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February 27, 2011

Zwei Tote bei Demonstration im Sultanat Oman

Zwei Tote bei Demonstration im Sultanat Oman

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Veröffentlicht: 18:54, 27. Feb. 2011 (CET)
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Lage des Sultanats Oman

Karte des Sultanats Oman mit großen Städten

Maskat / Zohar (Oman), 27.02.2011 – Bei Zusammenstößen zwischen Regierungsgegnern und Sicherheitskräften wurden am Sonntag in der Stadt Zohar (auch „Sohar“) im Sultanat Oman zwei Demonstranten getötet. Zuvor hatte die Polizei Tränengas und Schlagstöcke gegen die Demonstranten eingesetzt. Das berichteten Augenzeugen. Demnach starben die Demonstranten nach dem Einsatz von Gummigeschossen durch die Polizei, die von den Demonstranten mit Steinen beworfen worden waren. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen haben die Demonstranten versucht, eine Polizeiwache zu erstürmen. Dort hatten sich zuvor ungefähr 250 Arbeitslose eingefunden, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, bevor es zu dem Angriff auf die Polizeiwache gekommen war. Insgesamt sollen sich in Zohar am Samstag und Sonntag jeweils etwa 1.000 Menschen an den Demonstrationen beteiligt haben.

In mehreren Städten des Landes waren Menschen zwei Tage hintereinander auf die Straßen gegangen, um politische Reformen einzufordern. Das Militär soll sich ebenfalls in die Auseinandersetzungen eingeschaltet haben. Auch in den letzten Wochen war es wiederholt zu Demonstrationen in dem arabischen Staat gekommen.

Erst am Samstag hatte Sultan Qabus ibn Said die Stipendien für Studenten erhöht und die Einrichtung einer „Vereinigung zur Verteidigung der Konsumenteninteressen“ angekündigt. Außerdem sollen Kooperativen gegründet werden, um die Versorgung der Bevölkerung mit verbilligten Nahrungsmitteln zu verbessern.

In dem Sultanat, das im Südosten der Arabischen Halbinsel liegt, leben ungefähr 2,6 Millionen Menschen. Bislang gibt es in dem Wüstenstaat kein Parlament mit Entscheidungsbefugnissen. Es gibt lediglich eine Schura mit beratender Funktion.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Arabische Welt

Quellen

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February 10, 2011

Oman: Supertanker durch Piraten gekapert

Oman: Supertanker durch Piraten gekapert

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Veröffentlicht: 17:52, 10. Feb. 2011 (CET)
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Maskat (Oman), 10.02.2011 – Am Mittwochmorgen, dem 9. Februar 2011, wurde der Tanker „Irene SL“ der griechische Reederei Enesel von Piraten vor der Küste Omans geentert. Der Tanker hat zwei Millionen Barrel Rohöl im Wert von 200 Millionen Dollar an Bord. Seit die Piraten das Schiff übernommen haben, besteht kein Funkkontakt mehr. Sieben Griechen, ein Georgier und 17 Philippiner bilden die Besatzung des Supertankers; über ihr Schicksal ist nichts bekannt.

Vor zwei Wochen kaperten Piraten die „Beluga Nomination“ einer deutschen Reederei und brachten sie in somalische Gewässer. Ende Dezember 2010 konnte ein Schiff seine Fahrt nach acht Monaten fortsetzen. Zuvor waren 5,5 Millionen Dollar gezahlt worden. Die Gefährdungslage verschärft sich im indischen Ozean. Die Anstrengungen der international zusammengesetzten Marineeinheiten zur Sicherung des Seewegs werden durch die Seeräuber unterlaufen. Die Vereinigung der Tanker-Eigner Intertanko befürchtet, dass ohne wirkungsvolle Maßnahmen die Route nicht mehr befahren werden kann. Dies würde zu Engpässen bei der Versorgung mit Rohöl führen.

Seit Jahren agieren Banden von Somalia aus und bringen Schiffe in ihre Gewalt. Das Land befindet sich in der Hand lokaler Clans, Kriegsherren, radikal-islamischer Gruppen und von Piraten. Bei Festnahmen von Tätern ergeben sich regelmäßig Probleme, ein Gericht zu finden, das sich für das Strafverfahren zuständig erklärt.

