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January 24, 2012

Mexikanischer Präsident verkündet Notfallplan wegen extremer Trockenheit

Mexikanischer Präsident verkündet Notfallplan wegen extremer Trockenheit

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Veröffentlicht: 20:11, 24. Jan. 2012 (CET)
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Mädchen aus der indigenen Ethnie der Tarahumara

Mexiko-Stadt (Mexiko), 24.01.2012 – Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gab es in Mexiko nie eine so extrem langanhaltende Trockenperiode wie jetzt. Präsident Felipe Calderón will zwei Milliarden Euro (umgerechnet) für die Bekämpfung der Folgen ausgeben.

Betroffen sind 1300 Gemeinden in 19 mexikanischen Bundesstaaten; vor allem denen im Norden. Seit vielen Monaten fehlt der Regen in diesen Gebieten. Bei einem Besuch in Zacatecas verkündete er: „Keine Familie wird Wasser- oder Lebensmittelmangel erleiden“. In entlegenen Gebieten werden insbesondere indigene Völker durch die Regierung mit dem Notwendigen versorgt.

Das Jahr 2010 war eines der regenreichsten Jahre seit 1958, im letzten Jahr begann die extreme Trockenperiode.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Mexiko
  • Portal:Wetter
  • Portal:Naturkatastrophen

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April 3, 2011

Dalai Lama besorgt um versiegende Wasserquellen in der tibetischen Hochebene

Dalai Lama besorgt um versiegende Wasserquellen in der tibetischen Hochebene

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Veröffentlicht: 18:27, 3. Apr. 2011 (CEST)
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Neu-Delhi (Indien), 03.04.2011 – Der oberste Mönch des tibetischen Buddhismus, der Dalai Lama, ist besorgt um die Wasserreserven Indiens, die aus den Gletschern des tibetischen Hochlandes gespeist werden. Flüsse wie Ganges oder Indus werden vorwiegend aus dem Schmelzwasser dieser Gletscher gespeist und versorgen so Millionen Inder mit dem lebensnotwendigen Trinkwasser. Am Samstag sagte er, bei den tibetischen Gletschern habe ein Prozess schneller Schmelze begonnen. Er bezog sich dabei auf chinesische Experten, denen zufolge sich die tibetischen Gletscher schneller zurückzögen als irgendwo sonst auf der Erde. Der Dalai Lama äußerte sich vor vierhundert Indern anlässlich einer Gedenkfeier für den 2009 verstorbenen ehemaligen indischen Präsidenten R. Venkataraman.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Indien

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March 19, 2011

Radioaktives Jod im Trinkwasser der japanischen Hauptstadt

Radioaktives Jod im Trinkwasser der japanischen Hauptstadt

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Veröffentlicht: 20:38, 19. Mär. 2011 (CET)
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Lage der Schilddrüsen

Tōkyō (Japan), 19.03.2011 – Im Trinkwasser der japanischen Hauptstadt Tōkyō wurden jetzt erstmals Spuren eines radioaktiven Isotops von Iod gefunden. Das berichtet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf einen Vertreter des Wissenschaftsministeriums. Auch in weiteren zentraljapanischen Präfekturen wurde radioaktives Iod im Trinkwasser entdeckt. Radioaktives Iod lagert sich insbesondere in der Schilddrüse ein.

Ein Ministeriumsvertreter erklärte gegenüber Medienvertretern jedoch, die Grenzwerte für die zulässige Radioaktivität würden in allen Fällen nicht überschritten. Kontakt mit radioaktivem Iod kann Krebs verursachen. Nach Behördenangaben wurden erhöhte Strahlungswerte auch in Milch und Spinat aus der Präfektur Fukushima sowie der benachbarten Präfektur Ibaraki im Umkreis des havarierten Kraftwerks Fukushima I gefunden. Die gemessenen Strahlungswerte lagen über dem zulässigen Höchstwert. Der Verkauf der Lebensmittel wurde gestoppt. Eine unmittelbare Gefahr für den Menschen bestehe angeblich jedoch nicht.

