WikiNews de

October 17, 2014

Tödliche Wetterkapriolen in Nepal

Tödliche Wetterkapriolen in Nepal – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Tödliche Wetterkapriolen in Nepal

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 17.10.2014, 14:10 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Nepal

Blick auf den Thorong La Pass

Kathmandu (Nepal), 17.10.2014 – Oktober ist die Haupttrekkingsaison in Nepal kurz vor dem Einbruch des Winters. Seit Anfang der Woche aber führten ungewöhnlich starker Wind verbunden mit sehr frühem starkem Schneefall entlang von Trekkingrouten und in Weidegebieten zu mindestens 26 Toten, darunter sind auch ausländische Touristen. Besonders betroffen sind Distrikte im Nord-Westen des Landes die sich rund 200 km westlich von Kathmandu und nördlich von Pokhara im Gebiet um den Annapurna befinden. Im Distrikt Manang starben ein indischer und vier kanadische Wanderer beim Abgang einer Lawine. Auch drei nepalesische Hirten starben dort durch den Einfluss des Wetters. Im Distrikt Mustang kamen in einem Schneesturm zwei polnische und ein israelischer Wanderer sowie ihr nepalesicher Begleiter am Thorong La Pass ums Leben. Der Pass liegt im Verlauf der bei Wanderern beliebten Rundstrecke um das Annapurna Massiv. Fünf deutsche, fünf polnische und vier israelische Wanderer wurden von der nepalesischen Armee gerettet, nachdem sie vom Schnee im gleichen Gebiet eingeschlossen worden waren. Ein deutscher Tourist hatte sich ein Bein gebrochen, andere Wanderer wurden mit Erfrierungen nach Kathmandu ins Krankenhaus gebracht. In Mustang starben dazu noch acht Nepalesen in Folge des Wettereinbruchs, der als Folge des Zyklons Hudhud gilt, der zuvor an der Ostküste Indiens gewütet hatte. Klimaexperten weisen aber auch darauf hin, dass durch den Klimawandel die Zahl der Lawinen im Himalaya generell gestiegen ist.

Die Behörden gehen davon aus, dass mit einer Wetterbesserung noch weitere Tote entdeckt werden. So werden nach einem Lawinenabgang, der das Basislager des Dhaulagiri in der Nachbarschaft des Annapurna traf noch zwei slowakische Bergsteiger und drei nepalesische Bergführer vermisst, ohne das Hoffnung besteht. Genaue Zahlen über die Wanderer und Bergsteiger, die sich in den betroffenen Gebieten aufhalten, liegen den Behörden nicht vor, üblicherweise sind tausende an Touristen zu dieser Zeit dort unterwegs. Man geht aber von mindestens 85 noch vermissten Personen aus.

Dies ist bereits das zweite große tödliche Ereignis in den Bergen Nepals in diesem Jahr. Im April waren durch eine Lawine auf der nepalesischen Seite des Mount Everest 16 nepalesische Bergführer getötet worden, dies war die grösste Zahl an Toten, die bisher in einem einzelnen Ereignis im Zusammenhang mit dem Tourismus in den Bergen Nepals verzeichnet wurde. Aus Respekt waren damals viele Touren im Everest Gebiet abgesagt worden, was die lokale Wirtschaft, die vom Tourismus lebt nicht unerheblich getroffen hat.

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

May 24, 2010

Rekord: 13-jähriger bezwang Mount Everest

Rekord: 13-jähriger bezwang Mount Everest

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 23:05, 24. Mai 2010 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Kathmandu (Nepal), 24.05.2010 – Der 13-jährige US-Amerikaner Jordan Romero hat den höchsten Berg der Erde, den Mount Everest auf dem selbstgesteckten Ziel, alle sieben höchsten Berge der Erde zu erklimmen, zusammen mit seinem Vater, seiner Großmutter und sieben Sherpas erfolgreich bezwungen. Inspiriert wurde der heute 13-jährige im Alter von 10 Jahren durch ein Wandgemälde in seiner Schule in Big Bear, einer Kleinstadt in Kalifornien, welches ebendiese zeigte. Hintergrund ist eigenen Angaben zufolge, dass er andere Kinder animieren will, die Natur aktiv zu erleben.

