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December 5, 2011

Koblenz: Luftmine aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft

Koblenz: Luftmine aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft

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Veröffentlicht: 15:09, 5. Dez. 2011 (CET)
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Die im Rhein gefundene Luftmine, erkennbar sind auch die Pumpen mit denen Wasser abgepumpt wurde.

Foto: Holger Weinandt

Koblenz (Deutschland), 05.12.2011 – Das Niedrigwasser im Rhein hatte die britische Luftmine an den Tag gebracht – nach zwei Wochen Vorbereitung und der in der Nachkriegsgeschichte Deutschlands größten Evakuierung wurde der rund 1.800 Kilogramm schwere Sprengkörper von Mitarbeitern des Kampfmittelräumdienstes im Laufe des 4. Dezember entschärft. Zuvor hatten mehr als 45.000 Bewohner die Evakuierungszone verlassen müssen.

Bereits am Morgen waren Lautsprecherwagen der Polizei durch die Koblenzer Innenstadt gefahren und hatten die Bewohner zum Verlassen ihrer Wohnungen aufgefordert. Man zwinge die Menschen notfalls und lasse Wohnungen durch Schlüsseldienste öffnen, falls die Menschen sich weigerten, teilte Olav Kullak von der Koblenzer Berufsfeuerwehr mit. Bereits am 2. Dezember war die Verlegung von Gefängnisinsassen in andere Haftanstalten in Angriff genommen worden. Außerdem wurden hunderte von pflegebedürftigen Personen aus sieben Altenheimen und Patienten von zwei in der Evakuierungszone liegenden Krankenhäusern evakuiert. 2.500 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rotem Kreuz, Ordnungsamt und Polizei waren an der Evakuierung beteiligt, dazu zahlreiche Freiwillige von Maltesern und Johannitern.

Die Evakuierungszone betraf ein Gebiet von etwa 1.800 Metern um den Fundort der Luftmine.

Für die 99-jährige, aus Breslau stammende Annelotte Weidlich war die Evakuierung vor allem wegen der Zugluft lästig. „Ich stamme aus Breslau. Dort wurde ich im Krieg evakuiert“, sagte sie. „Dagegen ist das hier gar nichts.“ Die Bombe war in der Nähe des Deutschen Ecks am 20. November von Spaziergängern entdeckt worden. Als bedeutender Verkehrsknotenpunkt wurde Koblenz von den Alliierten im Zweiten Weltkrieg besonders intensiv bombardiert, weshalb noch immer Blindgänger gefunden werden. Diese Evakuierung war bisher die umfangreichste. Die bisher größte Evakuierung betraf am Pfingstmontag 1999 rund 11.000 Koblenzer.

Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes bei der Vorbereitung am 3. Dezember

Foto: Holger Weinandt

Die Entschärfung behinderte auch den Verkehr. Aus Sicherheitsgründen wurde der Zugverkehr auf beiden Rheinufern eingestellt. Die Züge wurden umgeleitet. Auch mehrere Bundesstraßen und zwei Koblenzer Rheinbrücken wurden für den Verkehr gesperrt.

Die Entschärfung begann um 13:40 Uhr. Eine US-Fliegerbombe wurde ebenfalls entschärft. Sie war nahe der Luftmine im flachen Wasser aufgetaucht war. Obwohl die Fliegerbombe verzogen war, verliefen die beiden Entschärfungen ohne Zwischenfälle. Ein Tarnnebelfass der Wehrmacht wurde anschließend gesprengt. „Wir waren mit zehn Mann im Einsatz. Und wir fahren mit zehn Mann nach Hause. Das ist das Wichtigste“, kommentierte der Leiter des Kampfmittelräumdienstes, Horst Lenz, nachher erleichtert. Für die vielen Einsatzkräfte des Roten Kreuzes war der Tag jedoch noch nicht zu Ende. Die evakuierten Personen mussten zurückbefördert werden.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Evakuierung in Koblenz am 4. Dezember 2011“.

