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November 5, 2013

Massen-Überwachung: GCHQ und BND sollen kooperiert haben.

Massen-Überwachung: GCHQ und BND sollen kooperiert haben.

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Veröffentlicht: 05.11.2013, 00:19 (MEZ)
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Hauptquartier des GCHQ

Logo des Bundesnachrichtendienstes

Echelon-SIGINT-Anlage des DGSE in Domme

Radome der Bad Aibling Station

Berlin (Deutschland) / London (Vereinigtes Königreich) / Paris (Frankreich), 05.11.2013 – Nach einem Bericht des Guardian sollen die britischen Government Communications Headquarters (GCHQ), der Bundesnachrichtendienst (BND) und weitere europäische Geheimdienste in Frankreich, Spanien und Schweden bei der Entwicklung von Spionagetechniken für den Telefon- und Internetverkehr eng zusammengearbeitet haben.

Nach Unterlagen, die von Edward Snowden veröffentlicht wurden, haben sich die Geheimdienste gegenseitig bei der Internet-Überwachung unterstützt. Die GCHQ sollen dabei eine führende Rolle eingenommen haben und die anderen Partner-Organisationen auch darin beraten haben, wie nationale Gesetze zur Beschränkung geheimdienstlicher Aktivitäten umgangen werden können. Insbesondere der BND soll soll in der „Reinterpretation“ der strengen deutschen Datenschutzgesetze unterstützt worden sein.

Besonders hervorgehoben wurde andererseits die technische Kompetenz des deutschen Partners in der Überwachung schneller Glasfaserleitungen, die bei den anderen Partnerorganisationen nicht vorlag. Der Guardian zitierte dabei unter anderem einen GCHQ-Bericht aus dem Jahre 2008, der aufführte, dass die Deutschen Glasfaserleitungen mit einem Volumen von bis zu 100 GBit/s anzapfen könnten, während die Briten bis dahin nur Glasfaserkabel mit einer Kapazität von 10 GBit/s hätten erfassen können. Auch die Motivation, Kompetenz und Kooperationsbereitschaft des französischen Direction Générale de la Sécurité Extérieure (DGSE) wurde gelobt.

Laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung beschreiben die Enthüllungen eine „viel engere Kooperation des deutschen Geheimdienstes und anderer europäischer Partner mit den Briten als bisher angenommen“. James Clapper, der nationale Geheimdienstdirektor der USA hatte in der Vorwoche vor einem Ausschuss des Kongresses die Empörung der europäischen Regierungen als heuchlerisch bezeichnet. Im Sommer 2013 war bekannt geworden, dass der BND bereits länger Abhörergebnisse der von der NSA betriebenen Field Station 81 in Bad Aibling verwendet und Teile der Anlage nach deren Auflassung weitergenutzt hatte. Umgekehrt soll der BND seit 2007 in der Fernmeldeaufklärung gewonnene Daten an die NSA weitergeleitet haben.

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October 29, 2013

Lauschangriff auf Kanzlerinnenhandy: „So geht es gar nicht“

Lauschangriff auf Kanzlerinnenhandy: „So geht es gar nicht“

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Veröffentlicht: 00:02, 29.10.2013 (CET)
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Berlin (Deutschland), 29.10.2013 – Am 24. Oktober war bekannt geworden, dass ein für die Kommunikation in der CDU vorgesehenes unverschlüsseltes Mobiltelefon Angela Merkels abgehört wurde. Als Operationsbasis für die Lauschangriffe soll möglicherweise die Botschaft der Vereinigten Staaten in Berlin am Pariser Platz genutzt worden sein. Nach Unterlagen des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ standen das Handy der Kanzlerin und auch das ihres Vorgängers Gerhard Schröder seit dem Jahre 2002 auf einer Liste mit Aufklärungszielen des amerikanischen Geheimdienstes NSA.

Laut einem Bericht des Tagesspiegels soll US-Präsident Barack Obama sich telefonisch bei Merkel entschuldigt haben. Er habe dabei versichert, dass er den Lauschangriff gestoppt hätte, wenn er davon gewusst hätte. Dem widersprichen Recherchen des „Wall Street Journals“, nach denen Obama seit dem Sommer 2013 von den Abhörmaßnahmen der Kanzlerin und von 34 anderen internationalen Politikern gewusst haben soll, wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ in seiner Online-Ausgabe berichtet. Obama soll darauf hin das Ende der Aktion persönlich angegeordnet haben. Einen Bericht der „Bild am Sonntag“ vom 27. Oktober 2013, wonach Obama bereits vor 2010 persönlich von NSA-Chef Keith Alexander über den Lauschangriff informiert worden sei, hat der Geheimdienst mittlerweile dementiert.