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  • Portal:Japan

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February 17, 2010

Ausfall des Wassernetzes in der Hauptstadt von Kamerun

Ausfall des Wassernetzes in der Hauptstadt von Kamerun

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Veröffentlicht: 20:03, 17. Feb. 2010 (CET)
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Zentrum von Yaoundé

Yaoundé (Kamerun), 17.02.2010 – Nachdem einige Stadtteile der kamerunischen Hauptstadt Yaoundé schon über einen längeren Zeitraum ohne Wasser waren, ist nun nahezu das gesamte Wassernetz ausgefallen. Die Situation weitet sich schnell zu einer Krise aus. Polizei und Feuerwehr versuchen durch die Bereitstellung spezieller Wasserbehälter die Bevölkerung mit Wasser zu versorgen.

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December 11, 2008

Südafrika ruft im Grenzgebiet zu Simbabwe den Notstand aus

Südafrika ruft im Grenzgebiet zu Simbabwe den Notstand aus

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Veröffentlicht: 16:43, 11. Dez. 2008 (CET)
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Südafrika / Simbabwe, 11.12.2008 – Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind bisher 800 Simbabwer an der Cholera-Epedemie gestorben und über 16.000 weitere infiziert worden. Viele versuchen, dem zusammengebrochenen Gesundheitssystem ihres Landes, in dem es an medizinischem Personal, Medikamenten und sauberem Trinkwasser mangelt, zu entkommen und suchen Hilfe in Südafrika. Die WHO sieht eine ernsthafte Gefahr, dass sich die Epidemie nach Südafrika und Botswana ausweitet. Südafrika gab am 2. Dezember 2008 bekannt, dass 460 Menschen in der Grenzregion zu Simbabwe mit dem Erreger infiziert und neun der Krankheit erlegen seien.

Jetzt rief Südafrika für die Grenzregion zu Simbabwe den Notstand aus.

Während die USA, Frankreich und Großbritannien Robert Mugabe zum Rücktritt aufforderten, gingen der Regierungschef Kenias und der südafrikanische Erzbischof und Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu einen Schritt weiter und riefen dazu auf, Mugabe notfalls auch mit Gewalt zum Rücktritt zu zwingen.

Obwohl Simbabwe vor einer Woche den nationalen Notstand ausgerufen und um internationale Hilfe gebeten hatte, erklärte die Regierung Simbabwes nun, den Choleraausbruch unter Kontrolle zu haben und aus eigenständiger Kraft die Situation lösen zu können. Vielmehr habe der Westen Simbabwe mit Cholera und Milzbrand schwächen wollen, um jetzt militärisch zu intervenieren.

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December 6, 2008

Simbabwe steht vor einer Cholera-Katastrophe

Simbabwe steht vor einer Cholera-Katastrophe

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Veröffentlicht: 11:55, 6. Dez. 2008 (CET)
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Harare (Simbabwe), 06.12.2008 – 300.000 Menschen sind in Simbabwe akut von Cholera bedroht. Wie die Hilfsorganisation Oxfam gestern in London mitteilte, seien diese Menschen wegen der Lebensmittelknapheit so stark geschwächt, dass die tödliche Infektionskrankheit für sie eine reale Gefahr geworden sei. Nach Angaben des Büros für Nothilfekoordination der Vereinten Nationen (OCHA) sind seit August bereits 575 Menschen an der Seuche gestorben. Der jüngste Cholera-Bericht des UN-Nothilfekoordinators weist für das heutige Datum insgesamt 13.960 Cholera-Verdachtsfälle aus. Die meisten davon in der Hauptstadt Harare (7.563). Die Ausbreitung der Seuche betrifft in Simbabwe neben der Region um die Hauptstadt vor allem den Süden und Osten des Landes. Das Auswärtige Amt Deutschlands rät angesichts der politischen Krise und der Choleragefahr „von nicht dringend erforderlichen Reisen“ nach Simbabwe ab.

Besonders schwierig gestaltet sich offenbar die Situation in der Hauptstadt Harare, in der die Trinkwasserversorgung nicht mehr gewährleistet ist. Zwei Tage war die Stadt kürzlich ohne Wasser. Die Menschen nutzen Swimmingpools, Naturwasserflächen und Flüsse als Reservoir. Damit steigt die Gefahr weiterer Cholera-Infektionen.