Quellen[Bearbeiten]

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June 3, 2011

EHEC: Im Norden Deutschlands wird das Blut knapp

EHEC: Im Norden Deutschlands wird das Blut knapp

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Veröffentlicht: 21:16, 3. Jun. 2011 (CEST)
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Blutspende

Hamburg (Deutschland), 03.06.2011 – Normalerweise werden in Hamburg und Schleswig-Holstein monatlich zusammen 800 bis 1.000 Einheiten Blutplasma von den Krankenhäusern verbraucht. Wegen der Vielzahl von schweren EHEC-Erkrankungen ist der Verbrauch auf 7.500 Einheiten gestiegen.

Der DRK-Blutspendedienst Nord muss nun aus dem Verbund versorgt werden. Die Bundesländer Hessen, Baden-Württemberg und Bayern sorgen dafür, dass der kostbare Stoff im Norden nicht ausgeht. Möglich ist dies, da diese Bundesländer weitaus weniger von der Darmerkrankung betroffen sind.

Gefrorenes Blutplasma

Das Plasma wird benötigt, um das in schweren Fällen auftretende Nierenversagen behandeln zu können. Betroffen davon sind hauptsächlich Personen, bei denen als Folge von EHEC das Hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) auftritt. Ein Sprecher des DRK: „Mit einem Versorgungsengpass bei Blutplasma ist nicht zu rechnen; in Süddeutschland sind ausreichend Vorräte vorhanden.“ Der Bürgermeister von Hamburg Olaf Scholz (SPD) und die Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) forderte die Bevölkerung trotz allem zu mehr Blutspenden auf. Sie wiesen darauf hin, dass es von der Blutspende bis zur Gewinnung des Plasmas mehrere Monate dauert. Bürgermeister Scholz: „Es ist wichtig, jetzt, wo wir noch genügend Reserven haben, etwas zu tun – damit wir immer genügend Rücklagen haben”. Vor dem Hintergrund, dass die Quelle des Erregers noch im Dunklen liegt und mit einer weiteren Ausbreitung gerechnet werden muss, gilt der Aufruf zum Blutspenden nicht nur für den Norden Deutschlands. Der Blutspendedienst verzeichnet einen Ansturm von Spendern, seit der Aufruf in den Medien verbreitet wurde. Olaf Scholz ging mit gutem Beispiel voran und ließ sich vor laufender Kamera Blut abnehmen.

Die Krankheit verbreitet sich weiter, so gibt es in Thüringen den ersten Todesfall. Eine 80-jährige Frau ist auf einer Kur in Mecklenburg-Vorpommern an dem Erreger verstorben. In Brandenburg gibt es 13 EHEC-Verdachtsfälle und vier Personen, die an HUS leiden. Auch ein Todesfall ist möglicherweise auf den Erreger zurückzuführen. Dem Robert Koch-Institut wurden seit Anfang Mai 2011 insgesamt 520 HUS-Fälle mitgeteilt.

Das Bundesamt für Risikobewertung rät weiterhin, Tomaten, Salatgurken und Blattsalate nicht roh zu verzehren.

Themenverwandte Artikel

Quellen

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October 5, 2007

Speyer: Im Krankentransportwagen verstorben

Speyer: Im Krankentransportwagen verstorben

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Veröffentlicht: 14:09, 5. Okt. 2007 (CEST)
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Speyer (Deutschland), 05.10.2007 – Eine 87-jährige Frau ist auf einem Transport mit einem Krankentransportwagen des Deutschen Roten Kreuzes nahe Speyer ums Leben gekommen. Grund hierfür war ein Verkehrsunfall, als das Rettungsfahrzeug mit einem ihm entgegenkommenden Kastenwagen zusammenstieß.

Nach Polizeiangaben kam der Kastenwagen auf einer Landstraße aus bislang nicht geklärten Gründen von seiner Fahrspur ab und geriet so in den Gegenverkehr. Dabei wurden beide Fahrzeuge in den Straßengraben geschleudert. Die 87-Jährige, die eigentlich nach Hause gebracht werden sollte, erlitt dabei schwere Verletzungen, denen sie kurze Zeit später in einer Klinik erlag.

