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November 23, 2006

Malaysia widerspricht thailändischer Äußerung

Malaysia widerspricht thailändischer Äußerung

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Artikelstatus: Fertig 17:55, 23. Nov. 2006 (CEST)
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Kuala Lumpur (Malaysia), 23.11.2006 – Malaysias stellvertretender Verteidigungsminister Fu Ah Kiow wies eine Behauptung des thailändischen Übergangspremierministers Surayud Chulanont zurück, derzufolge Restaurants entlang der malaysischen Grenze die Aufständischen im Süden Thailands finanziell unterstützen.

Surayud erklärte am Dienstag, dass Militante Muslime über ein Netzwerk so genannter „Tom yum kung“-Restaurants Gelder mit Erpressung und Schutzgeld sammelten, um ihren bewaffneten Kampf in den mehrheitlich islamisch geprägten Südprovinzen Narathiwat, Yala, Pattani zu finanzieren. Seit 2004 sind über 1.700 Menschen ums Leben gekommen.

Erst vergangenen Montag explodierte eine Bombe in der Grenzstadt Sungai Kolok. Zwei Menschen starben und 16 wurden verletzt. Nach Angaben der thailändischen Polizei war der Sprengsatz in einen Motorrad versteckt und wurde wahrscheinlich mit einem Mobiltelefon gezündet. Ein Passant starb sofort, ein Soldat erlag später seinen Verletzungen. Das Attentat ereignete sich nur einen Tag, nachdem wahrscheinlich muslimische Militanten von einem Motorrad aus das Feuer auf einen Laden eröffneten und dabei einen lokalen Regierungsmitarbeiter und drei seiner Freunde tötete. Seit dem Ausbruch der Gewalt wird der Ort regelmäßig von Anschlägen heimgesucht. Der bisher schlimmste ereignete sich im Februar 2005, als eine Explosion in der Nähe eines Hotels fünf Menschen tötete und weitere 40 verletzte.

Gemäß einem Bericht der englischsprachigen Zeitung New Straits Times verlangt die malaysische Regierung Beweise für diese Behauptung und sagte, diese Äußerung sei „gegenstandslos“. Johari Baharom, Angehöriger des Ministeriums für Sicherheit, sagte: „Wenn das wahr ist, dann werden wir Untersuchungen anstellen. Aber zuerst brauchen wir Informationen.“

In der Vergangenheit hat die Regierung in Kuala Lumpur mit Separatisten aus Thailand Kontakt gehabt, obwohl diese eventuell nicht in den gegenwärtigen Aufstand verwickelt seien. Wan Kadir Che Wan, Anführer einer Gruppe mit dem Namen „Bersatu“, sagte gegenüber dem Nachrichtensender Al-Dschasira, dass die jungen Militanten nicht gewillt seien, mit der thailändischen Regierung zu verhandeln und glaubten, die Oberhand zu haben in dem Kampf, der in einen unabhängigen muslimischen Staat münden solle. Thailand hatte vor etwa 100 Jahren die südlichen Provinzen annektiert.

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September 28, 2005

Malaysia will aus Thailand geflohene Moslems noch nicht freigeben

Malaysia will aus Thailand geflohene Moslems noch nicht freigeben

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Artikelstatus: Fertig 17:33, 29. Sep. 2005 (CEST)
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Bangkok (Thailand) / Kuala Lumpur (Malaysia), 28.09.2005 – Die Flucht von 131 thailändischen Moslems ins benachbarte Malaysia ist immer noch nicht beendet. Die Flüchtlinge befinden sich nach wie vor in Malaysia unter der Aufsicht der dortigen Behörden. Die Regierung Malaysias gab gestern eine Erklärung ab, wonach sie den Zeitpunkt noch nicht für gekommen hält, die Flüchtlinge nach Thailand zurückzuschicken.

Zur Begründung sagte der stellvertretende Premierminister Malaysias Najib Razak: „Wir werden sie nicht nach Thailand entlassen, es sei denn, wir erhalten eine Zusicherung, dass ihre Menschenrechte nicht durch die thailändische Regierung eingeschränkt werden.”

