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November 16, 2010

Haiti: Zwei Tote durch Schüsse von Blauhelmsoldaten

Haiti: Zwei Tote durch Schüsse von Blauhelmsoldaten

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Veröffentlicht: 20:41, 16. Nov. 2010 (CET)
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Cap-Haïtien im Département Nord von Haiti

Cap-Haïtien (Haiti), 16.11.2010 – Eine Demonstration tausender aufgebrachter Bürger in der zweitgrößten haitianischen Stadt Cap-Haïtien gegen die aus ihrer Sicht schleppende medizinische Versorgung von Cholera-Erkrankten endete am Montag für zwei Demonstranten tödlich. Augenzeugen machten Angehörige der in Cap-Haïtien stationierten nepalesischen UN-Soldaten für den Tod der zwei Demonstranten verantwortlich. Die Leitung der UN-Mission (MINUSTAH) in Haiti bestätigte inzwischen den Vorfall und erklärte, die Soldaten hätten aus Notwehr gehandelt. Einer der beiden getöteten Männer sei bewaffnet gewesen und habe die UN-Soldaten gezielt angegriffen. In Cap-Haïtien waren die UN-Soldaten mit Tränengas und Gummigeschossen gegen die Demonstranten vorgegangen, die Autos angezündet und Straßensperren errichtet hatten. Die UN vermutet hinter den Protesten gezielte Provokationen, die im Zusammenhang mit den bevorstehenden Wahlen stünden.

Am 28. November finden in Haiti Wahlen zum Repräsentantenhaus statt, außerdem wählen die 4,7 Millionen Wahlberechtigten Haitis ein Drittel des Senats und den Präsidenten des Landes neu.

UN-Angaben zufolge sei eine Polizeistation von den Demonstranten angegriffen worden. Ein haitianischer Behördenvertreter gab an, der 20-jährige Mann sei von Schüssen in den Rücken getroffen worden. Seine Leiche war vor dem UN-Stützpunkt Quartier-Morin, einem Vorort von Cap-Haïtien, gefunden worden. Der andere Tote soll bei Protesten in Cap-Haïtien erschossen worden sein.

Die Proteste richteten sich gegen die haitianische Regierung und die Vereinten Nationen. Diese wurden für das Missmanagement bei der Bekämpfung der Cholera-Epidemie verantwortlich gemacht. Insbesondere die Anwesenheit der nepalesischen Soldaten wurde mit dem Ausbruch der Cholera in Zusammenhang gebracht. Der Ausbruch der Krankheit habe demnach in der Nähe des Lagers der UN-Soldaten mit nepalesischer Herkunft am Fluss Artibonite begonnen. Die US-Behörde für Seuchenkontrolle CDC (Centers for Disease Control and Prevention) hatte Medienberichten zufolge den Erreger untersucht und eine starke Ähnlichkeit mit einem Typ, der in Südasien vorkommt, festgestellt. Aber weder die Regierung Haitis noch die UNO oder das CDC hatten daraus den Schluss gezogen, dass die nepalesischen Soldaten das Virus eingeschleppt hätten.

Seit dem Ausbruch der Cholera im Oktober sind auf Haiti rund 900 Menschen an der lebensbedrohlichen Durchfallerkrankung gestorben. Mehr als 14.600 Cholerakranke werden zurzeit in Krankenhäusern auf Haiti behandelt. Der Erreger wird über das Wasser übertragen. Nach dem Erdbeben im Januar 2010 war unter anderem die Trinkwasserversorgung des Landes stark geschädigt worden. Die Seuche wütet besonders in den Slums sowie den nach dem Erdbeben errichteten provisorischen Lagern, wo katastrophale hygienische Zustände herrschen.