Romero hat sich inspirieren lassen durch ein Wandgemälde seiner Schule (welches die sieben höchsten Berge der sieben Kontinente zeigte) zum Ziel gesetzt, den jeweils höchsten Berg auf allen sieben Kontinenten zu ersteigen. Als ersten der „Seven Summits“ bezwang er im Alter von zehn Jahren den Kilimandscharo, Afrika, kurz darauf den Mount Kosciuszko, Australien. Ein Jahr später stand er auf den Gipfeln des Elbrus für Europa, des Aconcagua für Südamerika sowie des Mount McKinley für Nordamerika. Hintergrund sei die Idee, andere Kinder aufzurufen, erreichbare selbstgesteckte Ziele zu verfolgen und über sich hinauszuwachsen. Als letztes Ziel fehlt dem heute 13-jährigen noch der Gipfel des Vinson-Massivs für die Antarktis.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Sport

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

May 28, 2008

Ende der Monarchie in Nepal beschlossen

Ende der Monarchie in Nepal beschlossen – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Ende der Monarchie in Nepal beschlossen

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 14:23, 28. Mai 2008 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Lage Nepals

Kathmandu (Nepal), 28.05.2008 – Nach zehn Jahren Unruhen und 239 Jahren Monarchie ruft das nepalesische Parlament in Kathmandu heute die Republik aus.

König Gyanendra wurde von den Maoisten, einer der wesentlichen Konfliktparteien des Bürgerkriegs, aufgefordert, den Königspalast zu verlassen und sich als „gewöhnlicher Bürger“ unter Verlust seiner Privilegien in sein Volk einzureihen. Ihm wurde hierzu eine Frist von 15 bis 30 Tagen eingeräumt, nachdem andere zuvor seine sofortige Vertreibung gefordert hatten. Nepalnews.com berichtete, dass der Narayanhity Königspalast in ein Nationalmuseum umgewandelt werden solle.

Dem Maoistenführer Krishna Bahadur Mahara zufolge wird die formelle Abschaffung der Monarchie problemlos vonstattengehen, da die meisten Parteien im Parlament dafür seien. Bereits im Dezember stimmten 270 von 273 Politikern für eine Verfassungsänderung, welche den Weg Nepals in die Republik zum Ziel hatte.

Die traditionell hohe Wertschätzung des Hindukönigs, der von vielen der Nepalesen als Reinkarnation eines Hindugottes angesehen wurde, konnte König Gyanendra in den Jahren seiner Herrschaft nie für sich gewinnen, nachdem sein vom Volk geliebter Vorgänger und Vater, König Birendra, im Juni 2001 in einem Familienmassaker ermordet worden war. 2005 hatte Gyanendra das Parlament aufgelöst, die Regierung abgesetzt und sich zum Alleinherrscher gemacht, womit er auch bei vielen der königstreuen Bevölkerungsteilen an Rückhalt verlor.

Die heute stattfindende konstituierende Versammlung wird demnach im Laufe des Tages die formale Ausrufung der Bundesrepublik Nepal vornehmen.

Die Bevölkerung des Vielvölkerstaates hofft auf stabilere und friedlichere Zeiten in einer maoistisch geführten Regierung, welche eine der treibenden Kräfte im Friedensprozess des Landes war. Im Ausland wird vielerorts bezweifelt, dass die ehemaligen Rebellen die Regierungsgeschäfte ebenso beherrschen werden wie den Bürgerkrieg.