Merkel teilte dem Demokraten mit, die Spähaktion sei „inakzeptabel“. Der Verteidigungsminister Thomas de Maizière der Union sagte in der ARD: „So geht es gar nicht!“ Vor dem EU-Gipfel am Donnerstag in Brüssel bekräftigte die Kanzlerin: „Ausspähen unter Freunden – das geht gar nicht.“

Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat wegen der Affäre den US-Botschafter John B. Emerson zu einem persönlichen Gespräch einbestellt, was einen ungewöhnlichen Vorgang im deutsch-amerikanischen Verhältnis darstellt. Die US-Regierung hat sich zunächst lange eines öffentlichen Kommentars enthalten.

Der Vorsitzende des parlamentarischen Kontrollgremiums, Thomas Oppermann (SPD), berief eine Sondersitzung am 24. Oktober ein, da „die Überwachungstätigkeit der NSA völlig aus dem Ruder gelaufen“ sei und „sich offenbar jenseits aller demokratischen Kontrolle“ befinde.

Am 28. Oktober hat das Weiße Haus die internen Ermittlungen bestätigt, allerdings ohne sich zu Einzelheiten zu äußern. Wie die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates, Caitlin Hayden, erklärte, sei die heutige Welt technisch stark miteinander verbunden, der Fluss von großen Datenmengen bisher einzigartig. „Aus diesem Grunde hat der Präsident uns beauftragt, unsere Überwachungskapazitäten zu überprüfen, auch bezüglich unserer engsten ausländischen Partner und Verbündeten“, wie Hayden erklärte. Unterdessen verteidigte der republikanische Politiker Peter King die Abhörprogramme amerikanischer Dienste im Ausland. „Wir machen das nicht zum Spaß“, erklärte er.

Die ARD meldet teilweise in Berufung auf eine Untersuchung des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“, dass die US-Botschaft in Berlin eine Abhörzentrale für das Regierungsviertel auf dem Dach habe. Dies legten Wärmemessungen nahe, die auf elektronische Anlagen in einem Dachaufbau schließen ließen. Bestätigt werden derartige Annahmen bei der ARD von dem Geheimdienstexperten Jam Bamford, der angibt, eine Spezialeinheit mit dem Kürzel „SCS“ übernehme derartige Aufgaben in Botschaften weltweit. Diese Aussage wird laut Spiegel auch von dem Abhörspezialisten Edward Snowden unterstützt, der auf eine Zusammenarbeit von NSA und CIA in diesen Dingen hingewiesen hat.

Bundesinnenminister Friedrich sprach in einem Interview mit den Tagesthemen angesichts der neuesten Entwicklungen von einer „Grenzüberschreitung“ durch die USA, die deutsches Recht auf deutschem Boden brechen würden. Er sieht die Erkenntnisse als „glaubhaft“ an und kündigte eine Strafverfolgung der Verantwortlichen an, wenn sie sich denn ermitteln ließen.

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October 6, 2013

Sicherheitslücke bei Wikimedia entdeckt

Sicherheitslücke bei Wikimedia entdeckt

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Veröffentlicht: 16:29, 6. Oktober 2013
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Logo der Wikimedia Foundation

San Francisco (Vereinigte Staaten), 06.10.2013 – Ein ehrenamtlicher Mitarbeiter entdeckte eine Sicherheitslücke in der Software von Wikimedia-Projekten am 1. Oktober 2013, und innerhalb von 15 Minuten wurden entsprechende Maßnahmen zum Schutz ergriffen. Betroffen waren rund 40.000 Benutzer der Projekte, die umgehend per E-Mail in englischer Sprache benachrichtigt wurden. Wikimedia betreibt verschiedene Projekte, das größte ist Wikipedia – die freie Enzyklopädie mit mehr als 20 Millionen Artikel in über 280 Sprachen und 450 Millionen Nutzern im Monat.

Hintergrund ist die Entwicklung zusätzlicher Tools und Auswertungen, die es ermöglichen in Echtzeit auf die Datenbanken von Wikimedia zuzugreifen. Dies ist von Wikimedia so unterstützt worden, doch dadurch wäre es seit Mai 2013 auch möglich gewesen, beispielsweise die E-Mail-Adressen von Benutzern auszuspionieren.

