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May 19, 2015

Cyber-Attacken auf das Intranet des Deutschen Bundestages

Cyber-Attacken auf das Intranet des Deutschen Bundestages

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Veröffentlicht: 21:34, 19. Mai 2015 (CEST)
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Petra Pau, Vorsitzende der IT-Kommission

Berlin (Deutschland), 19.05.2015 – Seit dem 12. Mai liegen Informationen darüber vor, dass unbekannte Angreifer versuchen, an geschützte Daten im Intranet des Deutschen Bundestages zu kommen. Ferner ist offensichtlich versucht worden, Programme einzuschleusen, um ein weiteres Vordringen in das Netz zu ermöglichen. Einige Speicherbereiche seien aus Sicherheitsgründen runtergefahren worden, damit die Angreifer keinen Zugriff bekommen. Woher die Angriffe stammen und um welche Daten es sich handelt, konnte bisher nicht ermittelt werden. Sowohl IT-Experten des Bundestages als auch des Verfassungsschutzes befassen sich mit der Angelegenheit. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik berichtet, 2014 habe es täglich 15 bis 20 Angriffe auf das Regierungsnetz gegeben, wobei im Durchschnitt einer davon „nachrichtendienstlich“ relevant sei.

Anfang diesen Jahres hatte eine Hacker-Gruppe aus der Ukraine die Internetseiten von Bundeskanzleramt und Bundestag stundenlang blockiert, um damit gegen Deutschlands finanzielle Unterstützung für den ukrainischen Ministerpräsidenten Arseni Jazenjuk zu protestieren.

Am 15. Mai erklärte die Vorsitzende der IT-Kommission und Parlaments-Vizepräsidentin Petra Pau (Linke) zu den neusten seit Tagen andauernden Attacken: „Einen solchen Angriff auf das Netz des Bundestags über mehrere Tage hat es noch nicht gegeben.“ Am selben Tag erhielten die Bundestagsabgeordneten aus Sicherheitsgründen eine Warnung und den Hinweis, dass bestimmte Dienste eingeschränkt seien. Alle Abgeordneten haben über mobile Geräte Zugang zum Intranet des Deutschen Bundestages, können dies aber zum Beispiel an ihre Mitarbeiter delegieren.

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Wikinews-logo.svg   Hong Kong: Occupy Central Ziel von massivem Hackerangriff (19.06.2014)

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June 19, 2014

Hong Kong: Occupy Central Ziel von massivem Hackerangriff

Hong Kong: Occupy Central Ziel von massivem Hackerangriff

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Veröffentlicht: 19.06.2014, 03:24 (CEST)
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Chan Kin Man
einer der Organisatoren
des Online-Referendums

Hongkong (China), 19.06.2014 – Die Occupy-Central-Bewegung in Hong Kong sieht sich einem riesigen Hackerangriff ausgesetzt, der ganz offensichtlich versucht, ihr vom 20. Juni bis 22. Juni 2014 geplantes Online-Referendum über die Wahl des nächsten Chief-Executive von Hong Kong unmöglich zu machen. Die Webseite popvote.hk sah sich 10 Milliarden Angriffen innerhalb von 20 Stunden ausgesetzt, was auf mindestens 5.000 Computer hindeutet, die diesen in dieser Größe bisher nicht bekannten, als Distributed Denial of Service (DDoS) bekannten Angriff durchführen.