Unterdessen haben im ganzen Land die Feierlichkeiten zum Beginn der Republik begonnen. Menschenrechtsgruppen und Bürgerbewegungen haben zu Umzügen und Kundgebungen aufgerufen, auch die Kader der Parteien haben ihre Mitglieder aufgefordert, an diesem historischen Ereignis teilzunehmen.

Themenverwandte Artikel

  • Nepal feiert: König Gyanendra entmachtet (19.05.2006)
  • Nepal: Parlament entmachtet den König (18.05.2006)
  • Portal:Nepal

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

March 15, 2008

Unruhen in Tibet

Unruhen in Tibet – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Unruhen in Tibet

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 21:10, 15. Mär. 2008 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Lhasa (Volksrepublik China), 15.03.2008 – In der Hauptstadt von Tibet, Lhasa, kam es nach Protesten von buddhistischen Mönchen und Studenten in den vergangenen Tagen zu schweren Unruhen. Nach unbestätigten Angaben der tibetischen Exilregierung habe es bei Zusammenstößen zwischen den Demonstranten und chinesischen Sicherheitskräften etwa 100 Tote gegeben. Die offizielle chinesische Presseagentur Xinhua gab die Zahl der Toten mit 10 an, darunter zwei Hotelangestellte und zwei Ladeninhaber, die von dem randalierenden „Mob“, wie sich die Agentur ausdrückte, angegriffen worden seien. Weiter sagte die chinesische Presseagentur, die Toten seien ausschließlich unschuldige Zivilisten, von denen die meisten verbrannt seien. An 160 Stellen der Stadt seien Feuer gelegt worden, darunter 40 Großfeuer.

Nach Angaben der tibetischen Exilregierung, die sich in Nordindien befindet, wurden bis heute mindestens 30 Menschen getötet. Diese Zahl sei bestätigt, weiterhin ist von insgesamt 100 unbestätigten Toten die Rede.

Radio Free Asia (RFA) zufolge wurde die tibetische Hauptstadt nach den anti-chinesischen Protesten von Sicherheitskräften abgeriegelt. RFA beruft sich auf tibetische Quellen, denen zufolge chinesische Soldaten auf Demonstranten in der Nähe des Jokhang-Klosters geschossen haben sollen. Diese Aussagen konnten von unabhängigen Quellen jedoch nicht bestätigt werden. Chinesische Geschäfte seien zerstört, angezündet und die Waren auf der Straße verbrannt worden. Entsprechende Meldungen liegen auch von der chinesischen Presseagentur Xinhua vor.

RFA berichtet weiterhin von 1.000 buddhistischen Mönchen, die am Freitag vom Kloster Labrang kommend einen Protestmarsch anführten. Militär- und Polizeikräfte hätten den Zug jedoch gestoppt, bevor er das Gebäude der Lokalregierung erreichte. Die Demonstranten sollen tibetische Fahnen getragen und Rufe skandiert haben wie „Lang lebe der Dalai Lama!“ und „Freies Tibet!“. Auch von anderen Klöstern wurde über ähnliche Demonstrationen berichtet.

Die Proteste begannen am 10. März, dem 49. Jahrestag des tibetischen Aufstandes gegen die Vorherrschaft Chinas in Tibet im Jahre 1959, der damals von der chinesischen Armee niedergeschlagen wurde. Damals begab sich der Dalai Lama ins Exil.

Die chinesischen Strafverfolgungsbehörden erklärten Xinhua zufolge, sie hätten die Situation unter Kontrolle, und forderten die Teilnehmer der gewaltsamen Proteste auf, sich den Behörden zu stellen. In der Erklärung wurden die „Gesetzesbrecher“ (Xinhua) aufgefordert, sich bis Mitternacht am Montag zu ergeben, für diesen Fall wurde ihnen Nachsicht zugesichert. Denjenigen, die sich ergeben und außerdem Informationen über andere „Gesetzesbrecher“ liefern, wurde Straffreiheit versprochen.

