internationale Olympische Komitee (IOC) in Durban. Pyeongchang setzte sich per Abstimmung gegen die Mitbewerber Annecy in Frankreich und gegen München durch.

Termin für die Austragung ist der 9. bis 25. Februar 2018. Die Paralympics finden vom 9. bis 18. März statt. Südkorea wird die Spiele unter dem Motto „Neue Horizonte“ austragen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Olympische Winterspiele

Quellen

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July 5, 2010

Fußball-WM: Achtelfinale ohne Frankreich und Südafrika

Fußball-WM: Achtelfinale ohne Frankreich und Südafrika

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Veröffentlicht: 12:16, 5. Jul. 2010 (CEST)
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Rustenburg / Bloemfontein / Polokwane / Durban (Südafrika), 05.07.2010 – Die letzte Runde der Gruppenspiele hat begonnen. In der Gruppe besiegelte das 2:1 des Gastgebers Südafrika gegen Frankreich zwar das Ende der „Bleus“ bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2010, bedeutete allerdings auch das Ausscheiden des Gastgebers aufgrund des gegenüber Mexiko schlechteren Torverhältnisses. Mexiko unterlag im letzten Gruppenspiel Uruguay mit 1:0. In der Gruppe B blieb Argentinien weiterhin ohne Punktverlust und siegte gegen Griechenland mit 2:0. Das Spiel zwischen Südkorea und Nigeria endete unentschieden. Ins Achtelfinale zogen Argentinien und Südkorea ein.

Frankreich – Südafrika
1:2 (0:2)

Die Ausgangslage der Franzosen und der Südafrikaner vor dem letzten Gruppenspiel war praktisch gleich: ein eigener hoher Sieg musste her, und das Spiel Mexiko gegen Uruguay durfte nicht unentschieden enden. Dementsprechend gespannt waren die 39.415 Zuschauer im Free-State-Stadion von Bloemfontein, die das von Schiedsrichter Oscar Julián Ruiz aus Kolumbien geleitete Spiel verfolgten. Der Schiedsrichter vergab eine Gelbe Karte für einen französischen Spieler und stellte in der 26. Minute den Franzosen Yoann Gourcuff nach einer Ellenbogeneinlage wegen wiederholten Foulspiels vom Platz, wobei dieser Platzverweis eine harte Entscheidung war und zum Gesamtbild der Schiedsrichterleistungen bei dieser Weltmeisterschaft passte.

Die Franzosen bestätigten auch auf dem Platz den miserablen Eindruck, den die Truppe bei dieser Weltmeisterschaft hinterlassen hatte. Genauso miserabel war die Torhüterleistung, die zum Führungstor für die Südafrikaner führte. Einen von Mittelfeldspieler Siphiwe Tshabalala ausgeführten Eckball in der 20. Minute schätzte Torhüter Hugo Lloris falsch ein, weshalb er viel zu niedrig war, um den Ball abzuwehren. Der flog direkt auf Abwehrspieler Bongani Khumalo, der den Ball mühelos mit Schulter und Kopf ins Tor schob. Das französische Team war ohne den vom Verband suspendierten Patrice Evra aufgelaufen, doch agierte es desorientiert, sodass das 2:0 in der 37. Minute durch den frei vor dem leeren französischen Tor stehenden Angreifer Katlego Mphela kaum überraschte.

Nach der Halbzeitpause hatte Mhela in der 58. und in der 62. Minute zwei Großchancen auf weitere Tore – hätte er sie beide verwerten können, wäre Südafrika dank der besseren Tordifferenz zu diesem Zeitpunkt weitergekommen. Carlos Alberto Parreira, der das südafrikanische Team trainierte, nahm in der 65. Minute Bernard Parker vom Platz und brachte Siyabonga Nomvethe. Doch in der 70. Minute beendete der von Trainer Raymond Domenech erst zur Pause eingewechselte Florent Malouda die südafrikanischen Hoffnungen, als er bei einem französischen Konter ein Zuspiel von Bayernspieler Franck Ribéry ins Tor lenkte.

Die Südafrikaner benötigten nun drei weitere Tore, glaubten wohl selbst nicht mehr daran, das Ergebnis ausreichend verbessern zu können, zumal im parallel laufenden Spiel Uruguay gegen Mexiko Uruguay sich nicht deutlich gegen die Nordamerikaner durchsetzen konnte. Es blieb beim 2:1 und damit beim Ausscheiden der Gastgeber in der Vorrunde – zum ersten Mal bei einer Fußball-Weltmeisterschaft. Die Franzosen schlossen mit der zweiten Niederlage im dritten Gruppenspiel und einem schmeichelhaften Unentschieden ohne Tore gegen Uruguay eine für die „Équipe Tricolore“ blamable Fußballweltmeisterschaft ab, in der das Team vor allem die Unterstützung durch die Anhänger der Mannschaft verloren hat.

Abschlusstabelle der Gruppe A
Rang Land Tore Punkte
1 Uruguay Uruguay 4:0 7
2 Mexiko Mexiko 3:2 4
3 Südafrika Südafrika 3:5 4
4 Frankreich Frankreich 1:4 1
Mexiko – Uruguay
0:1 (0:1)

Ein Unentschieden hätte für beide Mannschaften gereicht, um das Achtelfinale zu erreichen. Schließlich setzten sich die Südamerikaner knapp gegen Mexiko durch. Mexiko reichte die Niederlage dennoch für ein Weiterkommen, da die Nordamerikaner ein besseres Torverhältnis aufweisen konnten, als die Gastgeber aus Südafrika, die zeitgleich gegen die Franzosen siegten. Die vom ungarischen Schiedsrichter Viktor Kassai geleitete Begegnung, in der es zwei Gelbe Karten für Spieler aus Mexiko und eine für einen Uruguayer gab, verfolgten im Royal-Bafokeng-Stadion in Rustenburg 33.425 Zuschauer.

Auch wenn das Spiel Mexiko – Uruguay mit dem gleichen Ergebnis endete wie bei der Weltmeisterschaft 1982 beim als Nichtangriffspakts von Gijón in die WM-Geschichte eingegangenen Spiel zwischen Österreich und Deutschland, war es kein Hin- und Hergeschiebe des Balles im Mittelfeld. Eigentlich hätte beiden Mannschaften ein Unentschieden gereicht, doch drängten beide Mannschaften auf den Gruppensieg, wollte man doch nicht im Achtelfinale auf Argentinien treffen, dem sicheren Gruppensieger in der Gruppe B – an einen Sieg Griechenlands gegen Argentinien glaubte wohl niemand.

Die erste Tormöglichkeit hatte nur wenige Sekunden nach dem Anpfiff der momentan vereinslose Guillermo Franco, der es mit einem Fernschuss aus 30 Metern versuchte. Ähnlich erfolglos war auf der Gegenseite der bei Benfica Lissabonn spielende Maximiliano Pereira. Nach einem schweren Patzer des mexikanischen Abwehrspielers Héctor Moreno gelangte in der sechsten Minute Luis Suárez an den Ball, schoss halbrechts freistehend jedoch am Tor vorbei. In der 18. Minute ging der Kopfball des in Chile spielenden Mauricio Victorino über das Tor der Mexikaner. Drei Minuten später konnte Mittelfeldspieler Álvaro Pereira eine Chance der Südamerikaner nicht nutzen. Kurz darauf, in der 22. Minute, setzte der in der spanischen Liga spielende Mexikaner Andrés Guardado seinen Schuss aus 25 Metern Torentfernung nur an die Unterlatte.

