Nordirland: Parlamentsgebäude nach Bombendrohung geräumt

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Artikelstatus: Fertig 13:25, 25. Nov. 2006 (CET)
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Belfast / London (Vereinigtes Königreich), 25.11.2006 – Nordirland wird zurzeit von einer schweren politischen Krise heimgesucht. Großbritanniens Premierminister Tony Blair und sein irischer Amtskollege Bertie Ahern hatten gedroht, das regionale Parlament aufzulösen, wenn es bis gestern nicht gelungen sei, eine handlungsfähige Regierung zu bestimmen.

Hintergrund der Krise ist die Uneinigkeit zwischen den nordirischen Parteien Democratic Unionist Party und der IRA-nahen Sinn Fein über die Machtverteilung im Lande. Weiterer Streitpunkt ist die Übertragung der Polizeiaufsicht auf die Führung in Belfast. Die Selbstverwaltung in Nordirland ist momentan auf Eis gelegt und soll erst im März 2007 wieder in Kraft treten.

Das heutige mit Spannung erwartete Zusammentreffen des erst 1998 erschaffenen Parlamentes wurde jedoch nach einer Störaktion beendet. Michael Stone, ein Angehöriger der militanten protestantischen Szene, stürmte am Vormittag in das Gebäude und warf einen Beutel in den Eingangsbereich, behauptend, er beinhalte eine Bombe. Daraufhin wurde das Parlament evakuiert. Die Polizei konnte nicht bestätigen, dass ein Sprengsatz in dem Rucksack enthalten gewesen sei. Michael Stone wurde erst 1998 aus dem Gefängnis entlassen. Er hatte im März 1988 bei einer IRA-Beerdigung der Opfer der Milltown-Cemetery-Attacke drei Menschen getötet.

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Quellen