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Piraterie in Somalia“.

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Quellen

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June 7, 2005

Oman baut eine Stadt aus Luxus-Hotels in die Wüste

Oman baut eine Stadt aus Luxus-Hotels in die Wüste

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Artikelstatus: Fertig 7. Jun. 2005 (CEST)
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Maskat (Oman), 07.06.2005 – Innerhalb der nächsten zehn Jahre soll an der Nordküste des Sultanats Oman eine vollkommen neue Stadt aus zahlreichen Luxus-Hotels erbaut werden, die so genannte “Al-Madina Al-Zarqa” (Die blaue Stadt).

Normalerweise ist es für Ausländer im Oman verboten, Grundbesitz zu kaufen. In der blauen Stadt wird dies jedoch möglich sein. Als Hausbesitzer in der Blauen Stadt bekommt jeder mit Erwerb der Immobilie automatisch eine Daueraufenthaltserlaubnis. Der Oman versucht mit dieser Maßnahme Investoren in das Sultanat zu locken.

Die direkt am Strand gelegene Stadt bietet Platz für 200.000 Einwohner. Hauptinvestor ist die Schweizer Oppenheimer-Gruppe, die sich mit rund 15 Milliarden Dollar an dem Projekt beteiligt. Daneben kaufen sich Investoren aus der Golfregion ein, der Staat Oman wird zu etwa 30 Prozent Eigentümer werden. Ein Verkauf an Privatinvestoren ist nicht vorgesehen, vielmehr wird die Zielgruppe ausschließlich durch institutionelle Anleger gebildet.

Der geplante Baubeginn liegt im letzten Quartal dieses Jahres, die Organisatoren rechnen etwa 2015/16 mit der Fertigstellung. Während der siebenmonatigen Vorbereitungsphase wurde die Öffentlichkeit nicht über das Vorhaben informiert, erst jetzt gelangte die Information an die Presse.

Das Sultanat Oman lebte bisher von seinen Öl- und Gasvorkommen. Da deren Ende jedoch vorhersehbar ist, suchen sich die Verantwortlichen des Landes mit dem Großprojekt eine neue Einnahmequelle.

Quellen

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February 27, 2005

Schröder fährt nach Arabien

Schröder fährt nach Arabien – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Schröder fährt nach Arabien

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Artikelstatus: Fertig 27. Feb. 2005 (CET)
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Berlin (Deutschland), 27.02.2005 – Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) ist heute zu seinem einwöchigen Besuch in den Staaten der arabischen Halbinsel aufgebrochen. Er will Saudi-Arabien, Kuwait, Katar, Bahrain, Jemen, Oman und die Vereinigten Arabischen Emirate besuchen. Darüberhinaus soll über die diplomatischen Bemühungen der EU über eine Beilegung der Atomwaffenproblematik des Iran und eine gemeinsame Bekämpfung des islamistischen Terrorismus gesprochen werden.

Weitere Themen werden der Wiederaufbau des Iraks und die Entwicklung des Ölpreises sein. Gerhard Schröder wird von 73 Wirtschaftsvertretern begleitet, die während der Reise Geschäfte in dreistelliger Millionenhöhe abschließen wollen. In Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten war der Bundeskanzler bereits 2003, die anderen Länder werden erstmals von einem deutschen Bundeskanzler besucht.

Bereits am Sonntagnachmittag wird sich der Bundeskanzler mit dem saudischen König Fahd und dem Regierungschef Kronprinz Abdullah treffen. Das Hauptthema wird voraussichtlich Terrorismusbekämpfung sein. In den vergangenen zwei Jahren gab es in Saudi-Arabien eine Serie von Terroranschlägen, der etwa 100 Menschen zum Opfer gefallen sind. Kronprinz Abdullah hat auf einer internationalen Anti-Terror-Konferenz Anfang Februar in Riad den Aufbau eines Zentrums zum weltweiten Informationsaustausch zum Terrorismus angeregt.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Iranisches Atomprogramm
  • Portal:Ölpreis

Quellen

  • de.news.yahoo.com: „Schröder in die Golfregion aufgebrochen“ (27.02.2005) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar

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