Themenverwandte Artikel

  • Mutmaßlicher Choleraausbruch in Haiti (22.10.2010)
  • Portal:Haiti
  • Portal:UN-Missionen

Quellen

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May 2, 2008

Steigende Zahlen von Maserninfektionen beunruhigen US-Mediziner

Steigende Zahlen von Maserninfektionen beunruhigen US-Mediziner

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Veröffentlicht: 17:28, 2. Mai 2008 (CEST)
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San Diego (Vereinigte Staaten), 02.05.2008 – Ein Sprecher des Schweizer Bundesamtes für Gesundheit (BAG) hatte im April gewarnt: „Wir exportieren unsere Masernepidemie in die benachbarten Länder.“ Der Masern-Virus ist nun auch auf der anderen Seite des Atlantischen Ozeans wieder aufgetaucht. Die Los Angeles Times berichtete heute über die höchsten Infektionszahlen der hochansteckenden Krankheit in den Vereinigten Staaten seit 2001. Ausgangspunkt der neuen Infektionswelle war unter anderem eine Maserninfektion in San Diego. Ein nichtgeimpfter siebenjähriger Junge, der sich im Januar in der Schweiz aufgehalten hatte, brachte den Virus in seine Schule. Dort infizierte er fünf Mitschüler sowie weitere vier Kinder in der Praxis des ihn behandelnden Arztes und seine zwei Geschwister. Keines der Kinder war geimpft. Auch ein anderer Masernausbruch in Tucson (Arizona) konnte auf einen Kontakt zu einem Erwachsenen zurückgeführt werden, der im Februar in der Schweiz wegen einer Maserninfektion stationär behandelt worden war. Diese Zusammenhänge wurden vom CDC in Atlanta bestätigt. Das CDC wies auch Verbindungen zu Virusvarianten nach, die zuvor in Israel und Indien aufgetreten waren. In Israel sind seit August 2007 ungefähr 1000 Menschen an den Masern erkrankt. In der Schweiz haben sich in den letzten zwei Jahren 2000 Menschen mit dem Virus infiziert.

Nach dem Stand vom 25. April sind gegenwärtig in den USA 64 Maserninfektionen registriert worden, davon zwölf in San Diego, 22 in Brooklyn (New York). Fachleute der Gesundheitsbehörden führen das ansteigende Infektionsrisiko durch Masern auf eine abnehmende Bereitschaft in der US-amerikanischen Bevölkerung zur Impfung zurück. Von den 64 Infizierten hatten 63 keine Impfungen erhalten. Eine impfkritische Haltung hat sich in den USA insbesondere nach einer später widerlegten wissenschaftlichen Studie verstärkt, die einen Zusammenhang zwischen einer Masernimpfung und dem Auftreten von Autismus bei Kindern postuliert hatte. Diese falsche Auffassung wird auch auf Webseiten und von einigen Hollywood-Berühmtheiten weiterverbreitet, was den Gesundheitsbehörden Kopfschmerzen bereitet.

Das CDC weist insbesondere auf das hohe Ansteckungsrisiko in Gesundheitseinrichtungen hin. Masern werden durch Tröpfcheninfektion weiter verbreitet. Die Krankheit kann mit schwerwiegenden Komplikationen wie Lungenentzündung und Enzephalitis (Gehirnentzündung) einhergehen. Die Inkubationszeit beträgt zwischen sieben und 18 Tagen. Vor der Einführung eines Masernimpfstoffes in den USA im Jahr 1963 wurden jährlich bis zu vier Millionen Krankheitsfälle registriert mit bis zu 500 Todesfällen pro Jahr.

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September 15, 2005

Versorgung der USA mit Grippeimpfstoff nicht sicher, Impfung bei niedrigem Risiko erst ab Ende Oktober

Versorgung der USA mit Grippeimpfstoff nicht sicher, Impfung bei niedrigem Risiko erst ab Ende Oktober

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Artikelstatus: Fertig 12:35, 15. Sep 2005 (CEST)
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Grippeschutzimpfung. Quelle: U.S. Navy

