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October 17, 2014

Tödliche Wetterkapriolen in Nepal

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Tödliche Wetterkapriolen in Nepal

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Veröffentlicht: 17.10.2014, 14:10 (CEST)
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Nepal

Blick auf den Thorong La Pass

Kathmandu (Nepal), 17.10.2014 – Oktober ist die Haupttrekkingsaison in Nepal kurz vor dem Einbruch des Winters. Seit Anfang der Woche aber führten ungewöhnlich starker Wind verbunden mit sehr frühem starkem Schneefall entlang von Trekkingrouten und in Weidegebieten zu mindestens 26 Toten, darunter sind auch ausländische Touristen. Besonders betroffen sind Distrikte im Nord-Westen des Landes die sich rund 200 km westlich von Kathmandu und nördlich von Pokhara im Gebiet um den Annapurna befinden. Im Distrikt Manang starben ein indischer und vier kanadische Wanderer beim Abgang einer Lawine. Auch drei nepalesische Hirten starben dort durch den Einfluss des Wetters. Im Distrikt Mustang kamen in einem Schneesturm zwei polnische und ein israelischer Wanderer sowie ihr nepalesicher Begleiter am Thorong La Pass ums Leben. Der Pass liegt im Verlauf der bei Wanderern beliebten Rundstrecke um das Annapurna Massiv. Fünf deutsche, fünf polnische und vier israelische Wanderer wurden von der nepalesischen Armee gerettet, nachdem sie vom Schnee im gleichen Gebiet eingeschlossen worden waren. Ein deutscher Tourist hatte sich ein Bein gebrochen, andere Wanderer wurden mit Erfrierungen nach Kathmandu ins Krankenhaus gebracht. In Mustang starben dazu noch acht Nepalesen in Folge des Wettereinbruchs, der als Folge des Zyklons Hudhud gilt, der zuvor an der Ostküste Indiens gewütet hatte. Klimaexperten weisen aber auch darauf hin, dass durch den Klimawandel die Zahl der Lawinen im Himalaya generell gestiegen ist.

Die Behörden gehen davon aus, dass mit einer Wetterbesserung noch weitere Tote entdeckt werden. So werden nach einem Lawinenabgang, der das Basislager des Dhaulagiri in der Nachbarschaft des Annapurna traf noch zwei slowakische Bergsteiger und drei nepalesische Bergführer vermisst, ohne das Hoffnung besteht. Genaue Zahlen über die Wanderer und Bergsteiger, die sich in den betroffenen Gebieten aufhalten, liegen den Behörden nicht vor, üblicherweise sind tausende an Touristen zu dieser Zeit dort unterwegs. Man geht aber von mindestens 85 noch vermissten Personen aus.

Dies ist bereits das zweite große tödliche Ereignis in den Bergen Nepals in diesem Jahr. Im April waren durch eine Lawine auf der nepalesischen Seite des Mount Everest 16 nepalesische Bergführer getötet worden, dies war die grösste Zahl an Toten, die bisher in einem einzelnen Ereignis im Zusammenhang mit dem Tourismus in den Bergen Nepals verzeichnet wurde. Aus Respekt waren damals viele Touren im Everest Gebiet abgesagt worden, was die lokale Wirtschaft, die vom Tourismus lebt nicht unerheblich getroffen hat.

Quellen[Bearbeiten]

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September 20, 2011

Erdbeben erschüttert Teile von Indien, Nepal, Tibet und Bangladesch

Erdbeben erschüttert Teile von Indien, Nepal, Tibet und Bangladesch

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Veröffentlicht: 23:58, 20. Sep. 2011 (CEST)
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Neu-Delhi (Indien), 20.09.2011 – Zwei Tage nach dem schweren Erdbeben im nordostindischen Bundesstaat Sikkim ist die Zahl der Opfer weiter gestiegen. Mindestens 83 Personen sind durch die Auswirkungen des Erdbebens gestorben, die meisten davon in Sikkim. In West-Bengalen und Bihar wurden weitere 18 Menschen getötet. Opfer durch das Beben registrierten auch die Behörden in der autonomen Region Tibet und in Nepal. In der britischen Botschaft in Kathmandu kam es zum Einsturz einer Wand, wodurch drei Personen getötet wurde. 59 Tote wurden bislang geborgen.