Die Passwörter selbst waren nicht sichtbar, jedoch deren Hashes. Mit einem Hash lässt sich ein Passwort prüfen, man kann sich mit dem Hash selbst jedoch nicht einloggen. Es wurde eine Änderung des Passworts empfohlen, da das Knacken eines Passworts zwar immer noch sehr schwer, aber doch leicht vereinfacht wurde.

Eine konkretere Gefahr ging von dem Umstand aus, dass auch die E-Mail-Adressen offen sichtbar waren. Abgesehen davon, dass sie an Spam-Datenbanken verkauft worden sein könnten, lassen sich mit Hilfe der E-Mail-Adresse Benutzernamen in manchen Fällen einer Person zuordnen. Es gab zwar keine Anhaltspunkte dafür, dass unberechtigte Zugriffe auf vertrauliche Benutzerdaten erfolgten, doch mussten unverzüglich Maßnahmen zum Schutz der Anonymität getroffen werden, denn die Anonymität ist eines der Grundrechte aller, die an Projekten der Wikimedia mitarbeiten.

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In diesem Artikel wird die Wikimedia Foundation oder eines ihrer Projekte erwähnt.
Auch Wikinews ist ein Projekt der Wikimedia Foundation.

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  • Portal:Wikimedia
  • Portal:Datenschutz

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July 2, 2013

Abhörmaßnahmen der NSA sorgen für Irritationen in Deutschland und Europa

Abhörmaßnahmen der NSA sorgen für Irritationen in Deutschland und Europa

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Veröffentlicht: 09:18, 2. Jul. 2013 (CEST)
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Siegel der NSA

Radome der Bad Aibling Station

Logo des PRISM-Programms

Berlin (Deutschland) / Brüssel (Belgien) / Washington, D.C. (USA), 02.07.2013 – Nachdem bekannt wurde, dass der US-amerikanische Geheimdienst NSA auch die Büros von EU-Einrichtungen und deutsche Netzknoten abhört, reagierten Politiker empört. Mittlerweile hat sich auch die Bundesanwaltschaft eingeschaltet.

Nach Informationen, die dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ vorgelegt wurden, hat die NSA im Rahmen des PRISM-Programms die diplomatische Vertretung der EU in Washington und die EU-Vertretung bei den Vereinten Nationen mit Wanzen abgehört. US-amerikanische Geheimdienste sollen auch für einen Lauschangriff in Brüssel verantwortlich sein. Dieser galt offenbar einer Fernwartungsanlage im Justus-Lipsius-Gebäude des EU-Ministerrats und des Europäischen Rats.

Am 30. Juni 2013 hat der deutsche Generalbundesanwalt Ermittlungen aufgenommen, um zu klären, ob es Anhaltspunkte für staatsschutzrelevante Delikte gibt. Unterdessen hat die Washington Post PowerPoint-Folien der NSA veröffentlicht, die zeigen, dass mit PRISM die Anwender der Onlinedienste von Microsoft, Google, Facebook, YouTube, Skype und anderen in Echtzeit überwacht werden können.

„Wenn die Medienberichte zutreffen, erinnert das an das Vorgehen unter Feinden während des Kalten Krieges“, so die Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP). Vizekanzler Philipp Rösler (FDP) forderte von Amerikanern und Briten Aufklärung, ob die Handlungen auch Wirtschaftsspionage einschlossen. „Als Bundesminister für Wirtschaft und Technologie sei mir der Hinweis gestattet: Ich gehe davon aus, dass die Informationsbeschaffung ausschließlich das Ziel hat, den Terrorismus zu bekämpfen“, so Rösler. Es erscheine jedoch fraglich, wie Verwanzungen und flächendeckende Lauschangriffe in Partnerländern mit Terrorabwehr gerechtfertigt werden sollen, so der Spiegel.

Die NSA ist in Deutschland aktiver als in anderen europäischen Ländern. Bis zum Jahre 2004 betrieb sie in Bad Aibling eine große Abhöranlage (Field Station 81), die erst auf Druck der Europäischen Union geschlossen wurde. Die Anlagen wurden dann nach Griesheim, Menwith Hill in Großbritannien und die Türkei verlegt. Nach einer vertraulichen Klassifikation betrachtet die NSA die Bundesrepublik zwar als Partner, zugleich aber auch als Angriffsziel. Deutschland gehört damit zu den „Partnern dritter Klasse“. Monatlich sollen in der Bundesrepublik rund eine halbe Milliarde Kommunikationsverbindungen wie Ferngespräche, E-Mails, SMS oder Chats überwacht werden.