Die chinesische Provinzregierung der autonomen Region Tibet beschuldigte den Dalai Lama, das religiöse Oberhaupt der Tibeter, die gewaltsamen Ausschreitungen angeheizt zu haben. Es gebe genug Beweise, dass die „Dalai Clique“ die jüngsten Sabotageakte organisiert, geplant und ideologisch vorbereitet habe.

Der Dalai Lama hatte die chinesische Regierung am Freitag aufgefordert die Gewalt zu beenden. Er sagte, er sei tief besorgt über die Situation in Tibet, die sich dort nach friedlichen Protesten entwickelt habe. Seine Landsleute drängte er dazu, nicht zur Gewalt zu greifen.

Auch im Ausland protestierten im Exil lebende Tibeter gegen die chinesische Vorherrschaft in Tibet. In der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu protestierten rund 200 tibetische Demonstranten vor dem Büro der Vereinten Nationen. 20 Demonstranten seien von der Polizei festgenommen worden. In Sydney wurde das chinesische Konsulat von Exil-Tibetern gestürmt. Die australische Polizei nahm sieben Demonstranten fest. Im indischen Dharamshala brachen Tibeter erneut zu einem Marsch in Richtung der chinesischen Grenze auf. Vor zwei Tagen hatte es bereits einen ähnlichen Marsch gegeben, den die indische Polizei jedoch dann beendet hatte. Dabei waren 102 Demonstranten festgenommen worden.

Besondere Brisanz gewinnen die Unruhen in Tibet und die Reaktion der chinesischen Regierung darauf, da im Sommer in Peking die Olympischen Sommerspiele stattfinden. Jacques Rogge, der Prädident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), wollte sich derweil nicht zur Gewalt in Tibet äußern.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:China
  • Portal:Tibet

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 28, 2007

Nepal schafft die Monarchie ab

Nepal schafft die Monarchie ab – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Nepal schafft die Monarchie ab

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 22:22, 28. Dez. 2007 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Kathmandu (Nepal), 28.12.2007 – Das Parlament in Nepal traf heute eine wichtige Entscheidung zur künftigen Staatsform des Landes: Die Abgeordneten stimmten für einen Verfassungszusatz, mit dem das Ende der Monarchie im dem südasiatischen Staat eingeläutet wird.

Nepal schafft die Monarchie ab
Durch die Abstimmung von heute wird sichergestellt, dass der König direkt nach den Wahlen aus seinem Amt entfernt wird.
Nepal schafft die Monarchie ab

– Nepals Innenminister Krishna Prasad Situala

Wie der Sprecher des Parlaments bekannt gab, stimmten 270 von 273 Politikern, die an der Abstimmung teilgenommen haben, für die Verfassungsergänzung, drei Abgeordnete votierten dagegen. Die erforderliche Zweidrittelmehrheit wurde damit deutlich erreicht. Durch das Ergebnis der heutigen Abstimmung wird Nepal zu einer föderalistischen demokratischen Republik. Mitte April 2008 werden die 601 Mitglieder der verfassungsgebenden Versammlung gewählt. Diese Versammlung kann dann eine neue Verfassung mit einer einfachen Mehrheit verabschieden. Bis zur ersten Sitzung der Versammlung bleibt König Gyanendra im Amt. Die Versammlung wird nach einem Mischverfahren gewählt. Die Parteien ernennen 26 Mitglieder, 335 werden nach dem Verhältniswahlrecht gewählt und 240 nach dem direkten Mehrheitswahlrecht.