Am Donnerstag hat die Regierung Simbabwes den nationalen Notstand ausgerufen und um internationale Unterstützung gebeten. Der amtierende Gesundheitsminister David Parirenyatwa musste eingestehen, dass die Krankenhäuser Simbabwes mit der Situation überfordert seien. Damit können jetzt internationale Hilfsmaßnahmen angestoßen werden. Der Minister bat vor allem um Geld, Medikamente, medizinische Geräte sowie Lebensmittel für die Patienten und Kinder. Bis kommenden Montag benötige das Land mindestens 3,9 Millionen US-Dollar, um Medikamente kaufen zu können. Eine Zusage über eine finanzielle Hilfe in Höhe von neun Millionen Euro liegt inzwischen von der Europäischen Union vor. Das Bundesentwicklungsministerium der Bundesrepublik Deutschland gab heute bekannt, es werde eine weitere Nothilfe für Nahrungsmittel in Höhe von 250.000 Euro leisten. Insgesamt erhöht sich die Hilfe von diesem Ministerium in diesem Jahr für Simbabwe auf 3,2 Millionen Euro. In Simbabwe sind inzwischen 4,9 Millionen Menschen auf internationale Nahrungsmittelhilfe angewiesen.

Unterdessen spitzt sich in Simbabwe auch die politische Krise weiter zu. Seit drei Monaten konnten in den Verhandlungen zwischen dem Mugabe-Regime und der politischen Opposition unter Führung von Morgan Tsvangirai über eine Teilung der Macht keine Fortschritte erzielt werden. Die US-amerikanische Außenministerin Condoleezza Rice forderte den Präsidenten Simbabwes, Robert Mugabe, heute zum Rücktritt auf, weil die Verhandlungen offensichtlich nur zum Schein geführt würden.

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August 14, 2006

Heftige Kämpfe in Sri Lanka – Tamil Tigers halten Verhandlungen für unmöglich

Heftige Kämpfe in Sri Lanka – Tamil Tigers halten Verhandlungen für unmöglich

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Artikelstatus: Fertig 11:21, 14. Aug. 2006 (CEST)
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Colombo (Sri Lanka), 14.08.2006 – Seit mehr als 20 Jahren wird in Teilen Sri Lankas gekämpft. Fast genauso alt sind die Bemühungen, die tamilischen Rebellen und die Regierung zum Frieden zu bewegen. Zwar gelang es, 2002 einen Waffenstillstand zu schließen, doch immer wieder machten gewaltsame Vorfälle wie Anschläge auf Poltitiker die Friedensbemühungen zunichte. In den letzten Tagen und Wochen haben sich die Zustände in dem Land südöstlich des indischen Subkontinents dramatisch verschlechtert.

Karte von Sri Lanka

Medienberichten zufolge kam es im Nordosten Sri Lankas vorgestern zu den schwersten Kämpfen seit 2002. Laut einem Sprecher des Verteidigungsministeriums starben dabei 150 Kämpfer der LTTE und 27 Soldaten, 230 LTTE-Rebellen seien verletzt worden. Eine Bestätigung der Angaben durch unabhängige Quellen gibt es derzeit nicht. Seit dem neuerlichen Ausbruch der Kämpfe vor zwei Wochen starben laut dpa insgesamt 450 Menschen, darunter Zivilisten, Soldaten und LTTE-Kämpfer. Die Regierung Sri Lankas spricht von schweren Verlusten, die ihre Soldaten der LTTE durch Angriffe aus der Luft und mit Bodentruppen zugefügt hätten. Aufgrund der neuen Gefechte flohen mindestens 60.000 Menschen aus den betroffenen Regionen. Ausländische Geldgeber, darunter die USA, Japan, die Euroäische Union und Norwegen, äußern sich in diesem Zusammenhang besorgt über die humanitäre Lage und rufen zu einem sofortigen Ende der Kampfhandlungen auf. In den umkämpften Regionen im Norden Sri Lankas gilt seit drei Tagen eine unbefristete Ausgangssperre. Besonders umkämpft ist die Insel Jaffna, wo sich die LTTE und Regierungstruppen Gefechte um strategisch wichtige Orte liefern. Ein Vertreter der LTTE sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, die LTTE werde ihre Offensive gegen das Militär fortsetzen, die der LTTE-Verteter als Verteidigungsmaßnahme bezeichnet. Polizeieinheiten haben zudem nach eigenen Angaben ein Lager der LTTE in der Stadt Batticaloa angegriffen. In einem auf „news.bbc.co.uk“ veröffentlichtem Artikel ist auch von Schüssen in Trincomalee im Osten Sri Lankas die Rede.