Quellen

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August 9, 2007

Kaiserslautern: Zwei Schwerverletzte durch Auffahrunfall

Kaiserslautern: Zwei Schwerverletzte durch Auffahrunfall

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Veröffentlicht: 23:07, 9. Aug. 2007 (CEST)
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Kaiserslautern (Deutschland), 09.08.2007 – Im Kaiserslauterer Stadtgebiet ist es am Mittwochnachmittag, dem 8. August, zu einem schweren Auffahrunfall gekommen. Ein 26-jähriger Fahrer stand mit seinem Pkw an einer Ampelanlage vor einer Einmündung, als eine 19-Jährige ihm mit einem Fahrzeug von hinten auffuhr. Dabei wurde diese und ihre 18-jährige Beifahrerin schwer verletzt sowie der 26-jährige leicht. Ein Notarztwagen sowie ein Notarzteinsatzfahrzeug des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und ein Rettungswagen des Arbeiter-Samariter-Bundes, die städtische Berufsfeuerwehr und die Polizei waren im Einsatz.

Quellen

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July 22, 2007

Vier Wehrdienstleistende beim Versuch der Überquerung eines geschlossenen Bahnüberganges in Rendsburg getötet

Vier Wehrdienstleistende beim Versuch der Überquerung eines geschlossenen Bahnüberganges in Rendsburg getötet

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Veröffentlicht: 12:05, 22. Jul. 2007 (CEST)
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Rendsburg (Deutschland), 22.07.2007 – Beim Versuch, die geschlossenen Halbschranken eines Bahnüberganges in Rendsburg trotz roten Warnlichts zu umfahren, sind am Donnerstag gegen 22:30 Uhr vier etwa 22- bis 25-jährige Wehrdienstleistende aus einer naheliegenden Kaserne getötet worden. Das Auto ist auf der zweigleisigen, elektrifizierten Bahnstrecke von Hamburg nach Flensburg von einem Nahverkehrszug des Schleswig-Holstein-Express mit Ziel Lüneburg erfasst und bei einer Aufprallgeschwindigkeit von etwa 100 Stundenkilometer etwa 35 Meter weit in die Böschung geschleudert worden. Eine unverzügliche Hilfe durch freiwillige Helfer, das DRK und die Feuerwehr konnte ihr Leben nicht mehr retten.

Themenverwandte Artikel

Quellen

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April 24, 2007

Malaria: Laut UNICEF sind Kinder in Afrika besonders betroffen

Malaria: Laut UNICEF sind Kinder in Afrika besonders betroffen

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Artikelstatus: Fertig 23:15, 24. Apr. 2007 (CEST)
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Bukavu (Demokratische Republik Kongo), 24.04.2007 – Am 25. April ist der internationale Malaria-Tag, auch bekannt als Afrika-Malaria-Tag. Anlässlich dieses Tages rufen internationale Hilfsorganisationen zu vermehrten Anstrengungen im Kampf gegen diese Infektionskrankheit auf. Laut UNICEF stirbt alle 30 Sekunden ein Kind an Malaria. Am stärksten ist der afrikanische Kontinent betroffen. In den ärmsten Ländern Afrikas ist Malaria eine der häufigsten Todesursachen von Kindern, jeder fünfte Kindestod ist auf diese Tropenkrankheit zurückzuführen.

Stechmücke „Anopheles“

Da die Infektion durch eine blutsaugende Mücke der Gattung Anopheles erfolgt, tritt die Krankheit vorwiegend in tropischen Regionen auf, wo sich diese Mücken in wässrigen Medien vermehren können. Rund 40 Prozent der Weltbevölkerung leben in solchen Gebieten, Malaria ist hier endemisch. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) erkranken jährlich 300 bis 500 Millionen Menschen neu an der Krankheit. Die Zahl der Todesfälle liegt weltweit zwischen 1,5 und 2,7 Millionen Menschen pro Jahr. 90 Prozent aller Malariaerkrankungen werden dabei aus Afrika gemeldet.