Minneapolis (USA), 15.09.2005 – Vertreter US-amerikanischer Gesundheitsbehörden haben erneut die Bemühungen um ausreichende Versorgung der USA mit Impfstoffen gegen Grippe dargestellt. Nach Schätzungen der Experten reichen die von den Impfstoffherstellern voraussichtlich angebotenen Mengen in diesem Winter aus. Dennoch wird den Ärzten empfohlen, bis zum 24. Oktober nur Personen zu impfen mit hohem Risiko, an Grippe oder an einem schweren Verlauf der Grippe zu erkranken, weil einige Hersteller die Produktion neu aufgenommen haben und noch keine ausreichenden Vorräte eingelagert sind. Außerdem hoffen die Behörden auf eine höhere Impfrate, die mit 40 Prozent bei medizinischem Personal als zu niedrig eingeschätzt wird. Auch werden Flüchtlinge aus den vom Hurrikan Katrina betroffenen Gebieten, die in Massenunterkünften untergebracht sind, der Hochrisikogruppe zugerechnet und sollen frühzeitig kostenlos geimpft werden.

Vor einem Jahr, im Herbst 2004, war es zu Versorgungsengpässen gekommen, kanadische Ärzte hatten zahlreiche US-Amerikaner geimpft, und Reiseunternehmen hatten Pauschalreisen mit Grippeimpfung nach Kanada angeboten. Zuvor hatte Chiron, einer der wichtigsten Hersteller des Grippeimpfstoffs, wegen Kontamination seine Produktionsanlage in Liverpool, England schließen müssen.

Quellen

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June 25, 2005

Mütter und Lehrer beunruhigt über Leukämiefälle an kalifornischer Grundschule

Mütter und Lehrer beunruhigt über Leukämiefälle an kalifornischer Grundschule

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Franklin Grundschule in Kalifornien

Santa Ana (USA), 25.06.2005 – Am Donnerstag letzter Woche hielt Joe Dunn, Abgeordneter des kalifornischen Senats, die zweite Bürgerversammlung bezüglich des Ausbruchs von Leukämie an der Franklin Grundschule in Santa Ana im amerikanischen Bundesstaat Kalifornien ab. Vertreter der Stadt, des Schulbezirks und der kalifornischen Behörde AQMD (South Coast Air Quality Management Distric) waren gekommen, um Fragen zu beantworten.

Senator Dunn eröffnete das Treffen, indem er den Anwesenden und Eltern für ihre Unterstützung durch ihre Teilnahme dankte. „Wir möchten versuchen eine sehr wichtige Debatte zu führen. Um was geht es? Wir verzeichnen bei unseren Kindern ein sehr hohes Aufkommen von Krebs- und Leukämiefällen sowie von Atemwegserkrankungen. Warum sind unsere Kinder krank? Das ist eine sehr schwierige Frage“, sagte Dunn. „Was ist der Grund für unsere Kranken und wie können wir das verhindern? Wir stimmen alle damit überein, dass niemand weitere kranke Kinder in Santa Ana sehen möchte.“ Unterbrochen von Applaus sagte Dunn: „Vor drei Wochen berichteten zwei Eltern und ein Lehrer von Todesfällen.“

Bei der letzten Versammlung ging es um Sorgen der Bevölkerung wegen eines metallverarbeitenden Betriebs, der sich an die AQMD gewandt hatte, um eine Genehmigung für die Vergrößerung seiner Produktionsstätten zu beantragen, bei der mehr Schadstoffe ausgestoßen würden. Eltern und Lehrer waren beunruhigt über die Tatsache, dass der Betrieb in der Nähe der Kennedy Grundschule liegt und darüber, dass ihre Kinder einer hohen Belastung von Blei ausgesetzt seien, was Atemprobleme, starkes Nasenbluten und Leukämie zur Folge habe.

„Wie viele Unternehmen gibt es in Santa Ana, denen Genehmigungen für den Ausstoß giftiger Abgase erteilt wurden?“ fragte Dunn auf der letzten Versammlung. Die AQMD und der Orange County Sanitation District beantworteten die Frage, indem sie Karten von Santa Ana zur Verfügung stellten, auf denen die Lage von Unternehmen, denen eine Erlaubnis zum Ausstoß von Schadstoffen erteilt wurde, markiert war. „Ich kann ihnen eines sagen, am Ende der Versammlung werden wir nicht alle Antworten kennen… aber es wird sicher eine weitere Versammlung geben.“