Am Samstag wurde in der Hauptstadt Colombo ein Regierungsmitglied erschossen. Es handelte sich um Ketheesh Loganathan, der als stellvertretender Leiter des Friedenssekretariats der Regierung für die Koordination des Friedensprozesses mit den Rebellen zuständig war und dabei von einer norwegischen Vermittlungsmission unterstützt wird. Ein Unbekannter erschoss den Politiker in seinem Amtssitz in Dehiwela, unweit der Hauptstadt Colombo. Präsident Mahinda Rajapaksa machte die LTTE für die Ermordung des Politikers verantwortlich, die zum Jahrestag der Ermordung des Außenministers Lakshman Kadirgamar verübt wurde. Lakshman Kadirgamar wurde Mitte August 2005 bei einem Anschlag vor seinem Haus getötet. Verdächtigt wurden damals ebenfalls die „Befreiungstiger von Tamil Eelam“ (LTTE), die aber eine Verwicklung umgehend bestritten. Am 8. August dieses Jahres wurden 17 Mitarbeiter der Hilfsorganisation „Action contre la faim“ in Muttur umgebracht.

Unterdessen signalisierte die Regierung Sri Lankas Zustimmung zu einem angeblichen Verhandlungsangebot der tamilischen Rebellen. Der Chef des Friedenssekretariats der Rebellenorganisation sagte jedoch dazu, eine solche Initiative habe es von Seiten der Tamil Tigers nicht gegeben. Außerdem seien Verhandlungen in einer Situation unmöglich, in der eine militärische Offensive von Regierungstruppen auf der Halbinsel Jaffna im Norden des Landes stattfinde.

Zu einer Eskalation der Kämpfe kam es, als Regierungstruppen vor zwei Wochen versuchten, einen von der LTTE blockierten Bewässerungskanal unter ihre Kontrolle zu bringen. Am Dienstag, den 8. August hatten die Rebellen ein Schleusentor nahe Trincomalee wieder freigegeben, mit dem die Wasserversorgung des Kanals reguliert werden kann. Der Bewässerungskanal wird auch für Felder benötigt, die in einem Gebiet liegen, das von der Regierung kontrolliert wird. Tausende Bauern waren von der Blockade der Schleuse betroffen. Das Ende der Blockade wurde von der Armee als Erfolg ihrer Militäroffensive bewertet.

Den Konflikt im Land gibt es über 20 Jahren. Teile des Volkes der Tamilen möchten die Unabhängigkeit von Sri Lanka erreichen. Zur Durchsetzung dieses Zieles hat sich im Norden und Osten des Landes eine Rebellenbewegung gebildet, die sich Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) nennt. Die singhalesische Mehrheit im Land lehnt diese Bestrebungen ab und bekämpft die Rebellen. Bei diesen Kämpfen sind bisher 60.000 Menschen ums Leben gekommen. Im Februar 2002 wurde schließlich ein Waffenstillstand geschlossen. Danach gelang es den tamilischen Rebellen, ihre autonomen Strukturen zu befestigen, so dass es ihnen sogar möglich ist, Einfuhrkontrollen durchzuführen und Zölle zu erheben.

Die Heftigkeit des Konfliktes nahm im Jahr 2006 wieder zu. Seit Beginn des Jahres starben unter anderem durch Kämpfe und Anschläge mehr als 600 Menschen. So kam es etwa am 11. Mai vor der Küste des Landes zwischen den Rebellen und der Regierung zu einer Art Seeschlacht. Die LTTE griff mit 15 eigenen Booten einen Flottenverband an. Dabei wurde mit einem Selbstmordanschlag ein Kriegsschiff mit 17 Soldaten versenkt. Als Reaktion wurden fünf Boote der Rebellen versenkt, wobei etwa 50 Rebellen starben.

