WikiNews de

March 17, 2012

Drohende Hungersnot in der Sahelzone

Drohende Hungersnot in der Sahelzone – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Drohende Hungersnot in der Sahelzone

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 21:10, 17. Mär. 2012 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Die Sahelzone, etwa auf dem 15° nördlichen Breitengrad liegend

Addis Abeba (Sahelzone), 17.03.2012 – In der westlichen Sahelzone droht eine Hungersnot. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass zwischen sieben und elf Millionen Menschen in der Sahelzone Nahrungsmittelhilfe benötigen. Anderen Quellen zufolge spricht die U.N. Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) mittlerweile schon von 16 Millionen Betroffenen. Aktion Deutschland Hilft geht von mehr als 12 Millionen Betroffenen in der Region Westafrika bzw. Sahel aus. Die Gefahr der Hungersnot besteht in den Staaten der Sahelzone westlich des Sudans und Kameruns.

Die Situation wird noch erschwert durch Tuareg-Separatisten in Mali, die ein Sicherheitsrisiko für Hilfswerke darstellen und Bewohner in andere Staaten der Sahelzone vertrieben haben, außerdem durch Arbeiter in Niger, die aus Libyen oder Nigeria zurückgekehrt sind, aber in Niger keine Beschäftigung finden. Die Regierung von Niger hat für diese Gruppe auch eigene Hilfsmaßnahmen mit Nahrungsausgabe und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (Food-for-Work-Programm) eingeleitet.

Oxfam-Regionaldirektor für Westafrika Mamadou Biteye erklärte gegenüber dem stern: „Das Schlimmste kann jetzt noch verhindert werden. Im vergangenen Jahr wurden wir Zeuge, wie die Situation in Ostafrika außer Kontrolle geriet, weil die internationale Gemeinschaft nicht schnell gehandelt hat.“ Die letzte Hungersnot in Afrika war die Hungerkrise am Horn von Afrika im vergangenen Jahr. „In der Sahelzone sind die Warnsignale laut und klar und wir tun alles was wir können um die Auswirkungen der schlechten Ernte zu mildern und eine Hungersnot zu vermeiden“, verkündete Kristalina Georgiewa, die EU-Kommissarin für humanitäre Hilfe und Krisenschutz, in einer Presseerklärung im letzten Monat.

Die Europäische Union hat ihre Finanzierung für Hilfsmaßnahmen in der Sahelzone auf 275 Millionen Euro erhöht; die Vereinten Nationen gehen von einem Gesamtbedarf von mehr als einer Milliarde US-Dollar für die geplanten Maßnahmen der Vereinten Nationen aus und forderten zu Spenden auf.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Afrika
  • Über eine Milliarde Menschen hungert und ist unterernährt (13.07.2009)

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 14, 2008

Somalias Präsident entlässt Premierminister

Somalias Präsident entlässt Premierminister

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 16:10, 14. Dez. 2008 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Übersichtskarte: Somalia am Horn von Afrika

Baidoa (Somalia), 14.12.2008 – Der Präsident Somalias, Abdullahi Yusuf Ahmed, erklärte heute gegenüber Parlamentsabgeordneten, er habe den Premierminister Nur Hassan Hussein („Nur Adde“) entlassen, weil dieser dabei versagt habe, die Sicherheit im Land wieder herzustellen. Der Präsident sagte weiterhin, er werde innerhalb von drei Tagen einen neuen Ministerpräsidenten ernennen. Nur Adde war seit Ende November 2007 Ministerpräsident Somalias. Während seiner Amtszeit gab es mehrere politische Konflikte zwischen ihm und dem Präsidenten des Landes, vor allem um den Umgang mit den islamistischen Kräften des Landes.

Nach Angaben von Menschenrechtsgruppen ist die Lage in dem ostafrikanischen Land von Gewaltexzessen geprägt. Seit der Machtübernahme durch Truppen der Übergangsregierung mit Unterstützung äthiopischer Militäreinheiten und der Vertreibung der Islamisten von der politischen Macht sollen mehr als 16.200 Zivilisten getötet worden sein. Etwa eine Million Menschen gelten als entwurzelt, weil sie ihre Häuser verloren haben oder auf der Flucht sind. Rund 3,2 Millionen Menschen sind auf Nothilfeprogramme angewiesen.

