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June 24, 2010

Simbabwe: Regierung plant, Verbot von Homosexualität in Verfassung zu verankern

Simbabwe: Regierung plant, Verbot von Homosexualität in Verfassung zu verankern

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Veröffentlicht: 07:43, 24. Jun. 2010 (CEST)
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Simbabwe

Robert Mugabe (2008)

Harare (Simbabwe), 24.06.2010 – Die Regierung von Simbabwe plant, das Verbot von Homosexualität in der Verfassung zu verankern. Auf einem Parteitag der Zanu-PF-Partei erklärte der Generalsekretär Didymus Mutasa, dass „alles, was menschliche und öffentliche Moral beschädigt, verboten werden sollte“. Dazu gehören seiner Ansicht nach „Homosexualität, Abtreibung und Sterbehilfe“.

Bereits jetzt sieht das Gesetz in Simbabwe schwere Strafen für Homosexualität vor. Robert Mugabe hatte mit seiner Partei zuletzt 2006 die Gesetze gegen Homosexualität stark verschärft und dies als „Präventivschlag“ bezeichnet.

Strafen für Homosexualität sind in Afrika weit verbreitet. Positive Ausnahme ist lediglich Südafrika, das 1996 als weltweit erster Staat in seiner Verfassung ausdrücklich ein Diskriminierungsverbot aufgrund der sexuellen Orientierung festschrieb. In 37 von 53 Staaten Afrikas sind dagegen homosexuelle Handlungen verboten. Entgegen wissenschaftlicher Erkenntnisse wird Homosexualität oft als „Import aus dem Westen“ und „heilbar“ angesehen.

Gegen Simbabwe bestehen aufgrund der Verstöße gegen Menschenrechte und fundamentale Freiheitsrechte durch die Regierung unter Robert Mugabe seit 2002 Sanktionen der Europäischen Union.

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Homosexualität in Simbabwe“.

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Quellen

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February 17, 2010

Europäische Union verlängert Sanktionen gegen Simbabwe

Europäische Union verlängert Sanktionen gegen Simbabwe

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Veröffentlicht: 22:46, 17. Feb. 2010 (CET)
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Brüssel (Belgien), 17.02.2010 – Die Europäische Union hat die Sanktionen gegen Simbabwe bis zum 20. Februar 2011 verlängert. Als Grund für die Verlängerung um ein Jahr wurde angegeben, dass es keine Fortschritte bei der Umsetzung des Abkommens zur Machtteilung gebe.

Die Sanktionen wurden 2002 verhängt, da die Regierung unter Robert Mugabe gegen Menschenrechte und fundamentale Freiheitsrechte verstoßen hatte. Sie umfassen ein Waffenembargo, ein Einreiseverbot für eine bestimmte Personengruppe und die Einfrierung der Entwicklungshilfe.

Dieses Abkommen zur Machtteilung wurde am 15.09.2008 unterzeichnet und sah vor, dass Mugabe die Macht mit dem Oppositionsführer Morgan Tsvangirai als Regierungschef teilt und eine weitere Oppositionsgruppierung an der Regierung beteiligt. Damit sollte das 28 Jahre bestehende Machtmonopol Mugabes beendet werden.

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  • Portal:Simbabwe

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February 15, 2009

Simbabwe: Mugabes 85. Geburtstag soll mit Champagner, Hummer und Kaviar gefeiert werden

Simbabwe: Mugabes 85. Geburtstag soll mit Champagner, Hummer und Kaviar gefeiert werden

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Veröffentlicht: 21:38, 15. Feb. 2009 (CET)
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Robert Mugabe (2008)