Das Erdbeben in der Nacht zum vergangenen Sonntag (Ortszeit) hat nicht nur Häuser zum Einsturz gebracht, sondern auch mehrere Erdrutsche verursacht. Dadurch sind Teile des Erdbebengebietes nicht erreichbar. Sobald die entlegeneren Gebiete erreicht werden, könnten die Opferzahlen noch steigen. Heftige Monsunregenfälle erschweren die Rettungsarbeiten. Tiefhängende Wolken verhindern teilweise den Einsatz von Hubschraubern. Die Regierung schickte mehr als 5000 Soldaten mit dem Auftrag in die Region, Straßenverbindungen befahrbar zu machen und sich an den Rettungsarbeiten zu beteiligen.

Die Erschütterungen des Erdbebens wurden bis in die etwa 1000 Kilometer vom Epizentrum des Bebens entfernte indische Hauptstadt Neu-Delhi gespürt. Die Stärke des Bebens wird mit 6,9 angegeben. Weitere Nachbeben werden befürchtet, deshalb übernachten verängstigte Anwohner im Freien.

Das Epizentrum liegt bei Mangan in der Region Gangtok, in der sich die Indische Platte mit einer Geschwindigkeit von etwa 45 Millimeter pro Jahr unter die Eurasische Platte schiebt. Sie ist nur mäßig seismisch aktiv, das letzte größere Erdbeben ereignete sich 1980 etwa 85 Kilometer weiter südöstlich.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Erdbeben
  • Portal:Indien

Quellen[Bearbeiten]

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October 3, 2010

Preisträger des Alternativen Nobelpreises 2010 bekannt gegeben

Preisträger des Alternativen Nobelpreises 2010 bekannt gegeben

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Veröffentlicht: 18:45, 3. Okt. 2010 (CEST)
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Stockholm (Schweden), 03.10.2010 – Die Stiftung des Right Livelihood Award, der im Deutschen auch häufig als Alternativer Nobelpreis bezeichnet wird, hat am 30. September die diesjährigen Preisträger bekannt gegeben. Dabei wurde ein Schwerpunkt auf die „Macht des Wandels von unten“ gelegt.

Der Preis geht 2010 an vier Personen und Organisationen. Laut Jakob von Uexküll, dem Gründer des Preises, seien sie Beispiele und Vorbilder für Arbeit und Engagement an der Basis und für selbstständiges Handeln, das nicht erst auf Politiker wartet.

Der nigerianische Umweltschützer Nnimmo Bassey erhält den Preis für seine Arbeit gegen die massiven negativen ökologischen Auswirkung der Ölförderung in Nigeria und anderen afrikanischen Ländern. Laut Bassey finden im Niger Delta seit 50 Jahren Ölkatastrophen statt, die jedes Jahr in der Summe soviel Öl freisetzen wie eine Katastrophe im Ausmaß der Exxon Valdez. Bassey ist Gründer der Umweltgruppe „Environmental Rights Action“, die dem internationalen Umweltgruppennetzwerk „Friends of the Earth“ angeschlossen ist. Er ist gegenwärtig auch Leiter von „Friends of the Earth“.

An den brasilianischen Bischof Erwin Kräutler wird der Preis für seinen Einsatz für die Rechte der Indios und den Erhalt des Regenwalds verliehen. Der in Österreich geborene katholische Missionar lebt seit den 1960er-Jahren in Brasilien und ist seit 1980 Bischof von Xingu, der größten Diözese in Brasilien. Seine Arbeit ist von der Befreiungstheologie beeinflusst. Durch seine Arbeit für den Erhalt der Lebensgrundlagen der Indios, die im Konflikt mit Landnahme durch Siedler, Energie- und Bergbau-Industrie und Militär stehen, ist Kräutler wiederholten Todesdrohungen ausgesetzt gewesen. Seit 2006 muss er unter ständigem Polizeischutz leben.

Der nepalesische Entwicklungshelfer Shrikrishna Upadhyay und die von ihm gegründete Organisation SAPPROS werden für ihre Arbeit zur Überwindung der Armut durch Eigeninitiative von Dorfgemeinschaften in Nepal ausgezeichnet. SAPPROS leistet den Dörfern dabei Unterstützung durch Hilfe bei der Analyse der Ursachen der Armut und der Organisation von Projekten. Die Organisation, die seit 1991 besteht, musste dabei zwischen 1996 und 2006 in einem Umfeld der Gewalt arbeiten, das durch die bürgerkriegsähnlichen Zustände während des Aufstands der Maoisten erzeugt wurde.

