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May 5, 2008

Großfeuer in der historischen Altstadt von Hann. Münden

Großfeuer in der historischen Altstadt von Hann. Münden

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Veröffentlicht: 23:25, 5. Mai 2008 (CEST)
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Blick auf alte Fachwerkhäuser in der historischen Altstadt

Hann. Münden (Deutschland), 05.05.2008 – In der Stadt Hann. Münden sind mehrere alte Fachwerkhäuser durch einen Großbrand schwer beschädigt beziehungsweise zerstört worden. Sechs Menschen, darunter zwei Kinder wurden dabei verletzt, zumeist erlitten sie eine Rauchvergiftung. Insgesamt sind acht alte Fachwerkhäuser, die schon viele Jahrhunderte alt sind, teilweise unwiderbringlich verloren. Der Schaden wird auf über eine Million Euro geschätzt. Auffällig ist, dass beide Brände fast zeitgleich je in einem Haus ausbrachen. Die Alarmierungen erfolgten kurz nach vier Uhr am frühen Morgen, danach waren schätzungsweise 120 Feuerwehrleute im Einsatz.

Einer der Brandherde befand sich in einem unbewohnten Haus an der Mühlenstraße. Der zweite befand sich in einem Wohn- und Geschäftshaus in der Langen Straße. Die Polizei schließt eine Brandstiftung nicht aus. Genauere Untersuchungen sollen am Montag erfolgen.

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Quellen

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April 7, 2005

Marburger Tollwutpatient gestorben

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Marburger Tollwutpatient gestorben

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Alte Universität Marburg, heute Sitz des Fachbereichs Evangelische Theologie

Marburg (Deutschland), 07.04.2005 – In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ist der dritte mit Tollwut infizierte Patient gestorben. Der 45-jährige Mann starb im Marburger Universitätsklinikum.

Der Patient hatte die Infektion bei einer Übertragung von Tollwut-infizierten Spenderorganen bekommen. Ihm wurden eine Niere und eine Bauchspeicheldrüse von einer infizierten Spenderin eingepflanzt. Die Frau hatte Symptome gezeigt, die erst nach der Transplantation als möglicher Hinweis auf Tollwut gedeutet wurden.

Die behandelnden Ärzte hatten große Hoffnung, den Patienten am Leben zu erhalten, nachdem bei ihm vor mehr als sieben Wochen mit einer neuartigen Behandlungsform begonnen worden war. Dabei wurde eine Kombination aus antiviralen Medikamenten und einem künstlich hervorgerufenen Koma eingesetzt, die im vergangenen Jahr bei einer 15 Jahre alten Patientin in den USA erstmals erfolgreich war. Ziel ist es dabei, das künstliche Koma so lange zu halten, bis der Körper die Infektion eventuell unterdrücken kann. Die Tollwuterkrankung galt bisher als tödlich, wenn sie ausgebrochen ist.

Bereits mehrere Wochen zuvor waren zwei weitere Organempfänger in Hannover und Hann. Münden gestorben, die ebenfalls infizierte Organe erhalten hatten. Die drei Übertragungen von Tollwut hätten vermieden werden können, wenn die Organspenderin nach den Richtlinien beurteilt worden wäre, die für Blutspender gelten. Dies hat ein Arzt vom Centrum für Reisemedizin in Düsseldorf auf einer englischsprachigen Mailingliste für Infektionskrankheiten festgestellt und gefragt, wieso bei der bekannten Reise der Spenderin nach Indien die Transplantationen stattfanden.

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Quellen

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February 16, 2005

Tollwutübertragung bei Organtransplantation

Tollwutübertragung bei Organtransplantation

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Neu-Isenburg (Deutschland), 16.02.2005 – Mehrere Empfänger von Organen, die einer Spenderin an der Universitätsklinik Mainz entnommen wurden, sind schwer erkrankt. Wahrscheinlich war die Organspenderin mit Tollwut (Rabies) infiziert, Gewebeproben vom Hirn der Spenderin zeigen für Tollwut typische Veränderungen. Untersuchungsergebnisse, die diesen Verdacht endgültig bestätigen, werden für den morgigen Donnerstag erwartet, teilen die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) und Sprecher der Krankenhäuser, an denen die Transplantationen stattgefunden haben, heute mit.

Die 26 Jahre alte Spenderin war im Dezember nach Drogenmissbrauch an Herzversagen verstorben, ihre Organe waren an sechs Empfänger transplantiert worden, drei von ihnen, denen in Hannover, Marburg und Hann. Münden Lunge, Niere bzw. Bauchspeicheldrüse übertragen worden waren, sind jetzt lebensbedrohlich an Tollwut erkrankt und befinden sich in einem kritischen Zustand. Alle Kontaktpersonen wurden vorsorglich geimpft.

Der Ärztliche Direktor der Universitätsklinik Mainz, Manfred Thelen, teilte mit, alle bei Organentnahmen in Deutschland vorgeschriebenen Tests seien durchgeführt worden. Weil es keinen Schnelltest auf Tollwut gibt und die Erkrankung in Mitteleuropa ausgesprochen selten geworden ist, sei die Spenderin nicht auf Tollwuterkrankung hin untersucht worden. Zum Zeitpunkt der Transplantation sei nicht bekannt gewesen, dass sich die Frau im Oktober letzten Jahres in Indien aufgehalten habe, wo an dieser Krankheit jährlich mehrere Tausend Menschen sterben. Es habe auch keinen weiteren Hinweis gegeben, der gegen die Organverpflanzungen gesprochen hätte. Ein Transplantationszwischenfall dieser Art sei in Deutschland bisher noch nicht vorgekommen.

Aufenthalte im Ausland, insbesondere in tropischen Ländern, können von Angehörigen eines Spenders erfragt werden, hier war dies anscheinend zu spät geschehen, Angehörige hatten offenbar erst Gelegenheit, von der Indienreise zu erzählen, nachdem der Verdacht einer Infektionsübertragung durch die Organe aufgekommen war.

Bei einem ähnlichen Fall in den USA, der im Juli vergangenen Jahres bekannt geworden war, waren laut dem CDC drei Transplantierte verstorben. Es wurde auch damals betont, dass so etwas zum ersten Mal vorgekommen sei. Als wahrscheinliche Ursache des Todes des Spenders wurde nachträglich Tollwut festgestellt, zum Zeitpunkt der Organentnahme in Texarkana, Texas war man noch von einem Hirnschlag ohne infektiöse Vorerkrankung ausgegangen.

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