Erste Beunruhigung entstand im Frühjahr 2002, als man bei fünf Jungen, die die Franklin Grundschule besuchen, den gleichen Typ von Leukämie diagnostizierte. Versuche, eine Nachforschung möglicher Ursachen durch das „Center for Disease Control“ (CDC) zu erreichen, blieben erfolglos. Das Zentrum erklärte den Eltern, dass die Fälle „von akzeptablem Ausmaß“ seien. Eltern, Lehrer, öffentliche Angestellte und Ärzte blieben nicht überzeugt. In den vergangenen drei Jahren wurde bei 19 Müttern, die in Mietwohnungen einen Häuserblock von der Franklin Grundschule entfernt leben, ebenfalls Leukämie diagnostiziert.

Leukmiefälle in Santa Ana, Kalifornien (roter Pin)

Dunn übergab das Wort an Tammy Sanchez, einen Lehrer an der Franklin Grundschule. Herr Sanchez sagte: „Im Dezember 2002 erreichten uns einige sehr beunruhigende Nachrichten. Bei einem unserer Schüler wurde Leukämie diagnostiziert. Schließlich stellte man die Krankheit bei weiteren Schülern der Franklin Grundschule fest. Später fand ich heraus, dass drei Kinder, die in nahegelegenen Wohnungen zu Hause sind, ebenfalls an Leukämie erkrankt sind.“ Dann berichtete Sanchez über ähnliche Krebsfälle in der Umgebung, darunter 19 Frauen, die alle Mietwohnungen im gleichen Gebäude bewohnten und an Leukämie erkrankten. „Aus meiner Sicht ist das viel zu viel“, schloss Sanchez.

Socorro Molina, die Mutter von Diego, der wegen Leukämie therapiert wird und Schülerin der Franklin Grundschule ist, sagte: „Mein Sohn hat Leukämie. Ich bin beunruhigt, da dort viele Kinder in Behandlung sind. Kinder, die mit meinem Sohn spielten, sind an Leukämie gestorben. Man sollte diese Firmen genauer untersuchen.“ Senator Dunn antwortete: „Vielen Dank, Socorro. Ich weiß, wie schwierig es ist, diese private Angelegenheit öffentlich mit uns in den zwei Veranstaltungen zu teilen.“

Senator Dunn fuhr fort: „Am Ende der letzten Versammlung wurde von einer Mutter eine Karte gefordert, auf der alle Betriebe hervorgehoben sind, die giftige Substanzen freisetzen. Wir verlangten von der AQMD eine Karte, auf der ausnahmslos alle Betriebe in Santa Ana dargestellt werden, die schädliche Stoffe in die Luft abgeben. Diese Karte liegt nun vor. Die meisten dieser Firmen befinden sich, sie ahnen es, in der Nähe der Franklin Grundschule. Diese Karte ist eindrucksvoll. Der OCSD stellte uns eine weitere Karte zu Verfügung, die alle Betriebe zeigt, die giftige Materialien in unsere Kanalisation ableiten. Auch die meisten dieser Betriebe befinden sich, wie Sie sich denken können, in der Nähe der Franklin und Kennedy Schulen.“ Senator Dunn versprach, dass bei der nächsten Versammlung Wissenschaftler anwesend sein werden, die beurteilen könnten, ob die von den Betrieben freigesetzten Stoffe für die Anwohner ein Gesundheitsrisiko darstellen. „Wir werden die Angelegenheit weiter verfolgen, bis sich herausgestellt hat, warum unsere Kinder erkranken“, sagte der Senator.