Das Land befindet sich im Bürgerkrieg zwischen den von der Macht vertriebenen islamistischen Rebellen und der vom Westen unterstützten Regierung. Die Rebellen lehnen auch ein von den Vereinten Nationen vermitteltes Friedensabkommen ab. Das Friedensabkommen sollte einen seit 17 Jahren andauernden Bürgerkrieg beenden. Der Bürgerkrieg bildet auch den Hintergrund für die sich häufenden Piratenüberfälle vor der somalischen Küste. Nach einem Bericht der Monitoring-Gruppe des UN-Sicherheitsrates für Somalia operieren zurzeit 1.500 Piraten vor der Küste Somalias. Sie verfügen haben dabei über 60 Boote, Schnellboote und Schiffe. Im Jahr 2008 wurden bereits 120 Piratenüberfälle festgehalten. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen will am kommenden Dienstag, den 16. Dezember eine Resolution verabschieden, die es ermöglichen soll, gegen die Piraten nicht nur auf See vorzugehen, sondern auch auf dem Territorium des Landes und im Luftraum über Somalia.

Die gesamte Region am Horn von Afrika ist nach Angaben des Internationalen Roten Kreuzes akut von einer Hungerkatastrophe bedroht. Von der Nahrungsmittelknappheit durch die anhaltende Dürre sowie steigende Preise für Lebensmittel sind demnach Äthiopien, Somalia, Dschibuti, Kenia und Sudan betroffen. Nach Einschätzung von Roger Bracke, eines Experten des Roten Kreuzes für diese Region, dauern die Dürreperioden in der Region aufgrund des Klimawandels immer länger. Die Besitzer von Rinderherden beklagen einen Verlust von zwei Dritteln ihrer Herden.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Somalia

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 6, 2008

Simbabwe steht vor einer Cholera-Katastrophe

Simbabwe steht vor einer Cholera-Katastrophe

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 11:55, 6. Dez. 2008 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Harare (Simbabwe), 06.12.2008 – 300.000 Menschen sind in Simbabwe akut von Cholera bedroht. Wie die Hilfsorganisation Oxfam gestern in London mitteilte, seien diese Menschen wegen der Lebensmittelknapheit so stark geschwächt, dass die tödliche Infektionskrankheit für sie eine reale Gefahr geworden sei. Nach Angaben des Büros für Nothilfekoordination der Vereinten Nationen (OCHA) sind seit August bereits 575 Menschen an der Seuche gestorben. Der jüngste Cholera-Bericht des UN-Nothilfekoordinators weist für das heutige Datum insgesamt 13.960 Cholera-Verdachtsfälle aus. Die meisten davon in der Hauptstadt Harare (7.563). Die Ausbreitung der Seuche betrifft in Simbabwe neben der Region um die Hauptstadt vor allem den Süden und Osten des Landes. Das Auswärtige Amt Deutschlands rät angesichts der politischen Krise und der Choleragefahr „von nicht dringend erforderlichen Reisen“ nach Simbabwe ab.

Besonders schwierig gestaltet sich offenbar die Situation in der Hauptstadt Harare, in der die Trinkwasserversorgung nicht mehr gewährleistet ist. Zwei Tage war die Stadt kürzlich ohne Wasser. Die Menschen nutzen Swimmingpools, Naturwasserflächen und Flüsse als Reservoir. Damit steigt die Gefahr weiterer Cholera-Infektionen.

Am Donnerstag hat die Regierung Simbabwes den nationalen Notstand ausgerufen und um internationale Unterstützung gebeten. Der amtierende Gesundheitsminister David Parirenyatwa musste eingestehen, dass die Krankenhäuser Simbabwes mit der Situation überfordert seien. Damit können jetzt internationale Hilfsmaßnahmen angestoßen werden. Der Minister bat vor allem um Geld, Medikamente, medizinische Geräte sowie Lebensmittel für die Patienten und Kinder. Bis kommenden Montag benötige das Land mindestens 3,9 Millionen US-Dollar, um Medikamente kaufen zu können. Eine Zusage über eine finanzielle Hilfe in Höhe von neun Millionen Euro liegt inzwischen von der Europäischen Union vor. Das Bundesentwicklungsministerium der Bundesrepublik Deutschland gab heute bekannt, es werde eine weitere Nothilfe für Nahrungsmittel in Höhe von 250.000 Euro leisten. Insgesamt erhöht sich die Hilfe von diesem Ministerium in diesem Jahr für Simbabwe auf 3,2 Millionen Euro. In Simbabwe sind inzwischen 4,9 Millionen Menschen auf internationale Nahrungsmittelhilfe angewiesen.

