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October 19, 2010

Mappus in der Kritik wegen Lobs für Saudi-Arabien

Mappus in der Kritik wegen Lobs für Saudi-Arabien

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Veröffentlicht: 17:29, 19. Okt. 2010 (CEST)
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Stefan Mappus

Lage Katars im Persischen Golf

Pforzheim / Stuttgart (Deutschland), 19.10.2010 – Zunehmend gerät der baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) wegen seiner anerkennenden Worte für Länder wie Saudi-Arabien und Katar in die Kritik, in die er jüngst eine Dienstreise unternommen hatte.

Informationen über die Auseinandersetzungen um das umstrittene Großprojekt Stuttgart 21, die dem Regierungschef seit einiger Zeit erheblichen Gegenwind bescheren, sind zwischenzeitlich bis auf die arabische Halbinsel vorgedrungen; entsprechend waren sie auf seiner Visite in beiden Ländern Gesprächsthema. Als „interessant“ bezeichnete beispielsweise der saudische Archäologieprofessor Said Al-Said die Vorgänge aus Mappus’ Heimat. Ebenso reagierten die Vertreter Saudi-Arabiens mit Unverständnis auf die Proteste gegen den Umbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs, zumal in ihrem Land bis 2014 vier große Bahnhöfe und insgesamt 12.000 Kilometer Bahnstreckennetz entstehen sollen. Ihre Kritik zielte im Wesentlichen darauf ab, dass „Fortschritt“ von Seiten der Bevölkerung so energisch blockiert werde. Der baden-württembergische Ministerpräsident meinte daraufhin immer wieder anerkennend: „Wir bewundern, mit welcher Schnelligkeit Sie Projekte angehen und realisieren“. Laut einem Bericht der Pforzheimer Zeitung gab Mappus außerdem zu, dass sowohl Saudi-Arabien als auch Katar „auf ihn schon ein klein wenig wie Tausend und eine Nacht“ wirkten. „Ich bewundere, wie Sie es schaffen, mitten in der Wüste ein Land urbar zu machen und voranzubringen.“

Dieses Verhalten sorgt zunehmend für Kritik. Denn die Tatsache, dass Länder wie Saudi-Arabien Projekte schnell realisieren können, hat viel mit dem dortigen politischen System zu tun. Das Land ist eine absolute Monarchie, dessen Menschenrechtslage seit Jahren im Kreuzfeuer der Kritik steht. So sind dort beispielsweise Demonstrationen verboten. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International spricht in ihrem Jahresbericht von 2009 unter anderem davon, dass Menschen auch „2008 ohne Gerichtsverfahren unter Terrorismusverdacht inhaftiert“ wurden. Menschenrechtsverteidiger und Kritiker der Regierung seien ebenfalls verhaftet worden, ohne vorher gewalttätig gewesen zu sein. Gefangene würden gefoltert und misshandelt. Freie Meinungsäußerung, Religionsfreiheit, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit seien zudem „stark eingeschränkt“. Ebenso litten Frauen in hohem Maße unter Diskriminierungen, ähnlich sähe es in Bezug auf Flüchtlinge und Asylsuchende aus. Die Justiz sei „von Geheimhaltung und Willkür geprägt“. Kritisiert wird außerdem die häufige Anwendung der Todesstrafe, von der hauptsächlich sozial Schwache sowie Migranten aus Asien und Afrika betroffen seien.

In Katar, das von Mappus ebenfalls bereist wurde, sieht es in Sachen Menschenrechte offenbar nicht viel anders aus. So kommt eine Studie der „Stiftung Wissenschaft und Politik“ zu dem Ergebnis: „Katar gibt sich zwar politisch reformfreudig, gestattet seinen Bürgern zurzeit aber auch nicht mehr formale Partizipation als Saudi-Arabien.“

Im Online-Magazin Telepolis spricht man sarkastisch von „Demokratie als Standortnachteil“. Ebenso sei bereits eine Diskussion über „einen möglichen Nutzen diktatorischer Regierungsformen“ in Gang gesetzt worden.

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Quellen

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August 8, 2010

Junge Frau starb in Pforzheim am Hanta-Virus

Junge Frau starb in Pforzheim am Hanta-Virus

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Veröffentlicht: 20:15, 8. Aug. 2010 (CEST)
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Pforzheim (Deutschland), 08.08.2010 – Der Grund für den Tod einer jungen Frau in Pforzheim Ende Juli war eine Infektion mit dem Serotyp Puumala des Hantaviruses. Dies teilte Dr. Roswitha Kull vom staatlichen Gesundheitsamt mit. Das Virus verbreitete sich in den letzten Jahren im Enzkreis recht stark. Von 28 Fällen der meldepflichtigen Infektion im Jahr 2007 stieg die Zahl der Erkrankungen auf 52 in den bisherigen Monaten des Jahres 2010. Doch geht Dr. Kull von einer hohen Dunkelziffer aus, da in vielen Fällen die Erkrankung einen unauffälligen Verlauf hat. Nur in einem von zwanzig Fällen komme es zu einem schwereren Verlauf mit Nierenschädigungen, bis hin zu Nierenversagen.

Eine Obduktion der Frau, die durch Dialyse behandelt worden war, ergab als Todesursache ein Herzversagen nach einer Lungenembolie. Der Tod der 1979 geborenen Frau ist ungewöhnlich, zu Todesfällen komme es vor allem bei älteren Menschen mit Vorerkrankungen.

In Deutschland sind PUU-Fälle insbesondere auf der Schwäbischen Alb, in Unterfranken, Niederbayern und der Eifel verbreitet, in Österreich sind Kärnten und die Steiermark Schwerpunkte.