Anfang Juni 2013 hatte der Whistleblower Edward Snowden die Existenz des PRISM-Programms bekanntgemacht. Vom FBI zur Fahndung ausgeschrieben hat er mittlerweile Asyl in Ecuador und der Russischen Föderation beantragt.

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June 27, 2011

Sächsischer Innenausschuss berät zu Handydatenerfassung

Sächsischer Innenausschuss berät zu Handydatenerfassung

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Veröffentlicht: 19:03, 27. Jun. 2011 (CEST)
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Einige Teilnehmer der Kundgebung vor dem Landtag.

Dresden (Deutschland), 27.06.2011 – Am Morgen des 27. Juni kam der Innen- und Rechtsausschuss des sächsischen Landtages zu einer Sondersitzung zusammen, um über die kürzlich bekannt gewordene massenhafte Anfrage und Speicherung von Handydaten am 19. Februar des Jahres zu beraten.

Wie nach einem Bericht der TAZ bekannt geworden ist, hatte die sächsische Polizei während der Proteste von und gegen Neonazis am 19. Februar Daten von Mobiltelefonen in mehreren Funkzellen in Dresden abgefragt und gespeichert. Die Daten sollten für Ermittlungen gegen Gewalttäter verwendet werden. Dabei wurden, wie inzwischen bekannt wurde, über eine Million Datensätze erfasst, von Demonstranten wie Anwohnern und anderen Unbeteiligten. Opposition und Datenschützer protestierten gegen diese umfangreiche Sammlung von Daten. Vertreter der Regierung wie Ministerpräsident Tillich kritisierten den intransparenten Umgang mit den Daten. Mehrere von der Erfassung ebenso betroffene Politiker und Journalisten legten vor dem Amtsgericht Beschwerde ein.

Während der nichtöffentlichen Sitzung des Ausschusses am Montagmorgen fand vor dem Gebäude eine Kundgebung statt, auf der die transparente Aufklärung der Vorfälle und ein zukünftig besserer Schutz vor solchen polizeilichen Maßnahmen gefordert wurde. Dabei wurde auch auf die Freiheit der Rede und die Demonstrationsfreiheit hingewiesen. Bis zu 40 Personen nahmen an der Kundgebung teil. Währenddessen wurde der Presse bekannt gegeben, dass der Dresdner Polizeipräsident versetzt wird. Innenminister Ulbig begründete dies mit der unzureichenden Weitergabe von Informationen über die Ermittlungen durch den Polizeipräsidenten.

Am Abend des Mittwochs, dem 29. Juni 2011, wird bei einer Fragestunde des sächsischen Landtags das polizeiliche Vorgehen am 19. Februar erneut thematisiert werden.

Quellen

Originäre Berichterstattung
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Dieser Artikel enthält Journalismus aus erster Hand. Details befinden sich auf der Diskussionsseite.

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June 16, 2011

Deutschland: Regierung rüstet auf im Kampf gegen Cyberattacken aus dem Internet

Deutschland: Regierung rüstet auf im Kampf gegen Cyberattacken aus dem Internet

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Veröffentlicht: 19:47, 16. Jun. 2011 (CEST)
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Bonn (Deutschland), 16.06.2011 – Die Ausspähung von Kundendaten bei der US-Großbank Citigroup, Hackerangriffe auf den Internationalen Währungsfonds oder den japanischen Elektronikriesen Sony – diese spektakulären Angriffe via Internet auf Unternehmen und internationale Institutionen bilden nur die Spitze eines Eisbergs. Ziel ist immer die Ausspähung von Daten, die illegale Gewinnung von Informationen aus unterschiedlichsten Motiven. Das deutsche Innenministerium (BMI) ist auch durch eine wachsende Zahl von Cyberattacken auf die Rechner deutscher Behörden beunruhigt. Der Verfassungsschutz berichtete über allein 1600 Angriffe im Zeitraum von Januar bis September 2010 – die meisten davon aus der Volksrepublik China. Täglich werden deutsche Regierungsnetze von vier bis fünf Trojanern angegriffen.

Mit der Einrichtung einer neuen Koordinierungsstelle will sich das Bundesinnenministerium in dieser Auseinandersetzung positionieren. Der deutsche Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) eröffnete heute das so genannte Nationale Cyber-Abwehrzentrum in den Räumen des ehemaligen Zentrums für Chiffrierwesen des Bundesnachrichtendienstes in Bonn-Mehlem. Bei der Pressekonferenz wies Friedrich auch auf die seiner Meinung nach wachsenden Gefahren für sensible Infrastrukturen wie Elektrizitätsnetze und Wasserversorgung hin.