Rosemary Avila, Jill Whynot, and Barry Wallerstein

Jose Solorio, Mitglied des Stadtrats von Santa Ana, sagte, dass die Stadt das Interesse der Medien beachtet habe. „Ich kann Ihnen sagen, dass es sich um eine sehr schwierige Angelegenheit handelt. Die Stadt hat das Recht, über die Nutzung des Bodens zu entscheiden, das bedeutet, sie kann auch Einschränkungen festlegen. Als gewählte Beamte müssen wir jedoch mehr über die Sachlage wissen“, sagte Solorio. Solorio übergab das Wort an den Planungsdirektor der Stadt und an weitere städtische Beamte. Solorio fügte hinzu, dass Miguel Pulido, der Bürgermeister von Santa Ana, ein Vorstandsmitglied der AQMD sei. Des Weiteren habe Miguel Pulido noch an keiner der Versammlungen zu diesem Thema teilgenommen. Außerdem habe er noch nie öffentlich über dieses Thema geredet.

Als nächstes kam Rosemary Avila, Vorstandsmitglied der Vereinigung der Schulen von Santa Ana, zu Wort. Sie sagte: „Die Schulleitung kümmert sich um die Angelegenheit. Ich habe mit einigen Lehrern telefoniert und ich glaube, dass die Bundesbehörde für Gesundheit darüber informiert wurde.“ Das Center for Disease Control wurde von Eltern über die Leukämieerkrankungen in Santa Ana benachrichtigt. Die Behörde erklärte daraufhin, dass die Erkrankungen „von akzeptablem Ausmaß“ seien. Frau Avila übergab das Wort an andere Vertreter der Schulleitung bevor sie sagte, dass es in der Vergangenheit Beunruhigung gab, der nachgegangen wurde. Als Vertreter des Schulbezirks müsse man jedoch nicht aufgrund von Angst handeln, sondern ausschließlich wegen Fakten, so Avila.

Jill Whynot von der AQMD erklärte: „Es gibt in Santa Ana 515 Anlagen und Einrichtungen, denen wir spezielle Genehmigungen erteilen.“ Barry Wallerstein, leitender Beamter der AQMD, sagte: „Wir schätzen dieses Forum sehr. Offenbar ist eine bessere Luftreinhaltung erforderlich. Darum schlage ich vor, dass wir in Santa Ana eine sehr genaue Überwachung der Luftqualität einführen, die wir als wichtig einstufen.“ Auf diese Aussage reagierten die Zuhörer mit anhaltendem Beifall.

Senator Josesph Dunn

Senator Dunn dankte den Vertretern der AQMD für ihre Anwesenheit und für die Beantwortung der Fragen. Jeder werde über die neuen Entwicklungen informiert, so Dunn. Als er die Karte gesehen habe, sei er sehr betroffen gewesen. „Bei der nächsten Versammlung werden einige Wissenschaftler anwesend sein, um darüber zu befinden, welche Betriebe krebserregende Stoffe freisetzen“, kündigte Dunn an. Beim Betrachten der Karte fallen ihm zwei Häufungen von Einrichtungen auf, denen eine Genehmigung erteilt wurde, so Dunn. Er fragte die AQMD Vertreter, ob sie die Auswirkung der Anhäufung von Betrieben in Betracht ziehen, wenn sie eine Genehmigung erteilen. Dr. Wallerstein antwortete, dass dies „zum Teil“ geschehe.

Dunn ging auf den Kommentar von Dr. Wallerstein ein und erklärte: „Wenn die AQMD zusätzliche Befugnisse im Zusammenhang mit der Auswirkung von Anhäufungen von Betrieben mit speziellen Genehmigungen benötigt, wird eine Gesetzesinitiative ergriffen, um diese Rechte zu geben.“ Der Senator richtete sich an den Stadtrat Solorio und fragte ihn, ob die Stadt in irgend einer Weise darauf achte, um welche Art von Betrieb es sich handle oder ob man die anhäufende Wirkung beachte, wenn einem Betrieb die Genehmigung erteilt wird.

Solorio antwortete mit der Feststellung, dass die Stadt einen allgemeinen Plan erstelle. Santa Ana sei im Vergleich zu Irvine oder Newport Beach eine ältere Stadt. Er stellte fest, dass die Stadt in der Zukunft auf dem juristischen Weg für die Begrenzung der Genehmigungen sorgen könnte. Jeder müsse seinen Teil zur Lösung des Problems beitragen, so Solorio. Der Stadtrat ging auf die Sorgen bezüglich des metallverarbeitenden Betriebs in der Nähe einer Schule ein und sagte, dass der Betrieb sich in einer industriellen Phase angesiedelt habe, weswegen er das Recht hatte, die Produktionsstätten zu bauen.

