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June 2, 2005

Südamerika: Parlamentswahlen in Suriname

Südamerika: Parlamentswahlen in Suriname

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Paramaribo (Suriname), 02.06.2005 – Im südamerikanischen Suriname wurde am Mittwoch, den 25. Mai 2005, ein neues Parlament gewählt.

Bei diesen Wahlen unterlag die Neue Demokratische Partei des früheren Machthabers der ehemaligen niederländischen Kolonie, Desi Bouterse. Er hatte 1980 während eines Putsches die Macht ergriffen.

Nach den ersten Auszählungen am Donnerstag gab die Wahlkommission ein vorläufiges Ergebnis bekannt. Demnach hat sich die regierende Koalition von Präsident Ronald Venetiaan durchgesetzt. Die Parteien der regierenden Neuen Front konnten zwar ihre bisherigen Sitze im Parlament nicht komplett erhalten, sind aber mit mindestens 23 von 51 Sitzen in der Nationalversammlung immer noch stärkste Partei.

Bouterses Partei konnte zwar deutliche Gewinne erzielen, mit lediglich 15 Sitzen hat er aber keine Mehrheit. Um einen neuen Präsidenten wählen zu können, braucht die vorschlagende Partei eine Zweidrittelmehrheit. Die Neue Front von Präsident Venetiaan muss daher Bündnisse mit kleineren Parteien eingehen.

Die Aufstellung der Partei des Ex-Diktators Bouterse verstimmte die USA und die Niederlande. Die beiden Länder sind die wichtigsten Entwicklungshelfer für das südamerikanische Land. Sie haben angekündigt, sollte Bouterse die Macht in Suriname wieder übernehmen, ihre finanzielle Unterstützung in Millionen Höhe auszusetzen. In Suriname leben rund 480.000 Einwohner, die die Hilfe anderer Staaten benötigen.

Quellen

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December 9, 2004

Südamerikanische Staaten gründen eine Gemeinschaft nach dem Vorbild der EU

Südamerikanische Staaten gründen eine Gemeinschaft nach dem Vorbild der EU

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Artikelstatus: Fertig 9. Dez. 2004 (CET)
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Südamerika

Cuzco (Peru), 09.12.2004 – Zwölf Länder haben nach dem Vorbild der Europäischen Union (EU) eine wirtschaftliche und politische Vereinigung Lateinamerikas gegründet. Die Vereinigung bezeichnet sich als „Südamerikanische Nationengemeinschaft“ (CSN). Staatschefs und Diplomaten dieser Länder unterschrieben dazu in der peruanischen Stadt Cuzco die so genannte „Deklaration von Cozco“, in der sie ihren Willen zur „Integration, Einheit und zum Aufbau einer gemeinsamen Zukunft“ besiegelt haben.

Anwesend bei der Zeremonie waren die Präsidenten von Brasilien, Kolumbien, Bolivien, Chile, Venezuela, Peru, Suriname und Guyana. Die Staatschefs von Argentinien, Uruguay, Paraguay und Ecuador entsandten Diplomaten als Vertreter.

Ziel dieser Nationengemeinschaft ist die wirtschaftliche Stärkung der südamerikanischen Region. Die Regierungen der teilnehmenden Länder verpflichteten sich dazu, ihre Politik untereinander abzustimmen und den Handel zu liberalisieren.

In der Gemeinschaft, zu der die oben genannten zwölf Länder zählen, leben insgesamt 360 Millionen Menschen. Basis für die Gemeinschaft waren die bereits bestehenden Gemeinschaften: die Andengemeinschaft CAN, sowie Mercosur.

Als erste Maßnahme hat die neu gegründete „Südamerikanischen Nationengemeinschaft“ ein Abkommen zum Bau der 1.200 Kilometer langen Straßenverbindung „Transoceánica“ vom Atlantik bis zum Pazifik unterzeichnet.

Das Gründungsdatum der „Comunidad Sudamericana de Naciones“ am 09.12.2004 wurde bewusst gewählt, um an eine entscheidende Schlacht gegen das spanischen Kolonialheer vor 180 Jahren zu erinnern.

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Quellen

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