WikiNews de

October 7, 2010

Baden-Württembergs Innenminister Rech verliert Schirmherrschaft wegen seines Verhaltens bei Stuttgart 21

Baden-Württembergs Innenminister Rech verliert Schirmherrschaft wegen seines Verhaltens bei Stuttgart 21

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 15:15, 7. Okt. 2010 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Filderstadt (Deutschland), 07.10.2010 – Wegen dessen Verantwortung für den umstrittenen Polizeieinsatz gegen Demonstranten, die das umstrittene Projekt Stuttgart 21 bekämpfen, hat der Verein „Kids for Kids“ dem Baden-Württembergischen Innenminister Heribert Rech jüngst die Schirmherrschaft über das Projekt „Präv-Dancer“ entzogen. Ralf Berti, Vorsitzender der Vereins, begründete dies mit der „nicht verhältnismäßigen Vorgehensweise der teilweise aus anderen Bundesländern stammenden Einsatzkräfte gegenüber Kindern, Jugendlichen und Schülern, aber auch gegen ältere Bürger und sonstigen Demonstranten. Die gnadenlose Machtdemonstration der verantwortlichen Landesregierung und des ihr unterstellten Polizeiapparats gegenüber wehrlosen Kindern, Jugendlichen und Bürgern ist völlig unakzeptabel. Sie hat ein in Jahren gewachsenes Vertrauen der Bevölkerung in die Polizei schwer erschüttert“.

Berti war noch 2009 für die CDU in den Stadtrat von Filderstadt gewählt worden, gehört diesem Gremium jedoch inzwischen als Parteiloser an. Bereits vor dieser gegen Rech verübten Sanktion hatte er seinen Unmut über die Geschehnisse am 30. September geäußert. Berti meint unter anderem, man müsse „Amok-Mappus stoppen“, da der seit Anfang dieses Jahres amtierende Ministerpräsident durch diese Vorfälle zum Ansehensverlust des Bundeslandes beigetragen habe. Auch die Polizei kritisierte er scharf: „Der Freund und Helfer mit dem Pfefferspray in der Tasche – jahrelange Arbeit der Prävention wurde an einem Tag zerstört“, so sein Fazit.

Der in Filderstadt ansässige Verein „Kids for Kids“ ist Träger des Bundespreises, den er für seine Bemühungen gegen Diskriminierung erhalten hatte. Rech hat darüber hinaus seit Kurzem mit einer Strafanzeige zu kämpfen, die der Demonstrant Dietrich Wagner, der durch den Einsatz von Wasserwerfern zumindest temporär erblindet ist, erstattet hat. Die Schuld hierfür sieht er beim Minister.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 17, 2005

NS-Opfer am Stuttgarter Flughafen bestattet

NS-Opfer am Stuttgarter Flughafen bestattet

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 21:28, 19. Dez. 2005 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Filderstadt (Deutschland), 17.12.2005 – In Filderstadt wurden 34 NS-Opfer auf dem Grabfeld eines US-Luftwaffenstützpunkt im baden-württembergischen Filderstadt (Landkreis Esslingen) bestattet. Dabei handelt es sich um die sterblichen Überreste von KZ-Insassen, die bei Bauarbeiten am Flughafen zufällig gefunden wurden. Auf dem Gelände des Flughafens befand sich früher ein Konzentrationslager der Nationalsozialisten. Die Vorstandssprecherin der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg Barbara Traub berichtete, das in diesem KZ in nur wenigen Monaten eine Vielzahl jüdischer Opfer ermordet wurden.

Unter den 300 Trauergästen befanden sich auch Überlebende des Holocaust. Am Grab sprachen sie Gebete, die Toten wurden in einfachen Kiefernholzsärgen bestattet. Diese wurden mit der gleichen Erde zugedeckt, in der sie auch gefunden wurde. Günther Oettinger, der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, versprach, die Geschichte des KZ historisch aufarbeiten zu lassen und einen Gedenkstein für die 119 Opfer zu errichten.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.