Die Webseite wurde von der Universität von Hong Kong entworfen und ist auf bis zu 800.000 Zugriffe für die Abstimmung ausgelegt. Die Seite wurde unter anderem von Amazon Web Services und UDomain gehostet, die sich als Folge des Angriffs davon zurückgezogen haben. Dies bedeutet, dass nur noch ein Provider die Webseite trägt, was die Onlineabstimmung durch fehlende Serverkapazität in Frage stellt. Occupy Central hatte bereits geplant, an 15 Orten in Hong Kong auch Wahllokale für eine Abstimmung mit Wahlzetteln einzurichten, die jedoch nur am Sonntag (22. Juni) zur Verfügung stehen. Es wird nun versucht, mehr Wahllokale zu öffnen, und auch darüber nachgedacht, die Abstimmungszeit zu verlängern. Die bisherigen Wahllokale können etwa 70.000 Stimmabgaben ermöglichen, wobei bisher aber mit 200.000 oder gar 300.000 Stimmabgaben insgesamt gerechnet wurde, so dass die Online-Abstimmung als wichtig für die erfolgreiche Durchführung zu sehen ist.

Occupy Central möchte mit der Abstimmung die Meinung der Bevölkerung zu ihrer Forderung nach einem Wahlsystem für den Chief Executive von Hong Kong, den obersten Verwaltungschef der chinesischen Sonderverwaltungszone, erkunden und dementsprechend ihr weiteres Vorgehen planen. Occupy Central strebt nach einem Wahlmodus, in dem jeder Bürger eine Stimme hat. Bisher wird der Verwaltungschef von einem Wahlmännergremium gewählt, das von vielen Bewohnern Hong Kongs als von der chinesischen Zentralregierung in Peking manipuliert angesehen wird; und wenn es nach Peking geht, soll das auch so bleiben. Die Wahl des nächsten Chief Executive ist nach langen Verzögerungen derzeit für 2017 vorgesehen.

Der massive Cyberangriff begann nur kurze Zeit, nachdem ein White Paper über die weitere Entwicklung Hong Kongs in Peking veröffentlicht wurde, in dem die chinesische Regierung ihren Machtanspruch auf das Gebiet deutlich untermauert und damit bereits erhebliche Unruhe in dem formell politisch weitgehend unabhängigen Gebiet verursacht hatte. Die Größe des Angriffs legt, so ein Sprecher von Occupy Central, einen staatlich gelenkten Angriff nahe und deutet damit an, dass man die chinesische Regierung dafür verantwortlich macht.

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January 9, 2012

Hacker veröffentlichen persönliche Daten von angeblichen Rechtsextremisten

Hacker veröffentlichen persönliche Daten von angeblichen Rechtsextremisten

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Veröffentlicht: 07:09, 9. Jan. 2012 (CET)
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Berlin (Deutschland), 09.01.2012 – Bisher nicht identifizierte Personen haben im Internet eine Website eingestellt, die Daten bereitstellt, die die Identifizierung von Sympathisanten der rechtsextremen Szene ermöglichen soll. Die Listen enthalten Namen, Anschriften, Telefonnummern und E-Mail-Adressen. Sie entstammen den Kundenlisten von Versandhändlern, die vornehmlich für die Verwendung in rechtsextremen Kreisen bestimmte Artikel bereitstellen, von Spendern der NPD, von Autoren der Publikation „Junge Freiheit“ sowie von weiteren einschlägigen Quellen.

Die unter der Bezeichnung „Nazi Leaks“ laufende Website ermöglicht es ihren Benutzern mithin unter anderem, angebliche Neonazis in ihrem räumlichen Umfeld zu identifizieren. Der Deutsche Journalisten-Verband kritisierte insbesondere die Veröffentlichung der die „Junge Freiheit“ betreffenden Personenlisten, da diese auch angefragte Interviewpartner enthalte, die eine Zusammenarbeit mit der Redaktion abgelehnt hätten.

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  • Portal:Internet

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December 26, 2011

Anonymous hackt sich bei US-Sicherheitsunternehmen ein und bucht 1 Million Dollar für gemeinnützige Zwecke ab

Anonymous hackt sich bei US-Sicherheitsunternehmen ein und bucht 1 Million Dollar für gemeinnützige Zwecke ab

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Veröffentlicht: 13:01, 26. Dez. 2011 (CET)
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Expectus.jpg

Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 26.12.2011 – Anonymous suchte das US-Institut Stratfor an Weihnachten heim. Nach Angaben der Hacker wurden Zugangsdaten für 90.000 Kreditkarten entwendet. Über Twitter wurde ein Internet-Link veröffentlicht, über den man Einsicht in die sonst geheimgehaltenen Kundendaten von Stratfor nehmen konnte.

