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August 15, 2016

Syrische Weißhelme für Friedensnobelpreis nominiert

Syrische Weißhelme für Friedensnobelpreis nominiert

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Veröffentlicht: 17:51, 17. Aug. 2016 (CEST)
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Syrien, 15.08.2016 – Die Syrian Civil Defence Units, auch als „Weißhelme“ bekannt, sind für den Friedensnobelpreis nominiert worden. Die aus 2900 Freiwilligen bestehende Hilfsorganisation rettete nach eigenen Angaben bisher mehr als 60.000 Menschen das Leben und könnte nun für ihre Arbeit den weltweit angesehensten Friedenspreis erhalten.

Die Nobelpreiskampagne wird von mehr als 120 Organisationen unterstützt, darunter zahlreichen syrischen und internationalen Organisationen wie z.B. Christian Aid, dem Internationalen Gewerkschaftsbund und den britischen Doctors of the World.

Die Weißhelme wurden unter anderem von der britischen Parlamentarierin Jo Cox nominiert, die am 16. Juni 2016 von einem 52-jährigen Mann brutal ermordet wurde. Nach dem Tod von Cox richtete ihr Ehemann Brendan einen Spendenfonds ein, um Geld für Anliegen zu sammeln, die von der verstorbenen Politikerin unterstützt wurden. Zu den drei Anliegen gehören der Royal Voluntary Service, eine Nichtregierungsorganisation zur Unterstützung von älteren Leuten, die für ein ‘modernes, offenes Britannien’ kämpfende Bewegung HOPE Not Hate sowie die Weißhelme.

In gerade einmal fünf Tagen brachte die Kampagne fast 1,35 Millionen Pfund (1,56 Millionen Euro) an Spendengeldern zusammen und hat seitdem die Zielmarke von 1,5 Millionen Pfund (1,73 Millionen Euro) überschritten. Cox Familie wurde deshalb von Raed Saleh, dem Leiter der Weißhelme, mit einem „Ehrenweißhelm“ ausgezeichnet, der „normalerweise nur für Freiwillige reserviert ist, die bei der Rettung von Zivilisten in Syrien ums Leben kamen“.

Die Mehrheit der für die Weißhelme arbeitenden Ersthelfer besteht aus gewöhnlichen Zivilisten wie etwa Bäcker, Krankenschwestern, Maler oder Schneider.

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November 24, 2015

Russland greift ISIS-Stellungen an

Russland greift ISIS-Stellungen an – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Russland greift ISIS-Stellungen an

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Syrien mit seinen Provinzen

Moskau (Russland), 24.11.2015 – Russische Kriegsschiffe haben am 20 November Cruise Missiles auf Ziele in Syrien abgefeuert und dabei sieben islamistische Stellungen in den nördlich Provincen Raqqa, Idlib and Aleppo getroffen. Col Patrick Ryder kritisierte, bei den russischen Angriffen würden auch gemäßigte syrische Oppositionsgruppe in Mitleidenschaft gezogen. Die Nachrichtensender BBC und Channel 4 veröffentlichten Videos von den Angriffen. Angeblich sollen 600 islamistische Terroristen getötet worden sein.

Bisher richteten sich die meisten Angriffe gegen die Islamisten nicht darauf, diese gezielt zu schlagen. Vielmehr ging es darum, ihr Vordringen zu stoppen. Diese Strategie hat sich seit der Anschläge in Paris am 13. November geändert.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

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April 16, 2015

Deutsche IS-Kämpfer an Folterungen beteiligt

Deutsche IS-Kämpfer an Folterungen beteiligt

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Veröffentlicht: 07:58, 16. Apr. 2015 (CEST)
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Aleppo (Syrien), 16.04.2015 – Laut Recherchen von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR sind deutsche Dschihadisten an Folterungen von Gefangen der Terrormiliz “Islamischer Staat” beteiligt. Die Deutschen sollen in Syrien und im Irak als Gefängniswärter für den IS arbeiten, diesen Sachverhalt prüft derzeit der Generalbundesanwalt.

Die Recherchen berufen sich auf eine Aussage eines deutschen Staatsbürgers, der in Gefängnissen des IS gehalten wurde. Er kam aus bisher ungeklärten Umständen aus der Haft frei. Der 27-jährige wird derzeit von Experten des Bundeskriminalamtes vernommen.

Laut ehemaligen Insassen der Gefängnisse des IS kommt es dort regelmäßig zu Folter, Hinrichtungen. Der ehemalige Insasse konnte u.a. Philip B. kennenlernen, einen bekannten deutschen Dschihadist, welcher nun im Namen des IS foltert. Auch den berüchtigten IS-Henker “Jihadi John” hatte er kenngelernt, Hinrichtungen musste er ebenfalls beiwohnen.