Solorio wurde von Senator Dunn gefragt, ob die Stadt nun Bestimmungen erwäge, um dies zu begrenzen. Solorio sagte, dass es immer Möglichkeiten gebe, den Plan daraufhin genau zu betrachten. Um die Entscheidungen treffen zu können, seien aber immer genaue Daten erforderlich. Der Senator befragte Dr. Wallerstein über die Anhäufungen von Betrieben im Süden von Santa Ana bzw. ob dies ungewöhnlich sei. Wallerstein vertrat die Meinung, dass dies nicht das Hauptproblem darstelle.

Nach der Podiumsdiskussion konnten die Zuhörer Fragen stellen und Kommentare abgeben. Eine Mutter dreier Kinder fragte, wann es konkrete Antworten gebe. Eine junge Frau zeigte sich sehr enttäuscht und richtete sich direkt an die AQMD-Vertreter, deren Aufgabe es ihrer Meinung nach sei, zu wissen, was die Ursache für die Leukämieerkrankungen ist. „Ich wohne im Viertel Henninger Park, wo die Kinder an Leukämie erkranken. Ich habe versucht, Vertreter der Stadt und der Justiz über Maler, die illegal unter der Erde malen, sowie Handwerker, die Farben und Qualm zurücklassen, zu informieren. Deswegen haben schon Bewohner das Viertel verlassen“, sagte die Frau.

Es gab an diesem Tag eine intensive Debatte über die Bemühungen der Beamten bezüglich ihrer Nachforschungen zur Gesundheitsqualität. Eltern drückten ihre Besorgnis über die Wasserqualität und illegale Tätigkeiten in der Wohngegend aus und sprachen über ihre Kinder und deren verschiedene Gesundheitsprobleme, von den hohen Kupfer- und Bleianteilen im Blut sowie zu den Atmungs- und Lungenflügelproblemen und Krebs.

englischsprachige Quelle Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels (mit originärer Berichterstattung) vom 18.06.2005

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May 5, 2005

Mehrere Fälle von Polio im Jemen

Filed under: Abuja,Artikelstatus: Fertig,CDC,Khartum,Polio,Sanaa,WHO — admin @ 5:00 am

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Mehrere Fälle von Polio im Jemen

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Jemen

Sanaa (Jemen), 05.05.2005 – Die Zahl der an Polio (Kinderlähmung) erkrankten Menschen im Jemen wächst. Es gibt bereits 22 bestätigte Polio-Erkrankungen sowie weitere Verdachtsfälle.

Am 20. April wurden vier Fälle von Polio-Erkrankungen des Typs eins in der jemenitischen Hafenstadt Al-Hodeida, an der Westküste des Jemen, gemeldet. In dieser Region des Landes gibt es mit 16 gemeldeten Erkrankungen die meisten Polio-Fälle. Die Krankheit hat sich nun in andere Teile des Landes verbreitet. Bestätigte Polio-Erkrankungen werden aus Makha, 250 Kilometer von der Hauptstadt Sanaa entfernt, sowie aus Sayu im Nordosten des Landes gemeldet.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will mit Impfkampagnen im Mai und Juni auf die neuen Polio-Erkrankungen im Jemen reagieren. Die Impfkampagnen sollen insgesamt rund 2,6 Millionen US-Dollar kosten. Bei der Immunisierung wird ein Impfstoff verwendet, der den Typ eins von Polio abdeckt. Die Immunisierungsrate im Jemen liegt bei Polio bei rund 69 Prozent, wobei es in bestimmten Regionen des Landes eine noch geringere Zahl an Immunisierten gibt.

Genanalysen, die im Centers for Disease Control and Prevention (CDC) in den USA vorgenommen wurden, bestätigen, dass es sich beim Virus, der im Jemen nachgewiesen wurde, um den gleichen Typ handelt, der im Sudan eine Epidemie ausgelöst hat.