Anonymous hat mit den Kreditkartendaten 1 Million Dollar an wohltätige Organisationen überwiesen. Unfreiwillig wurden Stratfor-Kunden so zu Spendern. Kunden von Stratfor sollen sein: das US-Verteidigungsministerium, die US-Armee, die US-Luftwaffe und Technologiekonzerne wie Apple und Microsoft. Zum Beispiel gab es eine Spende von 180 Dollar vom Heimatschutz-Ministerium an das Rote Kreuz in den USA.

Homepage des US-Instituts Stratfor nach dem Hackerangriff

4.000 Kreditkartennummern sollen von Angestellten der betroffenen Kunden von Stratfor stammen. Über die YouTube-Seite sind Berichte des Instituts noch abrufbar; die offizielle Homepage arbeitet nicht mehr.

Strategic Forecasting, Inc – bekannt als STRATFOR – ist ein 1996 gegründetes, privatwirtschaftlich betriebenes Unternehmen, das Analysen, Berichte und Zukunftsprojektionen zur Geopolitik anbietet. Meist sind die außenpolitischen Spielräume der Vereinigten Staaten im Fokus der Untersuchungen. Für Projektionen und Szenarien werden aber auch die internationalen Ausgangslagen und Interessen berücksichtigt und analysiert. Das US-Magazin Barrons bezeichnete Stratfor aufgrund seiner nachrichtendienstlichen Eigenschaften 2010 als „Schatten-CIA“.

Anonymous bekundete, dass die Daten leicht zugänglich gewesen seien und nicht verschlüsselt waren. „Gar nicht mehr so privat und sicher?“ schrieben die Hacker und kündigten weitere Aktionen an. Unternehmenschef George Friedman teilte mit, dass man mit den zuständigen Behörden zusammenarbeitet, um die Verantwortlichen zu überführen.

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November 20, 2011

Bundesstaat Illinois: Cyberattacke auf Wasserwerk vermutet

Bundesstaat Illinois: Cyberattacke auf Wasserwerk vermutet

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Veröffentlicht: 13:22, 20. Nov. 2011 (CET)
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(Symbolbild)

Springfield (Illinois) (Vereinigte Staaten), 20.11.2011 – Bereits am Dienstag vor knapp zwei Wochen fielen die Pumpen im Wasserwerk von Springfield im US-Bundesstaat Illinois aus. Wie jetzt bekannt wurde, untersuchen das Federal Bureau of Investigation (FBI) und das Heimatschutzministerium den Vorfall. Es könnte sich um den ersten Cyberangriff auf ein US-Unternehmen handeln.

Stromversorgung in den Vereinigten Staaten (Archivbild)

Das betroffene Wasserwerk ist ein Teil der Wasserversorgung des Bundesstaates. Das Unternehmen ist zudem ein Stromversorger. Die Washington Post zitiert einen Zwischenbericht des Staates. Demnach ist es naheliegend, dass der Zwischenfall durch einen Angriff aus dem Internet ausgelöst wurde. Zunächst traten Störimpulse auf; diese führten dazu, dass sich die Pumpen an- und ausschalteten. Infolgedessen brannte ein Motor aus. Da genügend andere Pumpen vorhanden waren, kam es aber zu keiner Unterbrechung in der Wasserversorgung.

Angeblich hätten sich die Hacker unberechtigten Zugriff zu dem Unternehmen verschafft, das für die Sicherheitsoftware in dem Werk verantwortlich ist, und hätten dort Nutzernamen und Passwörter ausgespäht, mit denen ins Kontrollsystem eingegriffen wurde.