Nach dem 1:0 durch Südafrika im zeitgleich stattfindenden Spiel gegen Frankreich wählten beide Mannschaften ein vorsichtigeres Vorgehen, das noch vorsichtiger wurde, als der zweite Treffer der Südafrikaner bekannt wurde. Zwei Minuten vor der Pause konnte Suárez eine Hereingabe des bei US Palermo spielenden Edinson Cavani aus sechs Metern mit dem Kopf ins Tor befördern. Es stand 1:0 für Uruguay und anbetracht des Spielstandes im Fernduell mit Südafrika konzentrierten sich die Mexikaner nach dem Seitenwechsel darauf, einen weiteren Torerfolg der Südamerikaner zu vermeiden. Mexikos Trainer Javier Aguirre brachte mit Angreifer Pablo Barrera in der 46. Minute einen weiteren Angreifer. Das 2:0 für Uruguay hatte der bei Fenerbahçe Istanbul unter Vertrag stehende Abwehrspieler und Mannschaftskapitän der Uruguayer Diego Lugano auf dem Kopf, doch Mexikos Schlussmann Óscar Pérez reagierte in der 54. Minute hervorragend. Barrera wechselte in der 57. Minute Mittelfeldspieler Israel Castro für Abwehrspieler Héctor Moreno ein und ersetzte in der 63. Minute Angreifer Cuauhtémoc Blanco durch den bei Manchester United unter Vertrag stehenden Javier Hernández Balcazar und verstärkte so die Offensive der Mexikaner, die nun einen Ausgleich wollten. Abwehrspieler Francisco Rodríguez hatte in der 64. Minute die Möglichkeit, zum Ausgleich einzuköpfen, doch der Ball flog am Tor vorbei. Die weiteren Bemühungen der Nordamerikaner scheiterten am uruguayischen Torwart Fernando Muslera, dessen Bilanz bei der Weltmeisterschaft in Südafrika weiterhin kein Gegentor aufzuweisen hat.

Erst der Ehrentreffer Frankreichs beim Spiel gegen Südafrika in der 70. Minute beruhigte beide Mannschaften, sodass es kaum noch zu ernsthaften Aktionen kam. Mexiko zog dank der besseren Tordifferenz gegenüber Südafrika als Gruppenzweiter ins Achtelfinale gegen Argentinien ein und Uruguay erreichte das Achtelfinale als Gruppenerster und damit das Spiel gegen den Gruppenzweiten der Gruppe B, Südkorea. Die Südamerikaner hatten zuletzt 1990 die Gruppenphase überstanden, den Mexikanern war dies zum fünften Mal hintereinander gelungen.

Griechenland – Argentinien
0:2 (0:0)

Im Peter-Mokaba-Stadion in Polokwane sahen 38.891 Zuschauer die vom usbekischen Schiedsrichter Ravshan Ermatov geleitete Partie. Dieser zeigte jeweils einem Spieler beider Mannschaften die Gelbe Karte. Argentinien stand bereits vor der Begegnung als Achtelfinalteilnehmer fest. Griechenland hätte für ein Weiterkommen gewinnen müssen und wäre darauf angewiesen gewesen, dass Nigeria im zeitgleich stattfindenden Spiel gegen Südkorea nicht verloren hätte. „Ich hatte mir erhofft, dass meine Spieler mehr in die Offensive gehen, den Auftrag dazu hatten sie“, sagte Griechenlands Trainer Otto Rehhagel nach dem Spiel. Rehhagel wies Spekulationen über seine sportliche Zukunft zurück. Co-Trainer Giannis Topalidis resignierte von seinem Posten.

Argentiniens Nationaltrainer Diego Maradona hatte gegenüber dem zweiten Gruppenspiel gegen Südkorea auf sieben Positionen verändert. Gonzalo Higuaín saß zunächst auf der Ersatzbank, auf seiner Position spielte Diego Milito, der doppelte Torschütze im Finalspiel der Champions League, bei dem Inter Mailand den deutschen Rekordmeister Bayern München besiegt hatte. Als Kapitän lief Lionel Messi auf. Gegen die defensiv gestaffelte griechische Abwehr tat sich Argentinien zunächst schwer. Das erste ernsthafte Vordringen Messis in Richtung griechisches Tor wurde in der zehnten Minute an der Strafraumgrenze beendet. Die erste argentinische Torchance hatte Sergio Agüero in der 18. Minute, doch sein Schuss wurde von Schlussmann Alexandros Tzorvas pariert. Ein Distanzschuss aus 30 Metern von Juan Sebastián Verón in der folgenden Spielminute konnte der griechische Torhüter noch über die Latte hinwegfausten. Die erste Torchance hatte Griechenland nach rund einer halben Stunde Spielzeit, doch Georgios Samaras erreichte das Zuspiel nicht mehr. Kurz darauf blockte Loukas Vyntra einen Schussversuch von Agüero. In der Nachspielzeit vor der Pause war Torhüter Tzorvas zweimal gefragt, als er Chancen des bei Liverpool spielenden Maxi Rodríguez und Messis zunichte machte.

In der zweiten Halbzeit änderte sich der Spielverlauf wenig. Messi wurde stets von mehreren griechischen Spielern angegriffen, sobald er in Ballbesitz war. Als ihm kurz nach Beginn der Halbzeit der Ball abgeluchst wurde, folgte ein weiter Pass auf Samaras, der auf das argentinische Tor zu lief, wobei Martin Demichelis nicht gut aussah. Samaras sah sich nur noch Nicolás Burdisso und Schlussmann Sergio Romero gegenüber. Sein erster Schussversuch wurde von Burdisso abgewehrt, den Nachschuss aus zehn Metern setzte Samaras knapp am Tor vorbei. Nach dem 2:1-Führungstreffer für Südkorea im zeitgleich stattfindenden Spiel gegen Nigeria musste Rehhagel seine Taktik ändern. Er wechselte Christos Patsatzoglu und Sotirios Ninis ein, Vassilis Torosidis und Konstantinos Katsouranis verließen das Spielfeld. Doch die Argentinier spielten spielbestimmend. Tzorvas parierte einen Schuss von Messi und blieb zunächst liegen, als er sich in einen hart geschossenen Ball von Bolatti geworfen hatte. Beinahe zu einem Eigentor kam es kurz darauf, als Tzorvas den Ball vom Tor wegbefördern wollte, dieser jedoch das Bein von Evangelos Moras traf und von da nur knapp am Pfosten vorbei ins Toraus trudelte.

Schließlich kam es doch zum 1:0 durch die Argentinier, als Demichelis nach einer Ecke mit seinem Kopfball Mitspieler Diego Milito traf und dann im Nachschuss aus vier Metern zum Führungstreffer unter das Gebälk einschoss. Die Argentinier spielten weiter offensiv, besonders Messi bemühte sich um sein erstes Tor im Turnier. Sein Linksschuss in den 87. Minute ging an den Pfosten, zwei Minuten später wehrte Tzorvas seinen Versuch von der Strafraumgrenze ab, doch Stürmer Martin Palermo schob den Abpraller dann ins Tor zum Endstand von 2:0. Die griechischen Bemühungen blieben trotz vieler Schüsse auf das Tor der Südamerikaner in den letzten Spielsekunden erfolglos. Griechenland musste sich mit dem dritten Tabellenplatz zufriedengeben und schied aus.