Mit der Abschaffung der Monarchie haben die nepalesischen Maoisten eines ihrer Kernziele erreicht. Laut Medienberichten wollten die meisten anderen Parteien die Frage der Staatsform der verfassungsgebenden Versammlung überlassen. Mit ihrem Rückzug aus der Regierung im September dieses Jahres wollten die Maoisten, die lange Zeit gewaltsam gegen die Monarchie gekämpft haben, ihrer Forderung Nachdruck verleihen. Schließlich hatten sieben Parteien ein 23-Punkte Programm unterzeichnet, das die Grundlage für die heutige Abstimmung war. Vermutlich werden die Maoisten nun wieder in die Regierung zurückkehren. Innenminister Krishna Prasad Situala sagte zur Parlamentsabstimmung: „Durch die Abstimmung von heute wird sichergestellt, dass der König direkt nach den Wahlen aus seinem Amt entfernt wird.“ Krishna Bahadur Mahara, der Vorsitzende der Maoisten sprach laut „AFP“ von einem weiteren historischen Schritt für das Land.

Im Jahr 2005 hatte König Gyanendra die Regierung abgesetzt, das Parlament aufgelöst und die alleinige Herrschaft übernommen, wodurch er den Rückhalt in der Bevölkerung verlor. Seine Entscheidung hatte der König damit begründet, dass nur so die Korruption und der Aufstand der Maoisten bekämpft werden könne. Seine Macht musste Gyanendra nach Protesten im April letzten Jahres schrittweise abgeben. Zunächst hatte die zivile Regierung ihn seiner Stellung als oberster Kommandant der Armee enthoben, bevor sie seine Immunität aufgehoben haben.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

October 27, 2006

Nepal: Fünf Tote durch randalierenden Elefanten

Nepal: Fünf Tote durch randalierenden Elefanten

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 14:37, 27. Okt. 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Kathmandu (Nepal), 27.10.2006 – Laut Behördenangaben starben in der vergangenen Woche in Nepal fünf Menschen durch einen randalierenden Elefanten. Einheimische hatten zuvor noch versucht, das Tier duch Feuer und Feuerwerkskörper zu vertreiben. Ein Polizist sagte: „Das Tier randaliert in der Nacht, und verschwindet dann wieder im Dschungel.“

Umweltschützer machen die Zerstörung der natürlichen Lebensräume der Elefanten für solche Vorfälle verantwortlich. Dadurch würden die Tiere gezwungen, auf Feldern nach Nahrung zu suchen, was zum Konflikt mit der Bevölkerung führt. Einer Studie des WWF zufolge leben nur noch um die 100 Elefanten in Nepal.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:WWF

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

July 8, 2006

Nepal: Journalisten fordern Schutz der Pressefreiheit

Nepal: Journalisten fordern Schutz der Pressefreiheit

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 23:34, 8. Jul. 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Kathmandu (Nepal), 08.07.2006 – Am Freitag forderte der Präsident der „Federation of Nepalese Journalists“ (FNJ) bei einem Treffen mit dem Ausschuss, der eine Übergangsverfassung erarbeiten soll, dass der Schutz der Pressefreiheit in die Präambel der Verfassung aufgenommen wird. Der Journalistenvereinigung FNJ gehören nach eigenen Angaben mehr als 5.000 Mitglieder an, die in Nepal als Journalisten tätig sind.

Der Präsident der Journalistenvereinigung, Bishnu Nisthuri, sagte, die Pressefreiheit müsse so geschützt werden, dass sie zu keinem Zeitpunkt in der Zukunft von irgendeiner Organisation eingeschränkt werden könne. Zudem forderte Bishnu Nisthuri die Schaffung eines unabhängigen Presserates. Mahendra Bista, Generalsekretär der FNJ, verlangte vom Verfassungsausschuss, alle bestehenden Regelungen zu beseitigen, die Einschränkungen für Medien enthalten. Andere Journalisten, die an dem Treffen teilnahmen, sagten, die Regierung dürfe die Medien in keiner Weise kontrollieren.