Peter Boogaard, ein Sprecher des Heimatschutzministeriums, wollte die Berichte nicht kommentieren, sondern erklärte: „Es gibt derzeit keine verlässlichen Anzeichen, dass ein Risiko für kritische Infrastrukturen oder eine Bedrohung der öffentlichen Sicherheit besteht.“

Nach dem Zwischenbericht seien die Angreifer für zwei oder drei Monate in dem System gewesen. Die Internetspur führe nach Russland. Ob der Angriff tatsächlich von dort initiiert sei, könne nicht gesagt werden. Eine Problematik stellt dar, dass man momentan keine Aussage treffen könne, ob und wie viele weitere Versorgungsunternehmen betroffen seien.

Die theoretische Gefahr von Eingriffen auf Steuer- und Kontrollfunktionen von Infrastruktur- und Industrieunternehmen wurde schon lange gesehen. Sollte dies die erste praktische Demonstration dieser Fähigkeit in den Vereinigten Staaten gewesen sein? Angriffe zur Informationsgewinnung, beispielsweise aus Russland und China, sind bereits an der Tagesordnung. Im Jahr 2010 wurde eine iranische Atomanlage mit einem Computerwurm lahm gelegt. Ist der Cyberkrieg damit keine Zukunftsmusik mehr?

Politiker und Experten in den Vereinigten Staaten warnen davor, die Gefahren durch Angriffe auf „Supervisory Control and Data Acquisition“-Systeme (SCADA-Systeme) zu unterschätzen. Sie fordern neue Gesetze zum Schutz gegen den Cyberwar, zum Schutz der heimischen Infrastruktur.

Ein Bericht des Pentagon vom Sommer dieses Jahres spricht davon, dass Gegenschläge im Falle von Cyberattacken auf Weisung des Präsidenten ausgeführt werden sollten. Laut dem Bericht sollen „Möglichkeiten weiter entwickelt werden, im Cyberspace und auf anderen Feldern militärisch antworten zu können.“

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July 12, 2011

Kino.to zwangsabgeschaltet/kinox.to geht auf Sendung

Kino.to zwangsabgeschaltet/kinox.to geht auf Sendung

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Veröffentlicht: 21:03, 12. Jul. 2011 (CEST)
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Screenshot von der geschlossenen Seite kino.to

Dresden (Deutschland), 12.07.2011 – Kampfansage der Piraten an die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU). Die kürzlich geschlossene Seite „Kino.to“ geht mit identischem Design unter dem Namen „Kinox.to“ wieder online. Größtes Problem der Betreiber scheint der Massenandrang von Internetnutzern zu sein, die sich dort zum Nulltarif Filme und Serien anschauen wollen.

Gegenüber dem Sender MDR info in Halle erklärte die Generalstaatsanwaltschaft Dresden, dass derzeit geprüft werde, ob ein Zusammenhang zwischen den beiden Internetseiten bestehe. Die Seite der GVU hingegen ist nicht mehr erreichbar, Denial of Service (DoS) Attacken dürften sie lahm gelegt haben.

Eine Erklärung, die auch als Kampfansage an Staat und GVU verstanden werden kann, gaben die Betreiber der Seite ab: „Liebe GVU, Filmindustrie und Staat: Denkt ihr wirklich, ihr könnt uns stoppen, nur weil ihr haufenweise Geld habt? Wie kann es sein, dass harmlose Webseitenbetreiber auf eine Stufe mit Mördern und Vergewaltigern gestellt werden? Was ist aus diesem Land geworden? Wo ist unsere Freiheit hin? Und warum werden solche fanatischen Geldgeier-Organisationen unterstützt vom Staat und Politik? Wir wollen euch nicht. Das Internet will euch nicht. Keiner will euch. Alles was wir wollen ist Freiheit und das für jeden.“

Die GVU hält dagegen, das Auftauchen der Seite habe sie nicht überrascht, das Vorgehen gegen den Raubkopierer Dirk K., den Betreiber von kino.to, sei trotz allem ein Erfolg gewesen. Dirk K. wird die Gründung einer kriminellen Vereinigung und gewerbsmäßige Urheberrechtsverletzung in mehr als einer Million Fälle vorgeworfen.