Viele IS-Geiseln werden vor laufender Kamera hingerichtet, in einigen Fällen kam es aufgrund von Lösegeldzahlungen zu einer Freilassung.

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March 18, 2015

Kampf gegen die Terror-Organisation IS weitet sich aus

Kampf gegen die Terror-Organisation IS weitet sich aus

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Veröffentlicht: 00:09, 19. März 2015 (CET)
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Ankara (Türkei), 18.03.2015 – Am 11. März wurden erstmals Kämpfe der islamistischen Terror-Organisation IS nahe der türkischen Grenze gemeldet. Schwer bewaffnete IS-Kämpfer griffen kurdische Dörfer im Nordosten Syriens an. Es handelt sich um zwei Orte südlich von Ras al-Ain, einer Stadt mit 50.000 Einwohnern. Die Zahl der bewaffneten Extremisten wird auf rund tausend geschätzt. Die Türkei hat daraufhin die Grenzkontrollen verschärft.

Nach Ansicht von James R. Clapper, dem Direktor der US-Nachrichtendienste, hat die Türkei trotz der Bedrohung andere außenpolitische Prioritäten und würde sich nicht stärker an einer Anti-Terror-Koalition beteiligen, als es für die Sicherheit des eigenen Landes erforderlich wäre. Ende Januar hatte der türkische Premierminister Ahmet Davutoglu erklärt, es gäbe keinen „islamischen Terror“. Allerdings wird der Vorwurf der Untätigkeit hinsichtlich des Terrorismus seitens der türkischen Regierung zurückgewiesen. Es gibt inzwischen nach Auskunft des türkischen Außenministers Mevlüt Cavusoglu eine Liste mit fast 20.000 Terrorverdächtigen. Bisher wurden 1.154 Einreisende in der Türkei gefasst, die meisten von ihnen wollten nach Syrien.

Gegenwärtig spitzen sich die Kämpfe vor allem um die irakische Stadt Tikrit, den Geburtsort von Saddam Hussein, zu. Die Zerstörung seines Mausoleums durch die Terror-Organisation IS hat symbolische Bedeutung. Die Stadt, die im Jahre 2003 rund 250.000 Einwohner hatte, wurde im Juni vergangenen Jahres von der IS erobert. Regierungstruppen versuchen seit zwei Wochen, das Gebiet zurückzugewinnen – es ist nunmehr der vierte Versuch seit Sommer 2014. Am Nachmittag des 17. März ist bekannt geworden, dass die geplante Offensive seitens der irakischen Regierung abgebrochen wurde.

Themenverwandte Artikel

Wikinews-logo.svg   Portal:Islam

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September 23, 2014

USA starten Luftangriffe auf Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien

USA starten Luftangriffe auf Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien

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Veröffentlicht: 13:47, 24. Sep. 2014 (CEST)
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Tomahawk Abschuss auf der USS Philippine Sea (Archivbild)

ar-Raqqa (Syrien), 23.09.2014 – Die Luftwaffe der Vereinigten Staaten von Amerika startete gestern massive Luftangriffe gegen die Terrormilizen des Islamischen Staates (IS) im Nordosten Syriens. US-Präsident Obama erklärte, die USA würden durch eine arabische Allianz aus Saudi-Arabien, Jordanien, Bahrain, Katar und den Emiraten unterstützt. Zumindest Jordanien soll sich mit eigenen Kampfjets auf IS-Ziele nahe seiner Ostgrenze zum Irak beteiligt haben. Dem gegenüber sollen sich Großbritannien und Frankreich bisher nicht an den Luftangriffen in Syrien beteiligt haben.

Das CENTCOM-Hauptquartier in Tampa, Florida, informierte, dass viele US-Kampfjets, Bomber und Tomahawk-Lenkflugkörper zahlreiche IS-Ziele im Norden und Osten Syriens bombardiert hätten. Die Luftangriffe hätten sich vor allem gegen das IS-Hauptquartier in ar-Raqqa, aber auch gegen Kommandoposten, Trainingslager, Rekrutierungs-, Nachschubzentren und gegen Versorgungs- und Panzerfahrzeuge gerichtet. Dazu wurden 47 Tomahawk-Marschflugkörper vom Zerstörer USS Arleigh Burke und vom Lenkwaffenkreuzer USS Philippine Sea gestartet, die laut CENTCOM derzeit im Roten Meer und im nördlichen Arabischen Golf stationiert sind.

