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October 4, 2011

ICE-Halte: Wolfsburg erneut „vergessen“

ICE-Halte: Wolfsburg erneut „vergessen“

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Veröffentlicht: 18:27, 4. Okt. 2011 (CEST)
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Bahnhof Wolfsburg (Archivbild))

Wolfsburg (Deutschland), 04.10.2011 – Die Deutsche Bahn hat zum vierten Mal in diesem Jahr an einer planmäßig vorgesehenen ICE-Station in Niedersachsen nicht gehalten. Zum dritten Mal ist der Bahnhof Wolfsburg betroffen.

Der ICE 598 hätte am Samstag, dem 1. Oktober, auf der Fahrt von München nach Berlin um 17.44 Uhr in Wolfsburg halten sollen. Er durchfuhr den Bahnhof und hielt erst in Stendal. Ein Bahnsprecher machte für das Nichthalten auf der Strecke am Samstag einen Fehler im elektronischen Buchfahrplan verantwortlich, wo vorgesehene Halte den Zugführern direkt im Führerstand angezeigt würden. Der Zug war mit den falschen Zuglaufdaten unterwegs, es gilt ein Sonderfahrplan wegen einer Bahnbaustelle. Erschwerend kommt hinzu, dass das Abfahrtsignal in Wolfsburg schon geöffnet war; bei geschlossenem Hauptsignal wäre eine Durchfahrt durch eine Zwangsbremsung vermieden worden. Die betroffenen Fahrgäste konnten in Stendal aussteigen und wurden per Bus nach Wolfsburg zurückgefahren.

Zuvor hatten ICEs am 21. Juni und 18. Juli 2011 in Wolfsburg wegen gleicher Fehler und am 7. Juli 2011 in Celle nicht gehalten.

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July 30, 2011

Stuttgart-21-Stresstest vorgestellt

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Stuttgart-21-Stresstest vorgestellt

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Veröffentlicht: 13:58, 30. Jul. 2011 (CEST)
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Stuttgart-21-Gegner (Archivbild)

Stuttgart (Deutschland), 30.07.2011 – Am Freitag wurde der Stresstest zur Leistungsfähigkeit des Bahnhofsprojektes Stuttgart 21 der Öffentlichkeit präsentiert. Die Veranstaltung wurde von Heiner Geißler geleitet. Für die Gegner des Projektes war jedoch schon vor der Präsentation klar, dass die Bahn systematisch tricksen ließ; Boris Palmer von den Grünen behauptete, dass die Gutachter nicht neutral seien. Das sieht DB-Technikchef Volker Kefer anders.

Wie das Schweizer Ingenieurbüro „sma“ mitteilte, soll mit dem Bahnhof eine „wirtschaftlich optimale Betriebsqualität“ zu leisten sein. Aus der Sicht der Ablehner eines geplanten Umbaus des Hauptbahnhofs der Landeshauptstadt ist dies das Todesurteil für Stuttgart 21, denn wirtschaftlich optimale Betriebsqualität bedeutet, dass der Bahnhof kaum Verspätungen abbauen kann jedoch „keine Folgeverspätungen“ anfallen würden. Doch genau den angeblichen Abbau von Verspätungen hat die DB in den Schlichtungsgesprächen der Gruppe von Personen zugesagt, welche am Status Quo festhalten. Das Ingenierbüro bescheinigte, das Projekt würde den Erwartungen nicht entsprechen können, welche das Unternehmen in den geplanten Um- und Ausbau gesteckt hatte.

Wie die Polizei mitteilte, demonstrierten vor dem Rathaus rund 400 Personen gegen den Bahnhof. An der Präsentation, die vom SWR live übertragen wurde, nahmen elf Landes-/Stadtvertreter, fünf Gutachter, 15 Gegner und 14 Befürworter teil.

Schlichter Geißler schlug nach der Präsentation eine Kombilösung vor. Diese beinhaltet, dass der Nahverkehr über einen verkleinerten Kopfbahnhof abgefertigt wird und Züge des Fernverkehres unterirdisch halten. Diese Lösung kam für viele Beobachter des Konfliktes überraschend.

Themenverwandte Artikel

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Stuttgart 21“.