Abschlusstabelle der Gruppe B
Rang Land Tore Punkte
1 Argentinien Argentinien 7:1 9
2 Südkorea Südkorea 5:6 4
3 Griechenland Griechenland 2:5 3
4 Nigeria Nigeria 3:5 1
Nigeria – Südkorea
2:2 (1:1)

61.874 Zuschauer im Moses-Mabhida-Stadion in Durban verfolgten die vom portugiesischen Schiedsrichter Olegário Benquerença gepfiffene Partie. Diese verteilte vier Gelbe Karten, drei für das Team aus Westafrika und eine für einen südkoreanischen Spieler. Südkorea konnte sein Weiterkommen aus eigener Kraft sicherstellen, indem man die Partie gewonnen hätte, doch auch ein Unentschieden oder eine niedrige Niederlage hätte den Ostasiaten den zweiten Tabellenplatz erhalten. Nigeria hingegen musste unbedingt gewinnen, um ein Ausscheiden abzuwenden, ein Unentschieden hätten Griechenlands Team den zweiten Tabellenplatz überlassen.

Lars Lagerbäck, der schwedische Trainer der „Super Eagles“ ließ sein Team auf vier Positionen verändert auflaufen. Statt des gesperrten Sani Kaita spielte im Mittelfeld der bei Dynamo Kiew unter Vertrag stehende Ayila Yussuf. Die Nigerianer starteten doch mit vielen Fehlern in das Spiel, die Südkoreaner dominierten in der Anfangsphase und das Führungstor durch Kalu Uche in der zwölften Minute nach einem Hereinspiel von Chidi Odiah viel eher überraschend. Die Chance auf eine Erhöhung des Spielstandes auf 2:0 vergab Uche in der 36. Minute bei seinem Pfostenschuss aus 22 Metern Torentfernung. Zwei Minuten später brachte eine Standardsituation nach einem Foul des Hoffenheimers Chinedu Obasi den Ausgleich für Südkorea. Nach dem Freistoß von Ki Sung-yong konnte Lee Jung-soo den Ball ins Tor befördern.

Nach der Pause blieben die Südkoreaner offensiv und machten das Spiel. In der 49. Minute erzielte Park Chu-young das Führungstor mit einem direkten Freistoß, der unten rechts ins Tor flog. Geschlagen gaben sich die Nigerianer allerdings nicht. Trainer Lagerbäck brachte in der 59. Minute den bei Wolfsburg spielenden Stürmer Obafemi Martins statt des Mittelfeldspielers Nwankwo Kanu und in der 60. und 65. Minute vergab der in der englischen Liga beim FC Everton unter Vertrag stehende Yakubu Aiyegbeni zwei Großchancen, wobei ihm vor allem das Verfehlen des leeren Tores aus drei Metern Entfernung bitter in Erinnerung bleiben dürfte. In der 68. Minute erzielte er den Ausgleichstreffer durch einen Elfmeter, nachdem Obasi im Strafraum gefoult wurde. Die Schlussphase entwickelte sich für Südkorea nochmals zu einer Zitterpartie mit mehreren guten Möglichkeiten für Nigeria, das Spiel für sich entscheiden und damit ins Achtelfinale einziehen zu können. Herauszuheben wäre hier vor allem das Scheitern von Martins in der 80. Minute, als dieser allein vor dem südkoreanischen Schlussmann Jung Sung-ryong stehend eine sichere Torchance nicht verwandeln konnte.

Südkorea erreichte nach der 2002 gemeinsam mit Japan ausgetragenen Weltmeisterschaft zum zweiten Mal das Achtelfinale einer Weltmeisterschaftsendrunde und hatte sich damit auf die Begegnung mit dem zweimaligen Weltmeister Uruguay vorzubereiten.

Und Frankreichs Fußballzukunft?

Ihm dürfte das Lachen vergangen sein: der scheidende Trainer Raymond Domenech

Archivbild: Safia Otokoré

Das Niederlage der französischen Nationalmannschaft gegen die Underdogs aus Südafrika hat in Frankreich Entsetzen und Verärgerung ausgelöst. Der Präsident des französischen Fußballverbandes FFF Jean-Pierre Escalettes beurteilte das Abschneiden der „Équipe Tricolore“ als „bitter“, da die Mannschaft nur einen von neun möglichen Punkten geholt habe, aber vor allem „[d]er Trainingsstreik war eine Schande, die mir noch mehr wehgetan hat als die heutige Niederlage“, sagte Escalettes. Der ehemalige langjährige Nationaltorhüter Fabien Barthez machte direkt die Vorfälle während der Weltmeisterschaft für das schlechte Abschneiden der Franzosen verantwortlich, das Ergebnis sei dementsprechend „normal“. „Diese Leute haben unser Trikot besudelt“ schimpfte der frühere Abwehrspieler Bixente Lizarazu und verlangte, dass sich die „vernünftigen Spieler“ des Teams von den fünf oder sechs Quertreibern distanzieren.

Der Nachfolger: Laurent Blanc, „le Président“, hat keine leichte Aufgabe vor sich.

Archivbild: Valentin Trijoulet

Dass Trainer Raymond Domenech nach der Weltmeisterschaft aus dem Amt scheiden würde, war bereits vor dem Turnier klar. Den Scherbenhaufen kitten muss nun der Nachfolger Domenechs. Und das fängt mit Bayern-Stürmer Franck Ribéry an, der Presseberichten zufolge immer wieder gegen den Yoann Gourcuff gestichelt haben soll, der bei Girondins Bordeaux spielt und den er diesen Berichten zufolge beneiden soll. Dass Ribéry französischen Journalisten den Stinkefinger zeigte und im April 2010 dessen Treffen mit der im Frühjahr 2009 siebzehnjährigen Prostituierten Zahia D. aufflogen, trägt nicht zur Besänftigung der Öffentlichkeit bei. Überhaupt stand der Start der Franzosen infolge der verkorksten Qualifikation, die man nur aufgrund des Handspieltores von Henri überhaupt schaffte, unter einem schlechten Stern. Selbst die meisten Franzosen hielten in einer Umfrage einen Verzicht der „Bleus“ auf die Teilnahme an der Weltmeisterschaft für sinnvoll.

Und die Verantwortung fällt auch dem scheidenden Trainer Domenech zu, der auch Mannschaftskapitän Patrice Evra auf der Bank sitzen ließ. „Es wird in dieser Woche eine Pressekonferenz geben, so schnell wie möglich, weil die Franzosen die Wahrheit wissen sollen. Wir wollten keine Rechnungen begleichen, sondern uns beim französischen Volk entschuldigen. Aber diese Entschuldigung hat mir unser Trainer verboten“, erklärte Evra inzwischen. Domenech, der von Presse und Anhängern als arrogant bezeichnet wurde, hat sich mit der schlechtmöglichsten Leistung aus dem französischen Nationalteam verabschiedet. Bezeichnend auch sein Verhalten nach dem Spiel: er gab seinem Counterpart Carlos Alberto Parreira, dem brasilianischen Trainer der Südafrikaner, nicht die Hand. Amtsnachfolger Laurent Blanc wird viel zu tun haben.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Fußball
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Quellen

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June 27, 2010

Fußball-WM: Kameruns Ausscheiden steht bereits fest

Fußball-WM: Kameruns Ausscheiden steht bereits fest

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Veröffentlicht: 22:18, 27. Jun. 2010 (CEST)
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Rustenburg / Durban / Pretoria (Südafrika), 27.06.2010 – Mit einem Sieg besiegelten die Dänen das Ausscheiden des Teams von Kamerun aus dem Turnier. Ghana und Australien trennten sich unentschieden. Die Niederlande schlugen Japan mit 1:0. Doch Aufregung gab es auch abseits des Spielfeldes: Frankreichs Teamführung schickte Stürmer-Star Anelka nach Hause. Der DFB schimpfte auf den Schiedsrichter, der im Spiel Deutschland–Serbien Spaniens Farben gelb und rot so großzügig propagierte. Italiens Torwart Buffon droht eine Bandscheibenoperation, und Englands Stürmer Rooney entschuldigte sich bei den Fans.