Das neue Zentrum, das dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) untersteht, dient laut einer Pressemitteilung des BMI der Verbesserung des „Informationsaustausch[s] und zur besseren Koordinierung von Schutz- und Abwehrmaßnahmen gegen IT-Sicherheitsvorfälle“. Neben dem BSI stellen weitere Bundesbehörden die Mitarbeiter des Zentrums: das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) sowie die Bundeswehr. Mit im Boot sitzen auch die Bundespolizei (BPol) und das Zollkriminalamt (ZKA).

Kritiker warnen denn auch davor, das grundgesetzliche Gebot der Trennung von Polizei und Geheimdiensten bei der Arbeit der neuen Stelle aufzuweichen.

Das neue Cyber-Abwehrzentrum steht dabei auch im Kontext der wachsenden Computer- und Internetkriminalität in Deutschland, deren rasanter Anstieg zuletzt im Februar des Jahres durch die veröffentlichte Kriminalstatistik ausgewiesen wurde.

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May 9, 2011

Der Zensus 2011 hat begonnen

Der Zensus 2011 hat begonnen – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Der Zensus 2011 hat begonnen

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Veröffentlicht: 23:15, 9. Mai 2011 (CEST)
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Der Zensus 2011 hat begonnen
Und die Auswertung der Daten braucht etwa vier bis fünf Jahre, und danach sind die Daten zu einem erheblichen Teil veraltet.
Der Zensus 2011 hat begonnen

– Klaus Brunnstein[1], zitiert in: Proteststurm versus Desinteresse – Die Volkszählungen 1987 und 2011 lt. deutschlandradio.kultur

Berlin (Deutschland), 09.05.2011 – Heute beginnt in Deutschland der Zensus 2011. Bei dieser Volkszählung wird etwa ein Drittel der Bevölkerung befragt. Die Kosten für das umstrittene Projekt sollen sich auf 710 Millionen Euro belaufen. Anders als bei der letzten Volkszählung von 1987 gab es dieses Mal keine Massenbewegung zum Boykott der Volkszählung. Dennoch stehen viele Bürger der neuen Datenerhebung skeptisch gegenüber.

Einen großen Erfolg konnte die Bewegung gegen das Volkszählungsgesetz von 1983 immerhin erringen. Das Bundesverfassungsgericht erklärte Teile des damaligen Gesetzes für verfassungswidrig. Wegweisend war das damalige „Volkszählungsurteil“ deshalb, weil das Bundesverfassungsgericht auf der Grundlage bestehender Grundrechte (allgemeines Persönlichkeitsgrundrecht laut Grundgesetz (GG), Artikel 2 Absatz 1 und der Menschenwürde (Artikel GG) ein Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung anerkannte. Das so genannte Allgemeinwohl kann dieses Recht allerdings relativieren. Aufgrund einer Verordnung der Europäischen Union wird in allen Mitgliedsstaaten der EU ein Zensus durchgeführt. Die Modalitäten der Erhebung regelt jeder Mitgliedsstaat eigenständig.

In Deutschland besteht das Interesse der Statistikämter darin, verlässliche Zahlen über die tatsächliche Einwohnerzahl Deutschlands zu erhalten. Vermutet wird nämlich, dass sich unter den angenommenen 82,4 Millionen Einwohner einige Karteileichen befinden. Die Höhe von Bundeszuschüssen zu den Haushalten von Ländern und Gemeinden hängt nämlich wesentlich von der Einwohnerzahl dieser Gebietskörperschaften ab (Stichwort: „Länderfinanzausgleich“). Das Statistische Bundesamt schätzt, dass in Deutschland tatsächlich 1,3 Millionen Menschen weniger leben könnten als angenommen. Ein weiteres Argument, das als Grund der gegenwärtigen Volkszählung aufgeführt wird, ist die Gewinnung von verlässlichen Planungsdaten für Straßen, Stromnetze und andere bauliche Maßnahmen.

Der Zensus 2011 hat begonnen
Vielen Leuten ist das heute ziemlich egal, wenn sie lesen, dass sie diese Tracking-Software auf dem iPhone haben könnten – das finden viele Leute sogar gut. Die wollen sich zum Bier verabreden, und da müssen sie auch wissen, wer gerade in welcher Kneipe ist.
Der Zensus 2011 hat begonnen

– Klaus Brunnstein, zitiert in: Proteststurm versus Desinteresse – Die Volkszählungen 1987 und 2011 lt. ndr.de

Der Datenschutzbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein, Thilo Weichert, hält den heute beginnenden Zensus dennoch für überflüssig. Gesicherte Daten lägen in vielen Behörden vor, so den Meldeämtern, der Rentenversicherung, der Bundesanstalt für Arbeit und weiteren Verwaltungen. Durch Verbesserungen des Melderechts sei auch die Zuverlässigkeit der Melderegister in den vergangenen Jahren gestiegen. Von einem möglichen Missbrauch der erhobenen Daten geht jedoch auch Weichert nicht aus.