Harare (Simbabwe), 15.02.2009 – Während fast die Hälfte der Bevölkerung Simbabwes an Unterernährung leidet und Millionen Menschen auf Nahrungsmittelhilfen und Spenden aus dem Ausland angewiesen sind, um überleben zu können, bereitet die Partei des Ministerpräsidenten, die Zimbabwe African National Union (ZANU-PF), eine oppulente Feier zum Geburtstag ihres „großen Führers und Helden Afrikas“ (so ZANU-Sprecher Zhuwawo), Robert Mugabe, vor, der am 21. Februar 85 Jahre alt wird. Während Hilfsorganisationen Spendengelder zur Unterstützung der hungernden und an Cholera leidenden Bevölkerung sammeln, startete die ZANU-PF eine Spendenaktion zur Finanzierung der Geburtstagsfeiers ihres Führers. Zahlungen zwischen 45.000 and 55.000 US-Dollar im Namen der „21st February Movement“, einer Jugendorganisation der ZANU-PF, werden auf ein US-Dollar-Konto erbeten (Zahlungen auf ein Konto in der Landeswährung würden nicht viel Sinn machen bei einer Inflationsrate von geschätzten 230 Millionen Prozent[1]). Die Organisatoren der Geburtstagsfeier haben sich einiges vorgenommen. Hier die Bestellliste, die von der Onlineausgabe der in Großbritannien erscheinenden Sunday Times veröffentlicht wurde. Die Zeitung erklärt, sie könne zwar keine hundertprozentige Garantie für die Echtheit der Liste geben, sie stamme jedoch aus einer zuverlässigen Quelle und sei mehrfach recherchiert worden. Sie stamme von drei oder vier verschiedenen Geschäften, die vom „21st February Movement“ um Spenden für die Geburtstagsfeier gebeten worden seien:

  • 8.000 Hummer (in Simbabwe nicht erhältlich, muss eingeflogen werden)
  • 3.000 Enten
  • 4.000 Portionen Kaviar
  • 100 Kilogramm Riesengarnelen
  • 4.000 Packungen Schweinewürstchen
  • 16.000 Eier
  • 2.000 Flaschen Champagner — vorzugsweise der Nobelmarken Moët & Chandon und Bollinger
  • 500 Flaschen Whisky — Johnny Walker Blue Label, 22 Jahre alter Chivas Regal
  • 8.000 Schachteln Ferrero Rocher
  • 3.000 Kuchen — Schokolade and Vanille
  • 500 Kilogramm Käse
  • 4.000 Packungen Cracker

Beim Start der Spendenkampagne in einem Hotel in Harare sagte der ehemalige stellvertretende Minister für wissenschaftliche und technologische Entwicklung, Zhuwawo, es würden aus Anlass des Geburtstages außerdem hunderte Rinder, Ziegen und Schafe geschlachtet werden.

Im letzten Jahr kostete die Geburtstags-Fete des Präsidenten umgerechnet 1,2 Millionen US-Dollar. Die Times beschreibt die schockierten Reaktionen von westlichen Diplomaten und Mitarbeitern von Hilfsorganisationen auf die ihnen vorgelegte Liste und zitiert einen von ihnen mit den Worten: „Es ist einfach haarstäubend. Es ist als ob sie entweder völlig abgestumpft demgegenüber sind, was in ihrem Land geschieht, oder sie sind völlig gleichgültig und es interessiert sie einfach nicht.“

Heute deckte die Times auf, dass Mugabe Vorsorge für die Zukunft getroffen hat. In Hongkong kaufte der Präsident über einen Mittelsmann für sich und seine Familie einen exklusiven Alterssitz im Wert von fünf Millionen US-Dollar.

In Simbabwe sind etwa vier Fünftel der Bevölkerung ohne Arbeit. 83 Prozent der Menschen leben von einem Durchschnittseinkommen von etwa zwei US-Dollar pro Tag.