Nachdem König Gyanendra im Februar 2005 die Macht in Nepal übernommen hatte, war von der Regierung eine einwöchige Blockade aller Telefon- und Internetverbindungen verhängt worden. Medien unterlagen in dieser Zeit einer starken Zensur. Am 28. April war nach Protesten gegen den König das Parlament wieder eingesetzt worden, das den König in einer seiner ersten Sitzungen faktisch entmachtet hat. Nun soll eine neue Verfassung erarbeitet werden und dann über Neuwahlen der Weg zu einem parlamentarischen Neuanfang des Landes eingeschlagen werden.

Themenverwandte Artikel

  • Nepal: Parlament entmachtet den König (18.05.2006)
  • Nepal: Telefon- und Internetblockade beendet (12.02.2005)

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

June 18, 2006

Nepal: Maoistische Rebellen treten in die Regierung ein – Parlament wird aufgelöst

Nepal: Maoistische Rebellen treten in die Regierung ein – Parlament wird aufgelöst

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 14:44, 18. Jun. 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Nepal

Kathmandu (Nepal), 18.06.2006 – Die nepalische Regierung wird das Parlament auflösen und mit den Maoisten eine Interimsregierung bilden. Das haben beide Seiten nach Friedensgesprächen zwischen Premierminister Girija Prasad Koirala und Maoistenführer Prachanda am Freitag, dem 16. Juni, in Kathmandu erklärt. Ein Zeitrahmen wurde nicht vereinbart. Prachanda betonte, dass die Maoisten anstrebten, die Regierungsbildung innerhalb eines Monats abzuschließen. Nach der Bildung der Übergangsregierung wollen die Maoisten ihre Machtstrukturen in ländlichen Gebieten abbauen, so genannte „Volksregierungen“, die es vor allem im entlegenen Westen Nepals gibt. Uneinigkeit zwischen Regierung und Rebellen gibt es noch in der Frage, ob die Monarchie abgeschafft werden soll. Die Regierung plädiert für einen Erhalt der Monarchie, nachdem sie die Machtbefugnisse und Privilegien des Königs stark beschnitten hat.

Politik und Presse in Nepal haben die Ergebnisse der Verhandlungen, die ein Ende des zehnjährigen Aufstandes der Maoisten einleiten könnten, weitgehend positiv aufgenommen. Einige Kritiker betonen, dass die Zugeständnisse an die Maoisten zu weit gingen und dass die Rebellen nicht erklärt hätten, ihre Waffen abzugeben.

Der maoistische Aufstand und die bürgerkriegsähnlichen Zustände in Nepal haben in den letzten zehn Jahren 13.000 Menschen das Leben gekostet. Im Februar 2005 hatte König Gyanendra die Regierungsmacht an sich gerissen, das Parlament aufgelöst und die Regierung abgesetzt. Nach massiven Protesten hatte Gyanendra seine Alleinherrschaft im Mai dieses Jahres aufgegeben.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

May 19, 2006

Nepal feiert: König Gyanendra entmachtet

Nepal feiert: König Gyanendra entmachtet

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 20:50, 19. Mai 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Kathmandu (Nepal), 19.05.2006 – Die Nepalesen feiern die gestrige Entmachtung des Königs heute auf den Straßen des Landes als ihren Sieg. Girija Prasad Koirala, der Ministerpräsident der Übergangsregierung, erklärte den heutigen Tag zum nationalen Feiertag. Schulen und Behörden blieben geschlossen.

Madhav Kumar Nepal, Generalsekretär der CPN-UML, eine der großen nepalesischen Oppositionsparteien, erklärte in einer Beerdigungsansprache, das politische Ziel in der gegenwärtigen Situation sei die Bildung einer Interimsregierung zur Vorbereitung einer Verfassung gebenden Versammlung sowie die Wahlen für diese Versammlung. Er appellierte außerdem an die maoistischen Rebellen des Landes, Gesetzesbrüche wie Erpressung, illegale Steuererhebungen und Entführungen zu beenden. Einen politischen Führungsanspruch der Maoisten in der Übergangsregierung wies er zurück.