Kritik rief – vorgetragen vor allem durch den „Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung“ – die in den deutschen Fragebögen enthaltenen Fragen nach Religion, Glaubensbekenntnis und Migrationshintergrund hervor, die von der Europäischen Union gar nicht verlangt worden waren. Der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Roderich Egeler, entgegnete auf diese Kritik, man erhoffe sich durch diese Daten Aufschlüsse für die künftige Integrationspolitik in Deutschland. Die Skepsis gegenüber dem Zensus bleibt. Gert G. Wagner, Vorsitzender der Zensuskommission, erhielt von kritischen Datenschützern Anfang April den Big Brother Award verliehen. Kritiker sehen den Datenschutz nach wie vor nicht gewährleistet. Von ihnen wird unter anderem eine mögliche Zweckentfremdung der Daten befürchtet und die Möglichkeit der Zusammenführung von Daten aus verschiedenen Quellen sowie die Gefahr, dass die sogenannte Rückspeicherung der korrigierten Datensätze in die Register-Datenbänke befragte Einzelpersonen identifizierbar machen könnte.

Trotz dieser Kritik bleibt der Widerstand gegen das Statistikprojekt eher marginal. Im Internet lassen sich eine Reihe von Boykottaufrufen finden. Eine große Volksbewegung wie 1987 ist nicht zu erwarten. Wer trotzdem boykottiert, muss mit Geldbußen bis zu 5.000 Euro rechnen.

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Einzelnachweise

  1. Klaus Brunnstein ist deutscher Informatiker und Politiker, der 1983 Mitiniator einer Klage gegen das Volkszählungsgesetz gewesen ist.

Quellen

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April 27, 2011

Speicherung von Nutzerdaten: Apple gibt Softwarefehler zu

Speicherung von Nutzerdaten: Apple gibt Softwarefehler zu

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Veröffentlicht: 19:28, 27. Apr. 2011 (CEST)
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Cupertino (Vereinigte Staaten), 27.04.2011 – Sechs Tage, nachdem bekannt wurde, dass die Firma Apple Nutzerdaten in einer unverschlüsselten Datei auf dem iPhone und dem iPad speichert, reagierte jetzt das Unternehmen aus Cupertino mit einem Eingeständnis: Ein Softwarefehler sei dafür verantwortlich, dass bestimmte Daten, die bei der Nutzung des iPhones entstünden, in unverschlüsselter Form und länger als nötig gespeichert würden. Zugleich dementierte Apple, dass diese Nutzerdaten die Erstellung eines Bewegungsprofils ermöglichten. Es würden, so Apple, nicht der Standort des Benutzers, sondern lediglich Daten von WLAN-Hotspots und Funkmasten in der Nähe des benutzten Mobiltelefons gespeichert.

Redakteure von heise online bestätigten diese Darstellung von Apple im Wesentlichen. Versuche hätten ergeben, dass der Zeitstempel nur besage, wann die Daten einer bestimmten Funkzelle zuletzt aktualisiert worden seien. Dafür müsse der Anwender nicht unbedingt in der Nähe dieser Funkzelle gewesen sein, so heise online. Auch seien die Algorithmen, die dem Zeitpunkt der jeweiligen Speichervorgänge zugrunde lägen, recht undurchschaubar, so dass die Erstellung von Bewegungsprofilen zumindest sehr schwierig sei. Allerdings lasse sich die Aktualisierung der Ortungsdienste auch bei der Abschaltung dieses Features durch den Nutzer nicht vollständig unterbinden.

Die Speicherung der genannten Daten dient laut Apple den auf dem Handy vorhandenen Applikationen (Apps) dazu, den aktuellen Aufenthaltsorts des iPhones zu bestimmen, ohne auf aktuelle GPS-Daten zurückgreifen zu müssen. Apple gab zu, dass diese gespeicherten Daten in unverschlüsselter Form gespeichert würden, wodurch es anderen Benutzer theoretisch möglich sei, darauf zuzugreifen. An Apple würden die Daten jedoch nur in anonymisierter Form übertragen. Drittanbieter hätten keinen Zugriff auf die unverschlüsselten Daten.

