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September 3, 2006

Opferzahl nach Absturz eines Passagierflugzeugs im Iran korrigiert

Opferzahl nach Absturz eines Passagierflugzeugs im Iran korrigiert

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Artikelstatus: Fertig 21:55, 3. Sep. 2006 (CEST)
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Mashhad (Iran), 03.09.2006 – Die Zahl der Menschen, die bei dem Flugzeugabsturz am Freitag im Iran ums Leben kamen, hat sich nach den letzten Meldungen der Nachrichtenagenturen verringert. Reuters berichtet nun von „mindestens 30“ Toten. Bei den ersten Meldungen vorgestern war noch von 80 bzw. 90 Toten die Rede. Reuters bezieht sich dabei auf die Angaben des staatlichen Fernsehens. Insgesamt seien 148 Insassen an Bord gewesen, 62 davon wären unverletzt geblieben. Die Anzahl der geborgenen Leichen betrage demnach 30. Das iranische Transportministerium teilte darüber hinaus mit, dass alle Besatzungsmitglieder das Unglück überlebt haben.

Die dpa präsentiert wieder eine andere Zahl. Sie spricht in der Meldung, die unter anderem von der sz-online verbrietet wird, von „mindestens 28 Menschen“. Der Gouvaneur habe demnach außerdem bestätigt, dass ein Reifen geplatzt sei. Die Unglücksursache muss aber noch untersucht werden, unter anderem, warum ein großes Loch in der Mitte des Rumpfes klafft.

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Quellen

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September 1, 2006

Viele Tote bei Absturz einer Passagiermaschine im Iran

Viele Tote bei Absturz einer Passagiermaschine im Iran

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Artikelstatus: Fertig 23:24, 1. Sep. 2006 (CEST)
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Mashhad (Iran), 01.09.2006 – Bei einem Absturz einer Passagiermaschine vom Typ „Tupolew 154“ im Iran sind heute mindestens 80 Menschen ums Leben gekommen. Einige Quellen, wie etwa Stern-Online, nennen eine Zahl von 90 Opfern. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie aus dem mittleren Teil des Rumpfes von Rettungskräften verkohlte Leichname geborgen wurden. Mindestens 40 Schwerverletzte wurden in die Krankenhäuser transportiert. 50 bis 60 Passagiere sollen den Absturz überlebt haben. Insgesamt befanden sich 147 Menschen an Bord. Das Flugzeug wird von der Gesellschaft Iran Air Tours betrieben und startete in der Stadt Bandar Abbas.

Der Unglücksort liegt im Nordosten des Landes. Nach einem missglückten Landeversuch gegen 13:10 Uhr MESZ auf dem Flughafen Mashhad, bei dem das Flugzeug seitlich von der Landebahn abgekommen war, geriet es in Brand.

Die Verkehrsflugzeugflotte des Iran gilt als völlig veraltet. Nach der islamischen Revolution von 1979 hatten die USA Sanktionen gegen den Iran verhängt, die es auch der Firma Boeing untersagten, Flugzeugteile in den Iran zu liefern. Weil die Firma Airbus ebenfalls Flugzeugteile aus den Vereinigten Staaten bezieht, musste sich die Firma ebenfalls an das US-Embargo gegen den Iran halten. Im Rahmen des Angebotspakets an den Iran in den Verhandlungen um die Urananreicherung waren auch Handelserleichterungen für die Firmen Airbus und Boeing enthalten.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Luftfahrt
  • Portal:Iranisches Atomprogramm

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December 25, 2005

Menge der im Iran sichergestellten Drogen erreicht neue Dimension

Menge der im Iran sichergestellten Drogen erreicht neue Dimension

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Nord-östliche Provinz Razavi-Chorasan

Mashhad (Iran), 25.12.2005 – Wie die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA Sonntagmittag bekanntgab, haben Drogenfahnder innerhalb der letzen zwei Tage 8.777 Kilogramm Opium in der nord-östlich gelegenen Provinz Razavi-Chorasan beschlagnahmt. Der Iran, der selbst über zwei Millionen Abhängige im Land hat, bildet einen der Hauptwege der Droge auf dem Weg von Afghanistan nach Europa.

In einem Haus in Torbat-e Jam konnte die Polizei 8.520 Kilogramm Opium sicherstellen, weitere 252 Kilogramm befanden sich in einem Fahrzeug auf dem Grundstück, und in der Grenzstadt Taybad fand sie acht Kilogramm der Droge bei einem afghanischen Staatsangehörigen.

Erst vor zwei Wochen berichtete die Nachrichtenagentur von einem größeren Fund in der selben Provinz an der afghanischen Grenze. In der angrenzenden Provinz Süd-Chorasan beschlagnahmte die Polizei nur Tage zuvor auch fast eine halbe Tonne Opium, Bargeld und Munition. Zwischen März und Anfang Dezember 2005 wurden allein in der Provinz Kerman 14 Tonnen sichergestellt, 24 Schmuggler erschossen und 1145 Drogenhändler verhaftet.

Roberto Arbitrio, der Koordinator zuständigen UNO-Behörde United Nations Office on Drugs and Crime im Iran, meldete schon vor mehreren Wochen einen neuen Rekord bei beschlagnahmten Drogen. Die Dimension der Drogenabhängigkeit im Land kommentierte er mit: „Wir haben den Höhepunkt noch nicht erreicht.“ Laut UN-Weltdrogenreport 2005 hat der Iran mit 2,8 Prozent der Bevölkerung seit über 15 Jahren die höchste Rate für Opiumabhängigkeit weltweit, gefolgt von der Inselrepublik Mauritius und Kirgisistan. Täglich werden landesweit etwa vier Tonnen Opium verbraucht. Azarakhsh Mokri, Direktor des Nationalen Zentrums für Studien der Drogenabhängigkeit INCAS an der Iran University of Medical Sciences and Health Services in Teheran, schätzt, dass ungefähr 20 Prozent der erwachsenen Bevölkerung irgendwie mit Drogen in Verbindung stehen.