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Quellen

Referenzen

  1. net-tribune.de: „Simbabwe in Zahlen und Fakten“ (11.02.2009)

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February 12, 2009

Morgan Tsvangirai als Ministerpräsident Simbabwes vereidigt

Morgan Tsvangirai als Ministerpräsident Simbabwes vereidigt

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Veröffentlicht: 12:23, 12. Feb. 2009 (CET)
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Harare (Simbabwe), 12.02.2009 – Der Führer der oppositionellen „Bewegung für demokratischen Wandel“ (MDC), Morgan Tsvangirai wurde gestern von seinem schärfsten politischen Gegner, Robert Mugabe, als Ministerpräsident vereidigt. Welchen politischen Spielraum Tsvangirai unter der Präsidentschaft Mugabes tatsächlich haben wird, ist noch unklar. Der heute 84-jährige Mugabe herrschte mit Hilfe seiner Partei ZANU-PF seit 27 Jahren uneingeschränkt. Nach seiner Wahlniederlage am 29. März 2008 gegen seinen Herausforderer Morgan Tsvangirai versuchte er mit allen Mitteln, auch der Anwendung von Gewalt, seinen Widersacher von der MDC von der politischen Macht fernzuhalten. Die MDC warf der Regierung unter anderem Manipulation der Wahlergebnisse vor. Tsvangirai selbst wurde mehrfach verhaftet. Die heutige Vereidigung Tsvangirai ist Ergebnis eines fast einjährigen Verhandlungsmarathons, in dem das Land immer weiter in Misswirtschaft, Korruption, Arbeitslosigkeit, Hunger und einer verheerenden Choleraseuche versank. Nur auf Druck der Nachbarstaaten zeigte sich Mugabe nun zu einer Teilung der Macht bereit.

Tsvangirai hat an der Spitze einer Einheitsregierung 18 Monate Zeit, um eine neue Verfassung für das völlig am Boden liegende Land auszuarbeiten, dann stehen erneut Neuwahlen an. Die Probleme des Landes sind gigantisch und dulden keinen Aufschub. Nur etwa 20 Prozent der Bevölkerung haben Arbeit. Das Gesundheitswesen des Landes ist angesichts leerer Staatskassen und einer zusammengebrochenen Infrastruktur nicht mehr in der Lage der Choleraseuche und der rasanten Ausbreitung von AIDS etwas entgegenzusetzen. Nach WHO-Angaben sind in Simbabwe fast 68.000 Menschen mit dem Cholera-Erreger infiziert, der sich vor allem über verseuchtes Wasser verbreitet. Seit Beginn der Epidemie im August 2008 starben bereits 3371 Menschen an der Seuche. Die Ausbreitung der Cholera wird durch den Zusammenbruch der öffentlichen Kanalisation begünstigt. „Das Abwassersystem ist zusammengebrochen, die Fäkalien fließen durch die Straßen.“ Mit diesen Worten beschreibt der Geschäftsführer von Ärzte ohne Grenzen (Deutschland), Frank Dörner, die Situation in dem südafrikanischen Land. Die Hilfsorganisation behandelt etwa 75 Prozent aller Cholerainfizierten in dem Land. Eine weitere tödliche Bedrohung für die Bevölkerung des Landes ist die Immunschwäche AIDS. Nach Ansicht Dörners sterben täglich etwa 400 Menschen an der Virusinfektion. Bis zu einem Fünftel der erwachsenen Bevölkerung des Landes ist bereits infiziert.

Auch wer nicht an einer der tödlichen Infektionen, die in Simbabwe grassieren, erkrankt ist, muss um seine Existenz kämpfen. Knapp die Hälfte der Bevölkerung ist unterernährt. Rund fünf Millionen Menschen sind laut UNO daher auf Lebensmittelspenden aus den westlichen Industrieländern angewiesen um zu überleben. Aufgrund der katastrophalen Lebensverhältnisse beträgt die Lebenserwartung nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei Männern 44 Jahre, Frauen werden im Durchschnitt 43 Jahre alt. Beim Amtsantritt Mugabes lag die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen noch bei 60 Jahren. Drei Millionen Menschen versuchten den katastrophalen Lebensbedingungen durch eine Flucht in ein Nachbarland zu entgehen.