Weblinks

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May 21, 2011

Memmingen: Zwei Mädchen bei Bahnunfall getötet

Memmingen: Zwei Mädchen bei Bahnunfall getötet

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Veröffentlicht: 14:52, 21. Mai 2011 (CEST)
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Baureihe 218 – mit dieser Lok verkehrt die Regionalbahn

Memmingen (Deutschland), 21.05.2011 – Im Bereich einer Bahnunterführung bei Memmingen wurden am Freitag zwei Mädchen im Alter von 14 und 16 Jahren von einem Zug der Regionalbahn, die zwischen Lindau und Augsburg verkehrt, erfasst. Beide waren sofort tot.

Die Leichen wurden von anderen Jugendlichen aufgefunden. Diese erlitten durch den grausigen Fund einen Schock. Nach ersten Ermittlungen liegt kein Fremdverschulden und kein Suizid vor.

Am Unglücksort waren Beamte der Kriminalpolizei, der Polizeiinspektion Memmingen, der Bundespolizei und der freiwilligen Feuerwehr.

Der Bayrische Rundfunk gab bekannt, dass es sich um eine Mutprobe gehandelt haben könnte. Die Mädchen sollen sich in der Vergangenheit auf den Gleisen gefilmt haben. Die Polizei gab auf einer Pressekonferenz am 21. Mai 2011 bekannt, dass anzunehmen ist, dass die Mädchen beim Überqueren der Gleise vom Zug erfasst worden sind. Sie bestätigte auch, dass Hinweise über frühere Mutproben auf den Gleisen eingegangen sind. Zeugen für das Unglück gäbe es derzeit nicht. Ein Fünfzehnjähriger habe die Mädchen gefunden, er sei mit ihnen an der Unterführung verabredet gewesen.

Der Zugführer bemerkte den Aufprall nicht, er wurde im Bahnhof Buchloe angehalten.

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  • Portal:Bahnunfälle

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Zugunglück im Bahnhof Müllheim

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Zugunglück im Bahnhof Müllheim

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Veröffentlicht: 19:30, 21. Mai 2011 (CEST)
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Bergung der quer auf den Gleisen liegenden Güterwaggons

Müllheim (Deutschland), 21.05.2011 – Im Bereich des Bahnhofes von Müllheim in Baden (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) entgleisten am Mittag des 20. Mai 2011 acht Waggons eines aus 25 Waggons bestehenden Güterzuges.

Kurz nach dem Unfall wurden etwa 300 Anwohner und Beschäftigte nahegelegener Betriebe vorsorglich evakuiert. Die Bewohner konnten aber am Abend wieder in ihre Häuser zurückkehren, nachdem klar wurde, dass sich in den umgestürzten Kesselwagen keine stark giftigen Chemikalien befanden. Es handelte sich unter anderem um Ethylenglycol, das sich bei hohen Temperaturen entzünden kann.

Die Rheintal-Strecke Karlsruhe-Basel ist eine der am stärksten frequentierten Bahnlinien Deutschlands und eine wichtige Nord-Süd-Achse im europäischen Güterverkehr. Die komplette Sperrung der Trasse wird nach Aussagen der Bahn und der Bergungskräfte noch über den Samstagabend (21. Mai 2011) hinausgehen, weil die entgleisten Waggons erst nach dem Auspumpen durch Spezialkräne der Bahn gehoben werden können. Auch an den Oberleitungen und den Gleisen kam es zu großen Schäden, sodass mit aufwändigen Reparaturarbeiten gerechnet werden muss.

Fernzüge verkehren während der Vollsperrung von Norden bis Freiburg, von Süden bis Basel. Dazwischen wurde ein Regionalzug- und Buspendelverkehr eingerichtet.

Über die Ursachen des Unglücks ist noch nichts bekannt, Experten der Eisenbahn-Unfallforschung und des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg haben die Ermittlungen aufgenommen.

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  • Portal:Bahnunfälle

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March 10, 2011

Bahnstreik behindert Güter- und Personenverkehr

Bahnstreik behindert Güter- und Personenverkehr

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Veröffentlicht: 19:38, 10. Mär. 2011 (CET)
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Deutschland, 10.03.2011 – Ein bundesweiter Warnstreik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat heute erneut zu Behinderungen im Bahnverkehr geführt. Nach Angaben der GDL sind dabei 80 Prozent der Züge ausgefallen oder haben sich stark verspätet.