Es sollen auch Luftangriffe gegen die bislang kaum bekannte Terrorgruppe der Khorasan durchgeführt worden sein. Die Khorasan-Miliz arbeitet mit der syrischen Al-Nusra-Front im Al-Qaida-Netzwerk zusammen. Diese Angriffe sollen sich gezielt gegen fünf Führer der Gruppe in der Nähe von Aleppo gerichtet haben.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Großbritannien sieht sich erhöhter Terrorgefahr ausgesetzt (30.08.2014)

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March 27, 2014

Türkei schießt syrisches Kampfflugzeug ab

Türkei schießt syrisches Kampfflugzeug ab

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Veröffentlicht: 27.03.2014, 00:16 (CET)
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Ankara (Türkei), 27.03.2014 – Bei einer Wahlkampfkundgebung gab der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan den Abschuss eines syrischen Kampfflugzeuges bekannt. Demnach hätten zwei syrische MiG-Jets sich am vergangenen Sonntag (23. März) dem türkischen Luftraum genähert. Nachdem eine dieser Maschinen in diesen eingedrungen war, obwohl zwei Kampfflugzeuge des türkischen Militärs vom Typ F-16 bereits gewarnt hatten, wurde diese durch einen der türkischen Flieger abgeschossen. Die andere syrische Maschine drehte hingegen frühzeitig ab, so die türkischen Medien.

Das syrische Außenministerium nannte die „türkische Aggression“ derweil „beispiellos“. Syrischen Medienberichten zufolge konnte sich der Pilot der abgeschossenen Maschine mit dem Schleudersitz retten, das abgeschossene Flugzeug zerschellte noch auf syrischem Gebiet und war durch eine Rauchsäule schon aus der Ferne erkennbar.

In der syrischen Gegend Kasab in der Nähe des Vorfalls toben seit Freitag heftige Kämpfe zwischen Rebellen und Regierung um die Kontrolle des Grenzgebietes. Aus welchen Gründen sich die Maschinen auf türkischem Gebiet befanden, ist unklar.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Weiterführende Portale: Türkei, Syrien

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January 23, 2014

Al-Kaida Chef ruft zur Einheit in Syrien auf

Al-Kaida Chef ruft zur Einheit in Syrien auf

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Veröffentlicht: 20:06, 23. Jan. 2014 (CET)
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Syrien, 23.01.2014 – Aiman az-Zawahiri, Chef des Terrornetzwerkes Al-Kaida, hat ein Ende der Kämpfe zwischen den Aufständischen im syrischen Bürgerkrieg gefordert. „Unverzüglich“ müssten dabei die „Bruderkämpfe“ zwischen den dschihadisten und anderen Rebellengruppen gestoppt werden.

Am heutigen Donnerstag verbreitete az-Zawahiri diesen Aufruf in einer Audiobotschaft. Darin bezog sich der Al-Kaida Chef auf „alle dschidadistischen Gruppen und alle freien Männer“, die einen Sturz der syrischen Führung unter Bashar al-Assad anstreben. Eine der Konfliktparteien, die Al-Kaida nahe ISIS, gilt dabei als besonders grausam. Neben Anschlägen und Massakern unter der Zivilbevölkerung werden ihr auch Attentate auf führende Köpfe anderer aufständischen Gruppierungen vorgeworfen.

ISIS stellt eine der radikal islamistischen Rebellengruppierungen im syrischen Bürgerkriegt dar, die ursprünglich unter dem Kommando Al-Kaidas agierte. Nachdem die Terrororganisation aber zunehmend an Macht verliert und selbst kaum noch eine Möglichkeit hat, aktiv an den Konflikten im Nahen Osten teilzunehmen, deutet sich eine endgültige Abspaltung der bereits weitgehend eigenständigen ISIS an. Nachdem zu Anfängen des Bürgerkriegs noch die zu großen Teilen aus dem Irak stammenden Kämpfer im Krieg gegen Assad willkommen waren, sind selbige mittlerweile im Wettrennen um den Einfluss im Land eine weitere Bedrohung und Gefahr für eine syrische Einheit. Noch Anfang Januar hatten Anführer der ISIS zur Vernichtung der Aufständischen der Freien Syrischen Armee aufgerufen.

Es bleibt abzuwarten, ob der Aufruf durch az-Zawahiri tatsächlich Wirkung zeigt oder Al-Kaida sich einen weiteren Machtverlust zugestehen muss. Syrien droht in ein noch größeres Chaos zu versinken, als es bereits ist. Die zahlreichen Rebellengruppen verfolgen verschiedene Interessen, eine gemeinsame Opposition zur syrischen Armee zu bilden, scheint derzeit unmöglich.

