WikiNews de

August 6, 2010

Überraschende Einigung von Mercosur

Überraschende Einigung von Mercosur – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Überraschende Einigung von Mercosur

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 09:00, 6. Aug. 2010 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Buenos Aires (Argentinien), 06.08.2010 – Die Mitgliedsstaaten von Mercosur, dem gemeinsamen Markt Südamerikas, haben beim 39. Gipfeltreffen letzten Dienstag in San Juan, Argentinien, entgegen aller Erwartungen ein Zollabkommen vereinbart. Es wird erwartet, dass nun auch die Freihandelsgespräche mit der Europäischen Union zügiger als bisher vorangehen werden. Ein Freihandelsabkommen mit Ägypten wurde ebenfalls angekündigt.

Vor allem die Einigung zur Abschaffung des doppelten Zolls, der bisher erhoben wurde, wenn Waren von außerhalb des gemeinsamen Marktes in ein Mitgliedsland eingeführt und anschließend in ein weiteres Mitgliedsland weiterverkauft wurden, bedeutete den Durchbruch bei den Verhandlungen.

Der demnächst aus seinem Amt scheidende brasilianische Präsident Lula da Silva ist davon überzeugt, dass in Zukunft vor allem eine Erweiterung der Handelsgemeinschaft notwendig sein wird. Derzeit besteht der gemeinsame Markt Südamerikas aus den Mitgliedsländern Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay, den assoziierten Ländern Chile, Kolumbien, Peru und Ecuador sowie den beiden Beitrittskandidaten Venezuela und Bolivien. Aber auch ein Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union hat für den brasilianischen Präsidenten hohe Priorität. Die Gespräche zwischen den Mitgliedsstaaten von EU und Mercosur dauern mit Unterbrechungen bereits seit 1999, und eine Einigung würde eine der größten Freihandelszonen der Welt mit 700 Millionen Menschen und einem Handelsvolumen von 100 Milliarden Euro schaffen. Bisher scheiterte das Abkommen aber vor allem an der Furcht europäischer Landwirte und Agrarpolitiker vor billigen Fleischimporten aus den Mercosur-Staaten.

Sowohl die Präsidentin von Argentinien, Cristina Fernández de Kirchner, wie auch der uruguayische Präsident José Mujica zeigten sich hocherfreut über den positiven Abschluss der Verhandlungen.

Überschattet wurde der Gipfel allerdings vom Konflikt zwischen Venezuela und Kolumbien. Der venezolanische Präsident Hugo Chávez ließ sich aus Krankheitsgründen entschuldigen und blieb dem Gipfel fern. Quellen aus Venezuela zufolge könnte ein Zusammenhang mit der Abwesenheit des Argentiniers Néstor Kirchner beim Treffen der Außenminister der Mitgliedsstaaten von UNASUR, der Union Südamerikanischer Nationen, am 29. Juli in Quito, Ecuador, bestehen. Néstor Kirchner wurde erst kürzlich zum ersten Generalsekretär von UNASUR gewählt, einer Organisationen die sich bei Konflikten zwischen ihren Mitgliedsstaaten einschalten sollte.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 9, 2004

Südamerikanische Staaten gründen eine Gemeinschaft nach dem Vorbild der EU

Südamerikanische Staaten gründen eine Gemeinschaft nach dem Vorbild der EU

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 9. Dez. 2004 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Südamerika

Cuzco (Peru), 09.12.2004 – Zwölf Länder haben nach dem Vorbild der Europäischen Union (EU) eine wirtschaftliche und politische Vereinigung Lateinamerikas gegründet. Die Vereinigung bezeichnet sich als „Südamerikanische Nationengemeinschaft“ (CSN). Staatschefs und Diplomaten dieser Länder unterschrieben dazu in der peruanischen Stadt Cuzco die so genannte „Deklaration von Cozco“, in der sie ihren Willen zur „Integration, Einheit und zum Aufbau einer gemeinsamen Zukunft“ besiegelt haben.

Anwesend bei der Zeremonie waren die Präsidenten von Brasilien, Kolumbien, Bolivien, Chile, Venezuela, Peru, Suriname und Guyana. Die Staatschefs von Argentinien, Uruguay, Paraguay und Ecuador entsandten Diplomaten als Vertreter.

Ziel dieser Nationengemeinschaft ist die wirtschaftliche Stärkung der südamerikanischen Region. Die Regierungen der teilnehmenden Länder verpflichteten sich dazu, ihre Politik untereinander abzustimmen und den Handel zu liberalisieren.

In der Gemeinschaft, zu der die oben genannten zwölf Länder zählen, leben insgesamt 360 Millionen Menschen. Basis für die Gemeinschaft waren die bereits bestehenden Gemeinschaften: die Andengemeinschaft CAN, sowie Mercosur.

Als erste Maßnahme hat die neu gegründete „Südamerikanischen Nationengemeinschaft“ ein Abkommen zum Bau der 1.200 Kilometer langen Straßenverbindung „Transoceánica“ vom Atlantik bis zum Pazifik unterzeichnet.

Das Gründungsdatum der „Comunidad Sudamericana de Naciones“ am 09.12.2004 wurde bewusst gewählt, um an eine entscheidende Schlacht gegen das spanischen Kolonialheer vor 180 Jahren zu erinnern.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Südamerika

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.