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  • Portal:Internet
  • Portal:Straftaten und Ermittlungsverfahren

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April 28, 2011

Datenklau bei Sony: Mehr als 75 Millionen Nutzer betroffen

Datenklau bei Sony: Mehr als 75 Millionen Nutzer betroffen

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Veröffentlicht: 10:37, 28. Apr. 2011 (CEST)
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Tōkyō (Japan), 28.04.2011 – Bei einem Hackerangriff auf die Plattform PlayStation Network des Elektronikkonzerns Sony vor zehn Tagen sind möglicherweise die persönlichen Daten von über 75 Millionen PlayStation-Nutzern gestohlen worden. Sony hat die entsprechenden Server daraufhin herunter gefahren, um weiterem Datendiebstahl vorzubeugen. Möglicherweise handelt es sich bei dem Vorgang um den größten Datenklau in der Geschichte.

Sowohl Namen, Geburtsdaten als auch Kontodaten könnten von den Hackern eingesehen werden. Laut stern.de räumt die Firma Sony ein, dass auch Kreditkarteninformationen und Kontodaten ausgespäht worden sein könnten: „Obwohl es derzeit keine Anzeichen dafür gibt, dass auf Kreditkarteninformationen widerrechtlich zugegriffen wurden, können wir diese Möglichkeit nicht gänzlich außer Betracht lassen“.

Noch ist jedoch nicht sicher, ob die sensiblen Daten auch kopiert wurden. Sony meldet, dass bis jetzt keine Schäden durch diesen Vorfall gemeldet wurden. Denkbar sei jedoch, dass Schadenersatzforderungen auf den Konzern zukämen. Es wird vermutet, dass die Hackergruppe „anonymus“ für den Vorfall veranwortlich ist. Die Hackergruppe hat das jedoch dementiert. Sascha Pfeiffer, Sicherheitsberater beim Softwareanbieter Sophos, wirft Sony Schlamperei vor: „Dass ein Datendiebstahl in diesem Ausmaß bei Sony möglich war, ist ein Zeichen großer Nachlässigkeit. So etwas kann nur passieren, wenn jemand schlampt.“ Auch dass die Hackergruppe Anonymus für den Angriff auf die Sony-Server verantwortlich ist, bezweifelt Pfeiffer: „Das war ein profitorientierter Angriff. Ich glaube nicht, dass dafür eine Gruppe wie Anonymous verantwortlich ist, die arbeiten anders und sind nicht an Gewinnmaximierung interessiert.“

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  • Portal:Internet

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April 16, 2011

Rotenburg: Nach Phishing-Attacke zahlreiche Schadsoftware auf PC entdeckt

Rotenburg: Nach Phishing-Attacke zahlreiche Schadsoftware auf PC entdeckt

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Veröffentlicht: 21:56, 16. Apr. 2011 (CEST)
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Rotenburg (Wümme) (Deutschland), 16.04.2011 – Während des Aufrufs der Onlinebankingseite ihrer Hausbank wurde eine Frau aus dem niedersächsischen Rotenburg an der Wümme aufgefordert, 100 Transaktionsnummern (TAN) einzugeben. Der Aufforderung kam sie nach. Nicht ohne Folgen. Nach vier Tagen fehlten 650 Euro auf ihrem Konto. Sie war auf eine Phishing-Attacke hereingefallen.

Immer wieder versuchen Täter über E-Mails oder Umleitung auf andere Seiten an Passwörter oder sonstige persönliche Daten, wie Transaktionsnummern zu kommen. Diese Seiten sehen sehr professionell aus und sind oft schwer als Fälschungen zu erkennen. Aktuelle Sicherheitssoftware kann einen Schutz bieten.