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January 31, 2009

Simbabwe: Opposition willigt in Einheitsregierung mit Mugabe als Präsident ein

Simbabwe: Opposition willigt in Einheitsregierung mit Mugabe als Präsident ein

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Veröffentlicht: 15:32, 31. Jan. 2009 (CET)
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Lage Simbabwes

Harare (Simbabwe), 31.01.2009 – Die stärkste Oppositionspartei Simbabwes, Movement for Democratic Change („Bewegung für den Demokratischen Wandel“, MDC), erklärte sich am Freitag bereit, mit der gegenwärtig in Simbabwe herrschenden Regierungspartei ZANU-PF von Präsident Robert Mugabe eine gemeinsame Koalitionsregierung zu bilden. MDC-Führer Morgan Tsvangirai sagte nach einer Sitzung des Nationalrates seiner Partei in der Hauptstadt Harare, es sei an der Zeit die politischen Differenzen beizulegen um „das Wohlergehen der Menschen zur Priorität zu machen“. Die Vereidigung der neuen Regierung soll am 11. Februar erfolgen.

Cholera-Bakterien unter dem Elektronenmikroskop

Das Land befindet sich seit Monaten in einer sich immer weiter zuspitzenden wirtschaftlichen Krise, die noch durch eine unkontrollierte Ausbreitung der Cholera verschärft wird. Gegenwärtig sind nach UNO-Angaben rund 60.400 Menschen an der Seuche erkrankt. Bereits 3.200 Menschen starben bereits an der Infektion. Die Krankheit breitet sich inzwischen schon nach Südafrika aus. Allgemein wird damit gerechnet, dass sich die Cholera-Epidemie noch weiter ausbreitet, wenn in den nächsten Wochen die vorhergesagten starken Regenfälle beginnen. In mehreren Flüssen und Kanälen wurden bereits jetzt Cholera-Bakterien nachgewiesen. Die Ausmaße der Cholera-Epidemie hat jetzt schon Ausmaße ausgenommen, die als der schlimmste Ausbruch dieser Seuche in den letzten 15 Jahren in Afrika angesehen werden.

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon begrüßte die Einigung der zerstrittenen Parteien in Simbabwe. Die UNO erklärte außerdem, sie werde acht Millionen US-Dollar an Hilfsgeldern zur Bekämpfung der Choleraseuche bereitstellen.

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December 13, 2008

Cholera-Epidemie: Regierung Simbabwes beschuldigt den Westen der biologischen Kriegsführung

Cholera-Epidemie: Regierung Simbabwes beschuldigt den Westen der biologischen Kriegsführung

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Veröffentlicht: 18:34, 13. Dez. 2008 (CET)
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Harare (Simbabwe), 13.12.2008 – Wie der in Harare erscheinende „Herald“ in seiner englischsprachigen Onlineausgabe berichtet, macht der Minister für Information und Öffentlichkeitsarbeit, Cde Sikhanyiso Ndlovu, den Westen – insbesondere die Vereinigten Staaten und Großbritannien – für den jüngsten Ausbruch der Cholera-Epidemie in Simbabwe verantwortlich. Das Blatt zitiert den Minister mit den Worten: „Die Cholera ist ein kalkulierter, rassistischer, terroristischer Angriff auf Zimbabwe durch die unbußfertige ehemalige Kolonialmacht, die sich der Unterstützung ihrer amerikanischen und westlichen Verbündeten versichert hat, so dass sie das Land überfallen können.“ Die Cholera sei als biologische Waffe zum Sturz der Regierung eingesetzt worden. Damit sei auch der Tatbestand des Völkermords erfüllt. Seit dem Ausbruch der Seuche im August seien wiederholt, so der Herald weiter, Forderungen zum militärischen Sturz der Regierung Simbabwes aufgestellt worden, weil diese sich angeblich nicht ausreichend um die Bekämpfung der Seuche gekümmert habe.