Jemen gehört zu den 16 Ländern, die als polio-frei galten, in denen es jedoch in den letzten Jahren neue Infektionen gab. Die meisten Polio-Fälle treten im westafrikanischen Nigeria auf. 2004 gab es dort 54 Fälle von Polio. Von Nigeria hat sich das Virus auf andere afrikanische Länder ausgebreitet.

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April 14, 2005

Panikmache wegen Grippeerreger unbegründet

Panikmache wegen Grippeerreger unbegründet

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Grippevirus

Atlanta / Washington D.C. (Vereinigte Staaten) / Berlin (Deutschland), 14.04.2005 – Weltweit haben rund 4.000 Labore aus einer Forschungseinrichtung in den USA versehentlich eine Sendung mit hoch gefährlichen, tödlichen Grippeviren erhalten. In Deutschland trafen sechs Proben des gefährlichen Virus mit dem Grippevirusstamm H2n2 ein. Mittlerweile hat das Nationale Seuchenzentrum der USA (CDC) davor gewarnt, deswegen Panik zu verbreiten. Die Direktorin des Seuchenzentrums in Atlanta, Julie Gerberding, gab in einer Stellungnahme bekannt, die Gefahr der Übertragung sei sehr gering.

Die US-Forschungseinrichtung hatte das Virus versehentlich im September letzten Jahres von einem Labor aus den USA für einen Routinetest erhalten.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin gab gestern bekannt, das Virus, welches Mitte des letzten Jahrhunderts weltweit ein bis vier Millionen Menschen getötet hatte, wäre in Labore in Rheinland- Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern angekommen. Die betroffenen Forschungseinrichtungen wurden umgehend informiert, die gefährlichen Proben vernichtet. Ursprünglich war auch von einem Labor in Hessen die Rede, dies hat sich jedoch als nicht zutreffend herausgestellt.

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February 16, 2005

Tollwutübertragung bei Organtransplantation

Tollwutübertragung bei Organtransplantation

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Neu-Isenburg (Deutschland), 16.02.2005 – Mehrere Empfänger von Organen, die einer Spenderin an der Universitätsklinik Mainz entnommen wurden, sind schwer erkrankt. Wahrscheinlich war die Organspenderin mit Tollwut (Rabies) infiziert, Gewebeproben vom Hirn der Spenderin zeigen für Tollwut typische Veränderungen. Untersuchungsergebnisse, die diesen Verdacht endgültig bestätigen, werden für den morgigen Donnerstag erwartet, teilen die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) und Sprecher der Krankenhäuser, an denen die Transplantationen stattgefunden haben, heute mit.

Die 26 Jahre alte Spenderin war im Dezember nach Drogenmissbrauch an Herzversagen verstorben, ihre Organe waren an sechs Empfänger transplantiert worden, drei von ihnen, denen in Hannover, Marburg und Hann. Münden Lunge, Niere bzw. Bauchspeicheldrüse übertragen worden waren, sind jetzt lebensbedrohlich an Tollwut erkrankt und befinden sich in einem kritischen Zustand. Alle Kontaktpersonen wurden vorsorglich geimpft.

Der Ärztliche Direktor der Universitätsklinik Mainz, Manfred Thelen, teilte mit, alle bei Organentnahmen in Deutschland vorgeschriebenen Tests seien durchgeführt worden. Weil es keinen Schnelltest auf Tollwut gibt und die Erkrankung in Mitteleuropa ausgesprochen selten geworden ist, sei die Spenderin nicht auf Tollwuterkrankung hin untersucht worden. Zum Zeitpunkt der Transplantation sei nicht bekannt gewesen, dass sich die Frau im Oktober letzten Jahres in Indien aufgehalten habe, wo an dieser Krankheit jährlich mehrere Tausend Menschen sterben. Es habe auch keinen weiteren Hinweis gegeben, der gegen die Organverpflanzungen gesprochen hätte. Ein Transplantationszwischenfall dieser Art sei in Deutschland bisher noch nicht vorgekommen.