Die Deutsche Bahn teilte mit, dass Millionen von Pendlern im morgendlichen Berufsverkehr betroffen gewesen seien. Obwohl die Streiks nur bis 10 Uhr morgens liefen, sei im Fernverkehr noch bis zum Abend mit Verspätungen zu rechnen.

Grund für die wiederholten Warnstreiks ist die Forderung der Gewerkschaft nach Einführung eines Flächentarifvertrags, sicheren Arbeitsplätzen und Verhinderung von Lohndumping. Der Vorstand „Personenverkehr“ der Deutschen Bahn, Ulrich Homburg, nannte die Forderungen widersinnig, da die Deutsche Bahn die Kernforderungen der Gewerkschaft unterstütze und innerhalb der Bahnverkehrsbranche die besten Arbeitsbedingungen biete.

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  • Portal:Deutsche Bahn

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January 12, 2011

Bundesland Bremen sucht einen Lärmbeauftragten

Bundesland Bremen sucht einen Lärmbeauftragten

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Veröffentlicht: 20:47, 12. Jan. 2011 (CET)
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Entwicklung der Eisenbahnen in Bremen
(eingetragen in einen aktuellen Stadtplan)

schwarz: Königlich Hannöversche Staatseisenbahnen
blau: Bahnstrecke Bremen–Oldenburg
rot: Hamburg-Venloer Bahn
grün Neubauten ab 1880
gestrichelt: abgebaut
schwarzer Ring: Staatsbahnhof/Hauptbahnhof
roter Ring: abgebauter Hamburger Bahnhof

Bremen (Deutschland), 12.01.2011 – Im kleinsten Bundesland gibt es immer häufiger Beschwerden von lärmgeplagten Anwohnern. Anlass sind der zunehmende Güterverkehr der Bahn, aber auch Straßenverkehrslärm und Bautätigkeiten. Die Zuständigkeiten bei den Behörden sind für den Bürger unübersichtlich: Mal ist es das Gesundheitsamt, mal der Senator für Verkehr und Umwelt und oft auch eine DB Projektbau GmbH in Hannover. Diese DB Projektbau GmbH kümmert sich um ein freiwilliges Lärmsanierungsprogramm. Doch viele Menschen, die in Bremen an der Bahnlinie wohnen, fühlen sich im Stich gelassen. Inzwischen hat sich eine „Bürgerinitiative gegen Bahnlärm“ formiert, um vor dem Hintergrund des geplanten Ausbaus von Eisenbahnlinien politisch Druck für mehr Lärmschutz zu machen. Unter diesem Druck versprach der amtierende Staatsrat und Stellvertreter des zuständigen Senators für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa die Stelle eines Lärmbeauftragten einzurichten. Bisher gibt es nur eine „Fluglärmschutzbeauftragte für den Verkehrsflughafen Bremen des Senators für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa“ – so wie bei anderen Flughäfen in Deutschland auch.

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Originäre Berichterstattung
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December 10, 2010

Bahnhof Worpswede feiert 100-jähriges Bestehen

Bahnhof Worpswede feiert 100-jähriges Bestehen

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Veröffentlicht: 21:02, 10. Dez. 2010 (CET)
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Bahnhof Worpswede mit Moorexpress

Worpswede (Deutschland), 10.12.2010 – Am heutigen Freitag feiert der Bahnhof des norddeutschen Künstlerdorfes Worpswede sein 100-jähriges Jubiläum. Das von dem aus Bremen stammenden Jugendstilkünstler Heinrich Vogeler gestaltete Gebäude war am 24. Dezember 1910 eingeweiht und in Betrieb genommen worden. Die Eisenbahnstrecke wurde ab 1909 ursprünglich als Transportweg für eine Glasfabrik in Gnarrenburg gebaut. Von den Bahnhöfen entlang dieser Eisenbahnstrecke, die alle von Heinrich Vogeler gestaltet wurden, ist der Worpsweder Bahnhof als einziger noch in seiner Ursprünglichkeit erhalten. Auf der Strecke, die Bremen und Stade verbindet, fährt in den Sommermonaten regelmäßig der Moorexpress. Die Jubiläumsveranstaltung beginnt heute um 16 Uhr.