Der Computer der Frau wurde nach ihrer Anzeigenerstattung überprüft. Das Ergebnis: 3.800 Schadprogramme wurden gefunden. Es handelte sich um Viren, Würmer und Trojaner.

Die Polizei konnte die Herkunft der Popup-Seite ermitteln. Oft operieren die Täter aus dem Ausland und es gelingt ihnen, das Konto leerzuräumen bevor der Eingriff entdeckt wird.

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February 17, 2011

Hackerangriff auf kanadische Ministerien

Hackerangriff auf kanadische Ministerien

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Veröffentlicht: 19:51, 17. Feb. 2011 (CET)
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Ottawa (Kanada), 17.02.2011 – Wie der kanadische Fernsehsender CBC berichtet, gelang es Hackern im Januar, in die Computernetzwerke der kanadischen Regierung in Ottawa einzudringen. Zwei Ministerien, das Finanzministerium und das Ressort für Finanzverwaltung, wurden vorübergehend vom Netz genommen. Ziel des Hackerangriffs waren offenbar Passwörter der Regierung, die den Zugang zu den Finanzinformationen ermöglichen. Ein Sprecher der Finanzverwaltung bestätigte zwar den Angriff. Ob der Angriff jedoch von chinesischem Territorium ausgegangen ist, wie Medien berichtet hatten, wollte der Sprecher nicht bestätigen. Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums in Peking, Ma Zhaoxu, erklärte: „Die Vorwürfe, die chinesische Regierung unterstütze das Hacken von Computern, sind grundlos.“

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  • Portal:Computer

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December 12, 2010

Cyberwar um Wikileaks geht weiter

Cyberwar um Wikileaks geht weiter – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Cyberwar um Wikileaks geht weiter

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Veröffentlicht: 21:35, 12. Dez. 2010 (CET)
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London (Vereinigtes Königreich), 12.12.2010 – Nachdem in den vergangenen Tagen Hacker die Websites der Schweizer Postfinance und von Mastercard lahmgelegt hatten, führte die sich als „Anonymous“ bezeichnende Hackergruppe am Donnerstag auch Denial-of-Service-Attacken auf Visa sowie die Staatsanwaltschaft in Stockholm und den Anwalt der beiden schwedischen Frauen aus, die Julian Assange, dem Gründer von Wikileaks sexuelle Nötigung vorwerfen. Nachdem es den Hackern gelungen war, die Website von Mastercard zum Absturz zu bringen, hatten sie ihre Aktion gegen Visa angekündigt. Diese war am Mittwoch, dem 8. Dezember und am frühen Donnerstagmorgen nicht erreichbar. Solche DoS-Attacken sind in den meisten Staaten rechtswidrig. In den Niederlanden wurde inzwischen ein 16-Jähriger, der sich an den Attacken beteiligte, verhaftet. Der Teenager soll nach Polizeiangaben die Tat gestanden haben.

Pikant ist die Blockierung von Spendenzahlungen an den Datendienstleister Datacell, der für Wikileaks gespendetes Geld weiterleitet, durch die Finanzdienstleister Mastercard und Visa wegen der in Twitter verbreiteten Ankündung, Wikileaks werde in Kürze US-Botschaftsdokumente veröffentlichen, aus denen hervorgehe, wie die amerikanische Botschaft Anfang 2009 zugunsten dieser beiden Kreditkartenorganisationen gegen ein geplantes russisches Finanzmarktgesetz interveniert haben soll. In dem Schreiben heiße es, die Obama-Administration solle die russische Regierung dazu bringen, „den Text des Entwurfs zu ändern, um sicherzustellen, dass US-Finanzdienstleister nicht darunter leiden“. Datacell, ein schweizerisch-isländisches Unternehmen, hat inzwischen eine Klage gegen Visa und Mastercard angekündigt.