Apple kündigte innerhalb der nächsten Wochen ein Software-Update an, das die Größe der auf dem Mobiltelefon gespeicherten Daten beschränke, so dass die entsprechenden Daten künftig nicht mehr länger als sieben Tage gespeichert würden. In der nächsten Aktualisierung des Handy-Betriebssystems iOS soll außerdem gewährleistet werden, dass die Daten künftig in verschlüsselter Form gespeichert werden. Die entsprechende Datei soll dann auch nicht mehr auf Computern gespeichert werden, mit denen das Mobiltelefon verbunden wird. Die Abschaltung der Lokalisierungsdienste durch den Nutzer soll dann auch dazu führen, dass entsprechende Daten von WLAN-Hotspots und Funkmasten nicht mehr gesammelt werden.

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Quellen

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April 21, 2011

Datenschutz: iPhone und iPad speichern Nutzerbewegungsdaten unverschlüsselt

Datenschutz: iPhone und iPad speichern Nutzerbewegungsdaten unverschlüsselt

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Veröffentlicht: 18:28, 21. Apr. 2011 (CEST)
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Das Apple iPhone

Santa Clara (Vereinigte Staaten), 21.04.2011 – Ein Vortrag der beiden IT-Experten Alasdair Allan und Pete Warden auf der Internetkonferenz „Where 2.0“, die zurzeit in Santa Clara (Kalifornien) stattfindet, sorgt für internationale Aufmerksamkeit. Die bei Konsumenten äußerst beliebten Kommunikationsgeräte der Firma Apple Inc., das iPhone und das iPad, sammeln Bewegungsdaten ihrer Nutzer und legen sie unverschlüsselt in der Datei „consolidated.db“ ab. Jeder, der Zugang zu dieser Datei erhält, kann sie praktisch lesen und daraus ein Bewegungsprofil des Nutzers des zugehörigen Geräts erstellen. Denn die Geräte speichern Längen- und Breitengrad in Verbindung mit einem Zeitstempel anhand der Position der am nächsten gelegenen Handyfunkzelle. Laut Allan und Warden ist diese Funktion zusammen mit der Implementierung des Betriebssystems iOS 4 in die Technologie der Apple-Kommunikationsgeräte aufgenommen worden. In früheren Versionen der Handy-Software waren diese Funktionen noch nicht vorhanden.

Da die Daten im XML-Format vorliegen, lassen sie sich leicht editieren. Das taten Allan und Warden. Auf seiner Internetseite stellte Pete Warden seinen „iPhone tracker“[1] vor – ein kleines Programm, das man sich im Internet herunterladen kann. Das Open Source-Programm liest die Daten aus der unverschlüsselten Datei consolidated.db aus dem Apple-Handy und stellt sie grafisch dar. Dabei wird eine OpenStreetMap-Karte aus dem Internet geladen, die als Hintergrund eingeblendet wird. (Inzwischen liegt auch eine Windowsversion des iPhone-Trackers vor.[2]) Nun lässt sich sehr einfach verfolgen, wo der Nutzer des Handys zu welchem Zeitpunkt gewesen ist, kurz gesagt: ein Bewegungsprofil. Für Sicherheitsbehörden ein durchaus interessantes Feature, ähneln die so dargestellten Daten doch stark den Daten, die im Zusammenhang mit der Erhebung von Verbindungsdaten im Rahmen der sogenannten Vorratsdatenspeicherung in Deutschland diskutiert worden sind. Zur Nutzung solcher Verbindungsdaten ist – zumindest in Deutschland – allerdings ein Gerichtsbeschluss erforderlich.

Die Firma Apple Inc. äußerte sich zu dem Vorgang bisher nicht. Der Hamburger Chaos Computer Club bezeichnet Mobiltelefone allerdings schon länger als „Ortungswanzen“. Die Hamburger Zeitung „Die Zeit“ stellte in ihrer Online-Ausgabe einmal vor, wie es durch die bei den Telekommunikationsunternehmen gespeicherten Bewegungsdaten möglich wird, den gläsernen Bürger zu schaffen. Der Grünen-Politiker Malte Spitz stellte die Rohdaten aus seinem Handy zur Verfügung, die der Politiker zunächst auf dem Klagewege von seinem Provider, der Deutschen Telekom, einfordern musste. Es handelte sich um den Zeitraum vom August 2009 bis Februar 2010 und lag als Excel-Datei mit 35.831 Zeilen vor. Durch Synchronisierung der Daten mit den öffentlichen Terminen des Politikers laut seiner Webseite sowie weiteren Daten, die im Netz abrufbar sind, konnte so ein komplettes Bewegungsprofil mit allen Gewohnheiten, Aufenthaltsorten, bevorzugten Verkehrsmitteln und weiteren Einzelheiten erstellt werden. Die Zeitung kommt zu dem lapidaren Schluss: „Es zeigt ein Leben.“