Die israelische Organisation „Physicians for Human Rights“ erhält den Preis für ihren Einsatz für die Gesundheit aller Menschen in Israel und den Palästinensischen Autonomiegebieten. Die Organisation wurde 1988, zu Beginn der Intifada, von israelischen und palästinensischen Ärzten gegründet und setzt sich dafür ein, dass das israelische Gesundheitssystem allen Menschen gleichermaßen zur Verfügung steht. Dazu gehören insbesondere Bewohner der besetzten palästinensischen Gebiete, Gefängnisinsassen und Personen ohne gültige Papiere. Die Arbeit wurde durch die Blockade des Gazastreifens und die Angriff auf den Gazastreifen 2008 erschwert.

Der Right Livelihood Award wird seit 1980 verliehen und finanziert sich aus privaten Spenden. Er geht mit einem Preisgeld von 200.000 Euro einher, das unter allen Preisträgern aufgeteilt wird. Die Preisverleihung findet traditionell im Dezember im Schwedischen Reichstag statt.

Themenverwandte Artikel

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May 28, 2008

Ende der Monarchie in Nepal beschlossen

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Ende der Monarchie in Nepal beschlossen

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Veröffentlicht: 14:23, 28. Mai 2008 (CEST)
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Lage Nepals

Kathmandu (Nepal), 28.05.2008 – Nach zehn Jahren Unruhen und 239 Jahren Monarchie ruft das nepalesische Parlament in Kathmandu heute die Republik aus.

König Gyanendra wurde von den Maoisten, einer der wesentlichen Konfliktparteien des Bürgerkriegs, aufgefordert, den Königspalast zu verlassen und sich als „gewöhnlicher Bürger“ unter Verlust seiner Privilegien in sein Volk einzureihen. Ihm wurde hierzu eine Frist von 15 bis 30 Tagen eingeräumt, nachdem andere zuvor seine sofortige Vertreibung gefordert hatten. Nepalnews.com berichtete, dass der Narayanhity Königspalast in ein Nationalmuseum umgewandelt werden solle.

Dem Maoistenführer Krishna Bahadur Mahara zufolge wird die formelle Abschaffung der Monarchie problemlos vonstattengehen, da die meisten Parteien im Parlament dafür seien. Bereits im Dezember stimmten 270 von 273 Politikern für eine Verfassungsänderung, welche den Weg Nepals in die Republik zum Ziel hatte.

Die traditionell hohe Wertschätzung des Hindukönigs, der von vielen der Nepalesen als Reinkarnation eines Hindugottes angesehen wurde, konnte König Gyanendra in den Jahren seiner Herrschaft nie für sich gewinnen, nachdem sein vom Volk geliebter Vorgänger und Vater, König Birendra, im Juni 2001 in einem Familienmassaker ermordet worden war. 2005 hatte Gyanendra das Parlament aufgelöst, die Regierung abgesetzt und sich zum Alleinherrscher gemacht, womit er auch bei vielen der königstreuen Bevölkerungsteilen an Rückhalt verlor.

Die heute stattfindende konstituierende Versammlung wird demnach im Laufe des Tages die formale Ausrufung der Bundesrepublik Nepal vornehmen.

Die Bevölkerung des Vielvölkerstaates hofft auf stabilere und friedlichere Zeiten in einer maoistisch geführten Regierung, welche eine der treibenden Kräfte im Friedensprozess des Landes war. Im Ausland wird vielerorts bezweifelt, dass die ehemaligen Rebellen die Regierungsgeschäfte ebenso beherrschen werden wie den Bürgerkrieg.

Unterdessen haben im ganzen Land die Feierlichkeiten zum Beginn der Republik begonnen. Menschenrechtsgruppen und Bürgerbewegungen haben zu Umzügen und Kundgebungen aufgerufen, auch die Kader der Parteien haben ihre Mitglieder aufgefordert, an diesem historischen Ereignis teilzunehmen.

Themenverwandte Artikel

  • Nepal feiert: König Gyanendra entmachtet (19.05.2006)
  • Nepal: Parlament entmachtet den König (18.05.2006)
  • Portal:Nepal

Quellen

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December 28, 2007

Nepal schafft die Monarchie ab

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Nepal schafft die Monarchie ab

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Veröffentlicht: 22:22, 28. Dez. 2007 (CET)
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Kathmandu (Nepal), 28.12.2007 – Das Parlament in Nepal traf heute eine wichtige Entscheidung zur künftigen Staatsform des Landes: Die Abgeordneten stimmten für einen Verfassungszusatz, mit dem das Ende der Monarchie im dem südasiatischen Staat eingeläutet wird.