Als die Taliban ab dem Jahr 2000 die Schlafmohn-Produktion in Afghanistan einschränkten, stiegen die Opiumpreise, und viele jugendliche Konsumenten wechselten zum billigeren Heroin. Die geschätzte Anzahl der stark Abhängigen dieser Droge beträgt über 200.000 Menschen. Die Injektion dieser Droge mit einer Spritze ist die Hauptursache für die Verbreitung des HIV-Virus im Iran. In Persepolis, der einzigen Ausgabestelle in der Hauptstadt Teheran, die von einer NGO betrieben wird, werden etwa 300 Menschen in einem Modellprojekt Methadon verabreicht.

Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte am 6. November bei einem Treffen der nationalen Drogenkommission IDCH sinkende Zahlen von Drogensüchtigen verkündet. Andere Quellen sprachen hingegen von falschen Zahlen. Ab April 2005 starben laut IDCH 2299 Menschen an den Folgen von Drogenmissbrauch. Dies entspricht einer Steigerung von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Nur die Monate Juli und August betrachtet, liegt die Steigerungsrate sogar bei 48 Prozent.

Hauptquelle des Rauchgiftes ist das benachbarte Afghanistan, aus dem auch synthetische Drogen in das Land kommen. Am 24. November beschlagnahmte die Polizei 66 Kilogramm Amphetamine, die in der Klimaanlage eines Busses versteckt waren, der aus der benachbahrten afghanischen Herat-Provinz kam. Angaben der UNODC zufolge verlassen 60 Prozent der im Nachbarland produzierten Drogen das Gebiet Richtung Iran. Auf einem Treffen der Außenminister beider Länder im letzten Monat war das Thema Drogenschmuggel auf der Tagesordnung. Am 23. November unterzeichneten der iranische Außenminister Manutschehr Mottaki und sein afghanischer Kollege Abdullah Abdullah eine gemeinsame Absichtserklärung, die unter anderem eine verstärkte Kontrolle der Grenze vorsieht.

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July 23, 2005

Iran: Zwei Jugendliche hingerichtet

Iran: Zwei Jugendliche hingerichtet – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Iran: Zwei Jugendliche hingerichtet

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Karte des Iran

Mashhad (Iran), 23.07.2005 – Zwei männliche Jugendliche wurden am 19. Juli 2005 in Mashhad im Iran hingerichtet. Die Hinrichtung durch Erhängen fand öffentlich statt. Vor der Hinrichtung waren die beiden 14 Monate im Gefängnis, weiterhin wurden sie mit jeweils 228 Peitschenhieben öffentlich gefoltert.

Von offizieller iranischer Seite wurden folgende Begründungen für die Hinrichtung angegeben:

  • einvernehmliche homosexuelle Handlungen
  • Trinken von Alkohol
  • Störung der öffentlichen Ruhe
  • Diebstahl
  • sexueller Übergriff auf einen 13-Jährigen

Ayaz Marhoni, 18, und Mahmoud Asgari, 16, gaben in ihrer Verteidigung an, dass zwischen den meisten männlichen Jugendlichen sexuelle Handlungen stattfinden würden und dass sie nicht gewusst hätten, dass homosexuelle Handlungen mit dem Tod bestraft werden. Drei weitere Jugendliche werden derzeit von der iranischen Polizei gesucht. Sollten sie gefasst werden, droht ihnen ebenfalls die Hinrichtung. Im Iran stehen einvernehmliche homosexuelle Handlungen unter Todesstrafe.

Nach dem iranischen Strafrecht können Mädchen ab neun Jahren und Jungen ab 15 Jahren durch Erhängen hingerichtet werden. Nach Angaben von amnesty international wurden im vergangenen Jahr 159 Menschen im Iran hingerichtet. Nach den Schätzungen iranischer Menschenrechtsaktivisten hat das klerikale Regime in Teheran seit 1979 ca. 4000 homosexuelle Frauen und Männer hinrichten lassen, insgesamt dürften ca. 100.000 Menschen im Iran ermordet worden sein.

Ein Mitarbeiter der iranischen Nachrichtenagentur ISNA (Iranian Students News Agency) sprach kurz vor der Hinrichtung mit den Angeklagten.

An der Richtigkeit der Angabe, dass die beiden Hingerichteten einen sexuellen Übergriff auf einen 13-Jährigen begangen hätten, bestehen aus folgenden Gründen Zweifel:

  • In der ursprünglichen Meldung der iranischen Nachrichtenagentur ISNA (Iranian Students News Agency) über die Hinrichtung findet sich kein Hinweis darauf, dass die zwei Jugendlichen wegen eines sexuellen Übergriffes auf einen 13-Jährigen angeklagt und verurteilt wurden.
  • Im Bericht des Nationalen Widerstandsrates des Iran (NWRI), der demokratischen Oppositionsbewegung im Iran, findet sich ebenfalls kein Hinweis auf einen sexuellen Übergriff.
  • Nach der im Iran gültigen Scharia müsste das Opfer einer sexuellen Schändung oder Vergewaltigung ebenfalls angeklagt und verurteilt werden. Es liegt jedoch keine Information vor, dass das angebliche 13-jährige Opfer angeklagt oder verurteilt wurde.
  • Bereits in der Vergangenheit wurde vom Regime im Iran die Verbreitung von falscher Information betrieben, um die öffentliche Anteilnahme am Schicksal von zum Tod Verurteilten zu untergraben.

Quellen

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