Der Fall erhitzt seit Wochen die Gemüter thailändischer Politiker und führte zu einem diplomatischen Tauziehen zwischen den beiden betroffenen Regierungen. Durch die Einschaltung des Hochkommissariats für Flüchtlingsfragen der Vereinten Nationen (UNHCR) fühlte sich die Regierung Thailands an den Pranger gestellt. Sie vermutet hinter dem ganzen Flüchtlingsdrama eine Inszenierung, die darauf abzielt, die Anstrengungen zur Konsolidierung des zum Unruheherd gewordenen Süden Thailands zu torpedieren. Premierminister Thaksin Shinawatra stattete dem Sitz der Vereinten Nationen Anfang des Monats einen Blitzbesuch ab, bei dem er die Diplomaten des Weltforums beschuldigte, die thailändische Souveränität zu missachten und sich zum willfährigen Werkzeug der Aufständischen in Thailands südlichen Unruheprovinzen zu machen.

Vertreter des Hochkommissariats für Flüchtlingsfragen der UN halten sich derweil mit öffentlichen Erklärungen zurück. Ihr Sprecher Ron Redmond sagte: „Wir glauben jede öffentliche Erklärung zu diesen einzelnen Fällen würde eine bereits komplizierte Situation nur noch weiter verkomplizieren.“ Die thailändischen Flüchtlinge werden zurzeit von UN-Mitarbeitern in Malaysia zu den Hintergründen ihrer Flucht befragt.

Thailands Außenminister Kantathi Suphamongkhon erklärte, die Regierung würde eng mit Kuala Lumpur zusammenarbeiten, um das Flüchtlingsproblem zu lösen und die Sicherheit der 131 Moslems thailändischer Herkunft zu garantieren.

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September 5, 2005

Massenflucht von Moslems in Thailand jetzt Thema für UNHCR

Massenflucht von Moslems in Thailand jetzt Thema für UNHCR

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Artikelstatus: Fertig 23:21, 5. Sep. 2005 (CEST)
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Bangkok (Thailand) / Kuala Lumpur (Malaysia), 05.09.2005 – Mit der Flucht von 131 thailändischen Moslems aus den Unruhegebieten im Süden Thailands ins benachbarte Malaysia, die am Dienstag stattgefunden hatte, beschäftigt sich jetzt das UN-Hochkommissariat für Flüchtlingsfragen (UNHCR).

Damit ist genau das eingetreten, was die thailändische Regierung unter Ministerpräsident Thaksin Shinawatra vermeiden wollte: die Internationalisierung des Separatismusproblems im Süden des thailändischen Königreiches. Noch gestern hatte der Ministerpräsident gesagt: „Wir koordinieren (unsere Anstrengungen) um sicherzustellen, dass der Vorfall kein politisches Thema wird.“

Volker Turk, der Repräsentant des Hochkommissariats für Flüchtlingsfragen in Malaysia, erklärte, Mitarbeiter des Kommissariats würden in die Provinz Kelantan im Norden Malaysias entsandt, um die betroffenen Flüchtlinge aus Thailand zu interviewen.

Der Vorfall hatte bereits zu einem Austausch kontroverser Standpunkte zwischen den Regierungen der beiden beteiligten Länder geführt. Von malaysischer Seite war die Regierung Thailands aufgefordert worden, die Moslems im Süden so zu behandeln, dass die Bevölkerung Malaysias nicht durch Flüchtlingsprobleme belastet werde.

Thaksin Shinawatra hat die Flucht der 131 Thais muslimischen Glaubens nach Malaysia als „schmutzige Taktik“ verurteilt, die nur darauf abziele, die internationale Aufmerksamkeit auf das Problem zu ziehen. Die Thai-Moslems, unter ihnen 43 Kinder, befinden sich in Malaysia in einer Art Sicherungsverwahrung in der Nordprovinz Kelantan. Es werde befürchtet, thailändische Sicherheitskräfte könnten sie weiter verfolgen, um die Unruheherde im Süden Thailands zu ersticken.