Nepal schafft die Monarchie ab
Durch die Abstimmung von heute wird sichergestellt, dass der König direkt nach den Wahlen aus seinem Amt entfernt wird.
Nepal schafft die Monarchie ab

– Nepals Innenminister Krishna Prasad Situala

Wie der Sprecher des Parlaments bekannt gab, stimmten 270 von 273 Politikern, die an der Abstimmung teilgenommen haben, für die Verfassungsergänzung, drei Abgeordnete votierten dagegen. Die erforderliche Zweidrittelmehrheit wurde damit deutlich erreicht. Durch das Ergebnis der heutigen Abstimmung wird Nepal zu einer föderalistischen demokratischen Republik. Mitte April 2008 werden die 601 Mitglieder der verfassungsgebenden Versammlung gewählt. Diese Versammlung kann dann eine neue Verfassung mit einer einfachen Mehrheit verabschieden. Bis zur ersten Sitzung der Versammlung bleibt König Gyanendra im Amt. Die Versammlung wird nach einem Mischverfahren gewählt. Die Parteien ernennen 26 Mitglieder, 335 werden nach dem Verhältniswahlrecht gewählt und 240 nach dem direkten Mehrheitswahlrecht.

Mit der Abschaffung der Monarchie haben die nepalesischen Maoisten eines ihrer Kernziele erreicht. Laut Medienberichten wollten die meisten anderen Parteien die Frage der Staatsform der verfassungsgebenden Versammlung überlassen. Mit ihrem Rückzug aus der Regierung im September dieses Jahres wollten die Maoisten, die lange Zeit gewaltsam gegen die Monarchie gekämpft haben, ihrer Forderung Nachdruck verleihen. Schließlich hatten sieben Parteien ein 23-Punkte Programm unterzeichnet, das die Grundlage für die heutige Abstimmung war. Vermutlich werden die Maoisten nun wieder in die Regierung zurückkehren. Innenminister Krishna Prasad Situala sagte zur Parlamentsabstimmung: „Durch die Abstimmung von heute wird sichergestellt, dass der König direkt nach den Wahlen aus seinem Amt entfernt wird.“ Krishna Bahadur Mahara, der Vorsitzende der Maoisten sprach laut „AFP“ von einem weiteren historischen Schritt für das Land.

Im Jahr 2005 hatte König Gyanendra die Regierung abgesetzt, das Parlament aufgelöst und die alleinige Herrschaft übernommen, wodurch er den Rückhalt in der Bevölkerung verlor. Seine Entscheidung hatte der König damit begründet, dass nur so die Korruption und der Aufstand der Maoisten bekämpft werden könne. Seine Macht musste Gyanendra nach Protesten im April letzten Jahres schrittweise abgeben. Zunächst hatte die zivile Regierung ihn seiner Stellung als oberster Kommandant der Armee enthoben, bevor sie seine Immunität aufgehoben haben.

Themenverwandte Artikel

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October 27, 2006

Nepal: Fünf Tote durch randalierenden Elefanten

Nepal: Fünf Tote durch randalierenden Elefanten

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Artikelstatus: Fertig 14:37, 27. Okt. 2006 (CEST)
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Kathmandu (Nepal), 27.10.2006 – Laut Behördenangaben starben in der vergangenen Woche in Nepal fünf Menschen durch einen randalierenden Elefanten. Einheimische hatten zuvor noch versucht, das Tier duch Feuer und Feuerwerkskörper zu vertreiben. Ein Polizist sagte: „Das Tier randaliert in der Nacht, und verschwindet dann wieder im Dschungel.“

Umweltschützer machen die Zerstörung der natürlichen Lebensräume der Elefanten für solche Vorfälle verantwortlich. Dadurch würden die Tiere gezwungen, auf Feldern nach Nahrung zu suchen, was zum Konflikt mit der Bevölkerung führt. Einer Studie des WWF zufolge leben nur noch um die 100 Elefanten in Nepal.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:WWF

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July 8, 2006

Nepal: Journalisten fordern Schutz der Pressefreiheit

Nepal: Journalisten fordern Schutz der Pressefreiheit

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Artikelstatus: Fertig 23:34, 8. Jul. 2006 (CEST)
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Kathmandu (Nepal), 08.07.2006 – Am Freitag forderte der Präsident der „Federation of Nepalese Journalists“ (FNJ) bei einem Treffen mit dem Ausschuss, der eine Übergangsverfassung erarbeiten soll, dass der Schutz der Pressefreiheit in die Präambel der Verfassung aufgenommen wird. Der Journalistenvereinigung FNJ gehören nach eigenen Angaben mehr als 5.000 Mitglieder an, die in Nepal als Journalisten tätig sind.

