WikiNews de

December 10, 2010

Iran: Zum Tod durch Steinigung verurteilte Iranerin Ashtiani angeblich frei

Iran: Zum Tod durch Steinigung verurteilte Iranerin Ashtiani angeblich frei

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 20:49, 10. Dez. 2010 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Teheran (Iran), 10.12.2010 – Die zum Tode verurteilte Iranerin Sakineh Mohammadi Ashtiani soll angeblich auf freien Fuß gesetzt worden sein. Das sagte eine Sprecherin des Komitees gegen die Steinigung am Donnerstagabend telefonisch gegenüber der Presseagentur AFP. Auch ihr Sohn und ihr Anwalt sollen sich demnach in Freiheit befinden.

Wegen ihrer angeblichen Beteiligung an der Ermordung an ihrem Ehemann sowie Ehebruch war die Iranerin 2006 von einem iranischen Gericht zum Tod durch Steinigung verurteilt worden. Das Urteil in der Mordsache war 2007 in eine zehnjährige Haftstrafe umgewandelt worden.

Zwei deutsche Reporter, die Ashtianis Sohn interviewen wollten, befinden sich seit Oktober 2010 in Tabris im Gefängnis. Das iranische Außenministerium hatte am vergangenen Montag mitgeteilt, es werde zurzeit ein Gesuch der beiden Gefangenen geprüft, zum Jahreswechsel ihre Familien sehen zu können.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Iran

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

April 3, 2008

Pärchen wegen Ehebruch gesteinigt

Pärchen wegen Ehebruch gesteinigt – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Pärchen wegen Ehebruch gesteinigt

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 14:04, 3. Apr. 2008 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Peschawar (Pakistan), 03.04.2008 – Vermutlich zu Tode gesteinigt wurden ein Mann und eine Frau im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan, nachdem ihre gemeinsame Flucht misslang. Der Mob warf ihnen Ehebruch vor.

Bereits vorher hatte die Familie der verheirateten Frau den örtlichen Taliban gemeldet, dass sie Versuche unternommen habe, mit einem anderen Mann wegzulaufen. Nach einem Hinweis auf den Bus, in dem das Pärchen unterwegs war, wurde das Fahrzeug gestoppt und das Paar gekidnappt.

Ein Sprecher der Taliban, die in dieser Region weitgehend freie Hand haben, gab an, die beiden hätten vor einem „Taliban-Tribunal“ gestanden und seien zum Tod durch Steinigung verurteilt worden. In derselben Nacht sei die Hinrichtung ausgeführt worden.

Steinigungen dieser Art waren eine früher übliche Praxis der Taliban in Afghanistan als sie dort noch die Macht ausübten. In Pakistan soll es sich um den zweiten Fall dieser Art gehandelt haben.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Pakistan

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

February 12, 2007

Steinigung auf Kap Verde von einem Opfer überlebt

Steinigung auf Kap Verde von einem Opfer überlebt

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 14:54, 12. Feb 2007 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Rom (Italien) / Sal (Kap Verde), 12.02.2007 – Vermutlich der Ex-Liebhaber eines Opfers hat zusammen mit zwei Komplizen drei italienische Frauen auf Kap Verde gesteinigt. Eine 17-Jährige überlebte, ein anderes Opfer wurde vergewaltigt.

Die beiden Surferinnen Giorga B. und Dalia S. wurden nach Ermittlungen der Polizei vom inzwischen festgenommenen 23-jährigen Ex-Liebhaber von Dalia S. und zwei Komplizen, die ebenfalls verhaftet wurden, gesteinigt und anschließend lebendig begraben. Die 17-jährige Agnese, die ebenfalls gesteinigt wurde, überlebte das Verbrechen. Motiv der Tat soll Eifersucht gewesen sein, da der 23-jährige Touristenführer mit der Trennung nicht zurechtkam.

Unter dem Vorwand, sich noch einmal mit ihr treffen zu wollen, so die Überlebende, Agnese, lockte der 23-Jährige sein Opfer Dalia S. in seine Wohnung. Diese nahm ihre zwei Freundinnen Giorga B. und Agnese mit, da sie sich vor dem 23-Jährigen fürchtete. Der Ex-Freund verschleppte mit zwei Komplizen die drei Frauen in einen abgelegenen Palmenwald. Die 17-Jährige berichtete weiter, dass sie im Tatfahrzeug sitzen bleiben mußte, während die Männer ihre beiden Freundinnen steinigten und anschließend schwerverletzt in zuvor ausgehobenen Löchern lebendig begruben. Dabei flehten die Opfer um Gnade. Nach Polizeiermittlungen wurde mindestens eines der Opfer bei der Tat vergewaltigt. Anschließend steinigten die Täter auch die 17-Jährige, so das Opfer. Flehen und Geldangebote des Opfers bewirkten nichts. Das Trio ließ die junge Frau im Glauben, dass diese tot sei, liegen. Das blutüberströmte Opfer überlebte jedoch und konnte mit letzter Kraft Hilfe holen. Sie wurde in ein Krankenhaus eingeliefert, wo sie von den Geschehnissen berichtete. Die mutmaßlichen Täter wurden inzwischen festgenommen.