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July 6, 2013

Bürgerkrieg in Syrien: Mittlerweile 100.000 Tote

Bürgerkrieg in Syrien: Mittlerweile 100.000 Tote

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Veröffentlicht: 02:53, 06. Jul. 2013
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Zerstörter Straßenzug in Homs im April 2012

Syrien, 06.07.2013 – Im Bürgerkrieg in Syrien sind nach Angaben syrischer Menschenrechtler von März 2011 bis Juni 2013 bereits mehr als 100.000 Menschen gestorben. Wie die regimekritische Organisation syrischer Menschenrechtsbeobachter in London mitteilte, sollen davon 36.000 Zivilisten sein, darunter etwa 3.300 Frauen und 5.144 Kinder. Auf der Seite der Rebellen fielen auch 2.500 ausländische Kämpfer und 2.000 Überläufer der Regierungstruppen. Das Schicksal von mehr als 10.000 Gefangenen der Regierung sowie von mehreren Hundert Soldaten in der Hand der Rebellen ist ungeklärt.

Ähnliche Zahlen hatten die Vereinten Nationen (UNO) mitgeteilt. Nach Angaben der UNO von Ende April sollen in dem Konflikt bis dahin mindestens 93.000 Menschen gestorben sein, darunter 6.500 Kinder.

Seit März 2011 tobt in Syrien ein Konflikt zwischen Rebellen und Staatschef Baschar al-Assad, der sich mittlerweile zu einem Bürgerkrieg entwickelt hat. Die Truppen von Präsident Assad werden dabei inzwischen von Hisbollah-Milizen aus dem Libanon unterstützt und stehen für die schiitische Richtung des Islam, während die Rebellen mehrheitlich sunnitisch geprägt sind und von Katar und Saudi-Arabien unterstützt werden.

Die Verhandlungen der Russischen Föderation und der USA über Termin und Teilnehmer der geplanten Syrien-Friedenskonferenz waren erfolglos beendet worden, nachdem die Vertreter beider Staaten bei ihrem mehrstündigen Gespräch in Brunei keine Einigung erzielen konnten. Fest steht bis jetzt nur, dass eine Konferenz frühestens Ende August oder Anfang September abgehalten werden kann. Eine Einigung wurde aber bereits darüber erzielt, dass es unabhängig davon, wer militärisch die Oberhand in dem Konflikt gewinnt, eine Übergangsregierung geben soll.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

siehe auch: Portal:Syrien

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March 31, 2013

ARD-Reporter in Syrien angeschossen

ARD-Reporter in Syrien angeschossen – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

ARD-Reporter in Syrien angeschossen

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Veröffentlicht: 11:21, 1. Apr. 2013 (CEST)
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Aleppo (Syrien), 31.03.2013 – Der ARD-Korrespondent Jörg Armbruster wurde vorgestern in Aleppo von einem Scharfschützen der syrischen Armee angeschossen, als er einen Dokumentarfilm über die syrischen Rebellen drehte, und nach einer Notoperation in die Türkei ausgeflogen. Dort wurde er in einem Krankenhaus in Gaziantep noch einmal operiert. Armbruster ist außer Lebensgefahr und soll am Montag per Flugzeug nach Deutschland zurücktransportiert werden.

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February 12, 2013

Nach israelischem Luftangriff drohen Syrien und Iran mit Vergeltung

Nach israelischem Luftangriff drohen Syrien und Iran mit Vergeltung

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Veröffentlicht: 12:23, 12. Feb. 2013‎ (CET)
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Jerusalem (Israel), 12.02.2013 – Nach einem Luftangriff im Grenzgebiet zwischen Syrien und dem Libanon drohen Syrien und der Iran Israel mit Vergeltungsmaßnahmen. Die genauen Umstände des Zwischenfalls, der von Israel weder bestätigt noch dementiert wurde, sind unklar. Nach Angaben der syrischen Armee habe die israelische Luftwaffe ein Forschungszentrum in Dschamraja zerstört, wobei zwei Arbeiter getötet worden seien. Dieser „Akt der Aggression“ habe „große materielle Schäden verursacht und das Gebäude zerstört“. Berichte aus oppositionellen syrischen Kreisen berichteten über neun „Granaten“, die in der Stadt eingeschlagen hätten.