Ein Aktivist von „Anonymous“, der unter dem Namen Coldblood auftrat, jedoch nicht offiziell für die Hackergruppe sprach, sagte gegenüber der British Broadcasting Corporation (BBC), „wir meinen, dass es bei Wikileaks um mehr geht, als um das Veröffentlichen von Dokumenten, es wurde zu einem Kriegsschauplatz, zwischen dem Volk und der Regierung“. „Anonymous“ war 2008 durch Aktionen gegen Scientology erstmals aufgefallen. Die Hacker organisieren sich über Twitter und Facebook. Twitter hat den Account der Gruppe in der Nacht zum 9. Dezember ohne Angabe von Gründen geschlossen. Die BBC will herausgefunden haben, dass die letzte veröffentlichte Mitteilung ein Link zu einer Liste mit Mastercard-Kundendaten gewesen sei. Diese Liste hat sich Medienangaben zufolge inzwischen als gefälscht erwiesen.

Der Informationstechnologieexperte Paul Mutton vom Sicherheitsunternehmen Netcraft sagte, dass die Attacke gegen Visa etwa fünfmal soviele Teilnehmer erfordert habe, um die Website zum Stillstand zu bringen. Mastercard hat inzwischen bestätigt, dass Mastercards SecureCode, ein System, das zur sicheren Übermittlung von Transaktionsdaten verwendet wird, zeitweise gestört war. Zahlreiche Mastercard-Kunden hatten Probleme, ihre Kreditkarten einzusetzen, auch Onlinezahlungen waren zeitweise betroffen. Nach Mastercard-Angaben waren jedoch zu keiner Zeit Kundendaten gefährdet.

Ebenfalls ein Ziel der Aktivisten war das Unternehmen Paypal, das den bargeldlosen Zahlungsverkehr im Internet anbietet. Paypal hatte den Account von Wikileaks Ende der vergangenen Woche gesperrt. Osama Bedier von Paypal begründete den Schritt während der Konferenz Le Web in Paris mit dem Schreiben des US-Außenministeriums an Wikileaks vom 27. November, in dem die Aktivitäten der Whistleblower-Website in den Vereinigten Staaten für illegal beurteilt wurden. „Und als ein Ergebnis davon musste unsere Richtlinienabteilung über die Suspendierung deren Accounts entscheiden“, so Bedier.

Das US-Verteidigungsministerium wollte keine Angaben zu Berichten machen, nach denen es hinter DoS-Attacken auf Wikileaks stehe. Man wisse nicht, was die technischen Probleme bei Wikileaks verursacht habe, teilte ein Pressesprecher mit. Nach dem ein US-Provider die Internetadresse Wikileaks.org gesperrt hat, wird die Website von Wikileaks inzwischen unter mehr als tausend verschiedenen Adressen im Web gespiegelt.

Der Rechtsexperte der Bundestagsfraktion der Liberalen, Christian Ahrendt, kritisierte die Vereinigten Staaten wegen der „massiven Angriffe auf die Pressefreiheit“. Nach seinen Worten, die er gegenüber der Financial Times Deutschland äußerte, sei es „falsch, Wikileaks mundtot zu machen“. Auch der australische Außenminister Kevin Rudd griff die Vereinigten Staaten an. Das US-Außenministerium sei durch mangelhafte Geheimhaltungsmaßnahmen selbst für das Bekanntwerden der Botschaftsdepeschen verantwortlich.

Attackiert wurde auch die Website der US-Politikerin Sarah Palin. Diese hatte Assange als „anti-amerikanischen Agent, der Blut an den Händen hat“ bezeichnet und gefordert, ihn zu bekämpfen wie die Taliban. Zunehmend lebhafter wird inzwischen in den Vereinigten Staaten die Diskussion über ein rechtliches Vorgehen gegen Wikileaks und seine Informanten. Der Republikaner Mike Huckabee, der ehemalige Gouverneur von Arkansas, der sich bei den Vorwahlen zur Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2008 nicht gegen seinen Konkurrenten John McCain hat durchsetzen können, forderte, dass Informanten für Wikileaks hingerichtet werden sollen. Doch dürfte es recht schwierig sein, Wikileaks-Gründer Assange anklagen zu können.