Ghana – Australien
1:1 (1:1)

Deutschlands nächster Gruppengegner trennte sich von Australien mit einem 1:1-Unentschieden. Das vom italienischen Schiedsrichter Roberto Rosetti geleitete Spiel in Rustenburg verfolgten 34.812 Zuschauer. Sie sahen eine erste Halbzeit, in der die beiden Tore fielen und die einen Platzverweis sowie einen Elfmeter wegen Handspiels mit sich brachte. „Wir haben jetzt vier Punkte und brauchen gegen Deutschland nur noch ein Unentschieden, um ins Achtelfinale zu kommen“, zeigte sich Milovan Rajevac, der Trainer Ghanas nach dem Spiel zufrieden.

Vorläufige Tabelle der Gruppe D
Rang Land Tore Punkte
1 Ghana Ghana 2:1 4
2 Deutschland Deutschland 4:1 3
3 Serbien Serbien 1:1 3
4 Australien Australien 1:5 1

Beide Mannschaften gingen mit gegenüber ihrem ersten Gruppenspiel veränderten Aufstellungen ins Spiel. Den Westafrikanern fehlten Kapitän John Mensah sowie Isaac Vorsah. Australiens Trainer Pim Verbeek besetzte gegenüber dem Spiel gegen Deutschland vier Positionen neu. Die Zuschauer sahen nach sechs Minuten die erste Chance für die ganz in Weiß gekleideten „Black Stars“, als der in Berlin geborene Ghanaer Kevin-Prince Boateng es mit einem Fernschuss auf das australische Tor versuchte. Ein weiterer in der Reihe der Torwartfehler bei dieser Weltmeisterschaft führte dann in der elften Minute zum Führungstor für die Australier, als Torhüter Richard Kingson einen Schuss von Mark Bresciano abprallen ließ, wo er vor die Füße von Brett Holman gelangte, der aus kurzer Entfernung einschießen konnte. Doch der Rückstand konnte die Ghanaer nicht entmutigen, vielmehr spielten sie spielbestimmend. In der 20. Minute versuchte sich André Ayew aus 20 Metern Torentfernung, traf jedoch knapp über das Tor. In der 24. Minute sah ein Schuss von Jonathan Mensah wie das Ausgleichstor aus, doch der bei Galatasaray Istanbul spielende Harry Kewell stoppte den Ball mit dem Arm und sah dafür die Rote Karte. Den daraufhin verhängten Strafstoß verwandelte Asamoah Gyan. Die Australier waren danach um Spielberuhigung bemüht und schoben sich den Ball teilweise minutenlang in den eigenen Reihen umher. Erst in der 43. Minute kam Ghana wieder zu einer Chance, als Boatangs Schuss aus erfolgversprechender halbrechter Position von Torhüter Mark Schwarzer vereitelt wurde.

In der zweiten Halbzeit kam es zunächst kaum gute Tormöglichkeiten. Beide Mannschaften schienen mit dem Ergebnis zufrieden zu sein. Die Ghanaer tauchten kaum noch vor dem australischen Tor auf, die mit zehn Mann spielenden Australier beschränkten sich auf gelegentliche schnelle Gegenangriffe. Die beste Chance der Australier in der zweiten Halbzeit war ein Schuss aus zwölf Metern durch Luke Wilkshire, der von Kingson in der 72. Minute abgewehrt wurde. Ein Schuss von Joshua Kennedy war vergebens. Die einzige nennenswerte Torchance der Ghanaer in der zweiten Spielhälfte war ein Schuss von Jonathan Mensah in der 90. Minute, sein Kopfball ging jedoch neben das Tor. Auch der letzte Angriff der Ghanaer in der 91. Minute durch Quincy Owusu-Abeyie wurde von Torhüter Schwarzer abgewehrt.

Niederlande – Japan
1:0 (0:0)

Im Moses-Mabhida-Stadion von Durban verfolgten 62.010 Zuschauer, wie sich die Niederländer den zweiten Sieg und damit die Tabellenführung in der Gruppe E sicherten. Gut 20.000 der Zuschauer waren Niederländer, die das 21. Spiel der niederländischen Nationalmannschaft ohne Niederlage in Folge sahen. Das Spiel wurde von dem argentinischen Schiedsrichter Héctor Baldassi geleitet, der nur eine Gelbe Karte für den Niederländer Gregory van der Wiel vergab.

Trainer Bert van Marwijk ließ dasselbe niederländische Team auflaufen, wie bereits im Spiel gegen Dänemark. Bayern-Stürmer Arjen Robben saß somit weiterhin auf der Bank. Die erste niederländische Torchance hatte in der neunten Minute der bei Inter Mailand spielende Wesley Sneijder, dessen Freistoß jedoch am Tor vorbeiging. Ein Fallrückzieher von Dirk Kuyt wurde in der zehnten Minute abgewehrt. Die Niederländer spielten in der ersten Hälfte ausgesprochen defensiv. Ein Fernschuss von Yuto Nagatomo in der zwölften Minute stellte die erste Torchance der Japaner dar. Der niederländische Torhüter Maarten Stekelenburg verhinderte in der 38. Minute einen japanischen Torerfolg von Daisuke Matsui.

Nach der Pause begannen die Niederländer die zweite Hälfte angriffslustiger. Einen eigentlich haltbaren Schuss von Sneijder aus 20 Metern Torentfernung beförderte Japans Keeper Eiji Kawashima in der 53. Minute ins eigene Tor. Allerdings machten die Niederländer wenige Versuche, das Spielergebnis zu verbessern. In der 90. Minute hatte Shinji Okazaki noch Gelegenheit zum Ausgleich, sein Schuss ging jedoch knapp über das Tor.

Kamerun – Dänemark
1:2 (1:1)

38.074 Zuschauer sahen die Niederlage Kameruns im Loftus-Versfeld-Stadion von Pretoria. Schiedsrichter Jorge Larrionda aus Uruguay zückte insgesamt dreimal Gelb, zweimal für einen dänischen Spieler, einmal für einen Spieler aus Westafrika. Das 1:2 besiegelte das Ausscheiden Kameruns, da selbst im Falle eines Sieges im letzten Gruppenspiel die Mannschaft keine Möglichkeit mehr hat, auf den zweiten Tabellenplatz zu gelangen. Das Spielergebnis sicherte den Niederlanden die Teilnahme am Achtelfinale, weil die Mannschaft nun einen aus ihrer Sicht schlechtestenfalls zweiten Platz in der Abschlusstabelle belegen kann.

