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August 8, 2005

Marinekommandeur Kurojedow wird nach U-Boot-Rettung entlassen

Marinekommandeur Kurojedow wird nach U-Boot-Rettung entlassen

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Moskau / Petropawlowsk-Kamtschatski (Russland), 08.08.2005 – Marinekommandeur Admiral Wladimir Kurojedow muss einen Tag nach der Rettung des russischen U-Boots seinen Hut nehmen. Wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mitteilte, sei mit einer Vertragsverlängerung mit Kurojedow wegen dessen schlechter Gesundheit und der jüngsten Ereignisse nicht zu rechnen. Russische Führungsoffiziere über 60 Jahre erhalten lediglich Jahresverträge.

Der Grund für die Entlassung: Admiral Kurojedow trat während der dreitägigen Rettungsaktion für das U-Boot nicht in Erscheinung, da er sich im Krankenhaus befand. Aber: Es war bereits das dritte schwere U-Boot-Unglück unter Kurojedows Amtsführung nach dem Untergang der Kursk im Jahr 2000.

Möglicher Nachfolger für Kurojedow ist der Stabschef der Marine, Admiral Wladimir Massorin.

Quellen

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August 7, 2005

Russische U-Boot-Besatzung nach drei Tagen gerettet

Russische U-Boot-Besatzung nach drei Tagen gerettet

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Halbinsel Kamtschatka

Moskau / Petropawlowsk-Kamtschatski (Russland), 07.08.2005 – Die Mannschaft des russischen Pris-U-Bootes „AS-28“, das am Freitag vor der Halbinsel Kamtschatka in der Berjosowaja-Bucht bei Petropawlowsk-Kamtschatski gesunken war, konnte um 07:25 Uhr Ortszeit von Spezialisten der Royal Navy befreit werden. Alle sieben Seeleute wurden gerettet.

Das Mini-U-Boot wurde mit Hilfe eines ferngesteuerten Unterwasserfahrzeugs (Remotely Operated Vehicle, ROV) aus seiner misslichen Lage befreit. Die Mannschaft, die drei Tage bei Temperaturen um sechs Grad Celsius in 190 Meter Tiefe verbringen musste, ist anscheinend wohlauf. Der kritische Faktor bei der Operation war die Frage, wie lange der Sauerstoff reichen würde. Um Energie zu sparen, wurden alle nicht dringend benötigten Stromverbraucher ausgeschaltet. Die Mannschaft trug wegen der Kälte Wärmeschutzanzüge und legte sich flach auf den Boden. Sie wurde angewiesen, flach zu atmen, um Sauerstoff zu sparen.

Über die Ursache für die Manövrierunfähigkeit des U-Boots gibt es widersprüchliche Meldungen. Zunächst war von einem Schleppnetz die Rede gewesen, das sich um die Schiffsschraube gewickelt hatte. Dann wurde über ein unterseeisches militärisches Frühwarnsystem zur Küstenüberwachung berichtet, in dem sich das U-Boot verfangen hatte.

Nachdem mit Hilfe des ferngesteuerten Unterwassergefährts viele Taue oder Kabel um das Schiff herum durch geschnitten worden waren, konnte das U-Boot aus eigener Kraft die Wasseroberfläche erreichen, indem ein Ballasttank mit Luft geflutet wurde.

Die Mannschaft öffnete die Luke und kletterte aus eigener Kraft auf das Schiffsdeck. Auf dem Schiff „Alagez“ wurde sie mit Erster Hilfe versorgt und dann zu einem Militärkrankenhaus in Petropawlowsk-Kamtschatski gebracht.

Der stellvertretende Marinestabschef, Konteradmiral Pepeljajew, bedankte sich „bei unseren Kollegen für ihre gemeinsame Arbeit“, die es ermöglicht habe, die Rettung in der zur Verfügung stehenden Zeit zum Abschluss zu bringen – „konkret, bevor der Sauerstoff ausgeht.“ Die von den USA bereitgestellten technischen Hilfen kamen nicht mehr zum Einsatz. Der russische Verteidigungsminister Sergej Iwanow sagte, „Wir haben in Taten, nicht in Worten, erlebt, was Bruderschaft der Weltmeere bedeutet.“

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August 5, 2005

Russisches U-Boot verunglückt

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Russisches U-Boot verunglückt

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Artikelstatus: Fertig 22:14, 6. Aug 2005 (CEST)
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Moskau / Petropawlowsk-Kamtschatski (Russland), 05.08.2005 – Vor der ostasiatischen Halbinsel Kamtschatka ist ein russisches U-Boot des Typs „Pris“ mit sieben Matrosen gesunken. Das U-Boot sei bei einer Übung am Mittwoch auf 180 Meter unter NN gesunken, nachdem sich Fischernetze in der Schiffsschraube verfangen haben. Wie lange der Sauerstoffvorrat an Bord des Rettungsbootes reicht, ist nicht ganz klar. Schätzungen gehen von 24 Stunden bis fünf Tagen aus.

Neben russischen Einheiten ist mittlerweile auch eine japanische Flotte mit vier Schiffen, darunter ein Spezialschiff zur U-Boot-Rettung, und 380 Mann Besatzung zum Unglücksort unterwegs. Ein Sprecher erklärte, man sei zuversichtlich die Eingeschlossenen rechtzeitig befreien zu können. Die russische Regierung hatte Japan und die USA um Unterstützung gebeten, da diese über entsprechende Spezialausrüstung verfügen.

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