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December 11, 2008

Südafrika ruft im Grenzgebiet zu Simbabwe den Notstand aus

Südafrika ruft im Grenzgebiet zu Simbabwe den Notstand aus

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Veröffentlicht: 16:43, 11. Dez. 2008 (CET)
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Südafrika / Simbabwe, 11.12.2008 – Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind bisher 800 Simbabwer an der Cholera-Epedemie gestorben und über 16.000 weitere infiziert worden. Viele versuchen, dem zusammengebrochenen Gesundheitssystem ihres Landes, in dem es an medizinischem Personal, Medikamenten und sauberem Trinkwasser mangelt, zu entkommen und suchen Hilfe in Südafrika. Die WHO sieht eine ernsthafte Gefahr, dass sich die Epidemie nach Südafrika und Botswana ausweitet. Südafrika gab am 2. Dezember 2008 bekannt, dass 460 Menschen in der Grenzregion zu Simbabwe mit dem Erreger infiziert und neun der Krankheit erlegen seien.

Jetzt rief Südafrika für die Grenzregion zu Simbabwe den Notstand aus.

Während die USA, Frankreich und Großbritannien Robert Mugabe zum Rücktritt aufforderten, gingen der Regierungschef Kenias und der südafrikanische Erzbischof und Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu einen Schritt weiter und riefen dazu auf, Mugabe notfalls auch mit Gewalt zum Rücktritt zu zwingen.

Obwohl Simbabwe vor einer Woche den nationalen Notstand ausgerufen und um internationale Hilfe gebeten hatte, erklärte die Regierung Simbabwes nun, den Choleraausbruch unter Kontrolle zu haben und aus eigenständiger Kraft die Situation lösen zu können. Vielmehr habe der Westen Simbabwe mit Cholera und Milzbrand schwächen wollen, um jetzt militärisch zu intervenieren.

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December 6, 2008

Simbabwe steht vor einer Cholera-Katastrophe

Simbabwe steht vor einer Cholera-Katastrophe

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Veröffentlicht: 11:55, 6. Dez. 2008 (CET)
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Harare (Simbabwe), 06.12.2008 – 300.000 Menschen sind in Simbabwe akut von Cholera bedroht. Wie die Hilfsorganisation Oxfam gestern in London mitteilte, seien diese Menschen wegen der Lebensmittelknapheit so stark geschwächt, dass die tödliche Infektionskrankheit für sie eine reale Gefahr geworden sei. Nach Angaben des Büros für Nothilfekoordination der Vereinten Nationen (OCHA) sind seit August bereits 575 Menschen an der Seuche gestorben. Der jüngste Cholera-Bericht des UN-Nothilfekoordinators weist für das heutige Datum insgesamt 13.960 Cholera-Verdachtsfälle aus. Die meisten davon in der Hauptstadt Harare (7.563). Die Ausbreitung der Seuche betrifft in Simbabwe neben der Region um die Hauptstadt vor allem den Süden und Osten des Landes. Das Auswärtige Amt Deutschlands rät angesichts der politischen Krise und der Choleragefahr „von nicht dringend erforderlichen Reisen“ nach Simbabwe ab.

Besonders schwierig gestaltet sich offenbar die Situation in der Hauptstadt Harare, in der die Trinkwasserversorgung nicht mehr gewährleistet ist. Zwei Tage war die Stadt kürzlich ohne Wasser. Die Menschen nutzen Swimmingpools, Naturwasserflächen und Flüsse als Reservoir. Damit steigt die Gefahr weiterer Cholera-Infektionen.