Die USA haben inzwischen den politischen Neuanfang des Himalayastaates begrüßt. In einer Erklärung vor dem Senatsausschuss für Auslandsbeziehungen (Unterausschuss Naher Osten und Südostasien) gab der stellvertretende Außenminister der USA, Richard Boucher, seine Eindrücke einer Informationsreise wieder, die er Anfang des Monats nach Nepal unternommen hatte. In diesem Zusammenhang sprach er von einer positiven Aufbruchsstimmung für einen demokratischen Neuanfang in Nepal. Er sicherte dem Land dabei die Unterstützung der USA zu. Diese Unterstützung umfasst finanzielle und ökonomische Hilfe, aber auch Unterstützung der politischen Organe bei der Vorbereitung von Wahlen sowie der Arbeit des UN-Hochkommissars für Menschenrechte bei seiner Arbeit. Ausführlich beschäftigte sich Boucher in seiner Rede mit der künftigen Rolle der Maoisten in dem politischen Aufbauprozess nach der Entmachtung des Königs. Zugleich versicherte er das nepalesische Volk der strikten Beachtung der Souveränität Nepals durch die USA bei dem Weg des Landes zur Demokratie.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Nepal

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

May 18, 2006

Nepal: Parlament entmachtet den König

Nepal: Parlament entmachtet den König – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Nepal: Parlament entmachtet den König

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 23:02, 18. Mai 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Lage Nepals

Kathmandu (Nepal) / Straßburg (Frankreich), 18.05.2006 – Wie die nepalesische Nachrichtenagentur „nepalnews.com“ berichtet, hat das am 28. April wieder eingesetzte nepalesische Parlament König Gyanendra faktisch entmachtet und den Weg zu einer parlamentarischen Demokratie mit einem König als Staatsoberhaupt ohne Befugnisse eingeschlagen.

Das Parlament beschloss heute einstimmig eine Erklärung, in der es sich zur höchsten staatlichen Autorität erklärt und damit dem König das Recht nimmt, das Parlament einzusetzen oder zu entlassen, wie es bisher der Fall war. Alle politischen Privilegien wurden dem König genommen. Die Kontrolle über das Militär geht damit ebenfalls an das Parlament über. Sogar die Thronfolge wird das Parlament künftig in eigener Verantwortung regeln. Einkünfte und Kapitalvermögen des Königs sollen nun versteuert werden. Das Parlament erklärte weiterhin, dass Nepal künftig ein säkularer Staat sein wolle, also die Trennung von Kirche und Staat herbeiführen wolle. Nepal wird mehrheitlich von Hindu bewohnt.

Es bleibt das Ziel des Parlaments, eine Verfassung gebende Versammlung einzuberufen und dann über Neuwahlen den Weg zu einem parlamentarischen Neuanfang des Landes einzuschlagen. Damit entspricht das nepalesische Repräsentantenhaus wesentlichen Forderungen, die das Europaparlament heute an Nepal gerichtet hat. Weiter forderte das Europaparlament in seiner Entschließung die Freilassung aller politischen Gefangenen in dem Himalayastaat. Eine Delegation von Parlamentariern der Europäischen Union wird demnächst zu einer Reise nach Nepal aufbrechen, um sich dort ein Bild von der Lage zu verschaffen.

Nepal war in den letzten Wochen Schauplatz noch nie dagewesener Massendemonstrationen gegen das diktatorische Regime des Königs Gyanendra geworden, der das Parlament vor zwei Jahren aufgelöst und selbst die politische Gewalt an sich gerissen hatte. Außerdem ist das Land seit etwa zehn Jahren Schauplatz bewaffneter Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und bewaffneten Rebellen maoistischer Orientierung gewesen. Am 24. April des Jahres musste der König dem Druck der Massenbewegung nachgeben und das Parlament wieder zulassen, das sich am 28. April konstituierte.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.
Older Posts »