Vorläufige Tabelle der Gruppe E
Rang Land Tore Punkte
1 Niederlande Niederlande 3:0 6
2 Japan Japan 1:1 3
3 Dänemark Dänemark 2:3 3
4 Kamerun Kamerum 1:3 0

Dabei hatte es für die Westafrikaner in der Anfangsphase des Spieles gut ausgesehen. Samuel Eto’o hatte die erste Torchance des Spieles in der fünften Minute, verfehlte jedoch bei seinem Schuss aus 25 Metern das Tor. Zwei Minuten später schoss Dennis Rommedahl auf der Gegenseite knapp über das Tor. In der zehnten Minute ließ sich Christian Poulsen im eigenen Sechzehnmeterraum den Ball von Pierre Webo abluchsen. Der passte auf den völlig freistehenden Eto’o, der den Ball flach ins Tor lenkte. Auch die folgende Chance der Kameruner in der 13. Minute ging auf einen Fehler Poulsens zurück, doch Achille Emanas Schuss ging knapp links am Tor vorbei. Daraufhin konnten die Dänen zwei Großchancen nicht verwerten. In der 17. Minute wehrte Nicolas Nkoulou einen Distanzschuss des Dänen Jesper Grønkjær zur Ecke ab, die nichts einbrachte, und in der 20. Minute scheiterte Jon Dahl Tomasson an Souleymanou Hamidou, dem in der Türkei spielenden Schlussmann Kameruns. In der 33. Minute fiel schließlich der Ausgleich. Nach einem langen Pass des dänischen Abwehrspielers Simon Kjær auf Rommedahl spielte der auf Nicklas Bendtner, der den Ball ins kamerunische Tor beförderte. In der 42. Minute hätte Dänemark durch Tomasson in Führung gehen könnten, doch sein Schuss wurde im letzten Moment durch den Kameruner Alex Song geblockt. Eine Minute später wehrte der dänische Torhüter Thomas Sørensen einen Schussversuch von Emana ab.

Nach dem Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit vereitelte Sørensen einen Kopfballtreffer von Stéphane Mbia in der 46. Minute und Webos Schuss aus der Drehung in der 61. Minute. Im sich direkt an Webos Gelegenheit anschließende Konter setzte sich der bei Ajax Amsterdam unter Vertrag stehende Rommedahl gegen Jean Makoun durch und erzielte das dänische Führungstor. Kamerun spielte nun offensiver, um das Aus in der WM abzuwenden, öffnete dadurch jedoch den Dänen den Raum für schnelle Konter. Tomasson konnte sich allerdings in der 71. Minute nicht gegen Kameruns Torhüter durchsetzen. Sørensen musste in der 77. Minute gegen Emana parieren. In der 82. Minute hatte noch der in der französischen Liga spielende Vincent Aboubakar, der vier Minuten zuvor eingewechselt worden war, die Chance auf den Ausgleichstreffer, doch Poulsen fälschte seinen Schuss ab.

Ärger in Frankreichs Team

Nicolas Anelka im Dress von FC Chelsea

In der Halbzeitpause des Spieles Frankreich–Mexiko soll es zu einer Verbalattacke zwischen dem französischen Trainer Raymond Domenech und dem für den FC Chelsea spielenden Stürmer Nicolas Anelka gekommen sein. Wie die französische Sportzeitung „L′Equipe“ veröffentlichte, soll Anelka zu Domenech gesagt haben: „Fick dich in den Arsch, du Hurensohn.“ Domenech hatte daraufhin in der zweiten Halbzeit statt Anelka André-Pierre Gignac gebracht. Anelka wurde inzwischen vom französischen Fußballverband nach Hause geschickt. Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy bezeichnete die Worte Anelkas, sollten sie wirklich gefallen sein, als „inakzeptabel“.

Die Lage Frankreichs bezogen auf ein Erreichen des Achtelfinales sind nach dem zweiten Gruppenspiel praktisch aussichtslos. Abgesehen davon, dass Frankreich sein drittes Auftreten in Südafrika gegen den Gastgeber gewinnen müsste, dürfte es außerdem zwischen Mexiko und Uruguay kein Remis geben. Bei einem Sieg Uruguays müssten die Franzosen fünf Tore mehr erzielen als die Südamerikaner. Bei einem Sieg Mexikos beträgt die Zahl der Tore, die Frankreich gutmachen muss, immer noch vier.

Kritik des DFB an der Leistung von Schiedsrichter Undiano

Schiedsrichter Alberto Undiano Mallenco wurde seitens des Deutschen Fußballbundes heftig angegriffen. Miroslav Klose, der wegen wiederholten Fouls Gelb-Rot sah, nannte seinen Platzverweis „überzogen“, Bundestrainer Joachim Löw bezeichnete acht Gelbe Karten in einem Spiel, in dem es nur 26 Fouls gab, als „übertrieben“. Für Bastian Schweinsteiger war die Schiedsrichterleistung der Hauptgrund, weswegen Deutschland Serbien mit 1:0 unterlag.

Auch der ehemalige FIFA-Schiedsrichter Urs Meier kritisierte, Undiano habe im Spiel Deutschland–Serbien „nicht die richtige Linie gefunden“, und für Bundesliga-Schiedsrichter Knut Kircher war der Spanier „ein Kartenspieler ohne Persönlichkeit“, der „einen hilflosen Eindruck“ erweckte. Viel Kritik wurde an der Leistung des spanischen Schiedsrichters auch in Facebook und Twitter geübt.

Der Schiedsrichter konnte bislang noch keine Stellung nehmen. Die FIFA hat allen Schiedsrichtern für die Zeit während der Fußball-Weltmeisterschaft einen Maulkorb verhängt und ihnen Gespräche mit der Presse untersagt.

Der DFB und Bundestrainer Löw hätten jedenfalls gewarnt sein können. Der Website worldreferree.com zufolge ist Undiano als Schiedsrichter mit inflationären Umgehen der Karten bekannt. Jeweils zehnmal Gelb gab Undiano beim Endspiel der Junioren-Fußballweltmeisterschaft 2007 und bei einem der Halbfinale desselben Turnieres im Jahr 2009. Durchschnittlich 4,21 Gelbe Karten zückte Undiano in der Vergangenheit pro Länderspiel, 4,7 ist sein Durchschnittswert für die spanische Primera División.

Italiens Torhüter Buffon…

Dem Schlussmann der Squadra Azzurra steht nach der Weltmeisterschaft eine Bandscheibenoperation bevor. Dies bestätigte der 33-jährige Gianluigi Buffon gegenüber der Presse. Der bei Juventus Turin das Tor hütende Fußballer wird wohl für längere Zeit ausfallen. Buffon lebt mit dem tschechischen Model Alena Šeredová zusammen und ist Vater eines gemeinsamen Kindes.

… und Englands Stürmer Rooney

Der für Manchester United stürmende Nationalspieler Wayne Rooney entschuldigte sich für seine Kritik an den englischen Fans, die er nach dem Spiel gegen Algerien verlauten ließ. Mit den Worten „Wenn es um die englische Mannschaft geht, bin ich genauso voller Leidenschaft wie jeder andere. Aber letzte Nacht habe ich in der Hitze des Gefechts Dinge gesagt, die im Rückblick aus der Frustration über unsere Leistung und das Ergebnis entstanden sind“ kommentierte er seinen Ausfall vor laufenden Fernsehkameras, als er Fans des englischen Teams dafür kritisierte, dass sie das englische Nationalteam ausgebuht hatten.