Mit Hilfe der Daten auf jedem iPad und iPhone lassen sich solche Bewegungsprofile im Handumdrehen von jedem Nichtfachmann erstellen. Gulli.com weist darauf hin, dass sich Apple bereits anlässlich der „Big Brother Awards 2011“ kritischen Fragen stellen musste. Im Zentrum der Kritik stand der Vertrag, den jeder Nutzer mit Apple abschließen muss, wenn er das Gerät nutzen will. Im „Kleingedruckten“ stimmt der Endgerätebenutzer einer Klausel zu, worin er sich verpflichtet der „Verarbeitung und Weitergabe von anonymisierten Ortungsdaten“ zuzustimmen. Apple gehörte zusammen mit der Daimler AG, Facebook, dem Deutschen Zoll, der Zensuskommission, dem Verlag für Wissen und Information, Niedersachsens Innenminister Schünemann und der Modemarke Peuterey zu den unrühmlichen Gewinnern dieser Auszeichnung.

Die beiden Mitglieder des US-Repräsentantenhauses Edward J. Markey (Demokrat aus Massachussets) und Joe Barton (Republikaner aus Texas) forderten bereits 2010 das Recht auf informationelle Selbstbestimmung auch gegenüber Apple ein. Sie fordern „Transparenz, Zustimmung und Kontrolle des Verbrauchers“[3] über seine Daten. In seiner Antwort auf die Nachfrage der beiden Abgeordneten antwortete Apple: „Um lokale Dienste für Apple-Produkte bereitzustellen, können Apple und seine Partner und Lizenznehmer genaue Ortsdaten sammeln, einschließlich von Echtzeitdaten Ihres Computers oder Apple-Gerätes. Diese Ortsdaten werden anonym in einer Form gesammelt, bei der Sie nicht persönlich identifiziert und die von Apple und seinen Partnern und Lizenznehmern benutzt werden, um lokale Dienste zu betreiben und zu verbessern.“[4]

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Fußnoten

  1. petewarden.github.com
  2. chip.de: iPhoneTrackerWin (21.04.2011)
  3. im engl. Original: „transparency, consumer consent, and consumer control“ lt. markey.house.gov (19.06.2010)
  4. engl. Originalzitat: „To provide location-based services on Apple products, Apple and our partners and licensees may collect, use, and share precise location data, including the real-time location of your Apple computer or device. This location data is collected anonymously in a form that does not personally identify you and is used by Apple and our partners and licensees to provide and improve location-based products services“, zitiert lt. markey.house.gov (PDF-Dokument)

Quellen

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April 16, 2011

Rotenburg: Nach Phishing-Attacke zahlreiche Schadsoftware auf PC entdeckt

Rotenburg: Nach Phishing-Attacke zahlreiche Schadsoftware auf PC entdeckt

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Veröffentlicht: 21:56, 16. Apr. 2011 (CEST)
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Rotenburg (Wümme) (Deutschland), 16.04.2011 – Während des Aufrufs der Onlinebankingseite ihrer Hausbank wurde eine Frau aus dem niedersächsischen Rotenburg an der Wümme aufgefordert, 100 Transaktionsnummern (TAN) einzugeben. Der Aufforderung kam sie nach. Nicht ohne Folgen. Nach vier Tagen fehlten 650 Euro auf ihrem Konto. Sie war auf eine Phishing-Attacke hereingefallen.

Immer wieder versuchen Täter über E-Mails oder Umleitung auf andere Seiten an Passwörter oder sonstige persönliche Daten, wie Transaktionsnummern zu kommen. Diese Seiten sehen sehr professionell aus und sind oft schwer als Fälschungen zu erkennen. Aktuelle Sicherheitssoftware kann einen Schutz bieten.

Der Computer der Frau wurde nach ihrer Anzeigenerstattung überprüft. Das Ergebnis: 3.800 Schadprogramme wurden gefunden. Es handelte sich um Viren, Würmer und Trojaner.

Die Polizei konnte die Herkunft der Popup-Seite ermitteln. Oft operieren die Täter aus dem Ausland und es gelingt ihnen, das Konto leerzuräumen bevor der Eingriff entdeckt wird.

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Quellen

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