Aber bereits im Jahr 2003 war der Friedensprozess, der von der EU inklusive fünf nordeuropäischer Länder beobachtet wurde, nach nur einem Jahr zusammengebrochen, als die LTTE laufende Verhandlungen beendet hatte. Finnland und Dänemark haben ihre Beobachter zurückgezogen, nachdem die EU im Mai 2006 erklärt hatte, die LTTE sei als Terrororganisation einzustufen.

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August 1, 2006

Sommerdürre: Die Havel fließt rückwärts

Sommerdürre: Die Havel fließt rückwärts

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Artikelstatus: Fertig 23:38, 1. Aug. 2006 (CEST)
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Ketzin (Deutschland), 01.08.2006 – Zu normalen Zeiten fließen bei Ketzin (Havelland) 58 Kubikmeter Wasser pro Sekunde in Richtung der Mündung des Flusses, in die Elbe. Doch in diesem Sommer ist offenbar alles anders: Am 26. Juli floss die Havel schon zum zweiten Mal innerhalb der letzten zwei Wochen rückwärts, also landeinwärts. Der Wasserstand des Flusses war so niedrig, dass das Elbwasser in die Havel hineinfloss: Mit zwölf Kubikmetern pro Sekunde floss die Havel in die Gegenrichtung.

Die seit Wochen anhaltende Trockenheit hat die Pegelstände im Havelland landesweit sinken lassen. Manche Flüsse sind schon ganz ausgetrocknet. Die Niederschläge in der Region hätten sich jedoch seit Jahren verringert, sagte Matthias Freude, Präsident des Landesumweltamtes (LUA). Die Trinkwasserversorgung Brandenburgs sei jedoch noch nicht gefährdet, da das Trinkwasser in großer Tiefe gewonnen werde. Reinhard Reiher, technischer Geschäftsführer des kommunalen Wasserversorgungsunternehmens BRAWAG GmbH, bescheinigt den Brandenburgern einen sehr sparsamen Wasserverbrauch. In Brandenburg liegt der tägliche Trinkwasserbedarf bei 11.000 bis 12.000 Kubikmeter Wasser, das entspricht einem Pro-Kopf-Verbrauch von 90 Litern Wasser pro Tag. Die Bevölkerung in Brandenburg verhalte sich sehr wassersparend. Der Bundesdurchschnitt beim Pro-Kopf-Wasserverbrauch liegt bei 130 Litern pro Tag. Langfristig ließen sich jedoch Auswirkungen auf die Trinkwasserversorgung nicht ausschließen. So sagte eine Studie des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung in 50 Jahren eine erhebliche Verschlechterung der Wasserversorgung voraus. Niederschläge und in ihrer Folge die Grundwasserstände seien im Sinken begriffen.

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April 29, 2006

Abwässer aus einer Chemiefabrik verschmutzten chinesischen Fluss

Abwässer aus einer Chemiefabrik verschmutzten chinesischen Fluss

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Artikelstatus: Fertig 19:20, 29. Apr. 2006 (CEST)
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Guangzhou (Volksrepublik China), 29.04.2006 – Abwässer aus einer Chemiefabrik in Huazhou haben am Freitag den Fluss Sancha in der chinesischen Provinz Guangdong verschmutzt. Dies teilte die chinesische staatliche Nachrichtenagentur Xinhua heute mit. Dem Bericht und Angaben lokaler Behörden zufolge ist das Trinkwasser von 40.000 Menschen verschmutzt worden.

Im Fluss wurden bereits viele tote Fische und Garnelen gefunden. Der Besitzer einer Fischfarm, dessen acht Fischteiche verschmutzt wurden, beziffert den Schaden auf 25.000 US-Dollar. Anwohner berichteten von vergiftetem Vieh in der Nähe des Flusses. Nach Angaben örtlicher Behörden ist die verschmutzte Zone acht Kilometer lang. In diesem Gebiet hat sich der Fluss durch die Abwässer braun gefärbt.