Der Präsident der Journalistenvereinigung, Bishnu Nisthuri, sagte, die Pressefreiheit müsse so geschützt werden, dass sie zu keinem Zeitpunkt in der Zukunft von irgendeiner Organisation eingeschränkt werden könne. Zudem forderte Bishnu Nisthuri die Schaffung eines unabhängigen Presserates. Mahendra Bista, Generalsekretär der FNJ, verlangte vom Verfassungsausschuss, alle bestehenden Regelungen zu beseitigen, die Einschränkungen für Medien enthalten. Andere Journalisten, die an dem Treffen teilnahmen, sagten, die Regierung dürfe die Medien in keiner Weise kontrollieren.

Nachdem König Gyanendra im Februar 2005 die Macht in Nepal übernommen hatte, war von der Regierung eine einwöchige Blockade aller Telefon- und Internetverbindungen verhängt worden. Medien unterlagen in dieser Zeit einer starken Zensur. Am 28. April war nach Protesten gegen den König das Parlament wieder eingesetzt worden, das den König in einer seiner ersten Sitzungen faktisch entmachtet hat. Nun soll eine neue Verfassung erarbeitet werden und dann über Neuwahlen der Weg zu einem parlamentarischen Neuanfang des Landes eingeschlagen werden.

Themenverwandte Artikel

  • Nepal: Parlament entmachtet den König (18.05.2006)
  • Nepal: Telefon- und Internetblockade beendet (12.02.2005)

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June 18, 2006

Nepal: Maoistische Rebellen treten in die Regierung ein – Parlament wird aufgelöst

Nepal: Maoistische Rebellen treten in die Regierung ein – Parlament wird aufgelöst

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Artikelstatus: Fertig 14:44, 18. Jun. 2006 (CEST)
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Nepal

Kathmandu (Nepal), 18.06.2006 – Die nepalische Regierung wird das Parlament auflösen und mit den Maoisten eine Interimsregierung bilden. Das haben beide Seiten nach Friedensgesprächen zwischen Premierminister Girija Prasad Koirala und Maoistenführer Prachanda am Freitag, dem 16. Juni, in Kathmandu erklärt. Ein Zeitrahmen wurde nicht vereinbart. Prachanda betonte, dass die Maoisten anstrebten, die Regierungsbildung innerhalb eines Monats abzuschließen. Nach der Bildung der Übergangsregierung wollen die Maoisten ihre Machtstrukturen in ländlichen Gebieten abbauen, so genannte „Volksregierungen“, die es vor allem im entlegenen Westen Nepals gibt. Uneinigkeit zwischen Regierung und Rebellen gibt es noch in der Frage, ob die Monarchie abgeschafft werden soll. Die Regierung plädiert für einen Erhalt der Monarchie, nachdem sie die Machtbefugnisse und Privilegien des Königs stark beschnitten hat.

Politik und Presse in Nepal haben die Ergebnisse der Verhandlungen, die ein Ende des zehnjährigen Aufstandes der Maoisten einleiten könnten, weitgehend positiv aufgenommen. Einige Kritiker betonen, dass die Zugeständnisse an die Maoisten zu weit gingen und dass die Rebellen nicht erklärt hätten, ihre Waffen abzugeben.

Der maoistische Aufstand und die bürgerkriegsähnlichen Zustände in Nepal haben in den letzten zehn Jahren 13.000 Menschen das Leben gekostet. Im Februar 2005 hatte König Gyanendra die Regierungsmacht an sich gerissen, das Parlament aufgelöst und die Regierung abgesetzt. Nach massiven Protesten hatte Gyanendra seine Alleinherrschaft im Mai dieses Jahres aufgegeben.

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May 19, 2006

Nepal feiert: König Gyanendra entmachtet

Nepal feiert: König Gyanendra entmachtet

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Artikelstatus: Fertig 20:50, 19. Mai 2006 (CEST)
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Kathmandu (Nepal), 19.05.2006 – Die Nepalesen feiern die gestrige Entmachtung des Königs heute auf den Straßen des Landes als ihren Sieg. Girija Prasad Koirala, der Ministerpräsident der Übergangsregierung, erklärte den heutigen Tag zum nationalen Feiertag. Schulen und Behörden blieben geschlossen.

