UEFA-Pokal: FC Basel unterliegt Hearts of Midlothian zu Hause mit 1:2

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Flagge FC Basel

Basel (Schweiz), 12.12.2004 – Gegen den schottischen Traditionsclub aus Edinburgh, die Hearts of Midlothian, galt es für den letzten Schweizer Vertreter auf internationalem Parkett nicht nur, einerseits wichtige drei Punkte in der Gruppenphase des UEFA-Cup zu gewinnen, sondern nach den zuletzt schwachen Auftritten in Schaffhausen und Thun auch Wiedergutmachung bei der eigenen Anhängerschaft zu gewinnen.

Trainer Gross, zuletzt auch bei den Kollegen der schreibenden Presse nicht mehr ganz ohne Kritik davongekommen, musste im wichtigen Spiel aber neben den Langzeitverletzten Yakin, Ergic und Petric auch auf Mesbah verzichten, der im Monat des Ramadan nicht zum Leistungssport befähigt ist.

Im Vergleich zur Erstrundenbegegnung gegen Terek Grozny besser besuchten Match gegen die sich als aufsässig erweisenden Schotten fanden sich nur 21.645 Zuschauer auf der Schaubühne des St. Jakob-Parks zu Basel ein. Von Beginn an hatte man die Schotten – zuletzt gegen Schalke und Rotterdam erfolglos – offensiv erwartet, und mit dem Druck, in Basel gewinnen zu müssen, wollte man nicht schon nach der dritten Partie die Segel streichen. Doch in dieser Einschätzung musste sich nicht nur Basels Trainer Christian Gross revidieren, denn die Hearts taten ab der ersten Spielminute das, was sie am besten zu können scheinen, zerstören und aufopferungsvoll kämpfen.

Auf der anderen Seite versuchte sich der Platzclub mit agressivem Spiel, hatte zum Beispiel durch einen Kopfball von Gimenez nach Flanke von Sterjovski bereits in den Anfangsminuten gute Chancen, um das Score zu eröffnen. Doch wie auch zuletzt in den Spielen gelang es dem FC Basel nicht, die Chancen auch in Tore umzumünzen, was sich – wie ein Sprichwort im Fussball sagt – irgendwann rächt. Mit etwas Dusel und Wohlwollen des isländischen Schiedsrichters kamen die Schotten in den 32. Minute durch Wyness zu einer überaus schmeichelhaften Führung. Das Tor an sich hätte allerdings nicht zählen dürfen, war es doch Pereira gewesen, der im Abseits gestanden und den Basler Torhüter deutlich irritiert hatte.

In der Folge war es einzig das frierende und unzufriedene Basler Publikum, das zugegebenermaßen die nicht vorhandenen Bestrebungen im Offensivspiel des FCB anmahnte und die Mannschaften mit einem Pfeifkonzert, wie man es in Basel noch selten gehört hat, in die Kabinen schickte. Auch nach der Pause kein sonderlich anderes Bild, jedoch waren dem Heimteam nun zumindest die Bemühungen anzumerken. Der agile Chipperfield hatte nach 55 Minuten mit einem Kopfball die Chance, das Score auszugleichen, doch aus aussichtsreicher Position konnte er nicht reüssieren.

Nachdem César Carignano – seines Zeichens teuerster Zuzug der Clubgeschichte und unterdessen bei vielen Matchbesuchern bereits als Fehleinkauf betitelt – nach 63. Minuten für den zwar lauffreudigen, aber glücklosen Rossi kam, konnte der FCB in der 77. Minute durch eben diesen argentinischen Stürmer verdientermaßen ausgleichen: Delgado hatte seinen Landsmann im richtigen Moment angespielt und der Goalgetter den Pass eiskalt gegen zwei schottische Verteidiger verwertet.

Als sich die Zuschauer beider Lager in der letzten Minute bereits mit dem Unentschieden abgefunden zu haben schienen, traf Neilson im einzigen schottischen Angriff der zweiten Spielhälfte mitten ins Herz der Basler Anhängerschaft und entschied das Spiel dadurch zum 1:2.

Eine zwar in Phasen kämpfende, aber dennoch glücklose Basler Mannschaft verliert damit gegen einen nicht nur auf dem Papier schwächeren Gegner und muss nun in den kommenden Spielen zusehen, dass sie nicht noch mehr Boden verliert.

Telegramm

FC Basel – Heart of Midlothian 1:2 (0:1) Zuschauer: 21′645 Schiedsrichter: Jakobbson, Sigurdsson, Finnsson (alle Island) Tore: 32. Wyness 0:1. 77. Carignano 1:1. 89. Neilson 1:2 Verwarnungen: 65. Gimenez (Foul)

FC Basel:

Zubi, Zwyssig, Smiljanic, Degen P., Kléber, Huggel, Chipperfield, Delgado (85. Barberis), Sterjovski (71. Degen D.), Rossi (63. Carignano), Gimenez

Hearts:

Maybury, Pressley, Webster, Wynwss, de Vries (86. Weir), Neilson, Gordon, McAllister, Pereira (65. Stamp), Hamill, Stewart (70. MacFarlane)

Bemerkungen:

Basel ohne Ergic (krank), Petric, Mesbah, Yakin (alle verletzt), sowie ohne Rapo (kein Aufgebot);

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Quellen

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