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June 19, 2010

Fußball-WM: Schweiz schlägt Spanien, Südafrika vor dem Aus

Fußball-WM: Schweiz schlägt Spanien, Südafrika vor dem Aus

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Veröffentlicht: 13:44, 19. Jun. 2010 (CEST)
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Nelspruit / Durban / Pretoria (Südafrika), 19.06.2010 – Chile schlug am 5. Tag der Fußball-Weltmeisterschaft Honduras. Für die Chilenen war der Sieg historisch: es war der erste Sieg bei einer Weltmeisterschaftsendrunde seit 1962. Für die Mitfavoriten Spanien und Gastgeber Südafrika war der 16. Juni nicht sehr erfreulich: Spanien unterlag überraschend der Schweiz, die Südafrikaner verloren deutlich gegen Uruguay.

Honduras – Chile
0:1 (0:1)

Die schwächste Leistung auf dem Spielfeld zeigte Schiedsrichter Eddy Maillet von den Seychellen. Er pfiff mehrere Fouls nicht. Dennoch verteilte er drei Gelbe Karten aus, eine für Honduras und zwei für chilenische Spieler. Das Spiel im Mbombela-Stadion von Nelspruit sahen 32.664 Zuschauer, unter ihnen der Staatspräsident von Honduras, Porfirio Lobo Sosa. Honduras war insgesamt zuwenig angriffslustig und gelangte kaum aus der eigenen Spielhälfte hinaus. Für „La Roja“ war es auf den Tag genau nach 48 Jahren der erste Sieg bei einer WM-Endrunde.

Die erste Chance hatten die Chilenen bereits nach zwei Minuten durch einen von Matías Fernández getretenen Freistoß. Der Schuss war jedoch zu hoch angesetzt. In der neunten Minute prüfte der bei Bayer Leverkusen spielende Arturo Vidal den honduranischen Torwart Noel Valladares. Dieser konnte seinen Schuss nur mit Mühe unter Kontrolle bringen. Vidal hatte auch in der 25. Minute eine große Chance, per Kopfball erfolgreich zu werden. In derselben Minute gelangte der Ball vom bei Udinese spielenden Alexis Sánchez nur auf das Tornetz.

In der 34. Minute schließlich spielte Mauricio Isla einen Querpass nach Innen. Der Abwehrversuch des Honduraners Sergio Mendoza blieb an Jean Beausejour hängen, von dessen Oberschenkel der Ball ins Tor der Honduraner trudelte.

In der zweiten Halbzeit hatten die Chilenen zahlreiche Chancen, eine Entscheidung herbeizuführen. Die gefährlichsten davon stammten in der 62. Minute von Sanchez, der knapp am Tor vorbei schoss und zwei Minuten später ein Kopfball von Abwehrspieler Waldo Ponce, den Valladares parieren konnte. Doch bis zum Ende des Spieles fielen keine Tore mehr.

Vorläufige Tabelle der Gruppe H
Rang Land Tore Punkte
1 Chile Chile 1:0 3
1 Schweiz Schweiz 1:0 3
3 Honduras Honduras 0:1 0
3 Spanien Spanien 0:1 0
Spanien – Schweiz
0:1 (0:0)

62.452 Zuschauer verfolgten in Durban den Fehlstart der Spanier, die als Geheimfavoriten gelten. Schiedsrichter Webb aus England verteilte vier Gelbe Karten, ausnahmslos für Fußballer der von Ottmar Hitzfeld trainierten Schweizer. Den trotz der Niederlage im Spielverlauf deutlich überlegenen Spaniern könnte das Ergebnis im Achtelfinale Brasilien bescheren, keine verlockende Aussicht für das Team von der Iberischen Halbinsel. Die Schweiz verdankt den Sieg einem Konter durch Gelson Fernandes in der 53. Minute und der Leistung ihres Torwartes Diego Benaglio. Trainer Hitzfeld strich heraus, dass das Spielergebnis für die Schweizer „ein historischer Sieg“ sei, da diese zuvor noch nie gegen Spanier gewinnen konnten.

Die Spanier gingen mit acht Spielern an den Start, die während der Saison 2009/2010 mit ihren Vereinsmannschaften in der Champions League gespielt hatten, waren also klar favorisiert. Allerdings hatten die Spanier mit David Villa nur einen Stürmer aufgeboten. In der ersten Halbzeit dominierten die Spanier deutlich und setzten sich in der Schweizer Spielfeldhälfte fest. Torhüter Benaglio machte zwei Torchancen von Silva in der 17. und von Gerard Piqué in der 24. Minute zunichte. Zwei Minuten später hatten die Schweizer ihre einzige Gelegenheit in der ersten Halbzeit, als Reto Ziegler einen Freistoß trat. Dieser brachte jedoch nichts ein. In der 35. Minute verletzte sich Philippe Senderos bei einem Zusammentreffen mit Mannschaftskamerad Stephan Lichtsteiner und musste ausgewechselt werden.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte drängten die Spanier auf das Schweizer Tor und die Schweizer hielten nur dagegen. Doch in der 53. Minute gelangt ein langer Abschlag des Schweizer Torhüters bei Eren Derdiyok an der spanischen Strafraumgrenze. Der wird von Piqué angerempelt, überschlägt sich und verletzt seinen Gegenspieler mit seinen Stollen. Im selben Moment hatte jedoch Fernandes den Ball vor die Füße bekommen und schob zum einzigen Tor des Spieles ein. Die Spanier stürmten nach vorne, aber Villas Schüsse auf das Tor in der 58. Minute und zwei Minuten später konnte Benaglio abwehren. In der 64. Minuten schoss Andrés Iniesta knapp neben das Gehäuse. vorbei. Nach einem Eckstoß traf Xabi Alonso in der 69. Minute die Unterlatte.

Derdiyok hatte in der 75. Minute noch die Möglichkeit, zu erhöhen. Relativ ungehindert war er in den spanischen Strafraum gelangt, traf mit seinem Ball gegen die Laufrichtung von Torhüter Iker Casillas nur den Pfosten.

Südafrika – Uruguay
0:3 (0:1)

Die 42.658 Zuschauer im Loftus-Versfeld-Stadion von Pretoria hatten wenig Grund zum Jubeln, droht mit der 3:0-Niederlage doch das erste Aus der Ausrichtermannschaft in der Gruppenphase bei einer Weltmeisterschaft. Schiedsrichter Massimo Busacca gab zwei Gelbe und eine Rote Karte, alle für das Team Südafrikas.

Mit Diego Forlán, Luis Alberto Suárez Díaz und zusätzlich Edison Cavani in der Startaufstellung gingen die Uruguayer offensiv in das Spiel. Zwar ließen sich die Südamerikaner vom Vuvuzelalärm nicht beeindrucken, doch Torchancen erarbeiteten sie sich zunächst auch nicht. Doch in der 24. Minute wurde es still im Stadion. Forláns Schuss aus etwa 25 Metern wurde abgefälscht und Torhüter Itumeleng Khune musste hinter sich greifen. Die Südamerikaner führten 1:0. Die Südafrikaner kamen dadurch vollkommen aus dem Trott, konnten eine Chance fünf Minuten vor dem Seitenwechsel nicht nutzen.

In der 48. Minute machte Tsepo Masilela eine Chance von Cavani zunichte. Südafrika kam in der letzten halben Stunden phasenweise besser ins Spiel. In der 65. Minute ging Mphelas Kopfball aus kurzer Entfernung am Tor vorbei. Dann die 76. Minute: Südafrikas Torhüter Khune zog die Notbremse, sah rot. Der anschließende Elfmeter wurde vom Torschützen zum 2:0 verwandelt. Von da an hatte Südafrika den Südamerikanern nichts mehr entgegen zu setzen. In der 95. Minute schließlich gelang Álvaro Pereira noch das 3:0.