Doch nach Berichten, die sich auf Informationen aus israelischen Militärkreisen stützen sollen, stellt sich der Zwischenfall anders dar. Nach diesen Informationen hätten israelische Kampfflugzeuge auf syrischem Staatsgebiet einen Militärkonvoi angegriffen, mit dem Waffen in den Libanon transportiert werden sollten. Der israelische Sicherheitsexperte Schlomo Brom glaubt, dass der Angriff verhindern sollte, dass Flugabwehrraketen in die Hände von Hisbollah gelangen. „Wir kommentieren solche Berichte nicht“, teilten mehrere israelische Stellen mit. Dies entspricht der jahrelang geübten Verfahrensweise amtlicher israelischer Stellen, selbst offensichtliche Tatsachen nicht zu kommentieren. Die libanesische Armee sagte, dass am 29. Januar insgesamt 16 israelische Kampfflugzeuge den libanesischen Luftraum verletzt hätten.

Zuletzt hatte das israelische Militär 2007 einen Einsatz in Syrien geflogen. Damals hatte die israelische Luftwaffe ein Objekt zerstört, von dem es hieß, dass es sich um einen in Zusammenarbeit mit Nordkorea gebauten Forschungsreaktor handele. Zu Vergeltungsmaßnahmen war es damals aber nicht gekommen. Der syrische Botschafter im Libanon, Ali Abdel Karim Ali, sprach gegenüber dem der Hisbollah nahestehenden Fernsehsender Al-Manar von der „Möglichkeit eines Überraschungsschlags“ gegen Israel. Syrien protestierte wegen eines Verstoßes gegen das Entflechtungsabkommen von 1974 bei den Vereinten Nationen, teilte die amtliche Nachrichtenagentur SANA mit. Beide Staaten befinden sich offiziell im Krieg, doch wurde 1974 in Genf ein Abkommen zur Entflechtung der Truppen beider Staaten unterzeichnet. Das syrische Außenmisterium erklärte, dass Israel und „die Staaten, die Israel im UN-Sicherheitsrat schützen“ die Verantwortung für den Luftschlag trügen.

Verurteilt wurde der Angriff auch von der Arabischen Liga. Der iranische Außenminister Ali-Akbar Salehi bezeichnete den Zwischenfall als „klare Verletzung der territorialen Integrität Syriens“, die zeige, „dass die Zionisten und der Westen keine Stabilität und Sicherheit in Syrien wollen.“ Ohne weitere Einzelheiten anzudeuten, hieß es außerdem aus Teheran, dass der Zwischenfall für Israel schwerwiegende Folgen haben werde. Russland, der wichtigste Verbündete Syriens, kritisierte den israelischen Angriff als eine unprovozierte Attacke auf einen souveränen Staat. „Was immer der Grund für den Angriff war, dies war nicht gerechtfertigt“, erklärte das russische Außenministerium. Hisbollah bezeichnete in einer Stellungnahme den Angriff als „barbarische Aggression“, ging jedoch nicht auf Einzelheiten ein, sondern beschuldigte Israel, Muslime und Araber daran zu hindern, ihre militärischen Fähigkeiten auszubauen.

Bereits am Sonntag hatte Israel Einheiten des Raketenabwehrsystems Iron Dome in den Norden des Landes verlegt. Israel hatte angekündigt, Militärkonvois angreifen zu wollen, mit denen die syrische Armee Waffen und Chemiewaffen in den Libanon zu transportieren versuche. Israel befürchtet, dass solche Waffen in die Hände von Hisbollah gelangen und so Israel gefährden könnten. Außerdem wird von israelischen Medien spekuliert, dass der Konvoi Flugabwehrraketen russischen Ursprungs vom Typ SA-17 beförderte. Israel befürchtet auch, dass Boden-See-Raketen vom Typ Jachont, die israelische Kriegsschiffe und Bohrinseln im Mittelmeer angreifen könnten, Scud-Raketen und die in Syrien produzierte Variante der iranischen Fateh-110-Raketen an die Hisbollah geliefert werden könnten.

In Israel hat der Luftangriff Sorgen vor einem neuen Krieg geschürt. Die Tageszeitung Yedioth Ahronoth titelte „War dies das Zeichen dafür, dass an der Nordfront ein militärischer Flächenbrand seinen Anfang genommen hat?“, während die linksliberale Haaretz die Befürchtung äußerte, das Land sei „in Sorge über Racheakt der Hisbollah“. Die dem konservativen Likud-Block von Premierminister Benjamin Netanjahu nahestehende Israel HaYom spekulierte über die Optionen der Regierungen in Beirut und Damaskus, nämlich „Zurückhaltung, Krieg oder gezielte, begrenzte Reaktionen.“

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Syrien
  • Portal:Israel
  • Portal:Arabische Welt
  • Portal:Nahostkonflikt

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