Madhav Kumar Nepal, Generalsekretär der CPN-UML, eine der großen nepalesischen Oppositionsparteien, erklärte in einer Beerdigungsansprache, das politische Ziel in der gegenwärtigen Situation sei die Bildung einer Interimsregierung zur Vorbereitung einer Verfassung gebenden Versammlung sowie die Wahlen für diese Versammlung. Er appellierte außerdem an die maoistischen Rebellen des Landes, Gesetzesbrüche wie Erpressung, illegale Steuererhebungen und Entführungen zu beenden. Einen politischen Führungsanspruch der Maoisten in der Übergangsregierung wies er zurück.

Die USA haben inzwischen den politischen Neuanfang des Himalayastaates begrüßt. In einer Erklärung vor dem Senatsausschuss für Auslandsbeziehungen (Unterausschuss Naher Osten und Südostasien) gab der stellvertretende Außenminister der USA, Richard Boucher, seine Eindrücke einer Informationsreise wieder, die er Anfang des Monats nach Nepal unternommen hatte. In diesem Zusammenhang sprach er von einer positiven Aufbruchsstimmung für einen demokratischen Neuanfang in Nepal. Er sicherte dem Land dabei die Unterstützung der USA zu. Diese Unterstützung umfasst finanzielle und ökonomische Hilfe, aber auch Unterstützung der politischen Organe bei der Vorbereitung von Wahlen sowie der Arbeit des UN-Hochkommissars für Menschenrechte bei seiner Arbeit. Ausführlich beschäftigte sich Boucher in seiner Rede mit der künftigen Rolle der Maoisten in dem politischen Aufbauprozess nach der Entmachtung des Königs. Zugleich versicherte er das nepalesische Volk der strikten Beachtung der Souveränität Nepals durch die USA bei dem Weg des Landes zur Demokratie.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Nepal

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May 18, 2006

Nepal: Parlament entmachtet den König

Nepal: Parlament entmachtet den König – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Nepal: Parlament entmachtet den König

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Artikelstatus: Fertig 23:02, 18. Mai 2006 (CEST)
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Lage Nepals

Kathmandu (Nepal) / Straßburg (Frankreich), 18.05.2006 – Wie die nepalesische Nachrichtenagentur „nepalnews.com“ berichtet, hat das am 28. April wieder eingesetzte nepalesische Parlament König Gyanendra faktisch entmachtet und den Weg zu einer parlamentarischen Demokratie mit einem König als Staatsoberhaupt ohne Befugnisse eingeschlagen.

Das Parlament beschloss heute einstimmig eine Erklärung, in der es sich zur höchsten staatlichen Autorität erklärt und damit dem König das Recht nimmt, das Parlament einzusetzen oder zu entlassen, wie es bisher der Fall war. Alle politischen Privilegien wurden dem König genommen. Die Kontrolle über das Militär geht damit ebenfalls an das Parlament über. Sogar die Thronfolge wird das Parlament künftig in eigener Verantwortung regeln. Einkünfte und Kapitalvermögen des Königs sollen nun versteuert werden. Das Parlament erklärte weiterhin, dass Nepal künftig ein säkularer Staat sein wolle, also die Trennung von Kirche und Staat herbeiführen wolle. Nepal wird mehrheitlich von Hindu bewohnt.

Es bleibt das Ziel des Parlaments, eine Verfassung gebende Versammlung einzuberufen und dann über Neuwahlen den Weg zu einem parlamentarischen Neuanfang des Landes einzuschlagen. Damit entspricht das nepalesische Repräsentantenhaus wesentlichen Forderungen, die das Europaparlament heute an Nepal gerichtet hat. Weiter forderte das Europaparlament in seiner Entschließung die Freilassung aller politischen Gefangenen in dem Himalayastaat. Eine Delegation von Parlamentariern der Europäischen Union wird demnächst zu einer Reise nach Nepal aufbrechen, um sich dort ein Bild von der Lage zu verschaffen.

Nepal war in den letzten Wochen Schauplatz noch nie dagewesener Massendemonstrationen gegen das diktatorische Regime des Königs Gyanendra geworden, der das Parlament vor zwei Jahren aufgelöst und selbst die politische Gewalt an sich gerissen hatte. Außerdem ist das Land seit etwa zehn Jahren Schauplatz bewaffneter Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und bewaffneten Rebellen maoistischer Orientierung gewesen. Am 24. April des Jahres musste der König dem Druck der Massenbewegung nachgeben und das Parlament wieder zulassen, das sich am 28. April konstituierte.

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