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December 11, 2009

Airbus: Militärtransporter A400M absolviert erfolgreichen Jungfernflug

Veröffentlicht: 23:05, 11. Dez. 2009 (CET)
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Airbus A400M während des ersten feierlichen Roll-outs in Sevillia am 26. Juni 2008

Sevilla (Spanien), 11.12.2009 – Mit einer Verspätung von 20 Monaten gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan hob heute der neue Militärtransporter von Airbus mit der Typenbezeichnung A400M im spanischen Sevilla zu seinem Jungfernflug ab. Der erfolgreiche Testflug wird jedoch überschattet von der Frage, wie die Zukunft des ehrgeizigen Militärprojekts finanziell abgesichert werden soll.

Wie Airbus-Chef Thomas Enders heute einräumen musste, hatte Airbus bei der Annahme des Großauftrags zu viel versprochen. Er bezog sich damit auf die Verzögerungen gegenüber dem Zeitplan. Im laufenden Jahr 2009 sollten die ersten fertigen Maschinen laut Zeitplan bereits an Frankreich ausgeliefert werden. Daraus wird nun nichts. Enders kündigte die ersten Lieferungen heute für das Jahr 2012 an. Airbus rechnet außerdem mit einer erheblichen Überschreitung der geplanten Kosten in Höhe von fünf bis sieben Milliarden Euro. Nach anderen Informationen sollen die Kosten von geplanten 20 Milliarden auf etwa 25 Milliarden Euro ansteigen. Durch die Verzögerung der Auslieferung entstanden den Auftraggebern weitere Kosten, weil für die Überbrückungszeit kleinere Maschinen (wie der Lockheed Hercules) geordert werden mussten. Die Betriebszeiten der bereits jetzt überalterten Maschinen des Typs Transall, die seit 1963 im Einsatz sind, mussten verlängert werden.

Auftraggeber des europäischen Rüstungsprojekts sind Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Luxemburg, Spanien und die Türkei. Bestellt sind 180 Flugzeuge der A400M, wovon Deutschland und Frankreich zusammen allein 110 Flugzeuge eingeplant haben. Als Hauptursache der zahlreichen Pannen in der Entwicklung der A400M, insbesondere der technischen und finanziellen Probleme, sehen Beobachter die politischen Interessen der beteiligten europäischen Staaten, die dieses Projekt unbedingt in eigener Verantwortung stemmen wollten. Gefordert war ein Transportflugzeug, das gegenüber der veralteten Transall eine höhere Reichweite und eine höhere Nutzlast aufweisen sollte. Dazu waren leistungsstärkere Propeller erforderlich (rund 11.000 PS), die von einem europäischen Konsortium neu entwickelt werden mussten. Ein Angebot eines kanadischen Herstellers wurde ausgeschlagen.

Theoretisch könnten sich die Auftraggeber ab dem Jahr 2010 von dem Auftrag zurückziehen, was allerdings zu einem finanziellen Desaster für den Airbus-Besitzer EADS führen würde. Hinter den Kulissen des heutigen Testflugs wurden Medienberichten zufolge bereits Verhandlungen zwischen EADS und den Auftraggebern für den Militärtransporter darüber geführt, wie die weitere Finanzierung des Projekts sichergestellt werden könne.

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June 12, 2008

Daimler kündigt das Modell „Smart“ als Elektroversion an

Daimler kündigt das Modell „Smart“ als Elektroversion an

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Veröffentlicht: 07:07, 12. Jun. 2008 (CEST)
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Sevilla (Spanien), 12.06.2008 – Die Ankündigung erfolgte am Abend des 11. Junis in Sevilla: Der Smart wird in Zukunft auch als Elektroauto mit Lithium-Ionen-Batterien angeboten.

Der Chef der Antriebsforschung des Unternehmens, Herbert Kohler, sprach von nennenswerten Stückzahlen, die hergestellt werden sollen. Einen genauen Zeitplan gab er allerdings noch nicht bekannt. In London werden zurzeit 100 Fahrzeuge in einem Flottenversuch getestet.