Unterdessen spitzt sich in Simbabwe auch die politische Krise weiter zu. Seit drei Monaten konnten in den Verhandlungen zwischen dem Mugabe-Regime und der politischen Opposition unter Führung von Morgan Tsvangirai über eine Teilung der Macht keine Fortschritte erzielt werden. Die US-amerikanische Außenministerin Condoleezza Rice forderte den Präsidenten Simbabwes, Robert Mugabe, heute zum Rücktritt auf, weil die Verhandlungen offensichtlich nur zum Schein geführt würden.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

September 17, 2005

Ärzte ohne Grenzen: Kindersterben in Niger geht weiter

Ärzte ohne Grenzen: Kindersterben in Niger geht weiter

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 21:07, 17. Sep. 2005 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen, sondern einen Folgeartikel schreiben.
Dies ist ein Artikel, der für einen Wettbewerb eingereicht wurde. Falls ein Einspruch eingelegt wird, bitte Schiedsrichter Cyper davon unterrichten.

Niamey (Niger), 17.09.2005 – Trotz der gewachsenen Spendenbereitschaft für die vom Hunger bedrohten Kinder in dem westafrikanischen Land hat sich die Situation nach Angaben der internationalen Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen in einigen Gebieten weiter verschlechtert.

Obwohl durch das Welternährungsprogramm der UNO (WFP) Lebensmittel an 1,2 Millionen Menschen ausgegeben wurden, gibt die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (Médecins sans Frontières) an, in 58 der 67 Regionen des Landes herrschten alarmierende Zustände. Am stärksten betroffen seien die Regionen Maradi, Zinder und Tahoua. Dort seien in der letzten Woche 2000 Kinder wegen lebensbedrohlicher Unterernährung in die Behandlung der Hilfsorganisation übergeben worden.

Die MSF kritisieren auch die UNO-Hilfsorganisation WFP, die die Weltgemeinschaft viel zu spät auf die Hungersnot in Niger aufmerksam gemacht habe.

Nach Angaben des WFP leiden in Niger 34 Prozent der Bevölkerung an Unterernährung, in absoluten Zahlen: 3,7 Millionen von 10,8 Millionen Einwohnern des Landes.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

August 27, 2005

Zentralafrikanische Republik: Bürgerkrieg erneut ausgebrochen

Zentralafrikanische Republik: Bürgerkrieg erneut ausgebrochen

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Flagge der Zentralafrikanischen Republik

Bangui (Zentralafrikanische Republik), 27.08.2005 – Im Nordwesten der Zentralafrikanischen Republik ist an der Grenze zum Tschad erneut ein Bürgerkrieg ausgebrochen. Innerhalb der letzten Tage sind nach Angaben der UNO rund 4.000 Bewohner in den Tschad geflüchtet.

Bereits im Juni und Juli dieses Jahres sind mehr als 10.000 Menschen über die Grenze geflohen. Die Flüchtlinge sind im Tschad durch starke Regenfälle von Krankheiten bedroht, es wird mit dem Ausbruch von Malaria und Cholera gerechnet.

Karte der Zentralafrikanischen Republik

Bisher erreichten die UNO keine unabhängigen Berichte über die aktuelle Lage im Bürgerkriegsgebiet. Die Erkenntnisse der Politiker stützen sich auf Aussagen der Flüchtlinge, die von Vergewaltigungen, Plünderungen und Überfällen auf ihre Dörfer berichteten. Diese Straftaten würden von Rebellen begangen, aber auch Regierungstruppen seien beteiligt.

Internationale Hilfswerke sowie die UNO bezeichnen den Norden der Zentralafrikanischen Republik als «No-go-Area». Dies drückt aus, dass die Sicherheit der Bürger in dem Gebiet nicht garantiert werden kann. Aus dem Kampfgebiet wurde bekannt, dass der Aufstand von einem Teil der Armee ausgeht und ehemalige Anhänger des Präsidenten François Bozizes beteiligt sind.

Bozizes war früher Stabschef der Armee und hatte im Jahr 2003 gegen seinen Vorgänger Ange-Felix Patasse einen Putsch angeführt. Erst im Mai 2005 wurde Bozizes durch eine Wahl offiziell zum Präsidenten der Zentralafrikanischen Republik gewählt.

Die nach dem Putsch bis zu den Wahlen durch die Afrikanische Union verhängten Sanktionen wurden nach dem Mai 2005 aufgehoben. Trotzdem beendete Bozize die andauernde Korruption nicht. Seine Staatsangestellten und seine Soldaten erhielten keinen Sold. Aus diesem Grund ist der Aufstand durch einen Teil der Streitkräfte ausgebrochen. Die UNO vermutet rund 6.000 Aufständische in diesem Gebiet.