Der Polizeichef von Kap Verde gab an, keine Zweifel am Fall zu haben. In Italien zeigte sich Ministerpräsident Romano Prodi entsetzt über die Tat. Er „habe noch nie gehört, dass es auf den Kapverden derartig schwere Verbrechen gibt“.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Italien

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

January 14, 2006

Massenpanik in Mekka: Mindestens 345 Menschen sterben

Massenpanik in Mekka: Mindestens 345 Menschen sterben

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 16:38, 23. Jan. 2006 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Mena (Saudi-Arabien), 14.01.2006 – Wie schon vor zwei Jahren gab es auf einer Brücke in der Stadt Mena eine Massenpanik mit hunderten von Toten. Die Pilger müssen diese Brücke passieren, um die letzte Station der Hadsch mit der symbolischen Steinigung des Teufels zu vollenden, indem sie Steine auf drei Säulen werfen. Zu dem Vorfall kam es, weil plötzlich von allen Seiten Menschen aufeinander zudrängten. Dadurch fielen viele der Pilger übereinander und wurden so zu Tode getrampelt.

Themenverwandte Artikel

  • Muslime feiern Opferfest nach Ende der Pilgerfahrt (12.01.2006)

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

July 29, 2005

Rolle des Islam in der irakischen Verfassung: Frauen fürchten um ihre Rechte

Rolle des Islam in der irakischen Verfassung: Frauen fürchten um ihre Rechte

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Bagdad (Irak), 29.07.2005 – Die irakischen Frauen sind geteilter Meinung über die Rolle, die der Islam in der neuen Landesverfassung spielen sollte, die zur Zeit im Parlament ausgearbeitet wird. Einige von ihnen fürchten eine „Rückkehr zum dunklen Zeitalter“.

Ein am Dienstag veröffentlichter erster Entwurf weist dem Islam die Rolle der „offiziellen Staatsreligion“ zu und nennt ihn „die wesentliche Quelle der Gesetzgebung“, eine Formulierung, die wesentlich durch die konservative schiitische Parlamentsmehrheit befürwortet wird. Kein Gesetz dürfe den Grundsätzen des Islam widersprechen. Der Parlamentspräsident Hajim Al-Hasani kommentierte die Aussage dahingehend, damit sei nicht die Herrschaft der Scharia gemeint. Aufgrund unterschiedlicher Interpretationen der Rolle des islamischen Rechtsverständnisses halten Kritiker diese Position jedoch für problematisch, weil sie eine Tür öffne, die die schlimmsten Befürchtungen rechtfertigen könnte. Die Frauenrechtlerin Yannar Mohammed ist der Ansicht, jede Bezugnahme auf den Islam in der Verfassung „bringt uns zurück in das dunkle Zeitalter“. Sie fürchtet, dass mit solchen Formulierungen die Gefahr der Rückkehr zu Steinigungen und öffentlichen Auspeitschungen von Ehebrechern heraufbeschworen werde. Samira Al-Moussawi, Ölingineurin und eine von 87 Frauen in dem aus 275 Mitgliedern bestehenden Parlament, hält solche Befürchtungen für übertrieben. „Da ist nichts, wovor man sich fürchten müsste. Ideologien werden nicht durch das Gesetz vorgeschrieben werden“, sagt Moussawi, die Mitglied der schiitischen Parlamentsmehrheit ist. Der Bezug auf den Islam in der Verfassung sei nichts Ungewöhnliches, da nun einmal die meisten Iraker Moslems seien.

Das gegenwärtige irakische Parlament wurde im Januar unter Richtlinien gewählt, die von der Besatzungsmacht vorgegeben worden waren. Dazu gehörte eine Mindestquote von fünfundzwanzig Prozent Frauen in der Volksvertretung. In der aus 71 Mitgliedern bestehenden Verfassungskommission wirken zurzeit neun Frauen mit. Durch das Engagement in dieser Arbeit gehen die Frauen in diesem Gremium ein hohes Risiko ein. Ende April wurde Lamiya Abed Khaduri von der Partei des ehemaligen Premierministers Iyad Allawi auf den Stufen ihres Hauses erschossen. Und im Mai überlebte Salama al-Khafaji, ein unabhängiges Mitglied des Parlaments, den vierten Anschlag auf ihr Leben.

Die Situation im Irak, die von alltäglicher Gewalt geprägt ist, macht es Frauen sehr schwer, eine neue Rolle in der Gesellschaft zu finden. Beim Weg zur Arbeit oder Schule setzen sie sich einem tödlichen Risiko aus. Dies geht aus einem Bericht von amnesty international vom Februar hervor. Seit dem Beginn der US-Invasion hat es einen Rückschlag in der sozialen Entwicklung gegeben, die besonders die Frauen in ihrer Entfaltung behindert. Religiöse Eiferer beobachten die Kleidung von Frauen in der Öffentlichkeit argwöhnisch. Sogar Säureattacken auf vermeintlich zu herausfordernd gekleidete Frauen kommen vor.

Pakhshan Zagana vom Frauenwahlkampfkomitee im Regionalparlament Kurdistans, die sich gegenwärtig in Bagdad aufhält, erklärt: „Wir müssen hart arbeiten um die Gesellschaft zu überzeugen, dass Frauen das Recht auf eine eigene Meinung haben.“ Zagana strebt einen Frauenanteil von vierzig Prozent in den staatlichen Einrichtungen und politischen Führungspositionen im Irak an. „Es macht mich sehr traurig, wenn ich Frauen treffe, die für sich weniger Rechte fordern.“

Ein westlicher Diplomat, der die Verfassungsdiskussion im Irak verfolgt, warnt vor der Überinterpretation einzelner Aussagen im Verfassungsentwurf. Neue Textvarianten erschienen fast täglich. Und viele der extremsten Vorschläge seien als Vorstöße im Rahmen von Verhandlungstaktiken zu betrachten.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.