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December 20, 2011

Kim Jong-il ist tot

Kim Jong-il ist tot – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Kim Jong-il ist tot

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Veröffentlicht: 19:41, 20. Dez. 2011 (CET)
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Tot: Kim Jong-il (Archivbild)

Pjöngjang (Nordkorea), 20.12.2011 – Der nordkoreanische Diktator Kim Jong-il starb am Samstag, in einem Zug an einem Herzinfarkt. Kim wurde nordkoreanischen Behördenangaben zufolge 69 Jahre alt, einige ehemalige Sowjetstaaten sprachen von 70 Jahren. Die nordkoreanischen Staatsmedien teilten umgehend mit, dass sein Sohn Kim Jong-un sein Nachfolger werde. Experten befürchten, dass das Militär die Macht in dem Land übernehmen werde, da der neue Diktator noch nicht genügend politisches Gewicht besäße.

Nach der Todesnachricht versetzte Südkorea seine Armee in Alarmbereitschaft. Der südkoreanische Präsident Lee Myung-bak kündigte an, dass sein Land den nördlichen Nachbarn genau beobachten werde. Seit dem Koreakrieg (1950 – 1953) befindet sich Nordkorea im Kriegszustand mit Südkorea.

Kim hatte die Herrschaft seit 1994 inne und in seiner Amtszeit das kommunistische Land in große wirtschaftliche Probleme gestürzt. Er dürfte für den Hungertod vieler Menschen verantwortlich sein. Die Vereinten Nationen sprechen von sechs Millionen Nordkoreanern, die unterernährt sind oder von Unterernährung bedroht sind. 430.000 Tonnen Nahrungsmittelhilfe sollen erforderlich sein, um das Überleben der Nordkoreaner zu sichern. Vom Westen wurden harte Sanktionen verhängt und Treibstoff- und Nahrungsmittellieferungen ausgesetzt, da Nordkorea sein Atomwaffenprogramm nicht stoppen will.

Der Premierminister von Japan, Yoshihiko Noda, gab Weisung, auf jede Eventualität vorbereitet zu sein. Der Sicherheitsrat Japans wurde einberufen. Die asiatischen Börsen reagierten umgehend auf die Nachricht des Todes. Der japanische Nikkei-Index fiel um 1,26 Prozent, der südkoreanische Leitindex KOSPI gab um 3,39 Prozent nach. Dies wird auf die Verunsicherung der Märkte zurückgeführt, ausgelöst durch die Frage, wie es in Nordkorea weitergehen wird.

Themenverwandte Artikel

  • Schlaganfall von Kim Jong Il? (10.09.2008)

Quellen

englischsprachige Quelle Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels vom 19.12.2011, 16:00 (Version)

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November 4, 2006

Briten halten George Bush für gefährlicher als Kim Jong-II

Briten halten George Bush für gefährlicher als Kim Jong-II

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Artikelstatus: Fertig 14:52, 4. Nov. 2006 (CET)
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London (Vereinigtes Königreich), 04.11.2006 – In einer Umfrage äußerten 69 Prozent der Briten, dass die Welt durch die US-Außenpolitik weniger sicher geworden sei. Nur sieben Prozent fanden, der Afghanistan- und Irakkrieg hätte die Welt sicherer gemacht. 75 Prozent gaben an, die Bush-Regierung sei eine Gefahr für den Weltfrieden. Den nordkoreanischen Diktator Kim Jong-II hielten 69 Prozent für gefährlich. Gleiches meinten 62 Prozent vom iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad. Am gefährlichsten für den Weltfrieden ist nach Einschätzung der Briten al-Qaida-Chef Osama bin Laden, den 87 Prozent als Bedrohung einstuften.

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January 13, 2006

Widersprüchliche Berichte über die Reise und den Aufenthalt von Kim Jong Il

Widersprüchliche Berichte über die Reise und den Aufenthalt von Kim Jong Il

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Artikelstatus: Fertig 07:06, 13. Jan. 2006 (CET)
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Pjöngjang (Nordkorea), 13.01.2006 – Seit Dienstag, den 10. Januar gibt es widersprüchliche Berichte über eine Reise von Kim Jong Il, dem Staatschef von Nordkorea.