Eine Anklage nach dem Anti-Spionage-Gesetz setzt eine Beteiligung des Australiers beim Diebstahl der Daten voraus. Die New York Times, die parallel zu Spiegel, The Guardian, Le Monde und El Pais an der Publikation der von Wikileaks veröffentlichten Dokumente beteiligt ist, stellte fest, dass es in der Geschichte der Vereinigten Staaten noch nicht zur Anklage und Verurteilung eines Journalisten gekommen ist, der ihm übergebenes, klassifiziertes Material veröffentlichte. Der unabhängige Senator Joseph Lieberman, auf dessen Initiative der Rauswurf der Wikileaks-Website von den Amazon-Servern zurückgehen soll, warf der angesehenen Zeitung deswegen einen „Akt schlechter Staatsbürgerschaft“ vor.

Für die Washington Post erscheint es zweifelhaft, dass es zu einer späteren Auslieferung Assanges an die Vereinigten Staaten komme, falls dieser aufgrund des internationalen Haftbefehls vom Vereinigten Königreich an Schweden ausgeliefert werde. Das schwedisch-amerikanische Auslieferungsabkommen sehe keine Auslieferung bei Straftaten mit politischem Hintergrund vor, außerdem sei es in Schweden einfach, politisches Asyl zu erlangen.

Der Anwalt von Julian Assange versicherte der Nachrichtenagentur Reuters, dass sein Mandant keine Anweisungen gegeben habe, Websites von Organisationen und Personen, die gegen ihn und Wikileaks Maßnahmen ergriffen haben, zu attackieren. „Natürlich ist es einfach zu glauben, dass es eine Verbindung zu Wikileaks gibt, aber wir können das nicht bestätigen“, zitierte die Nachrichtenagentur einen Juristen der schwedischen Justizbehörde. Dieser wies auch Vorwürfe zurück, die schwedische Staatsanwaltschaft beteilige sich an einer Intrige des US-Geheimdienstes zur Diskreditierung Assanges.

Der Australier stellte sich am 6. Dezember in London der Polizei, die ihn in Gewahrsam nahm, und wartet nun die Entscheidung ab, ob er an Schweden ausgeliefert wird. Die zuständige schwedische Staatsanwaltschaft hatte Assange über Interpol zur Fahndung ausschreiben lassen. Beim Haftprüfungstermin lehnte der Richter eine Freilassung auf Kaution ab. Nach einer Erklärung von Assanges Anwalt Mark Stephens liegt gegen Assange bisher keine Anklage vor, er solle lediglich zu einigen Vorwürfen vernommen werden. Dabei gehe es laut Stephens um einen „Streit über einvernehmlichen, aber ungeschützten Geschlechtsverkehr“. Den Angaben zweier Schwedinnen zufolge soll Assange mehrfach von ihnen ungeschützten Sex verlangt haben. Den Geschlechtsverkehr soll er außerdem erzwungen haben. Laut Medienberichten wären die beiden Schwedinnen mit geschütztem Sexualverkehr einverstanden gewesen.

„Anonymous“ hat inzwischen bekannt gegeben, die Attacken einzustellen. Man wolle sich jedoch an der Verbreitung von Botschaftsdepeschen beteiligen. Das geht aus einer Erklärung hervor, die in der Nacht zum 11. Dezember im Internet bekannt gemacht wurde.

Wikileaks hat nichts mit der Wikimedia Foundation zu tun, die unter anderem die Internet-Enzyklopädie Wikipedia betreibt und zu der auch Wikinews gehört.

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