Marburger Bund: 15.000 Ärzte im Ausstand

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Artikelstatus: Fertig 19:13, 26. Jul. 2006 (CEST)
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Berlin / Braunschweig / Ingolstadt / Schleswig (Deutschland), 26.07.2006 – Die bundesweiten Aktionen der Ärzte erreichten heute einen neuen Höchststand. 14.800 Ärzte an den kommunalen Kliniken in elf Bundesländern und 122 Städten befanden sich nach Auskunft des Marburger Bundes heute im Ausstand. In Braunschweig, Ingolstadt und Schleswig gingen die Ärzte auf die Straße, um ihren Forderungen in der aktuellen Tarifauseinandersetzung mit den kommunalen Arbeitgebern, die in der Vereinigung kommunaler Arbeitgeber (VKA) zusammengeschlossen sind, Nachdruck zu verleihen.

Etwa 800 Ärzte demonstrierten heute auf der zentralen Kundgebung für Norddeutschland in Braunschweig mit Rasseln, Transparenten und Trillerpfeifen für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Gehälter. Die nach Angaben des Veranstalters 2.000 Ärzte von 38 bayerischen Kliniken, die in Ingolstadt demonstrierten, rief der Vorsitzende des Marburger Bundes, Frank Ulrich Montgomery, dazu auf, die Streiks noch weiter zu intensivieren. Den Arbeitgebern rief er zu: „Diese Arbeitgeber brauchen offenbar noch Nachhilfe in Tarifpolitik.“ Er warf den Arbeitgebern vor, kein brauchbares Angebot vorgelegt zu haben. Auch zu einer Schlichtung seien die Arbeitgeber offenbar nicht bereit. Diese hatten eine Schlichtung gestern abgelehnt. Hauptstreitpunkt sind offenbar immer noch die Gehaltsforderungen der Ärztegewerkschaft, die eine Erhöhung um 15 Prozent verlangen. Die Tarifverhandlungen waren am 18. Juli für gescheitert erklärt worden. Die Streiks der Ärzte an den kommunalen Krankenhäusern hatten am 26. Juni begonnen. Rund 70.000 Ärzte sind in Deutschland an den etwa 700 Krankenhäusern in kommunaler Trägerschaft beschäftigt.

Quellen