Obwohl die Zentralafrikanische Republik über reichlich Gold, Diamanten und Bodenschätze verfügt, gilt sie als eines der ärmsten Länder der Welt. 70 Prozent der Menschen in dem afrikanischen Land müssen von weniger als einem US-Dollar am Tag leben.

Quellen

  • tagblatt.ch: „Bürgerkrieg an der Grenze zu Tschad“ (26.08.2005) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

August 14, 2005

UNICEF erarbeitet für Namibia Hilfsprogramm 2006

UNICEF erarbeitet für Namibia Hilfsprogramm 2006

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Windhoek (Namibia), 14.08.2005 – Am Dienstag fand in der Namibischen Hauptstadt Windhoek ein Arbeitstreffen zwischen Vertretern des Kinderhilfswerks UNICEF und Vertretern der Regierung des Landes statt. Die UNICEF-Sprecherin Khin-Sandi Lwin stellte das Ergebnis der Zusammenkunft vor.

Motto der Veranstaltung im Windhoeker Country Club war: „Aus Fehlern lernen und gemeinsam neue Lösungsansätze finden.“ Gemeinsam arbeiteten die Teilnehmer das Programm der letzten drei Jahre noch einmal durch. Anschließend wurden die Vorhaben für die Jahre 2006 bis 2010 besprochen. Aus den Fehlern der letzten Jahre zogen die Teilnehmer Konsequenzen und beschlossen, künftig eine realistische und kostengerechte Planung von Projekten ins Auge zu fassen. Hauptaufgabe der UNICEF ist es, gemeinsam mit der Regierung die Gesundheitsversorgung der Familien, insbesondere der kleinen Kinder und Mütter zu verbessern.

Eine große Rolle in der Gesundheitsvorsorge Namibias gilt dem Kampf gegen Aids, Malaria und Unterernährung. Besonders benachteiligte Bevölkerungsteile sollen in erster Linie bedacht werden. UNICEF möchte durch sein Hilfsprogramm die Sterblichkeit unter Kindern und Müttern reduzieren helfen sowie diesen Schichten den Zugang zur Kinderbetreuung sicherstellen.

Auch wenn in den letzten drei Jahren nicht alles planmäßig lief, so konnten doch gemeinsam bemerkenswerte Erfolge erzielt werden. Der Staatssekretär der Planungskommission, Mocks Shivute, betonte aber auch die Notwendigkeit zur Selbstkritik. Er sagte: „Die Erkenntnisse dieser Analyse werden die Grundlage für das nächste Programm sein.“

Die Nationale Planungskommission (NPC) hatte während der Veranstaltung drei Gruppen gebildet. Aus den Bereichen Politik Öffentlichkeit waren Vertreter aus dem Ministerium für Gesundheit und Sozialfürsorge, für Geschlechtergleichheit und Kinderfürsorge, dem Ministerium für Information und Rundfunk sowie dem Bildungsministerium vertreten. Teilnehmer der hiesigen Polizei vertraten nichtstaatliche Organisationen.

Erst Ende diesen Jahres sollen die Ergebnisse des Arbeitstreffens von UNICEF und Regierung in der Öffentlichkeit des Landes Namibia vorgestellt werden.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

July 24, 2005

Hungerkatastrophe in Niger

Hungerkatastrophe in Niger – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Hungerkatastrophe in Niger

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche

Sahel-Zone

Berlin (Deutschland) / Niamey (Niger), 24.07.2005 – In der Sahelzone, besonders in Niger, Mali und Burkina Faso, sind 3,6 Millionen Menschen vom Hungertod bedroht, davon 800.000 Kinder.

Die Hilfsorganisationen benötigen 30 Millionen Dollar Soforthilfe und rufen zu Spenden auf. Ihre Vertreter beklagen, dass die Katastrophe durch frühere Intervention hätte abgewendet werden können. Die Bundesregierung hat jetzt 1,5 Millionen Euro zugesagt.

Bereits im Juni 2005 hatte das Bundesentwicklungsministerium den Not leidenden Menschen 500.000 Euro für Nahrungsmittelhilfe zur Verfügung gestellt. Jetzt wandte sich Heidemarie Wieczorek-Zeul an die Presse und sagte eine weitere Million Euro Hilfe für Niger zu.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

July 21, 2005

Niger: 800.000 Kinder vom Hungertod bedroht

Niger: 800.000 Kinder vom Hungertod bedroht

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.
LocationNiger.png

New York (Vereinigte Staaten) / Niamey (Niger), 21.07.2005 – Die Vereinten Nationen haben auf die alarmierende Situation in dem afrikanischen Land hingewiesen. 30 Millionen US-Dollar werden nach Ansicht der UN gebraucht, um eine Katastrophe zu verhindern.

