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April 9, 2006

Michael Hüther warnte vor übertriebenem Optimismus

Michael Hüther warnte vor übertriebenem Optimismus

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Köln (Deutschland), 09.04.2006 – Professor Michael Hüther, Chef des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), warnte vor übertriebenem Optimismus im Zusammenhang mit der Fußball-Weltmeisterschaft.

Hüther sieht derzeit in Deutschland Bestrebungen, die Konjunkturlage aufgrund des bevorstehenden Großereignisses falsch einzuschätzen. Er glaubt, eine Euphorie sei nicht angesagt – weder im Hinblick auf den Platz der Deutschen Nationalmannschaft noch im Hinblick auf die wirtschaftliche Lage Deutschlands.

Er stützt seine Aussage auf zurückliegende Fußball-Weltmeisterschaften weltweit. Nirgends war dieses sportliche Ereignis ein wesentlicher Motor zur Ankurbelung der Konjunktur.

Auch die deutsche Wirtschaft ist skeptisch, was die Arbeitslosigkeit angeht. Die Zahl der Arbeitslosen wird nach Meinung der Wirtschaft durch die WM nicht nicht nachhaltig vermindert werden können. Dafür seien die vier Fußballwochen einfach zu kurz.

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Quellen

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March 11, 2005

Wirtschaftsinstitute für Erhöhung der Mehrwertsteuer

Wirtschaftsinstitute für Erhöhung der Mehrwertsteuer

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Berlin (Deutschland), 11.03.2005 – Drei Wirtschaftsinstitute haben einen „Drei-Punkte-Plan vorgestellt“, mit dem ihrer Ansicht nach die Rahmenbedingungen für die deutsche Wirtschaft schnell und nachhaltig verbessert werden könnten.

Der Plan der Professoren Michael Hüther vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW), Thomas Straubhaar vom HWWA-Institut für Wirtschaftsforschung Hamburg (HWWA) und Klaus F. Zimmermann vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) und dem Institut zur Zukunft der Arbeit Bonn) (IZA) sieht vor, die Abgaben zur Arbeitslosenversicherung um einen Prozentpunkt zu senken sowie den Solidaritätszuschlag vollkommen zu streichen. Dies würde die Einkommen merklich entlasten. Die dadurch fehlenden Einnahmen von 18 Milliarden Euro im Bundeshaushalt sollten durch ein Anheben des Normalsatzes der Mehrwertsteuer um zwei Prozentpunkte von derzeit 16 Prozent auf 18 Prozent gegenfinanziert werden. Gegenfinanzierungen durch weitere Einsparungen seien unrealistisch, so die Analyse der Wirtschaftsinstitute. Die Absenkung der Arbeitslosenversicherungsabgabe, die anteilig von Arbeitgeber und Arbeitnehmer entrichtet wird, soll Anreize für neue Arbeitsplätze und mehr beschäftigungsintensive Investitionen schaffen.

Nach dem vorliegenden Programm müsse der Kündigungsschutz weiter gelockert werden. So empfehlen die Institute in ihrem Papier, die Befristung vor Arbeitsverträgen ohne Angabe sachlicher Gründe auf alle Arbeitsverhältnisse auszuweiten. Bisher seien nur Arbeitsverträge bei Arbeitnehmern über 52 Jahren befristbar. Es sei ferner zu prüfen, ob der Kündigungsschutz nicht mittelfristig durch eine Abfindungsregelung zu ersetzen sei.

Die Bundesregierung sei in Zukunft angewiesen, die Entbürokratisierung gerade in den Wachstumsbranchen voranzutreiben und nicht durch neuerliche Programme, wie dem geplanten Antidiskriminierungsgesetz, zu blockieren, so die Empfehlung des Programmes.

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und die Vorsitzenden von CDU und CSU, Angela Merkel und Edmund Stoiber, wollen kommenden Donnerstag über die Möglichkeiten für ein gemeinsames Vorgehen gegen die Massenarbeitslosigkeit zusammenkommen. Den Zehn-Punkte-Plan der CDU/CSU hatte der Kanzler bereits im Vorfeld der Verhandlungen abgelehnt.

In einem Interview nach dem Spitzengespräch mit der deutschen Wirtschaft in München hat Bundeskanzler Schröder heute eine Anhebung der Mehrwertsteuer ausgeschlossen. Als Begründung gab er an, dies wäre in der gegenwärtigen Situation nicht hilfreich.

Quellen

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