Zunächst berichtete die Agentur Itar-Tass am frühen Morgen des 10. Januar, dass Kim Jong Il am gleichen Tage mit dem Zug über die Grenze zwischen Nordkorea und China gefahren sei. Als Quellen wurden Kreise des südkoreanischen Geheimdienstes und nicht näher spezifizierte Informationen aus China genannt. Das Ziel der Reise, so hieß es in dieser Meldung, sei unbekannt.

Am 11. Januar erschien darüber ein Bericht in der Washington Post, der sich auf eine Meldung von Reuters bezog, die die Meldung von Itar-Tass mit dem Hinweis ergänzte, dass der Zug auf dem Weg nach Russland sei. Bislang habe noch kein Treffen mit chinesischen Führern stattgefunden, aber möglicherweise geschehe dieses noch auf dem Rückweg von Russland. Der Washington Post sei es nicht gelungen, irgendwelche Bestätigungen für die Reise von nordkoreanischer oder offizieller chinesischer Seite einzuholen. Jedoch verfüge die Washington Post über eine Bestätigung für die Zugreise aus Dandong, der chinesischen Grenzstadt an der Grenze zu Nordkorea, nach der ein Zug unter Sicherheitsvorkehrungen die Grenze überquert habe.

Dieser Informationsstand floss offenbar in einen dpa-Bericht von Andreas Landwehr ein, der von der Online-Ausgabe von „Stern“ und anderen deutschen Medien übernommen wurde. Allerdings klang dies mit dem Titel „Nordkoreas Staatschef verschwunden“ fast schon so, als ob Kim Jong Il vermisst würde. Auch Wikinews informierte zunächst auf Basis dieser Meldungen.

Aber ebenfalls noch am 11. Januar erschien eine weitere Notiz von Itar-Tass, die auf Basis einer Meldung der südkoreanischen Yonhap-Agentur berichtete, dass Kim Jong Il nach Schanghai geflogen sei. Dies klang sehr ungewöhnlich, da Kim Jong Il bislang immer eine Flugangst nachgesagt worden war. Auch gab es Zweifel, weil gemäß dieser Meldung von Itar-Tass keine verschärften Sicherheitsvorkehrungen in Schanghai beobachtet worden seien.

Die aktuelle Meldung der Yonhap-Agentur bewog offenbar die Washington Post in Vorbereitung ihrer Ausgabe vom 12. Januar zu weiteren Nachforschungen. Entsprechend berichtete sie nun von einer dreitägigen Reise von Kim Jong Il in China und stellte fest, dass dies im Widerspruch zu den früheren Berichten stehe. Allerdings fügte die Washington Post hinzu, dass weiterhin Bestätigungen von offizieller Seite fehlten.

Somit scheint es bis zum aktuellen Zeitpunkt keine gesicherte Information über den Verbleib Kim Jong Ils zu geben. Die englischsprachige Zeitung „The Korea Herald“ verweist in ihrem Kommentar darauf, dass es solche Spekulationen und Widersprüche in der Vergangenheit mehrfach gegeben habe. Einer der hervorstechendsten Enten sei hier die Meldung einer führenden südkoreanischen Zeitung über den Tod von Kim Il-sung, dem Vater und Vorgänger von Kim Jong Il, im Jahr 1986 gewesen – acht Jahre vor seinem tatsächlichen Ableben.

Themenverwandte Artikel

Quellen

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January 12, 2006

Staatschef von Nordkorea ist verschwunden

Staatschef von Nordkorea ist verschwunden

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Artikelstatus: Fertig 09:21, 12. Jan. 2006 (CET)
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Pjöngjang (Nordkorea), 12.01.2006 – Der Staatschef von Nordkorea Kim Jong Il ist verschwunden. Am Dienstag, den 10. Januar hat er angeblich mit einem Sonderzug bei Dandong die Grenze nach China überquert, dort will aber niemand mitteilen können, wo er sich befindet.

Der sonst gut informierte südkoreanische Geheimdienst weiß angeblich auch nicht, wo er sich zurzeit aufhält.

Quellen

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