Als wichtigster Schutz gegen eine Malariainfektion gilt wegen des Überträgers ein Moskitonetz. „Es ist nicht hinnehmbar, dass Kinder sterben, nur weil ihre Eltern zu arm sind, um ein Moskitonetz zu kaufen“, sagte der Geschäftsführer von UNICEF Deutschland, Dietrich Garlichs. Laut DRK-Präsident Rudolf Seiters kann der Einsatz von Moskitonetzen in Kombination mit dem Einsatz von Insektiziden die Sterblichkeitsrate von Kindern an Malaria um 20 Prozent senken. Wichtig sei dabei vor allem, dass solche Netze in die richtigen Hände kämen, und das seien Frauen mit kleinen Kindern. Auf diesem Gebiet ist insbesondere das Medikamentenhilfswerk action medeor tätig. Die Organisation unterstützt Gesundheitsstationen und Krankenhäuser in Afrika im Kampf gegen die Malaria. „Helfen ist so einfach“, sagt Anke Engelke, Botschafterin von action medeor, „Mit nur 99 Cent kann ein an Malaria erkranktes Kind gerettet werden.“

Die Deutsche Post World Net unterstützt über ihr Tochterunternehmen DHL in diesem Jahr eine Kampagne zur Auslieferung von Moskitonetzen in die Provinz Süd-Kivu in der Demokratischen Republik Kongo. In Zusammenarbeit mit dem Malteser Hilfsdienst transportiert das Unternehmen 10.000 Moskitonetze kostenlos in den Kongo. Die Malteser übernehmen die Verteilung der Moskitonetze an schwangere Frauen, wenn diese zur Vorsorgeuntersuchung kommen. Die katholische Hilfsorganisation betreibt im Kongo ein Netz von Gesundheitszentren. Als Anreiz für die Frauen, das Gesundheitszentrum auch zur Entbindung aufzusuchen, erhalten sie ein zweites Moskitonetz, wenn sie ihr Kind im Gesundheitszentrum mit ärztlicher Unterstützung zur Welt bringen. Dr. Peter Schmitz, leitender Arzt bei Malteser International, meint: „Durch die Verwendung von imprägnierten Moskitonetzen können die Malaria-Krankheitsfälle bis zu 50 Prozent reduziert werden. Derzeit schlafen weniger als fünf Prozent der Kinder in Afrika unter einem solchen Netz. Alle 30 Sekunden stirbt ein Kind in Afrika an Malaria. Wir sind dankbar, dass der Post-Konzern mit dem Transport der Netze unsere Arbeit in der DR Kongo unterstützt. Damit leisten wir gemeinsam einen Beitrag, die gerade für Kinder und Schwangere lebensbedrohliche Malaria einzudämmen.“ Die DHL hat bereits in den vergangenen Jahren logistische Unterstützung bei der Bekämpfung von Malaria in Afrika geleistet. Darunter in Nigeria, wo die Situation besonders dramatisch ist. Hier ist der Malaria-Erreger für fast 29 Prozent aller Todesfälle bei Kindern verantwortlich.

Während das RKI für die Behandlung in Deutschland unter anderem noch Chloroquin empfiehlt, gilt der Einsatz dieses Medikaments in Afrika bereits als unwirksam, weil die Erreger dagegen resistent geworden sind. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt für Afrika seit einigen Jahren die Umstellung auf Kombinationspräparate auf der Basis von Artemisinin (ACT). Die Umsetzung dieser WHO-Empfehlung bereitet jedoch Schwierigkeiten, da das Medikament relativ teuer ist. Außerdem treten häufig Versorgungsengpässe auf. Karim Laouabdia, Direktor der Medikamentenkampagne von Ärzte ohne Grenzen, fordert: „Wir wissen, dass die Implementierung von ACT nicht einfach ist. Aber wenn es darum geht, diese lebensrettenden Medikamente denjenigen zur Verfügung zu stellen, die sie brauchen, darf niemand die Hände in den Schoß legen.“ Die gegenwärtige Praxis kommentiert er mit den Worten: „Malariapatienten mit alten und unwirksam gewordenen Medikamenten wie Chloroquin zu behandeln, ist ungefähr so sinnvoll, wie ihnen ein Päckchen Zucker zu verabreichen – das ist ethisch und medizinisch nicht vertretbar.“

Am 25. April startet auch eine weitere Initiative zur Bekämpfung der Malaria, die „Europäische Allianz gegen Malaria“. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von zehn Organisationen aus fünf europäischen Ländern, die ihre Anstrengungen zur Bekämpfung der Malaria koordinieren wollen. In Deutschland gehören der Initiative das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) an.