Hintergrund

Hintergrund der Flüchtlingsbewegung ist eine explosive Situation in den Südprovinzen Thailands, in denen eine muslimische Bevölkerungsgruppe lebt, die sich im buddhistisch geprägten Thailand diskriminiert fühlt. Die Bevölkerungsgruppe bildet zwar im Königreich Thailand eine Minderheit, ist jedoch im Süden des Landes in der Mehrheit gegenüber den andersgläubigen Thais. Seit fast zwei Jahren sind in den Südprovinzen Attentate und Anschläge an der Tagesordnung, die nach offizieller Lesart von separatistischen islamistischen Kräften ausgehen. Seit Juli gilt in den Südprovinzen eine Notstandsverordnung mit massiver Militärpräsenz, die innerhalb des Landes wie auch seitens der UNO mit Kritik aufgenommen worden ist. In den letzten 20 Monaten sind in der Unruheregion über 900 Menschen durch Terrorakte ums Leben gekommen, die nach Ansicht der Regierung Thailands von islamistischen Separatisten, organisierten Banden und Drogendealern organisiert wurden.

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September 4, 2005

Thailändische Moslems über die Grenze nach Malaysia geflohen

Thailändische Moslems über die Grenze nach Malaysia geflohen

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Artikelstatus: Fertig 19:29, 4. Sep. 2005 (CEST)
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Bangkok (Thailand) / Kuala Lumpur (Malaysia), 04.09.2005 – Nach der Flucht von 131 Thailändern islamischen Glaubens nach Malaysia werden Forderungen laut nach einem Treffen zwischen dem thailändischen Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra und dem Regierungschef von Malaysia, Abdullah Badawi. Der Außenminister Malaysias, Syed Hamid Albar, hatte Thailand aufgefordert, die Sicherheit der Moslems im Süden Thailands zu garantieren, damit die Bevölkerung Malaysias nicht mit dem Flüchtlingsproblem aus dem benachbarten Thailand belastet werde.

Die Unruhen in den thailändischen Südprovinzen Narathiwat, Yala, Pattani, Satun und Songkhla sorgen seit Monaten für Spannungen in Thailand. Separatistische Kräfte versuchen durch Terror und Verbreitung von Angst die Lage zu destabilisieren. Ihr Ziel ist die Loslösung des mehrheitlich islamischen Südens vom buddhistisch dominierten Mutterland Thailand. Der Ministerpräsident Thailands hat daraufhin für die betroffene Region den Ausnahmezustand verhängt und versucht mit massiver Militärpräsenz die Lage zu kontrollieren.

Die Regierung Thailands vertritt den offiziellen Standpunkt, die Unruhen seien eine Folge der Aktivitäten einiger weniger militanter Kräfte in den Südprovinzen. Panitan Wattanayagorn, ein Wissenschaftler der Chulalongkorn-Universität, der die Sicherheitslage im Süden Thailands analysiert hat, vertritt jedoch den Standpunkt, dass die fehlende zwischenstaatliche Zusammenarbeit zur Bewältigung der Probleme des Südens wesentlich dazu beigetragen hat, dass die Spannungen weiter eskalierten. Die militanten Kräfte des Südens arbeiteten geduldig daran, die Spannungen im Süden Thailands so lange zu verschärfen, bis das Thema auf der internationalen Bühne präsentiert werden könne.

Die Massenflucht fand am Dienstag statt, nachdem ein Kirchenführer, Satopa Yuso, in einem Dorf im Bezirk Narathiwat erschossen worden war. Die Vermutung der Dorfbewohner, Soldaten der thailändischen Streitkräfte seien für die Tötung verantwortlich, wurde jedoch von offizieller Seite scharf zurückgewiesen.

Unterdessen hat ein islamischer Oppositionsführer Malaysias die Regierung Thailands gewarnt, das militärische Vorgehen der Regierung in Thailand sei nicht der richtige Weg, um die Probleme zu lösen. Nik Aziz, Regierungschef der an Thailand angrenzenden malaysischen Landesteile im Norden Malaysias forderte die thailändische Regierung zu Verhandlungen mit den Moslems auf: „Es gibt einen Grund für die Wut der Moslems in Thailand. Verhandelt mit ihnen. Gewalt erzeugt nur neue Gewalt.“

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