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November 30, 2010

Schlichterspruch von Heiner Geißler zu Stuttgart 21: Sieben-Punkte-Plan vorgelegt

Schlichterspruch von Heiner Geißler zu Stuttgart 21: Sieben-Punkte-Plan vorgelegt

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Veröffentlicht: 22:16, 30. Nov. 2010 (CET)
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Bauphasen des neuen Tiefbahnhofs (Stuttgart 21)

Neubaustrecke Ulm – Wendlingen

Stuttgart (Deutschland), 30.11.2010 – Der als Schlichter zwischen Gegnern und Befürwortern des umstrittenen Bahnprojekts Stuttgart 21 eingesetzte CDU-Politiker Heiner Geißler sprach sich am Dienstagabend im Stuttgarter Rathaus in seinem Schlichterspruch grundsätzlich für die Weiterführung des Projekts aus. Allerdings machte er verschiedene Auflagen für die Projektplaner und die politischen Entscheidungsträger zur Voraussetzung einer weiteren Umsetzung des Bauvorhabens. Auch eine Volksabstimmung oder Volksbefragung, wie sie unter anderem die SPD gefordert hatte, lehnte Geißler aus rechtlichen Gründen ab.

Geißler erklärte, er halte die Fortführung des Projekts aus mehreren Gründen für richtig. Zum einen sei ein Ausstieg aus dem Bauvorhaben nur durch freiwilligen Verzicht der an dem Projekt Beteiligten denkbar. Damit sei aber nicht zu rechnen. Außerdem würden hohe Kosten entstehen, sollte das Vorhaben gestoppt werden. Unabhängige Wirtschaftsprüfer hätten die Ausstiegskosten auf etwa eine Milliarde Euro geschätzt. Andererseits gab er den Kritikern des Bahnprojekts teilweise recht. Deren Kritikpunkte und Sicherheitsbedenken müssten in die weitere Umsetzung des Bauvorhabens einfließen. Immobilienspekulationen durch freiwerdende Grundstücke an der Neubaustrecke Ulm-Wendlingen seien zu unterbinden. Die betroffenen Flächen seien in eine Stiftung einzubringen. Geißler sprach sich außerdem für den Schutz gesunder Bäume im Schlossgarten vor weiterer Abholzung aus. Eine Bahnstrecke in südlicher Richtung, in die Schweiz, müsse erhalten werden. Die Verkehrssicherheit in dem neuen Tiefbahnhof müsse entscheidend verbessert und der neue Tiefbahnhof behindertengerecht gestaltet werden. Der Sicherheitsaspekt müsse auch in die Tunnelplanung einfließen. Hier sei dem Feuer- und Rauchschutz größeres Augenmerk zu widmen, außerdem sei ein ausgereiftes Notfallkonzept zu entwickeln. Weiter forderte Geißler zwei zusätzliche Gleise für den künftigen Tiefbahnhof. Die Gegner des Projekts hatten ausgeführt, bei dem geplanten achtgleisigen Konzept seien Verspätungen vorprogrammiert. Der Bahn machte Geißler zusätzlich zur Auflage, in einer Simulation nachzuweisen, dass der geplante Tiefbahnhof einer Erhöhung des Verkehrsaufkommens um 30 Prozent gewachsen sei. Gegner schätzen, dass die Verwirklichung der zusätzlichen Auflagen des Schlichters Mehrkosten in Höhe von etwa 500 Millionen Euro verursachen werden.

Die Reaktionen auf den Schlichterspruch waren geteilt. Gegner des Bahnprojekts machten ihrem Ärger über die Entscheidung Geißlers lautstark Luft. Teilnehmer am Schlichtungsverfahren zeigten sich jedoch überwiegend zufrieden mit dem Ergebnis des Schlichtungsverfahrens. Der Ministerpräsident Baden-Württembergs, Stefan Mappus (CDU), äußerte sich erleichtert. Er sprach sich dafür aus, die Bürgerbeteiligung in solchen Fällen in Zukunft früher anlaufen zu lassen. Die entsprechenden rechtlichen Rahmenbedingungen müssten dafür aber noch geschaffen werden. Wörtlich versprach Mappus, die Auflagen des Schlichterspruchs „Punkt für Punkt transparent abzuarbeiten“. Die grundsätzlichen Positionen von Gegnern und Befürwortern des Projekts konnten jedoch auch durch das fünfeinhalbwöchige Schlichtungsverfahren nicht einander angenähert werden. Projektgegner riefen umgehend für den 11. Dezember zu einer weiteren Großkundgebung in der baden-württembergischen Landeshauptstadt gegen Stuttgart 21 auf. Geißler selbst wertete das Schlichtungsverfahren ausdrücklich als Erfolg. Für die Gestaltung und Planung künftiger Großprojekte in Deutschland empfahl Geißler das Schweizer Modell der Bürgerbeteiligung, das zunächst eine Übereinkunft aller Beteiligten über die Ziele eines Bauvorhabens herbeiführen müsse, bevor mit der konkreten Bauplanung begonnen werden könne. Die Bürgerbeteiligungsverfahren, die in Deutschland gesetzlich geregelt seien, sind nach Auffassung Geißlers unzureichend.