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March 18, 2006

Verletzte bei Notlandung auf dem Flughafen von Sevilla

Verletzte bei Notlandung auf dem Flughafen von Sevilla

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Artikelstatus: Fertig 22:45, 18. Mrz. 2006 (CET)
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Sevilla (Spanien), 18.03.2006 – Eine Boeing 737-600 der algerischen Fluggesellschaft Air Algérie musste heute, Samstag, den 18. März, auf dem Flughafen von Sevilla notlanden. An Bord befanden sich 101 Passagiere und sieben Besatzungsmitglieder. In Sevilla herrschte zum Zeitpunkt der Landung ein starkes Unwetter.

An der Maschine waren Probleme mit dem Fahrwerk aufgetreten. Dadurch kam sie am Ende der Rollbahn nicht rechtzeitig zum Stehen und raste darüber hinaus. Dabei wurden 45 Menschen leicht verletzt, einige von ihnen erlitten Knochenbrüche. Die Passagiere konnten das Flugzeug nur noch über die Notrutschen verlassen. Durch den Zwischenfall war der Flugverkehr auf dem Flughafen in Sevilla gestört.

Die Chartermaschine befand sich auf dem Weg von Oran nach Sevilla. Die Passagiere, überwiegend bestehend aus spanischen Familien, kamen aus Flüchtlingscamps in der Westsahara zurück. Dort besuchten sie die Vertriebenen, die dort Aufnahme gefunden hatten. Die Familien flogen regelmäßig dort hin, um Kindern aus diesen Camps in Spanien eine neue Heimat zu geben.

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September 30, 2005

Spanien und Marokko kündigen Untersuchung der Todesfälle von Ceuta an

Spanien und Marokko kündigen Untersuchung der Todesfälle von Ceuta an

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Artikelstatus: Fertig
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Sevilla (Spanien), 30.09.2005 – Die Ministerpräsidenten von Spanien und Marokko, José Luis Rodríguez Zapatero und Driss Jettou haben bei ihrem Treffen in Sevilla eine Überprüfung der Todesfälle von Ceuta angekündigt.

Nach neuen Angaben starben bei der Erstürmung der spanischen Exklave Ceuta fünf Menschen. Zuvor waren zwei Tote bestätigt worden, die nach offiziellen Angaben entweder durch einen Sturz oder im panischen Gedrängel ums Leben kamen. Drei Einwanderer wurden offenbar auf marokkanischer Seite von Gummigeschossen getroffen. Spanische Ermittler gaben bekannt, dass die Kugeln von denen die Einwanderer getroffen wurden, nicht von der spanischen Polizei verwendet werden. Mehrere hundert Menschen, vorwiegend aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara, hatten in der Nacht auf Donnerstag versucht mit selbstgebauten Leitern den Grenzzaun um Ceuta zu überwinden, um in die Stadt zu gelangen, die politisch zu Spanien gehört.

Zapatero und Jettou kündigten außerdem an, zuätzliche Soldaten nach Ceuta und Melilla, einer anderen Exklave an der marokkanischen Mittelmeerküste, zu schicken. Wegen der geographischen Nähe zu Europa reisen Menschen aus verschiedenen afrikanischen Staaten nach Marokko, um von dort aus in die Europäische Union zu gelangen. Die Europäische Kommission bezeichnete den Vorfall als tragisch, er zeige aber, so Franco Frattini, EU-Kommisar für Justiz, Freiheit und Sicherheit, dass die Möglichkeiten der legalen Einwanderung in die EU gestärkt werden müssen. Die spanische Regierung will zusätzliche drei Millionen Euro zur Verfügung stellen, um die Situation in den Exklaven zu verbessern. Das Geld soll sowohl dem Schutz der Grenze als auch der Verbesserung der humanitären Situation in den Aufnahmezentren für Flüchtlinge dienen.

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