Themenverwandte Artikel

  • Dramatische Lage im Kongo (16.11.2005)
  • UNICEF erarbeitet für Namibia Hilfsprogramm 2006 (14.08.2005)
  • Portal:Gesundheit
  • Portal:UNICEF

Quellen

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March 16, 2007

Rettungsdienst beraubt: Notarztwagen nun nicht mehr einsetzbar

Rettungsdienst beraubt: Notarztwagen nun nicht mehr einsetzbar

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Artikelstatus: Fertig 23:19, 16. Mär. 2007 (CET)
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Maikammer (Deutschland), 16.03.2007 – Ein nach Darstellung der Polizei „besonders sozialschädliches“ Verhalten zeigten Diebe am vergangenen Wochenende im rheinland-pfälzischen Maikammer. Sie stahlen aus einem Notarztwagen nicht nur 100 Euro Bargeld, ein Navigationsgerät und zwei Funkgeräte, sondern auch noch für die Notfallrettung immens wichtige medizinische Geräte im Wert von fast 100.000 Euro. Das zum Zeitpunkt der Tat auf dem Hof eines Anwesens abgestellte Fahrzeug gehört dem Deutschen Roten Kreuz (DRK). Dieses beklagt nun den Verlust eines Ultraschallgeräts, einer Thermokamera, eines Defibrillators mit EKG und eines Endoskopiekoffers. Die Geräte waren überwiegend durch Spenden finanziert. Ohne die Geräte ist das Fahrzeug nun nicht mehr zu Rettungszwecken einsetzbar. Durch diesen Diebstahl wird daher der notärztliche Dienst in der Region beeinträchtigt. Die Polizei schließt die Möglichkeit nicht aus, dass die Geräte zum Verkauf angeboten werden.

Quellen

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February 16, 2007

Leiter der DRK-Rettungswache Saarburg wegen Mordversuches verhaftet

Leiter der DRK-Rettungswache Saarburg wegen Mordversuches verhaftet

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Artikelstatus: Fertig 21:23, 16. Feb 2007 (CET)
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Saarburg (Deutschland), 16.02.2007 – Am Dienstag wurde der ehemalige Leiter der DRK-Rettungswache in Saarburg unter dem Verdacht eines Mordversuchs verhaftet, weil er den Funkverkehr eines Rettungshubschraubers sabotiert haben soll. Der 47-Jährige habe den Funkverkehr des Hubschraubers abgehört und so von den Erkrankungen der Patienten gewusst, danach habe er durch einen minutenlangen Dauerton den Funkverkehr gestört. Dabei sei ihm in allen vier Fällen – unter anderem Herzinfarkt und Schlaganfall – bewusst gewesen, dass die Patienten sterben können. Drei der Patienten überlebten, die Schlaganfallpatientin starb im nachhinein, vermutlich jedoch nicht aufgrund verspäteter ärztlicher Behandlung.

Der Beschuldigte bestreitet zwar die Vorwürfe, jedoch ortete die Bundesnetzagentur die DRK-Rettungswache in Saarburg als Quelle des Dauertons. Laut Staatsanwaltschaft komme nur der damalige Leiter der Wache als Verursacher in Frage – er wurde daraufhin vom Dienst suspendiert. Laut Staatsanwaltschaft wollte er mit diesen Störungen den konkurrierenden Luftrettungsdienst in Misskredit bringen. Er befürchtete – so die Anklage – rückläufige Zahlen an Einsätzen und somit finanzielle Einbußen für seine Rettungswache.

Der DRK-Rettungswachenleiter war ehemals bei dem luxemburgischen Unternehmen als Rettungsassistent eingestellt und ist dort im Streit ausgeschieden.