Das Schlichtungsverfahren in Stuttgart über das geplante Verkehrsprojekt hatte am 22. Oktober begonnen, nachdem die Auseinandersetzungen zwischen Projektgegnern und der Polizei bei einer Demonstration am 30. September eskaliert waren und mehrere Menschen durch den Polizeieinsatz zum Teil schwer verletzt worden waren.

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  • Portal:Politik in Baden-Württemberg

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October 25, 2010

Warnstreiks im Bahnverkehr für Dienstag angekündigt

Warnstreiks im Bahnverkehr für Dienstag angekündigt

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Veröffentlicht: Zeitlupe 18:43, 25. Okt. 2010 (CEST)
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Frankfurt am Main (Deutschland), 25.10.2010 – Die Verkehrsgewerkschaften GDBA und Transnet haben für den morgigen Dienstag, den 26. Oktober, zeitlich befristete Arbeitsniederlegungen angekündigt. Von den Warnstreiks betroffen sind die Deutsche Bahn und zahlreiche Privatlinien. Obwohl die Gewerkschaften sich nach eigenen Aussagen bemühen werden, die Beeinträchtigungen für Fahrgäste möglichst gering zu halten, seien doch erhebliche Störungen im Schienenverkehr zu erwarten.

Ursache der Warnstreiks sind die festgefahrenen Tarifverhandlungen. Dabei geht es den Gewerkschaften besonders darum, eine einheitliche Bezahlung der Beschäftigten für gleiche Arbeit durchzusetzen. Laut den Gewerkschaftsvorsitzenden Klaus-Dieter Hommel (GDBA) und Alexander Kirchner (Transnet) gebe es derzeit Unterschiede bei der Bezahlung von bis zu 20 Prozent, was vor allem durch Lohndumping bei Privatbahnen und Tochterunternehmen der Deutschen Bahn verursacht werde.

Ulrich Weber, Vorstandsmitglied der Deutschen Bahn, nannte die Warnstreiks unbegründet und kontraproduktiv. Er zeigte Bereitschaft, auf die Forderungen nach flächendeckenden Tarifstandards einzugehen, und schlug den Gewerkschaften den Beginn eines Schlichtungsverfahrens vor.

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  • Portal:Deutsche Bahn
  • Portal:Verkehr
  • Portal:Eisenbahn

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October 18, 2010

Eisenbahnerstreik in Belgien

Eisenbahnerstreik in Belgien – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Eisenbahnerstreik in Belgien

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Veröffentlicht: 22:05, 18. Okt. 2010 (CEST)
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Brüssel (Belgien), 18.10.2010 – Die Eisenbahner der SNCB/NMBS, des belgischen Pendants zur Deutschen Bahn, sind mit ihren Arbeitsbedingungen dermaßen unzufrieden, dass sie jetzt in den Streik getreten sind. Sie fordern Verbesserungen in den Bereichen Arbeitszeit und Ruhestandsregelung und beklagen nicht ausgezahlte Prämien sowie Rationalisierungen, die einen Personalmangel zur Folge hätten.

In der Hauptstadt Brüssel sind sämtliche Bahnhöfe geschlossen, und auch in der „Wallonie“, dem frankophonen Landesteil, ist der Eisenbahnverkehr komplett zum Erliegen gekommen. Lediglich im niederländischsprachigen Landesteil Flandern verkehren noch einzelne Regionalzüge.

Die Arbeitsniederlegungen haben auch für die Nachbarländer Belgiens Folgen. Die „Thalys“-Schnellzüge auf der Strecke Köln-Paris haben den Betrieb einstellen müssen. Der London mit dem europäischen Festland verbindende „Eurostar“ kann nur eingeschränkt verkehren.

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  • Portal:Eisenbahn

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