Aufenthalte im Ausland, insbesondere in tropischen Ländern, können von Angehörigen eines Spenders erfragt werden, hier war dies anscheinend zu spät geschehen, Angehörige hatten offenbar erst Gelegenheit, von der Indienreise zu erzählen, nachdem der Verdacht einer Infektionsübertragung durch die Organe aufgekommen war.

Bei einem ähnlichen Fall in den USA, der im Juli vergangenen Jahres bekannt geworden war, waren laut dem CDC drei Transplantierte verstorben. Es wurde auch damals betont, dass so etwas zum ersten Mal vorgekommen sei. Als wahrscheinliche Ursache des Todes des Spenders wurde nachträglich Tollwut festgestellt, zum Zeitpunkt der Organentnahme in Texarkana, Texas war man noch von einem Hirnschlag ohne infektiöse Vorerkrankung ausgegangen.

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January 8, 2005

Weltgesundheitsorganisation befürchtet weltweite Vogelgrippe-Epidemie

Weltgesundheitsorganisation befürchtet weltweite Vogelgrippe-Epidemie

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Vogelgrippevirus H5N1

Toronto (Kanada), 08.01.2005 – Die Weltgesundheitsorganisation WHO äußert Befürchtungen über eine weltweite Epidemie durch Mutation der Vogelgrippe. Laut einem Forschungsbericht des CDC, Center for Desease Control, USA, wird die erhöhte kosmische Strahlung für die rasche Mutation des Vogelgrippevirus H5N1 verantwortlich gemacht: „Dies ist das schlimmste Virus, das ich je gesehen habe“, so Dr. Robert Webster, weltweit anerkannter Experte für Grippeviren.

Das schlimmste vorstellbare Szenario, in dem sich das Virus verbreiten könnte, ist nun durch die Folgen des verheerenden Tsunami vom Dezember Realität geworden. Hunderttausende Tote und zehntausende Hilfskräfte sind in engem Kontakt in den Ursprungsfeldern des Virus H5N1. Vor dem tragischen Ereignis bestätigte der Direktor der WHO für den Westpazifischen Raum: „Wir sind nun so nahe an einer Pandemie wie noch nie in den Jahren zuvor.“

Ein Forschungspapier, „Analyse über die Einflüsse Kosmischer und Geophysikalischer Faktoren auf die Reproduktion von Influenza-Viren“, stellt fest: „Unter Einfluss solarer und geophysikalischer Aktivität haben wir die Reproduktion des Influenza-Virus in Gewebekulturen studiert. Dabei wurde bei verwendetem Material, Hongkong 1/68(H3N2), in statistisch nachweisbarer Höhe eine quantitativ höhere Ernte infektiösen Materials gewonnen als bei gleichen Laborbedingungen.“

Des Weiteren wurde erkannt, dass „Influenzaausbrüche oftmals durch neueingetragene Virusstämme aus dem All verursacht wurden“. Einige Beweise deuten darauf hin, dass die schlimmsten Epidemien mit den Maxima in den Sonnenzyklen übereinstimmen.

Es gibt keine technisch verfügbare, wirtschaftliche und leicht anwendbare Barriere gegen diese kosmische Strahlung. Sie durchdringt viele Meter Erdreich, Fels oder Metall. Nachdem sie 16.000 Kilometer schützender Magnetosphäre und an die 1.000 Kilometer atmosphärischer Moleküle durchdrungen hat, sind die Partikel immer noch energetisch genug um bis zu sechs Meter Fels zu durchdringen. Kosmische Strahlen ionisieren auch Wassermoleküle in den Zellen, wobei sie Hydroxyl-Radikale hinterlassen, die dann nach russischen Forschungsergebnissen im Zellkern DNA-Veränderungen hervorrufen können.

Zusätzlich zu der erschreckenden Dringlichkeit der laufenden Ereignisse kommt nun eine wachsende Zahl an Forschungspapieren heraus, die beweisen, dass Massensterben auf unserem Planeten in zurückliegenden Perioden nicht auf Meteorimpakte, sondern auf „Hausgemachtes“ zurückzuführen sind.

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