Quellen

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January 7, 2007

Skandal in Kaiserslautern: Ermittlungen wegen unterlassener Hilfeleistung mit Todesfolge

Skandal in Kaiserslautern: Ermittlungen wegen unterlassener Hilfeleistung mit Todesfolge

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Artikelstatus: Fertig 02:35, 7. Jan. 2007 (CET)
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Kaiserslautern (Deutschland), 07.01.2007 – Nachdem eine 72-Jährige am 2. Januar tot in ihrer Wohnung entdeckt wurde, prüft die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern nun, ob ein Ermittlungsverfahren wegen unterlassener Hilfeleistung eingeleitet wird. Die Straftat wurde laut den Vorwürfen eines Nachbarn von Rettungskräften des Deutschen Roten Kreuzes und vom Ordnungsamt begangen.

Begonnen hat der Vorfall am Heiligen Abend, als die Frau auf das Klingeln ihres 42-jährigen Nachbarn nicht reagierte. Deshalb rief dieser den Rettungsdienst, zumal der Mann bereits von einer Nachbarin wusste, dass die alte Frau seit zwei Tagen krank im Bett lag und weder aß noch trank. Kräfte des Rettungsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes aus Kaiserslautern seien dann am 24.12. erschienen und fanden die Frau in einem „versauten“ Bett sitzend vor. Laut DRK habe sie eventuell an einem momentan grassierenden Magen-Darm-Infekt gelitten, sie habe jedoch einen klaren Eindruck gemacht. Einen Transport ins Krankenhaus habe die Frau verweigert. Da nach Angaben des Roten Kreuzes medizinisch keine Bedenken bestanden, habe man sie in der Wohnung belassen, da dies ein Fall für Altenhilfe und Ordnungsreferat seien.

Der Nachbar ging zunächst davon aus, dass die zuständigen Stellen informiert worden seien, rief, als über die Feiertage jedoch nichts geschah, selbst beim Ordnungsamt an. Dort war der Vorfall bislang nicht bekannt, jedoch wurde auch das Ordnungsamt nicht aktiv. Begründet wurde dies damit, dass in diesem Fall keinerlei gesetzliche Handhabe bestehe, da die Frau bei klarem Verstand sei. Dennoch sollte die Altenhilfe informiert werden.

Am 2. Januar rief der Nachbar die Polizei, welche in die Wohnung gewaltsam eindrang. Dort konnten die Beamten jedoch nur noch die Leiche der Frau vorfinden. Laut Staatsanwaltschaft kommt nun ein Verfahren wegen unterlassener Hilfeleistung in Betracht, dies werde aktuell geprüft.

Quellen

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September 30, 2005

Suche nach vermisstem Rentner per Hubschrauber mit Infrarotkamera

Suche nach vermisstem Rentner per Hubschrauber mit Infrarotkamera

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Flörsheim am Main (Deutschland), 30.09.2005 – Am Mittwochabend gab es eine große Aufregung im Flörsheimer Stadtteil Keramag/Falkenberg. Ein Hubschrauber kreiste stundenlang über der Ortschaft, und kaum einer der Einwohner wusste warum.

Der Grund für den ungewöhnlichen Zwischenfall war eine Vermisstenmeldung. Ein noch sehr rüstiger 88-jähriger Rentner aus Keramag/Falkenberg war etwa um 20:00 Uhr als vermisst gemeldet worden. Er war am Nachmittag aufgebrochen um Nüsse zu sammeln. Nachdem es bereits dunkel geworden war und er noch nicht heimgekehrt war, machten sich die Angehörigen Sorgen und schalteten die Polizei ein.

Daraufhin begann eine großangelegte Suchaktion. Ein Hubschrauber mit Infrarotkamera an Bord ging umgehend in die Luft. Zusätzlich begannen Polizei- und Rettungskräfte mit weiteren Maßnahmen um den Mann zu finden. Überdies waren noch Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes an der Suche beteiligt. Neben den 20 Mann der Flörsheimer Feuerwehr kamen auch noch die Feuerwehren Hofheim und Hochheim zu Hilfe sowie zwei Hundestaffeln aus der Umgebung.

Um 22:54 Uhr hatte die Suche Erfolg. Zwei Feuerwehrleute aus Flörsheim fanden den Mann. Er lag ohne erkennbare Verletzungen gegenüber der ehemaligen Sektkellerei an der Landstraße 3028 in der Böschung. Vorsorglich wurde er in ein Krankenhaus gebracht.

Quellen

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