Südafrikas Trainer Carlos Alberto Parreira war nach dem Spiel schnell mit Schuldzuweisungen. Für ihn war Schiedsrichter Busacca „bislang der schlechteste Schiedsrichter in diesem Turnier, er hat von Anfang an gegen uns gepfiffen. Ich hoffe, ich sehe sein Gesicht nie mehr. Er hat es nicht verdient, hier zu sein.“

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June 14, 2010

Fußball-WM: Deutschland gewinnt gegen Australien 4:0

Fußball-WM: Deutschland gewinnt gegen Australien 4:0

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Veröffentlicht: 22:58, 14. Jun. 2010 (CEST)
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Durban / Pretoria / Polokwane (Südafrika), 14.06.2010 – Mit einem Auftakt nach Maß startete am Sonntag, dem 13.06.2010, die deutsche Fußballnationalmannschaft in die Fußball-Weltmeisterschaft 2010. Vor 62.660 Zuschauern im Moses-Mabhida-Stadion in Durban gewann das von Joachim Löw trainierte Team gegen Australien in Südafrika 4:0. Das deutsche Team setzte sich so an die Tabellenspitze in der Gruppe D. Das andere Gruppenspiel zwischen Ghana und Serbien endete mit einem Sieg für das afrikanische Team. Bereits zuvor hatte Slowenien in einem schwachen Spiel Algerien mit 1:0 geschlagen.

Deutschland – Australien
4:0 (2:0)
Datei:Moses Mabhida Durban Stadium.jpg
Deutschland gegen Australien im Moses-Mabhida-Stadion

Die Tore für Deutschland erzielten Lukas Podolski (8. Minute), Miroslav Klose (27. Minute), Thomas Müller (68. Minute), Cacau (70. Minute). In der 56. Minute bekam der Australier Tim Cahill die Rote Karte wegen einer Attacke an Bastian Schweinsteiger und die Australier spielten anschließend in Unterzahl.

Die ersten Möglichkeiten zum Torerfolg hatten die Australier. In der ersten Minute kam Tim Cahill im Strafraum von halblinks zum Schuss aufs Tor und in der vierten Minute musste Philipp Lahm nach einem Drehschuss von Richard Garcia auf der Linie retten. Die deutsche Mannschaft kam dann jedoch ins Spiel und ließ das Team von Downunder nur noch selten vor das deutsche Tor.

In der siebten Minute zog Klose aus etwa 16 Metern ab. Seinen Schuss konnte Australiens Torwart Mark Schwarzer abwehren. Den Abpraller schickte jedoch Mesut Özil über die Torlatte. Die Überlegenheit der deutschen Mannschaft in dieser Phase sorgte dann dafür, dass der quirlige Müller von der Grundlinie aus in den Strafraum abgab, wo Lukas Podolski aus zwölf Meter Torentfernung den Ball ins Tor schoss. Die deutsche Mannschaft ließ nicht nach. In der 24. Minute setzte der in jüngerer Zeit von Misserfolg im Nationaldress geplagte Klose nach einer Podolski-Vorlage seinen Versuch über das Tor. Kloses Kritiker wurden in der 27. Minute ruhiggestellt, als Klose nach einer Flanke von Lahm am Strafstoßpunkt den Australier Lucas Neill überwand und mit dem Kopf zum 2:0 traf. Weitere Chancen in der ersten Halbzeit hatten Özil nach einem schönen Pass von Klose in der 31. Minute, Sami Khedira nach Vorlage von Lahm in der 39. Minute und Özil nach einem Zuspiel von Podolski eine Minute später.

Vorläufige Tabelle der Gruppe D
Rang Land Tore Punkte
1 Deutschland Deutschland 4:0 3
2 Ghana Ghana 1:0 3
3 Serbien Serbien 0:1 0
4 Australien Australien 0:4 0

Als nach der Pause in der 48. Minute dem Abwehrspieler Per Mertesacker der Ball an den Arm sprang, forderten die Australier einen Strafstoß. Doch Schiedsrichter Marco Antonio Rodriguez Moreno aus Mexiko gab dem heftigen Protesten nicht nach. Acht Minuten später kam es zur bereits erwähnten Roten Karte. Mit zehn Mann konnten die Australier sich gegen die stark spielende deutsche Mannschaft nicht mehr effektiv wehren. Müller schoss das dritte Tor für Deutschland in der 68. Minute. Klose ging vom Platz, Cacau wurde eingewechselt und traf nur zwei Minuten später zum Endstand 4:0. Der Rest des Spieles wurde einfach zu Ende gespielt; die deutsche Mannschaft sparte sichtbar Kraft für das nächste Spiel gegen Serbien.

Die beiden Deutschen Cacau und Özil sahen jeweils die Gelbe Karte wegen einer Schwalbe, auf australischer Seite sind Moore, Neill und Valeri mit einer Gelben Karte vorbelastet. Sollten sie bis zum Viertelfinale eine weitere Gelbe Karte kassieren, sind sie für mindestens eine Begegnung gesperrt. Ab dem Viertelfinale werden die Spielstände an Gelben Karten der im Spiel verbleibenden Spieler annulliert.

„Innerer Reichsparteitag“ – Kritik an ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein

Heftige Kritik hat eine Äußerung von ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein in der Halbzeitpause ausgelöst. Die Moderatorin sagte im Gespräch mit dem früheren Nationaltorhüter Oliver Kahn: „Und für Miroslav Klose: ein innerer Reichsparteitag, jetzt mal ganz im Ernst, dass der heute hier trifft.“ Der Mainzer Sender wurde auf Twitter für die vermeintliche Entgleisung Müller-Hohensteins gescholten, auf Facebook wurden mehrere Gruppen gegründet, die sich gegen die Moderatorin wenden. Die Äußerung der Moderatorin wurde als „unfassbar“ und „absolutes No-go“ bezeichnet.

Andere verwiesen auf den ironischen Untertext bezüglich der Kritik, die der polnischstämmige Spieler ausgesetzt war, als er von Bundestrainer Löw in den WM-Kader nominiert wurde.

ZDF-Sportdirektor Gruschwitz teilte am späten Abend über Twitter mit, Frau Müller-Hohenstein bedauere ihre Äußerung und sichere zu, dass es nicht mehr vorkomme.

Serbien – Ghana
0:1 (0:0)

Das zweite Spiel in der Gruppe D im Loftus-Versfeld-Stadion von Pretoria sahen 38.833 Zuschauer. Tormöglichkeiten waren in dem Spiel jedoch eher selten. Das einzige Tor des Spieles erzielte in der 84. Minute Asamoah Gyan durch einen Elfmeter nach einen Handspiel. Dem Stuttgarter Zdravko Kuzmanović war der Ball an die Hand gesprungen und der aus Argentinien kommende Schiedsrichter Hector Walter Baldassi pfiff Elfmeter.

Die ersten beiden Schüsse aufs Tor gingen auf beiden Seiten weit am Netz vorbei, Marko Pantelić und auf der Gegenseite Anthony Annan waren nicht zielsicher genug. Kevin-Prince Boateng, der vor einigen Wochen mit einem harten Einsatz gegen Michael Ballack den Ausfall des bisherigen deutschen Mannschaftskapitäns verursachte, versuchte es mit einem Fernschuss in der 14 Minute; die nachfolgende Ecke brachte nichts ein. In der 21. Minute flankte er auf Asamoah Gyan, der den Ball verlängert, doch Serbiens Torhüter Vladimir Stojković war auf der Hut und griff sich den Ball. In der 27. und der 32. Minute hatte dann Pantelić zwei vielversprechende Torchancen, vergab jedoch.