Am Donnerstag hat die Regierung Simbabwes den nationalen Notstand ausgerufen und um internationale Unterstützung gebeten. Der amtierende Gesundheitsminister David Parirenyatwa musste eingestehen, dass die Krankenhäuser Simbabwes mit der Situation überfordert seien. Damit können jetzt internationale Hilfsmaßnahmen angestoßen werden. Der Minister bat vor allem um Geld, Medikamente, medizinische Geräte sowie Lebensmittel für die Patienten und Kinder. Bis kommenden Montag benötige das Land mindestens 3,9 Millionen US-Dollar, um Medikamente kaufen zu können. Eine Zusage über eine finanzielle Hilfe in Höhe von neun Millionen Euro liegt inzwischen von der Europäischen Union vor. Das Bundesentwicklungsministerium der Bundesrepublik Deutschland gab heute bekannt, es werde eine weitere Nothilfe für Nahrungsmittel in Höhe von 250.000 Euro leisten. Insgesamt erhöht sich die Hilfe von diesem Ministerium in diesem Jahr für Simbabwe auf 3,2 Millionen Euro. In Simbabwe sind inzwischen 4,9 Millionen Menschen auf internationale Nahrungsmittelhilfe angewiesen.

Unterdessen spitzt sich in Simbabwe auch die politische Krise weiter zu. Seit drei Monaten konnten in den Verhandlungen zwischen dem Mugabe-Regime und der politischen Opposition unter Führung von Morgan Tsvangirai über eine Teilung der Macht keine Fortschritte erzielt werden. Die US-amerikanische Außenministerin Condoleezza Rice forderte den Präsidenten Simbabwes, Robert Mugabe, heute zum Rücktritt auf, weil die Verhandlungen offensichtlich nur zum Schein geführt würden.

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November 30, 2008

Cholera-Epidemie in Simbabwe

Cholera-Epidemie in Simbabwe – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Cholera-Epidemie in Simbabwe

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Veröffentlicht: 11:47, 30. Nov. 2008 (CET)
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Harare (Simbabwe), 30.11.2008 – In dem südafrikanischen Land Simbabwe grassiert eine Cholera-Epidemie. Nach Angaben des Büros für Nothilfekoordination der Vereinten Nationen (OCHA) starben seit dem Ausbruch der Krankheit im August des Jahres bereits fast 400 Menschen an der tödlichen Infektion. Fast 10.000 Menschen sollen infiziert sein. Allein seit Freitag wird über 500 Neuerkrankungen und 23 Tote berichtet. Vor allem im Süden des Landes fordert die Cholera viele Opfer. Auch aus den Nachbarländern Botswana und Südafrika wird über Cholera-Erkrankungen berichtet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) arbeitet mit den lokalen Behörden zusammen, um Hilfsgüter nach Simbabwe zu bringen.

In Simbabwe, das sich wegen der ungelösten Fragen der Machtteilung zwischen dem Mugabe-Regime und der politischen Opposition unter Führung von Morgan Tsvangirai seit Monaten in einer politischen Krise befindet, fehlt es vor allem an sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen, die den Anforderungen der Hygiene genügen. Auch die ärztliche Versorgung in dem Land ist mit den Anforderungen der akuten Bedrohung durch die Cholera überfordert.

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  • Portal:Simbabwe
  • Portal:Gesundheit

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June 29, 2008

Simbabwe-Wahl: Mugabe reklamiert „überwältigenden Sieg“ für sich

Simbabwe-Wahl: Mugabe reklamiert „überwältigenden Sieg“ für sich

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Veröffentlicht: 16:54, 29. Jun. 2008 (CEST)
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Harare (Simbabwe), 29.06.2008 – „Wir haben überwältigend gewonnen“, verkündete der amtierende Staatspräsident Simbabwes, Robert Mugabe, am Sonntag im staatlichen Fernsehen, nachdem erste Teilergebnisse der Stichwahl vom vergangenen Freitag vorliegen sollen. Die Stichwahl in Simbabwe um das Amt des Präsidenten war von führenden Politikern der Europäischen Union und der Vereinigten Staaten als „Farce“ bezeichnet worden. Der UN-Sicherheitsrat hatte die Wahl ebenfalls verurteilt, sich allerdings nicht zu einer Erklärung durchgerungen, in der sie als unrechtmäßig bezeichnet wird. Dies hatte die Opposition in Simbabwe gefordert. Durch den staatlichen Terror gegen die politische Opposition im Lande hatte der Kandidat der Partei „Movement for Democratic Change“, Morgan Tsvangirai, vor einer Woche seine Kandidatur zu der Wahl zurückgezogen. Anhänger der MDC waren mehrfach bedroht worden, Dutzende ihrer Parteigänger waren sogar getötet worden. Angesichts dieser Bedrohungslage hatte Tsvangirai erklärt, er könne seinen Wählern nicht zumuten, dass sie „ihr Leben aufs Spiel setzen“, wenn sie sich für die MDC entschieden. Freie und faire Wahlen seien aufgrund der im Land herrschenden Bedingungen nicht möglich.