Wasseraufbereitungsanlagen wurden in das betroffene Gebiet gebracht. Die Provinzregierung hat die Anwohner dazu aufgerufen, dem Fluss kein Wassser mehr zu entnehmen. Es sollen auch keine Wasserprodukte mehr verkauft werden, um Lebensmittelvergiftungen zu vermeiden. Außerdem wurde es untersagt, Wasser aus dem Fluss zur Bewässerung zu verwenden. Es gibt bisher noch keine Berichte darüber, dass Menschen wegen Vergiftungen in Krankenhäuser in Wuchuan eingeliefert worden sind. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur „AP“ sind einige Menschen leicht erkrankt.

Eine erste Untersuchung der Umweltschutzbehörde der Stadt Wuchuan macht eine am Fluss gelegene Chemiefabrik für die Verschmutzung verantwortlich. Sie habe Abwässer illegal im Fluss entsorgt. Die Experten gehen davon aus, dass sich die Wasserqualität in den nächsten drei Tagen wieder normalisieren wird.

Um die Wasserqualität zu testen, werden dem Fluss nun täglich Proben entnommen. Es wurden keine genaueren Angaben darüber gemacht, welche Chemikalien in den Fluss gelangt sind. Die staatliche chinesische Nachrichtenagentur gab auch nicht bekannt, um welche Chemiefabrik es sich handelt. Laut „AP“ werden nur ein Drittel der 3,7 Milliarden Tonnen Abwässer, die von chinesischen Städten entsorgt werden, aufbereitet. Daher seien die meisten der chinesischen Flüsse, Kanäle und Seen stark mit Industrieabfällen, Haushaltsabfällen und Abfällen aus der Landwirtschaft verunreinigt.

Zu Beginn dieses Monats gab der Chef der chinesischen Umweltbehörde bekannt, dass es seit dem letzten Jahr 76 Umweltzwischenfälle gegeben hat. Am 13. November letzten Jahres ereignete sich ein großer Zwischenfall bei der Industriestadt Harbin im Nordosten des Landes. Die Wasserversorgung von mehr als 3,8 Millionen Anwohnern musste wegen der Verschmutzung eines Flusses mit Benzol und anderen Giftstoffen für fünf Tage abgestellt werden. Die giftigen Stoffe flossen auch in russisches Gebiet. Die Umweltkatastrophe war durch die Explosion in einem Chemiewerk in Jilin ausgelöst worden.

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March 23, 2006

Weltwasserforum einigt sich nicht auf Grundrecht des freien Zugangs zu Wasser

Weltwasserforum einigt sich nicht auf Grundrecht des freien Zugangs zu Wasser

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Artikelstatus: Fertig 22:10, 23. Mrz. 2006 (CET)
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Dripping faucet 1.jpg

Mexiko-Stadt (Mexiko), 23.03.2006 – Das vierte Weltwasserforum, das vom 16. bis 22. März, dem Weltwassertag, in Mexiko-Stadt stattfand, wurde mit einer Abschlusserklärung beendet, in der der freie Zugang zu Trinkwasser nicht als Grundrecht anerkannt wird. An dem Treffen nahmen Minister aus 148 Staaten und insgesamt etwa 13.000 Politiker, Wissenschaftler und Fachleute aus allen Teilen der Welt teil.

