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December 12, 2005

Rassistische Ausschreitungen in Australien

Rassistische Ausschreitungen in Australien

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Artikelstatus: Fertig 19:31, 13. Dez. 2005 (CET)
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Unruhen am Strand von Cronulla

Canberra (Australien), 12.12.2005 – Bei rassistischen Ausschreitungen in Australien sind am Wochenende des 10. und 11. Dezember 30 Menschen verletzt worden. Nachdem sich etwa 5.000 Menschen auf dem Strand von Cronulla versammelt hatten, die Nationalflaggen schwenkten und rassistische Lieder sangen, griffen sie fremdländisch arabisch aussehende Menschen an.

Daraufhin wurden 16 Menschen festgenommen. Der australische Ministerpräsident John Howard lehnte es in öffentlichen Stellungnahmen ab, die Teilnehmer an der Zusammenrottung Rassisten zu nennen. espace.ch zitiert ihn mit den Worten: „Das ist ein Begriff, mit dem so oft um sich geworfen wird, dass ich das nicht auch tun werde.“ Der Oppositionspolitiker Kevin Rudd wirft John Howard vor, den Kopf in den Sand zu stecken. Er kritisiert vor allem die Aussage Howards, die rassistischen Ausschreitungen würden das Ansehen Australiens nicht beschädigen. Peter Beattie, der Ministerpräsident von Queensland, sagte, dass sich die meisten Australier für die rassistischen Ausschreitungen schämten. Die Regierung von News South Wales will die Ausschreitungen mit der Anwendung eines Notstandsgesetzes, das der Polizei zusätzliche Rechte einräumt und zuletzt während der Olympischen Sommerspiele im Jahr 2000 angewandt wurde, beenden.

Quellen

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April 25, 2005

Kronprinzessin Mary erwartet ein Baby

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Kronprinzessin Mary erwartet ein Baby

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Mary and Frederik 2005

Kopenhagen (Dänemark), 25.04.2005 – Wie das dänische Königshaus heute Mittag meldete, erwartet das Kronprinzenpaar Mary und Frederik im Oktober 2005 das erste Mal Nachwuchs.

Ob es sich dabei um einen Jungen oder Mädchen handelt, wird vom Hofsprecher in Schloss Amalienburg als Privatsache des königlichen Paares bezeichnet. In der dänischen Öffentlichkeit wird derweil diskutiert, ob im Falle eines Mädchens das Grundgesetz geändert werden solle. Ein Junge würde automatisch Thronfolger nach seinem Vater werden. Ein Mädchen könnte nur dann Königin von Dänemark werden, wenn sie keinen Bruder bekommt.

Beobachter gehen davon aus, dass ein Sohn Christian heißen würde – auf einen Frederik folgt grundsätzlich ein Christian in Dänemark, er wäre dann König Christian XI. -, oder aber, falls es ein Mädchen wird, Margrethe – da es bisher nur zwei Königinnen gab und beide so hießen. Sie wäre dann Margrethe III.

Bei einer Online-Umfrage von Danmarks Radio zeichnet sich eine leichte Mehrheit für den Wunsch ab, dass es ein Mädchen werden möge. Ein Indiz für den Wunsch des Volkes, dass die „überkommene“ Thronfolgeregelung geändert wird?

Dafür braucht es aber Zeit im „Staate Dänemark“. Um das Grundgesetz von 1849 zu ändern, müssen drei Phasen durchlaufen werden:

  1. Das jetzige Folketing muss einem entsprechenden Antrag zustimmen.
  2. Nach den nächsten Folketingswahlen, die regulär erst erst 2009 stattfinden, muss das neugewählte Parlament erneut diesem Antrag zustimmen.
  3. Bei der dann erforderlichen Volksabstimmung müssen nicht nur eine absolute Mehrheit der „teilnehmenden“, sondern auch mindestens 40 Prozent der „stimmberechtigten“ Dänen dafür sein.

Mary und Frederik heirateten am 14. Mai 2004 unter Anteilnahme der Weltöffentlichkeit. Mary Donaldson stammt aus Australien und ist bürgerlicher Herkunft von schottischen Einwanderern. Sie lernten sich bei den Olympischen Sommerspielen 2000 in Sydney kennen. Das Paar, und besonders Mary, gilt in Dänemark als äußerst populär. Anders als in Norwegen und anderen Ländern gibt es hier einen überwältigenden Rückhalt für die Monarchie in der Bevölkerung.

Dänemark ist das älteste Königreich der Welt, doch hatte es bisher nur zwei Königinnen:

  • Margarethe I. (1353-1412) übernahm eigentlich nur die Vormundschaft für ihren minderjährigen Sohn, der früh verstarb, und war danach defacto die mächtigste Regentin des gesamten Mittelalters.
  • Margrethe II. (geb. 1940) wurde Königin, weil es keinen männlichen Thronfolger gab.

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Quellen

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