Das Virus verbreitet sich vor allem im Kot von Rötelmäusen. Menschen infizieren sich beim Aufräumen von Garagen und Kellern, aber auch bei der Arbeit in Wald und Garten durch Einatmen von kontaminiertem Staub. Von Mensch zu Mensch überträgt sich das Virus hingegen nicht. Vorbeugen könne man vor allem, indem man bei Arbeiten an Örtlichkeiten, die von Mäusekot und -urin verunreinigt sind, einen Mundschutz anlegt. Ein Impfstoff existiert nicht.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Gesundheit
Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Rötelmaus“.

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September 30, 2005

Rettungshubschrauber kollidiert mit Bus der Städtischen Verkehrsbetriebe

Rettungshubschrauber kollidiert mit Bus der Städtischen Verkehrsbetriebe

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Pforzheim (Deutschland), 30.09.2005 – Am Mittwoch, den 21.09.2005 ist etwa gegen 10:00 Uhr MESZ ein Stadtbus der Städtischen Verkehrsbetriebe Pforzheim (SVP) mit einem Rettungshubschrauber des Typ „Bölkow Bo 105“ kollidiert. An der Wendeschleife im Gewerbegebiet an der Gablonzer Straße hatte ein Rettungshubschrauber der Deutschen Rettungsflugwacht e.V. (DRF) geparkt. Er wartete auf einen schwer verletzten Angestellten der Lebenshilfe, um ihn wegen eines medizinischen Notfalls auszufliegen. Der Mann hatte einen Unfall in der Werkstatt der Lebenshilfe. Der Notarzt behandelte ihn in der Werkstatt. Bevor der Patient im Hubschrauber war, fuhr der Bus los und streifte den Hubschrauber. Der Pilot Werner Reichel, seit 36 Jahren Hubschrauber-Pilot, stand in dem Moment unter einem der vier Rotorblätter. Er wurde nicht verletzt, da er rechtzeitig zur Seite sprang.

Die Front des Linien-Busses Nr. 63, die oben aus Silikon besteht, streifte das Rotorblatt des Hubschraubers. Bereits durch diese minimale Berührung wurde der Hubschrauber flugunfähig. Rotorblätter sind hoch empfindlich und bestehen unter anderem aus Glasfaserverbundstoff, der leicht splittert. Die im Rotorblatt entstandenen Risse würden sich durch den Flugwind um ein Vielfaches erweitern. Ein Rotorblatt hat in etwa einen Wert von 100.000 Euro.

Schuld am Unfall war der Busfahrer, der die Länge der Rotorblätter unterschätzt hatte. Obwohl der Pilot den Hubschrauber abgesichert hatte und den Busfahrer gewarnt hatte, kam ihm der Bus zu nahe. Der Unfall behinderte stundenlang den Verkehr in diesem Stadtgebiet.

Da die Sicherheit des Hubschraubers nach der Berührung mit dem Bus nicht mehr gegeben war, musste der Flieger mit einem Tieflader abtransportiert werden. Um den Patienten trotzdem versorgen zu können, wurde eine Ersatzmaschine angefordert. Es kam der Mannheimer Intensiv-Transporthubschrauber „Christoph 53“, der inzwischen ruhig gestellte Patient wurde ins Krankenhaus nach Ludwigshafen geflogen.

Vor dem Abtransport des beschädigten Hubschraubers kam noch ein dritter Hubschrauber, diesmal eine Ersatzmaschine des DRF. Sie kam aus Baden-Baden und holte den Piloten der defekten Maschine ab. Damit er seine medizinische Notfallausrüstung mitnehmen konnte, konnte er nicht mit dem Taxi fahren.

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  • Portal:Luftfahrt

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July 14, 2005

Zweiter Pforzheimer Linux-Infotag kurz vor der Eröffnung

Filed under: Open-Source-Software,Pforzheim — admin @ 5:00 am

Zweiter Pforzheimer Linux-Infotag kurz vor der Eröffnung

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Pforzheim (Deutschland), 14.07.2005 – Der zweite Linux Infotag in Pforzheim steht kurz vor der Eröffnung. Er wird am Samstag, den 16. Juli, zwischen 10:00 Uhr und 20:00 Uhr an der Hochschule Pforzheim stattfinden. Dabei ist der Eintritt kostenlos.

Wie schon beim letzten Linux Infotag wird es neben Vorträgen und Workshops auch Projektstände, LPI-Prüfungen und eine Installparty geben.

Bei der Installparty bringt man seinen PC mit und wird dann von Spezialisten bei der Installation und Konfiguration seines persönlichen Linux-Systems begleitet. Gleichzeitig werden die ersten Schritte der Nutzung gezeigt.

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July 9, 2005

Pieter Weening gewinnt die achte Etappe der Tour de France von Pforzheim nach Gérardmer

Pieter Weening gewinnt die achte Etappe der Tour de France von Pforzheim nach Gérardmer

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Das Peloton der Tour bei der Fahrt in Richtung Bad Herrenalb im Schwarzwald

Pforzheim (Deutschland) / Gérardmer (Frankreich), 09.07.2005 – Der Holländer Pieter Weening hat heute die achte Etappe der Tour de France von Pforzheim nach Gerardmer gewonnen. In einem heißen Endspurt setzte er sich gegen T-Mobile-Fahrer Andreas Klöden durch. Erst anhand des Zielfotos konnten die Juroren den Sieger feststellen.

Themenverwandte Artikel

  • Tour de France

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