Zum Verlauf der Wahl in Simbabwe berichteten Menschenrechtsorganisationen von Verfolgungen und Terror gegen Nichtwähler und Mugabe-Gegner. In Harare seien Schlägertrupps von Haus zu Haus gezogen, berichtete Human Rights Watch, und hätten die Finger der Bewohner auf Tintenspuren untersucht, mit denen die Wähler beim Wahlgang markiert worden waren. Fehlten solche Hinweise auf die Teilnahme an der Wahl, wurden die Personen mit Knüppeln und Stöcken verprügelt.

Nach Angaben aus Regierungskreisen will sich Mugabe bereits heute als Präsident vereidigen lassen. Zu einer entsprechenden Zeremonie, die um 15 Uhr stattfinden soll, wurden Journalisten bereits eingeladen. Oppositionsführer Morgan Tsvangirai erklärte gegenüber einer Zeitung, die MDC werde ihre Mehrheit im Parlament nutzen, um mit der regierenden ZANU-PF des Staatspräsidenten Mugabe über eine Teilung der Macht und eine Übergangsregierung verhandeln. Er könne sich vorstellen, dass Mugabe in einer solchen Übergangsregierung für einen gewissen Zeitraum den „Posten eines Ehrenpräsidenten“ einnehmen könnte.

Auch der Vorsitzende der Wahlbeobachter des Panafrikanischen Parlamentes, Marwick Khumalo, hatte die Wahlen in Simbabwe vom vergangenen Freitag als „nicht frei und fair“ bezeichnet. Die Situation während der Wahl in Simbabwe sei durch Einschüchterungen, Entführungen und gewaltsame Übergriffe geprägt gewesen. Die Wahlbeobachter forderten eine Wiederholung der Wahl. Der Ministerpräsident Kenias, Raila Odinga, der als Gegner Mugabes gilt, forderte die Entsendung von Truppen der Afrikanischen Union zur Lösung der Krise in Simbabwe. Zur Wahl in Simbabwe erklärte er: „Was in Simbabwe passiert, ist in den Augen der internationalen Gemeinschaft eine Schande und eine Peinlichkeit für Afrika.“

Auch der südafrikanische Friedensnobelpreisträger, Bischof Desmond Tutu, äußerte scharfe Kritik an den Umständen der Wahl in Simbabwe: „Diese Wahl war ein beschämender Akt und völlig illegal. Mugabe muss als nicht wiedergewählt gelten. Die Afrikanische Union und die Südafrikanische Entwicklungsgemeinschaft, die SADC, dürfen ihn nicht als Präsidenten Simbabwes anerkennen, falls er sich zum Wahlsieger deklarieren lässt.“ Er forderte die Afrikanische Union auf, die Bildung einer Übergangsregierung in Simbabwe zu vermitteln: „Aber einer solchen Regierung kann Mugabe nicht mehr angehören. Seine Zeit ist vorbei, er muss gehen.“ An die internationale Staatengemeinschaft richtete er die Forderung nach Sanktionen gegen Simbabwe.

US-Präsident George W. Bush erklärte, angesichts der Missachtung des Volkswillens in Simbabwe habe er das Außen- und das Finanzministerium seines Landes angewiesen, Möglichkeiten von Sanktionen gegen das südafrikanische Land zu prüfen.

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