In der Abschlusserklärung wird die Bedeutung des freien Zugangs zu sauberem Trinkwasser „für alle Aspekte der nachhaltigen Entwicklung, einschließlich der Beendigung von Armut und Hunger“ betont. „Wasser ist die Garantie für das Leben der Weltbevölkerung“, heißt es in dem Papier weiter, das nicht rechtsverbindlich ist. Außerdem hält die Abschlusserklärung am Ziel des letzten Weltwasserforums, das vor drei Jahren im japanischen Kyoto stattfand, fest, eine Halbierung der Zahl der Menschen ohne Zugang zu sauberem Wasser bis 2015 anzustreben. In einer Pressemitteilung des vierten Weltwasserforums heißt es, dass man beim Problem unzureichender Wasserversorgung auf lokaler Ebene ansetzen müsse. Auf der Tagung wurde auch darüber diskutiert, ob Wasser ein Wirtschaftsgut ist. Die Vertreter der Regierungen von Venezuela, Kuba und Bolivien hatten sich auf dem Forum dafür eingesetzt, den Zugang zu sauberem Trinkwasser als Menschenrecht zu bezeichnen. Bolivien verbreitete auf der Tagung eine Alternativerklärung, in der Wasser und die Wasserwirtschaft als „souveränes Recht eines jeden Landes“ bezeichnet wurden. Venezuela und Bolivien hatten auf der Tagung damit gedroht, ihre Unterschrift unter der Abschlusserklärung zu verweigern, sofern sie den Zugang zu Wasser nicht als Menschenrecht bezeichnen sollte. Die Vertreter der linksgerichteten Regierungen dieser lateinamerikanischen Länder vertraten die Meinung, dass Freihandelsabkommen negative Folgen für die Wasserversorgung haben könnten. Die Meinungen der Teilnehmer, ob man den Zugang zu Wasser als ein Menschenrecht bezeichnen solle, waren nach Medienberichten gespalten. Alle Staaten sollen dieser Sichtweise grundsätzlich zugestimmt haben, einige sollen aber an der Möglichkeit der Umsetzung gezweifelt haben. Wenn man den Zugang zu Wasser zum Menschenrecht erkläre, könne dies nach Meinung von Vertretern einiger Staaten zu rechtlichen Problemen auf nationaler und internationaler Ebene führen. Im Gegensatz zur Abschlusserklärung des Weltwasserforums bezeichnete die UNESCO am Mittwoch Wasser als Menschenrecht. Es sei eine „moralische Pflicht“, den Zugang zu Wasser als Menschenrecht anzusehen, so der UNESCO Generaldirektor Koichiro Matsuura.

Nach Medienberichten sollen sich die Teilnehmer des vierten Weltwasserforums einstimmig gegen die Privatisierung der Wasserversorgung ausgesprochen haben. Hervorgehoben wurde bei der Wasserversorgung die Rolle des Staates, der laut einem Entwurf der Abschlusserklärung die wichtigste Rolle bei der Wasserversorgung spielt. Kritiker der Abschlusserklärung sind der Meinung, dass die Erklärung deutlich zeige, dass wohlhabende Staaten und internationale Unternehmen nicht von ihrem Ziel abgerückt seien, Wasser als Ware zu anzusehen. Nach Schätzungen der Aktivisten haben etwa 1,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trikwasser. Die Vereinten Nationen bestätigen diese Zahlen. UN-Generalsekretär Kofi Annan sagte, dass jeden Tag 6.000 Menschen, darunter viele Kinder, wegen einer unzureichenden Wasserversorgung sterben. Nach Meinung des argentinischen Umweltministers Atilio Armando Sabino ist die Vermeidung einer Bezeichnung von Wasser als Grundrecht kein Makel der Abschlusserklärung.

Nach Ansicht der Teilnehmer des Wasserforums sind Investitionen in erheblichem Ausmaße notwendig, um die Weltbevölkerung mit Wasser zu versorgen. So seien für Süd- und Südostasien Investitionen in Höhe von 60 Milliarden US-Dollar (49,7 Milliarden Euro) und für Afrika in Höhe von 20 Milliarden US-Dollar für eine verbesserte Wasserversorgung für alle Menschen notwendig. Klaus Töpfer, Chef des UNO-Umweltprogramms UNEP, appellierte auf dem Weltwasserforum in Mexiko-Stadt für eine sinnvollere und sparsamere Nutzung der Wasservorräte. Das vierte Weltwasserforum sollte nach Aussagen des „World Water Councils“ ein Schritt zum Erreichen der Millenniumsziele der Vereinten Nationen in Bezug auf Wasser sein.

Das seit 1997 alle drei Jahre stattfindende Weltwasserforum wurde vom „World Water Council“, einer 1996 gegründeten Denkfabrik, initiiert. Dem „World Water Council“ gehören 300 Vertreter aus der Wirtschaft, Ministerien, Wissenschaft, internationlen Finanzeinrichtungen, der UN und lokaler Regierungen an. Zu den Gründern des „World Water Councils“ zählen die Vorstände internationaler Unternehmen, wie zum Beispiel des multinationalen Konzerns Suez. Das Weltwasserforum ist keine offizielle zwischenstaatliche Einrichtung. Das nächste Foum wird 2009 in Istanbul stattfinden.

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