Die Afrikaner waren auch in der zweiten Halbzeit öfters im Ballbesitz, doch beide Mannschaften gelangten kaum in die Nähe des gegnerischen Tors. In der 74. Minute sah Serbiens Abwehrspieler Aleksandar Luković die Gelb-Rote Karte und musste das Spielfeld verlassen. In der 84. Minute kam es dann zum spielentscheidenden Elfmeter für die „Black Stars“, die in der Nachspielzeit beinahe noch das 2:0 erzielt hätten, doch Gyans Kopfball prallte nur gegen den Pfosten.

Außer der Gelb-Roten Karte für Luković gab Schiedrichter Baldassi noch je zwei Gelbe Karten für beide Mannschaften.

Algerien – Slowenien
0:1 (0:0)
Vorläufige Tabelle der Gruppe C
Rang Land Tore Punkte
1 Slowenien Slowenien 1:0 3
2 England England 1:1 1
2 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 1:1 1
4 Algerien Algerien 0:1 0

Nur etwa 30.000 Zuschauer verfolgten das Spiel zwischen Slowenien und Algerien im 41.733 Zuschauer fassenden Peter-Mokaba-Stadion in Polokwanen, dessen Spielfeld teilweise aus Naturrasen und teilweise aus Kunstrasen besteht, einem Novum bei einer FIFA-Weltmeisterschaft. Etwa 10.000 Kartenbesitzer waren nicht zu dem Spiel gekommen. Sie verpassten ein schlechtes Fußballspiel, in dem Slowenien nach einem Torwartfehler in der 79. Minute in Führung gingen. Slowenien übernahm so die Tabellenführung in der Gruppe C vor den Vereinigten Staaten und England, die sich am Tag zuvor mit einem Unentschieden getrennt hatten.

Das Spiel war aufgrund anhaltender Unkonzentriertheit auf beiden Seiten arm an Höhepunkten. Die größte Torchance der ersten Halbzeit erspielte der für Mönchengladbach in der Bundesliga spielende Karim Matmour. Zuvor wurde Nadir Belhadjs Freistoß vom slowenischen Torhüter Samir Handanovič zunichte gemacht. Die zweite Halbzeit begann, wie die erste verlaufen war, doch nach einer Viertelstunde wurden die Slowenen stärker. Andraž Kirm scheiterte an Algeriens Torhüter Faouzi Chaouchi, ein Schuss von Milivoje Novakovič (1. FC Koln) wurde von einem algerischen Spieler abgewehrt. Schließlich sah Abdelkader Ghezzal wegen absichtlichen Handspiels die Gelb-Rote Karte und musste in der 73. Minute vorzeitig in die Umkleidekabine. Gegen zehn Algerier taten sich die Slowenen leichter und sechs Minuten später erzielte Mannschaftskapitän Robert Koren mit einem Weitschuss den Siegtreffer.

Außer dem Platzverweis für Ghezzal verteilte der guatemaltekische Schiedsrichter Batres Gonzalez noch drei weitere Gelbe Karten, zwei für slowenische Spieler und eine auf algerischer Seite.

Quellen

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November 25, 2007

Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika ausgelost

Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika ausgelost

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Veröffentlicht: 22:21, 25. Nov. 2007 (CET)
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Durban (Südafrika), 25.11.2007 – Am Sonntag, den 25.11.2007, hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei der WM-Qualifikationssauslosung für Südafrika 2010 in Durban eine leichte Gruppe 4 erwischt mit Russland, Finnland, Wales, Aserbaidschan und Liechtenstein. Die Nationalmannschaft der Schweiz bekommt es mit Europameister Griechenland, Israel, Moldawien, Lettland und Luxemburg zu tun. Österreich wird gegen Vize-Weltmeister Frankreich, Rumänien, Serbien, Litauen und den Färöern antreten. Die Weltmeisterschaft in Südafrika findet vom 11. Juni bis 11. Juli statt.

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May 19, 2007

Junge war 13 Jahre in Dunkelheit eingesperrt

Junge war 13 Jahre in Dunkelheit eingesperrt

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Artikelstatus: Fertig 17:45, 19. Mai 2007 (CEST)
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Durban (Südafrika), 19.05.2007 – Ein im Alter von fünf Jahren entführter Junge ist nach 13 Jahren Gefangenschaft aus einem Haus in der südafrikanischen Hafenstadt Durban gerettet worden. Sein Entführer hatte ihn seit 1994 in einem dunklen Raum festgehalten. Nachbarn hatten immer wieder Schreie und Schluchzen des heute 18-Jährigen gehört. Der junge Mann, dessen Name mit Bongani angegeben wurde, ist in der vergangenen Woche in einer Wohnung von der Polizei entdeckt worden. Dies berichtete die südafrikanische Zeitung „The Star“. Ein Mann sei unter dem Verdacht des sexuellen Kindesmissbrauchs festgenommen worden.

Nach seiner Befreiung war der Befreite zutiefst traumatisiert. Er sprach nur, wenn er gefragt wurde, und zudem auch nur im Dunkeln. In der dunklen Kammer habe er ein Fernsehgerät gehabt. Sein Gesicht verbarg der Junge immer wieder mit den Händen. Nach eigenen Angaben hat er keine Eltern mehr und weiß nicht, ob es Geschwister gibt. Der Verdacht auf sexuellen Missbrauch wurde offiziell nicht bestätigt. Die Polizei hat in Einkaufszentren Fotos des Jungen verteilen lassen. Sie hofft auf Reaktionen aus der Bevölkerung, um die Identität festzustellen und die Angehörigen zu ermitteln. Der Hintergrund der Entführung ist noch nicht bekannt.

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August 21, 2005

Kleinflugzeug stürzt in Durban in ein Wohnhaus

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Durban (Südafrika), 21.08.2005 – In der südafrikanischen Stadt Durban ist ein Kleinflugzeug bei der Landung auf dem Stadtflughafen Viginia in ein Wohnhaus gestürzt. Noch ungeklärt ist, warum die Maschine dabei umkippte und in das Dach eines Wohnhauses krachte.

Bei der Unglücksmaschine handelte es sich um eine Propellermaschine mit sechs Menschen an Bord. Betroffen von dem Unglück waren eine vierköpfige Familie aus Österreich und zwei weitere Personen, drei Menschen wurden ins Krankenhaus eingeliefert, während die anderen noch in dem Flugzeug eingeschlossen waren. In dem Haus befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks keine Personen.

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July 15, 2005

UNESCO nimmt Limes in Liste des Weltkulturerbes auf

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Rekonstruierter Limes-Steinturm bei Rheinbrohl

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Durban (Südafrika), 15.07.2005 – Die UN-Kulturorganisation UNESCO stimmte heute nachmittag in Durban (Südafrika) für die Aufnahme des deutschen Teils des alt-römischen Grenzwalls Limes in die Liste der Welterbe-Stätten. Mit seiner Aufnahme ist der 550 Kilometer lange Grenzwall die 31. Welterbestätte Deutschlands. Der Limes gilt als Europas größtes archäologisches Denkmal. In Deutschland verläuft der Obergermanisch-Raetische Limes durch die vier Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern.

Ein Antrag über die Aufnahme des Heidelberger Schlosses und der Altstadt von Heidelberg wurde auf die nächste Sitzung des Welterbekomitees im Sommer 2006 vertagt.

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