Nach UN-Angaben müssen 2,5 Millionen Menschen in Niger mit weniger als einer Mahlzeit pro Tag auskommen. Die Ernährungskrise ist eine Folge der letztjährigen Trockenheit und der Heuschreckenplage, die dieser Trockenheit folgte. Das UN Welt-Ernährungsprogramm (WFP) verdreifachte die Zahl der Menschen, die unmittelbare Lebensmittelhilfe benötigen, sagte das UN-Büro für die Koordination von Humanitären Fragen (OCHA).

Bereits vor zwei Monaten hatte der Sekretär des WFP, Jan Egeland, Niger „die Nummer eins der vergessenen und nicht beachteten Notfälle in der Welt“ genannt. Unmittelbar gefährdet seien Kleinkinder. 40 Prozent der Kinder sind chronisch unterernährt, weil durch Dürre und Heuschreckenplage fast die gesamte Ernte vernichtet wurde. Nach Schätzungen der UNICEF leiden 150.000 Kinder und Jugendliche bereits unter Hungersymptomen. Nicht-UN-Organisationen wie die Ärzte ohne Grenzen (MSF) berichten über eine dreimal so hohe Frequentierung ihrer Nahrungsmittelausgabe-Stellen wie im letzten Jahr.

WFP-Direktor Gian Carlo Cirri sagte in der letzten Woche: „Die internationale Gemeinschaft kann es nicht zulassen, dass Niger als ‘durch Armut verflucht’ behandelt wird – wir haben die Möglichkeiten, eine Änderung herbeizuführen und wir müssen diese Möglichkeiten dringend mobilisieren.“

Spendenaufruf

UNICEF bittet um Spenden für die Not leidenden Kinder in Niger:

Stichwort „Niger“
Unicef-Spendenkonto: 300.000
Bank für Sozialwirtschaft: BLZ 370 205 00

oder Spendentelefon: 0137/300 000

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

June 26, 2005

Nahrungskrise in Nordkorea verschlimmert sich

Nahrungskrise in Nordkorea verschlimmert sich

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche

Pjöngjang (Nordkorea), 26.06.2005 – Die Nahrungskrise in dem sozialistischen Staat scheint sich zu verschlimmern. Laut Presseberichten hat Nordkorea die täglichen durchschnittlichen Nahrungsrationen in vielen Landesteilen auf 200 Gramm gesenkt, nachdem sie bereits Anfang des Jahres von 300 auf 250 Gramm gesenkt worden waren. Dies war bereits die niedrigste Menge seit Januar 2001 und beträgt nur 40% der international empfohlenen minimalen Kalorienration.

Laut einem Bericht der ARD fehlen Traktoren und Diesel, weshalb zeitweise neben der Armee auch viele Städter zur Arbeit auf den Feldern verpflichtet wurden. Anders hätte Nordkorea es gar nicht geschafft, rechtzeitig alle Felder zu bestellen und so die Ernte für dieses Jahr zu garantieren. Das von Nordkorea verfolgte Atomprogramm ist offensichtlich gleich zweifach mitverantwortlich für die neue Hungersnot. Zum Einen fehlen die immensen Ausgaben, die zur Entwicklung der Atomwaffen nötig sind, um nötige Nahrungsmittel zu importieren, zum Anderen sind die Hauptnahrungsspender Südkorea, Japan und die USA wegen des fortgesetzten Atomprogramms verstimmt. Offiziell stehen die Rückgänge der Spenden dieser Länder an das Welternährungsprogramm für Nordkorea zwar nicht damit im Zusammenhang, allerdings klagt das Programm, dass es bald seine lebensnotwendigen Hilfen an fast 3,8 Millionen der bisher versorgten Nordkoreaner einstellen müsste, sollte sich die Spendensituation nicht ändern. Insgesamt unterstützt das Welternährungsprogramm rund ein Drittel der nordkoreanischen Bevölkerung.

Nordkorea hat bei bilateralen Gesprächen mit Südkorea um 500.000 Tonnen Reis gebeten. Im vergangenen Jahr hatte Südkorea bereits 400.000 Tonnen Reis gespendet. Über die diesjährige Bitte wurde noch nicht entschieden. Das Thema soll bei den nächsten bilateralen Gesprächen Anfang Juli in Seoul wieder aufgenommen werden.

Hintergrundinformationen

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.